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Wie gut ist Styx: Blades of Greed?: Die leise Rückkehr des Stealth-Genres

Styx: Blades of Greed bringt das Stealth-Genre zurück ins Rampenlicht und schickt erneut seinen Goblin-Protagonisten auf großen Beutezug. Das Schleich-Konzept wird unverwässert, aber auch unperfekt umgesetzt, sagen Testberichte.
Das Prinzip von Styx ist rasch umrissen. Ein Goblin mit äußerst unflätigem Wortschatz klaut gerne magische Macht-Artefakte um sich selbst damit zu stärken. Das tut er bei Orks und Menschen. Da die größer und stärker sind, ist Schleichen mehr oder weniger die einzige Option. Entsprechend streng meißelt Styx das „Stealth“-Element in Stein: offener Kampf führt in den Tod.
Damit kommt es bei Testern gut an, die mehrheitlich genau das – und den übellaunigen Hauptdarsteller – schätzen. Die passende Umgebung liefert das Spiel dem Vernehmen nach mit offeneren, vertikaler gestalteten Karten, die eine Vielfalt von Vorgehensweisen zulassen. Dazu geben die Entwickler zahlreiche Werkzeuge und Hilfsmittel an die Hand. Trotz magischer Fertigkeiten als quasi-Cheat, schreibt Eurogamer, lasse sich jede Situation aber auch mit Timing, Verstecken und Heimtücke lösen. Erkunden lohne sich dabei, ergänzt PC Gamer, es gebe an jeder Ecke etwas zu entdecken.
Kritik am Spiel variiert. In der Regel kreist sie um die Progression und das Metroidvania-Design, das auf eine Rückkehr an bekannte Schauplätze baut. Eine zwischen Killer-Roboter und Strohpuppe schwankende KI wird bisweilen, vor allem bei GameKult, aufgeführt, die Story von jedem Tester für unwichtig und belanglos befunden, die Zwischensequenzen für schlecht. Unter anderem GameStar hält zudem das Missionsdesign für zu repetitiv, Eurogamer und PC Gamer stört das wiederum nicht. Der Konter: Das offene Design erzeuge ständig spannend zu lösende Puzzle, die kleine Erzählungen aus der Situation heraus entstehen lassen.
Fazit: Solide
Ein Metacritic-Wert von aktuell 75 Punkten belegt, dass Styx im Kern unterhält. Auf Steam fallen die Bewertungen ähnlich aus. Gut 100 Bewertungen urteilen „überwiegend positiv“. Kritik richtet sich auf die Technik, was ebenfalls für den Unterhaltungswert spricht. Genre-Fans bekommen damit spätestens in ein paar Updates Nachschub im klassischen Zuschnitt, das durchaus „brilliant“ (PC Gamer) sein kann, weil es sich klar auf Schleichen fokussiert.
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Oppo Find X9 Pro im Test – Laufzeiten wie ein Duracell-Hase
Oppo Find X9 Pro (Android 16.0)
Honor Magic 8 Pro (Android 16.0)
Oppo Find X8 Ultra (Android 15.0)
Redmagic 10 Pro (Android 15.0)
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Samsung Galaxy S25 (Android 15.0)
Oppo Find X8 Pro (Android 15.0)
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Google Pixel 10 Pro XL (Android 16.0)
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Samsung Galaxy S22 (Android 12.0)
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Asus ROG Phone 5 (Android 11.0)
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OnePlus 9 Pro (Android 11.0)
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Google Pixel 6 Pro (Android 12.0)
Google Pixel 6 (Android 12.0)
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Google Pixel 6a (Android 12.0)
Oppo Find X3 Pro (Android 11.0)
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Huawei Pura 80 Pro (EMUI 15.0)
Google Pixel 7 (Android 13.0)
Google Pixel Fold (Android 13.0)
Huawei Pura 80 Ultra (EMUI 15.0)
Google Pixel 7 Pro (Android 13.0)
Google Pixel 7a (Android 13.0)
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OnePlus 8 Pro (Android 10.0)
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Sony Xperia 1 II (Android 10.0)
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Samsung Galaxy S20 (Android 10.0)
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Apple iPhone 13 Pro Max (iOS 15.0)
