Künstliche Intelligenz
Top 10: Das beste Headset für Büro & Homeoffice – Poly vor Jabra & Logitech
Im Büro oder Homeoffice sollen Bluetooth-Headsets die Arbeit durch guten Sound und praktische Funktionen unterstützen. Wir zeigen die zehn besten Exemplare.
Für die Arbeit im Büro und im Homeoffice sind Bluetooth-Headsets ideal. Egal, ob für ein Telefonat mit einem Kunden oder für das nächste Teams-Meeting – ein Headset erleichtert die Online-Kommunikation. Die Wahl des richtigen Modells hängt dabei nicht nur von der Soundqualität der Lautsprecher und der Aufnahmequalität des Mikrofons ab. Tragekomfort und Funktionsumfang spielen eine ebenso große Rolle.
Wer nur an einem Meeting pro Tag teilnimmt und sonst wenig telefoniert, dürfte mit den meisten Headsets problemlos zurechtkommen. Telefoniert man jedoch viel, sollte das Headset auch nach längerer Zeit noch bequem auf dem Kopf sitzen. Funktionen wie ANC, die gleichzeitige Verbindung von Smartphone und PC sowie die Trageerkennung über Sensoren im Headset können den Arbeitsalltag zudem bereichern und erleichtern. Ein ausdauernder Akku oder die Möglichkeit des Schnellladens sind bei Vielnutzung ebenfalls ungemein wichtig.
In unserer Bestenliste zeigen wir die zehn besten Bluetooth-Headsets und erklären, worauf es bei einem guten Bluetooth-Headset ankommt.
Welches ist das beste Bluetooth-Headset?
Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC für 136 Euro. Es überzeugt mit einer Mischung aus gutem Sound, nützlichem Zubehör und einer hervorragenden Verarbeitung. Praktische Funktionen wie das sowohl links als auch rechts verwendbare Mikrofon oder die Trageerkennung machen es zudem flexibel einsetzbar.
Als Technologiesieger geht das Jabra Evolve 3 85 ab 359 Euro hervor. Das äußerst hochwertige und bequeme Headset besticht durch sein verstecktes Mikrofon, Top-ANC und einen astreinen Klang. Dank der App passt man den Sound und die Funktionen auf die eigenen Arbeitsanforderungen an.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Jlab Epic Work für 100 Euro. Es bringt bis zu 90 Stunden Akkuleistung, ANC, solide Soundqualität und eine Ladestation mit, die auch als USB-Hub verwendet werden kann.
Das Poly Voyager Focus 2 UC für 136 Euro besticht durch eine hervorragende Verarbeitung und einen guten Klang. Nützliche Features wie der Tragesensor und das auf beiden Seiten verwendbare Mikrofon machen aus dem mit ANC ausgestatteten Headset einen flexiblen Begleiter fürs Büro.
- solider Klang
- Verarbeitung top
- Mikrofon sowohl links als auch rechts nutzbar
- Tragesensor praktisch
- Mikrofonqualität lässt etwas zu Wünschen übrig
- keine Equalizer oder andere Soundanpassungen
Ab 359 Euro bietet das Jabra Evolve 3 85 ein hochwertiges Design, bequeme Polster, eine Fülle an Funktionen und einen ausgezeichneten Sound. Auch das Mikrofon überzeugt durch eine verhältnismäßig klare Aufzeichnung der Stimme.
- hochwertig
- guter Klang
- adaptives ANC
- kompakter Formfaktor
- sehr teuer
- Equalizer-Presets nur via Smartphone-App
Das Jlab Epic Work für 100 Euro bietet eine hervorragende Akkulaufzeit, guten Klang und eine performante Geräuschunterdrückung für das Mikrofon. Mit ANC und einer inkludierten Ladestation wird es so zum kompetenten Begleiter im Arbeitsalltag.
- gute Soundqualität
- top Akkulaufzeit
- Ladestation kann als USB-Hub fungieren
- solide Sprachqualität
- keine gleichzeitige Verbindung via Dongle und Bluetooth möglich
- Mikrofon könnte etwas lauter sein
- On-Ear-Design für uns unbequem bei längerem Tragen
Ratgeber
Welches Headset hat den besten Klang?
Im beruflichen Einsatz zählt beim Klang vor allem eines: Das Gegenüber muss in Telefonaten und Videokonferenzen klar und verständlich zu hören sein. Während das mit allen Headsets möglich ist, die wir im Rahmen dieser Bestenliste getestet haben, sticht besonders unser Technologiesieger Jabra Evolve 3 85 mit seinem erstaunlich guten Sound hervor. Er überzeugt sogar beim Musikhören und Videoschauen durchweg und kann dank Equalizer per App weiter angepasst werden.
Bei der Sprachqualität des Mikrofons überzeugen ebenfalls die beiden Jabra-Evolve-3-Modelle am meisten. Sie zeichnen unsere Stimme trotz des Verzichts auf einen dedizierten Mikrofonarm ohne Rauschen klar und verständlich auf. Auch das Jlab Epic Work, unser Preis-Leistungs-Sieger, liefert eine solide Sprachqualität ab. Wichtig ist hier auch immer eine brauchbare Geräuschunterdrückung. Gerade in belebten Großraumbüros kann es gerne mal etwas lauter werden und im Gespräch mit dem Kunden nicht nur stören, sondern auch unprofessionell wirken.
Was macht ein gutes Headset für Büro und Homeoffice aus?
Neben Klang- und Sprachqualität ist vor allem auch der Tragekomfort wichtig. Je nach Job trägt man das Headset mehrere Stunden am Stück und möchte nicht alle paar Minuten die Kopfhörer verschieben, um unangenehme Druckstellen zu vermeiden. Neben weichen Polstern tragen auch das Gewicht, die Klemmstärke des Kopfbands und eine höhenverstellbare Halterung zum Tragekomfort bei. Lassen sich die Ohrmuscheln vollständig nach innen rotieren, kann man das Headset auch bequem um den Hals tragen.
Funktionen wie ANC (Active Noise Cancelling), Sidetone und Hearthrough können für die Arbeit unglaublich praktisch sein, spiegeln sich aber auch im Preis wider. Mit ANC blendet man Hintergrundgeräusche aus, was vor allem in Konzentrationsphasen hilfreich ist. Das Feature wirkt sich allerdings auch stärker auf den Akkuverbrauch aus.
Ladestationen versorgen das Headset nicht nur mit Strom, sondern bieten auch eine Möglichkeit, es nach getaner Arbeit zu verstauen. heise bestenlisten
Hearthrough ist vor allem bei Over-Ear-Kopfhörern nützlich, da man deutlich besser die Außengeräusche wahrnimmt. So kann man sich mit Kollegen unterhalten, ohne das Headset abnehmen zu müssen. Sidetone spielt hingegen die eigene Stimme beim Sprechen über die Kopfhörer ab, wodurch man ein besseres Gefühl für die eigene Lautstärke bekommt.
Vieltelefonierer sollten zudem auf einen starken Akku Wert legen oder ein Headset wählen, das man auch per Kabel am PC verwenden kann. Nützliches Zubehör wie Ladestationen sind hilfreich, wenn man das Headset beispielsweise über die Nacht aufladen möchte. Manche Headsets unterstützen auch Schnellladen, wodurch bereits wenige Minuten Ladezeit mehrere Stunden Akkulaufzeit ermöglichen.
Was ist der Unterschied zwischen Headset und Headphone?
Als Headphones bezeichnet man Kopfhörer, die primär dem Medienkonsum dienen. Sie sind entweder als In-Ear- oder Earbud-Variante ausgeführt oder werden als On-Ear- und Over-Ear-Modelle über ein Kopfband verbunden auf dem Kopf getragen. Headsets ergänzen dieses Konzept um ein integriertes Mikrofon und eignen sich dadurch auch für die Online-Kommunikation im beruflichen wie privaten Umfeld. Bei den meisten Modellen sitzt das Mikrofon an einem fest verbauten oder abnehmbaren Arm.
Manchmal fest verbaut, manchmal abnehmbar und manchmal im Gehäuse versteckt: Mikrofone machen Headphones zu Headsets. heise bestenlisten
Sowohl Headphones als auch Headsets kommen entweder mit On-Ear- oder Over-Ear-Polstern. On-Ear-Polster liegen dabei auf dem Ohr, während Over-Ear-Polster das Ohr umschließen. Wir bevorzugen die Over-Ear-Variante, da sie vor allem bei längerem Tragen für uns deutlich bequemer ist. Der Nachteil: Sie schirmen Außengeräusche viel stärker ab, was für die Arbeit nicht immer von Vorteil ist.
Eine Sonderrolle nehmen monaurale Headsets ein. Sie verfügen nur über eine einzige Ohrmuschel. Viele gängige Stereo-Headsets gibt es häufig in einer zusätzlichen Ausführung als monaurale Variante.
Der Vorteil eines monauralen Headsets: Man bekommt die Umgebung besser mit, falls man beispielsweise im Büro oder zu Hause im Homeoffice ansprechbar sein will. Zudem dürfte die Mono-Variante für viele deutlich angenehmer zu tragen sein bei sehr langen Telefonkonferenzen. Dieser Vorteil kann aber schnell zum Nachteil werden, denn man bekommt viel von der äußeren Geräuschkulisse mit. Musikhören nur mit einer Ohrmuschel macht auch keinen Spaß ohne Stereo-Sound. Ein monaurales Headset bietet sich vorwiegend für Personen an, die nebenbei mit anderen Kollegen oder Familienmitgliedern interagieren müssen – sei es zu Hause oder in einem Großraumbüro. Wer mehr Ruhe bei einer Videokonferenz will, sollte zu einem Stereo-Headset greifen.
In-Ear-Kopfhörer oder auch Earbuds zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass man sie im Ohr trägt. Der Treiber führt den Schall direkt in den Gehörkanal hinein. Zwar verfügen sie heutzutage ebenfalls über Mikrofone, doch durch den größeren Abstand zum Mund nehmen diese auch deutlich mehr Umgebungsgeräusche auf – für den Büroeinsatz ist das nicht immer ideal. Die besten günstigen In-Ear-Kopfhörer zeigen wir in unserer Bestenliste.
Kann man ein Headset an jedes Telefon anschließen?
Für die Verbindung mit einem Bluetooth-Headset muss das Endgerät natürlich ebenfalls über Bluetooth verfügen. Moderne Laptops und Smartphones sind dazu normalerweise immer in der Lage. Je nach Headset liefert der Hersteller zudem auch einen USB-Funk oder USB-Bluetooth-Dongle mit. Der bietet nicht nur eine stabilere Verbindung als rein über Bluetooth, sondern ermöglicht so auch älteren Computern, sich mit dem Headset zu verbinden.
Manche Headsets unterstützen die zeitgleiche Verbindung mit zwei oder mehreren Geräten, Multipoint genannt. Dadurch kann das Headset am Smartphone und parallel am PC genutzt werden. So lassen sich etwa Anrufe auf dem Smartphone über das Headset annehmen, während man weiterhin mit dem PC verbunden bleibt. Moderne Headsets unterstützen teilweise auch Google Fast Pair, wodurch die Einrichtung mit dem Android-Smartphone auf nur einen Klick reduziert wird.
Welches ist das beste Headset zum Zocken?
Die Anforderungen an ein Gaming-Headset sind deutlich höher als an ein reguläres Business-Headset. Während Bluetooth für den Einsatz im Büro ausreicht, ist die Latenz vieler Bluetooth-Verbindungen für anspruchsvolle Spiele häufig zu hoch, weswegen hier auf eine 2,4-GHz-Funkverbindung gesetzt wird. Auch die verminderte Sound- und Sprachqualität, die Bluetooth im Vergleich zur Funk- oder Kabelverbindung mit sich bringt, ist hier ein Ausschlusskriterium. Gerade für kompetitive Online-Spiele ist ein klarer und verzögerungsfreier Sound essenziell, um etwa Schritte der Gegner oder andere Soundeffekte orten und registrieren zu können.
Fazit
Bluetooth-Headsets für Büro und Homeoffice müssen mehr leisten als nur guten Klang und eine solide Sprachübertragung: Sie sollten auch nach mehreren Stunden noch bequem sitzen. Zusatzfunktionen wie ANC, Equalizer, Trageerkennung oder eine mitgelieferte Ladestation sind nicht für jeden ein Muss, machen den Arbeitsalltag aber merklich angenehmer.
Auch hier gilt: Wer mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt einen größeren Funktionsumfang, mehr Komfort und eine bessere Qualität. Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC, der Technologiesieger ist hingegen das Jabra Evolve 3 85. Als Preis-Leistungs-Sieger hat sich das Jlab Epic Work herausgestellt.
Poly Voyager Focus 2 UC
Noise Cancelling, Tragesensor und Ladestation: Das Poly Voyager Focus 2 UC will im Büro überzeugen. Ob es das schafft, zeigt unser Test.
- solider Klang
- Verarbeitung top
- Mikrofon sowohl links als auch rechts nutzbar
- Tragesensor praktisch
- Mikrofonqualität lässt etwas zu Wünschen übrig
- keine Equalizer oder andere Soundanpassungen
Poly Voyager Focus 2 UC im Test: Top-Headset mit ANC, Bluetooth und Tragesensor
Noise Cancelling, Tragesensor und Ladestation: Das Poly Voyager Focus 2 UC will im Büro überzeugen. Ob es das schafft, zeigt unser Test.
Das Poly Voyager Focus 2 UC bietet einen hochwertigen Look und bringt zudem einige nützliche Funktionen, die den Arbeitsalltag bereichern können. Dazu gehört der Tragesensor, der erkennt, wenn das Gerät auf- oder abgesetzt wird, und daraufhin etwa die Musik stoppt oder das Mikrofon stumm schaltet. Auch ANC hat der Kopfhörer mit an Bord. Wie sich das Headset im Alltag schlägt, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Unser Testgerät kommt zusammen mit einer Ladestation mit USB-C-Anschluss, einem USB-C-Bluetooth-Dongle samt USB-A-Adapter, einem USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel und einer praktischen Tragetasche, um das Headset zu verstauen. Eine Kurzanleitung ist ebenfalls inkludiert.
Design
Optisch orientiert sich das Poly Voyager Focus 2 UC am traditionellen Office-Headset-Look: schlankes Kopfband, On-Ear-Kunstleder-Polster und hochklappbares Boom-Mikrofon. Das Kopfband ist aus Metall, der Rest besteht aus Kunststoff. Die Polsterung für den Kopf ist elastisch und lässt immer Platz zwischen Metall und Schädel.
Poly Voyager Focus 2 UC – Bilder
Das schlanke Design spiegelt sich auch im Gewicht wider: gerade einmal 175 g bringt das Headset auf die Waage. Farblich hält man es ebenfalls professionell – diverse Schwarz- und Grautöne zieren den Kopfhörer. Akzente werden durch das rote Schaumstoffpolster gesetzt, das unter dem schwarzen Kunstleder durchblitzt. Die Verarbeitung ist durchweg solide. Trotz des großen Kunststoffanteils fühlt sich das Poly Voyager Focus 2 UC wertig an. Das metallene Kopfband macht es zudem deutlich robuster.
Ausstattung
Das Poly Voyager Focus 2 UC unterstützt die Verbindung via Bluetooth 5.1 mit Multipoint, dem inkludierten Bluetooth-USB-C-Dongle und per Kabel. Die Verbindung über den Dongle bleibt während unseres Tests auf 120 m² durchgehend stabil und auch das Pairing mit unserem Google Pixel 7 klappt anstandslos. Im Idealfall verwendet man immer den Dongle, um eine bessere Verbindung mit höherer Soundqualität zu gewährleisten.
Das Headset kommt mit einer USB-C-Ladestation. Die dient allerdings nur zum Aufladen – einen integrierten Bluetooth-Receiver oder einen Anschluss für den Dongle gibt es nicht. Zum Laden setzt man das Voyager Focus 2 UC einfach auf den 5-Pin-Anschluss der Station.
Die Bedienelemente befinden sich allesamt an der linken Ohrmuschel. Der Power-Schalter dient gleichzeitig auch zum Bluetooth-Pairing. Ist das Headset eingeschaltet, zieht man diesen ein Stück weiter nach oben, bis es blau zu leuchten beginnt. Ein weiterer Schalter wechselt zwischen den drei verschiedenen ANC-Stufen (0, 1 und 2). Die Stummschalttaste für das Mikrofon befindet sich direkt am Mikrofonarm, durch Hochklappen des Arms stellt man es alternativ auch stumm.
Als sehr unpraktisch erweisen sich hingegen die Buttons für Microsoft Teams und Anrufe/Voice-Assistant. Diese sind seitlich im Kopfhörer eingelassen, komplett flach und geben kaum haptisches Feedback beim Drücken. Etwas besser sind da die Lautstärkeregler-Tasten, die ebenfalls außen am linken Kopfhörer eingelassen sind.
Das ANC ist in Ordnung, es kommen aufgrund der On-Ear-Kopfhörer aber noch Geräusche durch, da sie das Ohr eben nicht ganz umschließen. Wer hier vollständig ausblendendes Noise Cancelling erwartet, wird enttäuscht. Für den Büroalltag oder auch im Homeoffice sollte es aber ausreichen. Eine Hearthrough-Funktion, wie sie das Jabra Evolve 3 bietet, gibt es nicht.
Für das Poly Voyager Focus 2 UC stehen zwei Versionen bereit: eine speziell für Microsoft-Teams zertifizierte (2-M UC) und eine Universal-Communications-Variante (nur 2 UC). Beide Versionen sind technisch auf dem gleichen Stand. Die MS-Teams-Variante kommt mit dediziertem Teams-Button und ein paar zusätzlichen Komfortfunktionen, etwa sich Teams-Benachrichtigungen per Knopfdruck über das Headset am PC anzeigen zu lassen.
Die 32-mm-Treiber arbeiten im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz, das Mikrofon im Bereich 100 bis 6800 Hz. Es ist zudem mit Geräuschunterdrückung ausgestattet und lässt sich sowohl nach vorne als auch nach hinten drehen, wodurch man das Mikrofon links oder rechts tragen kann. Setzt man das Headset dann verkehrt herum auf, passt es die Ausrichtung der Lautsprecher (links wird zu rechts und rechts zu links) automatisch an.
Software
Für die Konfiguration der Peripherie steht die App Poly Studio parat. Diese gibt es sowohl für den PC als auch für Android und iOS und bietet diverse Optionen für die Steuerung und das Verhalten des Headsets. Equalizer oder anderweitige Soundanpassungen gibt es nicht – schade. Standardmäßig ist HD Voice aktiviert, was die Stimmqualität des Mikrofons verbessern soll, dafür aber auch mehr Strom verbraucht.
Den Sidetone, also die Wiedergabe der eigenen Stimme über die Lautsprecher des Headsets, kann man zwar reduzieren, aber nicht komplett ausstellen. Weitere Einstellungsmöglichkeiten betreffen größtenteils die Benachrichtigungstöne bei Anrufen am Smartphone oder PC und bei einem zweiten eingehenden Anruf.
Poly Voyager Focus 2 UC – Bilder App
Für den Tragesensor legt man fest, was passieren soll, wenn man das Headset abnimmt oder aufsetzt – ihn ganz ausstellen ist ebenfalls möglich. Nimmt man es während eines aktiven Anrufs vom Kopf, kann man beispielsweise festlegen, ob das Mikrofon stumm geschaltet oder der Sound auf das Smartphone übertragen werden soll. Hört man Musik, kann man diese automatisch durch Abnehmen des Headsets pausieren lassen. Praktisch ist die Funktion, Anrufe automatisch durch Aufsetzen der Peripherie anzunehmen. Die Sensoren erkennen während unseres Tests relativ präzise, ob wir das Gerät auf oder absetzen.
Um das Gehör zu schützen, kann man ein Lautstärkelimit bei entweder 80 oder 85 dB(A) aktivieren, über das die Lautsprecher nicht hinausgehen können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, aktiviert zudem noch die Anti-Erschrecken-Funktion. Diese soll verhindern, dass die Lautstärke plötzlich stark hochschießen kann und vermeidet so einen Schock für das Gehör.
Soundqualität
Der Klang des Poly Voyager Focus 2 UC macht im Büroalltag eine gute Figur. Gesprächspartner in Meetings versteht man problemlos und auch zum Musikhören nebenbei bietet der 32-mm-Treiber genügend Dynamik. Für die bestmögliche Soundqualität sollte man das Headset aber direkt per USB mit dem PC verbinden, da diese via Bluetooth dann doch einbüßt. Selbiges gilt auch für das Boom-Mikrofon des Voyager Focus 2 UC.
Die Performance des Mikros ist lediglich in Ordnung. Man versteht uns zwar problemlos, die Stimme kommt allerdings etwas dumpf und verwaschen beim Gegenüber an. Die integrierte Geräuschunterdrückung macht hingegen einen ziemlich guten Job und sollte vor allem in geschäftigen Büros ein Segen sein.
Tragekomfort
Wer wie wir On-Ear-Polster nicht lange auf den Ohren tragen kann, weil sie unangenehme Druckstellen erzeugen, der wird mit dem Poly Voyager Focus 2 UC keine Freude haben. Der Kunstlederüberzug fühlt sich angenehm auf der Haut an, staut aber etwas die Wärme, was vor allem in den heißen Sommermonaten unangenehm werden könnte.
Das elastische Kopfbandpolster ist hingegen ausgesprochen bequem und bietet genügend Abstand zum Metallband darüber. Die Klemmstärke ist gut austariert und sorgt dafür, dass das Headset sicher auf dem Kopf sitzt. Dank der Markierungen auf der Außenseite der Kopfhörerhalterung lässt sich das Headset präzise und gleichmäßig in der Größe verstellen. Die Ohrmuscheln können komplett nach Innen und Außen gedreht und das Headset somit problemlos um den Hals getragen werden.
Akkuleistung
Der Akku des Headsets kommt auf gut 16 Stunden Betriebsdauer mit aktiviertem ANC und 19 Stunden ohne. Hat man zusätzlich noch HD-Audio aktiviert, wirkt sich das noch einmal auf die Laufzeit aus. Wer auf der Arbeit hauptsächlich am Telefonieren ist, der wird das Headset am Ende des Arbeitstages zur Sicherheit ans Ladegerät hängen müssen. Wer täglich nur gelegentlich damit telefoniert, etwa in einzelnen Meetings, wird damit auch problemlos mehrere Tage zurechtkommen.
Preis
Das Poly Voyager Focus 2 UC gibt es für knapp 143 Euro in der Microsoft-Teams-Variante mit Ladestation. Die UC-Version mit Ladestation ist mit knapp 136 Euro aktuell sogar teurer. Aktuell sind die Modelle ohne Ladestation nur wenige Euro günstiger.
Fazit
Mit dem Poly Voyager Focus 2 UC bekommt man ein kompetentes Headset, das mit seiner einwandfreien Verarbeitung, einem guten Klang und praktischen Zusatzfunktionen wie dem Tragesensor oder dem beidseitig einsetzbaren Mikrofon glänzt.
Letzteres erledigt zwar seinen Job, enttäuscht aber insgesamt bei der Soundqualität. Man bleibt zwar problemlos verständlich, klingt aber alles andere als kristallklar. Fehlende Soundoptimierungen, beispielsweise per Equalizer, trüben den Gesamteindruck ebenfalls etwas.
Trotzdem ist das Headset für den Büroalltag gut ausgestattet und dank seiner Flexibilität für die meisten eine gute Wahl.
Jabra Evolve 3 85
Das Jabra Evolve 3 85 ist nicht nur bequem, sondern auch mit Funktionen wie ANC, Trageerkennung und Geräuschunterdrückung ausgestattet.
- hochwertig
- guter Klang
- adaptives ANC
- kompakter Formfaktor
- sehr teuer
- Equalizer-Presets nur via Smartphone-App
Jabra Evolve 3 85 im Test: Bequemes Headset der Superlative mit ANC & Top-Sound
Das Jabra Evolve 3 85 ist nicht nur bequem, sondern auch mit Funktionen wie ANC, Trageerkennung und Geräuschunterdrückung ausgestattet.
Das Jabra Evolve 3 85 bietet auf dem Papier fast alles, was man sich bei einem Headset fürs Büro wünschen kann. Neben einem hochwertigen Look, bequemen Polstern und einer Vielzahl an Funktionen wie ANC liefert es hervorragenden Klang und ein integriertes Mikrofon. Wie sich das teure Premium-Headset im Alltag schlägt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Je nachdem, für welches Paket des Evolve 3 85 man sich entscheidet, kommt es mit unterschiedlicher Ausstattung. Grundsätzlich ist aber immer eine Tragetasche für das Headset, ein USB-Adapter, ein USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel und ein 3,5‑mm-Klinkenkabel enthalten. Unterschiede im Lieferumfang bestehen hauptsächlich im Anschluss des USB-Adapters, diesen gibt es entweder mit USB-C oder USB-A. Außerdem wird das Headset auch mit einer USB-C-Ladestation angeboten.
Design
Das 220 g schwere Business-Headset wirkt direkt beim ersten Auspacken äußerst hochwertig. Farblich zwischen Onyx und Anthrazit angesiedelt, bringt es eine exzellente Verarbeitung mit sich. Die Ohrmuscheln und das Kopfband bestehen aus Kunststoff mit mattem Finish, die Halterungen der Ohrmuscheln sind aus Metall. Letztere lassen sich zum besseren Verstauen des Headsets einklappen. Die Polster des Over-Ear-Kopfhörers sind mit Stoff bezogen.
Bedienelemente gibt es an beiden Ohrmuscheln. Links befinden sich der Power-Schalter, der gleichzeitig auch für das Bluetooth-Pairing dient, sowie ein Button, um zwischen ANC und dem Hearthrough-Modus zu wechseln. Rechts versammeln sich Stummschalttaste, Play/Pause-Button sowie Lautstärketasten. Beim Modell mit Microsoft-Teams-Zertifizierung gibt es zudem noch den Teams-Button, der außen an der Ohrmuschel sitzt.
Ausstattung
Das Headset verbindet sich entweder über den inkludierten Adapter oder direkt mit einem kompatiblen Endgerät via Bluetooth 5.3 und unterstützt Google Fast Pair. Zwei Verbindungen gleichzeitig sind möglich. Möchte man die Software des Evolve 3 85 am PC nutzen, kommt man um den mitgelieferten Adapter jedoch nicht herum. Den sollte man, wenn möglich, immer verwenden, da er eine größere Reichweite, stabilere Verbindung und eine bessere Soundqualität bietet. Während unseres Tests ist die Verbindung per Adapter auf einer Fläche von 120 m² durchgehend stabil.
Das Jabra Evolve 3 85 verfügt über adaptives ANC, welches Außengeräusche relativ gut ausblendet. Alternativ wechselt man zum Hearthrough-Modus, bei dem die Mikrofone des Headsets die Außengeräusche aufnehmen und über die Kopfhörer abspielen. Das ist dann praktisch, wenn man mit Kollegen im selben Raum sprechen möchte, ohne dabei das Headset abzunehmen. Das Evolve 3 85 erkennt zudem, ob man es gerade trägt. Setzt man es vom Kopf ab, pausiert es automatisch die Musik am Endgerät oder schaltet das Mikrofon stumm.
Für das Office-Headset stehen zwei Varianten zur Verfügung: eine für Microsoft Teams zertifizierte Version und eine universelle Unified-Communications-Version (UC). Der Hauptunterschied der beiden Varianten besteht darin, dass die MS-Teams-Version diverse Plug-and-play-Funktionen für die App mitbringt. So wählt Teams etwa immer automatisch das Headset als Wiedergabegerät aus.
Außerdem verfügt die Teams-Version des Headsets, gekennzeichnet durch das Kürzel „MS“ im Produktnamen, über einen dedizierten Teams-Button. Drückt man diesen, rückt die Anwendung automatisch in den Vordergrund. Zwei LEDs an der rechten Ohrmuschel leuchten zudem lila auf, wenn das Programm auf dem PC geöffnet ist. Wer auf diese Funktionen nicht angewiesen ist oder Teams generell nicht verwendet, kann bedenkenlos zur normalerweise günstigeren UC-Variante greifen, da die Headsets im Hinblick auf Technik und Sound ansonsten identisch sind.
Die für Microsoft Teams zertifizierte Version des Headsets ist mit einem dedizierten Teams-Button ausgestattet. heise bestenlisten
Die Treiber des Headsets messen 32 mm und arbeiten im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz – unterstützt werden die Audio-Codecs SBC, AAC und LC3. Neben ANC und Hearthrough spielen die Lautsprecher optional auch Sidetone ab. Dadurch hört man beim Sprechen die eigene Stimme besser und bekommt ein Gefühl dafür, wie laut man gerade ist.
Insgesamt sechs Mikrofone sind im Evolve 3 85 verbaut, die im Frequenzbereich 10 bis 20.000 Hz arbeiten. Praktischerweise sind sie im Inneren der Ohrmuscheln verbaut, wodurch ein abstehender Mikrofonarm entfällt. Das macht das Headset optisch ein wenig alltagstauglicher und eliminiert durch den fehlenden Arm des Mikrofons ein potenzielles Verschleißteil. Für die Tonaufnahme kommt eine aktive Geräuschunterdrückung zum Einsatz, damit Hintergrundgeräusche so gut es geht ausgeblendet werden.
Software
Für das Evolve 3 85 stehen zwei Apps zur Verfügung: eine für den Desktop-PC und eine für das Smartphone oder Tablet. Sie sind vom Umfang her beinahe identisch, mit dem Unterschied, dass man die unterschiedlichen Equalizer nur per Smartphone-App wechseln kann. Warum diese nicht in der Desktop-App Jabra Direct zur Auswahl stehen, ist uns ein Rätsel. In dieser gibt es nur einen übergreifenden Equalizer, den man anpassen kann.
Jabra Evolve3 85 – Bilder Desktop-App
Jabra Direct bietet jedoch vielfältige Einstellungsmöglichkeiten für das Headset, um es an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Etwa die Lautstärke des Sidetones, wie stark die Umgebungsgeräusche via Hearthrough über das Headset abgespielt werden oder das Hinzuschalten von Raumklang für die Medienwiedergabe oder während eines Anrufs.
Die Smartphone-App Jabra Plus bietet einen leicht abgespeckten Funktionsumfang. Einstellungen zu ANC, Hearthrough und Sidetone sind aber auch hier präsent, Raumklang lässt sich hierüber allerdings nur für Medien hinzufügen. Die Bedienung per Smartphone funktioniert problemlos, die Verknüpfung via Google Fast Pair gelingt sofort.
Jabra Plus wartet zudem mit sechs Equalizer-Presets auf, zwischen denen man jederzeit wechseln kann. Jedes Preset kann bearbeitet und separat mit neuem Namen abgespeichert werden. Zusätzlich gibt es die Option, den Sound der Gesprächspartner in Bezug auf Höhenklang und Bass zu verstärken.
Jabra Evolve3 85 – Bilder Smartphone-App
Soundqualität
Der Klang des Jabra Evolve 3 85 besticht mit einem verhältnismäßig satten Bass, ohne dabei zu übersteuern, und klaren Mitten. Stimmen, egal ob im Call oder beim Musikhören, bilden die 32-mm-Treiber gut verständlich ab. Auch bei den Höhen kann das Business-Headset überzeugen und gibt Instrumente sauber und detailreich wieder. Mit den Equalizern schärft man den Sound bei Bedarf zusätzlich etwas.
Die Aufnahmequalität des Headsets kann sich ebenfalls hören lassen: Trotz fehlenden Boom-Mikrofons fängt es die Stimme verständlich ein und ist hervorragend darin, wirklich nur dann aufzunehmen, wenn man spricht. Auch die Geräuschunterdrückung macht eine gute Figur und reduziert Hintergrundgeräusche merkbar. Allerdings büßt bei besonders lauten Hintergrundgeräuschen die Sprachqualität merklich ein. Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für das Mikrofon gibt es zum Testzeitpunkt nicht.
Tragekomfort
Die Jabra Evolve 3 85 sind schlicht und ergreifend bequem. Das geringe Gewicht, gepaart mit den weichen, stoffbezogenen Polstern und einer für uns exzellenten Klemmstärke, rufen auch nach mehreren Stunden auf dem Kopf keinerlei Ermüdungserscheinungen hervor. Die Ohrmuscheln sind relativ schmal, weswegen diese bei Menschen mit größeren Ohren auf selbige drücken könnten. Aufgrund des kompakten Formfaktors der Ohrpolster wird es nach längerem Tragen darunter etwas warm, was im Sommer bei längeren Meetings unangenehm werden kann. Zum Testzeitpunkt im Winter halten wir es aber problemlos aus.
Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach innen drehen und das Headset so bequem um den Hals tragen, wenn man es gerade nicht benötigt. Leider rasten die Halterungen der Ohrmuscheln beim Verstellen der Größe weder ein noch haben sie Markierungen, weswegen man hier mit Augenmaß angleichen muss.
Akkuleistung
Jabra verspricht bis zu 25 Stunden reine Sprechzeit und bis zu 120 Stunden Musikhören mit einer Ladung. Mit dauerhaft aktiviertem ANC, täglichem Teams-Meeting und gelegentlichem Musikhören nebenbei attestiert uns die App nach etwa drei Arbeitstagen noch 77 Prozent Akkuladung. Wir kommen so mit einer Ladung also problemlos durch die Arbeitswoche. Dank Schnellladung kann es in 10 Minuten bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit aufladen. Außerdem unterstützt das Headset kabelloses Laden via Qi.
