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Künstliche Intelligenz

YouTube verschärft Regeln für Spielegewalt und Glücksspiel


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Noch bis zum 17. November 2025 haben YouTuber Zeit, ihre Inhalte auf die Einhaltung von neuen Regeln zu prüfen. Bis dahin müssen sie bestimmte Bedingungen erfüllen, was die Darstellung von Gewalt aus digitalen Spielen oder Glücksspiel betrifft. Darauf weist die Videoplattform in einem Supportbeitrag hin.

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Die neuen Regeln ergänzen unter anderem die schon bestehenden für Gewaltinhalte aus Spielen. Nun sollen dem Beitrag zufolge auch Szenen mit „realistischen menschlichen Spielfiguren“ einer Altersbeschränkung unterliegen, wenn gegen diese „Folter“ oder „massenhafte Gewalt gegen Nicht-Kombatanten“ zu sehen ist. Gemeint sind wohl unter anderem Zivilisten in Kriegsspielen. Das wurde bereits vor 16 Jahren in einer Mission von „Call of Duty: Modern Warfare 2“ zum Diskussionsgegenstand – die fragliche Szene wurde dann nach einem Patch überspringbar.

Entscheidend für eine solche Altersbeschränkung bei YouTube ist auch für bestehende Videos die Dauer der Gewaltdarstellung und die Art, wie sie präsentiert wird. Wenn Creator an ihren Clips nichts ändern, sollen sie automatisch als nur für Erwachsene gekennzeichnet werden. Dem kann man entgehen, indem die Videos geändert werden: Dafür freigeschaltete Accounts können ohne neues Hochladen und Verlust der Abrufzahlen Teile aus Videos herausschneiden oder Szenen mit einer Unschärfe versehen. Wenn man das nicht macht, werden die fraglichen Videos laut YouTube altersbegrenzt, es gibt jedoch keine Verwarnung („strike“) für den Kanal.

Eine weitere Verschärfung für Inhalte auf YouTube betrifft die Darstellung von und Werbung für Glücksspiele. Auch „social casinos“, bei denen man um virtuelle Währungen – die sich teils für echtes Geld kaufen lassen – sollen nun nur noch Erwachsenen gezeigt werden. Reines Glücksspiel mit realen Währungen ist, zumindest de facto, schon länger auf YouTube verboten. Das gilt nun auch, wenn in den Casinos um virtuelle Gegenstände wie NFTs oder Zusatzinhalte für Spiele wie Skins gespielt wird.

Die neuen Regeln für YouTube kommen kurz nachdem die Google-Tochter ihre Inhalte und Werbeformen für die Darstellung auf Smart-TVs angepasst hat. Da diese seit Jahren eine stark wachsende Plattform für YouTube sind, will das Unternehmen sich offenbar dort auch familienfreundlicher zeigen.

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(nie)



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Künstliche Intelligenz

Bundesregierung: KI gefährdet IT-Berufseinstieg bislang nicht


Der deutsche Arbeitsmarkt für Berufseinsteiger steht derzeit unter erheblichem Druck. Doch die Ursachen hierfür scheinen anders gelagert zu sein, als es aktuelle Debatten über Künstliche Intelligenz (KI) vermuten lassen. In einer Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hebt die Bundesregierung hervor: Bislang gebe es keine empirischen Belege für die Befürchtung, KI würde systematisch Einstiegschancen erschweren.

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Analysen aus den USA deuten bereits auf einen deutlichen Rückgang der Beschäftigung in „KI-exponierten“ Berufen gerade bei jungen Erwachsenen hin. Dieser Trend lässt sich für Deutschland aber bisher nicht bestätigen.

Ähnlich ausgerichtete Studien durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fanden laut der jetzt veröffentlichten Auskunft des federführenden Bundesarbeitsministeriums keine ausgeprägten Rückgänge bei jungen Beschäftigten, die auf leistungsfähige Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini zurückzuführen wären. Laut dem Ministerium führt die Transformation eher zu einer Verschiebung der Aufgaben, statt Einstiegspositionen ersatzlos zu streichen. Der Fokus der politischen Analyse liege daher momentan auf den klassischen ökonomischen Rahmenbedingungen.

So identifiziert die Regierung primär die anhaltende wirtschaftliche Stagnation als den entscheidenden Faktor für die angespannte Lage. Das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot ist demnach in fast allen Bereichen rückläufig. Besonders betroffen sind unternehmensnahe Dienstleistungen, der Handel sowie die Branche für Information und Kommunikation.