Apple iPhone 12 mini (iOS 14.2.1)
OnePlus 7T (Android 10.0)
Apple iPhone 12 Pro (iOS 14.1)
Apple iPhone 12 (iOS 14.1)
Apple iPhone 13 mini (iOS 15.0)
OnePlus Nord 2 (Android 11.0)
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Apple iPhone 11 Pro Max (iOS 14.2)
Fairphone 6 (Android 15.0)
Realme GT Neo 3 (Android 12.0)
Apple iPhone 11 (iOS 13.1.1)
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OnePlus 7 Pro (Android 9.0)
Nothing Phone (3a) Pro (Android 15.0)
Nothing Phone (3a) (Android 15.0)
Huawei P40 Pro (Android 10.0)
Motorola Razr 40 (Android 13.0)
Huawei Mate 30 Pro (Android 10.0)
Nothing Phone (2a) (Android 14.0)
Nothing Phone (1) (Android 12.0)
Google Pixel 4 XL (Android 10.0)
LG G8s (Android 9.0)
Asus ZenFone 6 (Android 9.0)
LG G7 ThinQ (Android 8.0)
Samsung Galaxy XCover6 Pro (Android 12.0)
Samsung Galaxy Note 10+ (Android 9.0)
HTC U12+ (Android 8.0)
OnePlus 6T (Android 9.0)
Sony Xperia XZ2 Compact (Android 8.0)
Sony Xperia XZ3 (Android 9.0)
OnePlus 6 (Android 8.1)
Google Pixel 3 XL (Android 9.0)
Xiaomi Mi Mix 2S (Android 8.0)
Samsung Galaxy A54 (Android 13.0)
Samsung Galaxy S10+ (Android 9.0)
Samsung Galaxy S10 (Android 9.0)
Apple iPhone Xs Max (iOS 12.0)
Samsung Galaxy S10e (Android 9.0)
Apple iPhone Xr (iOS 12.0.1)
Telekom T Phone 2 (Android 14.0)
Huawei Mate 20 Pro (Android 9.0)
OnePlus Nord (Android 10.0)
Huawei P30 Pro (Android 9.0)
Samsung Galaxy Note 9 (Android 8.1)
LG Velvet (Android 10.0)
LG Wing (Android 10.0)
Samsung Galaxy S9+ (Android 8.0.0)
Samsung Galaxy S9 (Android 8.0.0)
Huawei P20 Pro (Android 8.1)
Google Pixel 4a 5G (Android 11.0)
Google Pixel 5 (Android 11.0)
Samsung Galaxy A52 5G (Android 11.0)
Blackview Hero 10 (Android 13.0)
Google Pixel 4a (Android 10.0)
Oppo Reno2 (Android 9.0)
Nokia XR20 (Android 11.0)
Doogee V20 (Android 11.0)
Google Pixel 3a (Android 9.0)
Gigaset GS5 (Android 11.0)
Nokia 7 Plus (Android 8.1)
Gigaset GS4 (Android 10.0)
Motorola One Vision (Android 9.0)
BlackBerry Key2 (Android 8.1)
Samsung Galaxy A50 (Android 9.0)
Cat S62 Pro (Android 10.0)
Oppo A91 (Android 9.0)
Unihertz Titan (Android 9.0)
Motorola Moto G8 Plus (Android 9.0)
Motorola Moto G7 Plus (Android 9.0)
Motorola Moto Z3 Play (Android 8.1)
Nokia 6.1 (Android 8.1)
Cat S61 (Android 8.1)
Motorola Moto G7 Power (Android 9.0)
Motorola Moto G7 (Android 9.0)
Cat S52 (Android 9.0)
Gigaset GX290 (Android 9.0)
Motorola One (Android 8.1)
Motorola Moto G6 (Android 8.0)
Samsung Galaxy A6 (Android 8.0)
Cat S42 (Android 10.0)
Apple iPhone 14 Pro Max (iOS 16.0.2)
Apple iPhone 14 (iOS 16.0.2)
Apple iPhone 15 (iOS 17.0.2)
Apple iPhone 15 Pro Max (iOS 17.0.2)
Apple iPhone 16 Pro Max (iOS 18.0)
Apple iPhone 16 (iOS 18.0.1)
Apple iPhone 16e (iOS 18.3.1)
Apple iPhone 17 Pro Max (iOS 26.0.1)
Apple iPhone 17 (iOS 26.0.1)
Apple iPhone Air (iOS 26.0.1)
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Huawei Mate X7 Foldable im Test
Das Huawei Mate X7 überzeugt im Test mit einer verbesserten Kamera, IP59-Schutz, einer hervorragenden Verarbeitung, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und eSIM. Auf 5G, ein High-End-SoC und Google müssen Käufer allerdings verzichten, was das Foldable im Vergleich zur Konkurrenz zu teuer macht.
Mit dem Mate X7 bringt Huawei abermals eine verbesserte Variante seines Foldable-Smartphones auf den Markt. Während in China das Smartphone mit dem Mate XTs schon lange zwei Mal gefaltet werden darf, stellt das Mate X7, das einmal aufgeklappt werden kann, das einzige Foldable von Huawei dar. Dies dürfte auch dem kleinen Marktanteil dieser Smartphones geschuldet sein, der nur bei rund einem Prozent liegt – wenn auch schnell wachsend. Äußerlich kaum verändert, muss das Huawei Mate X7 im Test seine internen Verbesserungen gegenüber dem Huawei Mate X6 (Test) unter Beweis stellen, denn diese gibt es sowohl bei den Kameras als auch bei den Prozessoren, den beiden Displays und dem Akku.
