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WM-Kampagne von Saint Elmo’s: Penny setzt mit Jürgen Kohler und Claudio Pizarro auf Fan-Wortwitz


Die Ex-Nationalspieler Jürgen Kohler und Claudio Pizarro werben für das Gewinnspiel in der Penny-App

Penny nutzt die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft, um für sein App-Gewinnspiel „Glückspenny“ zu werben. Dabei setzt der Discounter auf die Ex-Fußballer Jürgen Kohler sowie Claudio Pizarro – und auf einen Gag, der leider sehr schnell zu durchschauen ist.

Wobei die Inszenierung grundsätzlich vertrauten Mustern folgt: Jubel, Euphorie, aufgeregte Stimmen. Während Claudio Pizarro und Jürgen Kohler mit dem Einkaufswagen durch den Supermarkt ziehen, deutet alles auf einen großen Fan-Moment hin: „Pizza!“ schreit jemand hinter den Regalen; „Cola!“ schallt es hinterher. Doch die Begeisterung gilt nicht den prominenten Ex-Fußballern, sondern den vermeintlichen Hauptdarstellern des Gewinnspiels – Coca-Cola und Gustavo Gusto Pizza.

Allerdings, auch wenn der Discounter und die ausführende Agentur Saint Elmo’s Hamburg einen „überraschenden Twist“, eine „unerwartete Wendung“ versprechen, ist der Gag ziemlich vorhersehbar. Eigentlich offenbart sich schon in Sekunde eins des insgesamt 15-sekündigen TV-Spots, dass es um einen Wortwitz gehen wird und nicht um die früheren Nationalspieler.

Ziel der ab heute ausgespielten Kampagne ist es, die Nutzung der Penny-App während der Weltmeisterschaft zu steigern und das Gewinnspiel stärker in den Fokus zu rücken. Über die Anwendung verlost der Discounter nach eigenen Angaben mehr als eine Million Gratisartikel.

Verbreitet wird die Kampagne crossmedial, sowohl über TV, als auch Online-Video, Social Media sowie am Point of Sale. Neben Saint Elmo’s waren unter anderem Charles & Charlotte und Pioneers beteiligt, produziert wurde der Spot von Serviceplan Make und e+p. Fabian Möhrke und Christian Hasselbusch führten Regie.

WM-Kampagne erinnert an „Hurz!“-Sketch

Netto-Gesicht Kerkeling jagt Giulia Gwinn den Schreck ihres Lebens ein

Mit seinem Sketch „Hurz“, der am 4. Juli 1991 in der Comedyserie „Total Normal“ im Ersten lief, schrieb Hape Kerkeling TV-Geschichte. In der WM-Kampagne von Netto, die Kerkeling in seinen berühmtesten Rollen zeigt, wird unter anderem diese schräge Szene des Komikers gewürdigt. Die Leidtragende ist keine Geringere als Giulia Gwinn.

Jan Flemming, Geschäftsleiter Marketing bei Penny, beschreibt den Ansatz als Verbindung von Fußballalltag und Konsumerlebnis: „Fußball gehört für Millionen Menschen einfach zum Alltag dazu – genau wie der Einkauf bei uns. Mit dieser Kampagne wollen wir beides zusammenbringen: echte Fußball-Legenden und Freudemomente mit Penny“, sagt er. Saint-Elmo’s-Managing-Director Corbinian Hennies betont dabei den Perspektivwechsel: Man habe die Idee spannend gefunden, den Jubel einmal auf etwas zu lenken, „womit niemand rechnet.“

Oder auf das, worauf man hoffte, dass niemand rechnen würde? Der humorvolle Twist, den die Kampagne für sich reklamiert, wirkt weniger unerwartet, als komplett vorhersehbar. Jürgen Kohlers Spitzname lautete einst übrigens „Kokser“ – was nichts mit illegalen Substanzen zu tun hatte, sondern lediglich eine lautmalerische Ableitung seines Namens ist. Ein Wortwitz damit wäre womöglich überraschender gewesen.



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