Digital Business & Startups
„Wir sparen kostbare Ingenieurszeit“ – deutsche-startups.de
#Interview
Das Team von brixl möchte Bauunternehmen dabei helfen, „mehr und profitablere öffentliche Bauprojekte zu gewinnen“. Die größte Herausforderung ist dabei „nicht die Technologie, sondern vor allem Vertrauen in einer traditionell geprägten Branche aufzubauen“.
Bei brixl dreht sich alles um Bauaufträge. „Wir helfen Bauunternehmen dabei, mehr und profitablere öffentliche Bauprojekte zu gewinnen, und dabei Zeit, Geld und Nerven zu sparen“, erklärt Gründer Robin Karutz die Idee hinter seinem Startup, das er zusammen mit Sascha Nievelstein gegründet hat.
Im Interview mit deutsche-startups.de stellt brixl-Gründer Karutz sein Startup einmal ganz ausführlich vor.
Wie würdest Du Deiner Großmutter brixl erklären?
Wir helfen Bauunternehmen dabei, mehr und profitablere öffentliche Bauprojekte zu gewinnen, und dabei Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Wie wollt Ihr Geld verdienen, also wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Wir sparen kostbare Ingenieurszeit, indem wir alle relevanten, fragmentierten Ausschreibungen an einem Ort bündeln und deren Auswertung teilautomatisieren. Gleichzeitig reduzieren wir Opportunitätskosten durch weniger verpasste Chancen, helfen dabei, mehr passende Projekte zu gewinnen, und schaffen Transparenz über Marktdynamiken. Als webbasierte Softwarelösung wird brixl über eine monatliche Lizenzgebühr angeboten.
Wie ist die Idee zu brixl entstanden?
Gemeinsam mit meinem Co-Founder Sascha haben wir direkt nach unserem Studium an der RWTH Aachen wissenschaftlich und gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgegründet. Wir sind als Dienstleistungsagentur gestartet. Als brixl – bricks + pixels – hat unsere Kompetenzschnittmenge zwischen Bau und Informatik die Ansprache im Produkt und Markt schon von Beginn an grob eingeschränkt. Nach vereinzelten Eigenentwicklungen haben wir immer wieder von den Problematiken rund um öffentliche Ausschreibungen gehört, und dann den Fokus konsequent darauf ausgerichtet.
Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Die größte Herausforderung ist für uns tatsächlich nicht die Technologie, sondern vor allem Vertrauen in einer traditionell geprägten Branche aufzubauen. Gerade bei KI gibt es viele, oft berechtigte Vorbehalte: Dass sie halluziniert, unzuverlässig ist oder bestehende Prozesse aufwendiger als vorher ersetzt, statt sie sinnvoll zu unterstützen. Durch enge Zusammenarbeit in praxisnahen Pilotpartnerschaften konnten wir diese Bedenken aufnehmen und adressieren. Trotz KI ist unsere Suche deterministisch, bedeutet: Die selbe Suche, führt zur selben, robusten Antwort – im Gegensatz zu reinen Antworten eines Sprachmodells wie chatGPT. Damit sind unsere Ergebnisse nachvollziehbar, prüfbar und belastbar, was gerade am Bau entscheidend ist. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, uns sinnvoll in bestehende Prozesse zu integrieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das nicht aus der Ferne oder „one-size-fits-all“ funktioniert. Jedes Bauunternehmen arbeitet anders, hat eigene Strukturen und eigene Entscheidungslogiken. Deshalb gehen wir bewusst vor Ort, arbeiten eng mit den Teams zusammen und passen die Lösung an ihre Realität an. Die Herausforderung ist also weniger, ein gutes Produkt zu bauen, sondern es so einzuführen, dass es wirklich angenommen wird. Genau darin sehen wir heute eine unserer größten Stärken.
Wo steht brixl in einem Jahr?
In einem Jahr findet man brixl in jedem Bauunternehmen, dass die Projektakquise datengetrieben und strategisch angeht, anstatt sich auf Hörensagen und Bauchgefühl zu verlassen.
Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness
In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedIn, Facebook und Instagram.

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