Seit Ende Januar ist das Mate X7 in Deutschland erhältlich. Als Farben stehen Nebula Red und Schwarz zur Auswahl. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Huawei Mate X7, das über 16 GB RAM und 512 GB Speicher verfügt, liegt bei 2.099 Euro – hundert Euro mehr als beim Mate X6. Noch bis zum 5. März erhalten Käufer im Huawei Online-Store und im Flagship Store in Berlin die Huawei Watch Fit 4 Pro (Test) gratis dazu. Ein Netzteil legt Huawei beim Mate X7 nicht mehr bei, so wie es die EU-Richtlinie (2022/2380) vorschreibt.
Technische Daten des Huawei Mate X7
Bevor auf die genauen Unterschiede zwischen Mate X7 und Mate X6 näher eingegangen wird, werden die technischen Daten des neuen Modells zunächst seinem Vorgänger sowie dem Samsung Galaxy Z Fold 7 (Test) gegenübergestellt.
Dünner und leichter als das Mate X6
Äußerlich erkennt man das Mate X7 im Vergleich zum Vorgänger zunächst nur am veränderten Kamerabuckel an der Rückseite als solches. Die äußerlichen Änderungen sind ansonsten marginal. Das Mate X7 ist aufgeklappt 4,5 mm dünn, zugeklappt kommt es auf 9,5 mm. Das sind 0,1 mm beziehungsweise 0,4 mm weniger als beim Mate X6. Die Maße betragen insgesamt 156,8 × 73,8 × 9,5 mm (zugeklappt) beziehungsweise 156,8 × 144,2 × 4,5 mm (aufgeklappt). Beim Mate X6 sind es 156,6 × 144,04 × 4,6 mm (aufgeklappt) beziehungsweise 156,6 × 73,78 × 9,9 mm (zugeklappt). Im Alltag merkt man keinen Unterschied.
Das Gewicht des Mate X7 beträgt 235 Gramm, 4 Gramm weniger als beim Mate X6. Wie schon das X6 ist auch das X7 trotz des Faltmechanismus wasserdicht, so dass man sich diesbezüglich keine Sorgen machen muss.
Die neuen Kameras an der Rückseite führen dazu, dass das Mate X7 auf dem Tisch etwas steiler ansteht als das Mate X6. Allerdings merkt und sieht man dies auch nur im direkten Vergleich. Ohne ihn würde es ebenfalls nicht auffallen. Zugeklappt kippelt das Smartphone auf dem Tisch liegend nicht, aufgeklappt allerdings sehr, da das Kameramodul dann nur auf der rechten Seite liegt.
Huawei setzt auch beim Mate X7 weiterhin auf ein rundes Design des Rahmens. Die Tasten zum Einschalten und für die Lautstärke sind an der rechten Seite verbaut – links sitzt im zugeklappten Zustand das Scharnier. Die Power-Taste verfügt erneut über einen integrierten Fingerabdrucksensor, der schnell und zuverlässig funktioniert. An der Position der Tasten hat sich nichts geändert, weshalb sie für kleinere Hände etwas weit oben liegen.
Huawei legt dem Mate X7 erneut eine Hülle bei, die den hinteren Teil des Smartphones umschließt. Der Rahmen des vorderen Displays bleibt ungeschützt. An der Rückseite der Hülle ist wieder ein drehbarer Kickstand integriert, so dass man das Smartphone aufstellen kann.
Die Verarbeitung des Mate X7 ist erneut hervorragend und lässt keinen Raum für Kritik.
Verbesserte Kameras an der Rückseite
Die Rückseite wird wieder von diesem Kameramodul mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera mit variabler Blende in zehn Schritten von f/1.4 bis f/4.0, 1/1,28-Zoll-Sensor, einem 50-MP-Tele-Makro-Objektiv mit f/2.2 und einem 40-MP-Ultraweitwinkel-Sensor mit f/2.2 beherrscht. Mit 50 MP und f/2.2 hat Huawei das Teleobjektiv im X7 somit deutlich aufgewertet – im Mate X6 kommt ein 48-MP-Sensor mit f/3.0 zum Einsatz. Der native Zoom vom Mate X7 liegt nun bei 3,5x statt 4,0x (81 mm statt 96 mm beim Tele). Zudem ist wieder ein Spektralsensor verbaut, der die Farben misst und so für eine bessere Farbdarstellung sorgen soll.
Die Frontkameras bieten 8 Megapixel mit f/2.2 auf dem inneren Bildschirm und 8 Megapixel mit f/2.4 auf dem äußeren Display. Allerdings sind diese beim Mate X7 eigentlich kaum relevant, denn durch die beiden Displays und den Faltmechanismus kann man stets die Hauptkamera für Selfies benutzen. Einfach das X7 aufklappen, das Symbol des geöffneten Foldables rechts anklicken, das Foldable umdrehen und mit der Hauptkamera bei aktiviertem äußeren Display ein Selfie in deutlich besserer Qualität machen.
