Apps & Mobile Entwicklung
GPT-5.5 für ChatGPT und Codex: OpenAIs neues Spitzenmodell für Agenten und IT-Sicherheit

Es ist die erwartete Volte im Schlagabtausch der KI-Unternehmen. Nachdem Anthropic in der letzten Woche mit Claude Opus 4.7 ein neues Spitzenmodell veröffentlicht hat, zieht OpenAI jetzt mit GPT-5.5 nach. Erweiterte Agenten-Fähigkeiten und Cyber-Sicherheit sind erneut zentrale Themen.
Inhaltlich kündigt OpenAI das Erwartbare an. Das neue Modell verspricht Fortschritte bei der generellen Leistung. Im Fokus stehen aber vor allem die agentischen Fähigkeiten. GPT-5.5 soll mehrstufige Prozesse besser autonom lösen können, wie entsprechende Benchmark-Ergebnisse zeigen. In die Praxis übersetzt heißt das: ChatGPT oder Codex sind mit dem neuen Modell eher in der Lage, komplexe Aufgaben eigenständig zu lösen.
Neben dem Coding konzentriert sich OpenAI insbesondere auf Wissensarbeit – also die klassischen White-Collar-Jobs oder Forschungsaufgaben. Versprochen wird unter anderem ein besserer Umgang mit Dokumenten und Präsentationen. Bei der Computer-Nutzung soll das neue Modell ebenfalls wesentlich zielgerichteter vorgehen als die Vorgänger.
In der IT-Sicherheit arbeitet OpenAI mit Schutzmechanismen
Ein wesentlicher Aspekt in der Ankündigung ist die Effizienz. Bei mehr Leistung soll GPT-5.5 für einzelne Aufgaben weniger Token benötigen. Ein Aspekt, der derzeit vor allem mit Blick auf Anthropic relevant ist: Der Claude-Code-Entwickler kämpft derzeit mit den begrenzten Nutzungslimits, die immer wieder für Kritik in den sozialen Netzwerken sorgen. OpenAI hat hier offenbar einen Punkt erkannt, bei dem man sich im Konkurrenzkampf profilieren will.
Ein zentraler Aspekt der Ankündigung ist die Cybersicherheitsdebatte, die rund um Anthropics neues Modell Claude Mythos gestartet ist. OpenAI erklärt nun wenig überraschend, dass auch GPT-5.5 besser beim Entdecken von Sicherheitslücken ist. Schutzmechanismen sollen aber gewährleisten, dass es nicht zu Missbrauch kommt.
Zusätzlich baut man das Programm rund um die IT-Sicherheit aus. Nutzer können sich „Trusted Access for Cyber“ anmelden, um Zugang zu speziell für IT-Sicherheit angepassten Modellen zu erhalten. Zusätzlich arbeitet man noch mit Behörden und Organisationen zusammen, um kritische Infrastruktur zu schützen.
Verfügbarkeit und Preise
GPT-5.5 und GPT-5.5 Thinking sind ab jetzt für ChatGPT-Nutzer verfügbar, wenn sie eines der Abo-Pakete Plus und Pro oder eine der Enterprise-Versionen des KI-Assistenten gebucht haben. Für das größere Modell GPT-5.5 Pro ist mindestens das Pro-Abonnement nötig, das 103 Euro pro Monat kostet.
Im KI-Agenten Codex ist ebenfalls eines der kostenpflichtigen Abos nötig, um GPT-5.5 nutzen zu können. Dafür erhalten Nutzer ein Kontextfenster mit 400.000 Tokens. Zusätzlich gibt es einen Fast-Modus, der Token in 1,5-facher Geschwindigkeit für ein um den Faktor 2,5 erhöhten Preis generiert.
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Halo: Campaign Evolved: Ab Sommer zieht der Master Chief in neue Missionen

Halo hat einen Termin. Das Remake des allerersten Serienteils für die allererste Xbox kommt im Sommer auf den PC und Konsolen – auch die von Sony. Der Umfang des Originals wird um drei neue Missionen ergänzt, die vor der eigentlichen Haupthandlung spielen. Worum es geht, zeigt Microsoft erstmals.
Der „New Missions Trailer“ vermittelt einen Eindruck von den drei neuen Missionen, die den Master Chief und Sgt. Johnson bei einem Einsatz hinter feindlichen Linien zeigen. Ein Jahr vor den Ereignissen in Halo entern beide ein Forschungsschiff der Covenant mit dem Ziel, dort Daten zu stehlen. Dort treffen sie auf neue Varianten bekannter Gegner, während ihnen im Kampf Waffen aus anderen Halo-Teilen zur Verfügung stehen. Zugleich gewährt der Trailer einen Blick auf die nun zeitgemäße Grafik auf Basis der Unreal Engine 5.
Neben der neuen Grafik bietet Campaign Evolved einen lokalen Splitscreen-Modus für zwei Spieler sowie einen kooperativen Online-Modus für vier Spieler, für den die Kampagne angepasst wurde. Das Ziel des Remakes ist es dabei, das Feeling des Klassikers zu bewahren, es aber in einem nach modernen Standards runden Spiel zu vermitteln. Campaign Evolved soll sich also so spielen, wie man es in Erinnerung hat, nicht wie es sich tatsächlich spielt.
Animationen und Vertonungen wurden dazu überarbeitet, die Kampagne geschliffen, damit sie sich flüssiger spielt, Wegfindung und Navigation verbessert. An vielen Stellen sollen Missionen angepasst und mit mehr Umgebungskontext versehen werden, um die Story präsent zu halten. Darüber hinaus können Spieler nun alle Waffen aufheben, Fahrzeuge stehlen, Herausforderungen zuschalten – und optional sprinten. Das ging in den ersten Halo-Teilen noch nicht.
Plattformen, Termin und Editionen
Los geht es auf der Xbox, dem PC und der PlayStation 5 am 23. Juli für Käufer der Premium Edition für rund 80 Euro. Sie enthält zusätzliche Skins sowie die „Story & Art Collection“ in digitaler Form sowie ein digitales Spielhandbuch im Stil der Anleitung des ersten Halo. Darüber hinaus kann über HaloWaypoint eine Sammlerausgabe für 200 Euro bestellt werden, die eine rund 30 Zentimeter hohe Statue des Master Chief und einen LED-Chip von Cortana enthält. Käufer der 60 Euro teuren Standardversion müssen sich bis zum 28. Juli gedulden.
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Metro 2039: Neuer Gameplay-Trailer und ein genauerer Termin

