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Entwicklung & Code

Ruby Central: Neustart nach Sponsorenverlust und Community-Krise


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Ruby Central befindet sich seit Beginn dieses Jahres in einer finanziellen Schieflage und reagiert jetzt mit einer Reihe kostensparender und struktureller Maßnahmen. Von der geschäftsführenden Direktorin Shan Cureton hat sich die gemeinnützige Organisation der Ruby-Community genauso getrennt wie vom CFO, der PR-Agentur und mehreren externen Auftragnehmern. Die monetäre Misere begann bereits 2025 durch den Wegfall von Sidekiq, einem der wichtigsten Sponsoren.

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In einem weiteren Sanierungsschritt plant Ruby Central, seinen Verwaltungsrat in ein ehrenamtliches Mitarbeitergremium umzustrukturieren. Damit berichten die Vorstandsmitglieder künftig nicht mehr an einen Geschäftsführer, sondern übernehmen nun gemeinsam mit Teams aus Freiwilligen und angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern direkt Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Finanziell konsolidieren will sich Ruby Central auch durch das Neuverhandeln von Verträgen, ausgeweitete Fundraising-Aktivitäten sowie durch den Start der Initiativen Ruby Alliance und Project DREAM (Driving Ruby’s Evolution to AI Maturity). Künftig soll es zudem ein Ausbildungsprogramm geben, um eine neue Generation von Ruby-Mitwirkenden anzulernen. Gleichzeitig habe man dafür gestimmt, die RubyConf beizubehalten, deren Ausrichter Ruby Central ist und die im Juli dieses Jahres das nächste Mal stattfindet.

In der Ruby Alliance will Ruby Central Unternehmen versammeln, die RubyGems, das offizielle Paketsystem für Ruby, sowie das Ruby-Ökosystem durch finanzielle Unterstützung und Entwicklungszeit stärken sollen. Project DREAM zielt unter anderem darauf ab, KI-Tools und -Workflows leichter in Ruby-Anwendungen zu integrieren und Probleme zu identifizieren, die den Einsatz von Ruby in Entwicklungsumgebungen limitieren. Außerdem soll es dazu dienen, die Ruby-Unterstützung in APIs und SDKs auszuweiten.

Mit seinem Maßnahmenpaket will Ruby Central auch verlorengegangenes Vertrauen der Ruby-Community zurückgewinnen. Zwischen beiden Parteien bestehen derzeit starke Misstöne. Nach dem Wegfall des Sponsors Sidekiq Anfang 2025 war Ruby Central finanziell praktisch abhängig von Shopify, einem weiteren großen Sponsor. Angeblich auf dessen Drängen übernahm Ruby Central im September 2025 die vollständige Kontrolle über RubyGems und das in Ruby integrierte Abhängigkeitsmanagement-Tool Bundler, beides bis dato von der Community gepflegte Open-Source-Projekte. Nach diesem Vorfall sprach die Community von einer „feindlichen Übernahme“.

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Aktuell legt es Ruby Central nicht auf weitere Konflikte an. Man glaube an das Motto „MINASWAN“ („Matz is nice and so we are nice“), erklären die Vorstandsmitglieder von Ruby Central, Jey Flores und Ran Craycraft, in der offiziellen Mitteilung. Damit spielen sie auf den höflichen Ton des Ruby-Erfinders Yukihiro „Matz“ Matsumoto an und betonen, dass man kein Interesse an einem Dauerstreit habe. Gleichzeitig verstehen sie ihren Statusbericht als Einladung zum Mitmachen und rufen die Ruby-Community zur aktiven Teilnahme auf.


(mro)



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Google: Neues KI-Modell läuft auch auf Laptops mit nur 16GB RAM


Google DeepMind hat mit Gemma 4 12B ein neues offenes KI-Modell vorgestellt, das multimodale Agenten direkt auf handelsüblichen Notebooks ermöglichen soll. Das Modell mit 12 Milliarden Parametern verarbeitet Text, Bilder und als erstes Modell dieser Größe auch Audio nativ – und benötigt dafür lediglich 16 GByte Arbeits- oder Grafikspeicher. Veröffentlicht unter der Apache-2.0-Lizenz steht es Entwicklern und Unternehmen frei zur Verfügung.

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Damit senkt Google die Einstiegshürde für seine lokale KI-Agenten. Während Googles eigene On-Device-KI Gemini Intelligence auf Android-Smartphones hohe Hardwareanforderungen stellt zielt Gemma 4 12B bewusst auf die breite Masse.