Preis
Das Jabra Evolve 3 85 (USB-C) in der MS-Teams-Variante kostet derzeit knapp 372 Euro. Inklusive Ladepad kostet es etwa 407 Euro. In unserem Widget sind zusätzlich zu den MS-Teams-Versionen des Headsets noch die UC-Pendants aufgelistet:
Fazit
Das Jabra Evolve 3 85 bringt so ziemlich alles mit, was ein gutes Headset fürs Büro ausmacht. Es ist bequem, bietet einen guten Klang und das im Kopfhörer integrierte Mikrofon nimmt die Stimme sauber auf. Zudem machen ANC, Hearthrough und Sidetone es super praktikabel für den Einsatz in Mehrpersonenbüros. Per Apps schneidet man das Headset weiter auf die eigenen Bedürfnisse zu. Zusätzliche Quality-of-Life-Funktionen wie die automatische Trageerkennung runden das Gesamtpaket ab.
Demgegenüber steht der unglaublich hohe Preis von knapp 381 Euro, den man für diese Fülle an Funktionen, Qualität und Komfort zahlen muss. Wer dazu bereit ist, bekommt ein extrem kompetentes Headset, das die tägliche Arbeit im Büro bereichert. Viele der Funktionen sind aber nicht zwangsweise ein Must-have, weswegen der Griff zu deutlich günstigeren Alternativen für die meisten hier mehr Sinn ergibt.
Jlab Epic Work
Das Headset Jlab Epic Work kommt mit einer praktischen Ladestation. ANC soll zudem für störfreies Arbeiten sorgen.
- gute Soundqualität
- top Akkulaufzeit
- Ladestation kann als USB-Hub fungieren
- solide Sprachqualität
- keine gleichzeitige Verbindung via Dongle und Bluetooth möglich
- Mikrofon könnte etwas lauter sein
- On-Ear-Design für uns unbequem bei längerem Tragen
Jlab-Kopfhörer Epic Work im Test: Headset fürs Homeoffice mit ANC & Ladestation
Das Headset Jlab Epic Work kommt mit einer praktischen Ladestation. ANC soll zudem für störfreies Arbeiten sorgen.
Mit dem Epic Work bietet Jlab ein Office-Headset, das sowohl per Dongle als auch direkt per Bluetooth verbindet. Die inkludierte Ladestation ermöglicht komfortables Laden und Aufbewahren des Headsets, wenn es gerade nicht gebraucht wird. Mit hybridem ANC ausgestattet, filtert es zudem Störgeräusche aus der Umgebung heraus. Wie es um die Soundqualität und den Tragekomfort der On-Ear-Kopfhörer beschert ist, verraten wir im Test. Das Testgerät stellte uns der Hersteller zur Verfügung.
Lieferumfang
Zusammen mit dem Business-Headset bekommt man eine Kurzanleitung, eine Ladestation, ein 2,4-GHz-Funkdongle (USB-C) sowie ein USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel.
Design
Das Jlab Epic Work kommt im schwarz-grauen Look daher und wirkt relativ hochwertig. Das liegt unter anderem am Einsatz von Kunstleder für die Ohrpolster und beim Kopfband. Die metallenen, größenverstellbaren Kopfhörerarme machen das Business-Headset zudem äußerst robust.
Die Bedienelemente des Headsets befinden sich allesamt an der rechten Ohrmuschel. Neben einem Power-Button, der auch Funktionen wie Pause/Play übernimmt, gibt es noch zwei Lautstärke-Buttons. Ein weiterer Knopf versteckt sich außen an der Ohrmuschel. Mit ihm wechselt man zwischen den ANC-Modi oder schaltet ANC ganz aus.
Generell ist die Verarbeitung des Headsets sehr solide. Die Knöpfe sind nicht wackelig und lassen sich hervorragend drücken. Mikrofon und USB-C-Port befinden sich ebenfalls an der rechten Ohrmuschel. Ersteres klappt man zum Sprechen aus. Ist es hochgeklappt, schaltet es automatisch stumm.
Ausstattung
Das 128 g schwere Business-Headset unterstützt sowohl Bluetooth 5.3 (inklusive Google Fast Pair und Multipoint) als auch eine Verbindung via des inkludierten USB-C-Dongles. An Reichweite und Verbindungsstärke des Dongles gibt es nichts auszusetzen, hier haben wir im Homeoffice auf 120 m² von überall stabilen Empfang. Praktisch ist zudem, dass man das Headset auch direkt per USB-C-Kabel am PC verwenden kann, wodurch es gleichzeitig geladen wird.
Nervig ist jedoch, dass die Dongle-Verbindung immer die Bluetooth-Verbindung überschreibt. Um das Jlab Epic Work per Bluetooth zu nutzen, muss vorher also das Dock (falls der Dongle dort steckt) oder der Dongle direkt vom PC entfernt werden. Das wäre nur halb so schlimm, wenn es die App für das Office-Headset auch für den PC gäbe. Zum Testzeitpunkt steht sie jedoch ausschließlich im Google Play Store und im App-Store zur Verfügung.
Das Headset ist mit einem dynamischen 40-mm-Treiber pro Ohrmuschel ausgestattet, der in einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz arbeitet. Mit hybridem ANC ausgestattet, filtert das Headset wahlweise bis zu 30 dB laute Außengeräusche heraus. Das klappt größtenteils gut, ist aufgrund der On-Ear-Ohrpolster aber nicht zu 100 Prozent perfekt. Zudem kommt ab etwa 70 Prozent ANC-Stärke ein White-Noise-Rauschen hinzu, das den ein oder anderen eventuell stören könnte.
Mit dem Be-Aware-Modus lassen die Mikrofone an den Ohrmuscheln Außengeräusche absichtlich durch, was natürlich im Büro praktisch ist, uns aber zu sehr während der Arbeit abgelenkt hat. Das lag primär daran, dass Geräusche wie die Lüfter des PCs deutlich intensiver am Ohr ankamen, als sie es ohne Headset auf dem Kopf tun würden. Über die App konfiguriert man wahlweise aber auch, wie sensibel die Mikrofone die Außengeräusche aufnehmen.
Das Boom-Mikrofon des Jlab Epic Work hat einen ausklappbaren Arm. Ist er vollständig hochgeklappt, schaltet das Mikro automatisch stumm. Es lässt sich zwar vertikal positionieren, wie man möchte, horizontal geht das aber leider nicht.
Software
Mit der App Jlab konfiguriert man das Epic Work im Hinblick auf Sound und Bedienung des Office-Headsets. Die Steuerung ist simpel, die Menüs sind übersichtlich gestaltet. Erklärungsbedürftige Einstellungen wie die Burn-In-Funktion haben zudem Tooltips mit einer Erläuterung.
Für den Sound stehen drei Equalizer-Profile zur Verfügung, aufgeteilt in Voice, Music und Custom. Letzteres kann dabei nach eigenem Gutdünken konfiguriert werden. Auch das ANC und den Be-Aware-Modus passt man über die App an. Der Schieberegler bewegt sich jedoch nur in Schritten, wodurch eine Feinjustierung schwer ist. Für das Mikrofon gibt es leider keine dedizierten Klangeinstellungen. Zur Entspannung zwischendurch gibt es eine Auswahl an Hintergrundgeräuschen wie Regen, Wellen, Vögelzwitschern und Co., die man jederzeit über die App abspielen kann.
Jlab Epic Work – Bilder App
Nebst Soundeinstellungen kann man auch die Buttons konfigurieren und ihnen so andere Funktionen zuweisen. Unterteilt wird hier zwischen regulärer Steuerung und der Bedienung während eines Anrufs. Mit der Safe-Hearing-Funktion begrenzt man derweil die Headset-Lautstärke auf 85 dB oder maximal 95 dB, unabhängig davon, ob sie am PC lauter eingestellt ist. Das soll Hörschäden entgegenwirken.
Super nervig ist, wie bereits angerissen, dass man die Einstellungen am Headset immer nur per Smartphone-App vornehmen kann und dafür jedes Mal den Dongle vom PC nehmen muss. Nur so kann das Headset die Bluetooth-Verbindung aufbauen. Wer das Headset generell nur via Bluetooth am PC verwendet, wird damit jedoch wenig Probleme haben.
Soundqualität
Die Treiber des Jlab Epic Work lassen Gesprächspartner in Online-Meetings und Calls klar und verständlich erklingen. Wir haben zu keiner Zeit Probleme, unser Gegenüber zu verstehen. Die Lautsprecher übersteuern zudem nicht. Mit dem auf Sprache optimierten Equalizer schärft man den Ton noch zusätzlich etwas, wenn gewünscht. Für die Arbeit im Büro sind sie optimal und auch für den gelegentlichen Medienkonsum, etwa während der Mittagspause, liefern sie einen passablen Sound.
Das Mikrofon überzeugt dank ziemlich starker und präziser Hintergrundgeräuschunterdrückung, was insbesondere in einem Mehrpersonenbüro von Vorteil sein dürfte. Die Möglichkeit, die Geräuschunterdrückung per App anzupassen, besteht leider nicht. Die Lautstärke des Mikrofons ist für uns ein klein wenig zu niedrig. Hier würde es helfen, wenn man das Mikrofon näher zum Mund bewegen könnte.
Tragekomfort
Die Ohrpolster der Jlab Epic Work mit Kunstleder-Überzug umschließen die Ohren nicht, sondern liegen direkt auf ihnen. Das führt bei uns nach etwas längerem Tragen zu unangenehmen Druckstellen, die sich zwar durch leichtes Justieren der Ohrmuscheln kurzfristig beheben lassen, aber nie ganz weggehen. Hat man empfindliche Ohren, ist hier der Griff zu Ohr-umschließenden Kopfhörern sinnvoller. Für kürzere Calls und Meetings ist das kein Problem, mehrere Stunden oder gar einen ganzen Tag am Stück können wir die Jlab Epic Work so aber nicht tragen.
Das Kopfband bietet für uns hingegen eine optimale Polsterung über den gesamten Kopf hinweg, auch über einen längeren Zeitraum. Es ist zudem sehr elastisch und bietet so auch größeren Köpfen ausreichend Platz, ohne eine spürbar starke Spannung zu erzeugen.
Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach außen drehen, wodurch man das Business-Headset auch bequem um den Hals tragen kann, wenn man es gerade nicht benötigt und auf der Docking-Station nicht zum Laden parken möchte.
Akkuleistung
Der 600-mAh-Akku soll für bis zu 90 Stunden Akkulaufzeit ohne und 60 Stunden Spielzeit mit aktiviertem ANC sorgen. Wir verwenden die Jlab Epic Work während unseres Testzeitraums mit aktivem ANC und halten die Angaben nach mehreren Tagen im Einsatz für plausibel. Eine Fünftage-Arbeitswoche schafft man mit einer Akkuladung so problemlos. Zudem kann man das Headset im Notfall jederzeit einfach per Kabel an den PC anschließen und kabelgebunden weiterverwenden, während es zeitgleich lädt.
Preis
Die Jlab Epic Work gibt es im offiziellen Amazon-Store für 100 Euro.
Fazit
Das Jlab Epic Work bietet neben einer guten Verarbeitung und einer praktischen Ladestation einen ansprechenden Sound, der vor allem in Online-Meetings und Calls überzeugt. Das Mikrofon könnte zwar etwas lauter sein, besticht dafür aber mit einer astreinen Geräuschunterdrückung und einer soliden Sprachqualität. Die ANC-Funktion ist zwar praktisch, wird auf höherer Stufe aber von Rauschen begleitet.
Die Ladestation inklusive Dongle ist zwar an sich sehr nützlich – die Tatsache, dass man nicht gleichzeitig mit dem Dongle und per Bluetooth verbunden sein kann, frustriert aber. In unserem Fall drücken die Ohrpolster bei längerem Tragen aufgrund des On-Ear-Designs des Headsets unbequem auf die Ohren. Wer hier Over-Ear-Headsets gewohnt ist, könnte ebenfalls Probleme bekommen.
Unterm Strich liefern die Jlab Epic Work aber eine gute Performance ab, die an manchen Stellen Verbesserungspotenzial hat. Wer auf der Suche nach einem gut verarbeiteten und robusten Office-Headset mit praktischen Funktionen ist, bekommt hier schlussendlich viel geboten.
Jabra Evolve 3 75
Das kompakte Headset Jabra Evolve 3 75 kommt mit verstecktem Mikrofon, ANC und hervorragendem Sound.
- tolle Soundqualität
- gut verständliches Mikrofon
- vielfältige Einstellungsmöglichkeiten
- adaptives ANC & Geräuschunterdrückung fürs Mikro
- teuer
- schwache Klemmstärke
- On-Ear-Polster unbequem bei längerem Tragen
Jabra Evolve 3 75 im Test: Leichtes Headset fürs Büro mit verstecktem Mikrofon
Das kompakte Headset Jabra Evolve 3 75 kommt mit verstecktem Mikrofon, ANC und hervorragendem Sound.
Headsets fürs Büro sollten sowohl guten Klang liefern, als auch bequem zu tragen sein. Mit dem Evolve 3 75 bringt Hersteller Jabra eine günstigere Alternative zum Flaggschiff Evolve 3 85. Die beiden Headsets unterscheiden sich dabei nur leicht im Hinblick auf Technik und Funktionsumfang.
Adaptives ANC, Sidetone sowie das versteckte Mikrofon gibt es auch hier. Hauptsächlich der Formfaktor, die verwendeten Materialien und ein etwas schwächerer Akku machen den Preisunterschied. Ob das günstigere Modell ebenso im Alltag überzeugen kann, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Unser Testgerät kommt in der USB-A-Variante mit Charging-Pad – eine USB-C-Variante wird ebenfalls zum Kauf angeboten. Das bedeutet, dass in unserem Fall sowohl der Bluetooth-Receiver einen USB-A-Anschluss hat als auch das Charging-Pad. Das Verbindungskabel ist allerdings USB-C-zu-USB-C. Zusätzlich liegt noch ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. Praktisch ist die inkludierte Filz-Tragetasche, in der man das Headset platzsparend unterwegs mitnehmen kann.
Design
Optisch unterscheidet sich das Evolve 3 75 kaum vom Evolve 3 85 (Testbericht). Es ist etwas kompakter und wiegt etwa 180 g. Das ist rund 40 g leichter als der große Bruder, farblich bleibt man sich aber treu. Schwarz und Grau dominieren auch hier das Gehäuse der Headsets. Das Kopfband setzt sich aus Kunststoff und Edelstahl zusammen. Die verstellbaren Schiebearme sind aus Kunststoff, während die Scharniere aus Edelstahl und die Verbindungselemente aus Aluminium bestehen. Das matte Finish verleiht dem Headset einen hochwertigen Look.
Einen Unterschied stellen die Ohrmuscheln dar. Diese sind hier On-Ear und deutlich kleiner. Für die Polster verwendet Jabra aber ebenfalls einen Stoffüberzug. Die Anordnung der Buttons sowie des USB-C-Ports bleibt identisch. Insgesamt fühlt sich das Jabra Evolve 3 75 etwas weniger robust an als das teurere 85, bei der Verarbeitung gibt es aber grundsätzlich nichts zu beanstanden. Es wirkt rundum sauber verbaut, ohne offensichtliche Schönheitsfehler.
Ausstattung
Das Jabra Evolve 3 75 verbindet sich via inkludiertem Bluetooth-Adapter mit dem PC oder wahlweise direkt über Bluetooth 5.3. Es unterstützt zudem Google Fast Pair. Für die beste Verbindungs- und Klangqualität empfiehlt sich immer der Weg über den Adapter. Auch beim 75 bleibt die Verbindung in unserem Test auf bis zu 120 m² Bürofläche stabil.
Für das Evolve 3 75 gibt es ebenfalls eine speziell für Microsoft Teams zertifizierte Version (MS) sowie eine Universal-Communications-Variante (UC). Entscheidet man sich für das MS-Teams-Headset, richtet Teams es automatisch für die App als Audiogerät ein. Außerdem ist es mit einem dedizierten Teams-Button ausgestattet, der das Programm am PC in den Vordergrund ruft. Die LEDs an der rechten Ohrmuschel signalisieren obendrein noch, wenn MS Teams gerade aktiv ist. Ansonsten sind beide Varianten technisch identisch.
Dank ANC blendet das Headset Außengeräusche relativ gut aus. Durch den Wechsel auf den Hearthrough-Modus nehmen die insgesamt sechs Mikrofone der Peripherie die Außengeräusche hingegen auf. Das hat den Zweck, dass man die Kopfhörer nicht abnehmen muss, um sich etwa kurz mit dem Arbeitskollegen zu unterhalten. Im Vergleich zu den Over-Ear-Ohrmuscheln des Evolve 3 85 bekommt man hier auch ohne aktiven Hearthrough-Modus Außengeräusche etwas mehr mit.
Die Trageerkennung finden wir nach wie vor toll: Setzt man das Headset ab, pausiert es automatisch Musik und Youtube-Video oder stellt das Mikrofon stumm. Wer das nicht benötigt, stellt es problemlos über die App aus.
Als Lautsprecher dient ein 32-mm-Treiber mit Frequenzen von 20 bis 20.000 Hz. Unterstützt werden die Audiocodecs AAC, SBC und LC3. Beim Mikrofon verzichtet Jabra auf das traditionelle Boom-Mikro und verbaut es stattdessen im Inneren des Kopfhörers. Wer möchte, schaltet sich Sidetone hinzu, wodurch die eigene Stimme über die Lautsprecher abgespielt wird. So bekommt man ein besseres Gefühl für die tatsächliche Lautstärke der eigenen Stimme, etwa in Meetings.
Software
Für das Evolve 3 75 steht ebenfalls das Doppelpack bestehend aus der Smartphone-App Jabra Plus und der Desktop-App Jabra Direct bereit. Einstellungsmöglichkeiten sind beinahe identisch, die Anpassungen der Equalizer gehen aber nach wie vor nur über die Smartphone-App.
Generelle Einstellungen zum Verhalten des Headsets wie der bevorzugte Soundmodus (ANC, Hearthrough oder ganz aus), das Hinzuschalten vom Sidetone oder das Aktivieren von Raumklang lassen sich ganz einfach managen. Die Equalizer-Profile passt man bei Bedarf manuell an und speichert zusätzlich neue ab. Dafür muss das Headset logischerweise aber mit dem Smartphone verbunden sein.
Jabra Evolve 3 75 – Bilder App
Wie das Headset Audiobenachrichtigungen wiedergeben soll (per Stimme oder als Ton) und wie es sich bei Anrufen verhalten soll, stellt man ebenfalls ein. So kann etwa der Klang des Anrufers mit mehr Bass unterlegt oder ein Anruf automatisch vom Headset abgelehnt werden, wenn man sich bereits in einem Call befindet.
Die Apps bieten eine Menge an Möglichkeiten, das Headset zu individualisieren und den eigenen Arbeitsbedingungen anzupassen.
Soundqualität
Auch beim Jabra Evolve 3 75 überzeugt uns der Klang mit einem guten Bass und klaren Mitten. Bei einem Büro-Headset sollten natürlich vor allem Gesprächspartner klar und verständlich abgebildet werden und genau das erreichen die 32-mm-Treiber der Peripherie. Musikhören macht mit den Evolve 3 75 ebenfalls Spaß. Instrumente und Gesang klingen top über die Lautsprecher. Mit etwas Nachschärfen im Equalizer lässt sich der Sound zudem weiter an die eigenen Präferenzen anpassen.
Das Mikrofon leistet hervorragende Arbeit und präsentiert die eigene Stimme überraschend klar und verständlich – trotz fehlendem Boom-Arm. Die Geräuschunterdrückung zeigt sich ebenfalls solide, führt bei lauten Hintergrundgeräuschen aber erwartungsgemäß zu einer verminderten Audioqualität. Gerade für den Einsatz in größeren Büros ist das Filtern von Hintergrundgeräuschen aber unglaublich nützlich. Das Mikrofon ist außerdem ziemlich gut darin, nur beim Sprechen aufzuzeichnen.
Tragekomfort
On-Ear-Ohrmuscheln sind für uns normalerweise bereits nach kurzer Zeit auf dem Kopf äußerst unangenehm. Dabei bildet leider auch das Jabra Evolve 3 75 nicht die Ausnahme. Die Polster sind zwar ausgesprochen weich und drücken dadurch nicht unmittelbar nach dem Aufsetzen auf das Ohr, nach etwa 30 Minuten entstehen für uns jedoch unangenehme Druckstellen. Das Kopfbandpolster stellt sich erneut als ausgesprochen bequem heraus und bleibt durchgehend bequem.
Uns fällt sofort die relativ schwache Klemmstärke des Headsets auf. Bereits bei leichtem nach unten Beugen des Kopfs verlieren die Ohrmuscheln etwas an Halt. Sie rutschen so zwar nicht vom Kopf, das Gefühl hat in unserem Fall aber dann doch abgelenkt.
Die größenverstellbare Ohrmuschel-Halterung des Jabra Evolve 3 75 lässt sich an zwei Scharnieren einklappen, wodurch man das Headset platzsparend verstauen kann. Die Ohrmuscheln sind zudem in der Lage, vollständig nach innen zu drehen. So trägt sich das Headset auch bequem um den Hals.
Akkuleistung
Der Akku des Evolve 3 75 ist etwas schwachbrüstiger als der des teureren 85. 22 anstatt 25 Stunden reine Gesprächszeit pro Ladung prognostiziert Jabra diesem, während 110 anstatt 120 Stunden Musikhören möglich sein sollen. In unserem Test zeichnet sich auch hier ab, wer das Headset während der Arbeit hauptsächlich für gelegentliche Calls am Tag verwendet und zwischendurch zum Musikhören aufhat, kommt mit dem 75 problemlos durch die Arbeitswoche. Dauertelefonierer werden wie beim Evolve 3 85 nicht umhinkommen, das Headset alle zwei Tage an den Strom zu hängen. Eine vollständige Aufladung nimmt etwa drei Stunden in Anspruch.
Dank des Schnellladens bekommt man bereits mit 10 Minuten am Kabel bis zu 10 Stunden Laufzeit zurück. Das Headset unterstützt zudem Qi-Ladung. Praktisch ist zudem, dass der Akku des Headsets austauschbar ist.
Preis
Das Jabra Evolve 3 75 MS inklusive Ladepad kostet derzeit knapp 294 Euro (USB-A). Die UC-Version mit Ladepad (USB-C) schlägt ebenfalls mit knapp 294 Euro zu Buche. Möchte man nur das Headset ohne Ladepad, dann zahlt man für die MS-Version (USB-C) etwa 260 Euro und für die UC-Version (USB-C) derzeit 259 Euro.
Fazit
Das Jabra Evolve 3 75 stellt die günstigere Variante des Evolve 3 85 dar, wartet aber mit fast allen Funktionen des teureren Modells auf. Das Ohrmuscheldesign ist kleiner und On-Ear statt des bequemeren Over-Ear. Beim Sound des Lautsprechers und des Mikrofons hat man aber nicht gegeizt. Hier gibt es den gleichen überzeugenden Klang, den auch das weitaus teurere Modell liefert, und auch Funktionen wie ANC, Hearthrough und Sidetone sind mit am Start.
Für 269 Euro spart man zwar etwas im Vergleich zum Evolve 3 85, der Unterschied in Bezug auf den Tragekomfort macht sich für uns aber definitiv bemerkbar. Wer das Headset nur für kurze Zeiträume auf dem Kopf hat, dürfte kein Problem damit haben. Uns haben die fehlende Klemmstärke und die unbequemen On-Ear-Ohrmuscheln aber definitiv gestört.
JLab JBuds Work Wireless
Klingt gut, sitzt bequem und hält ewig durch: Die Jlab JBuds Work Wireless zeigen im Test, dass ein gutes Office-Headset nicht teuer sein muss.
- preiswert
- gute Soundqualität
- überzeugende Sprachqualität des Mikrofons
- lange Akkulaufzeit
- ohne ANC
- kein Betrieb mit Kabel möglich
- versehentliches Stummschalten oder Auflegen
- ohne Software
Jlab Jbuds Work Wireless im Test: Bluetooth-Headset ab 80 Euro überzeugt
Klingt gut, sitzt bequem und hält ewig durch: Die Jlab JBuds Work Wireless zeigen im Test, dass ein gutes Office-Headset nicht teuer sein muss.
Seit Jahren leisten uns die JBuds Work von Jlab für 80 Euro im Büro Gesellschaft, ohne zu nerven. Das Over-Ear-Headset koppelt per Bluetooth ohne Dongle, klingt sauber und überträgt Sprache klar. Praktisch ist die abnehmbare Ohrmuschel, mit der aus dem Stereo-Kopfhörer im Handumdrehen ein monaurales Headset wird. Der Akku hält lange – ist er aber leer, schaut man in die Röhre, denn per Kabel lässt sich das Headset nicht betreiben. Auf ANC verzichtet Jlab ebenfalls. Wie sich der günstige Alleskönner sonst im Alltag schlägt, zeigt unser Test.
Design & Lieferumfang
Die JBuds Work sind als Over-Ear-Kopfhörer konzipiert. Die Ohrmuscheln umschließen also das ganze Ohr, wie man es von Gaming-Headsets kennt, während die meisten Office-Headsets dagegen auf eine On-Ear-Bauweise setzen. Eine Besonderheit ist die abnehmbare Ohrmuschel: Mit einem Handgriff wird aus dem Stereo-Kopfhörer ein monaurales Headset. Praktisch, wenn man während eines Calls die Türklingel nicht überhören möchte, weil gerade eine dringende Lieferung erwartet wird.
Die Verarbeitung ist schlicht gehalten, wirkt aber dennoch hochwertig und sauber. An den Ohrmuscheln gibt es ein Kunststoffgehäuse, die Bügel sind gepolstert und der Schlitten der Ohrhörer ist aus Metall. Die Membran im Inneren der Hörer ist in hellem Blau gehalten und mit einer Markierung für Links (L) und Rechts (R) versehen.
Das Mikrofon ist einklappbar und sitzt an der rechten Ohrmuschel. Dort befinden sich auch Lautstärkeregler und Power-Button. Geladen wird über das beiliegende USB-C-Kabel. Vorsicht ist beim Logo auf der rechten Ohrmuschel geboten: Es ist gleichzeitig ein Button und stellt das Headset stumm. Drückt man versehentlich darauf, leuchtet das Mikrofon rot auf. Übersieht man das im Eifer des Gefechts, hören die anderen einen plötzlich nicht mehr – und man schimpft wieder einmal auf Teams, obwohl man selbst der Schuldige ist.
Ausstattung
Die Verbindung erfolgt direkt über Bluetooth und ohne Dongle. Das hat den Vorteil, dass man den Dongle nicht verlieren kann – dafür ist aber eine Optimierung per Software am Windows-PC oder Mac nicht vorgesehen. Die Kopplung funktioniert auf Anhieb. Dafür hält man den Ein-/Ausschalter des ausgeschalteten Headsets etwa drei bis vier Sekunden gedrückt – Vorsicht: Nicht gleich loslassen, wenn es sich einschaltet, was von einem Ton begleitet wird.
Achtung: Klappt man das Mikrofon während eines Anrufs ein, wird der Anruf automatisch beendet. Klappt man es auf, nimmt man umgekehrt einen Anruf entgegen. Stummgeschaltet wird per Druck aufs Logo, wie eingangs erwähnt. Eine Anschlussmöglichkeit für ein Klinkenkabel gibt es nicht, der Betrieb ist nur per Akku und rein kabellos möglich. Auf ANC verzichtet Jlab ebenfalls.
Es gibt weder eine PC-Software, noch eine App für mobile Endgeräte. Das macht die Handhabung zwar einfach, Anpassungen für Hörprofile oder Equalizer sind so aber nicht möglich.
Soundqualität
Überzeugend ist die Soundqualität der Treiber. Gespräche versteht man klar und deutlich, und auch zum Musikhören eignen sich die JBuds Work hervorragend. Durch die Over-Ear-Bauform schotten die Kopfhörer den Nutzer gut ab – dafür bekommt man allerdings weniger vom Arbeitsumfeld mit.
Die Sprachqualität des Mikrofons ist ebenfalls gut, die Kollegen hatten nie Grund zur Klage. Das war bei deutlich teureren Headsets schon anders. Hier leisten die JBuds Work einen erstaunlich guten Job.
Tragekomfort
Der Kopfhörer sitzt bequem und ist mit 170 g auch nicht besonders schwer für ein Over-Ear-Headset. Selbst bei längeren Calls stört er nicht auf dem Kopf, der Druck auf den Ohren bleibt minimal. Das macht ihn im Alltag zu einer wirklich bequemen Option. Auch bei höheren Temperaturen schwitzt man nicht übermäßig.
Akku
Der Hersteller gibt eine üppige Laufzeit von bis zu 60 Stunden an. In der Praxis reicht es uns, das Headset trotz täglicher Nutzung ein- bis zweimal im Monat zu laden. Einzige echte Schwachstelle: Ist der Akku leer, lässt sich der Kopfhörer nicht per Kabel weiterbetreiben. Man muss also warten, bis er innerhalb von rund drei Stunden wieder gemächlich vollgeladen ist. Immerhin holt man sich mit zehn Minuten an der Steckdose schon einige Stunden Nutzung zurück.
Preis
Die Jlab JBuds Work kosten derzeit rund 80 Euro bei Amazon. Das ist ein fairer Preis für ein Office-Headset in Anbetracht des guten Klangs. Die UVP liegt bei 90 Euro. Es gibt nur eine Variante in Schwarz.
Fazit
Die Jlab JBuds Work Wireless zeigen, wie gut minimalistische Over-Ear-Kopfhörer sein können. Der Tragekomfort ist hoch, die Sound- und Mikrofonqualität sind für den Preis erstaunlich gut, die Akkulaufzeit überzeugt. Praktisch ist die abnehmbare Ohrmuschel, mit der sich das Headset im Handumdrehen monaural nutzen lässt – ideal, wenn man vom Drumherum etwas mitbekommen möchte. Denn die passive Abschottung ist auch ohne ANC gut.
Extras gibt es kaum: ohne Dongle, ohne Software, ohne Equalizer. Zwei kleine Fallstricke bleiben: Das Logo der rechten Ohrmuschel dient gleichzeitig als Mute-Button und wird im Eifer des Gefechts gerne mal versehentlich gedrückt. Und klappt man das Mikrofon hoch, beendet das Headset den Anruf direkt – andere Geräte lösen damit nur die Stummschaltung aus.
Dell WL3024
Das Dell WL3024 sieht dank Stoffüberzug nicht nur schick aus, sondern weiß auch in Sachen Klang- und Aufnahmequalität zu überzeugen.
- gute Soundqualität
- solide Geräuschunterdrückung des Mikrofons
- schickes Design
- Soundaussetzer bei Youtube-Videos, wenn per BT & Dongle verbunden
- Headset rutscht sehr leicht vom Kopf
- Mikrofonarm nicht biegbar
Headset Dell WL3024 im Test: Bluetooth 5.3, AAC & schicke Stoff-Optik
Das Dell WL3024 sieht dank Stoffüberzug nicht nur schick aus, sondern weiß auch in Sachen Klang- und Aufnahmequalität zu überzeugen.
Mit Bluetooth 5.3 und USB-Dongle ausgestattet, ist das Dell WL3024 als Headset flexibel im Arbeitsalltag einsetzbar. Dank Multipoint-Unterstützung kann es mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden sein. Mit Geräuschunterdrückung im Mikrofon ist es zudem in der Lage, Umgebungsgeräusche im Büroalltag herauszufiltern. Wie es sich im Einsatz schlägt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Das Bluetooth-Headset kommt mit USB-C-zu-USB-C-Ladekabel, USB-C-Dongle und USB-A-Adapter, einem Quick-Start-Guide sowie Sicherheitsinformationen. Eine Stofftasche zur Aufbewahrung ist ebenfalls dabei. Diese hat praktischerweise ein kleineres Täschchen auf der Innenseite eingenäht, um Kabel, Dongle und Adapter sicher zu verstauen.
Design
Das Dell WL3024 ist businesstypisch anthrazitfarben und zum Großteil aus Kunststoff. Optisch stechen die zur Hälfte mit Stoff bezogenen Hörmuscheln hervor, die dem Gehäuse eine rauere Textur verleihen. Die Buttons am Headset sind ebenfalls untypisch aus weichem Gummi, bedienen sich aber genauso gut wie die Pendants aus härterem Kunststoff.
Auf die Waage bringt das On-Ear-Headset etwa 182 g und trägt sich damit angenehm leicht auf dem Kopf. Die Ohrpolster haben den typischen Kunstlederbezug und auch das Kopfbügelpolster trägt Faux-Leder. Der USB-C-Port zum Laden des Geräts befindet sich an der rechten Hörmuschel. Er dient auch ausschließlich zum Laden, eine direkte Verbindung mit dem PC per Kabel ist hier nicht möglich.
Das Dell WL3024 macht einen robusten Eindruck. Beim Auf- und Absetzen des Headsets knarzt nichts oder wackelt im Inneren des Gehäuses.
