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OpenAIs KI-Werbepläne: Prognose fällt vernichtend aus


100 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz bis 2030? OpenAI hält an diesem ehrgeizigen Ziel fest. Neue Prognosen dämpfen diese Erwartungen jedoch deutlich. Der Trend zu mehr Werbung in KI-Diensten dürfte davon unberührt bleiben.

Im Februar 2026 führte OpenAI Werbung in ChatGPT ein und setzt große Hoffnungen auf das neue Geschäftsfeld. Zwei Monate später stellte das Unternehmen Investor:innen Werbeeinnahmen von 100 Milliarden US-Dollar bis 2030 in Aussicht. Laut Axios plant das Unternehmen bereits in diesem Jahr mit rund 2,75 Milliarden US-Dollar Werbeumsatz. Wie Adweek nun unter Berufung auf neue Prognosen des Marktforschungsunternehmens Emarketer berichtet, fallen die Erwartungen an den Markt jedoch deutlich niedriger aus. Für den gesamten US-Markt für Werbung in KI-Chatbots rechnet Emarketer 2026 mit weniger als einer Milliarde US-Dollar Umsatz. Bis 2030 soll der Markt auf 5,41 Milliarden US-Dollar wachsen. Vor diesem Hintergrund gehen die Analyst:innen davon aus, dass OpenAI die eigenen Umsatzprognosen bis 2030 um rund 90 Prozent verfehlen dürfte.

Steigende KI-Kosten erhöhen den Monetarisierungsdruck

OpenAI investiert Milliarden in den Ausbau der KI-Infrastruktur und steht unter wachsendem Druck, diese Ausgaben langfristig zu refinanzieren. Bereits Ende April berichtete Emarketer, dass das Unternehmen interne Nutzer:innen- und Umsatzziele verfehlt habe und Investor:innen dennoch Werbeeinnahmen von 100 Milliarden US-Dollar bis 2030 in Aussicht stelle. Selbst dieser Betrag würde die Investitionszusagen von rund 600 Milliarden US-Dollar, die OpenAI im vergangenen Jahr eingegangen sein soll, nach Einschätzung der Analyst:innen nicht vollständig decken.

Wie groß der Finanzierungsdruck in der KI-Branche inzwischen ist, zeigte sich auch am 29. April 2026, als Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft ihre Quartalszahlen für das erste Quartal präsentierten. Zwar übertrafen alle vier Konzerne die Erwartungen der Analyst:innen, Google erzielte sogar zum zweiten Mal in Folge mehr als 100 Milliarden US-Dollar Quartalsumsatz. Die guten Geschäftszahlen ändern jedoch nichts daran, dass der Ausbau von KI immer kostspieliger wird. Für die gesamte Branche wächst damit der Druck, neue Erlösquellen zu erschließen und die milliardenschweren Investitionen langfristig zu refinanzieren.

KI soll sich über Werbung rechnen

Genau deshalb rückt Werbung in KI-Diensten immer stärker in den Fokus. Während Meta fast 98 Prozent und Google 75 Prozent ihrer Umsätze mit Werbung erzielen, liegt der Anteil bei Amazon bei lediglich neun Prozent. Microsoft weist den Anteil des Werbegeschäfts am Gesamtumsatz nicht separat aus. Er dürfte jedoch deutlich unter dem Niveau von Google und Meta liegen.

Doch egal, wie groß das Werbegeschäft der einzelnen KI-Anbieter:innen heute ausfällt, alle wollen die steigende Reichweite ihrer KI-Dienste künftig stärker monetarisieren. Amazon führte im Frühjahr 2026 Anzeigen in Alexa for Shopping (ehemals Rufus) ein. Meta nutzt Interaktionen mit Meta AI zur Personalisierung von Werbung. Google baut seit 2025 die Monetarisierung des AI Mode aus und führte im Februar ein neues Shopping-Werbeformat für den AI Mode ein. Microsoft hat Anzeigen bereits in Copilot integriert. Die Strategie scheint aufzugehen: Die Werbegeschäfte der großen Tech-Konzerne wachsen weiter, Google führte die jüngsten Zuwächse unter anderem auf KI-Innovationen zurück.

ChatGPT hat Ads nach ersten Testläufen in einigen Regionen inzwischen umfassend ausgerollt und baut das Werbeangebot seitdem kontinuierlich aus. Zur Weiterentwicklung der Werbemöglichkeiten zählt unter anderem der Ads Manager, den OpenAI kürzlich eingeführt hat. Dieser wurde in der Betaversion zunächst für Advertiser in den USA gelauncht und sorgt für Optimierungen insbesondere beim Reporting und Targeting. Als neue Targeting-Option gibt es inzwischen auch Custom Audiences. Ein Roll-out der Ads in Europa wird noch vorbereitet. Er könnte aber bald erfolgen, schließlich sucht OpenAI bereits Regional Manager für Ads in der EMEA-Region. Dublin, München und Paris sind hierbei als Arbeitsorte angegeben, sodass die Werbung bald auch in Deutschland starten könnte.

Das Analyseunternehmen Similarweb zeigte kürzlich, welche zehn Marken zwischen Mitte April und Mitte Juli 2026 weltweit die größte Präsenz in den ChatGPT Ads hatten – darunter vor allem Software- und SaaS-Unternehmen.