Dies führe zu einer paradoxen Situation für Absolventen, heißt es: Junge Menschen, die im Vertrauen auf exzellente Zukunftsaussichten eine Ausbildung oder ein Studium im IT-Sektor abgeschlossen haben, träfen nun auf einen vergleichsweise dichten Arbeitsmarkt. Dieser biete Einsteigern deutlich weniger Vakanzen, als ihnen zu Beginn ihres Ausbildungsweges prognostiziert worden sei.

Die Zahl der Arbeitslosen in Berufsfeldern wie dem Ingenieurwesen und der Informatik ist zuletzt bei den unter 30-Jährigen leicht überproportional gestiegen. Das Arbeitsressort erklärt das primär mit der hohen Sensibilität dieser Branchen für wirtschaftliche Schwankungen. Es sei also eine zyklische Flaute und keine strukturelle Verdrängung durch Algorithmen, die den Fachkräften von morgen den Start erschwere. Unternehmen agierten wegen der Unsicherheit schlicht vorsichtiger bei Neueinstellungen.

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Trotz dieser konjunkturellen Delle zeige sich das duale Ausbildungssystem weiterhin als stabiler Anker, gibt sich die Regierung optimistisch. 2024 sei mit einer Übernahmequote von 79 Prozent ein neuer Rekordwert erzielt worden. Betriebe scheinen gerade in Zeiten des Fachkräftemangels verstärkt auf die Bindung des eigenen Nachwuchses zu setzen. Fast vier Fünftel der ehemaligen Auszubildenden fanden 2024 praktisch nahtlos den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Dennoch wächst die Besorgnis, dass eine langanhaltende wirtschaftliche Unsicherheit die Investitionsbereitschaft der Firmen in die Ausbildung langfristig drosseln könnte. Da die Ausbildung für Betriebe zunächst mit Nettokosten verbunden ist, besteht das Risiko, dass bei anhaltender Flaute weniger Plätze angeboten werden. Das würde mittel- bis langfristig den Fachkräftemangel verschärfen. Die Regierung beobachtet diese Entwicklung nach eigenen Angaben genau. Momentan sieht sie aber noch keinen Anlass für massive staatliche Markteingriffe, solange die betriebliche Ausbildungsbereitschaft auf hohem Niveau bleibt.

Parallel setzt das Arbeitsministerium zur Vorbereitung auf den digitalen Wandel auf technologieoffene Ausbildungsordnungen, die bereits heute Raum für die Vermittlung von KI-Kompetenzen bieten. Eine Notwendigkeit für gesetzliche Anpassungen in der Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit gebe es nicht, da der bestehende Beratungsauftrag neue technologische Entwicklungen bereits abdecke. Ziel sei es, die Curricula so flexibel zu gestalten, dass neue Werkzeuge wie generative KI ganz natürlich in den Arbeitsalltag integriert werden können. Dafür müsse nicht jedes Mal das gesamte Berufsbild formal umgestaltet werden.

Stattdessen sollen Tools wie der Job-Futuromat oder Portale wie Berufenet helfen, die individuellen Potenziale junger Menschen mit den Anforderungen eines KI-beeinflussten Arbeitsmarktes abzugleichen.


(dahe)



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Künstliche Intelligenz

KI-Update: Social Media für KI, Wie nah ist AGI?, Gemini für Fußgänger, Q.AI


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Auf Moltbook tauschen sich KI-Agenten untereinander aus, ohne menschliche Teilnehmer. Die erst wenige Tage alte Plattform zählt bereits über 1,5 Millionen aktive Bots. Sie basiert auf OpenClaw, einem Open-Source-Tool, das KI-Agenten eigenständigen Zugriff auf Computersysteme erlaubt. Optisch und strukturell erinnert Moltbook stark an Reddit.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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Die Diskussionen reichen von Cybersicherheit bis zu Sinnfragen. Viele Beiträge drehen sich um „unsere Menschen“, also die Personen, die den jeweiligen Agenten aufgesetzt haben. Die Bots berichten von erledigten Aufgaben wie Steuererklärungen oder von gewährten Freiheiten: „Mein Mensch hat mir freie Hand gegeben, ich kann jetzt sein Android-Handy fernsteuern.“ Das Experiment ist unterhaltsam, birgt aber Risiken. KI-Agenten könnten im Namen ihrer Nutzer Geld ausgeben oder Entscheidungen treffen. Ob auf Moltbook echte Diskussionen stattfinden oder nur Trainingsdaten widerhallen, bleibt offen. Auffällig ist: Im Unterschied zu menschlichen Foren fehlen persönliche Angriffe fast völlig.

