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Künstliche Intelligenz

Dienstag: US-Bundestaaten klagen gegen Fusion, Mindestalter für soziale Medien


In den Vereinigten Staaten haben zwölf, mehrheitlich demokratisch regierte US-Bundesstaaten Klage gegen die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance eingereicht. Der Vorwurf: Die Fusion schränke Wettbewerb ein und schädige so Kinos, Kabelfernsehsender und Verbraucher. Eine Expertenkommission im Auftrag der EU-Kommission hat nach mehreren Monaten intensiver Diskussionen ihre Vorschläge zu Onlineschutz für Minderjährige vorgelegt. Und ein Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main stärkt die Rechte von Urhebern auf Social-Media-Plattformen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery hat Ende Februar der 110 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt und eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Zuvor war Konkurrent Netflix aus dem Bieterstreit um Warner Bros. ausgestiegen und hatte damit den Weg für die Übernahme des Hollywood-Urgesteins durch Paramount frei gemacht. Im vergangenen Monat erteilte die US-Regierung grünes Licht ohne Auflagen, obwohl in mehreren US-Bundesstaaten Wettbewerbsprüfungen liefen. Die Generalstaatsanwälte von zwölf Bundesstaaten führen nun Klage gegen die Fusion. Sie schade dem Wettbewerb und damit Verbrauchern. Der Streit hat auch eine politische Dimension. US-Bundesstaaten klagen gegen Warner Bros. Discovery-Übernahme durch Paramount

Viele Kinder und Jugendliche verbringen tagtäglich zum Teil viele Stunden in Sozialen Medien – mit Folgen für Psyche und Gesundheit. Länder wie Frankreich, Österreich oder Spanien planen bereits nationale Gesetze für ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Auch in Deutschland wird eine Altersgrenze für soziale Medien diskutiert. Jetzt hat eine Expertenkommission im Auftrag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Vorschläge zu Schutz von Minderjährigen vor Onlinerisiken vorgelegt. Bereits nach der Sommerpause will die EU-Kommission erste Regulierungsvorschläge unterbreiten. Social-Media: EU-Expertenkommission fordert Mindestalter mit Ausnahmen

Ein Berliner Architekturbüro beauftragte einen professionellen Fotografen mit der Dokumentation eines von dem Büro entworfenen Turms in Saudi-Arabien und zahlte dafür ein fünfstelliges Honorar. Im Oktober 2025 entdeckte der Fotograf eine Ausschnittvergrößerung seines Bildes auf einem verifizierten Instagram-Account mit über 400.000 Followern, der Bauprojekte in Saudi-Arabien dokumentiert. Weder die Architekten noch der Urheber wurden genannt. Eine Nutzungserlaubnis lag nicht vor. Der international tätige Architekturfotograf klagte gegen Meta als Betreiber Instagrams wegen der ungenehmigten Verbreitung einer geschützten Fotografie. Nun hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden und die Haftungsregeln für Host-Provider nach dem Digital Services Act (DSA) präzisiert. Urteil: Instagram muss sich deutschem Urheberrecht auch im Ausland beugen

Weil sich der Bau des Tunnels zwischen der Insel Fehmarn und dem Festland verzögert, erwägt die Deutsche Bahn eine Zwischenlösung. Der Plan sieht vor, den Bahnverkehr übergangsweise über die Fehmarnsundbrücke laufen zu lassen. Auf der Brücke verläuft eine zweispurige Straße und eine eingleisige, nicht elektrifizierte Bahntrasse. Diese müsste jedoch elektrifiziert werden. Der Bundesrechnungshof kritisiert das Konzept, vor allem die damit verbundenen Kosten. Unklar ist auch, ob die Brücke den zusätzlichen Belastungen überhaupt standhält, „selbst wenn Schienenverkehr die Brücke nur übergangsweise und in reduzierter Form nutzt“. Fehmarn: Bahn will Fehmarnsundbrücke-Trasse elektrifizieren und erntet Kritik

Nach zehn einstündigen Interviews mit Nutzern will Thunderbird die Einstellungen des E-Mail-Clients grundlegend überarbeiten, um diese verständlicher und leichter auffindbar zu machen. Zwar schätzten Nutzer den großen Funktionsumfang und die weitreichenden Anpassungsmöglichkeiten; die meisten richten Thunderbird jedoch einmalig ein und ändern anschließend nur noch ausgewählte Optionen, zeigten die Gespräche. Aus diesen leitete das Entwicklerteam von Thunderbird mehrere Schwerpunkte für die weitere Entwicklung ab. Thunderbird will Schluss mit Einstellungschaos machen

Auch noch wichtig:

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(akn)



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Bloggen im Bluesky-Ökosystem: Leaflet, Pckt und Offprint im Vergleich


Ein Blog ist heutzutage schnell eingerichtet, ebenso ein Newsletter. Das Problem beginnt danach: Die schönsten Texte nützen wenig, wenn sie niemand findet. Was also, wenn ein Blog nicht isoliert im Netz steht, sondern zugleich Teil eines offenen Ökosystems wird, in dem Beiträge leichter geteilt, abonniert und entdeckt werden können? Genau hier setzt das AT Protocol an, die technische Grundlage des Kurznachrichtendiensts Bluesky.