Ausstattung
Für die Verbindung steht dem Dell WL3024 entweder Bluetooth 5.3 oder der USB-C-Dongle zur Verfügung. Während Meetings bleibt die Verbindung im Büro per Dongle durchweg bestehen und gut. Aufgefallen ist uns, dass es bei gleichzeitiger Verbindung mit dem Smartphone via Bluetooth (Multipoint-Unterstützung) beim Abspielen von Youtube-Videos regelmäßig zu kurzen Sound-Aussetzern kam. Verwenden wir das Headset per Dongle ohne gleichzeitige Verbindung zum Handy, gibt es diese nicht. Calls bleiben davon aber zum Glück unbetroffen.
Sechs Buttons verteilen sich auf die beiden Hörmuscheln und bieten Lautstärkeregelung der Kopfhörer, Stummschaltung des Mikrofons, Aufrufen von Microsoft Teams sowie Ein- und Ausschalten des Headsets und Bluetooth-Pairings. Zwischen den beiden Lautstärkebuttons befindet sich zudem ein Pause/Play-Knopf, der auch dazu dient, Anrufe anzunehmen. Er ist mit zwei Noppen texturiert, um das Trio an Buttons auseinanderhalten zu können.
Nimmt man an einem Teams-Meeting teil oder führt gerade einen Call, aktivieren sich rote LEDs seitlich an den Ohrmuscheln, um zu signalisieren, dass man gerade beschäftigt ist. Zusätzlich leuchtet auch die LED des Dongles, sofern man ihn verwendet, rot.
Das Dell WL3024 ist mit dynamischen 28-mm-Treibern ausgestattet, die im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz arbeiten. Das ausklappbare Mikrofon hält sich indes im Bereich 100 bis 14.000 Hz auf. Man kann den Mikrofonarm nicht verbiegen, um ihn besser zu positionieren. Das führt unweigerlich dazu, dass man automatisch die Ohrmuschel verschiebt, um es näher an den Mund zu bringen. Das sorgt dafür, dass der linke Kopfhörer nur noch zum Teil auf dem Ohr liegt und ansonsten frei in der Luft steht. Immerhin lässt sich das Mikrofon in beiden Richtungen vollständig ausklappen und somit links als auch rechts verwenden.
Software
Für Android und iOS steht die Dell-Audio-App zur Verfügung, mit der man den Sound und einzelne Funktionen des Headsets anpassen kann. Über die App updatet man zudem auch die Firmware des Business-Headsets.
Insgesamt fünf Equalizer-Presets bietet die App, eines davon kann man selbst anpassen und abspeichern. Die anderen dienen etwa dazu, den Bass oder die Sprache hervorzuheben. Für das Mikrofon lässt sich die Geräuschunterdrückung deaktivieren sowie Sidetone über einen Schieberegler hinzuschalten.
Weitere Einstellungsmöglichkeiten betreffen bestimmte Funktionen wie das Annehmen von Anrufen durch Ausklappen des Mikrofons, das Ein- und Ausschalten des Busy-Lights oder das Anpassen des automatischen Ausschaltens des Headsets bei Inaktivität. Die App ist dabei übersichtlich gestaltet und unkompliziert zu navigieren.
Soundqualität
In Meetings und Calls überzeugt das Dell WL3024 mit einer soliden Soundwiedergabe. Die Stimmen der Kollegen bildet der 28-mm-Treiber klar und verständlich ab, und auch beim Musikhören liefern die Lautsprecher einen überraschend klaren und sauberen Sound ab. Klangliche Wunder braucht man hier zwar nicht zu erwarten, zum gelegentlichen Musikhören während der Arbeit kann man sie aber getrost verwenden.
Das Mikrofon überzeugt ebenfalls mit einer soliden Aufnahmequalität und einer guten Geräuschunterdrückung. Gegenübersitzende sprechende Kollegen filtert das Mikrofon in unserem Fall gekonnt heraus, ohne dabei die eigene Sprachqualität zu sehr zu beeinflussen. Wir mussten das Mikrofon allerdings näher an den Mund führen, da es sonst Schwierigkeiten hatte, unsere Stimme einzufangen. Hier wäre ein biegbarer Mikrofonarm sinnvoll gewesen.
Tragekomfort
Die On-Ear-Polster sind wie immer Geschmackssache. In unserem Fall erzeugen sie wie alle anderen On-Ear-Headsets nach gut 15 Minuten unangenehme Druckstellen auf den Ohren. Wer empfindliche Ohren hat, sollte hier besser zu Over-Ear-Kopfhörern greifen, da sie das Ohr umschließen.
Das Kopfbügelpolster erweist sich hingegen als ausgesprochen bequem und federt den Bügel prima ab. Trotz einer für uns soliden Klemmstärke des Bügels rutscht das Headset extrem leicht vom Kopf. Bereits leichtes nach vorn Beugen des Kopfs sorgt dafür, dass das Dell WL3024 beginnt, vom Kopf zu gleiten. Die größenverstellbare ausziehbare Halterung hat keinerlei Markierungen oder haptisches Feedback durch Einrasten, was dabei helfen würde, beide Seiten gleichmäßig einzustellen. Beide Ohrmuscheln lassen sich komplett nach innen drehen, wodurch man das Business-Headset auch bequem um den Hals tragen kann
Akku
Mit dem 500-mAh-Akku des Dell WL3024 schafft das Headset etwa 25 Stunden reine Sprechzeit und bis zu 41 Stunden reines Musikhören. Wer das Gerät also nur gelegentlich für einzelne Meetings verwendet, kommt mit einer Ladung problemlos durch die Woche. Eine volle Aufladung dauert etwa zwei Stunden.
Preis
Die UVP des Dell WL3024 liegt bei 147 Euro. Aktuell gibt es das Headset für 99 Euro.
Fazit
Mit dem Dell WL3024 bekommt man ein solides Business-Headset, verpackt in einem schicken Design, das im Hinblick auf Audioqualität und Sprachaufnahme überzeugt. Die Geräuschunterdrückung des Mikrofons filtert kompetent im Hintergrund sprechende Kollegen heraus, ohne dabei die Stimmqualität zu sehr zu beeinträchtigen. Besonders in Büros mit mehreren Kollegen ist das praktisch.
Neben den On-Ear-Polstern, die nicht für jeden geeignet sind, rutscht das Headset zudem bereits bei leichtem nach vorn Beugen vom Kopf. Bei gleichzeitiger Verwendung von Bluetooth und Dongle kommt es beim Abspielen von Youtube-Videos zudem zu Sound-Aussetzern, Meetings und Anrufe sind davon aber nicht betroffen. Der rigide Mikrofonarm sorgt indes dafür, dass man die Ohrmuschel ein Stück weit nach innen drehen muss, um das Mikrofon näher an den Mund zu führen.
Wer damit leben kann, bekommt hier trotz alledem ein grundsolides Headset, das beim Einsatz auf der Arbeit überzeugt.
Jabra Evolve2 65
Klarer Klang, leichtes Design, langer Akku: Wir haben das Office-Headset Jabra Evolve2 65 jahrelang im Alltag genutzt – und auch Schwächen entdeckt.
- ausgewogener und kräftiger Sound
- klare Tonqualität am Mikrofon
- leicht und bequem
- wirkt filigran und wenig hochwertig
- unpraktisches Mikrofon
- kein ANC
Jabra Evolve2 65 im Test: Gutes und leichtes Headset mit Bluetooth & Dongle
Klarer Klang, leichtes Design, langer Akku: Wir haben das Office-Headset Jabra Evolve2 65 jahrelang im Alltag genutzt – und auch Schwächen entdeckt.
Das Jabra Evolve2 65 ist seit vielen Jahren im Handel – auch in unserer Redaktion leistet es bereits seit geraumer Zeit als drahtloses Headset gute Dienste bei Teams-Calls sowie bei der Arbeit im Homeoffice und Büro. Das Office-Headset überzeugt mit klarem Klang, zumindest im Dongle-Betrieb, sowie einem leichten und bequemen Tragekomfort. Günstig ist es allerdings nicht. Höchste Zeit also, unsere Erfahrungen in einem ausführlichen Testbericht zusammenzufassen.
Lieferumfang
Das von uns getestete Modell ist für Microsoft Teams zertifiziert und kommt in einer schlichten Filztasche. Dazu legt Jabra ein USB-C-auf-USB-A-Ladekabel sowie den passenden Funk-Dongle (Jabra Link 380) für den USB-A-Anschluss bei. Wer ein modernes Notebook ohne USB-A-Port nutzt, sollte beim Kauf auf die alternativ erhältliche USB-C-Variante des Dongles achten.
Das Evolve2 65 ist zudem in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich: wahlweise mit kabelloser Ladestation (Charging Stand) oder mit einer Schutztasche aus Neopren. Auch bei der Zertifizierung hat man die Wahl – zwischen der MS-Teams-Version und einer UC-Variante (Unified Communications) für andere Plattformen wie Zoom oder Google Meet.
Die mitgelieferte Filztasche macht optisch einiges her, bietet dem filigranen Headset in der Notebook- oder Rucksacktasche jedoch nur bedingt Schutz. Hier wäre ein stabileres Hardcase die bessere Wahl gewesen. An der Tasche gibt es eine Aussparung, wo man den Dongle hineinschieben kann – eine Lösung mit Reißverschluss wäre uns hier aber lieber gewesen.
Design
Das Evolve2 65 ist ein On-Ear-Headset und angenehm leicht. Praktisch: Jabra markiert die Polster der Ohrmuscheln deutlich mit „L“ und „R“, sodass das richtige Aufsetzen sofort gelingt.
Alle Bedienelemente sitzen auf der rechten Ohrmuschel. Am unteren Rand findet sich der Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten sowie für den Bluetooth-Modus. Weiter oben folgen drei Tasten für Lautstärke und Wiedergabe, in der Mitte der Ohrmuschel thront der dedizierte MS-Teams-Button. Geladen wird der Akku per USB-C.
Auch das Mikrofon sitzt rechts – eine ungewöhnliche Wahl, denn es lässt sich nur nach vorn herunterklappen und nicht um 360 Grad drehen. Linkshänder oder Nutzer, die das Mikrofon lieber auf der anderen Seite hätten, schauen in die Röhre.
Die Verarbeitung ist sauber, das Gerät besteht aber komplett aus Kunststoff. Für ein Headset dieser Preisklasse wirkt das Gehäuse zu billig und leider auch fragil. Beim Transport in der Tasche hatten wir stets ein mulmiges Gefühl, auch wenn nie etwas passiert ist. Hinzu kommt ein hörbares Klappern im Bereich über den Ohrmuscheln, das es bei einem Office-Headset dieser Preisklasse einfach nicht geben darf.
Ausstattung
Das Jabra Evolve2 65 koppelt sich auf zwei Wegen: per Bluetooth 5.0 oder über den mitgelieferten USB-Dongle. Wir empfehlen klar den Dongle. Er liefert den besseren Klang und ermöglicht Firmware-Updates sowie feinere Klanganpassungen über die Jabra-Software. Per Bluetooth lassen sich bis zu acht Geräte koppeln – praktisch beim Wechsel zwischen Notebook, Smartphone und Tablet.
Auf eine Trageerkennung und aktive Geräuschunterdrückung (ANC) verzichtet Jabra bedauerlicherweise. Gerade das fehlende Noise Cancelling ist in dieser Preisklasse ein Kritikpunkt – wer im Großraumbüro Ruhe sucht, sollte das wissen. Im Inneren arbeitet je ein 40-mm-Dynamiktreiber pro Seite. Die Lautsprecher decken 20 Hz bis 20 kHz ab, das Mikrofon 100 Hz bis 8 kHz. Die Empfindlichkeit liegt bei 117 dB.
Bei der von uns getesteten MS-Teams-Variante gibt es einen dedizierten Teams-Button: Per Tastendruck tritt man Meetings bei, holt das Fenster in den Vordergrund, ruft Benachrichtigungen ab oder hebt die virtuelle Hand. Das spart im Alltag manchen Griff zur Maus.
Dazu kommt das seitliche Busylight: Die rote LED zeigt Kollegen, dass der Träger gerade nicht gestört werden möchte. In der Teams-Variante blinkt sie zusätzlich bei neuen Nachrichten und Anrufen.
Software
Für das Feintuning bietet Jabra zwei Wege: die Desktop-Software Jabra Direct und die Smartphone-App Jabra Sound+, die sich dank Google Fast Pair blitzschnell koppelt. Beide ergänzen sich gut und decken die wichtigsten Funktionen ab. Klang, Geräte-Funktionen und Firmware-Updates lassen sich am Rechner wie auch mobil bequem verwalten.
Insgesamt eine lobenswerte Software-Lösung: Die umfassenden Einstellungsmöglichkeiten lassen kaum Wünsche offen, und Jabra liefert auch Jahre nach Marktstart noch regelmäßig Firmware-Updates – ein echter Pluspunkt in einer Branche, in der viele Hersteller ihre Geräte schnell vergessen.
Soundqualität
Der Klang überzeugt auf ganzer Linie: Die Höhen sind ausgewogen, der Bass kräftig – damit eignet sich das Evolve2 65 auch gut zum Musikhören. Die Abschottung nach außen fällt allerdings überschaubar aus, was am lockeren Sitz und der On-Ear-Bauweise liegt. Im Großraumbüro bleibt die Umgebung deutlich hörbar.
Das Mikrofon hebt sich klar von der Konkurrenz ab. Gesprächspartner loben die saubere Sprachqualität, selbst leises Sprechen wird zuverlässig übertragen. Nur sporadisch kommt es zu kleinen Aussetzern, die im Alltag aber kaum auffallen. Berührt man den Bügel, entstehen störende Reibegeräusche – hier sollte man die Finger besser fernhalten.
Wichtig zu wissen: Ohne Dongle, also direkt per Bluetooth, sinkt die Mikrofonqualität spürbar, und auch Umgebungsgeräusche dringen deutlicher durch. Wer in Calls professionell klingen will, sollte daher stets den mitgelieferten USB-Adapter nutzen.
Tragekomfort
Das Jabra Evolve2 65 sitzt angenehm bequem – auch über längere Zeit. Hauptgrund ist das geringe Gewicht von rund 176 Gramm. Hinzu kommt der gut gepolsterte Metallbügel, der auch nach mehreren Stunden für einen entspannten Sitz sorgt – ein klarer Pluspunkt im Office-Alltag.
Bei längerem Tragen drückt das Headset zwar leicht an den Ohren, hielt sich in unserem Test aber im Rahmen. Auch das Schwitzen unter den Polstern blieb halbwegs in Grenzen – länger als zwei Stunden am Stück hatten wir es jedoch selten auf. Wer den ganzen Tag damit arbeitet, sollte gelegentliche Pausen einplanen.
Insgesamt sitzt das Headset eher locker. Außengeräusche dringen dadurch deutlich durch – das kann praktisch sein, wenn man für Kollegen ansprechbar bleiben will, im hektischen Großraumbüro aber auch stören. Wer Ruhe sucht, ist mit einem Over-Ear-Modell mit ANC besser bedient.
Akku
Die Akkulaufzeit kann sich sehen lassen – auch wenn größere Over-Ear-Headsets hier deutlich länger durchhalten. Jabra gibt rund 37 Stunden an, was sich mit unseren Erfahrungen weitgehend deckt. Bei ein bis zwei Calls pro Tag mussten wir das Gerät nur etwa alle zwei Wochen ans Ladekabel hängen.
Bei jedem Einschalten meldet eine Stimme den Akkustand – allerdings in teils holpriger Übersetzung („Batterie hoch“). Das ist verschmerzbar. Praktischer ist da schon, dass sich das Headset auch während des Ladens am USB-Kabel weiter nutzen lässt. Eine vollständige Aufladung dauert rund 90 Minuten.
Preis
Zum Marktstart vor knapp fünf Jahren war die UVP von 250 Euro für das kunststofflastige Headset ziemlich happig. Mittlerweile ist der Preis deutlich gefallen: Die Microsoft-zertifizierte Variante mit USB-A-Dongle gibt es für knapp 136 Euro, mit USB-C-Dongle ab 140 Euro. Wer die optionale Ladestation dazu möchte, zahlt 160 Euro (USB-A) oder 188 Euro (USB-C). Die universell einsetzbare UC-Variante startet bei rund 136 Euro.
Technisch sind beide Versionen identisch und funktionieren grundsätzlich mit jeder Software. Die MS-Variante bietet jedoch die direkte Teams-Integration samt dedizierter Taste für Benachrichtigungen, während die UC-Variante für Plattformen wie Zoom oder Webex zertifiziert ist.
Fazit
Das Jabra Evolve2 65 hat sich nicht ohne Grund über Jahre als Klassiker im Office-Bereich etabliert. Im Praxistest überzeugt das Headset mit klarem Klang, hervorragender Sprachqualität und einer Akkulaufzeit, die selbst Vielnutzer entspannt durch zwei Wochen Homeoffice trägt. Hinzu kommen die durchdachte Software, regelmäßige Firmware-Updates auch Jahre nach Marktstart sowie nützliche Extras wie der dedizierte Teams-Button und das Busylight.
Doch bei aller Liebe zum Konzept: Das fast vollständig aus Kunststoff gefertigte Gehäuse wirkt für diese Preisklasse zu billig und auch fragil – das Klappern über den Ohrmuscheln passt nicht zu einem Premium-Office-Headset. Ebenso vermissen wir schmerzlich aktives Noise Cancelling und eine Trageerkennung. Im hektischen Großraumbüro stößt das locker sitzende On-Ear-Modell schnell an seine Grenzen.
Das Jabra Evolve2 65 bleibt ein solides Office-Headset mit klaren Stärken bei Klang, Mikrofon und Software – ideal für Homeoffice-Nutzer mit überschaubarer Geräuschkulisse und regelmäßigen Teams-Calls. Dank der mittlerweile deutlich gesunkenen Straßenpreise geht der Kurs heute in Ordnung – anders als zum Marktstart, als die UVP für das kunststofflastige Headset reichlich überzogen wirkte.
Jlab Go Work 2 Wireless
Das Office-Headset Jlab Go Work 2 Wireless ist kompakt, leicht und mit praktischer Geräuschunterdrückung für das Mikrofon ausgestattet.
- gute Geräuschunterdrückung des Mikrofons
- solider Klang
- leicht & kompakt
- Verbindung via BT, USB-C-Dongle und Kabel
- On-Ear-Polster werden schnell unbequem
- wiederkehrendes Fiepen im linken Kopfhörer
- Gehäuse wirkt nicht sonderlich robust
Jlab Go Work 2 Wireless im Test: Office-Headset mit Noise-Cancelling fürs Mikro
Das Office-Headset Jlab Go Work 2 Wireless ist kompakt, leicht und mit praktischer Geräuschunterdrückung für das Mikrofon ausgestattet.
Das Jlab Go Work 2 Wireless stellt eine günstigere Alternative zum Jlab Epic Work dar. Ohne ANC, dafür mit ähnlich gutem Sound und Mikrofon. Auch hier unterdrückt das Noise-Cancelling störende Hintergrundgeräusche des Mikrofons. Gerade in einem belebten Büro ist das von Vorteil. Wie das Headset insgesamt abschneidet, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Das Jlab Go Work 2nd Gen Wireless kommt zusammen mit einem blauen USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem USB-C-Dongle sowie einer Kurzanleitung. Ein USB-Adapter für ältere PCs ohne USB-C-Ports ist nicht inkludiert und muss separat dazu gekauft werden. Wir haben privat sehr gute Erfahrungen mit den Adaptern von Ugreen gemacht, die im Dreierpack derzeit knapp 6 Euro kosten.
Design
Mit etwa 170 g ist das Jlab Go Work ausgesprochen leicht. Das Gewicht spiegelt sich auch im schlanken Design des Office-Headsets wider. Die Schienen des größenverstellbaren Kopfbands sind aus Metall, während der Rest des grafitfarbenen Gehäuses aus Plastik ist. Kopf- und Ohrpolster tragen einen ebenfalls grauen Kunstlederüberzug und komplettieren so den seriösen Business-Look.
Die Bedienelemente befinden sich, wie beim Jlab Epic Work (Testbericht), an der rechten Ohrmuschel. Neben dem Power-Button sind dort auch die Lautstärke-Tasten sowie ein USB-C-Port. Anders als das Epic Work hat das Go Work 2nd Gen eine dedizierte Stummschalttaste für das Mikrofon. Diese befindet sich außen an der rechten Ohrmuschel und ist hinter dem Jlab-Logo versteckt. Aktiviert man die Stummschaltung so, leuchtet begleitend dazu eine rote LED am Mikrofon
Jlab Go Work 2 Wireless – Bilder
Die Verarbeitung des Office-Headsets ist durchwachsen. Die Nähte des Kunstlederüberzugs am Kopfband liegen eng an, abstehende Fäden gibt es nicht. Schönheitsfehler am Plastik sowie aggressive Spaltmaße sucht man ebenfalls vergebens. Allerdings hinterlassen die Gelenke der Kopfhörer einen recht fragilen Eindruck und quietschen beim Drehen teilweise ordentlich. Die Stummschalttaste bedient sich zudem etwas schwammig und verhakt manchmal.
Ausstattung
Das Jlab Go Work 2 Wireless ist dank Bluetooth (5.3 inklusive Multipoint), des USB-C-Dongles sowie der Kabelverbindung relativ flexibel einsetzbar. Wie beim Jlab Epic Work ist auch hier keine gleichzeitige Verbindung zum Dongle und via Bluetooth möglich. Das nervt, da sämtliche Einstellungen ausschließlich über eine Smartphone-App laufen. Verwendet man das Headset hauptsächlich über den Dongle, muss man ihn also jedes Mal vorher vom PC entfernen, bevor eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone entstehen kann. Das macht einen Wechsel des Equalizers oder andere Soundanpassungen aufwendiger.
Positiv ist hingegen die Verbindungsqualität via des Dongles: Im Homeoffice empfangen wir auf 120 m² von überall ein klares, ununterbrochenes Signal. Per Bluetooth bricht die Verbindung erwartungsgemäß nach etwa 10 Metern ab. Für die Kabelverbindung zum PC muss das Headset vorher ausgeschaltet werden, danach wird es aber sofort erkannt und taucht bei unserem Computer mit Windows 11 in der Geräteliste auf. Offiziell unterstützt das Jlab Go Work 2 Wireless sowohl Windows-PCs als auch Macs.
Der dynamische Treiber des Headsets misst 40 mm und arbeitet im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz. Das Mikrofon mit Geräuschunterdrückungsfunktion ist fest verbaut und lässt sich vertikal bewegen. Die Intensität der Geräuschunterdrückung stellt man per App ein.
Software
Die Jlab-App gibt es für Android und iOS. Sie bietet Zugriff auf diverse Soundeinstellungen sowie die Anpassung der Button-Steuerung am Headset.
Im Vergleich zum Jlab Epic Work stehen hier nur zwei anstatt drei Equalizer-Presets (Voice und Music) zur Auswahl, dafür kann man beide individuell anpassen. Beim Epic Work muss man dafür das dritte Profil (Custom) verwenden. Die Intensität des Mikrofon-ENC (Environmental Noise Cancelling) passt man per Schieberegler an. Standardmäßig ist es auf die höchste Stufe (lauter Hintergrund) eingestellt.
Etwas verwirrend sind die von den Equalizern losgelösten Modi Movie und Music, von denen immer einer aktiviert ist. Die App erklärt nicht, was ein Wechsel zwischen den Modi bewirkt und inwiefern sie Auswirkungen auf den Sound haben. Ein Blick auf die Produktseite des Herstellers verrät aber, dass die Modi unterschiedlich hohe Latenzen haben: Music mehr als 200 ms und Movie unter 200 ms.
Jlab Go Work 2 Wireless – Bilder App
Die Button-Steuerung außerhalb und während eines Anrufs lässt sich auch beim Jlab Go Work 2 Wireless neu belegen. Insgesamt gibt es vier verschiedene Aktionen (einmal, zweimal, dreimal und langes Drücken), auf denen Funktionen wie Pause/Play oder das Wechseln der EQs liegen. Die Liste der möglichen Befehle ist überschaubar. Wer mag, kann sich etwa den AI-Assistant durch Drücken der Taste aufrufen.
Die Lautstärken-Begrenzung, das Burn-In-Tool sowie der Player für angenehme Hintergrundgeräusche stehen auch für das Go Work 2 Wireless zur Verfügung.
Soundqualität
Beim Sound überzeugen die Jlab Go Work 2 Wireless: Während Video- und Voice-Calls via Teams bilden die 40-mm-Treiber die Stimmen der Gesprächspartner klar und verständlich ab, unterstützt durch den Voice-EQ. Für den Arbeitseinsatz bieten sie so vollkommen ausreichenden Sound, ohne zu übersteuern.
Was den reinen Medienkonsum angeht, braucht man hier logischerweise keine Wunder zu erwarten. Der Ton ist passabel, um nebenher Musik zu hören oder ein Youtube-Video laufen zu lassen, ein immersives Klangerlebnis bieten die Jlab Go Work 2 aber nicht. Für Videocalls sollte man zudem den Movie-Modus aktivieren, da es sonst zu stark asynchronem Bild und Ton kommt.
Leider kommt es während unseres Tests immer wieder zu einem störenden Fiepen im linken Kopfhörer. Der Ton ist zwar leise, aber dennoch durchdringend. Er verschwindet nach einer gewissen Zeit auch wieder. Da wir mit den Epic Work von Jlab überhaupt keine Probleme hatten, gehen wir hier eher von einem Montagsmodell aus.
Das Mikrofon liefert eine überwiegend solide Tonqualität, neigt aber dazu, in manchen Situationen leicht zu rauschen. Das ENC kann Geräusche ziemlich gut unterdrücken, je lauter die Hintergrundgeräusche jedoch sind, desto mehr leidet die Sprachqualität. Tippen auf einer mechanischen Tastatur wurde komplett ausgeblendet, ohne große Qualitätseinbußen. Wohingegen ein Youtube-Video, das über Desktop-Lautsprecher abgespielt wurde, die Sprachqualität ordentlich nach unten drückte.
Tragekomfort
Wie auch beim Jlab Epic Work verwendet das Go Work 2 Wireless On-Ear-Polster. Diese sind für uns nach etwa 30 Minuten auf den Ohren genauso unbequem wie beim teureren Modell. Da Kopfform, Ohrform und Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind, ist das natürlich ein sehr subjektiver Eindruck. Generell empfiehlt es sich aber, Kopfhörer – wenn möglich – vorher einmal probezutragen. Das Kopfbandpolster bietet hingegen auch über längere Zeit ausreichend Federung und erzeugt keine Druckstellen.
Die Kunstlederüberzüge könnten im Sommer für schwitzige Ohren sorgen, während des Testzeitraums im Winter ist es uns aber auch nach längerer Zeit auf den Ohren nicht unangenehm warm darunter. Praktisch ist hingegen das höhenverstellbare Kopfband, da es stufenweise einrastet und so auf beiden Seiten eine einfache und gleichmäßige Anpassung ermöglicht. Möchte man das Office-Headset zwischendurch mal absetzen, ermöglichen die drehbaren Ohrmuscheln, es komfortabel um den Hals zu tragen.
Akkuleistung
Mit einer Ladung des 500-mAh-Akkus kommt man gut durch die Arbeitswoche und lädt dank Kabelverbindung im Notfall einfach nebenher auf, während man das Office-Headset verwendet. Erwartungsgemäß beansprucht die Nutzung via 2,4-GHz-Funkdongle den Akku deutlich mehr, als es die Bluetooth-Verbindung tut. Aber selbst per Funk reicht die Ladung problemlos aus, wenn man nicht gerade den ganzen Tag damit telefoniert.
Preis
Das Jlab Go Work 2 Wireless hat eine UVP von 60 Euro. Auf Amazon kostet es aktuell jedoch 50 Euro.
Fazit
Das Jlab Go Work 2 Wireless bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie das fast doppelt so teure Jlab Epic Work. Während die Soundqualität der Lautsprecher und des Mikrofons auch hier überzeugt, empfinden wir auch hier die On-Ear-Polster auf Dauer einfach als unbequem. Den günstigeren Preis bemerkt man leider auch in der Verarbeitung und Ausstattung. Das Headset fühlt sich recht fragil an, zudem kommt bei uns ein helles, gelegentliches Fiepen im linken Kopfhörer hinzu.
Praktisch sind hingegen die flexiblen Verbindungsmöglichkeiten sowie die gute Geräuschunterdrückung des Mikrofons. Für den täglichen Einsatz im Büro sind sie prinzipiell gut ausgestattet, mehr als 30 Minuten am Stück können wir sie aufgrund der für uns unbequemen On-Ear-Polster aber nicht aufsetzen. Wer damit jedoch kein Problem hat und nicht so viel für ein Office-Headset ausgeben möchte, bekommt hier im Endeffekt dennoch einen guten Funktionsumfang.
Logitech Zone Vibe Wireless
Das Logitech Zone Vibe Wireless ist nicht nur angenehm leicht, sondern liefert auch eine gute Sound- und Aufnahmequalität.
- guter Klang
- solide Aufnahmequalität
- angenehm leicht
- Gehäuse wirkt sehr billig und fragil
- Mikrofon recht leise
- Akku mit maximal 20 Stunden recht schwach
Logitech Zone Vibe Wireless im Test: leichtes Bluetooth-Headset mit gutem Klang
Das Logitech Zone Vibe Wireless ist nicht nur angenehm leicht, sondern liefert auch eine gute Sound- und Aufnahmequalität.
Over-Ear-Polster sind bei Business-Headsets eher die Ausnahme. Umso erfreulicher, dass das Logitech Zone Vibe Wireless mit genau diesen ausgestattet ist und sich so auch über mehrere Stunden hinweg bequem auf dem Kopf trägt. Wie das Headset den Arbeitsalltag meistert und wo es schwächelt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Das Zone Vibe Wireless kommt mit USB-C-Dongle, USB-A-Adapter, USB-C-Ladekabel und einer Stofftasche zum Verstauen von Headset und Zubehör. Warnhinweise liegen bei, eine Anleitung fehlt jedoch. Diese muss man sich aus dem Internet herunterladen (PDF).
Design
Unser Testgerät trägt seriöses Graphitgrau und besteht vollständig aus Kunststoff. Mit Rose und Off-White stehen zwei weitere Farbvarianten zur Verfügung. Das Eigengewicht von etwa 185 g fällt, im positiven Sinne, auf dem Kopf so gut wie gar nicht auf. Als Over-Ear-Headset ist es mit stoffbezogenen Ohrpolstern ausgestattet, die die Ohren umschließen. Ein Kopfbügelpolster gibt es nicht, lediglich ein dünner Stoffbezug umhüllt den Bügel.
Logitech Zone Vibe Wireless – Bilder
Das Mikrofon klappt nach vorn aus, lässt sich aber nicht näher zum Mund biegen. Direkt am Mikrofonarm liegt auch eine Mute-Taste, die Positionierung ist aber super ungünstig gewählt. Beim Berühren des Mikrofonarms, um die Taste zu erfühlen, nimmt das Mikro ein lautes Rauschen auf und auch das anschließende Betätigen der Stummschalt-Taste wird mit aufgenommen. Zum Glück stellt sich das Mikrofon auch stumm, wenn man den Arm hochklappt. Das sieht nicht nur eleganter aus, sondern wird auch nicht von störendem Rauschen begleitet.
Insgesamt befinden sich fünf Bedienelemente an den beiden Hörmuscheln. Auf der rechten Seite liegt der Play/Pause-Button, während links Call- sowie Lautstärke-Buttons liegen. Unmittelbar neben dem USB-C-Port befindet sich zudem der Power-und-Bluetooth-Schalter.
Nimmt man das Headset in die Hand, hat man nicht das Gefühl, ein Gerät mit einer UVP von 140 Euro in der Hand zu halten. Es klappert, wackelt und fühlt sich an, als würde es bei der kleinsten Erschütterung kaputtgehen.
Ausstattung
An Bord des Zone Vibe Wireless ist Bluetooth 5.2 sowie Multipoint, wodurch man zwei Geräte gleichzeitig mit dem Headset verbinden kann und insgesamt acht Geräte gespeichert werden können. Die Verbindung bleibt sowohl via Bluetooth als auch per Dongle stabil. Audio aus zwei Quellen gleichzeitig kann das Zone Vibe Wireless nicht abspielen. Startet man etwa einen Song vom Smartphone aus, während auf dem PC ein Youtube-Video läuft, pausiert das Youtube-Video automatisch. Eine Verbindung ausschließlich über das USB-C-Kabel ist nicht möglich, man kann damit nur das Headset laden.
Für das Zone Vibe Wireless stehen eine UC-Version und eine für Microsoft Teams zertifizierte Version zur Verfügung. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen ist, dass bei der MS-Teams-Version das Headset automatisch von Teams erkannt und für die Audioquellen des Programms eingerichtet wird. Außerdem hat der Call-Button ein zusätzliches MS-Teams-Symbol, da man mit ihm auch das Programm aufrufen kann. Diese Funktion unterstützt auch die UC-Version, dann nur ohne extra Teams-Symbol.