Die Top 10 Advertiser auf ChatGPT
– und wo die Ads auftauchen

Smartphone Mockup mit Ad bei ChatGPT, Wolken im Hintergrund
© OpenAI via Canva

OpenAI und viele andere KI-Anbieter:innen folgen mit ihren Werbeoffensiven einem bekannten Muster der Tech-Branche: Neue Werbeprodukte sollen zusätzliches Umsatzpotenzial erschließen und das Geschäftsmodell langfristig absichern. Gerade vor einem möglichen Börsengang gewinnt diese Strategie häufig an Bedeutung, weil Unternehmen Investor:innen zusätzliches Wachstumspotenzial aufzeigen wollen, wie es derzeit sowohl bei OpenAI als auch bei Anthropic diskutiert wird. Beispielsweise bauten auch Unternehmen wie Uber, Instacart und Reddit ihr Werbegeschäft bereits im Vorfeld ihres Börsengangs aus. Für Marketer spricht deshalb vieles dafür, dass die Zahl der Werbemöglichkeiten in KI-Diensten in den kommenden Jahren weiter wachsen wird.


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Redesign: Das ist der neue Markenauftritt von Instagram


Das neue Instagram-Schriftzug

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass Instagram seine Wortmarke verändert hat. Aus Sicht von Adam Mosseri war es jetzt dringend Zeit für ein Refresh. Wie der Chef der Meta-Plattform ankündigt, bekommt Instagram ein Redesign. Der Schriftzug ist aber längst nicht das einzige CI-Element, das überarbeitet wird. Das sind die Änderungen.

Die 2,3 Milliarden Menschen, die sich jeden Monat auf Instagram herumtreiben, müssen jetzt ganz stark sein. Grund: Das Social Network bekomm

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GPT-5.6 Sol wird ultrafast und ChatGPT smarter


Codex and ChatGPT can now understand the context of your recent work.

Opt into Computer History to give ChatGPT richer context, so it can pick up where you left off, understand patterns in your work, and suggest skills or scheduled tasks for work you repeat. pic.twitter.com/bWbA7A6QrT

— OpenAI Developers (@OpenAIDevs) August 13, 2026

Computer History kann außerdem wiederkehrende Abläufe erkennen und dazu passende Skills oder Scheduled Tasks vorschlagen. Das macht die Funktion nicht nur zu einer Art Arbeitsgedächtnis: Sie soll aus wiederholten Tätigkeiten auch Workflows ableiten, die sich künftig einfacher automatisieren lassen.

Was Computer History tatsächlich erfasst

User entscheiden selbst, welche Apps und Websites in Computer History einfließen. Screenshots, Bildschirmaufnahmen, Mikrofoneingaben oder Systemaudio zeichnet die Funktion nicht auf. Stattdessen erfasst sie Interaktionen wie Klicks, Eingaben, Tastaturkürzel und App-Wechsel sowie Kontext, den macOS über sein Accessibility-System bereitstellt. Private Browser Sessions bleiben außen vor.

Die Erfassung lässt sich jederzeit pausieren, einzelne Apps und Websites können ausgeschlossen und Einträge wieder gelöscht werden. Voraussetzung ist außerdem, dass Memories aktiviert sind.

Bei der Datenspeicherung lohnt sich ein genauerer Blick: Die Interaktionsereignisse werden zunächst temporär auf dem Mac gespeichert. Zur Erstellung der Erinnerungen verarbeitet OpenAI sie anschließend in einer kurzlebigen Codex Session auf den eigenen Servern. Die Event-Dateien danach nicht gespeichert und nicht zum Training verwendet, betont OpenAI. Auf dem Mac werden die temporären Dateien spätestens nach 48 Stunden gelöscht; daraus erstellte Memory-Dateien bleiben lokal erhalten, bis der User sie entfernt.

In Deutschland kommt die Funktion später

Computer History wird zunächst in der ChatGPT Desktop App für Mac für Pro, Business und Enterprise ausgerollt. Bei Business und Enterprise muss ein Admin den Zugang für den Workspace vorab freigeben. Aktiviert wird Computer History dadurch noch nicht automatisch – jeder User entscheidet anschließend selbst, ob die Funktion genutzt werden soll.

Deutschland gehört zum Start noch nicht dazu. Im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und in der Schweiz ist Computer History zunächst nicht verfügbar. OpenAI kündigt den Zugang für diese Regionen in den kommenden Wochen an.


ChatGPT Work:
OpenAIs Super-Agent verbindet Codex und GPT-5.6 für deine Arbeit

dunkler Hintergrund, Interface von ChatGPT Work
© OpenAI via Canva

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Deutlicher Rückgang im Juli: Deutscher TV-Werbemarkt rutscht noch tiefer ins Minus


Die TV-Werbung steckt in der Krise

An den Börsen reiht sich trotz globaler Krisen ein Rekord an den anderen. Der Werbemarkt ist deutlich labiler. Auch in Deutschland setzt sich das Auf und Ab bei den Spendings fort. Nachdem die Brutto-Ausgaben zuletzt gestiegen waren, gab es im Juli wieder einen Rückgang. Das liegt vor allem an der kriselnden TV-Werbung.

Beim Blick auf die Gesamtentwicklung bleibt der große Schrecken noch aus: Gut 2,4 Milliarden Euro haben hiesige Unternehmen im Juli fü

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