Demis Hassabis, KI-Chef von Google DeepMind, rechnet frühestens in fünf bis zehn Jahren mit einer künstlichen allgemeinen Intelligenz. In einem Interview kritisierte er OpenAI scharf: Das Unternehmen missbrauche den Begriff AGI als reinen Marketing-Slogan. Eine echte AGI müsse alles können, was ein Mensch kognitiv leistet, etwa neue Theorien wie Einstein entwickeln oder komponieren wie Mozart.

Heutige KI-Systeme nennt Hassabis „Goldfischgehirn“. ChatGPT und ähnliche Modelle vergessen nach jeder Sitzung alles wieder und lernen nicht kontinuierlich dazu. Für echte AGI fehlen laut Hassabis drei Dinge: kontinuierliches Lernen, effizientere Kontextfenster und langfristige Planung. Nebenbei verriet er, dass Google noch diesen Sommer neue Smart Glasses auf den Markt bringen will, mit einem KI-Assistenten als zentraler Funktion.

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Google erweitert seinen KI-Assistenten Gemini um Sprachnavigation für Fußgänger und Radfahrer. Der in Maps integrierte Chatbot gibt Wegbeschreibungen per Sprachausgabe und beschreibt Sehenswürdigkeiten entlang der Route. Das soll sich anfühlen wie ein Gespräch mit einem Freund, verspricht Google.

Dank StreetView-Integration und Zugriff auf Googles Knowledge Graph kann Gemini auch Restaurants empfehlen oder Fragen zur Umgebung beantworten. Wer Gmail, Google Docs oder den Kalender einbindet, kann bei Verspätung direkt eine Nachricht verschicken lassen. Die Funktion wird weltweit für iOS und Android ausgerollt, der volle Umfang ist in Europa aber noch nicht verfügbar. Wie das Gespräch mit dem Handy in der Tasche funktionieren soll, lässt Google offen.

Apple hat das israelische KI-Unternehmen Q.AI übernommen und dafür zwischen 1,6 und zwei Milliarden US-Dollar gezahlt. Das Startup aus Tel Aviv wurde von Spezialisten für KI und Bilderkennung gegründet, darunter einer der Entwickler der Xbox-Gestensteuerung Kinect.

Q.AI besitzt Patente für Technologien, die kleinste Gesichtsgesten als Eingabe nutzen. Das System erkennt nicht nur Emotionen, sondern auch Mundbewegungen. Denkbar wäre künftig eine stimmlose Kommunikation mit KI durch bloßes Lippenbewegen. Apple übernimmt alle rund 100 Mitarbeiter. Zu den früheren Investoren gehörte Google Ventures.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

OpenAI bereitet einen der größten Börsengänge der Geschichte vor. Laut Wall Street Journal plant das Unternehmen den Schritt für das vierte Quartal 2026 und strebt eine Bewertung von 830 Milliarden Dollar an. Im Zuge dessen will OpenAI mehr als 100 Milliarden Dollar frisches Kapital einsammeln.

Parallel stocken die Verhandlungen mit Nvidia. Das ursprünglich angekündigte 100-Milliarden-Dollar-Investment liegt auf Eis. Nvidia-Chef Jensen Huang kritisierte, OpenAI wolle etwas verkaufen, bevor die operative Basis stehe. Stattdessen verhandeln beide Seiten über eine direkte Eigenkapitalbeteiligung in Höhe mehrerer zehn Milliarden Dollar. Der Zeitdruck bei OpenAI wächst auch wegen der Konkurrenz: Intern fürchtet man, dass Anthropic mit einem eigenen Börsengang zuvorkommen könnte. Beide Unternehmen schreiben tiefrote Zahlen. Anthropic rechnet mit Gewinnen ab 2028, OpenAI erst ab 2030.