Die Treiber des Headsets sind 40 mm groß und dynamisch. Sie arbeiten im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz. Zwei omnidirektionale MEMS-Mikrofone sind im Mikrofonarm verbaut, deren Frequenzbereich bei 100 bis 8000 Hz liegt. Sie haben zudem eine Geräuschunterdrückung integriert.
Software
Die App Logi Tune gibt es sowohl für Android und iOS als auch für Windows und macOS. Sie bietet Equalizer-Presets, Einstellungen zum Sidetone und der Mikrofonlautstärke, sowie zu generellen Headset-Funktionen. Auch die Firmware aktualisiert man via der App.
Für den Fünfband-Equalizer gibt es vier verschiedene vorkonfigurierte Presets mit Namen wie Podcast, Bass Boost und Volume Boost sowie ein weiteres Custom-Preset. In diesem kann man eigene Anpassungen abspeichern.
Logitech Zone Vibe Wireless – Bilder App
Die restlichen Einstellungsmöglichkeiten sind spärlich: Man kann dem Headset einen neuen Namen geben, den Sleep-Timer anpassen, die Mute-Funktion durch Hochklappen deaktivieren und die Sprache des Zone Vibe Wireless ändern. Zur Auswahl stehen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. Stören einen die Stimmbenachrichtigungen des Headsets, kann man auch zu Tönen wechseln.
Super nervig ist, dass die App automatisch aus der Taskbar verschwindet, wenn man aus dem Fenster rausklickt. Man muss dann jedes Mal das Icon im Systemtray klicken, um das Programm wieder zu öffnen.
Soundqualität
Das Zone Vibe Wireless liefert einen durchaus guten und vor allem sauberen Klang. In Meetings bedeuteut das, dass wir die Kollegen kristallklar über die dynamischen 40-mm-Treiber verstehen. Hier wird nichts verschluckt oder wirkt verwaschen.
Auch Musikhören oder Videos streamen kann man, für ein Business-Headset, mit dem Zone Vibe Wireless recht gut. Sound auf High-End-Niveau darf man hier selbstverständlich nicht erwarten, der Bass ist hier aber ganz angenehm und nicht übertrieben aufgedreht. Wer mehr will, kann sich am Bass-Boost-Preset bedienen oder ein eigenes einrichten.
Das Mikrofon nimmt unsere Stimme überwiegend rauschfrei auf. Sie wirkt klar, wenngleich für unseren Geschmack ein Ticken zu leise. Die Geräuschunterdrückung ist in Ordnung, aber nicht überragend gut. Tippen auf einer mechanischen Tastatur bekommt sie zwar minimal leiser, aber nicht komplett ausgeblendet. Eine im Hintergrund laufende mobile Klimaanlage hören wir hingegen kaum noch. Immerhin wird die Stimmqualität bei der Geräuschunterdrückung wenig komprimiert. Man kann das Feature allerdings nicht deaktivieren.
Tragekomfort
Die Over-Ear-Polster liegen angenehm am Kopf an und das auch über mehrere Stunden hinweg. Trotz sommerlicher Temperaturen geraten wir darunter währenddessen nicht ins Schwitzen. Überraschenderweise sorgt das fehlende Kopfbügelpolster, wie eingangs von uns vermutet, nicht für unangenehme Druckstellen.
Das Gestell ist größenverstellbar, es fehlen aber Markierungen, um es unkompliziert gleichmäßig für beide Seiten einzustellen. Die Hörmuscheln lassen sich nicht nach Innen oder Außen drehen. Uns hat das in dem Fall allerdings nicht gestört, da wir das Headset problemlos über Stunden auf dem Kopf tragen konnten.
Akku
Der Akku des Zone Vibe Wireless kommt auf bis zu 20 Stunden Hörzeit und 18 Stunden Gesprächszeit. Das ist im Vergleich mit anderen Headsets etwas schwach. Konkurrenzmodelle kommen hier gerne mal auf die doppelte Hörzeit. Geladen wird per USB-C, um die zwei Stunden dauert es, bis der Akku voll ist. Wie viele moderne Headsets unterstützt das Zone Vibe Wireless auch Schnellladen. Hier bekommt man für fünf Minuten am Strom eine Stunde Einsatzdauer.
Preis
Die UVP des Logitech Zone Vibe Wireless liegt bei 140 Euro. Aktuell gibt es die Teams-Variante bereits für etwa 101 Euro. Die UC-Version bekommt man derweil ab etwa 103 Euro. Andere Farbvarianten haben wir in folgendem Widget gesammelt:
Fazit
Das Zone Vibe Wireless klingt echt gut und auch die Stimme nimmt es sauber auf. Für eine UVP von 140 Euro fühlt sich das Headset aber einfach nicht hochwertig an. Das Gehäuse klappert und wirkt äußerst fragil. Mit dem reinen Kunststoffgehäuse geht aber immerhin das geringe Gewicht einher, was wiederum auf den Tragekomfort einzahlt. Auch beim Akku liegt das Headset hier mit maximal 20 Stunden im Einsatz hinter vielen Konkurrenzmodellen.
Das ist echt schade, denn da, wo es drauf ankommt, nämlich bei der Audio- und Aufnahmequalität kann es überzeugen. Das Gesamtpaket liefern andere zu einem ähnlichen Preis aber besser ab.
Logitech Zone Wireless 2 ES
Das On-Ear-Headset Logitech Zone Wireless 2 ES bietet adaptives ANC, die Verbindung via Bluetooth 5.3 sowie Multipoint mit bis zu zwei Geräten gleichzeitig.
- einfache Einrichtung
- App bietet nützliche Einstellungen
- Multipoint-Verbindung zu zwei Geräten gleichzeitig
- Sidetone funktioniert nicht
- teuer
- Mikrofonqualität nur mittelmäßig
- schwaches ANC
- braucht nach Stummschaltung etwas, bis das Mikrofon reagiert
Logitech Zone Wireless 2 ES im Test: On-Ear-Headset mit Multipoint & ANC
Das On-Ear-Headset Logitech Zone Wireless 2 ES bietet adaptives ANC, die Verbindung via Bluetooth 5.3 sowie Multipoint mit bis zu zwei Geräten gleichzeitig.
Als Office-Headset mit On-Ear-Polstern ist das Logitech Zone Wireless 2 ES mit allerlei Features ausgestattet, die den täglichen Einsatz im Büro unterstützen sollen. Adaptives ANC, um Umgebungsgeräusche herauszufiltern, Multipoint-Unterstützung, um mit zwei Geräten zur gleichen Zeit verbunden zu sein, sowie diverse Einstellungsmöglichkeiten per App, um die Klangqualität den eigenen Bedürfnissen anpassen zu können. Wie sich das Headset im Büro schlägt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Das Logitech Zone Wireless 2 ES gibt es in zwei Varianten: eine reguläre und eine mit dem Zusatz for Business. In der for Business Version ist zusätzlich ein USB-C-Dongle samt USB-A-Adapter inkludiert, wodurch die Verbindungsmöglichkeiten erweitert werden. Ansonsten liegen beiden Headset-Varianten ein USB-C-zu-USB-C-Kabel zum Laden sowie eine Aufbewahrungstasche aus Filz bei.
Design
Das Headset gibt es in den Farben Graphit, Weiß und Pink, das Gehäuse ist vollständig aus Kunststoff. Das ist für den Preis etwas schade. Mit etwa 212 g Eigengewicht und einem relativ kompakten Formfaktor lässt es sich platzsparend auf dem Schreibtisch verstauen. Für unterwegs nimmt man die mitgelieferte Filztasche.
Die On-Ear-Ohrpolster haben einen Kunstleder-Überzug, für den Kopfbügel hat sich Logitech nach eigenen Aussagen von Gaming-Headsets inspirieren lassen und verwendet ein elastisches Band, das an zwei Noppen links und rechts am Bügel aufgehängt ist. Sowohl Ohrpolster als auch Kopfband kann man abnehmen. Bedienelemente gibt es an beiden Hörmuscheln, das Mikrofon befindet sich an der linken Hörmuschel. Praktisch ist, dass man das Headset um 270 Grad drehen kann und es somit egal ist, wie herum man das Zone Wireless 2 ES aufsetzt.
Die Verarbeitung ist gut, allerdings fühlt sich das Headset recht flimsig und dementsprechend leider nicht sehr wertig an. Trotz alledem klappert nichts oder wackelt lose im Inneren und auch die Buttons lassen sich sicher bedienen. Sie liegen dabei so, dass man sie beim Auf- und Absetzen nicht aus Versehen betätigt. Für die Lautstärkeregelung kommt anstatt eines Rads eine Wippe zum Einsatz. Ansonsten bietet das Zone Wireless 2 ES nebst Power-Schalter noch einen Button, um Anrufe entgegenzunehmen, einen Teams-Button, der die App in den Vordergrund ruft, sowie einen ANC-Button.
Ausstattung
Für die Verbindung steht Bluetooth 5.3 und je nach Modell auch der USB-C-Dongle zur Verfügung. Dieser ist dann hilfreich, wenn man in größeren Büros arbeitet bei denen viele gleichzeitige Bluetooth-Verbindungen bestehen. So lassen sich Verbindungs- und Qualitätseinbrüche durch eine Überlastung des Netzes vermeiden. Das Zone Wireless 2 ES unterstützt zudem Multipoint und kann sich mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden. Allerdings ist es nicht in der Lage, Audio von beiden Endgeräten gleichzeitig abzuspielen.
Das (adaptive) ANC enttäuscht: Egal, ob Tastaturgetippe oder ein einige Meter entferntes Gespräch von Kollegen aus dem Flur – Geräusche kommen fast unverändert am Gehör an. Das ist nicht zuletzt auch den On-Ear-Ohrpolstern geschuldet, da sie das Ohr nicht umschließen und somit deutlich mehr Geräusche durchlassen.
Dynamische 40-mm-Treiber liefern den Sound in einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz. Die Mikrofone im ausklappbaren Arm arbeiten derweil im Bereich 100 bis 8000 Hz. Anstelle einer LED am Mikrofon, die bei Stummschaltung rot leuchtet, übernimmt den Job die LED am Dongle.
Software
Die Logi-Tune-App gibt es für Android und iOS sowie für Windows-PCs und MacOS. Sie bietet unter anderem Equalizer-Einstellungen für die Lautsprecher und das Mikrofon, auch die Lautstärke des Mikrofons lässt sich mit ihr anpassen. Für den Sound stehen fünf EQ-Presets zur Verfügung, die man alle individuell anpassen kann. Beim Mikrofon wählt man zwischen drei Presets die sich allerdings nicht anpassen lassen. Sie sollen die Stimme heller oder tiefer färben.
Erfreulich ist die Auswahl an unterschiedlichen ANC-Stufen. Wer sich nicht auf das adaptive, also das von selbst anpassende Noise Cancelling verlassen möchte, kann manuell zwischen niedrig und hoch wählen oder es ganz ausstellen. Auch einen Transparenz-Modus gibt es per App. Hierbei nehmen die Mikrofone am Headset die Außengeräusche bewusst auf und spielen sie über die Lautsprecher ab. Das klingt, egal bei welchem Headset, furchtbar. Es ist aber durchaus nützlich, wenn man etwa die Klingel nicht überhören möchte.
Logitech Zone Wireless 2 ES – Bilder App
Außergewöhnlich ist die Möglichkeit, dass man akkuschonendes Laden einstellen kann. Dabei hört das Headset bei 80 Prozent Akkukapazität auf, um die Lebensdauer zu verlängern. Selbst, wenn der Akku irgendwann den Geist aufgeben sollte, kann man diesen austauschen.
Rein theoretisch gibt es auch einen Sidetone für das Mikrofon, dabei wird die eigene Stimme über die Kopfhörer beim Sprechen abgespielt. Das hilft dabei, die eigene Lautstärke bewusst wahrzunehmen. Allerdings funktioniert das Feature während des Tests nicht. Egal, wie wir den Schieberegler einstellen oder wie oft wir Headset und App neu starten – unsere Stimme wird nicht über die Kopfhörer wiedergegeben.
Soundqualität
Bei der Klangqualität gibt es für ein Business-Headset nichts auszusetzen. Gesprächspartner kommen gut verständlich bei uns an, per Equalizer optimiert man bei Bedarf noch einmal oder wählt direkt das Podcast-Preset aus. Beim Musikhören versumpft der Sound etwas und klingt verwaschen, für die Beschallung im Hintergrund, etwa während der Mittagspause ist das ausreichend.
Das Mikrofon liefert eine enttäuschende Performance ab: Kollegen attestieren uns eine rauschige und dumpfe Sprachqualität. Man ist zwar problemlos verständlich, wirklich klar klingt man aber nicht. Die Geräuschunterdrückung des Mikrofons kann man nicht anpassen. Bei etwas lauteren Kollegen im gleichen Büro kommen Stimmfetzen beim Mikrofon während des Meetings durch. Wer Doppelungen vermeiden möchte, klappt es besser hoch oder klickt auf den Stummschalt-Button der Software. Etwas nervig ist, dass das Mikrofon aus dem Stummschalten heraus ein bis zwei Sekunden braucht, bis es wieder anfängt, aufzunehmen.
Tragekomfort
On-Ear-Polster sind für uns nach wie vor, unabhängig vom Headset, auf Dauer einfach unbequem und erzeugen bereits nach etwa 15 Minuten unangenehme Druckstellen auf den Ohren. Wer damit kein Problem hat, bekommt hier die für On-Ear-Headsets typische, etwas lasche Polsterstärke. Das elastische Band unter dem Kopfbügel ist hingegen deutlich bequemer und verhindert Druckstellen auch bei längerem Tragen.
Das Headset ist größenverstellbar, sichtbare Markierungen fehlen aber, weswegen das gleichmäßige Anpassen beider Seiten nach Augenmaß erfolgen muss. Hier hätten wir uns kleine Einkerbungen oder aufgedruckte Striche gewünscht.
Akku
Mit aktiviertem ANC hält der Akku bis zu 25 Stunden pro Ladung durch, ohne ANC sind es bis zu 48 Stunden. Die Angaben können wir im Rahmen unseres Tests bestätigen. Das gilt allerdings für die volle Ladung. Wer den Akku schont und nur bis 80 Prozent lädt, hat dementsprechend weniger Einsatzzeit.
Geladen wird per inkludiertem USB-C-Kabel. Dank des Schnellladens bekommt man mit fünf Minuten am Strom bereits Kapazität für eine Stunde im Einsatz.
Preis
Das Logitech Zone Wireless 2 ES gibt es ab 143 Euro. Die Version mit inkludiertem USB-C-Dongle fängt bei 152 Euro an. Alle Farbvarianten beider Versionen haben wir in folgendem Widget zusammengetragen:
Fazit
Eigentlich bringt das Logitech Zone Wireless 2 ES auf dem Papier alles mit, was ein vernünftiges Business-Headset liefern sollte: eine unkomplizierte Einrichtung, die Verbindung via Bluetooth 5.3 oder wahlweise per USB-C-Dongle, inklusive Multipoint-Unterstützung sowie adaptives ANC mit Transparenzmodus. Leider enttäuscht das Headset in vielerlei Hinsicht. Den Sidetone haben wir bei unseren Testgeräten partout nicht aktivieren können, die Mikrofonqualität enttäuscht für den Preis von aktuell 145 Euro und auch das ANC filtert die Umgebungsgeräusche im Büro kaum heraus.
Unter diesen Umständen und zu diesem Preis fällt es schwer, eine Kaufempfehlung auszusprechen, da es günstigere Modelle mit einem ähnlichen Funktionsumfang gibt.
Das könnte Ihnen gefallen
-
Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image
-
Neues Bundespolizeigesetz: Der Bundestag hat das Zeitalter der automatisierten Überwachung eingeläutet
-
Geheimdienstreform: Zeitenwende für Spione – netzpolitik.org
-
Top 10: Die beste Gaming-Maus im Test – Preis-Leistungs-Sieger für 30 €
-
Neues Bundespolizeigesetz: Der Bundestag hat gerade das Zeitalter der automatisierten Überwachung eingeläutet
-
OpenAI widerspricht Gerüchten: GPT-5.6 wird „bevorzugtes Modell“ für Microsoft 365 Copilot
Künstliche Intelligenz
Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image
Metas neue Bilderstellungs-KI hat auf einen Schlag Milliarden an potenziellen Nutzern. Denn im Juli 2026 veröffentlichte der US-Konzern mit Muse Image sein neuestes Modell direkt in WhatsApp und Instagram. Wahrscheinlich ist Muse Image sogar auf Ihrem Smartphone nur eine Wischgeste entfernt.
Die neuen Funktionen sind gut versteckt. Wer einen Status in WhatsApp oder eine Story auf Instagram veröffentlicht, kann diese nun per KI bearbeiten. Vorgefertigte Effekte sollen Selfies mehr Stil verleihen, sofern Sie nicht selbst prompten wollen. Oder Sie generieren direkt ein ganz neues Bild, statt echte Urlaubserinnerungen zu posten.
- Muse Image ist das erste Bildmodell von Metas neuer KI-Abteilung Superintelligence Labs und wurde am 7. Juli 2026 veröffentlicht.
- Nutzer aus Deutschland greifen direkt über WhatsApp oder Instagram auf die neuen Funktionen zu, um Bilder zu verändern oder zu erstellen.
- Der Gratis-Spaß hat Grenzen: Ist das Tageslimit aufgebraucht, bringt Sie auch ein bezahltes Abo nicht weiter.
Wir haben die neuen generativen Funktionen in WhatsApp, Instagram und Metas AI-App angeschaut. Dieser Ratgeber erklärt, wo Sie die Funktionen finden, was damit möglich ist und an welchen Stellen Meta seinen Nutzern Grenzen setzt. Sie haben gar keine Lust auf KI? Dann folgen Sie unserer Anleitung, um der Verwendung Ihrer Fotos zum Training von Metas KI zu widersprechen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image“.
Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.
Künstliche Intelligenz
Kundendaten bei Dienstleister abgeflossen: Datenschutzvorfall beim Lidl-Shop
Beim Discounter Lidl gab es einen Datenschutzvorfall. Das teilte das Unternehmen betroffenen Kunden mit. Unbefugte konnten sich bei einem Shop-Dienstleister Zugang zu einer Datei mit Kundendaten verschaffen und haben diese abgezogen. Lidl hat die zuständige Datenschutzbehörde informiert. Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar.
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Angreifer entwendeten Anrede, Vor- und Nachname, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Kundennummer der betroffenen Kunden. Wie ein Sprecher uns auf Nachfrage mitteilte, sind weder Postanschriften noch Passwörter oder Zahlungsinformationen betroffen. Die Kundenkonten wurden nicht kompromittiert, stellt der Sprecher weiterhin fest.

Datenschutzvorfall bei Lidl
Behörden sind informiert
Der Angriff traf nicht die zentrale Datenbank des Shopsystems, sondern einen IT-Dienstleister des Handelskonzerns. Dieser habe sofort reagiert und „die erforderlichen Maßnahmen getroffen, um die IT-Systeme wieder vollständig abzusichern“, so die Sprecherin. Außerdem habe der Dienstleister Strafanzeige gestellt.
Hinweise auf einen Missbrauch der Daten gebe es keine, heißt es in der uns vorliegenden E-Mail. Dennoch sollen Betroffene wachsam gegenüber Phishing und Identitätsmissbrauch sein, empfiehlt Lidl.
Lidl gehört ebenso zur Schwarz-Gruppe wie der Cloud-Anbieter Schwarz Digits und das Sicherheitsunternehmen XM Cyber.
Weiterlesen nach der Anzeige
(cku)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Gaming-Maus im Test – Preis-Leistungs-Sieger für 30 €
Kabellose Gaming-Mäuse sollen leicht und präzise sein und gleichzeitig viele Zusatztasten bieten. Wir zeigen die besten unter ihnen.
Im Gaming-Bereich haben Spieler je nach Genre unterschiedliche Anforderungen an ihre Peripherie. Gaming-Mäuse für MMORPGs haben etwa eine Vielzahl zusätzlicher Tasten, um der Menge an Fähigkeiten und Routinen im Spiel gerecht zu werden. In der kompetitiven Shooter-Szene dreht sich währenddessen alles um Präzision und blitzschnelle Reaktionen.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzen Hersteller auf schlanke Designs, ein geringes Gewicht und hochpräzise Sensoren. High-End-Mäuse sind zudem mit einer hohen Abtastrate ausgestattet, wodurch Verzögerungen weitestgehend vermieden werden. Im Bereich kompetitiver Shooter übertrumpfen sich Mäusehersteller also regelmäßig mit neuer Technik.
Wir zeigen hier die besten kabellosen Gaming-Mäuse mit einem Fokus auf schlankem Design und geringem Gewicht und zeigen in unserem Ratgeber-Teil zudem auch Mäuse aus anderen Bereichen der Gaming-Welt. Wir erklären außerdem, was hinter Fachbegriffen wie DPI und Polling-Rate (Abtastrate) steckt und was die Griffe, mit denen man eine Maus hält, unterscheidet.
Wenn nicht anders angegeben, sind die Mäuse in dieser Bestenliste vorrangig für Rechtshänder ausgelegt. Mäuse mit symmetrischem Design kann man theoretisch mit beiden Händen verwenden, da sich die seitlichen Buttons allerdings auf der linken Seite befinden, kann dies für Linkshänder unbequem und störend sein.
Welche ist die beste Gaming-Maus?
Unser Testsieger ist die Wireless-Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike für 180 Euro. Per Software kann man sowohl die Klick-Haptik als auch den Betätigungspunkt der Maustasten individuell einstellen. Obendrein kommt sie mit einer 8K-Polling-Rate und einer hervorragenden Verarbeitung.
Als Technologiesieger geht die Glorious Model O3 Wireless für 107 Euro hervor. Sie überrascht mit einem durchdachten Akkusystem, welches die Gaming-Maus dank mitgelieferter Ladestation, austauschbaren Akkus und integriertem Notstrom permanent im Einsatz hält und ein Ladekabel überflüssig macht.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless zum absoluten Killerpreis von derzeit 27 Euro (Ebay). Sie überzeugt mit einem griffigen und bequemen Design und liefert zudem präzise Klicks bei 8000 Hz.
Mit ihren induktiven Sensoren liefert die Logitech G Pro X2 Superstrike eine komplette Neuheit im Bereich der Gaming-Mäuse: eine vollständig anpassbare Klicktiefe sowie anpassbares haptisches Feedback. Mit einer Abtastrate von 8000 Hz und einem starken Akku wird sie zum Powerhouse unter den High-End-Gaming-Mäusen. Sie kostet aktuell 180 Euro.
- anpassbare Betätigungspunkte
- anpassbares Klick-Feedback
- Rapid-Trigger-Funktion
- hervorragende Verarbeitung
- ausdauernder Akku
- teuer
- kabelgebunden nur 1000-Hz-Abtastrate möglich
Für 107 Euro sticht die Glorious Model O3 Wireless mit ihrem ungewöhnlichen Akkusystem aus der Masse der Gaming-Mäuse heraus. Eine hochwertige Verarbeitung und eine gute Performance beim Zocken und Arbeiten zählen ebenfalls zu ihren Stärken.
- hervorragende Verarbeitung
- robustes Design
- Austausch der Akkus ist einfach & schnell
- Software sorgt für viel Frustration
- teuer
Für aktuell 27 Euro (Ebay) bietet die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless ein symmetrisches Design mit einer 8000-Hz-Abtastrate und gerade einmal 55 g Eigengewicht. Beim Zocken überzeugt sie mit präzisen Klicks und genauen Bewegungen, während Formfaktor und Griffigkeit auch bei stundenlangem Spielen Freude bereiten.
- bequemes Design
- top Verarbeitung
- gute Performance beim Zocken
- seitlicher Ladeport sehr unpraktisch
- keine Individualisierbarkeit dank fehlender Software
- Einstellungen an der Maus vorzunehmen ist umständlich
Ratgeber
Worauf muss man bei einer Gaming-Maus achten?
Wie auch bei einer Tastatur oder einem Headset muss die Maus in erster Linie bequem benutzbar sein. Abhängig von Sitzposition, Handgröße und Platz auf dem Schreibtisch kommen manche Mäuse aufgrund ihrer Form einfach nicht infrage. Wer mit gesundheitlichen Problemen wie dem Karpaltunnelsyndrom zu kämpfen hat, sollte sich eher nach einer ergonomischen Maus umsehen.
Nicht jede Gaming-Maus unterstützt die gleichen Verbindungsmodi. Während die Mäuse in unserer Bestenliste allesamt kabellos sind, gibt es weiterhin rein kabelgebundene Mäuse. Diese sind in den meisten Fällen günstiger, aber auch weniger flexibel einsetzbar. Das ist primär dann relevant, wenn man die Maus nicht nur zum Zocken am PC verwendet, sondern auch andere Endgeräte wie Tablets mit ihr bedienen möchte.
Die meisten kabellosen Gaming-Mäuse unterstützen eine Funkverbindung via 2,4-GHz-Funk-Receiver. Dieser wird per USB-A-Anschluss entweder direkt an den PC gesteckt oder – je nach Hersteller – mittels eines Verlängerungsadapters mit dem USB-C-Port des Ladekabels verbunden. Das soll vordergründig dafür sorgen, dass die Distanz zwischen dem Receiver und der Maus so kurz wie möglich gehalten wird.
Die Funktechnologie ist mittlerweile so stark, dass die Verzögerung durch die Übertragung des Signals beim Zocken kaum noch ins Gewicht fällt. In vielen Fällen unterstützen Gaming-Mäuse auch eine Bluetooth-Verbindung. Diese eignet sich zwar, um damit zu surfen oder im Büro zu arbeiten, unterliegt aber in puncto Latenz der Funkverbindung um einiges.
Je nachdem, welche Spiele man hauptsächlich spielen möchte, ist ein Griff zu einer High-End-Maus mit 8000-Hz-Abtastrate und State-of-the-art-Sensoren unnötig. Viele Funktionen aus dem High-End-Bereich richten sich an kompetitive Spieler oder Professionals aus dem E-Sport. Für gelegentliches Zocken reicht auch eine Mittelklasse-Maus, wie die Hyperx Pulsefire 2 Haste.
Während die Mäuse in dieser Bestenliste aufgrund ihrer Charakteristika hauptsächlich für kompetitive First-Person-Shooter (FPS) ausgelegt sind, gibt es auch welche, die andere Nischen und Bedürfnisse bedienen. Anstatt ultraleicht gibt es Exemplare, die deutlich mehr wiegen und teilweise sogar mit extra einsetzbaren Gewichten kommen. Auch die bereits erwähnten MMORPG-Mäuse, die mit 8 oder mehr zusätzlichen Buttons ausgestattet sind, um Makros oder Shortcuts auszuführen, gibt es.
Weniger wichtig für die tatsächliche Performance der Maus, aber für den einen oder anderen dennoch essenziell: die RGB-Beleuchtung. Diese reicht von Akzenten wie einem beleuchteten Mausrad oder dem Logo bis hin zur Festbeleuchtung an den Seiten. Ist einem die Akkulaufzeit wichtig, sollte man jedoch auf eine permanente Beleuchtung verzichten oder direkt eine Maus kaufen, die gar keine RGBs hat.
Die Software der Gaming-Maus kann ebenso ein wichtiges Entscheidungskriterium sein. Dazu zählt nicht nur der Funktionsumfang, den diese der Maus ermöglicht. Hersteller wie Logitech oder Asus ROG bieten mit ihren Software-Angeboten Schnittstellen zu anderen Produkten aus dem eigenen Sortiment. Wer also bereits Tastaturen oder Headsets eines bestimmten Herstellers besitzt, sollte sich überlegen, ob sich auch ein Kauf der Gaming-Maus aus dem gleichen Hause lohnt.
Was sind Claw-, Palm- und Fingertip-Grip?
Wie man die Maus hält, ist von Person zu Person unterschiedlich. Dennoch haben sich überwiegend drei differenzierte Handpositionen herauskristallisiert, die auch beim Design der Mäuse mitbedacht werden.
Verwendet man den Claw-Grip, um die Maus zu halten, bedeutet das, dass die Finger gekrümmt auf den Maustasten liegen und die Peripherie über Bewegungen mit dem Handgelenk manövriert wird. Beim Claw-Grip lohnt es sich, auf das Gewicht der Maus zu achten, da eine leichtere Maus weniger Kraftaufwand für das Handgelenk bedeutet und dementsprechend auch weniger anstrengt.
Beim Palm-Grip liegt die Hand vollständig auf der Maus, was bedeutet, dass man sie ausschließlich über den Arm bewegt. Feine Bewegungen mittels Handgelenk sind nur schwer möglich. Um den Griff zu unterstützen, ist es ratsam, eine längere und auch etwas breitere Maus zu wählen, die Platz für die gesamte Handfläche bietet.
Hält man die Maus ausschließlich mit den Fingerspitzen, spricht man hier vom Fingertip-Grip. Dabei berührt die Handfläche nicht die Maus, welche daher über das Handgelenk bewegt wird. Neben texturierten Flächen an den Seiten der Maus, die den Fingerspitzen besseren Halt geben, ist auch hier ein leichtes Gerät zu bevorzugen, um das Handgelenk zu entlasten. Da die Handfläche keinen Kontakt mit der Maus hat, ist es auch nicht verkehrt, auf eine flachere und kürzere Maus zurückzugreifen.
Was sind Abtastrate und DPI?
Die Abtastrate sagt aus, wie häufig die Maus ihre Position an den PC weitergibt, und spiegelt die damit verbundene Reaktionszeit wider. Sie wird dabei immer in Hz angegeben. Einfach gesagt: je höher der Hz-Wert, desto schneller die Reaktionszeit und desto geringer die Verzögerung. Allerdings bedeutet eine höhere Abtastrate auch mehr Auslastung für den PC und kann dementsprechend, vor allem bei älteren Computern, die Leistung beeinträchtigen.
Der Standard bei Gaming-Mäusen ist nach wie vor 1000 Hz. In den letzten Jahren haben sich Frequenzen von 4000 bis 8000 Hertz ebenfalls etabliert und werden vermehrt im hochpreisigen High-End-Segment genutzt.
DPI hingegen steht für Dots per Inch und beschreibt, wie viele Pixel der Mauszeiger auf dem Monitor zurücklegt, wenn man die Maus auf dem Schreibtisch einen Inch (2,54 cm) bewegt. Erhöht man die DPI-Einstellung, wird der Sensor sensibler. Schiebt man jetzt die Maus die gleiche Distanz auf dem Schreibtisch wie zuvor, bewegt sich der Zeiger deutlich weiter. Manche Hersteller verwenden die Abkürzung CPI (Counts per Inch) anstatt DPI, meinen damit aber das Gleiche.
Verringert man den DPI-Wert, wird der CMOS-Sensor (Complementary metal-oxide-semiconductor) weniger sensibel und das Gegenteil tritt ein: Der Zeiger bewegt sich weniger weit für die gleiche zurückgelegte Distanz auf dem Schreibtisch. Bei einer DPI-Einstellung von 600 muss man die Maus etwa rund 8 cm bewegen, um von der linken Seite eines Full-HD-Monitors (1920 × 1080 Pixel) ganz auf die rechte Seite zu gelangen. Hat man einen höheren DPI-Wert eingestellt, beispielsweise 2000, dann muss man die Maus für die gleiche Strecke nur einen halben Zoll oder 1,27 cm bewegen.
Grundsätzlich ist der DPI-Wert Geschmackssache, allerdings empfiehlt es sich je nach Programm, eine niedrigere DPI zu wählen. Bei kompetitiven FPS-Games etwa, bei denen es wichtig ist, pixelgenau mit der Maus zu zielen. Andersherum lohnt sich eine etwas höhere DPI, wenn man mit einem Multi-Monitor-Setup arbeitet und die Maus etwa über drei Bildschirme bewegen muss. Da viele Mäuse aber in der Lage sind, verschiedene DPI-Profile anzulegen und per Knopfdruck zwischen diesen zu wechseln, ist die Geschwindigkeit der Maus für jede Situation problemlos anpassbar.
Welche Sensoren stecken in einer Maus?
Im Vergleich zu den Mäusen von früher, die mit ihren Kugeln und Rollen sehr anfällig für die Ansammlung von Fusseln waren und deswegen regelmäßig gereinigt werden mussten, ist man bei modernen Mäusen auf eine digitale Sensorik umgestiegen: optische Sensoren und Laser-Sensoren.
Bei optischen Mäusen beleuchtet eine LED die Fläche unter ihr, wodurch der CMOS-Sensor im Inneren der Maus in der Lage ist, Fotos vom Untergrund aufzunehmen. Die Maus ist so imstande, die Oberflächenstruktur zu erfassen und durch die digitale Verarbeitung der geschossenen Bilder festzustellen, wie weit und wohin sie sich bewegt hat, um die Cursorbewegung und -position auf dem Monitor abzubilden.
Die LED der optischen Maus scheint typischerweise in regulärem Rot oder Infrarot auf die Oberfläche. heise bestenlisten
Laser-Mäuse setzen ebenfalls auf die Aufnahme tausender Bilder, um Position und Oberfläche zu bestimmen. Der Unterschied ist jedoch, dass der verbaute Laser tiefer in die Oberfläche eindringen kann als die LED einer optischen Maus und so die Feinheiten und Veränderungen in der Struktur dieser besser für die Kamera erfassbar macht. Daraus resultiert primär, dass Laser-Mäuse noch präzisere Bewegungen ermöglichen, als es optische bereits tun – und solche Mäuse auf mehr Oberflächen ohne Probleme funktionieren.