Fotovergleiche mit iPhone und Mate X6
Bei der Hauptkamera selbst sieht man bei Aufnahmen mitunter deutlich verbesserte Ergebnisse im Vergleich zum Mate X6, wie die nachfolgenden Bilder zeigen. Im Vergleich zum ebenfalls herangezogenen iPhone 17 Pro stellt das Mate X7 Farben sehr viel intensiver und leuchtender dar und das Bild fällt mitunter heller aus. Je nach Motiv zeichnet das iPhone beispielsweise Äste aber schärfer nach.
Huaweis Ziel ist es mit dem Mate X7 auch, näher an die (eigene) Kamera-Flaggschiffe heranzurücken, damit Käufer eines 2.000-Euro-Smartphones in diesem Bereich nicht mehr die bisher notwendigen Einschränkungen hinnehmen müssen. Und im Vergleich zum Mate X6 sind die Fotos mit dem Mate X7 auch ein sichtbarer Schritt nach vorne.
Hellere OLED-Displays innen wie außen
Eine weitere Veränderung, die man im Alltag nicht sofort bemerkt, betreffen die Größe der Displays. Sowohl das innere als auch äußere Display werden beim Mate X7 minimal größer. Das innere Display misst nun 8,0 statt 7,93 Zoll und soll besser gegen Stürze geschützt und widerstandsfähiger beim Biegen sein. Beim äußeren sind es 6,49 statt 6,45 Zoll. Beide LTPO-OLED-Displays bieten bis zu 120 Hz und eine variable Bildwiederholfrequenz von 1 bis 120 Hz. An ihrer Qualität gibt es subjektiv erneut nichts auszusetzen.
Das äußere Panel leuchtet laut Huawei bis zu 3.000 cd/m² hell, beim Mate X6 waren es noch 2.500 cd/m². Das innere Display leuchtet nun offiziell bis zu 2.500 cd/m² hell, während es beim Mate X6 1.800 cd/m² waren. Die Auflösungen der OLED-Displays liegen bei 2.416 × 2.210 Pixel (innen) und 2.444 × 1.080 Pixel (außen) und sind somit nahezu unverändert zum Vorgänger.
Beim äußeren Display ließen sich im Test bis zu 1.601 cd/m² messen. Deutlich mehr als die 1.415 cd/m² des Mate X6. Die Farbtemperatur beträgt dabei rund 6.940 Kelvin, ist also etwas zu kühl. Das innere Display leuchtet im Test mit 1.471 cd/m² minimal heller als die 1.465 cd/m² des Vorgängers. Hier fällt die Farbtemperatur mit 6.840 Kelvin besser und etwas wärmer aus als beim Vorgänger, bei dem sie 7.050 Kelvin beträgt.
Minimal leuchten sowohl das innere als auch äußere Display mit 2 cd/m², lassen sich also auch hervorragend dimmen. Positiv ist zudem, dass beide Displays im Alltag bei fest eingestellter Helligkeit gleich hell leuchten. Dimmt man das äußere Display beispielsweise auf 150 cd/m², so leuchtet auch das innere Display dann mit ziemlich exakt 150 cd/m². Ständiges Nachjustieren, wenn man das Smartphone auf und zuklappt, muss man so auch bei manueller Helligkeitseinstellung nicht.
Beide Displays sorgen im Alltag zudem für ein hervorragendes, farbenfrohes, kontrastreiches und gestochen scharfes Bild. Die Touch-Sampling-Rate der Displays ist unverändert zum Vorgänger: das innere Display erreicht 240 Hz, das äußere 300 Hz.
In den Einstellungen des Mate X7 lässt sich auch ein Always-On-Display konfigurieren, das je nach Faltzustand für das äußere oder auch innere Display gilt.
Größerer Akku mit 50 Watt Wireless Charging
Eine weitere Veränderungen gibt es beim Akku. Der Akku wächst trotz kleinerer Maße und niedrigerem Gewicht von 5.110 mAh auf nunmehr 5.300 mAh. Er kann über USB-C mit bis zu 66 Watt geladen werden – wie beim Vorgänger. Kabelloses Laden wird mit bis zu 50 Watt unterstützt, was ebenfalls keine Änderung im Vergleich zum Mate X6 darstellt. Auch kabelloses Reverse Charging zum Aufladen anderer Geräte über die Rückseite des Smartphones wird erneut mit bis zu 7,5 Watt unterstützt. Möchte man magnetische Ladestationen mit Qi2 nutzen, muss man eine passende Hülle für das Mate X7 erwerben, denn im Smartphone selbst sind keine passenden Magneten verbaut.
Das Aufladen des Mate X7 geht schnell, nach etwas über einer Stunde ist der Akku wieder voll aufgeladen, wenn man die volle Leistung nutzt.
Und trotzdem kürzere Laufzeit
ComputerBase misst die Akkulaufzeit des Huawei Mate X7 sowohl bei Nutzung des äußeren als auch des größeren inneren Displays, da die unterschiedliche Größe Einfluss auf die Laufzeit hat. Bei der YouTube-Wiedergabe profitiert aber auch das innere Display von seinem OLED-Panel, da große Bereiche des Displays bei der Videowiedergabe abgeschaltet werden können. Beim PCMark ist hingegen das gesamte Display auch auf der Innenseite aktiv.