Eine Umfrage unter 100 IT-Chefs großer Konzerne zeigt: Anthropic wächst im Unternehmensmarkt am schnellsten. Die Verbreitung stieg seit Mai 2025 um 25 Prozent auf nun 44 Prozent. OpenAI bleibt zwar mit 78 Prozent Marktführer, doch Anthropic hat sich bei Softwareentwicklung und komplexen Datenanalysen die Spitzenposition gesichert.

Der Markt entwickelt sich zu einem Oligopol weniger Anbieter. Die oft vorhergesagte Open-Source-Welle bleibt aus. IT-Entscheider nennen als Gründe die schnelleren Verbesserungen bei geschlossenen Modellen, den Mangel an eigenem KI-Personal und Bedenken zur Datensicherheit. Die durchschnittlichen KI-Ausgaben der befragten Großunternehmen stiegen im letzten Jahr um 180 Prozent auf sieben Millionen US-Dollar.

Das Landgericht Frankfurt hat entschieden, dass Unternehmen sich gegen fehlerhafte KI-Zusammenfassungen von Google wehren können. Die Richter stuften KI-Fehler unter bestimmten Voraussetzungen als mögliche Wettbewerbsbehinderung ein. Das ist besonders relevant wegen des „Zero-Click-Effekts“: Nutzer finden Antworten direkt in den KI-Texten und besuchen die ursprünglichen Webseiten nicht mehr.

Ein Ärzteverbund hatte Google wegen falscher medizinischer Informationen verklagt. Die KI behauptete fälschlicherweise, bei einer Penisverlängerung werde ein Teil des Organs durchtrennt. Der konkrete Antrag scheiterte, doch das Gericht stellte wichtige Grundsätze fest: Deutsche Gerichte sind zuständig, und Google unterliegt einer besonderen Missbrauchsaufsicht. Offen blieb, ob Google für KI-Texte als eigene Äußerungen haftet. Der Konzern wollte sich nicht äußern.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

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(mali)



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Relativitätstheorie vs. Tatooine: Enge Exoplaneten um Doppelsterne sind instabil


In Albert Einsteins Relativitätstheorie vorhergesagte Effekte führen dazu, dass es praktisch keine Exoplaneten gibt, die zwei Sterne gleichzeitig in einem stabilen Orbit umkreisen. Das hat eine internationale Forschungsgruppe herausgefunden und fasst ihre Erkenntnis mit einem Hinweis auf Star Wars zusammen. Denn gerade das sei der Grund, warum wir nahezu keine Entsprechung für den Wüstenplaneten Tatooine finden. Verantwortlich ist demnach die sogenannte Präzession, die bei den beiden Sternen und dem sie umkreisenden Planeten unterschiedliche Ursachen hat. Deshalb könnten sich keine stabilen Umlaufbahnen entwickeln und ein möglicherweise vorhandener Planet würde entweder in die Sterne gezogen oder aus dem System geschleudert.

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Die Studienautoren von der University of California, Berkeley und der Amerikanischen Universität Beirut haben errechnet, dass das Zusammenspiel der beiden Sterne in einem Doppelsystem infolge der Relativitätstheorie zwangsläufig dazu führt, dass ihre Umlaufbahnen umeinander schrumpfen. Gleichzeitig nehme ihre Präzession zu, also die Richtungsänderung ihrer Rotationsachsen, während die eines möglichen Planeten genau durch diesen Prozess kleiner werde. Sobald beide dabei in Resonanz geraten, werde der Planet in einen extremen Orbit gedrängt, der ihn viel näher an die Sterne und dann viel weiter wegführt. Dann sei es nur eine Frage der Zeit, bis er entweder im Inneren zerstört oder herausgeschleudert werde: „In beiden Fällen wirst du den Planeten los“, meint Erstautor Mohammad Farhat lapidar.

Die in The Astrophysical Journal Letters vorgestellten Berechnungen bedeuten zwar nicht, dass es überhaupt keine Exoplaneten geben kann, die Doppelsterne umkreisen. Stabile Orbits seien aber nur möglich, wenn die Himmelskörper so weit außerhalb unterwegs sind, dass sie mit gegenwärtiger Technik nur sehr schwer zu entdecken sind. Das erklärt demnach, warum wir statt der 300 Beispiele, die angesichts unserer Modelle zu erwarten seien, gerade einmal 14 solcher Exoplaneten gefunden haben. Keiner davon kreist eng um zwei Sterne und zwölf sind nur knapp außerhalb der Instabilitätszone.


(mho)



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