Beide Sensoren eignen sich für die Arbeit im Büro oder beim Gaming. Man sollte allerdings bei optischen Mäusen darauf achten, auf einer matten und lichtundurchlässigen Oberfläche zu arbeiten. Bei Oberflächen wie Glastischen oder bei Tischen mit einem glänzenden, reflektierenden Finish hat es der Sensor schwer, zuverlässig zu arbeiten. Laser-Mäuse haben dieses Problem nicht und finden sich auf so ziemlich allen Oberflächen gut zurecht. Aufgrund ihrer deutlich präziseren Erfassung sind sie nicht jedermanns Geschmack und je nach Modell eventuell auch etwas Overkill für den regulären Einsatz im Büro.
Fazit
Leichte kabellose Gaming-Mäuse sind flexibel einsetzbar, auf Dauer schonender für das Handgelenk als schwere Mäuse und obendrein ideal, um in FPS wie Valorant oder CS2 zu dominieren. Um eine solche Maus zu genießen, muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen – aber im High-End-Bereich gibt es phänomenal gute Hardware, die beim Zocken einen deutlichen Unterschied macht.
Ausschlaggebend hierfür ist in erster Linie die hohe Abtastrate, dank der die Mäuse extrem kurze Reaktionszeiten vorweisen können und im Spiel für verzögerungsfreie und präzise Klicks sorgen. Zusätzliche Funktionen, die dank der Software freigeschaltet werden, ermöglichen häufig eine zusätzliche Individualisierung im Umgang mit der Maus. Makros, Shortcuts oder gar auf den Spieler angepasste Beschleunigungskurven sind möglich.
Mit unserer Bestenliste haben wir die stärksten Gaming-Mäuse vorgestellt. Unser Testsieger ist die Logitech G Pro X2 Superstrike für 180 Euro. Als Technologiesieger geht die Glorious Model O3 Wireless für 111 Euro hervor. Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless für derzeit 27 Euro (Ebay).
Weitere interessante Themen:
Logitech G Pro X2 Superstrike
Die Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike startet eine kleine Revolution: Dank induktiver Sensoren gibt es verstellbare Klicktiefe und haptisches Feedback.
- anpassbare Betätigungspunkte
- anpassbares Klick-Feedback
- Rapid-Trigger-Funktion
- hervorragende Verarbeitung
- ausdauernder Akku
- teuer
- kabelgebunden nur 1000-Hz-Abtastrate möglich
Logitech G Pro X2 Superstrike im Test: Gaming-Maus mit verstellbarer Klicktiefe
Die Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike startet eine kleine Revolution: Dank induktiver Sensoren gibt es verstellbare Klicktiefe und haptisches Feedback.
Logitech geht mit der G Pro X2 Superstrike den nächsten Schritt in Richtung High-End-Gaming-Maus. Bereits die G Pro X Superlight 2 (Testbericht) konnte uns vollends überzeugen. Die X2 Superstrike setzt mit brandneuer Technologie noch einmal eine Schippe darauf.
Induktive Sensoren statt regulärer Switches ermöglichen anpassbare Klicks – sowohl in Sachen Schnelligkeit als auch in Bezug auf das haptische Feedback. Hier muss man keine Kompromisse eingehen und kann die Maus ganz den eigenen Anforderungen anpassen. Wie sie sich im Einsatz zeigt, klären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Die Maus kommt mit einem Verbindungskabel (USB-A-zu-USB-C), dem 2,4-GHz-Funkdongle (USB-A) und einem Extender (USB-C-zu-USB-A), um den Dongle mit dem Kabel zu verbinden und ihn so näher an die Maus zu bringen. Außerdem liegen der Gaming-Peripherie noch optionales Grip-Tape, ein Quick-Start-Guide sowie ein Ersatzdeckel für die Verstaumöglichkeit auf der Unterseite der Maus bei.
Design
Vom Formfaktor her und mit den Maßen 63,5 x 40 x 125 mm entspricht die X2 Superstrike eins zu eins der X Superlight 2. Mit etwa 61 g ist sie auch nur gut 1 g schwerer. Im von Logitech „Lunar Eclipse“ getauften Farbdesign präsentiert sich die Gaming-Maus in einer Kombination aus Schwarz und Weiß. Das Gros der Schale ist weiß, während linke und rechte Maustaste in Schwarz gehalten sind. Das Logitech-Logo, der Superstrike-Schriftzug sowie die komplette Unterseite der Maus sind ebenfalls schwarz. Sie ist zwar symmetrisch, aufgrund der linken seitlichen Buttons aber in erster Linie für Rechtshänder geeignet.
Logitech G Pro X2 Superstrike – Bilder
Was die Bedienelemente angeht, hat sich nichts verändert: Das Mausrad ist aus Kunststoff und mit einer gummierten und texturierten Oberfläche versehen. Ein dedizierter DPI-Button fehlt auch bei der Superstrike 2. Auf der linken Seite befinden sich die erwarteten zwei Extra-Buttons, und auf der Unterseite liegt der An-/Ausschalter. Der magnetisch fixierte Deckel für die Verstaumöglichkeit des Funkdongles sitzt bombenfest und lässt sich durch Hineindrücken lösen. Der USB-C-Port zum Laden der Maus befindet sich vorn an der Spitze und ermöglicht so gleichzeitiges Spielen und Laden.
Die Verarbeitung ist einwandfrei, was man bei dem Preis allerdings auch erwarten darf. Alles sitzt fest, nichts klappert und auch beim Schütteln der Maus regt sich im Inneren nichts.
Software
Maus und Funkdongle werden problemlos von unserem Desktop-PC unter Windows 11 erkannt. Wer die Maus anschließend konfigurieren möchte, kommt um die Software Logitech G-Hub nicht herum. Neben den DPI und der Tastenbelegung stellt man für die G Pro X2 Superstrike auch den Betätigungspunkt sowie das haptische Feedback ein und schaltet, wenn gewünscht, die Rapid-Trigger-Funktion hinzu. Die Bedienung der App ist gewohnt intuitiv und die Benutzeroberfläche aufgeräumt.
Insgesamt stehen fünf verschiedene DPI-Profile zur Auswahl, die sich alle individuell anpassen lassen. Der DPI-Bereich liegt dabei zwischen 100 und 44.000, veränderbar in Fünfer-Schritten oder höher. Klickt man das Advanced-Kästchen an, offenbaren sich weitere Einstellungsmöglichkeiten. Nun lassen sich die DPI der x- und y-Achse individuell einstellen und die Lift-Off-Distance verändern. Unterteilt ist die Distanz in low, medium und high. Hier hätten wir eine Angabe in mm besser gefunden.
Neben von Logitech bereitgestellten DPI-Profilen mit Bezeichnungen wie MMORPG, First Person oder MOBA, kann man auch eigene Presets erstellen und abspeichern oder von der Community kreierte DPI-Profile über das Globus-Symbol suchen und herunterladen.
Die Abtastrate der G Pro X2 Superstrike geht bis auf 8000 Hz hoch, allerdings nur im kabellosen Modus. An das Ladekabel angeschlossen, ist bei 1000 Hz Schluss. Das ist schade, da andere, zum Teil deutlich günstigere Konkurrenzmodelle, das auch mit dem Kabel hinbekommen. Zusätzlich zu den 8000 Hz unterstützt die Gaming-Maus auch 4000, 2000, 1000, 500, 250 und 125 Hz.
Logitech G Pro X2 Superstrike – Bilder App
Für die Tastenbelegung stehen unter anderem Tastenkombinationen, einzelne Tasten der Tastatur, Media-Steuerung und Makros zur Verfügung, letztere mit inkludiertem Editor. Der BHOP-Modus ist auch wieder am Start. Aktiviert man ihn, wird die erste Betätigung des Mausrads ignoriert, außer es folgt eine zweite Mausradbewegung im zuvor festgelegten Zeitfenster. Das soll verhindern, dass man im Eifer des Gefechts aus Versehen zu springen beginnt. Der Hintergrund ist, dass man beim Bunny-Hopping das Springen auf das Mausrad anstatt auf die Leertaste legt, um präziser und mit besserem Timing hüpfen zu können.
Das wohl spannendste Feature der Pro X2 Superstrike ist allerdings das Haptic Inductive Trigger System (HITS). Ähnlich wie bei Tastaturen mit magnetischen Switches lässt sich auch hier der Betätigungspunkt der linken und rechten Maustaste individuell anpassen, mit dem Unterschied, dass in der Maus keine Switches verbaut sind.
Hinzu kommt noch die Rapid-Trigger-Funktion, ebenfalls bekannt aus der Welt der magnetischen Tastatur-Switches, mit der man festlegen kann, wie schnell die Maustaste nach dem Klick zurücksetzt. Damit jedoch nicht genug: Selbst das haptische Feedback beim Klicken kann angepasst werden – von ausgeschaltet bis hin zum prägnanten Klick.
Bedienbarkeit
Beim Spielen überzeugt uns die Logitech G Pro X2 Superstrike auf ganzer Linie. Der Formfaktor ermöglicht für uns eine bequeme Verwendung im Fingerspitzengriff. Mit 61 g Eigengewicht ist sie nicht die leichteste der von uns bisher getesteten Gaming-Mäuse, aber auch nach mehreren Stunden am Stück treten bei uns in der Hand und im Handgelenk keinerlei Ermüdungserscheinungen auf. Die seitlichen Buttons sind mit regulären Switches ausgestattet und haben einen angenehmen Druckpunkt, der verhindert, dass man sie aus Versehen betätigt.
Die Sensoren auf Induktionsbasis, die Logitech anstelle traditioneller Switches verwendet, sind ein wahrer Gamechanger. Dass hier keine regulären Switches im Einsatz sind, merkt man, sobald die Maus ausgeschaltet ist. Dann klicken die Tasten nämlich nicht mehr – ein haptisches Feedback fehlt. Das Klickverhalten samt Betätigungs- und Resetpunkt individuell einstellen zu können, ist einfach genial. Die Unterschiede sind tatsächlich deutlich spürbar.
Dass beiden Maustasten unabhängig voneinander einstellbar sind, ist praktisch, da man so etwa der rechten Maustaste für das Aim-Down-Sights einen anderen Betätigungspunkt zuweisen kann als der linken Schusstaste. Dank Onboard-Speicher lassen sich zudem bis zu fünf Profile abspeichern. Richtet man sich Profile für verschiedene Spiele ein, kann man sie dann direkt von der Maus aus abrufen.
In der Praxis machen sich die Unterschiede zu herkömmlichen Switches schnell bemerkbar. Sowohl in Overwatch als auch in Valorant bemerken wir die deutlich schnelleren Klicks sowie das schnellere Zurücksetzen der Tasten mit aktiviertem Rapid-Trigger. Das ist zu Beginn etwas ungewohnt und bedarf eventuell ein wenig Herumprobieren mit verschiedenen Klickstärken. Hat man jedoch die richtige Kombination für sich gefunden, fühlt sich der Umgang mit der G Pro X2 Superstrike unglaublich gut an.
Auch der Akku der Gaming-Maus überzeugt. Wie lange er mit einer Ladung durchhält, variiert stark mit den gewählten Funktionen. Maximal ist laut Logitech ein Betrieb von 90 Stunden möglich. In der App sieht man immer eine Prognose der verbleibenden Stunden in Abhängigkeit der aktuellen Einstellungen.
Mit der Abtastrate dauerhaft auf 8000 Hz, dem Betätigungspunkt bei 2, Rapid Trigger auf 2 und dem haptischen Feedback auf 2 attestiert uns die App 19 Stunden bis zum nächsten Ladevorgang. Die Zahl halten wir allerdings für sehr konservativ, da wir nach zweieinhalb Tagen im täglichen Einsatz auf der Arbeit und anschließender drei bis vierstündiger Zocksessions am Abend immer noch 62 Prozent Akku und 12 Stunden angezeigt bekommen. Setzen wir die Abtastrate auf 1000 Hz herunter, schießt die Prognose auf über 60 Stunden hoch.
Preis
Die Logitech G Pro X2 Superstrike gibt es aktuell für 180 Euro. Die UVP liegt ebenfalls bei 180 Euro.
Fazit
Die Möglichkeit, die Bedienbarkeit der Maus komplett an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können, macht die Logitech G Pro X2 Superstrike zu einer unglaublich flexiblen Peripherie. Die Begriffe „Innovation“ und erstaunliche „Technologie“ dienen dabei nicht nur als Marketing-Schlagwort, sondern hält tatsächlich, was sie verspricht. Klicks fühlen sich schneller an und auch das haptische Feedback verändert sich je nach gewählter Einstellung merklich. Zusätzlich überzeugen auch die Verarbeitung und die generelle Bedienbarkeit der G Pro X2 Superstrike.
Logitech serviert hier eine technisch beeindruckende High-End-Gaming-Maus, die ein unglaubliches Maß an Individualisierung liefert und ihresgleichen sucht. Allerdings zahlt man dafür auch einen happigen Preis von 180 Euro. Wer gerne Early-Adopter einer neuen Technologie im Bereich der Gaming-Mäuse sein möchte, schlägt hier definitiv zu.
Glorious Model O3 Wireless
Die Glorious Model O3 Wireless setzt auf zwei austauschbare sowie einen fest verbauten Akku, um die Gaming-Maus permanent mit Strom zu versorgen.
- hervorragende Verarbeitung
- robustes Design
- Austausch der Akkus ist einfach & schnell
- Software sorgt für viel Frustration
- teuer
Gaming-Maus Glorious Model O3 Wireless im Test: Endlos Zocken dank drei Akkus
Die Glorious Model O3 Wireless setzt auf zwei austauschbare sowie einen fest verbauten Akku, um die Gaming-Maus permanent mit Strom zu versorgen.
Die meisten modernen Gaming-Mäuse sind mittlerweile kabellos und setzen auf fest verbaute Akkus, um die Peripherie möglichst lange mit Strom zu versorgen, bis man dann doch wieder das Kabel auspacken und die Peripherie aufladen muss.
Nicht so bei der Glorious Model O3 Wireless. Hier verfolgt der Hersteller mit einem System aus Ladestation, zwei austauschbaren und einem fest verbauten Akku zur Überbrückung den Traum des wahrhaftig kabellosen Gamings. Per Ladestation, die gleichzeitig auch als Hub für den 2,4-GHz-Dongle dient, lädt einer der beiden Akkus auf, während der andere in der Maus im Einsatz ist. Der fest verbaute Akku dient zur Überbrückung.
Ob das Konzept aufgeht und wie sich die Gaming-Maus mit 8000-Hz-Abtastrate in der Praxis schlägt, erklären wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Die Maus kommt mit der Ladestation, einem 2,4-GHz-Funk-Dongle, einem USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel sowie zwei austauschbaren Akkus. Ein Quick-Start-Guide sowie Sticker liegen ebenfalls bei.
Design
Die Model O3 Wireless gibt sich im symmetrischen Rechtshänder-Design, mit zwei Buttons auf der linken Seite und wiegt mit eingesetztem Akku etwa 66 g. Farblich wählt man zwischen Schwarz und Weiß. Der Look ist auffällig: Die Schale der Gaming-Maus verläuft nicht in einem Guss über die ganze Maus, sondern ist zur Mitte hin unterbrochen. Ein Fluss aus bunt leuchtenden LEDs bahnt sich seinen Weg und zieht einen Graben zwischen der vorderen und der hinteren Hälfte der Maus. Das leuchtende Mittelstück ist leicht tiefer gelegt als die restliche Schale.
Glorious Model O3 Wireless – Bilder
Das ist aber nicht der einzige Blickfang der Model O3 Wireless, denn am hinteren Ende der Maus sitzt der orangefarbene Akku, dessen texturiertes Endstück prominent heraussticht. Möchte man ihn zum Austausch lösen, muss man ihn in die Maus drücken. Während ein Akku im Einsatz ist, lädt der zweite bereits in der Ladestation.
Diese fungiert zeitgleich auch als Hub für den Funk-Dongle. Alternativ kann man den Dongle auch direkt an einen USB-A-Port des PCs stecken. Nebst Ladefunktion bietet die Station auch einen Überblick zum Akkustand der Maus, des Ersatzakkus in der Station, der derzeitigen Abtastrate sowie der aktuellen DPI – farblich kodiert via LEDs.
Software
Die Maus arbeitet mit der App Glorious Core. Bis zu drei Profile mit unterschiedlichen Einstellungen lassen sich auf der Maus abspeichern. Sechs unterschiedliche DPI-Werte, farblich kodiert, können nach Belieben eingerichtet werden. Die Maus unterstützt dabei 50 bis 30.000 DPI.
Abtastrate, Motion Sync, Lift-Off-Distance und Debounce Time kann man ebenfalls anpassen. Im kabelgebundenen Modus sind maximal 1000 Hz möglich, kabellos kann die Model O3 Wireless auf eine Abtastrate von bis zu 8000 Hz zugreifen. Die Lift-Off-Distance, also bis zu welcher Höhe beim Anheben der Maus der Sensor noch Bewegungen registriert, gibt es in den Settings 0,7, 1,0 und 2,0 mm. Die Debounce-Time stellt man für die linke und rechte Maustaste kombiniert und für die restlichen Buttons der Peripherie separat ein.
Glorious Core bietet 11 unterschiedliche vordefinierte Beleuchtungseffekte für die Model O3 Wireless. Die Einstellungsmöglichkeiten beschränken sich hier auf die Helligkeit und Geschwindigkeit der Effekte. Für die Tastenbelegung der Maus und des Ladedocks stehen die üblichen Verdächtigen zur Auswahl: Tastatureingaben, Maus-Funktionen, Mediensteuerung und Windows-Funktionen. Einen integrierten Makro-Editor gibt es nicht.
Glorious Model O3 Wireless – Bilder App
Leider ist die Software eine der größten Schwächen der Gaming-Maus, da sie oft die vorgenommenen und abgespeicherten Einstellungen nicht übernimmt. Das passierte etwa beim Versuch, die Tastenbelegung der seitlichen Buttons zu ändern. Erst nachdem wir die Tasten komplett zurücksetzen und die gewünschte Funktion erneut auf die Taste legen, spielt die Maus mit.
Auch beim Ändern der Abtastrate streikt Glorious Core manchmal. Man wird zwar gewarnt, dass die App beim Umstellen der Abtastrate die Verbindung zur Maus kurzzeitig verlieren kann, dass die Maus dabei dann aber die Einstellungen nicht übernimmt, darf einfach nicht sein. In unserem Fall müssen wir das Programm dann komplett beenden und neu starten, um die Abtastrate erfolgreich anzupassen.
Bedienbarkeit
Die Frustrationen mit der Software ausgeklammert, macht die Model O3 Wireless einen soliden Eindruck auf dem Mauspad. Beim Zocken mit Fingerspitzengriff manövriert sich die Maus angenehm über den Schreibtisch. Die unkonventionelle Form der Schale und der hinten leicht herausragende Akku stören uns nicht, da die Handinnenfläche in unserem Fall die Maus nicht berührt. Verwendet man hier einen anderen Griff, kann es sein, dass man sich an die Form gewöhnen muss. Durch den Akku verschiebt sich der Schwerpunkt der Maus nach hinten, was uns beim Zocken aber nicht sonderlich gestört hat.
Die Model O3 Wireless arbeitet mit optischen Switches und dem BAMF-3.0-Sensor, welcher auf dem Pixart PAW 3950 aufbaut. Er hat eine maximale Geschwindigkeit von 750 IPS und eine maximale Beschleunigung von 50 g. Die Klicks fühlen sich angenehm und präzise an. Auch die Bewegungen der Maus machen einen flüssigen Eindruck. Am PC verwenden wir die Peripherie im 2,4-GHz-Funkmodus und haben während des Testzeitraums keinerlei Verbindungseinbrüche oder spürbare Verzögerungen – sowohl beim Arbeiten als auch beim Zocken.
Was die Glorious Model O3 Wireless jedoch besonders macht, ist das ausgeklügelte Akkusystem. Die Maus hat nicht nur zwei austauschbare Akkus, sondern auch die sogenannte Guardian Battery. Diese ist fest verbaut und liefert der Maus bis zu 10 Stunden Strom, wenn kein Akku in ihr steckt. Der Sinn dahinter ist, dass beim Austauschen der Akkus die Maus nicht ausgeht und so die Verbindung zum PC trennt. Das gewährleistet einen reibungslosen Austausch und sofortiges Weiterzocken ohne Verzögerungen.
In der Praxis funktioniert diese Lösung hervorragend. Der Austausch der Akkus geht mit zwei Handgriffen unheimlich schnell vonstatten und die Maus ist sofort einsatzbereit. Während der vollgeladene Akku die Maus mit Strom versorgt, wird der leere Akku parallel im Dock aufgeladen. Die Maus signalisiert im Übrigen mittels rotem Aufleuchten der LEDs, dass der Akku zur Neige geht und ausgetauscht werden sollte.
Akku
Offiziell gibt Glorious für die Model O3 Wireless eine Einsatzzeit von bis zu 71 Stunden im 2,4-GHz-Modus an. Theoretisch ist die Ausdauer jedoch irrelevant, da man permanent einen vollgeladenen Akku zum Austausch zur Verfügung hat. Während des Testzeitraums hält ein Akku bei einer Mischung aus 1000- und 8000-Hz-Abtastrate und Beleuchtung bei 50 Prozent Helligkeit im Schnitt etwa 5 Stunden durch, bis die Maus uns per rot leuchtenden LEDs zum Austauschen animiert.
Das ist im Vergleich zu Mäusen mit fest verbauten Akkus natürlich extrem kurz, relativiert sich aber durch den einfachen und schnellen Austausch und macht die Kabelverbindung von der Maus zum PC komplett überflüssig.
Preis
Die Glorious Model O3 Wireless hat eine UVP von 170 Euro. In Schwarz gibt es sie momentan für knapp 107 Euro. In Weiß gibt es sie aktuell für 111 Euro.
Fazit
Die Glorious Model O3 Wireless wirbelt den Markt der kabellosen Gaming-Mäuse mit einem komplett neuen Ansatz auf: Anstatt die fest verbaute Batterie aufzumotzen, arbeitet die Peripherie mit austauschbaren Akkus und ermöglicht so mehr oder weniger permanent kabelloses Zocken. Die Umsetzung ist gelungen, denn der Austausch der Akkus geht reibungslos und schnell vonstatten.
Auch die Verarbeitung und das Handling der Maus im täglichen Einsatz überzeugen uns. Leider drückt Glorious Core, die Software der Maus, den sonst sehr positiven Eindruck. Einstellungen werden vermeintlich gespeichert, aber nicht von der Maus übernommen. Nur durch mehrmaliges Resetten und erneutes Einrichten der Einstellungen werden diese anerkannt. Das darf bei einer so hochpreisigen Maus einfach nicht sein.
Das ist schade, denn die Glorious Model O3 Wireless macht ansonsten einen für uns hervorragenden Job. Hier kann man nur hoffen, dass die Benutzerfreundlichkeit mit zukünftigen Software-Updates deutlich verbessert wird.
Cherry Xtrfy M68 Pro 8K Wireless
Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless bietet ein flaches, symmetrisches Design mit einer 8000-Hz-Abtastrate und kommt ohne App.
- bequemes Design
- top Verarbeitung
- gute Performance beim Zocken
- seitlicher Ladeport sehr unpraktisch
- keine Individualisierbarkeit dank fehlender Software
- Einstellungen an der Maus vorzunehmen ist umständlich
Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless im Test: Gaming-Maus mit 8000 Hz, 55 g & ohne App
Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless bietet ein flaches, symmetrisches Design mit einer 8000-Hz-Abtastrate und kommt ohne App.
Die Xtrfy M68 Pro Wireless ist die aktuellste Iteration der Cherry-Maus und speziell für Gaming ausgelegt. Mit einer Abtastrate von 8000 Hz, einem Gewicht von gerade mal 55 g und einem kompakten, abgerundeten Design bringt sie Präzision und Bedienkomfort auf das Mauspad. Der Verzicht auf eine dedizierte App bietet sowohl Vorteile als auch Nachteile. Wir klären im Test auf. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless kommt ungewöhnlicherweise mit zwei 1,8-m-langen USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabeln. Eines ist für den 2,4-GHz-Funkdongle gedacht und ein weiteres dient dazu, die Maus zu laden. Nebst der Anleitung und dem Datenblatt liegen zudem ein paar zusätzliche Maus-Skates bei.
Design
Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless gibt es sowohl in Schwarz als auch in Weiß. Auffällig sind die nach vorn hin stark abflachenden Tasten der 55 g leichten Gaming-Maus, die ihr die Maße 61 × 39,5 × 123,3 mm spendieren. Das flachere Design hat zur Folge, dass der USB-C-Ladeport, der sich bei den meisten Gaming-Mäusen heutzutage an der Schnauze befindet, bei der M68 Pro Wireless auf der rechten Seite platziert ist. Warum diese Designentscheidung nicht optimal ist, dazu später mehr.
Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless – Bilder
Über eine kleine LED vorne links an der Peripherie gibt die M68 Pro Wireless farblich kodiert Informationen wie den aktuellen Akkustand, die DPI oder die Polling-Rate (Abtastrate) wieder. Erwartungsgemäß befinden sich auf der linken Seite der symmetrischen Maus zwei zusätzliche Tasten. Auch wenn der Formfaktor symmetrisch ist, handelt es sich aufgrund der Button-Platzierung bei den meisten symmetrischen Mäusen trotz alledem um Rechtshändergeräte.
Über einen Schalter auf der Unterseite der Peripherie schaltet man die Gaming-Maus ein und wechselt zwischen verschiedenen Einstellungsmenüs. Ein zusätzlicher Button dient dazu, die Einstellungen der Maus zu verändern.
Die Verarbeitung ist einwandfrei, und die Maus fühlt sich trotz des geringen Gewichts robust an. Im Inneren der M68 Pro Wireless klappert zudem nichts, während die Gewichtsverteilung optimal zur Mitte hin austariert wurde. Das macht sich primär beim Anheben bemerkbar.
Einrichtung & Software
Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless verzichtet vollkommen auf den Einsatz einer Software. Zum einen macht das die Einrichtung der Gaming-Maus super einfach, da man sie ohne Weiteres sofort einsetzen kann, zum anderen verliert sie dadurch einiges an Individualisierbarkeit.
Sämtliche Einstellungen bezüglich DPI, Abtastrate und Co. müssen über die Buttons der Maus konfiguriert werden. Dazu dient der bereits erwähnte Schalter auf der Unterseite der Maus in Kombination mit dem daneben gelegenen Button. Mit dem Switch wechselt man zwischen CPI (Counts per Inch, meist gleichbedeutend mit DPI), Polling-Rate und Debounce Time. Hier kommt die mitgelieferte Anleitung zum Tragen. Da das grafische Interface einer App fehlt, um Informationen zu vermitteln, muss man sich zudem voll und ganz auf die LED der Maus verlassen.
Die LED der Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless gibt sämtliche Statusinformationen der Gaming-Maus wieder. heise bestenlisten
Insgesamt gibt es acht verschiedene DPI-Profile (400, 800, 1200, 1600, 3200, 4000, 7200, 26.000), zwischen denen man wechseln kann. Die Polling-Rate ist standardmäßig auf 1000 Hz eingestellt, lässt sich aber auf bis zu 8000 Hz erhöhen und auf 125 Hz senken. Zudem stehen noch Abstufungen von 250 Hz, 500 Hz und 4000 Hz zur Verfügung. Kabelgebunden sind maximal 1000 Hz möglich.
Debounce Time, Motion Sync und Lift-Off-Distance lassen sich ebenfalls konfigurieren – allesamt durch Wechseln in das DT-Menü via des Schalters. Die geringstmögliche Verzögerung bei der Debounce Time beträgt 2 ms und kann, wenn gewünscht, auf 4 ms, 8 ms oder 12 ms erhöht werden. Die Lift-Off-Distance kann man nur zwischen 1 mm und 2 mm wechseln, andere Mäuse bieten hier teilweise noch 0,7 mm an. Motion Sync schaltet man ganz simpel ein oder aus.
Die Maus ermöglicht zudem, die Sensor-Performance etwas anzupassen. Dafür stehen drei Sensormodi zur Verfügung: Pro-Gaming-Mode für die beste Leistung und den höchsten Stromverbrauch, Standard-Gaming-Mode für ausbalancierte Leistung und Stromverbrauch und der Low-Power-Mode, der einen geringeren Stromverbrauch priorisiert und dafür die Leistung des Sensors zurückschraubt.
In einer Welt, in der mehr und mehr Gaming-Mäuse auf Web-Apps umsteigen oder diese zusätzlich zu den traditionellen Desktop-Apps anbieten, wirkt der vollständige Verzicht auf eine App-Lösung hier unnötig einschränkend. Die Konfigurationen gelingen zwar auch rein über die Buttons der Maus relativ reibungslos, wir müssen aber jedes Mal die Anleitung zurate ziehen, um uns die richtige Button-Kombination ins Gedächtnis zu rufen. Der Verzicht auf eine App bedeutet zudem, dass man Buttons nicht neu belegen kann.
Bedienbarkeit
Beim Zocken fühlt sich die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless ausgesprochen gut an: Die Klicks sind crisp, präzise und die Maus bietet eine gute Griffigkeit. Cherry verwendet den Pixart-PAW-3395-Sensor, der eine Geschwindigkeit von 650 IPS und eine Beschleunigung von 50 g unterstützt. Die 2,4-GHz-Verbindung bleibt während unseres Tests dauerhaft stabil und ohne merkbare Verzögerungen. Wir verwenden Mäuse im Fingerspitzengriff und kommen mit der M68 Pro Wireless super klar. Auch nach mehreren Stunden in Overwatch bedient sich die Peripherie ausgesprochen angenehm.
Im Fingertip-Grip bedient sich die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless ausgesprochen bequem. heise bestenlisten
Die seitlichen Buttons fühlen sich hervorragend an und benötigen eine für uns optimale Betätigungskraft. Auch das Mausrad steuert sich gut, allerdings wünschen wir uns hier eine etwas bessere Texturierung der Oberfläche.
Wirklich störend ist der seitlich angebrachte Ladeport der Maus. Er wird von einem Gummistopfen verdeckt, den man mühselig aus der Maus pfriemeln muss. Hat man das Ladekabel angeschlossen, kommt direkt das nächste Ärgernis: Aufgrund der seitlichen Positionierung stößt man vorn mit der Maus permanent mit dem Kabel zusammen, wodurch die Mausbewegungen enorm beeinträchtigt werden. Bei entspannteren Singleplayer-Spielen mag das nicht ganz so tragisch sein, bei kompetitiven Online-Games ist man so aber klar im Nachteil.
Akku
Im Inneren der Gaming-Maus steckt ein 350-mAh-Akku, für den Cherry bis zu 90 Stunden Laufzeit pro Ladung verspricht. Wie lange der Akku bei einem Daheim am Ende tatsächlich durchhält, hängt vor allem davon ab, mit welcher Abtastrate man die Maus verwendet und ob für welchen Sensor-Modus man sich entscheidet. Wir verwenden die Maus sowohl tagsüber für die Arbeit (1000 Hz, Standard-Gaming-Mode) als auch am Abend zum Zocken (8000 Hz, Pro-Gaming-Mode) und kommen so auf etwas weniger als drei Tage, bevor wir die Maus ans Ladekabel hängen müssen. Für eine vollständige Ladung benötigt die Peripherie zwei Stunden.
Preis
Die UVP der Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless liegt bei 140 Euro. Aktuell gibt es das schwarze Modell bereits für 27 Euro (Ebay). In Weiß kostet sie momentan knapp 60 Euro.
Fazit
Die Cherry Xtrfy M68 Pro Wireless überzeugt uns im Test mit ihrer Performance beim Spielen, gestützt durch ein schlankes und angenehmes Design sowie den kompetenten Sensor, der für präzise Bewegungen sorgt. So kommen auch nach mehreren Stunden des Spielens weder Frust noch Ermüdungserscheinungen auf.
Während die fehlende Software zwar für einen reibungslosen Plug-and-play-Einsatz sorgt, vermissen wir vor allem eine unkomplizierte Konfiguration der Maus, die bei der M68 Pro Wireless ausschließlich über die Buttons am Gerät selbst vorzunehmen ist. Sehr frustrierend ist zudem auch der seitlich und damit sehr ungünstig platzierte Ladeport. Dieser sorgt dafür, dass das Ladekabel regelmäßig beim Spielen gegen die Maus stößt und so die Bewegungsfreiheit beeinträchtigt.
Für die nächste Iteration der Maus wünschen wir uns hier definitiv eine Verbesserung. So können wir die Gaming-Maus nur bedingt empfehlen.
Asus ROG Harpe II Ace
Die Gaming-Maus Asus ROG Harpe II Ace spricht mit ihrem Design und ihren Funktionen in erster Linie Zocker an, die die eigene Performance optimieren möchten.