Bei Nutzung des äußeren Displays fällt die Akkulaufzeit bei der YouTube-Wiedergabe mit auf 200 cd/m² eingestellter Helligkeit trotz größerem Akku von rund 21,5 beim Mate X6 auf 19 Stunden beim Mate X7. Beim inneren Display reduziert sie sich im Vergleich zum Vorgänger von 18 auf rund 16,5 Stunden.
Beim PCMark reduziert sich die Akkulaufzeit ebenfalls. Wird das äußere Display genutzt, fällt sie von 16,5 auf 14,5 Stunden. Beim Einsatz des inneren Displays, das bei diesem Test komplett genutzt wird, ist hingegen erstmals das Mate X7 im Vorteil und hält knapp 20 Minuten länger durch als das Mate X6.
Mit diesen Akkulaufzeiten kann das Huawei Mate X7 nicht mit den aktuellen Langläufer-Smartphones konkurrieren und muss sich auch der Foldable-Konkurrenz etwa von Samsung geschlagen geben.
Neuer Prozessor: Kirin 9030 Pro
Veränderungen gibt es wieder einmal auch beim Prozessor, auch wenn Huawei hier aufgrund der US-Handelssanktionen noch Grenzen gesetzt sind, bis China technologisch in dieser Hinsicht auf die USA aufgeholt hat.
Im Huawei Mate X7 dient der neue Kirin 9030 Pro auf Arm-Basis als Prozessor, dem Huawei die Maleoon 935 GPU zur Seite gestellt hat. Auch beim Arbeitsspeicher gibt es ein Upgrade, denn das X7 bietet nun 16 statt 12 GB RAM.
1+4+4 CPU-Cluster
Der Kirin 9030 Pro setzt auf insgesamt 9 Kerne mit 14 Threads, ein Kern und zwei Threads mehr als bisher bei Huaweis Kirin-SoCs. Unverändert sind die Kerne in drei Clustern angeordnet. Das erste Cluster, die E-Cores, besteht aus vier Kernen und vier Threads. Sie takten mit bis zu 1,72 GHz. Das mittlere Cluster bietet bei 4 Kernen 8 Threads bei einem Takt bis 2,27 GHz. Der schnellste Kern, zugleich das dritte Cluster, bietet bis zu 2,75 GHz und zwei Threads.
Benchmarks zum Kirin 9030 Pro
Die Benchmarks sorgen zunächst für eine Überraschung. Während der Multi-Core-Score in Geekbench 6 leicht zulegen kann, liegt der Single-Core-Score nur noch bei rund 60 Prozent. Ob hier Geekbench mit der neuen Architektur nicht zurecht kommt und den Benchmark auf einem falschen Kern ausführt, kann derzeit nicht gesagt werden. Benchmarks auf einem zweiten Gerät von Kollegen bestätigen die gemessenen Werte. Im Grunde sollte das Mate X7 immer etwas schneller sein als das Mate X6. Aber auch im Browser-Benchmark JetStream 2.1 ist das Mate X7 nicht so schnell wie das Mate X6, was darauf hindeutet, dass die Single-Core-Leistung – aus nicht nachvollziehbaren Gründen – schlechter ausfällt.
Im PCMark liegen Vorgänger und Nachfolger ziemlich gleichauf.
Für eine erneute Überraschung sorgt der GPU-Benchmark in Geekbench 6, denn hier kann sich das Mate X7 um ganze 61 Prozent vom Mate X6 absetzen. Die Maleoon 935 GPU scheint demnach ein größeres Upgrade im Vergleich zur Maleoon 920 zu sein als zunächst gedacht.
Der 3DMark bestätigt ein deutliches Leistungsplus bei der Grafikeinheit von bis zu 74 Prozent, wenn Vulkan zum Einsatz kommt. In den OpenGL-Benchmarks ist das Mate X7 hingegen bis zu 16 Prozent langsamer als das Mate X6. Neuere Spiele und Benchmarks profitieren somit stärker als alte.
Mit der CPU und GPU-Leistung kann Huawei insgesamt aber weiterhin nur mit aktuellen Mittelklasse-Smartphones konkurrieren. Im Alltag merkt man davon allerdings quasi nichts, wenn man das Smartphone nicht für grafisch aufwendige Spiele einsetzt. Klassiker wie Clash of Clans lassen sich auch mit dem Mate X7 problemlos spielen.
Throttling hängt vom Benchmark ab
Huawei will das Kühlsystem des Mate X7 verbessert haben. Nicht in jedem Benchmark sorgen die Temperaturen deshalb dafür, dass die Leistung bei mehreren Durchläufen abfällt. Im 3DMark Wild Life, in dem das Mate X6 noch Throttling zeigte, läuft das Mate X7 mit konstanter Leistung ohne Throttling durch. Anders sieht es in den Benchmarks Steel Nomad und Solar Bay aus. Hier verliert das Mate X7 nach ein paar Durchläufen etwas an Leistung. Im Vergleich zu manchem aktuellen Flaggschiff ist der Einbruch aber weniger gravierend.
Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, eSIM, aber kein 5G
Das Mate X7 unterstützt nun Wi-Fi 7 (802.11a/b/g/n/ac/ax/be, 2,4 und 5 GHz, 2 × 2 MIMO, HE160, 1024 QAM, 8 Spatial-Stream Sounding MU-MIMO), NFC und Bluetooth 6.0 mit SBC, AAC, LDAC und L2HC. Als Ortungsdienste werden A-GPS (L1 + L5), GLONASS, Beidou, Galileo, QZSS und NavIC unterstützt. Die Ortung beispielsweise für die Navigation funktioniert im Test schnell und genau.
Dual-Nano-SIM wird geboten, wobei über den zweiten SIM-Steckplatz auch eine eSIM aktiviert werden kann. Gerade für Auslandsaufenthalte außerhalb der EU ist das sehr erfreulich, da eine eSIM, die man einfach über eine der zahlreichen Apps vorab günstig kauft, um hohe Roaming-Kosten zu vermeiden, enorm praktisch ist und man direkt bei Ankunft mobiles Internet nutzen kann. Das erspart den Kauf einer SIM-Karte vor Ort.
5G wird, anders als in China, bei der europäischen Version nicht unterstützt. Huawei möchte hiermit wahrscheinlich rechtlichen Auseinandersetzungen im Vorhinein aus dem Weg gehen. Im Alltag merkt man davon mit gängigen Mobilfunktarifen in Deutschland wenig, denn auch über 4G lassen sich hohe Datentransferraten erreichen, die unterwegs eigentlich immer ausreichen.
EMUI 15 auf Basis von Android 12
Auch beim Huawei Mate X7 kommt mit EMUI 15 die neueste Betriebssystemversion von Huawei zum Einsatz, die allerdings wie EMUI 14 weiterhin auf Android 12 (AOSP) basiert. EMUI 15 bietet deshalb insbesondere Huawei-eigene Neuerungen wie neue Sperrbildschirm-Themes, neue Multitasking-Fähigkeiten und das Ausführen von drei Apps gleichzeitig. Auch das Mate X7 kann so aufgeklappt wieder mehrere Apps gleichzeitig anzeigen. Ob oder wann Huawei auch den Android-Unterbau einem Update unterzieht, ist unklar. Allerdings versorgt Huawei auch EMUI 15 und somit Android 12 weiterhin regelmäßig und zuverlässig mit Sicherheitsupdates und hält auch die von der EU gesetzten Update-Richtlinien ein. Ab dem Ende des Produktzyklus werden somit noch mindestens fünf Jahre lang Software-Updates bereitgestellt.
Google Play Store und Google-Apps auf dem Mate X7
Aufgrund der US-Sanktionen ist es Huawei nicht gestattet, Google-Services, -Apps und ‑Dienste auf seinen Smartphones und Tablets zu installieren. Auch das Huawei Mate X7 wird deshalb wieder ohne den Google Play Store ausgeliefert. Für manche ist dies ein Grund zur Freude, da man seine Daten nicht zwangsläufig mit Google teilen muss, für viele bedeutet es aber vor allem, dass viele bekannte Apps auch von anderen US-Unternehmen nicht installiert werden können.
Doch es gibt eine einfache Abhilfe. Denn mit microG lassen sich Googles Apps und Dienste auf Huawei-Smartphones installieren und man erhält den vollen Zugriff auf alle Apps aus dem Google Play Store.
Wie schnell man den Aurora Store installieren, die Berechtigungen erteilen und alle Apps aus dem Google Play Store nutzen kann, zeigt ComputerBase in folgendem Video.
Denn der Aurora Store, den man selbst installieren kann, tritt auch auf dem Mate X7 an die Stelle des Play Stores. Und die Einrichtung ist in weniger als 2 Minuten erledigt und nicht komplizierter als die Nutzung anderer Apps. Über die AppGallery, also den AppStore von Huawei, installiert man zunächst den Aurora Store, erteilt nach dem Start die aufgeführten Berechtigungen und meldet sich mit seinem Google-Account an – auch hierbei werden die Anmeldedaten nur an Google gesendet, nicht im Aurora Store gespeichert, der eigene Account bleibt also sicher. Ist dies erledigt, kann man jede App, die es auch im Google Play Store gibt, über den Aurora Store installieren.
Die Sicherheit der Apps wird dadurch nicht eingeschränkt, sondern ist exakt auf dem Niveau wie beim Google Play Store. Denn der genutzte Aurora Store bietet als Freie Open-Source-Software-Alternative (FOSS) selbst gar keine Apps zum Download an, sondern alle Apps, die über ihn heruntergeladen werden, stammen direkt aus dem Google Play Store und es sind genau die App-Versionen, die im Play Store erhältlich sind. So erhält man auch immer zeitgleich die Updates. Der Aurora Store dient nur als Tür zum Google Play Store, die Downloads erfolgen schlussendlich aber direkt aus dem Google Play Store.