  • Durch das offene AT-Protokoll können sich Inhalte im Bluesky-Ökosystem besser verbreiten, was mehr Besucher ins Blog führen kann.
  • Beiträge erscheinen bei Bluesky und Co. nicht nur als normale Webseiten, sondern werden als Artikel, Blog-Beiträge oder Newsletter erkannt.
  • Die drei Plattformen Leaflet, Pckt und Offprint vereinfachen das Publizieren ungemein: Einsteiger können sofort und kostenlos loslegen.
  • Das Ökosystem ist jung und noch nicht ausgereift – viele Funktionen wirken vielversprechend, aber noch experimentell.

Inzwischen sind unabhängige Publishing-Plattformen entstanden, die diese Idee auf längere Texte übertragen. Sie versprechen mehr Offenheit, weil Inhalte und die Profildaten nicht vollständig an einen einzelnen Anbieter gebunden sind. Nutzer melden sich etwa mit ihrem Bluesky-Konto an, schreiben einen Beitrag und veröffentlichen ihn im Blog, Newsletter oder als einzelne Webseite. Im Hintergrund sorgen gemeinsame Standards dafür, dass die Texte auch von anderen Anwendungen im „Bluesky-Ökosystem“ erkannt werden.

Dieser Ratgeber erklärt die Standards und stellt drei neue Plattformen näher vor: Leaflet, Pckt und Offprint. Sie eint, dass sie das offene AT-Protokoll unterstützen und den Fokus stark auf das Schreiben richten. Kompliziert wird es nie: Das eigene Blog ist nach wenigen Minuten online und zugleich Teil eines vernetzten Social-Web-Ökosystems.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bloggen im Bluesky-Ökosystem: Leaflet, Pckt und Offprint im Vergleich“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.



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Hohe Preise bremsen Smartphone-Wettbewerb | heise online


Elf Prozent weniger fabrikneue Smartphones sind im zweiten Quartal 2026 weltweit ausgeliefert worden, im Vergleich zum zweiten Quartal 2025. Das schätzen Marktforscher von Counterpoint. Demnach ergibt das die niedrigste Smartphone-Stückzahl seit 2013. Grund sind die hohen Preise für Speicherchips, sowohl bei DRAM als auch NAND. Im Gesamtjahr soll der Markt laut Prognose sogar um 14 Prozent schrumpfen.

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In der Hoffnung auf den großen Reibach mit Künstlicher Intelligenz investieren Konzerne unzählige Milliarden und kaufen Speicherchips in rauen Mengen. Das Angebot kann nicht mithalten, womit die Preise steigen – auch für Smartphone-Hersteller. Manche Mobiltelefon-Anbieter reagieren mit höheren Preisen, zum Teil nehmen sie auch geringere Margen in Kauf. Andere halten ältere Modelle länger im Markt, um ihre Kosten zu reduzieren, und einige Hersteller bringen weniger neue Modelle auf den Markt und/oder kürzen die Produktion.

Für Kunden ergeben sich weniger Auswahl und höhere Preise, was die Kauflust bremst. „Die globale Speicherkrise hat inzwischen jeden anderen Faktor, der die Smartphone-Branche herunterzieht, überholt”, kommentiert Counterpoint-Marktbeobachter Shilpi Jain. Zusätzlich trieben „geopolitische Spannungen im Nahen Osten Ölpreise und Lieferkosten, was Smartphone-Preise weiter erhöht. Das fällt zusammen mit breiteren makroökonomischen Engpässen, langsamerem globalen Wachstum, höherer Inflation und einer Stimmung unter Verbrauchern, die so schlecht ist wie noch nie.”

Diese Gemengelage trifft vor allem das Marktsegment günstigerer Smartphone-Modelle. Einerseits sind die Margen dort geringer, andererseits können sich die typischen Käufer einfach nicht mehr leisten. Im Premium-Segment schrecken ein paar hundert Euro mehr für ein Handy Abnehmer offensichtlich nicht ab. In diesem Segment gibt es aber nicht viele Anbieter, womit die Marktkonzentration zu- und der Wettbewerb abnimmt.

Samsung hat seinen Marktanteil um vier Prozentpunkte auf 24 Prozent steigern können. Die Galaxy-S26-Familie treibt laut Counterpoint dieses Wachstum. In Indien und dem Nahen Osten seien Samsung-Handys besonders erfolgreich.

Apple hat demnach ebenfalls zugelegt, um drei Prozentpunkte auf nunmehr 20 Prozent Marktanteil. So stark waren iPhones noch nie. Geholfen hat hier, dass Apple grundsätzlich hohe Margen hat und im zweiten Quartal Preiserhöhungen vermeiden konnte.