- 8000-Hz-Abtastrate, mit und ohne Kabel
- Mit 48 g extrem leicht
- keine Installation nötig dank Web-App
- sinnvolle Funktionen, um Performance zu verbessern
Asus ROG Harpe II Ace im Test: Gaming-Maus für Zocker mit hohen Ansprüchen
Die Gaming-Maus Asus ROG Harpe II Ace spricht mit ihrem Design und ihren Funktionen in erster Linie Zocker an, die die eigene Performance optimieren möchten.
Mit der Harpe II Ace liefert Asus ROG eine Gaming-Maus, die vor allem kompetitive Gaming-Enthusiasten ansprechen soll. Mit einer Abtastrate von bis zu 8000 Hz, ultraleichten 48 g Eigengewicht, bis zu 42.000 DPI und diversen Feintuning-Optionen per Web-App überzeugt die Peripherie auf den ersten Blick. Ob sie auch im Dauereinsatz durchhält, zeigen wir in unserem Test.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Zur Asus ROG Harpe II Ace gibt es ein USB‑A‑zu‑USB‑C‑Verbindungskabel, den 2,4-GHz-Funk-Receiver sowie den dazugehörigen Verlängerungsadapter. Neben einem Quick-Guide liegt dem Paket außerdem noch ein Set an Stickern bei sowie eine ausführlichere Bedienungsanleitung. Auch ein Set an zusätzlichen Maus-Skates sowie das Grip-Tape dürfen hier nicht fehlen.
Außer mit dem Funkmodus ist die ROG Harpe II Ace noch in der Lage, sich per Bluetooth kabellos mit den Endgeräten zu verbinden.
Design
Die Asus ROG Harpe II Ace ist in Schwarz oder Weiß erhältlich. Neben dem ROG-Schriftzug auf der linken Seite und dem Ace-Schriftzug auf der rechten prangt auf dem Mausrücken das Logo der Marke. Farbe spendiert der Maus das mit RGB-LEDs ausgestattete Mausrad. Farben sowie Effekte stellt man mittels der Web-App ein. Das Mausrad selbst ist mit schräg verlaufenden Rillen texturiert, die Halt bieten beim Scrollen.
Neben den zwei Hauptmaustasten hat die Gaming-Peripherie zwei weitere Tasten auf der linken Seite, die frei konfigurierbar sind. Auf der Unterseite der Maus befinden sich der Schalter, um zwischen den drei Verbindungsmodi zu wechseln, sowie der DPI- und der Pairing-Button. Ein Fach bietet Platz, um den Funk-Receiver für den Transport zu verstauen. Der USB-C-Port der Maus befindet sich vorn am Gerät.
Einrichtung
Nachdem die Maus per Verbindungskabel am PC angeschlossen ist, beginnt dieser sofort mit der Einrichtung. Anschließend weist ein Popup-Fenster darauf hin, dass man die Maus mittels der Web-App Gearlink konfiguriert. Praktisch, denn so erspart man sich eine Installation und kann sie theoretisch von überall verwenden, vorausgesetzt, man hat eine Internetverbindung.
Per Gearlink sollte man dann auch umgehend ein Firmware-Update durchführen. In unserem Fall entleerte sich der Akku der Maus grundlos rasant. Erst nachdem wir das Firmware-Update für den Funk-Receiver und die Maus durchgeführt hatten, normalisierte sich der Akkuverbrauch wieder.
Software
Bei Gearlink handelt es sich um eine Web-App, die auch schon für andere Eingabegeräte aus dem Hause Asus ROG zur Verfügung steht. Das Praktische daran ist, dass sie vollends über den Browser läuft und man lokal kein Programm installieren muss. Alle Einstellungen an der Maus hinterlegt das Programm direkt auf dem internen Speicher der Peripherie. So muss Gearlink nicht durchgehend im Hintergrund aktiv sein.
Über das Menü Button Assignment weist man den Tasten der Maus neue Funktionen zu. Während das Gros der zur Verfügung stehenden Funktionen bekannt sein dürfte, sorgt die ominöse Stealth-Funktion für Schmunzeln: Drückt man die Taste, auf der die Stealth-Funktion liegt, minimiert der PC automatisch alle offenen Fenster und schaltet den Audioausgang stumm. Dieser Killswitch dürfte vor allem diejenigen freuen, die noch bei ihren Eltern wohnen und nicht beim Zocken oder anderweitigen Dingen am PC überrascht werden möchten.
Hinter Performance verbergen sich unter anderem Einstellungen zu den DPI und der Abtastrate. Insgesamt gibt es vier verschiedene DPI-Profile, die man mit unterschiedlich hohen DPI-Werten versehen kann. Von 100 bis hin zu extrem hohen 42.000 DPI hat man hier die volle Bandbreite zur Auswahl. Wahlweise aktiviert man hier auch Angle Snapping und Motion Sync. Wir verzichten jedoch darauf, da uns die Steuerung mit diesen, vor allem beim Zocken, nicht gefällt. Interessanter ist der Menüpunkt Angle Tuning. Da wir persönlich unsere Maus leicht schräg nach links ausgerichtet halten, führt für uns eine Bewegung von links nach rechts nicht zu einer geraden Linie auf dem Bildschirm. Tatsächlich verläuft sie nach rechts oben. Indem man in der App den Winkel anpasst, richtet man die Maus neu aus und eine gerade Bewegung entsteht. Es lohnt sich, damit etwas herumzuexperimentieren und einen Winkel zu finden, der sich für einen natürlich anfühlt. Schlussendlich verändert man im Performance-Menü auch die Abtastrate der Maus von 125 bis 8000 Hz. Wie bei allen Mäusen gilt auch hier: Je höher die Abtastrate, desto höher ist der Akkuverbrauch.
Lighting beinhaltet alle Beleuchtungseinstellungen. Praktisch ist hier, dass man über die Beleuchtung den Akkustand der Maus anzeigen lassen kann. Insgesamt gibt es fünf Effekte, zwischen denen man wählt.
Zusammenfassend bietet die App eine gute Mischung an sinnvollen Funktionen, die es einem ermöglichen, die Maus den eigenen Bedürfnissen nach anzupassen. Überrascht hat uns jedoch das Fehlen eines Makro-Editors, der normalerweise zum Standard gehört.
Bedienbarkeit
Wenn wir Mäuse verwenden, bedienen wir sie mit dem sogenannten Fingertip-Grip. Bei diesem haben nur die Fingerspitzen Kontakt zur Maus, während Handballen und Handgelenk in der Luft schweben. Das ist insofern relevant, als die Asus Rog Harpe II Ace laut Hersteller in erster Linie für Menschen mit Fingertip- und Claw-Grip konzipiert wurde. Unabhängig davon, ob es sich dabei um Marketing-Talking-Points handelt oder nicht – die Harpe II Ace überzeugt uns im täglichen Gebrauch.
Das verwendete Material sorgt für eine gute Haftung, sammelt aber binnen Minuten Fingerabdrücke en masse. Die seitlichen Buttons haben einen hervorragenden Druckpunkt und sind mit ausreichendem Abstand positioniert, sodass man sie noch bequem erreicht, aber nicht versehentlich betätigt. Die geringen 48 g Eigengewicht schonen hingegen das Handgelenk und verhindern Ermüdungserscheinungen. Zudem hat die Maus zumindest für unsere großen Hände nach hinten genügend Spielraum für Feinjustierungen, ohne mit dem Handballen gegen den Mausrücken zu stoßen.
Wie auch bei den anderen Mäusen mit einer Polling-Rate von 8000 Hz gibt es an der Harpe II Ace hier nichts auszusetzen. Klicks wirken latenzfrei und die Maus unglaublich responsiv. Hier bemerken wir ebenfalls sofort den Unterschied nach dem Wechsel von 1000 Hz zu 8000 Hz.
Nach einem Abstecher in unseren FPS des Vertrauens – Valorant – gefallen uns die bereits erwähnten Druckpunkte der seitlichen Buttons, aber auch die der linken und rechten Maustaste. Bei den seitlichen Buttons haben wir bei anderen Mäusen oft das Problem, dass wir sie entweder aus Versehen oder nicht stark genug drücken, um die dort hinterlegte Push-to-Talk-Funktion zu aktivieren. Nicht so hier. Nach mehreren Ranked-Matches haben uns die verwendeten ROG-Optical-Micro-Switches überzeugt. Zu keiner Zeit haben wir das Gefühl, dass Klicks ungewollt oder gar nicht registriert wurden.
Der Akku macht einen ordentlichen Job, wird aber deutlich stärker beansprucht, wenn man die Maus permanent mit 8000 Hz und aktivierter RGB-Beleuchtung verwendet. Eine Aufladung ist so in unserem Fall gut alle zwei Tage fällig. Aktiviert man zusätzlich noch den Zone-Mode, wirkt sich das noch einmal stärker auf den Akku aus. Der Zone-Mode deaktiviert nämlich sämtliche Energiesparfunktionen, um das Maximum an Leistung aus der Maus zu holen.
Preis
Die Asus ROG Harpe II Ace gibt es sowohl in Schwarz für 134 Euro als auch in Weiß für 136 Euro.
Fazit
Die Asus ROG Harpe II Ace ist eine hervorragende, auf kompetitives Zocken abgestimmte Gaming-Maus, die mit ihrer 8000-Hz-Abtastrate und den optischen Switches perfekt für FPS wie Valorant oder CS2 geeignet ist. Mit nur 48 g verhindert sie auch nach mehreren Stunden des Zockens Ermüdungserscheinungen. Durch die zusätzlichen Einstellungsmöglichkeiten der Web-App Gearlink kann man die Maus ein gutes Stück weit den eigenen Bedürfnissen anpassen. Mit derzeit knapp 129 Euro ist sie allerdings alles andere als erschwinglich.
Logitech G Pro X Superlight 2
Die kabellose Gaming-Maus Logitech G Pro X Superlight 2 wiegt 60 g, hat eine Abtastrate von 8000 Hz und einen ominösen BHOP-Modus.
- kabellose Abtastrate von bis zu 8000 Hz
- ausführliche DPI-Einstellungen
- top Akkuleistung
- Oberfläche sorgt für guten Halt
Logitech G Pro X Superlight 2 im Test: Diese Gaming-Maus ist perfekt für Shooter
Die kabellose Gaming-Maus Logitech G Pro X Superlight 2 wiegt 60 g, hat eine Abtastrate von 8000 Hz und einen ominösen BHOP-Modus.
Die technischen Daten der Logitech G Pro X Superlight 2 dürften Fans kompetitiver Shooter hellhörig machen: 8000-Hz-Abtastrate, 60 g leicht, 100 bis 44.000 DPI und ein Bunny-Hop-Modus. Wir haben die kabellose Gaming-Maus getestet. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Ähnlich leicht wie die Maus ist auch die Box, in der sie geliefert wird. Zur Peripherie gibt es ein Ladekabel mit USB-A-auf-USB-C-Anschluss, einen Funk-Receiver sowie einen Funk-Adapter, um den Receiver an das Ladekabel anzuschließen. Als Zubehör liegt der Maus Grip-Tape bei, welches man auf die Maustasten und seitlich für besseren Halt anbringen kann. Möchte man noch besser über das Mauspad gleiten, tauscht man den Deckel des Funk-Receiver-Fachs, auf der Unterseite der Maus, gegen ein mitgeliefertes Ersatzstück mit Antihaftbeschichtung aus.
Design
Optisch ist unser Testmodell der Logitech G Pro X Superlight 2 in schlichtem Schwarz gehalten. Alternativ gibt es die Maus noch in Weiß und Rosa. Auf der rechten Seite prangt der Schriftzug Superlight in silber, während auf dem Mausrücken das Logitech-Logo, ebenfalls in silber, platziert ist. Eine einzelne, winzige LED blinkt in bestimmten Situationen auf – etwa wenn man die Maus einschaltet oder der Akku zur Neige geht. Neben Maustasten und Mausrad gibt es zwei Buttons auf der linken Seite, die man per Software frei belegen kann. Die Superlight 2 wird dem Namen gerecht und bringt rund 60 g auf die Waage, ihre Maße betragen 125 x 63,5 x 40 mm.
Der An-/Aus-Schalter befindet sich auf der Unterseite der Maus und lässt sich dank rauer Texturierung einfach nach oben oder unten schieben. Ebenfalls auf der Unterseite ist ein magnetisch haftender Deckel, hinter dem sich das Fach für den Funk-Receiver befindet. Hier verstaut man den winzigen Receiver idealerweise, wenn man die Maus transportiert. Durch das Herunterdrücken des Deckels löst sich die magnetische Anziehungskraft und der Verschluss löst sich von der Maus. Der USB-C-Port ist vorn an der Maus angebracht. Dadurch kann man sie auch während des Ladens problemlos weiter verwenden.
Einrichtung
Wie es sich für Logitech-Produkte gehört, profitiert auch die G Pro X Superlight 2 von der Integration in den Ghub. Über die Software richtet man die Maus unkompliziert ein und aktualisiert die Treiber der Peripherie und des Funk-Receivers. Zur Aktualisierung wird man automatisch aufgefordert, wenn man mit der an den PC angeschlossenen Maus G-Hub zum ersten Mal startet – der ganze Prozess dauert nur wenige Minuten. Anschließend kann man sich, wenn gewünscht, an die Einstellungen der Maus machen.
Software
Wie bei so ziemlich allen Produkten aus der Gaming-Sparte von Logitech dient G-Hub auch bei der Superlight 2 als Software, um sämtliche Einstellungen an der Peripherie vorzunehmen. Die Menüs sind übersichtlich und leicht verständlich gestaltet. Für so ziemlich jedes Icon ploppt ein Tooltip auf, wenn man mit dem Mauszeiger darüber fährt.
Insgesamt gibt es drei Menüs für die Superlight 2: Sensitivity, Assignments und Scroll Wheel. Über Sensitivity stellt man die DPI der Maus ein, also wie sensibel sie auf Bewegungen reagiert. Das reicht von 100 bis 44.000 DPI – genug Spielraum also, um auch wirklich jeden Anwendungszweck abzudecken. Wer möchte, kann sogar unterschiedlich hohe DPIs für die x- und y-Achse festlegen. Insgesamt gibt es fünf Slots – jeweils farblich kodiert – für unterschiedliche DPI-Einstellungen. Die LED auf der Maus signalisiert beim Wechsel dann, welches der Profile gerade aktiv ist. Zusätzlich gibt es Presets von Logitech für verschiedene (Gaming)-Anwendungen wie FPS, MMORPG, Productivity und RTS.
Logitech G Pro X Superlight 2 – Bilder App
Neben der Lift-Off-Distance, also der Distanz zwischen Maus und Schreibtisch beim Anheben der Peripherie, stellt man über das Sensitivity-Menü auch die gewünschte Abtastrate der Superlight 2 ein. Praktisch: Die Logitech G Pro X Superlight 2 benötigt keinen extra Adapter für die 8000 Hz Polling-Rate, wie es bei vielen anderen Mäusen der Fall ist, sondern unterstützt die Technologie von vornherein. Unterteilt wird hier zwischen der kabellosen und kabelgebundenen Abtastrate. Kabellos sind bis zu 8000 Hz möglich, kabelgebunden hört es bei 1000 Hz auf.
Im Menü Assignments weist man den Maus-Buttons Funktionen zu. Hier wählt man entweder aus einer Liste von Befehlen (etwa Copy-and-paste) und Keyboard-Tasten aus oder legt Aktionen für bestimmte Programme auf die Tasten. Für Discord lässt sich etwa das Mikrofon stumm schalten. Auch einen Makro-Editor liefert die Software.
Der dritte und wohl kurioseste Menüpunkt nennt sich Scroll Wheel. Dahinter verbirgt sich der sogenannte BHOP-Mode. BHOP steht für Bunny hop und ist eine Technik, bei der man durch kontrolliertes Springen beim Vorwärtsbewegen an Geschwindigkeit gewinnt. Viele FPS-Spieler nutzen das Mausrad anstatt der Leertaste, um den Charakter im Spiel springen zu lassen. Ist der BHOP-Mode aktiv, soll verhindert werden, dass man durch Anstupsen des Mausrads sofort anfängt zu springen. Erst durch ein zweites Mal Scrollen innerhalb eines definierten Zeitrahmens, 100 bis 1000 ms, wird dann der Sprung ausgeführt.
Bedienbarkeit
Die Logitech G Pro X Superlight 2 fühlt sich fantastisch in der Hand an. Ihr geringes Gewicht schont das Handgelenk und auch ohne das Grip-Tape bietet sie für uns genug Halt und Griffigkeit. Das Mausrad, wenngleich aus Plastik, um das Gewicht zu verringern, fühlt sich stabil an und sorgt dank der gummierten und texturierten Oberfläche für kontrollierte Scrollbewegungen. Häufiges Säubern steht bei der Superlight 2 jedoch an der Tagesordnung, denn Rückstände durch die natürlichen Öle der Haut sind schnell sichtbar auf der Oberfläche.
Für die Maustasten verwendet Logitech mechanisch-optische Switches. Spannend ist, dass man in den Einstellungen zwischen den Modi optical only und hybrid wechseln kann. Letzterer dient zum Stromsparen. Die Klicks haben einen überraschend tiefen und prägnanten Ton, der sich von den hellen und flachen Klicks bisheriger Mäuse, die wir verwendet haben, unterscheidet.
Der Unterschied von einer 1000-Hz-Abtastrate, die wir bis dato gewohnt waren, zu 8000 Hz ist deutlich spürbar. Die Maus fühlt sich tatsächlich responsiver an und auch während diverser Gaming-Sessions in Valorant machte sich der Unterschied bemerkbar. Kommentare unseres Zock-Partners à la Du triffst heute erstaunlich gut
kratzten zwar am Ego, bestätigen aber unseren Eindruck. Ob und wie stark hier ein Placebo-Effekt mit schwingt, sei mal dahingestellt.
Der Akku macht ebenfalls eine gute Figur: Nach drei Tagen im täglichen Dauerbetrieb auf der Arbeit und mehrstündiger Gaming-Sessions am Abend zeigt uns G-Hub eine Restladung von 30 Prozent an. Wir verwenden die Maus dabei ausschließlich mit einer Abtastrate von 8000 Hz und ohne den Stromsparmodus. Das anschließende Aufladen ist auch erfreulich schnell und stört nicht, da man die Maus währenddessen problemlos verwenden kann. Die Akkuleistung variiert selbstverständlich von Person zu Person in Abhängigkeit der Einstellungen, wir sind jedoch sehr zufrieden mit der Performance.
Preis
Die UVP der Logitech G Pro X Superlight 2 liegt bei 180 Euro. Derzeit gibt es die Gaming-Maus bereits für 100 Euro.
Fazit
Das Gesamtpaket der Logitech G Pro X Superlight 2, bestehend aus nützlichen Funktionen, guter Haptik, starkem Akku und super Software, überzeugt uns auf ganzer Linie. Die 8000-Hz-Abtastrate im kabellosen Zustand liefert einen merklichen Unterschied in der Responsivität und benötigt dafür, im Gegensatz zu manch anderen Herstellern, keinen zusätzlichen Adapter. Das Ganze spiegelt sich jedoch im Preis wider: Mit derzeit 98 ist die Maus alles andere als günstig und für die reine Verwendung etwa als reine Office-Maus viel zu teuer. Von ihr profitieren in erster Linie FPS-Spieler, die mit einer leichten, performanten und super präzisen Maus die nächste anstehende Gaming-Session bereichern möchten.
Razer Deathadder V4 Pro
Die Gaming-Maus Deathadder V4 Pro ist leichter und größer als der Vorgänger und kommt von vornherein mit einer Abtastrate von 8000 Hz.
- gute Verarbeitung
- starker Akku
- Razer Synapse bietet praktische Funktionen
- nützliche LED-Anzeige am Funk-Receiver
- teuer
- glänzende Oberfläche zieht Staub & Schmutz an
Razer Deathadder V4 Pro im Test: Starke Gaming-Maus dank Razer Synapse
Die Gaming-Maus Deathadder V4 Pro ist leichter und größer als der Vorgänger und kommt von vornherein mit einer Abtastrate von 8000 Hz.
Leichter, schneller und präziser? Die Razer Deathadder V4 Pro kommt als neuestes Update der langlebigen Deathadder-Reihe diesmal von vornherein mit einer Abtastrate von 8000 Hz, einem neuen Sensor und hat dabei noch abgenommen. 56 anstatt 63 g bringt die neue Profi-Gaming-Maus nun auf die Waage. Hinter den Kulissen arbeitet derweil erneut Razer Synapse, die Software, mit der man die Gaming-Maus den eigenen Bedürfnissen entsprechend konfiguriert. Ob das Gesamtpaket den stolzen Preis wert ist, zeigen wir im Test.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Die Peripherie kommt mit einem 1,8 m langen USB-A-zu-USB-C-Nylonstoffkabel für die Verbindung mit dem PC sowie dem Funk-Dongle für die kabellose Verbindung. Nebst der Kurzanleitung für die erste Inbetriebnahme liegen zudem noch Griptape sowie ein Stickerset bei.
Design
Die Deathadder V4 ist wie bereits erwähnt nicht nur gut 7 g leichter als das Vorgängermodell, sondern tatsächlich auch 7 mm länger (68 x 44 x 128 mm). Erhältlich ist sie in Schwarz und Weiß. Das ergonomische Schalendesign hat die typische Erhöhung zur linken Mitte. Erwartungsgemäß gibt es zwei zusätzliche Buttons auf der linken Seite, die mit der Software frei belegt werden können. Die Oberfläche ist glatt und leicht glänzend, was vor allem dazu führt, dass Staub, Fingerabdrücke und Co. schnell sichtbar sind. Häufiges Abwischen ist also leider vorprogrammiert.
Das Mausrad ist aus Plastik und mit einem optischen Switch ausgestattet. Die Rillen auf der Oberfläche helfen dabei, nicht mit dem Finger abzurutschen. Statusmeldungen teilt die Maus via der kleinen LED unmittelbar über dem Mausrad mit. Der USB-C-Port befindet sich vorne an der Peripherie, wodurch man diese problemlos während des Aufladens weiterverwenden kann.
Power- und DPI-Button teilen sich einen Knopf auf der Unterseite der Maus. Kurzes Drücken wechselt zwischen den einzelnen DPI-Profilen, während längeres Drücken die Maus ein- oder ausschaltet. Persönlich bevorzugen wir immer die Lösung eines Schalters, um die Maus ein- oder auszuschalten, das ist jedoch Geschmackssache.
Der Funk-Receiver der Deathadder erfüllt direkt mehrere Funktionen und sieht dabei noch schick aus: Der kuppelförmige Receiver, in der gleichen Farbe gehalten wie die Maus, hat vorne drei LEDs, die Informationen wie den Akkustand, das derzeitige DPI-Profil oder die Verbindungsqualität abbilden. Welche Informationen man angezeigt haben möchte, wählt man in Razer Synapse aus.
Einrichtung
Nach dem Verbinden der Maus mit dem PC über das mitgelieferte Kabel ist sie sofort startklar. Auch der Funk-Dongle muss kurz vom PC eingerichtet werden. Währenddessen ploppt eine Benachrichtigung für den Download von Razer Synapse auf. Über das Tool konfiguriert man sämtliche Funktionen der Maus und updatet zudem auch die Firmware von Deathadder und Funk-Dongle.
Software
Wer bereits einmal ein Razer-Produkt verwendet hat, dem dürfte Razer Synapse sofort ein Begriff sein. Das Tool ist die Schnittstelle für die meisten Razer-Peripherien und bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten. Tastenbelegungen, DPI-Einstellungen und die Abtastrate richtet man hierüber unter anderem ein.
Für die Tastenbelegungen stehen so ziemlich alle Funktionen parat, die man von einer Maus erwartet: darunter Makros, Änderung der Sensitivität, das Starten von Programmen sowie Windows-Shortcuts. Sollte man mehrere Razer-Produkte haben, lassen sich über die Maus auch Funktionen anderer Geräte steuern.
Fünf verschiedene DPI-Profile stehen zur Verfügung, mit einer Range von 100 bis 45.000 DPI, die man sogar auf 1er-Schritte genau feintunen kann. Dabei lassen sich sowohl die x- als auch die y-Achse separat anpassen. Praktisch ist auch die Funktion vom Sensitivity Matcher. Hat man zuvor mit einer anderen Maus gezockt, übersetzt das Tool die dortige Sensitivität auf die Razer Deathadder V4 Pro.
Die Abtastrate, auf Englisch Polling-Rate, reicht von 125 Hz bis 8000 Hz. Dazwischen liegen 4000, 2000, 1000 und 500 Hz.
Generell hat Razer viele praktische Features in Synapse gesteckt. Der hinzuschaltbare Polling-Rate-Wechsler etwa, der die Abtastrate, falls gewünscht, auf einen anderen Wert setzt, wenn man ein Spiel im Vollbildmodus startet. Aber auch Stromsparoptionen sowie die Kalibrierung der Maus in Abhängigkeit von der Mauspad-Oberfläche sind sinnvolle Optionen.
Bedienung
Trotz der glatten Oberfläche bietet die Razer Deathadder V4 Pro für unseren Fingertip-Grip genug Halt, um problemlos über den Tisch zu gleiten und beim Anheben nicht aus der Hand zu rutschen. Den längeren Rumpf bemerken wir tatsächlich, da dieser gelegentlich gegen den Handballen drückt. Als wirklich störend empfinden wir das aber nicht. Die Razer Optical Switches leisten gute Arbeit und Klicks mit den beiden Maustasten fühlen sich hervorragend und präzise an. Die zwei seitlichen Buttons sind erfreulich groß und benötigen ausreichend Kraft, um nicht im Eifer des Gefechts aus Versehen betätigt zu werden.
Der Akku bietet ordentlich Ladung, vorausgesetzt, man nutzt ihn nicht permanent mit einer 8000-Hz-Abtastrate. Diese beansprucht nämlich sowohl den Akku als auch die CPU des Computers. Wir verwenden die Razer Deathadder V4 Pro tagsüber während der Arbeit mit 4k Hz und abends beim Zocken mit 8k und kommen so problemlos auf 3 Tage, bis wir die 20-Prozent-Warnung via Synapse erhalten und die Maus ans Ladekabel hängen. Ein solider Wert.
Preis
Die Razer Deathadder V4 Pro hat eine UVP von 180 Euro. In Schwarz kostet sie momentan 150 Euro. In Weiß bekommt man sie für 128 Euro. Eine grüne Version der Maus gibt es exklusiv im Razer-Store für 180 Euro.
Fazit
Mit einem Preis von 151 Euro richtet sich die Razer Deathadder V4 Pro vor allem an Enthusiasten. Diese bekommen dafür allerdings auch eine richtig gute Gaming-Maus, die mit ihrer soliden Verarbeitung, einem starken Akku und präzisen Klicks für viel Freude beim Zocken sorgen dürfte. Die Software Razer Synapse versorgt die Maus indes mit einer Vielzahl an praktischen und vor allem bereichernden Funktionen. Die glänzende Oberfläche zieht Staub und Schmutz leider magisch an und der Preis dürfte viele abschrecken. Wer damit leben kann, macht mit einem Kauf hier definitiv nichts falsch.
Asus Rog Keris II Ace
Die superleichte Gaming-Maus Asus ROG Keris II Ace ist nicht nur top verarbeitet, sondern bekommt dank eines Firmware-Updates auch mehr Power.
- hervorragende Haptik
- Akkuanzeige per Mausrad ist praktisch
- dank Firmware-Update 8000 Hz auch kabellos
- Akku bei aktiver Beleuchtung vergleichsweise etwas schwachbrüstig
- Armoury Crate statt Gearlink Web-App
Asus ROG Keris II Ace im Test: Diese Gaming-Maus lässt man nicht mehr los
Die superleichte Gaming-Maus Asus ROG Keris II Ace ist nicht nur top verarbeitet, sondern bekommt dank eines Firmware-Updates auch mehr Power.
Mit der Keris II Ace liefert Asus ROG neben der Harpe II Ace eine weitere High-End-Gaming-Maus. Ebenfalls mit einer Abtastrate von 8000 Hz ausgestattet, kommt die kabellose Leichtgewicht-Maus diesmal im ergonomischen Design daher. Was unter der Haube steckt und wie sie sich beim Zocken und im Alltag schlägt, beleuchten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Die Maus kommt mit einem 2 m langem USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel mit Nylonstoffmantel. Im Gegensatz zur Harpe II Ace benötigt die Keris II Ace einen Polling-Rate-Booster, also einen Adapter, der in den USB-Port gesteckt wird, damit sie die 8000-Hz-Abtastrate erreicht. Dieser wird ebenfalls mitgeliefert. Für den kabellosen Einsatz liegt selbstverständlich auch der Funk-Receiver samt Reichweiten-Adapter bei. Ersatz-Gleitfüße, optionales Griptape für besseren Halt und ein Stickerset hat man als Goodies dazugepackt. Die inkludierte Betriebsanleitung gibt zudem einen generellen Überblick über die Funktionen der Maus.
Design
Farblich kommt die Maus wahlweise in Schwarz oder Weiß. Mit 54 g Eigengewicht reiht sie sich zudem in die Riege der superleichten Mäuse ein. Größentechnisch liegt sie bei Maßen 67 x 42 x 121 mm. Im Vergleich zur Harpe II Ace setzt Asus ROG hier explizit auf ein ergonomisches Schalendesign der Rechtshändermaus. Im Klartext bedeutet das, dass die Maus mittig links höher gewachsen ist. Wir bemerken während des Tests beim täglichen Gebrauch weder spürbare Vor- noch Nachteile im Vergleich zum sonst symmetrischen Design anderer Mäuse. Die Riffelungen links und rechts an der Peripherie bieten für uns optimalen Halt und fühlen sich angenehm an, weswegen wir nicht auf das mitgelieferte Griptape zurückgreifen.
Wie die meisten Gaming-Mäuse hat auch die Keris II Ace links zwei zusätzliche Buttons, deren Funktion man per Software konfiguriert. Farbliche Akzente setzt das gummierte und mit LEDs ausgestattete Mausrad. Eine schöne Lösung, da die Beleuchtung von Gaming-Mäusen häufig so platziert ist, dass sie unter der Hand verschwindet und nicht zur Geltung kommt. Wer keine Beleuchtung mag, kann sie selbstverständlich per Software ausschalten und so direkt auch den Akkuverbrauch verringern. Apropos Akku: Der USB-C-Port für die Kabelverbindung befindet sich an der „Schnauze“ der Maus, wodurch man keine Ladepause einlegen muss und beinahe verzögerungsfrei weiter zocken kann.
Neben der Kabelverbindung und der 2,4-GHz-Funk-Verbindung kann die Keris II Ace auch Bluetooth. Um zwischen den drei Modi hin und her zu wechseln, gibt es einen Schalter auf der Mausunterseite. Dort befinden sich auch der DPI-Button, mit dem man die DPI-Profile wechselt, sowie ein Pairing-Button für die Kopplung im BT-Modus. Nicht außergewöhnlich, aber dennoch gerne gesehen, ist der Stauraum für den Funk-Dongle auf der Unterseite.
Einrichtung
Wie bei den meisten Mäusen kann die Asus ROG Keris II Ace direkt nach dem Verbinden per Kabel und der anschließenden automatischen Einrichtung durch den PC loslegen. Allerdings ist sie zum Zeitpunkt des Tests nicht mit der Web-App Gearlink kompatibel. Um den vollen Funktionsumfang der Maus nutzen zu können, benötigt man daher die kostenlose Software Armoury Crate. Diese ist im Unterschied zu Gearlink nur unter Windows verfügbar und daher für Nutzer anderer Betriebssysteme, wie Linux, nicht nutzbar. Sie ist vor allem auch für die Firmware-Updates von Maus und Funk-Receiver essenziell. Diese sollte man umgehend durchführen. Wie wir im Test herausfanden und uns von Asus ROG anschließend bestätigen ließen, bekam die Keris II Ace per Firmware-Update ein Upgrade spendiert. So kann sie nun auch im kabellosen Funk-Modus auf eine Abtastrate von 8000 Hz zugreifen. Ursprünglich ging das nur kabelgebunden, kabellos war bei 4000 Hz Schluss.
Software
Für die Software heißt es „back to the roots“: Anstatt der sehr praktischen Web-App Gearlink, die wir während unseres Tests der Harpe II Ace zu schätzen gelernt haben, müssen wir hier mit der PC-App Armoury Crate vorliebnehmen. Diese fiel uns in der Vergangenheit durch Abstürze, Aufhänger und Probleme bei der Installation negativ auf. Während des Tests mit der Keris II Ace verhält sich die geräteübergreifende Software erfreulich kooperativ. Abstürze gab es keine und auch die Installation klappt dieses Mal auf Anhieb. Allerdings bemerken wir manchmal eine etwas träge Performance innerhalb des Programms, wenn wir zum Beispiel zwischen Tabs hin und her wechseln.