Eine zweite Stärke des Modells liegt in seiner vereinheitlichten Architektur. Wie Google in seinem Blog erläutert, verzichtet Gemma 4 12B vollständig auf separate Vision- und Audio-Encoder. Herkömmliche multimodale Modelle von Google nutzen typischerweise eigene Encoder-Module, die Bilder und Audiodaten erst übersetzen, bevor das Sprachmodell sie verarbeitet. Gemma 4 12B geht einen anderen Weg: Hier soll der Input direkt vom LLM-Backbone verarbeitet werden.

Innerhalb der Gemma-4-Familie positioniert Google das 12B-Modell zwischen den Edge-Varianten E4B, die für Smartphones und IoT-Geräte wie Raspberry Pi konzipiert sind, und dem größeren 26B-Mixture-of-Experts-Modell (MoE). In Benchmarks soll es laut Google jedoch nur knapp hinter dem stärkeren Modell zurückliegen. Ohne dedizierte GPU verlängern sich die Inferenzzeiten aber wahrscheinlich.

Wie das neue Modell im Vergleich zu 16GB-Varianten von anderen Anbietern abschneidet, ist noch nicht abzusehen.

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(rie)



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Kommentar: Microsofts Open-Source-Liebe hat einen Preis


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Wie sich die Zeiten doch ändern: Ausgerechnet Microsoft liefert heute Open Source frei Haus. Richtig praktische und wirklich offene Werkzeuge für Entwickler reihte der Konzern auf der Build 2026 auf – ein quelloffenes KI-Terminal, hilfreiche Dev Configs, dazu WSL-Container und mehr als 75 Unix-Werkzeuge der Coreutils. Doch wer darin nur Entwicklerfreundlichkeit sieht, verpasst den eigentlichen Coup. Open Source ist inzwischen das perfekte Business für den Konzern.

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Ein Kommentar von Moritz Förster

Ein Kommentar von Moritz Förster

Moritz Förster schreibt seit 2012 für die iX und heise online. Er betreut neben dem iX-Channel den Bereich Arbeitsplatz.

Microsoft ging gegen offene Standards lange strategisch vor – und die Strategie trug in den 90ern ein berüchtigtes Kürzel: „EEE – Embrace, Extend, and Extinguish“. Das US-Justizministerium dokumentierte, wie der Konzern dabei vorging. Erst drang Microsoft in Märkte mit offenen Standards ein, dann erweiterte es diese Standards um proprietäre Funktionen, und schließlich nutzte es die so entstandenen Unterschiede, um die Konkurrenz auszuschalten.

Sofort wurde das zu Microsofts Geschäftspraxis: Zum Beispiel setzt Microsoft im Browserkrieg den Internet Explorer nicht nur offensiv gegen Netscape ein; interne Memos zeigen darüber hinaus, dass der Konzern Office und HTML-Funktionen so verzahnen wollte, dass sie als Hebel ausschließlich das eigene Ökosystem stärken.

Doch die Ankündigungen der Build 2026 sind nicht einfach nur EEE 2.0 mit besserem Marketing. Das Umarmen war immer nur Mittel zum Zweck, und der Zweck hieß ersticken. Heute fehlt diese dritte Stufe.

Microsoft gibt bei den Werkzeugen, die Entwickler täglich nutzen, keinen Zentimeter Boden auf. Niemand muss migrieren oder sich umgewöhnen. Und niemand lockt den offenen Standard in eine proprietäre Sackgasse. Was hier an Reibung verschwindet, kostet Microsoft nur Entwicklungsaufwand – aber keinesfalls Marktmacht.

Nehmen wir als Beispiel die Datenbanken: Statt einer hauseigenen, geschlossenen Datenbank setzt Microsoft mit Azure HorizonDB auf das offene PostgreSQL. Die Botschaft: Bleibt bei Postgres, wir bauen die KI-Bausteine drumherum. Ausgerechnet der Konzern, der mit proprietären Datenbanken groß wurde, setzt jetzt auf die Open-Source-Alternative.

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Die Motivation ist betriebswirtschaftlich, Satya Nadella hat das nie verheimlicht. Seit 2014 verschiebt Microsoft sein Kerngeschäft von der Lizenzsoftware zu den Plattformdiensten, und Nadella sagt offen, dass sich mit geschlossenen Lizenzen auf Dauer kein Staat mehr machen lässt. Warum eine Lizenz einmal verkaufen, wenn man dieselbe Leistung monatlich vermieten kann? Dass heute über die Hälfte der Azure-Workloads unter Linux laufen, gehört inzwischen zum Geschäftsmodell.

Der Coup steckt im Business-Schlachtfeld selbst. Der Kampf heißt nicht mehr Windows gegen Open Source. Er heißt Cloud gegen Cloud. Die Maut kassiert Microsoft nicht mehr an der Systemgrenze, sondern beim Cloud-Dienst: bei Azure, bei GitHub, beim Copilot-Abo. Der Konzern stellt das Kassenhäuschen einfach woanders auf.