Wie genau man vorgehen muss, zeigt ComputerBase nicht nur im Video, sondern auch in einer ausgelagerten Anleitung. Eine entsprechende Anleitung für Huawei-Tablets findet sich ebenfalls.
An dieser Stelle seien aber noch einmal ein paar häufig gestellte Fragen zu microG und dem Aurora Store geklärt:
- Q: Hat Huawei microG oder den Aurora Store entwickelt? A: Nein. Sowohl die Open-Source-Projekte von microG als auch der Aurora Store sind unabhängig von Huawei. Die Entwicklergemeinschaft, die zu diesen Projekten beiträgt, ist für die Entwicklung dieser Apps verantwortlich.
- Q: Kann der Aurora Store ohne Auswirkungen auf die Apps deinstalliert werden? A: Benutzer können den Aurora Store frei installieren und deinstallieren, ohne dass eine der auf ihrem Smartphone installierten Apps betroffen ist. Die Aktualisierung der Apps funktioniert aber nur bei installiertem Aurora Store.
- Q: Sind die über den Aurora Store installierten Apps sicher? A: Der Aurora Store ist nur eine alternative Schnittstelle, um auf Google Play zuzugreifen. Die über den Aurora Store installierten Apps stammen von Google Play. Daher verfügt der Aurora Store über das gleiche Maß an App-Sicherheit wie der Google Play Store.
- Q: Werden private Daten des Benutzers bei der Nutzung des Aurora Store oder microG kompromittiert? A: Nein, die Benutzerdaten werden nicht kompromittiert. Weder der Aurora Store noch microG sammeln die privaten Benutzerdaten. Bei der Nutzung des Aurora Stores mit dem eigenen Google-Konto sammelt nur Google Play diese Nutzerdaten, da der Aurora Store auch in diesem Punkt nur eine alternative Schnittstelle zum Google Play Store ist.
- Q: Entstehen Kosten oder Gebühren für die Nutzung des Aurora Store oder microG? A: Nein. Beide können kostenlos verwendet werden. Wenn Nutzer eine Funktion in der App kaufen möchten, wird die Zahlung vom Google Play Store verwaltet.
Netflix in HD, Banking, mobiles Bezahlen & Co.
Auf die Fragestellung, ob sich Netflix in HD nutzen lässt, welches Widevine-Level dabei unterstützt wird, welche Banking-Apps auf einem Huawei-Smartphone funktionieren und wie man kontaktlos bezahlen kann, geht ComputerBase ebenfalls in einem gesonderten Bericht näher ein.
Eine Einschränkung gibt es bei der Nutzung des Aurora Stores im Vergleich zum Play Store derzeit aber, auf die hier auch hingewiesen sei. Smartwatches mit Wear OS lassen sich aktuell nicht mit den Smartphones von Huawei koppeln, selbst wenn die Pixel-Watch-App installiert ist. Der Kopplungsprozess zwischen App und Smartwatch bricht immer ab.
Fazit
Auch wenn es äußerlich aufgrund der kleinen Veränderungen zunächst nicht den Eindruck erweckt, legt das Huawei Mate X7 im Vergleich zum Vorgänger an einigen Stellen zu. Huawei unterstützt mit dem Mate X7 nun nicht nur Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und eine integrierte eSIM, sondern überzeugt vor allem mit einer verbesserten Kamera, die den Rückstand zu den Flaggschiffen reduziert, so dass man hier weniger Kompromisse eingehen muss. Die ohnehin schon sehr guten OLED-Displays leuchten zudem noch etwas heller.
Die Verarbeitung des Mate X7, das nun eine IP-Zertifizierung nach IP59 bietet und somit auch einen Hochdruck-Wasserstrahl aushält, ist erneut hervorragend und muss sich vor keiner Konkurrenz verstecken. Aufgeklappt spürt man beim Wischen von rechts nach links zwar noch die Falz und bei komplett weißem oder komplett schwarzen Bildinhalt sieht man auch eine leichte Welle im Display, im Alltag ist dies jedoch nie störend aufgefallen.
Bei der Akkukapazität wird mit 5.300 mAh zwar mehr geboten, Kapital kann das Mate X7 daraus allerdings in den Benchmarks nicht schlagen, denn die tatsächliche Akkulaufzeit fällt geringer aus als beim Vorgänger. Dies liegt vor allem am neuen Kirin 9030 Pro, der jedoch ein zwiegespaltenes Bild abgibt. Die GPU in Form der Maleoon 935 erweist sich in Vulkan-Benchmarks mitunter um mehr als 70 Prozent schneller als beim Vorgänger, die neue CPU mit 9 statt 8 Kernen und 14 statt 12 Threads ist hingegen mitunter deutlich langsamer, wenn nur ein Kern genutzt wird. Unter Umständen hat Huawei hier zugunsten einer besseren Grafikleistung CPU-Leistung geopfert, auch wenn der höhere Takt und die zuletzt bei Huawei immer inkrementell steigende Leistung der SoCs anderes erwarten ließ. Unabhängig davon gehören CPU und GPU aufgrund der US-Sanktionen nicht zum aktuellen High-End-Portfolio im Smartphone-Bereich. Ein Umstand, an dem Huawei selbst noch nichts ändern kann, der für Käufer jedoch relevant sein kann, gleich welchen Ursprung er hat.