Auf der Haben-Seite verbucht das Programm jedoch ein paar nützliche Funktionen: Erwartungsgemäß können die Tasten der Maus mit neuen/anderen Aktionen belegt werden, darunter auch Windows-Shortcuts und Multimedia-Funktionen. Installiert man noch den Makro-Editor hinzu, lassen sich auch selbst erstellte Makros auf Tasten legen. Vier DPI-Profile stehen zur Auswahl, jedes davon ist konfigurierbar. Die Spanne liegt hier bei 100 bis 42.000 DPI. Die Abtastrate (auch Polling-Rate), also wie häufig die Maus pro Sekunde mit dem PC kommuniziert, reicht von 125 Hz bis 8000 Hz. Praktisch: Man kann unterschiedliche Profile anlegen und sie anschließend mit bestimmten Spielen verknüpfen. Startet man das betreffende Spiel, wechselt das Profil automatisch. Das ist dann von Vorteil, wenn man nicht dauerhaft mit einer bestimmten Polling-Rate arbeiten möchte. In Valorant sind die 8000 Hz super, beim Arbeiten im Homeoffice vielleicht etwas übertrieben.
Asus ROG Keris II Ace – Bilder App
Funktionen wie Angle Snapping und Angle Tuning sind auch wieder mit am Start. Letztere ist vor allem für diejenigen interessant, die ihre Maus nicht gerade, sondern angewinkelt halten und auf dem Schreibtisch bewegen. Die Software macht dann aus den schrägen Bewegungen auf dem Schreibtisch gerade Bewegungen auf dem Bildschirm. Angle Snapping kann man sich hingegen als digitales Lineal vorstellen, das einem dabei hilft, eine gerade Linie zu ziehen. Das Feature ist jedoch Geschmackssache und nicht für jedes Spiel zu gebrauchen.
Die Beleuchtungseinstellungen halten sich in Grenzen, sind aber völlig ausreichend. Fünf verschiedene Effekte stehen zur Auswahl. Extrem nützlich ist der Battery Mode, welcher farbkodiert den Akkustand wiedergibt. Effekte wie pulsierende Farben oder der permanente Wechsel durch das Farbspektrum sind auch am Start.
Bedienung
Die Asus ROG Keris II Ace liegt gut in der Hand. Wir bedienen sie mit dem Fingertip-Grip, haben also ausschließlich über die Fingerspitzen Kontakt zur Maus. Dank der etwas gröberen Oberflächen- und Seitenflächen-Textur haben wir zu keiner Zeit das Gefühl, die Kontrolle über die Maus zu verlieren. Dank des matten Finishs bleiben Fingerabdrücke auf der Oberfläche zudem aus. Wir verwenden die Maus sowohl bei der Arbeit als auch beim Zocken. In beiden Fällen macht sie einen souveränen Job. Die optischen Switches der linken und rechten Maustaste liefern ein angenehmes Klickgeräusch und haben einen guten Druckpunkt. Die 8000-Hz-Abtastrate hält, was sie verspricht, und sorgt während unseres Tests für verzögerungsfreies Zocken.
Das Verbindungskabel ist mit 2 m lang genug, um während des Ladens beim Spielen nicht zu stören. Der Akku leert sich, abhängig von den gewählten Einstellungen, verhältnismäßig schnell. Mit voller Beleuchtung und einer permanenten Abtastrate von 8000 Hz sehen wir die Prozentanzeige zügig schwinden. Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass bereits das Senken der Beleuchtungsintensität auf 50 Prozent den Akkuverbrauch deutlich reduziert. Wer noch mehr aus dem Akku herausholen möchte, schaltet die Beleuchtung ganz aus und nutzt die 8000 Hz nur gezielt beim Zocken.
Preis
Die Asus ROG Keris II Ace in Weiß gibt es momentan für 108 Euro. In Schwarz kostet sie derzeit knapp 110 Euro auf Amazon.
Fazit
Als super leichte Maus macht die Asus ROG Keris II Ace für 105 Euro vieles richtig. Dank der raueren Textur der Schale und der geriffelten Seiten bedient sie sich hervorragend und liegt gut in der Hand. Nach einem Firmware-Update arbeitet sie jetzt auch kabellos mit einer Abtastrate von 8000 Hz und muss sich nicht hinter der Harpe II Ace verstecken. Die RGB-Beleuchtung ist nicht nur ein netter farblicher Touch, sondern durchaus nützlich, da sie den Akkustand anzeigen kann. Schade ist, dass man statt der praktischen Web-App Gearlink hier wieder auf Armoury Crate umsteigen muss. Ein Programm, das nach wie vor leider nicht rund läuft und in unserem Test zwar diesmal nicht abstürzt, aber weiterhin träge ist. Zudem sind so Linux-Nutzer ausgesperrt, da Armoury Crate nur für Windows verfügbar ist. Der Akku kommt bei voller Beleuchtung ganz schön ins Schwitzen und verliert verhältnismäßig schnell an Ladung, das lässt sich aber durch Anpassen der RGB-Intensität eindämmen.
Letztlich macht es einfach Spaß, mit der Keris II Ace zu spielen. Sie bedient sich äußerst angenehm und punktet mit ihrer Leistung auf dem Schlachtfeld. Der etwas schwächelnde Akku und die teilweise ruckelige Software trüben den Eindruck ein wenig, dennoch liefert sie einen hervorragenden Job ab, ist allerdings auch nicht günstig.
Be Quiet Dark Perk Ergo
Hinter der Be Quiet Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym stecken zwei wirklich solide Gaming-Mäuse, mit denen man gekonnt Shooter spielen kann.
- gute Akkulaufzeit
- 8000-Hz-Abtastrate
- Web-App und Desktop-App für Mauseinstellungen
- zuverlässige Performance beim Spielen
- Wechsel zwischen Web-App und Desktop-App nicht immer reibungslos
- Web-App hat nicht alle Funktionen der Desktop-App
Be Quiet Dark Perk Ergo im Test: Leichte Gaming-Maus für Egoshooter
Hinter der Be Quiet Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym stecken zwei wirklich solide Gaming-Mäuse, mit denen man gekonnt Shooter spielen kann.
Mit der Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym wagt Be Quiet den Einstieg in die Welt der superleichten Gaming-Mäuse. Ausgestattet sind die beiden Nager mit einer 8000-Hz-Abtastrate und dem Pixart-PAW3950-Sensor, der bis zu 32.000 DPI ermöglicht.
Die Mäuse unterscheiden sich vorwiegend in ihrer Form: Die Dark Perk Sym besitzt einen symmetrischen Körperbau, während die Dark Perk Ergo ergonomisch geformt ist. Bei beiden Varianten handelt es sich allerdings um Rechtshänder-Mäuse. Wir haben beide Versionen ausgiebig getestet und klären, ob sie den Kauf wert sind. Die Testgeräte stellte uns der Hersteller zur Verfügung.
Lieferumfang
Beide Mäuse kommen mit einem orangen USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, dem Funk-Dongle mit 2,4 GHz sowie einem Funk-Adapter. Neben der Betriebsanleitung liegt zudem ein zusätzliches Set an Maus-Skates bei.
Design
Sowohl die Dark Perk Sym als auch die Dark Perk Ergo sind in schlichtem Schwarz gehalten. Beide Gaming-Mäuse wiegen gerade mal 55 g. Das geringe Gewicht erklärt sich schnell, wenn man die Mäuse umdreht. Sie sind auf der Unterseite offen und gewähren so Einblick in das Innere der Gaming-Peripherie. Der Be-Quiet-Schriftzug ziert die so sichtbare Platine. Wenn man genau hinschaut, kann man sogar die Mechanik beim Klicken der seitlichen Buttons beobachten.
Beim Rest des Layouts geht es derweil traditioneller zu: Zwei Buttons gibt es auf der linken Seite, während der Power-Button und der DPI-Switch auf der Unterseite der Maus liegen. Das Mausrad ist aus Plastik und gummiert geriffelt, einen Schalter, um zwischen Einrasten und Durchdrehen des Scrollrads zu wechseln, gibt es nicht. Was die Maße angeht, unterscheiden sich die beiden Modelle natürlich geringfügig aufgrund ihres Formfaktors. Die Dark Perk Ergo misst 120 × 66 × 40 mm, während die Dark Perk Sym 123 × 66 × 39 mm misst.
Eine richtige Beleuchtung hat die Maus nicht. Lediglich eine kleine LED über den seitlichen Buttons, die beim DPI-Wechsel farblich kodiert signalisiert, welches Profil gerade aktiv ist. Generell wirken beide Mäuse sehr schlicht und stechen optisch kaum hervor. Die Verarbeitung ist einwandfrei, wenngleich wir etwas Angst hätten, die Maus aufgrund der offenen Unterseite fallen zu lassen.
Einrichtung & Software
Die Einrichtung erfolgt problemlos per Anschluss via des Verbindungskabels direkt an die Maus oder per 2,4-GHz-Dongle. Anschließend sollte man entweder das IO Center als Desktop-App herunterladen oder die Web-App im Browser aufrufen. Für etwaige Firmware-Updates muss man sowohl Maus als auch Dongle parallel an den PC anschließen. Leider können Einstellungen wie die Klickgeschwindigkeit und die Maussensitivität zum Testzeitpunkt nur über das Betriebssystem oder die Desktop-App angepasst werden, weswegen man in diesen Fällen um eine Installation der App nicht herumkommt.
Die Web-App funktioniert bis auf eine Ausnahme reibungslos. Der Wechsel zwischen der Desktop-App und der Browser-Version gelingt nicht immer sofort. Häufig muss die PC-App vorher beendet und/oder die Browser-App neu geladen werden, damit die Maus im Browser konfigurierbar ist (Stand: Launch-Version beider Apps).
Die Einstellungsmöglichkeiten decken sich zum Großteil mit denen anderer Hersteller. Maustasten lassen sich mit verschiedenen Funktionen neu belegen, die fünf DPI-Profile mit unterschiedlichen Werten den eigenen Bedürfnissen anpassen – allerdings nicht kleiner als in fünfziger Schritten. Der verbaute Pixart-PAW3950-Sensor ermöglicht hier bis zu 32.000 DPI.
Spannend bei den Maustasten-Einstellungen ist, dass man auch das Verhalten des Klicks bestimmen kann. Ein einfacher Klick kann so wahlweise als Doppelklick ausgelesen werden. Alternativ kann man eine Aktion so lange ausführen lassen, wie man die Taste gedrückt hält. Mit der Auto-Fire-Einstellung richtet man hingegen ein, wie viele Klicks pro Sekunde (bis zu 50) bei gedrückter Maustaste auslösen.
Weitere Einstellungsmöglichkeiten beinhalten die Abtastrate (125 – 8000 Hz), Stromsparmodus inklusive Sleep-Timer sowie die Lift-Off-Distance. Auch Angle Snapping, Ripple Control und Motion Sync sind wie bei anderen Gaming-Mäusen am Start. Etwas außergewöhnlicher ist da schon die Möglichkeit, die Klickgeschwindigkeit sowie die Klickverzögerung einzustellen.
Bedienbarkeit
Im Praxistest kommen wir mit beiden Mäusen problemlos klar. Sowohl in täglichen Arbeitsszenarien als auch beim Spielen am Abend. Unser Mausgriff ist zwischen Fingertip- und Claw-Grip angesiedelt. Wir können beide Mäuse so einwandfrei bedienen, bevorzugen bei einer Gaming-Maus aber generell eine symmetrische Form. Die Omron-Optical-D2FP-FN2-Switches liefern einen zufriedenstellenden Betätigungspunkt und erfordern eine für uns ideale Betätigungskraft, um ungewollte Auslöser zu vermeiden.
Für uns sind auch die seitlichen Buttons immer ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Maus, da wir hier die Push-to-Talk-Funktion für den Voice-Chat im Spiel legen. Tatsächlich unterscheiden sich die beiden Modelle hier etwas voneinander. Nicht nur klingen die Klicks unterschiedlich (etwas heller bei der Sym) sondern auch die Buttons haben eine leicht andere Form. Bei der Sym sind sie etwas schmaler und der hintere Button ist etwas länger gezogen. Bei beiden Modellen klicken die seitlichen Tasten super zufriedenstellend, wobei wir generell die etwas breitere Variante der Dark Perk Ergo bevorzugen.
Die seitlichen Buttons der Be Quiet Dark Perk Sym und Ergo unterscheiden sich leicht in Form und Klang. heise bestenlisten
Beim Spielen verwenden wir überwiegend eine Abtastrate von 8000 Hz, tagsüber während der Arbeit hingegen hauptsächlich 1000 Hz. Sowohl kabelgebunden als auch kabellos wirken unsere Inputs präzise und ohne spürbare Verzögerungen. Das Gehäuse beider Mäuse ist aus ABS-Plastik und liegt hervorragend in der Hand. Auch wenn optionales Grip-Tape im Lieferumfang grundsätzlich auch bei den Be Quiet Dark Perk eine nette Dreingabe gewesen wäre, vermissen wir hier keine texturierten Seitenteile – trotz der glatten Oberfläche bieten beide Mäuse exzellenten Halt.
Der Akku macht während des Testzeitraums ebenfalls eine gute Figur. Wie bereits erwähnt, wechseln wir nur für unsere Gaming-Sessions auf eine Abtastrate von 8000 Hz und nutzen beide Mäuse im Alltag mit 1000 Hz. Damit erreicht man zwar nicht die maximal angegebenen 110 Stunden Laufzeit (bei 1000 Hz), kommt bei gemischter Nutzung jedoch problemlos auf etwa zwei bis drei Tage, bevor die Mäuse wieder ans Ladekabel müssen. Bei ausschließlicher Nutzung mit einer Abtastrate von 1000 Hz halten sie deutlich länger durch.
Preis
Die UVP der Be Quiet Dark Perk Ergo und Dark Perk Sym liegt bei 110 Euro. Die Dark Perk Ergo gibt es momentan für 89 Euro zu kaufen. Für die Dark Perk Sym zahlt man aktuell ebenfalls etwa 89 Euro.
Fazit
Mit der Dark Perk Ergo und der Dark Perk Sym steigt Be Quiet vielversprechend in den Markt der Gaming-Mäuse ein. Beide Exemplare überzeugen mit einer soliden Verarbeitung, einer guten Haptik und präzisen und verzögerungsfreien Klicks. Die Kombination aus Web-App und Desktop-App ist praktisch, läuft allerdings bisher nicht vollkommen rund. Nichts, was ein zukünftiges Firmware-Update nicht lösen könnte.
Als Neueinsteiger auf dem Markt bieten die beiden Mäuse von Be Quiet aber wenig Neues, für das sich ein Umstieg lohnen würde. Wer aktuell auf der Suche nach einer neuen High-End-Gaming-Maus ist, macht mit einem Kauf der Dark Perk Sym oder Dark Perk Ergo jedoch wenig falsch.
Logitech G305X Superlight
Leicht, kompakt und mit einer beeindruckenden Akkulaufzeit: Die Gaming-Maus Logitech G305 X Superlight liefert ab – und das für unter 100 Euro.
- beeindruckende Akkulaufzeit
- mit 61 g angenehm leicht
- knackige & präzise Klicks
- Logitech G-Hub als kompetente Software
- 8000 Hz nur via separat erhältlichem Dongle
Gaming-Maus Logitech G305 X Superlight im Test: Ewig zocken mit einer Akkuladung
Leicht, kompakt und mit einer beeindruckenden Akkulaufzeit: Die Gaming-Maus Logitech G305 X Superlight liefert ab – und das für unter 100 Euro.
Die Logitech G305 X Superlight stellt ein Update der beliebten G305 dar. Trotz 61 statt 99 Gramm Gewicht, RGB-Beleuchtung und mehr DPI bleibt der Formfaktor gleich. Bis zu 130 Stunden Laufzeit pro Ladung schreibt Logitech dem Akku zu. Wir haben die Gaming-Maus für 80 Euro getestet und verraten, ob sich der Kauf lohnt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Die Logitech G305 X Superlight kommt mit 2,4-GHz-USB-A-Funkdongle und einem USB-C-zu-USB-A-Verbindungskabel.
Design
Die Bauform der 61 g schweren Logitech G305 X Superlight ist vollkommen symmetrisch und mit Maßen von 63,9 × 38,2 × 117,3 mm relativ kompakt. Sie folgt dem typischen Layout von Rechtshändermäusen, mit zwei Buttons auf der linken Seite der Peripherie. Unter dem Mausrad befindet sich der DPI-Button, welcher von einem milchigen Kunststoffstreifen umschlossen ist. Hier scheint die RGB-Beleuchtung der kleinen Maus dezent hindurch.
Auf der Unterseite der Peripherie befinden sich An-/Aus-Schalter sowie der Modus-Button, um zwischen der Funk- und der Bluetooth-Verbindung zu wechseln. Außerdem verstaut man hier den 2,4-GHz-Funkdongle. Vorne an der Maus liegt der USB-C-Port, um sie per Kabel zu laden. Dadurch kann man sie auch problemlos während des Ladens kabelgebunden verwenden. Unser Testgerät ist weiß, es gibt aber auch eine schwarze Variante der G305 X Superlight.
Trotz des geringen Gewichts und des kleinen Formfaktors wirkt die Logitech G305 X Superlight recht robust. Im Inneren klappert nichts, am Gehäuse wackelt oder knarzt nichts, und in der Hand fühlt sie sich ausgesprochen griffig an.
Logitech G305X Lightspeed – Bilder
Software
Wie für alle Logitech-Gaming-Produkte kommt auch bei der G305 X Superlight die Software G-Hub zum Einsatz. Die App bietet fünf verschiedene DPI-Profile, ermöglicht es, die Tastenbelegung der Maus zu verändern sowie die Beleuchtung der LEDs anzupassen. Zudem findet der BHOP-Modus erneut Einzug, dazu später mehr.
Die Einrichtung ist binnen weniger Sekunden erledigt. Die Software erkennt die Peripherie sofort und gewährt Zugriff auf die Einstellungen. Die fünf DPI-Profile lassen sich wahlweise sowohl auf der x- als auch auf der y-Achse konfigurieren. Wer das nicht braucht, kann den DPI-Wert auch ganz regulär für beide Achsen gleichzeitig festlegen. Die DPI-Spanne liegt hier zwischen 100 und 44.000 und ist sogar in Einser-Schritten veränderbar. Logitech liefert zudem auch DPI-Presets für verschiedene Szenarien und Spielgenres.
Für die Tastenbelegung stehen diverse Tastenkombinationen à la Strg + C und Strg + V parat, aber auch Makros kann man erstellen und auf eine der Tasten legen. Neu hinzugekommen sind Audiosamples, die man per Tastendruck abspielen kann. Logitech liefert hier eine Auswahl, die von Begrüßungen in verschiedenen Sprachen bis hin zu speziellen Soundeffekten wie Keuchen, Piepton oder Applaus reicht. Die Option, eigene Samples hochzuladen und auf die Tasten zu legen, konnten wir nicht finden.
Sechs verschiedene Beleuchtungseffekte und vier vordefinierte Effektfarben liefert die App. Dazu kommt die Option, benutzerdefinierte Farben festzulegen. Wer möchte, kann die Beleuchtung selbstverständlich auch komplett ausschalten.
Mit aktiviertem BHOP-Modus ignoriert die G305 X die erste Scrollbewegung des Mausrads, außer eine zweite Bewegung findet innerhalb eines zuvor festgelegten Zeitfensters statt. Das soll verhindern, dass es aus Versehen betätigt wird. Gerade im Bereich der kompetitiven taktischen Shooter legen Spieler die Sprungfunktion gerne auf das Mausrad, um kontrollierter springen zu können. Das zeitlich genau abgestimmte Springen ermöglicht schnellere Bewegungen im Spiel und wird Bunny-Hopping genannt.
Die App liefert, wie auch in den vergangenen Tests anderer Logitech-Gaming-Mäuse, eine hervorragende Performance und glänzt mit einer fantastischen Benutzerfreundlichkeit, aufgeräumtem Design und nützlichen Funktionen.
Bedienbarkeit
Wir verwenden die Logitech G305 X Superlight bei der täglichen Arbeit im Büro und setzen sie abends beim Zocken ein. Überrascht hat uns hier der Akku. Nach gut einer Woche im täglichen Einsatz attestiert uns G-Hub noch 85 Prozent Akkustand. Logitech wirbt mit bis zu 130 Stunden pro Ladung, was für uns durchaus plausibel klingt. Wer die Maus nur für die abendliche Gaming-Session verwendet, wird mit einer Akkuladung sehr lange auskommen. Praktisch ist in diesem Zusammenhang die Schnellladefunktion, die nach 2 Minuten Aufladen bereits 3,5 Stunden Akkulaufzeit gibt.
Wie alle Mäuse greifen wir auch die G305 X Superlight mit den Fingerspitzen. Sie bedient sich komfortabel über mehrere Stunden hinweg und liegt sicher in der Hand. Die Klicks der zwei Haupttasten sind knackig, während die Betätigungskraft der zwei seitlichen Tasten für unseren Geschmack minimal zu schwach ist. Sie ist aber hoch genug, damit wir die Tasten nicht aus Versehen durch Auflegen des Daumens betätigen.
In Overwatch und Valorant bemerken wir keine Verzögerung der Klicks, die Maus wirkt ausgesprochen responsiv und die Betätigung der Maustasten überhaupt nicht schwammig. Die G305 X Superlight unterstützt von Haus aus eine Abtastrate von 1000 Hz und kann per separat erhältlichem – aber derzeit ausverkauftem – Dongle auf bis zu 8000 Hz hoch gehen.
Preis
Die UVP der Logitech G305 X Superlight liegt bei 80 Euro. Aktuell bekommt man sie in Schwarz für 77 Euro. In Weiß kostet sie derzeit ebenfalls 77 Euro.
Fazit
Die Logitech G305 X Superlight erfindet das Rad nicht neu, liefert mit geringem Gewicht, präzisen Klicks und einer starken Akkulaufzeit aber eine solide Grundlage, um beim Zocken mit ihr viel Spaß zu haben. Im Vergleich zur Flagship-Gaming-Maus Logitech G Pro X2 Superstrike (Testbericht) kostet sie auch nur etwa halb so viel. Unterstützt wird sie durch die App Logitech G-Hub, die mit einer top Benutzerfreundlichkeit glänzt.
Wer mehr Leistung aus der Peripherie herausholen möchte, muss einen separaten Dongle kaufen, der die Abtastrate der G305 X Superlight auf bis zu 8000 Hz erhöht. Braucht man das nicht, bekommt man mit der G305 X Superlight trotzalledem eine starke Gaming-Maus.
Steelseries Aerox 3 Wireless
Die Gaming-Maus Steelseries Aerox 3 Wireless fällt durch ihr löchriges Design auf, was trotz der vielen Öffnungen eine IP54-Zertifizierung hat.
- schickes Design
- praktische Funktionen per Software
- solide Haptik
- starke RGB-Beleuchtung
- Akku nicht sehr ausdauernd
- etwas zu teuer für den Funktionsumfang
- seitliche Buttons relativ schmal
Gaming-Maus Steelseries Aerox 3 Wireless im Test: IP54 trotz löchriger Optik
Die Gaming-Maus Steelseries Aerox 3 Wireless fällt durch ihr löchriges Design auf, was trotz der vielen Öffnungen eine IP54-Zertifizierung hat.
Die Steelseries Aerox 3 Wireless fällt sofort dank des luftig-löchrigen Designs der Schale in Kombination mit der kräftigen RGB-Beleuchtung auf. Schickes Aussehen ist aber bekanntlich nicht alles, und da stellt sich die Frage, ob die 67 g leichte kabellose Gaming-Maus noch mehr zu bieten hat. Wir haben sie getestet und verraten es. Das Testgerät wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Zusammen mit der Maus gibt es ein 1,8 m langes Verbindungskabel (USB-C-zu-USB-A), einen 2,4-GHz-Funkreceiver sowie einen Extension-Adapter. Eine Kurzanleitung liegt ebenfalls bei.
Design
Die Steelseries Aerox 3 Wireless kommt im symmetrischen Formfaktor, mit etwa 67 g Gewicht und den Maßen 121 × 67 × 38 mm. Das macht sie relativ groß, weswegen sie auch prima für größere Hände geeignet ist. Unser Testmodell ist weiß, alternativ gibt es die kabellose Gaming-Maus aber auch in Schwarz und im milchig transluzenten Ghost-Look.
Optisch ist der Nager dank der löchrigen Schale definitiv ein Blickfang. Mit aktivierter RGB-Beleuchtung kann man so einen guten Blick ins Innere der Peripherie erhaschen. Die LEDs befinden sich im unteren Teil der Maus und strahlen durch transluzentes Plastik seitlich sowie logischerweise oben durch die Löcher hindurch. Tatsächlich, und das wirkt aufgrund der unzähligen Öffnungen fast unglaubwürdig, ist die Maus IP54 zertifiziert. Dadurch ist sie vor Staub und Spritzwasser geschützt.
Steelseries Aerox 3 Wireless – Bilder
Die Schale besteht aus ABS-Plastik, verzichtet aber auf das häufig verwendete weiche Finish. Dadurch fühlt sie sich ein klein wenig rauer an. An der Verarbeitung gibt es so gut wie nichts auszusetzen. Lediglich der DPI-Button wirkt etwas wackelig beim Drücken.
Das gummierte Mausrad aus Plastik ist für unseren Geschmack etwas zu tief gelegen, lässt sich aber noch gut bedienen. Auf der linken Seite befinden sich zwei zusätzliche, ziemlich schmale Buttons. Auch die Unterseite ist von Löchern durchzogen, allerdings durch das transluzente Plastik abgedichtet. Hier befindet sich der Power-Schalter, der gleichzeitig auch die Verbindungsmodi – Funk, Bluetooth und kabelgebunden – wechselt. Für Letzteren befindet sich der USB-C-Port vorn an der Maus.
Einrichtung & Software
Die Einrichtung klappt problemlos, Maus und Funkdongle werden von unserem PC unter Windows 11 sofort erkannt. Die Aerox 3 Wireless ist zudem kompatibel mit ChromeOS, Linux, Mac und der Xbox. Das gilt allerdings nur für die Maus, denn die Software Steelseries Engine läuft zum Testzeitpunkt nur unter Windows 7 und höher sowie unter Mac OSX 10.12 und höher. Da sie aber mit einem Onboard-Speicher ausgestattet ist, lassen sich Einstellungen direkt auf ihr abspeichern.
Engine ist Teil der Steelseries-GG-Suite und beherbergt alle Einstellungsmöglichkeiten der Maus. Die Maustasten kann man mit neuen Funktionen belegen, darunter das Öffnen von Programmen, das Aufzeichnen und Ausführen von Makros oder das Ausführen von Shortcuts (auch Windows- oder Mac-spezifische Shortcuts). Praktisch: Unter dem Dropdown-Menü ist zusätzlich ein Aufnahme-Tool integriert, über das man etwa Tastenkombinationen händisch aufzeichnet und direkt auf eine gewünschte Maustaste legt.
Fünf verschiedene DPI-Profile stehen zur Auswahl und sind selbstredend individuell anpassbar. Bis zu 18.000 DPI sind maximal möglich, während in der anderen Richtung bei 100 Schluss ist. Ein nettes Detail: Verändert man den Wert eines Profils, beispielsweise von vormals 800 auf 100, ordnet es sich im Menü automatisch vor dem nächsthöheren ein.
Wer möchte, kann die Beschleunigung und Entschleunigung des Mauscursors per Schieberegler anpassen, Angle-Snapping hinzuschalten oder die Abtastrate (maximal 1000 Hz) verändern. Energiesparfunktionen beinhalten die Regulierung des Sleep-Timers sowie der LED-Dimmung. Zusätzlich gibt es noch den High-Efficiency-Mode, der das Gros der Beleuchtung deaktiviert und die Abtastrate bei 125 Hz parkt. Von vornherein aktiviert ist hingegen der Illumination-Smart-Mode. Der sorgt dafür, dass die Maus nur leuchtet, wenn sie nicht bewegt wird, lässt sich aber jederzeit ausschalten.
Die Beleuchtung lässt sich entweder über Engine oder das optional aktivierbare Prism einrichten. Die Beleuchtung der Maus ist in beiden Programmen in drei Zonen aufgeteilt, wobei jede Zone mit anderen Farben und Effekten versehen werden kann. Zur Auswahl stehen 26 Presets. Alternativ kann man aus fünf Grundeffekten wählen, die dann unter anderem in Ausrichtung, Farbe und Geschwindigkeit anpassbar sind.
Bedienbarkeit
Sowohl beim Spielen als auch beim Arbeiten macht die Maus einen kompetenten Eindruck. Wir bemerken keine spürbaren Verzögerungen oder ungewollt ausgelöste Klicks. Die Schale bietet eine für uns vollkommen ausreichende Griffigkeit, und während der durchlöcherte Rücken der Maus sich anfangs etwas ungewöhnlich angefühlt hat, haben wir uns schnell an dessen Textur gewöhnt.
Die Tasten sind lang genug, damit Palm-, Fingertip- und Claw-Grip-Spieler diese komfortabel betätigen können. Das Mausrad ragt für uns wie bereits erwähnt etwas zu flach aus dem Gehäuse hervor und auch die super schmalen seitlichen Tasten gefallen uns nach mehreren Gaming-Sessions nach wie vor nicht. Traditionell legen wir auf die vordere Taste unseren Push-to-Talk-Button. Im Fall der Aerox 3 Wireless pikst bei gedrückter vorderer Taste dann aber die hintere Taste leicht in den Daumen.
Sowohl Betätigungspunkt als auch Betätigungskraft der verwendeten Golden-Micro-IP54-Switches fühlen sich für uns optimal austariert an. Ein Klick benötigt vergleichsweise aber durchaus etwas Kraft und könnte für den einen oder anderen eine Umgewöhnung bedeuten.
Wir verwenden die Steelseries Aerox 3 Wireless tagsüber während der Arbeit und abends beim Spielen ausschließlich mit 1000-Hz-Abtastrate sowie aktivierter Beleuchtung und hinzugeschaltetem Illumination-Smart-Mode. In dieser Konfiguration ist der Akku nach nicht einmal einem Tag im Einsatz bereits zu einem Drittel leer. Am zweiten Tag hängen wir die Maus dann ans Ladekabel. Wer die Maus nur zum Zocken verwendet, holt hier sicherlich mehr Laufzeit heraus. Auch das Ausschalten der RGB-Beleuchtung dürfte den Akku etwas entlasten.
Preis
Die Steelseries Aerox 3 Wireless hat eine UVP von 110 Euro. Aktuell kostet sie in Weiß auf Amazon 83 Euro. Die Ghost-Variante schlägt mit gut 92 Euro zu Buche. In schwarzer Optik gibt es die Gaming-Maus derzeit für etwa 70 Euro auf Amazon.
Fazit
Im Praxistest überzeugt die Steelseries Aerox 3 Wireless beim Arbeiten und Zocken als zuverlässige Gaming-Maus. Eine ausgezeichnete Verarbeitung mit solider Griffigkeit punktet hier ebenfalls, wenngleich wir uns deutlich breitere seitliche Buttons gewünscht hätten. Die luftige Optik gefällt uns und lässt die intensive RGB-Beleuchtung hervorragend zur Geltung kommen. Leider ist der Akku verhältnismäßig schwach, wenn man diese aktiviert. Die Software überzeugt indes durch ihre Benutzerfreundlichkeit, bietet aber neben den erwarteten Standardfunktionen wenig Aufregendes.
Grundsätzlich macht man mit einem Kauf der Steelseries Aerox 3 Wireless wenig falsch. Vor allem, wenn man nicht die neuesten Funktionen benötigt und mit dem vergleichsweise schwächelnden Akku kein Problem hat. Optisch ist sie definitiv ein Hingucker und auch sonst überzeugt die Maus beim Arbeiten und Zocken. Zur UVP ist sie allerdings etwas zu teuer – hier empfehlen wir, auf einen Sale zu warten.
ZUSÄTZLICH GETESTET
MSI Versa 300 Elite Wireless
MSI Versa 300 Elite Wireless
Die MSI Versa 300 Elite Wireless kommt mit drei Verbindungsmodi, einem ausdauernden Akku und schicker RGB-Beleuchtung.
- robustes Design mit guter Verarbeitung
- super Akkuleistung
- preiswert
- Software hängt sich öfter auf
MSI Versa 300 Elite Wireless im Test: Kabellose Gaming-Maus mit starkem Akku
Die MSI Versa 300 Elite Wireless kommt mit drei Verbindungsmodi, einem ausdauernden Akku und schicker RGB-Beleuchtung.
Mit gerade mal 65 g Eigengewicht geht die MSI Versa 300 Elite Wireless als vergleichsweise leichte Gaming-Maus mit guter Ausstattung und ansprechender RGB-Beleuchtung in den Ring. Wir haben uns die MSI Versa 300 Elite Wireless im Test genauer angeschaut und klären, ob sie die aktuell etwa 50 Euro wert ist.
Lieferumfang
Der Lieferumfang der MSI Versa 300 Elite Wireless ist überschaubar. Die leichte Gaming-Maus kommt mit einem über 2 m langen USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel und dem 2,4-GHz-Funkreceiver.
Design
Die MSI Versa 300 Elite Wireless hat den klassischen symmetrischen Mauskörper und die Maße 64 x 41 x 125 mm bei etwa 65 g. Aufgrund der zwei Buttons auf der linken Seite der Maus ist sie trotz der Symmetrie eher für Rechtshänder geeignet. Farblich hat man die Wahl zwischen einer schwarzen und weißen Variante. Für eine bessere Griffigkeit sind beide Seiten der Maus texturiert. Löblich: Der DPI-Switch befindet sich oben auf der Versa, anstatt wie so oft auf der Unterseite. So kann man ihn auch während des Spielgeschehens verwenden und bei Bedarf mit einer anderen Funktion belegen.