Deep Silver zeigt nun einen neuen Gameplay-Trailer für Metro 2039 und konkretisiert den Termin: Die Fortsetzung der Shooter-Serie soll im Februar 2027 erscheinen. Damit geht auch dieser Publisher GTA 6 aus dem Weg.
Mitte April hatten 4A Games und Deep Silver Metro 2039 als echte Fortsetzung der postapokalyptischen Shooter-Serie angekündigt, die auf den Romanen von Dmitri Alexejewitsch Gluchowsk basiert. Der „Reveal“-Trailer zeigte bereits etwas Gameplay und kündigte das Spiel zugleich für „diesen Winter“ an.
Jetzt wird es konkreter: „Wir sind stolz darüber, euch wissen zu lassen, dass ihr das Spiel im Februar 2027 in euren Händen halten werdet“, heißt es in der Mitteilung.
Dass es eher das Ende des Winters wird, könnte eine strategische Entscheidung sein. Deep Silver könnte damit (wie so viele andere auch) dem Blockbuster GTA 6 aus dem Weg gehen wollen, der am 19. November 2026 erscheint.
Allerdings flüchten auch andere in den Februar des kommenden Jahres: Mit Tomb Raider: Legacy of Atlantis und Fable Reboot sind dies keineswegs Kleinkaliber.
Der neue Gameplay-Trailer
Der erste vollwertige Gameplay-Trailer zu Metro 2039 trägt den Titel „Hunter“. Damit ist der neue Bösewicht gemeint, der im Spiel auch als „Führer“ bezeichnet wird. Fans der Reihe dürfte Hunter ein Begriff sein, denn bei diesem handelt es sich um den allerersten Ranger des Sparta-Ordens. Dieser wird im neuen Teil zum skrupellosen Faschisten gemacht.
Der Trailer gibt auch einen Ausblick auf die Vielfalt der Schauplätze, einige neue Gegenstände und Waffen sowie auf neue Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden oder sich diese zunutze zu machen.
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Ascend 950DT: Huaweis AI-Chip mit eigenem HBM kommt bereits im August
Huaweis erster AI-Beschleuniger mit HBM3(e?)-Äquivalent könnte bereits im August dieses Jahres das Licht der Welt erblicken: der Ascend 950DT. Ursprünglich für das vierte Quartal geplant, könnten erste Kunden in China eventuell schon etwas früher darauf zurückgreifen. Details bleiben aber vage.
Da nur chinesische Medien von den Informationen rund um Huaweis Veranstaltung am 5. Juni in Shanghai berichten und Huaweis eigener Pressroom* erst heute einen nur sehr oberflächlichen Überblick liefert, ist die Informationslage vergleichsweise dünn.
Einig sind sich die Medien wie Guancha.cn und später Mydrivers als bekanntere Plattform dennoch darin: Huaweis neuer AI-Beschleuniger Ascend 950DT erscheint bereits im August.
Huawei Ascend 950 in zweierlei Ausführung
Vom Ascend 950, der auf dem altbekannten Ascend 910 in seinen diversen Varianten folgt, wird es dieses Jahr zwei Varianten geben. Die wichtigste Neuheit ist neben der Unterstützung für das FP8-Datenformat die Nutzung von HBM-Speicher, der nicht von Samsung zugekauft wird, sondern laut Huawei proprietär entwickelt wurde.
Die vorliegenden Daten lassen weiterhin nur bedingt Rückschlüsse zu: Der Ascend 950PR wird nur auf 128 GByte mit einer Bandbreite von 1,6 TByte/s setzen, was eher wenig ist und der HBM2(e)-Liga entspricht. Der Ascend 950DT erhöht sowohl bei der Kapazität auf 144 GByte und noch mehr bei der Bandbreite auf 4 TByte/s, hier könnte es sich dann um das Huawei-Pendant zu HBM3(e?) handeln.
Auf den Ascend 950DT setzt Huawei durchaus große Stücke, soll er doch viele größere Systeme antreiben. Die SuperPoDs werden bei Huawei so auch zu einem SuperCluster zusammengepackt. Darin sind in der neuen Generation 64 Atlas 950 SuperPoDs mit letztlich insgesamt 524.288 Chips verbaut.
Angeblicher Aufbau abgelichtet
Mitte der letzten Woche sind mutmaßlich authentische Fotos des möglichen Chips in sozialen Medien aufgetaucht. Der Fokus dabei richtet sich insbesondere auf Huaweis genutzte HiZQ-2.0-Lösung als eine Art Custom-HBM, die mit nur vier Chips zu je 36 GB für in Summe 144 GByte sorgen können soll. Diese Chips an den beiden Seiten wiederum scheinen aber ein Art Dual-Die-Design zu sein. Große I/O-Dies wiederum flankieren die Compute-Chips in der Mitte von oben und unten. Das gesamte Chip-Design des angeblichen Huawei Ascend 950DT sieht letztlich extrem interessant aus, da hier auch noch Interposer und andere Dinge im Spiel sein dürften.
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