Daran anknüpfend ist der größte Kritikpunkt am Huawei Mate X7 deshalb auch der Preis. Huawei vertritt hier mit 2.099 Euro einen Premium-Anspruch, den man schlussendlich in vielen Bereichen zwar erfüllen kann, bei der Leistung aber nicht. Angesichts der Tatsache, dass die schnellere Konkurrenz ihre Foldables teils günstiger anbietet, wirkt das Mate X7 zur UVP deshalb zu teuer. Ein Samsung Galaxy Z Fold 7 mit 512 GB Speicher und Snapdragon 8 Elite sowie Android 16 ist im Handel für rund 1.550 Euro erhältlich – für das Huawei Mate X7 sind bestenfalls mindestens 450 Euro mehr fällig. Die allermeisten Kunden werden „kein 5G“, „keine Google-Dienste“ und „kein High-End-SoC“ nicht mit einem Aufpreis bezahlen wollen, sondern erwarten dann auch einen Preis unter der Konkurrenz.
- hervorragende Kamera
- eSIM
- Wi-Fi 7
- IP59-Schutz
- helle, schnelle OLED-Displays
- sehr guter Faltmechanismus
- schnelles Laden
- (Reverse) Wireless Charging
- gute Leistung im Alltag
- teils deutlich schnellere GPU
- hervorragende Verarbeitung
- kein 5G
- kein Qi2
- ab Werk kein Google Play Store
- weiterhin Android 12 als Basis
- CPU- und GPU-Leistung nicht High-End
ComputerBase hat das Mate X7 leihweise von Huawei zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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Apps & Mobile Entwicklung
OpenAI-Finanzierung: Nvidia gibt wohl „nur“ 30 statt 100 Mrd. US-Dollar

Laut Medienberichten hat Nvidia die Absichtserklärung einer 100-Mrd.-USD-Finanzierung für OpenAI deutlich zurückgeschraubt. Nun sollen es nur noch 30 Milliarden US-Dollar sein, allerdings in Anteilen/Aktien. Aber das ist noch gar nicht die ganze Geschichte.
100 Mrd. USD schon länger vom Tisch?
Denn wie The Financial Times und andere US-Medien berichten, soll Nvidia in den letzten Monaten bereits soweit zurückgerudert sein, dass der Konzern inzwischen behauptete, es habe die im September 2025 bekanntgewordene Vereinbarung über diese hohe Summe gar nicht gegeben.
Schon im Januar schrieb das Wall Street Journal vor diesem Hintergrund, der Deal liege auf Eis, nun wird deutlicher, dass aus dem damaligen „letter of Intend“ oder auch „memorandum of understanding“ (MOU) wohl nie eine finale Übereinkunft gewachsen ist.
30 Mrd. USD sollen jetzt konkret werden
Stattdessen soll nun ein kleineres Paket an die Stelle rücken, heißt es weiter. Dieses sieht vor, dass Nvidia für 30 Milliarden US-Dollar Anteile von OpenAI kaufen wird. Zuvor war für einen Großteil der Investition geplant, dass OpenAI damit im Gegenzug Nvidia-Hardware kauft. Zumindest zu einem Teil sei das immer noch geplant – ohne Nvidias KI-Beschleuniger kann OpenAI im KI-Markt ohnehin nicht weiter wachsen und bestehen. Wie genau das ablaufen wird, dazu gibt es aber noch keine Details, die könnten aber bereits zeitnah folgen, schreibt die FT.
Im September hatte die seinerzeit erklärte Übereinkunft für einen neuen Sprint im AI-Rennen gesorgt. Die Aktienkurse schossen in den Wochen darauf in die Höhe, viele andere namhafte Firmen sahen sich gezwungen, ebenfalls weitere große Milliardenbeträge an Investitionen in OpenAI und andere KI-Firmen anzukündigen. Für 2026 steht ein Gesamtinvestitionsvolumen in KI durch „Big-Tech“ in Höhe von 650 Milliarden US-Dollar im Raum.
Doch zuletzt gab es die ersten Dämpfer: Microsoft wurde verhaltener und Analysten sehen den OpenAI-Anteil dort als viel zu groß, der Kurs kollabierte prompt. Und während alle Parteien nach außen hin die gute Zusammenarbeit miteinander stets noch loben, werden einige Unternehmer eventuell doch langsam etwas zögerlicher, wohin die unzähligen Milliarden US-Dollar denn gehen und was im Gegenzug daraus für das eigene Unternehmen herausspringt.
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