Das Mausrad hat, wie die Seiten der Peripherie, ebenfalls eine diamantförmige Texturierung erhalten und erinnert vom Look her etwas an ein Nietenarmband. Auf der Unterseite der Maus befinden sich ein Aufbewahrungsfach für den Funkreceiver und der Verbindungsmodusschalter. Mit letzterem wechselt man zwischen kabelgebunden, Funk und Bluetooth (5.3). Selbstverständlich hat die Versa 300 Elite Wireless auch Maus-Skates auf der Unterseite, um besser über das Mauspad gleiten zu können. Der USB-C-Port ist vorne an der Maus und ermöglicht so gleichzeitiges Laden und Zocken.
Einrichtung & Software
Die Einrichtung klappt problemlos: Sowohl der Funkreceiver als auch die Maus, angeschlossen per mitgeliefertem Verbindungskabel, erkennt der PC (Windows 11) umgehend. Eine offizielle Mac-Unterstützung gibt es nicht, auch die Software MSI Center steht nur auf Windows-PCs zur Verfügung.
Mit ihr aktualisiert man die Firmware der Maus und greift auf diverse Einstellungsmöglichkeiten zu. Das Problem: Die Software hängt sich in unserem Fall regelmäßig auf oder braucht teilweise lange, bis sie reagiert. Das passiert nicht so häufig, dass sie dadurch unbrauchbar ist, frustriert aber dennoch. Anstatt einen Hub für alle MSI-Produkte zu haben, wäre eine dedizierte Software nur für die Mäuse potenziell besser gewesen. Einstellungen zur DPI, der Tastenbelegungen, Abtastrate und mehr sind alle beisammen, die Beleuchtungsoptionen fehlen allerdings. Für letztere muss man das Softwarepaket Mystic Light innerhalb des MSI Centers installieren. Sowohl die Seiten als auch das Logo auf dem Mausrücken lassen sich farblich anpassen und mit sieben unterschiedlichen Effekten bestücken. Geschwindigkeit und Helligkeit der Beleuchtung sind ebenfalls individualisierbar.
Fünf anpassbare DPI-Profile stehen zur Auswahl. Der DPI-Bereich der Versa 300 Elite Wireless liegt zwischen 100 und 26.000 DPI, justierbar in Hunderter-Schritten. Für die Tastenbelegung steht auch ein etwas versteckter Makro-Editor parat. Mit ihm kann man Makros live aufzeichnen und/oder importieren und exportieren. Abtastrate (maximal 1000 Hz) und Lift-Off-Distance kann man ebenfalls konfigurieren.
Mit MSI Speedshift soll man regulieren können, wie präzise die Maus arbeitet. Das Ganze ist auch schön grafisch per Tachometer aufbereitet, das dazugehörige Tooltip liest sich aber mehr wie ein Marketingtext und gibt wenig Aufschluss auf die tatsächlichen Unterschiede zwischen den drei Stufen. Es ist auch nicht klar, ob eine niedrigere Einstellung etwa den Akku schont oder Ähnliches.
Bedienbarkeit
Die MSI Versa 300 Elite Wireless liegt angenehm in der Hand, die texturierten Seiten geben Halt beim Bewegen der Peripherie. Das Gewicht ist optimal verteilt, was man vor allem beim Anheben der Maus merkt. Auch nach mehreren Stunden liegt sie gut in der Hand und erzeugt bei uns keine Ermüdungserscheinungen. Die verwendeten Omron-Switches haben einen guten Betätigungspunkt und fühlen sich präzise an. Ungewollte Doppelklicks stellen wir nicht fest. Beim Zocken reagiert die Maus sehr zufriedenstellend, ohne merkbare Verzögerung. Dem Mausrad fehlt es für uns etwas an haptischem Feedback beim Scrollen, die ziemlich herausstehende Texturierung gefällt jedoch.
Der Akku ist erstaunlich ausdauernd. Mit einer Ladung kommen wir problemlos vier bis fünf Tage aus. Wir verwenden die Maus dabei mit aktiver Beleuchtung bei etwa 50 Prozent Helligkeit, 1000-Hz-Abtastrate und exklusiv mit 2,4-GHz-Funk. Wie immer holt man mehr aus dem Akku raus, wenn man die Beleuchtung reduziert oder komplett ausschaltet.
Preis
Die UVP der MSI Versa 300 Elite Wireless liegt bei 65 Euro. Aktuell kostet sie in Schwarz knapp 50 Euro. In Weiß gibt es sie derzeit nur für über 100 Euro zu kaufen.
Fazit
Für etwa 50 Euro liefert die MSI Versa 300 Elite Wireless eine grundsolide Performance ab. Neben einem robusten und hervorragend ausbalancierten Gehäuse besticht die 65-g-Maus mit präzisen Klicks, einem griffigen Design und einem ausdauernden Akku. Die Software hat sich während des Testzeitraums bei uns aber regelmäßig aufgehängt oder mit längeren Verzögerungen gearbeitet, was auf Dauer ziemlich nervt. Wer damit leben kann, bekommt mit der Versa 300 Elite Wireless eine verhältnismäßig preiswerte und ansonsten zuverlässige Maus.
Akko Dash Ultra
Akko Dash Ultra
Mit 43 g ist die kompakte Akko Dash Ultra kaum in der Hand zu spüren. Beim Spielen überzeugt sie mit 8000-Hz-Abtastrate und präzisen Klicks dafür umso mehr.
- mit 43 g sehr leicht
- gute Bedienbarkeit
- ausdauernder Akku
- drei Sets an Skate-Dots, um das Gleitverhalten anzupassen
- Erweiterungsadapter des Funk-Receivers kam mit Wackelkontakt
- Software benötigt dringend ein Update
- DPI über die Maus zu wechseln ist zu umständlich
Akko Dash Ultra im Test: 43 g leichte kabellose Gaming-Maus für kleine Hände
Mit 43 g ist die kompakte Akko Dash Ultra kaum in der Hand zu spüren. Beim Spielen überzeugt sie mit 8000-Hz-Abtastrate und präzisen Klicks dafür umso mehr.
Die Akko Dash Ultra ist nicht nur ziemlich leicht, sondern dank ihres Formfaktors besonders für kleine bis mittelgroße Hände geeignet. Als symmetrische Top-Gaming-Maus für Rechtshänder bietet sie ein schlichtes, vertrautes Design und ist zudem bestens ausgestattet, um präzise und schnell zu reagieren.
Optische Switches und ein Sensor, der eine bis zu 8000 Hz hohe Abtastrate ermöglicht, machen sie auch für kompetitive Spieler interessant. Wie sich die Gaming-Maus tatsächlich im Einsatz schlägt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Zusätzlich zur Maus gibt es ein USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, einen 2,4-GHz-Funk-Receiver inklusive Extension-Adapter. Außerdem liegen noch mehrere Grip-Tapes bei sowie ein paar zusätzliche Maus-Skates. Außergewöhnlich ist hier, dass Akko noch drei Sets à 20 Skate-Dots mitliefert. Jedes Set (Weiß, Grau und Rot) hat eine andere Beschaffenheit und somit unterschiedliche Reibungsstärken. Wer möchte, kann sich so das Maushandling anpassen, indem er die Punkte auf die Maus-Skates klebt. Für die Einrichtung der Peripherie liegt noch eine Betriebsanleitung bei.
Design
Die Dash Ultra gibt es in Schwarz oder Weiß. Unser Testmodell kommt in Schwarz und bringt etwa 43 g auf die Waage. Die Bauform der Maus ist formal symmetrisch, allerdings ist sie nur für Rechtshänder geeignet, da die zwei seitlichen Buttons auf der linken Seite der Dash Ultra platziert sind. Sie misst 117,6 × 60,9 × 37,1 mm und wird von Akko für Hände mit einer Länge von maximal 17,5 cm empfohlen.
Die Oberfläche hat ein mattes Finish, mit Ausnahme des spiegelnden Kunststoffelements. Dieses flankiert das Mausrad. Über dem Mausrad ruht eine LED, die für Statusmeldungen der Maus zuständig ist. Die Unterseite der Peripherie ist teilweise offen und erlaubt einen Blick auf die Platine des Nagers. Zusätzlich zum Verbindungsmodusschalter befindet sich hier noch der Bluetooth-Pairing-Button. Der USB-C-Port der Maus befindet sich vorn an der Schnauze, wodurch man sie problemlos während des Aufladens weiterverwenden kann.
Das Design ist schlicht, die Verarbeitung einwandfrei. Die Dash Ultra ist ausgesprochen leicht, fühlt sich aber nicht billig an, da alles fest sitzt und die Maus sauber verarbeitet ist.
Einrichtung & Software
Die Erstinbetriebnahme klappt problemlos, die Maus und der Funk-Receiver werden von unserem Windows-11-PC nach der Einrichtung sofort erkannt. Die Verbindung zwischen Maus und Funk-Receiver gelingt ebenso reibungslos.
Der Verlängerungsadapter für den Funk-Receiver hat allerdings ein Problem. In unserem Fall lag ein Wackelkontakt vor. Ist der Dongle mit dem Adapter verbunden, reichen bereits kleinste Bewegungen des Kabels, um die Verbindung zu unterbrechen. Direkt am USB-Port des PCs angeschlossen, funktioniert der Receiver jedoch einwandfrei. Ob das ein genereller Konstruktionsfehler ist oder wir nur ein Montagsmodell erwischt haben, ist unklar.
Mit dem Akko Gaming Hub konfiguriert man die Peripherie und aktualisiert deren Firmware. Die App bietet Möglichkeiten, die Tasten der Maus mit anderen Funktionen zu belegen, die Leistung der Dash Ultra zu konfigurieren und hat einen Makro-Editor an Bord. Dass die Software noch das ein oder andere Update vertragen könnte, kristallisiert sich für uns schnell heraus: Beim Versuch, die Funktion „DPI verringern“ auf eine der beiden seitlichen Tasten zu legen, stürzt beim anschließenden Drücken der Taste jedes Mal die Maus ab. Das ist aber tatsächlich die einzige Funktion, bei der das passiert.
Insgesamt acht verschiedene DPI-Profile gibt es, deren Werte man wahlweise sogar in Einer-Schritten verändern kann. 100 DPI sind hierbei der niedrigste und 42.000 DPI der höchste Wert – was sehr hoch ist. Da ein physischer DPI-Schalter an der Maus fehlt, kann man den Quick-DPI-Switch per Software hinzuschalten. Durch gleichzeitiges Drücken der linken, rechten und mittleren Maustaste für drei Sekunden wechselt das DPI-Profil dann in ein höheres. Das Ganze ist äußerst umständlich, auf Dauer wechselt man das am besten manuell über die Software.
Bis auf 8000 Hz lässt sich die Abtastrate der Dash Ultra hochschrauben und mit den üblichen Abständen auf bis zu 125 Hz heruntersetzen. Den Debounce Delay kann man bei 8000 Hz sogar auf 0,125 ms heruntersetzen und generell auf bis zu 24 ms erhöhen. Die Verzögerung soll vor allem verhindern, dass ungewollte Doppelklicks entstehen. Je niedriger die Verzögerung eingestellt ist, desto schneller werden Klicks hintereinander registriert.
Standard-Features wie Motion Sync, Ripple Control und Angle Snapping stehen ebenfalls zur Verfügung. Für die Lift-Off-Distance wählt man zwischen 0,7 mm, 1 mm und 2 mm. Die Funktion ist vor allem für diejenigen interessant, die ihre Maus regelmäßig zum Bewegen hochheben, anstatt sie durchgehend über das Mauspad zu fahren.
Bedienbarkeit
Mit etwa 20 cm Länge befindet sich unsere Hand jenseits der empfohlenen Maximalgröße von 17,5 cm. Im Alltag kommen wir mit der Maus im Fingerspitzengriff trotzdem problemlos zurecht. Um sie bequem mit dem Handflächengriff zu nutzen, ist sie aber definitiv zu klein für uns.
Die Klicks fühlen sich sehr weich an, was nicht zuletzt den Omron-Optical-Switches zu verdanken ist, die in der Dash Ultra verbaut sind. In Kombination mit dem Pixart-PAW3950-Sensor der Maus liefern sie beim Zocken präzise und schnelle Aktivierungen. Persönlich bevorzugen wir Klicks, die etwas mehr Betätigungskraft benötigen, das ist aber immer Geschmackssache. Fest steht, dass sich die Dash Ultra hier mit ihren 8000 Hz sowohl kabellos als auch kabelgebunden im Einsatz für uns bewährt hat.
Auch ohne das optionale Grip-Tape liegt sie sicher in der Hand und dank des geringen Gewichts treten selbst nach mehreren Stunden des Overwatch-Competitive-Grinds keinerlei Ermüdungserscheinungen auf. Der 300-mAh-Akku spielt hier ebenfalls mit: Er liefert der Maus genügend Strom, um mehrere Tage mit ihr zocken zu können. In unserem Testzeitraum verwenden wir die Dash Ultra sowohl tagsüber für die Arbeit (4000 Hz) als auch am Abend zum Spielen (8000 Hz) und kommen so im Schnitt auf etwas weniger als drei Tage, bevor wir sie bei 20 Prozent ans Ladekabel hängen.
Wer hier für die Arbeit auf die deutlich sinnvolleren stromsparenden 1000 Hz geht oder die Dash Ultra generell nur daheim zum Zocken verwendet, holt noch mehr Laufzeit pro Ladung heraus.
Preis
Die Akko Dash Ultra mit Omron-Optical-Switches kostet derzeit sowohl in Weiß als auch in Schwarz etwa 71 Euro. Wer sich hingegen für die hauseigenen Akko-Custom-Optical-Switches entscheidet, bekommt die Maus bereits für 64 Euro.
Fazit
Mit der Akko Dash Ultra bekommt man eine kompetente Gaming-Maus, die auf dem Mauspad mit präzisen Klicks, einem leichten Gewicht und ausdauerndem Akku überzeugen kann. Aufgrund ihrer Größe ist die symmetrische Maus am ehesten für kleine bis mittelgroße Hände geeignet. Beim Spielen macht sie eine gute Figur und überzeugt mit Präzision und Reaktionsschnelligkeit.
Getrübt wird das Ganze leider durch den Erweiterungsadapter mit Wackelkontakt. Hier wünschen wir uns definitiv eine bessere Qualitätskontrolle. Ist der Funkdongle direkt am USB-Port des PCs angeschlossen, funktioniert die Maus jedoch einwandfrei. Ein Update der Software ist ebenfalls nötig, da wir es während unseres Tests geschafft haben, durch eine Veränderung der Tastenbelegung (DPI-verringern-Funktion) die Maus zum Abstürzen zu bringen.
Die Akko Dash Ultra liefert eine gute Performance, zeigt bei der Qualitätskontrolle und der Software aber noch Verbesserungspotenzial. Insgesamt bietet sie dennoch ein stimmiges Gesamtpaket für preisbewusste Spieler.
Cherry Xtrfy M8 Wireless
Cherry Xtrfy M8 Wireless
Die Cherry Xtrfy M8 Wireless ist eine absolut minimalistische Gaming-Maus und verzichtet auf alles, was die Performance nicht verbessert.
- geringes Gewicht von 55 g
- flache, komfortable Form
- gute Akkulaufzeit
- keine Software für Einstellungsanpassung
- maximal 1000 Hz Abtastrate
Cherry Xtrfy M8 Wireless im Test: Gaming-Maus für Sparfüchse kostet 30 Euro
Die Cherry Xtrfy M8 Wireless ist eine absolut minimalistische Gaming-Maus und verzichtet auf alles, was die Performance nicht verbessert.
Die Cherry Xtrfy M8 Wireless ist von Grund auf fürs Gaming entwickelt, verzichtet aber auf Features wie eine RGB-Beleuchtung. Stattdessen hat die Maus ein extra flaches Design, wiegt nur 55 g und ist zudem auch noch preiswert. Das kompakte und leichte Design soll Ermüdungserscheinungen verhindern – das haben wir getestet.
Lieferumfang
Die M8 Wireless kommt in einer kompakten und ansehnlichen Box. Neben der Maus gibt es den Funk-Receiver, ein super flexibles USB-A-auf-USB-C-Kabel, sowie einen Adapter von USB-A-in auf USB-C-in, um den Receiver dank des Kabels näher an die Maus zu bringen. Zudem gibt es ein weiteres Set der Gleitfüße aus PTFE, einen Xtrfy-Sticker und einen Quick-Start-Guide – auf den unnötigen Papierkram verzichtet man hier.
Einrichtung
Für die Einrichtung der M8 Wireless gibt es keine App. Stattdessen sind alle Einstellungen über die Knöpfe auf der Unterseite zu erreichen und zudem im Quick-Start-Guide ausführlich beschrieben. Fürs Erste können wir die Maus direkt per Kabel oder über Receiver mit dem PC verbinden und den Schieber auf der Unterseite aus der „Off“-Position bewegen. Anschließend blinkt die seitliche LED in einer Farbe, worüber sich der aktuelle Akkustand abliest.
Design
Optisch setzt die Maus im „Retro“-Design auf verschiedene Grautöne. Zusätzlich sind die Seitentasten und die Ränder des Mausrads in Orange gehalten. Die Optik erinnert ein wenig an das typische Noctua-Farbschema. Alternativ gibt es die Peripherie noch in Hellblau mit rosa Akzenten („Frosty Mint“), Lila mit rosa und hellblauen Akzenten („Frosty Purple“) sowie in Schwarz und Weiß, jeweils auch mit hellblauen Akzenten. Das Gehäuse ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und hochwertig verarbeitet. Wir können nach über zwei Jahren Einsatz keinerlei optische Alterung erkennen. Aufgrund ihrer symmetrischen Form eignet sie sich theoretisch auch für Linkshänder – die beiden Seitentasten auf der linken Seite sind dann aber nicht mehr komfortabel nutzbar. Der Ladeanschluss befindet sich im Vergleich zu den meisten kabellosen Mäusen nicht vorne, sondern seitlich rechts am hinteren Teil der Maus. Er ist weit in das Gehäuse eingelassen und mit einer Abdeckung aus Gummi geschützt. Diese lässt sich meist nur mit Hilfswerkzeug, wie etwa einem SIM-Tool oder spitzem Stift, entfernen. Wir können zum Laden auch kein alternatives Kabel finden, das in die Aussparung passt. Die Abdeckung ist bei uns, wie zu erwarten bei einem losen Kleinteil, vor Kurzem im Umzug endgültig verloren gegangen. Es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass die Maus nur direkt an einem Computer geladen werden darf und nicht an einem USB-Netzteil. Womöglich hat Cherry hier an einer Sicherheitsschaltung gespart, um das Gewicht weiter zu reduzieren. Wir haben darauf verzichtet, das Leben unserer Maus aufs Spiel zu setzen.
Cherry Xtrfy M8 Wireless – Bilder
Mit dem flachen Design und kompakten Abmessungen eignet sich die Maus vor allem für Spieler mit Claw- oder Fingertip-Grip. Wir können mit der M8 auch trotz größerer Hände problemlos im Palm-Grip spielen und arbeiten. Das liegt vor allem an den weit nach unten reichenden Haupttasten. Die Maus misst 118 × 60,5 × 38,5 mm und bringt dabei nur 55 g auf die Waage. Damit erfüllt sie die Anforderungen an eine kompakte Gaming-Maus bestens.
Software
Wie bereits erwähnt, gibt es keine Software, über die die Maus konfiguriert wird. Stattdessen schieben wir den Schalter auf der Unterseite in die Stellung zur entsprechenden Einstellung. Diese sind „CPI“, für die DPI, „PR“ für Polling Rate (Abtastungsrate) und „DT“ für die Debounce Time (Entprellungszeit der Tasten). Die verfügbaren Werte können mit dem Taster auf der Unterseite durchgeschaltet werden, die LED gibt hier entsprechend ein farbliches Feedback. Die Lift-Off-Distanz und Motion-Sync lassen sich über verschiedene Kombinationen der Seiten-, Haupt- und Mausradtasten durchschalten. Diese müssen jeweils für mindestens drei Sekunden gehalten werden, womit ein ungewolltes Verstellen nicht passieren sollte. Wir hatten hiermit in über zwei Jahren Nutzung nie Probleme. So gibt es auch ohne Software alle wichtigen Einstellungen, aber eben auch nicht mehr. Man muss sich hier mit festen Schritten der DPI zwischen 400 und 26.000 und 125, 500 oder 1000 Hz Abtastrate zufrieden geben. Letzteres ist für den ein oder anderen Enthusiasten eventuell schon etwas zu gering. Gerade höherpreisige Modelle wie etwa die Logitech G Pro X Superlight 2 funken mit bis zu 8000 Hz. Zum Thema Firmware-Updates: Diese können direkt von der Cherry-Website heruntergeladen werden, das letzte ist allerdings aus 2022. Wir haben jedoch keinerlei Bugs oder Auffälligkeiten erlebt, die demnach ein Update erfordern würden.
Bedienbarkeit
Die Cherry Xtrfy M8 Wireless liegt super in der Hand und und durch das niedrige Gewicht können wir problemlos mehrere Stunden ohne Ermüdung im Handgelenk zocken. Die Haupttasten haben einen deutlichen Druckpunkt und fühlen sich ebenfalls hochwertig an. Auch nach über 2 Jahren Einsatz können wir hier keine Verschlechterung feststellen. Das Scrollrad hat im Vergleich zu anderen Mäusen viel Widerstand. Vor allem der Mittelklick im Mausrad ist eher schwergängig, wird dadurch aber auch nie versehentlich, etwa beim Bunnyhopping, betätigt. Wir haben dazu in Valorant das Springen auf das Mausrad gelegt und hatten davon einen sehr positiven Eindruck. Durch eine neue Maus schleicht sich gerne der Placebo-Effekt ein, dass man auf einmal viel besser spielt und viel mehr Schüsse trifft. Das Gefühl hatten wir hier auch, langfristig gesehen ist unser Spielniveau allerdings nahezu gleich geblieben. Am Ende liegt es eben immer noch primär am Spieler und nicht an der Hardware. Für uns liegt die hintere Seitentaste für unsere großen Hände eher suboptimal. Wir haben daher meist nur die vordere Seitentaste, etwa zum Zoomen des Zielfernrohrs, genutzt. Die Tasten können dabei einfach im jeweiligen Spiel in den Optionen gemappt werden, allgemeine Funktionen wie Copy oder Paste sind wegen der fehlenden Software nicht möglich.
Der Akku macht auch eine gute Figur. Wir mussten die Maus bei gelegentlichen Gaming-Sessions und viel alltäglicher Nutzung nur alle paar Wochen laden – die versprochenen 75 Stunden sind mit 1000 Hz Abtastrate allerdings nicht drin. Falls der Akku während einer Session aufgibt, kann man die Maus auch mit angestecktem Ladekabel ohne große Einschränkungen nutzen. Das USB-Kabel ist leicht, flexibel und ziemlich lang. Auch wenn der Ladeport eher ungewöhnlich platziert ist, fällt das Kabel beim Gaming kaum auf. Cherry bewirbt eine Ladezeit von zwei Stunden auf 100 Prozent, was wir in der Praxis bestätigen können.
Preis
Die Cherry Xtrfy M8 Wireless gibt es aktuell am günstigsten für 28 Euro in der Farbe Frosty Mint. In Weiß ist sie mit knapp 32 Euro etwas teurer. Die UVP liegt bei 70 Euro.
Fazit
Die Cherry Xtrfy M8 Wireless ist eine waschechte Gaming-Maus, die auf alles Unnötige verzichtet. Trotzdem vermissen wir in unserem Test keinerlei Funktionen oder Einstellungen. Als größtes Manko sehen wir die Abtastrate von nur 1000 Hz. Hier liefert die Konkurrenz oft schon 8000 Hz. Das sorgt insgesamt für ein noch reaktionsschnelleres Erlebnis, kostet dann aber auch deutlich mehr Geld. Nichtsdestotrotz kann uns die M8 Wireless überzeugen und ist auch nach über zwei Jahren Nutzung ein treuer Begleiter beim Gaming und im Alltag. Für derzeit 28 Euro ist sie eine gute Lösung für budgetorientierte Gamer, die auf das ein oder andere Extra verzichten können.
Razer Deathadder V3 Hyperspeed
Razer Deathadder V3 Hyperspeed
Die Razer Deathadder V3 Hyperspeed schlängelt sich mit nur 55 g über den Schreibtisch. Ob sie außer mit ihrer Leichtigkeit auch sonst überzeugen kann, zeigt der Test.
- anpassbare Mausbeschleunigung
- DPI individuell anpassbar für X- und Y-Achse
- ergonomisch geformt
- glatte Oberfläche fühlt sich erstaunlich gut an
- Verbindungskabel sehr kurz
- 8000-Hz-Abtastrate nur durch separaten Dongle möglich
Razer Deathadder V3 Hyperspeed im Test
Die Razer Deathadder V3 Hyperspeed schlängelt sich mit nur 55 g über den Schreibtisch. Ob sie außer mit ihrer Leichtigkeit auch sonst überzeugen kann, zeigt der Test.
Als Leichtgewicht-Gaming-Maus wird die Razer Deathadder V3 Hyperspeed vor allem als E-Sports-Maus vermarktet. Sie passt mit ihrem schlichten Design aber auch hervorragend ins Büro oder das heimische Arbeitszimmer. Mit ihrer individuell anpassbaren Mausbeschleunigung, einer Abtastrate von 1000 Hz und DPI-Profilen, bei denen man horizontale und vertikale DPI getrennt voneinander bestimmen kann, bringt sie einiges an Potenzial mit. Im Test zeigen wir, ob das Gesamtpaket überzeugt.
Lieferumfang
Die Razer Deathadder V3 Hyperspeed kommt mit einem USB-A-auf-USB-C-Verbindungskabel, einem 2,4-GHz-Funk-Dongle und einem Wireless-Extender. Der Packung liegen außerdem eine Betriebsanleitung sowie ein paar Sticker bei. Lobenswert: Die Verpackung besteht zum Großteil aus Pappe.
Einrichtung
Die Funktionen der Razer Deathadder V3 Hyperspeed richtet man mit der Software Razer Synapse ein, welche es kostenlos zum Download auf der Razer-Website gibt. Sie funktioniert theoretisch auch ohne diese, man verzichtet dann aber auf die Möglichkeit, die DPI-Settings der Maus feiner zu justieren und die Tasten neu zu belegen.
Design
Die Deathadder V3 Hyperspeed ist für Rechtshänder geformt, kommt ganz in Schwarz daher und ohne RGB-Beleuchtung. Mit offiziellen 55 g (53,5 g auf unserer Waage) ist sie wahrlich ein Fliegengewicht und ein großer Unterschied zur gut 60 g schwereren Logitech-Maus, die der Tester sonst im Alltag verwendet. Beworben wird sie mit einer „Smooth-Touch-Texture“, was im Endeffekt bedeutet, dass sie eine glatte Oberfläche ohne Texturierung hat. Auch Grip-Tapes an den Seiten fehlen, die sonst besseren Halt geben würden. Trotz alledem fühlt sie sich erstaunlich gut an und gibt wider Erwarten genügend Halt.
Razer Deathadder V3 Hyperspeed – Bilder
Neben den zwei Maustasten verfügt die Razer Deathadder V3 Hyperspeed über zwei seitlich angebrachte Buttons, ein Mausrad mit genoppter Oberfläche und einen DPI bzw. An-/Aus-Knopf auf der Unterseite. Warum man diesen nicht oben auf der Maus angebracht hat, ist uns ein Rätsel, da man so jedes Mal die Maus umdrehen muss, um zwischen den DPI-Profilen zu wechseln. Ebenfalls auf der Unterseite befindet sich eine Aussparung, in der der Funk-Dongle Platz findet, wenn er gerade nicht am PC steckt. Das Verbindungskabel steckt man vorn an die Maus über einen USB-C-Port.
Im Inneren der Maus befindet sich der optische Sensor Razer Focus X 26k, welcher bis zu 26.000 DPI unterstützt – keine Seltenheit unter Gaming-Mäusen. Für die Tasten verwendet man optische Maus-Switches.
Software
Razer Synapse ist die Schaltzentrale für sämtliche Funktionen der Deathadder V3 Hyperspeed. Darunter befinden sich DPI-Profile, anpassbare Tastenbelegung, Veränderung der Abtastrate und mehr.
Spannend sind die Optionen, die sich hinter dem Menüpunkt „Advanced“ verstecken. Hier stellt man wahlweise eine dynamische Beschleunigung ein, die man entweder mittels Presets wählt oder für die man direkt eine eigene Kurve erstellt. Das Preset „Jump“ ist etwa für jemanden interessant, der mit einer niedrigen DPI zockt. Durch eine schnelle Bewegung mit der Maus erhöhen sich kurzfristig die DPI und man ist so schneller in der Lage zu reagieren, wenn man etwa von hinten angeschossen wird. Aktiviert man das Feature, wird allerdings der Akku schneller leer.
Bei den DPI-Profilen überrascht die Option, unterschiedliche Werte für horizontale (X-Achse) und vertikale Bewegungen (Y-Achse) festzulegen. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Profile, die nach eigenen Wünschen anpassbar sind und zwischen denen man wechseln kann.
Sinnvoll sind auch die Stromspar-Einstellungen der Razer Deathadder V3 Hyperspeed. Hier legt man fest, ab wann die Maus in den Schlafmodus geht, wenn sie nicht benutzt wird, und ab wie viel Prozent Akkuspeicher sie in den Low-Power-Modus wechselt. Dieser reduziert unter anderem die Sensorbeschleunigung der Maus, um Strom zu sparen.
Bedienbarkeit
Sowohl Arbeiten als auch Zocken lässt sich mit der Razer Deathadder V3 Hyperspeed hervorragend. Bewegt man seine Mäuse hauptsächlich mit dem Handgelenk, darf man sich umso mehr über das geringe Gewicht freuen, da dies – zumindest für unseren Tester – zu einer spürbaren Entlastung ebendieses beitrug. Der Unterschied wird einem vor allem dann bewusst, wenn man anschließend wieder zu einer schwereren Maus wechselt.
Sehr unpraktisch ist, dass das mitgelieferte Verbindungskabel äußerst kurz ist, wodurch es je nach Setup schwierig wird, die Maus mit angeschlossenem Kabel komfortabel zu bedienen. Mit einem Laptop ist das Ganze kein Problem. Hat man jedoch einen Desktop-PC, der womöglich auch noch auf dem Boden und nicht auf dem Tisch steht, dürfte das Kabel deutlich zu kurz sein, um die Maus daran angeschlossen weiterhin zu verwenden.
Mit einer Abtastrate von bis zu 1000 Hz bedient die Deathadder V3 Hyperspeed den Standard unter kabellosen Gaming-Mäusen. Über den separat erhältlichen Razer Hyperpolling Wireless Dongle für 35 Euro ist sie außerdem in der Lage, kabellos 8000 Hz zu unterstützen.
Preis
Die Razer Deathadder V3 Hyperspeed gibt es aktuell für 66 Euro.
Fazit
Die Razer Deathadder V3 Hyperspeed überzeugt mit ihren 55 g in vielerlei Hinsicht. Nützliche Features wie die variable Mausbeschleunigung unterstützen einen beim Gaming, während der Stromsparmodus dafür sorgt, dass man auch unterwegs so lange wie möglich etwas von der Maus hat. Weitere Funktionen wie die individuelle Belegung der einzelnen Tasten und die Möglichkeit, die DPI auf zwei Achsen unterschiedlich einzustellen, runden den Funktionsumfang der Deathadder V3 Hyperspeed ab. Dank ihres geringen Gewichts steuert sie sich zudem deutlich angenehmer mit dem Handgelenk, als es schwerere Mäuse tun.
Während sie sowohl kabellos als auch kabelgebunden einsetzbar ist, sorgt das mitgelieferte Verbindungskabel bei den meisten PC-Setups für Frust, da es viel zu kurz ist, um die Deathadder V3 Hyperspeed weiterhin zu nutzen. Schade ist auch, dass man nur über einen separat erhältlichen Dongle auf die 8000-Hz-Abtastrate zugreifen kann.
Als kompetente Gaming-Maus der Leichtgewichtsklasse besticht die Razer Deathadder V3 Hyperspeed allerdings da, wo es drauf ankommt – beim Zocken. Wer zuvor mit schwereren Mäusen gearbeitet hat, muss sich eventuell zuerst umgewöhnen, hat anschließend jedoch eine hervorragende Peripherie auf dem Schreibtisch, die nur wenige Wünsche offenlässt.
Die Gilde Europa 1410: Early Access kurzfristig verschoben
Gemeinsame Kollektion: BVG und Uniqlo machen Berliner Nahverkehr tragbar
Bild-KI in WhatsApp und Instagram ausprobiert: Das kann Muse Image
„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
Weitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
Beliebt
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
UX/UI & Webdesignvor 4 TagenRegional & mit Gefühl: Identity für Klimafonds Baden-Württemberg › PAGE online
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenApple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Das Ende der SaaS-Gelddruckmaschine