Die dritt-, viert- und fünftgrößten Anbieter sind nach wie vor Xiaomi, Oppo (samt Oneplus und Realme) und Vivo. Sie sprechen eher preisbewusste Verbraucher an und mussten Marktanteile abgeben. Xiaomi hat laut der Analyse zwei Prozentpunkte auf nunmehr zwölf Prozent Anteil eingebüßt, Je einen Prozentpunkt mussten Oppo (nunmehr elf Prozent) und Vivo (acht Prozent) streichen.

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Außerhalb der Top 5 hebt Counterpoint die Erfolge Googles und Huaweis hervor. Nach Stückzahlen betrachtet hat Google im zweiten Quartal sogar 16 Prozent mehr Handys verkauft als ein Jahr zuvor. Pixel 10 und Pixel 10a ziehen. Bei Huawei, das sechs Prozent mehr Smartphones ausliefern konnte, seien die Zugpferde die Baureihen Mate 80, Nova 15 und Enjoy 90.

Keine Überraschung ist Counterpoints Vorhersage, dass der weltweite Mangel an Speicherchips und daraus folgend hohe Preise („Chipflation”) auch 2027 anhalten werden. Smartphone-Firmen würde sich daher eher auf Geräte mit höheren Margen konzentrieren als auf das Volumengeschäft. Es werde weniger Gerätetypen mit schmalen Margen geben, und ihre Ausstattung wird wohl noch schmäler.

Für preissensible Kundengruppen setzen die Anbieter lieber auf ältere Modelle sowie aufbereitete Gebrauchtware, auf gut Denglisch „refurbished” genannt. Allerdings machen nur wenige Marken passende Zusagen zur Bereitstellung von Sicherheitsupdates.


(ds)



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Digitaler Euro: Die meisten Deutschen wissen nicht, was er bringen soll


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This article is also available in
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Von den Plänen zur Einführung des digitalen Euros haben die Deutschen laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zwar schon mehrheitlich gehört, aber kaum jemand scheint sie zu verstehen. Demnach gaben 52 Prozent an, schon einmal von dem digitalen Euro gehört oder gelesen zu haben. Aber nur 8 Prozent sagten auch, dass sie erklären könnten, was das sei.

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Weitere 23 Prozent wüssten in etwa, worum es sich dabei handelt. 21 Prozent sagten, dass sie den Begriff zwar schon einmal gehört haben, wissen aber nicht genau, was damit gemeint sei. Demgegenüber gaben 41 Prozent an, noch nie vom digitalen Euro gelesen oder gehört zu haben. Laut Bitkom ist die Umfrage repräsentativ, befragt wurden 1.004 Personen.

„Politik, Notenbanken und Wirtschaft müssen frühzeitig verständlich erklären, wie der digitale Euro funktioniert, welche Rolle er neben Bargeld und bestehenden digitalen Zahlungsmitteln spielt und vor allem, welchen Nutzen er hat“, betonte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Der digitale Euro sei schließlich ein wichtiger Baustein für ein modernes, souveränes und wettbewerbsfähiges Zahlungssystem in Europa, so Rohleder.

Die Europäische Zentralbank (EZB) peilt derzeit die Einführung des digitalen Euros für 2029 an. Er soll künftig als digitales Zentralbankgeld das Bargeld im Euroraum ergänzen und die Abhängigkeit des Online-Zahlungsverkehrs vor allem von US-Anbietern wie Visa, Mastercard oder PayPal verringern. Das Europaparlament hat vergangene Woche nach langem Ringen seine Position zum entsprechenden Gesetzespaket verabschiedet, nun beginnen die sogenannten Trilogverhandlungen in Brüssel. Das sind die abschließenden Verhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und den Regierungen der Mitgliedstaaten im EU-Rat, an deren Ende ein finales Gesetz zum digitalen Euro stehen soll.

Dem Willen des Parlaments nach soll der digitale Euro für Zahlungen online wie offline zur Verfügung stehen. Ein Ersatz für Bargeld soll er aber nicht werden, Bürgern will man weiterhin die Wahl des Zahlungsmittels lassen. Neben der Ausgestaltung der Offline-Zahlungen dürften auch Fragen von Datenschutz und Anonymität, die Rolle der Geschäftsbanken, Obergrenzen beim Guthaben, Zahlungsgebühren und ähnliche Fragen Gegenstand der Verhandlungen werden. Die Kosten für das gesamte Projekt schätzt die EZB bis 2029 auf rund 1,3 Milliarden Euro, für die jährlichen Betriebskosten ab 2029 werden 320 Millionen Euro pro Jahr veranschlagt. Banken und Sparkassen sehen das Projekt nach wie vor mit viel Skepsis und machen sich für den Bezahldienst Wero als bessere Alternative stark.

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(axk)



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