Selbst Steve Ballmer hat das inzwischen eingeräumt. Seine frühere Haltung sei für ihre Zeit richtig gewesen, doch die Linux-Bedrohung liege heute „im Rückspiegel“. Und die harte Linie habe dem Konzern damals mehr Umsatz gebracht, als ein frühes Umarmen es getan hätte. Erst kämpfen, dann kassieren, schließlich umarmen – aus Sicht der Bilanz hat sich jede Phase gelohnt.

Man sollte die Wende trotzdem nicht zu gutgläubig feiern. Viele Entwickler misstrauen dem freundlichen Microsoft bis heute aus gutem Grund. Als der Konzern 2021 eine Hot-Reload-Funktion aus dem quelloffenen .NET herauslösen wollte und sie erst nach lautem Protest zurückholte, blitzten die alten Reflexe wieder auf. Auch die heute „umarmten“ Werkzeuge wie GitHub, Copilot und Codespaces tragen proprietäre Schichten in sich. Jede Nutzung zentralisiert die Branche ein Stück weiter auf einen einzigen Anbieter.

Microsofts Open-Source-Zuneigung mag heute echt sein – aber sie entspringt eben nicht einem Altruismus, sondern dem nüchternen Kalkül, nicht wie einst IBM zu erstarren. Doch in fünf Jahren kann schon wieder eine andere Business-Logik gelten.


(fo)



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Visual Studio Code 1.123 synchronisiert Agenten-Sessions über Geräte hinweg


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Microsoft bringt in Version 1.123 von Visual Studio Code weitere neue Features für den Umgang mit großen Sprachmodellen. Dazu gehören synchronisierte Chat-Sessions über mehrere Geräte hinweg, ein vergrößertes Kontextfenster für spezielle Modelle und die Möglichkeit, multiple Agenten-Fenster parallel zu öffnen.

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Als neue Standardfunktion synchronisiert Visual Studio Code nun Chat-Sessions zum GitHub-Account seiner Nutzerinnen und Nutzer, inklusive aller lokalen Agenten-Sessions. Wie Microsoft betont, seien die synchronisierten Chats privat, außer wenn Nutzer sie explizit teilen. Auf github.com erscheinen die Chats im Agents-Tab eines Repositories und lassen sich durchsuchen.

Wer die Synchronisierung nicht nutzen will, setzt die auf Organisationsebene bestehende Einstellung chat.sessionSync.enabled auf false.

Das Preview-Feature Agents Window hat eine neue Funktion erhalten: Neben einer geöffneten Agenten-Session lässt sich nun eine zusätzliche in „Side by Side“-Ansicht öffnen. Um eine weitere Session zu öffnen, wählen Entwicklerinnen und Entwickler im Kontextmenü einer Session innerhalb der Session-Liste Open to the Side aus, ziehen die gewünschte Session per Drag & Drop in den Sessions-Ansichtsbereich oder wählen sie bei gedrückter Alt-Taste aus.

Dabei ist zu beachten, dass jeweils nur eine der sichtbaren Sessions aktiv ist. Eine neue ausgewählte Session wird automatisch zur aktiven Session View, außer wenn die vorherige Session angepinnt wurde. Das Anpinnen erfolgt über die Pin-Aktion in der oberen rechten Ecke der View.

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VS Code 1.123: Zwei Agenten-Sessions – hier eine Claude-Opus- und eine Claude-Sonnet-Session – lassen sich nebeneinander betrachten.

VS Code 1.123: Zwei Agenten-Sessions – hier eine Claude-Opus- und eine Claude-Sonnet-Session – lassen sich nebeneinander betrachten.

VS Code 1.123: Zwei Agenten-Sessions – hier eine Claude-Opus-4.8- und eine Claude-Sonnet-4.6-Session – lassen sich nebeneinander betrachten.

(Bild: Microsoft)

Ein weiteres Update betrifft das Kontextfenster unterstützter Anthropic- und OpenAI-Modelle: Es kann nun eine Million Token umfassen. Diese Erweiterung soll es Usern ermöglichen, mit deutlich größeren Codebasen zu arbeiten sowie längere Konversationen zu führen, ohne wichtigen Kontext einzubüßen.

Weitere Details zu den Neuerungen in Visual Studio Code 1.123 lassen sich der Ankündigung entnehmen.

Dabei handelt es sich nicht um die einzigen Updates im Bereich KI von Microsoft: Im Rahmen der in dieser Woche stattgefundenen Hauskonferenz Microsoft Build wurde unter anderem eine eigenständige Desktopanwendung für GitHub Copilot vorgestellt.


(mai)



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