Künstliche Intelligenz
Anfänglicher Liebling der Blogger: Typepad wird Ende September geschlossen
Nach mehr als 20 Jahren endet in wenigen Wochen die Geschichte von Typepad. Die Blogging-Software hat Anfang des Jahrtausends mit dazu beigetragen, die Online-Tagebücher zu einem Massenphänomen zu machen. In einem Blogeintrag erklären die Verantwortlichen jetzt, dass sich Nutzer und Nutzerinnen von Typepad nach dem 30. September nicht mehr einloggen können. Die Accounts und alle damit zusammenhängenden Dienste würden dann unwiderruflich gelöscht. Ab diesem Datum nehme das Unternehmen auch keine Zahlungen mehr an; darüber hinaus bezahlte Beträge sollen erstattet werden. Wer will, könne seine Daten noch bis zum 30. September exportieren, beispielsweise um sie in eine WordPress-Seite zu importieren.
Seit fünf Jahren ohne neue User
Typepad gibt es seit 2003, der Dienst sollte die Blogging-Software Movable Type für eine breite Nutzerschaft verfügbar machen. Genutzt wurde der Dienst dann aber nicht für Blogs von Privatleuten, auch verschiedene Medienorganisationen haben zwischenzeitlich darauf gesetzt. Später geriet der Dienst aber unter anderem gegenüber WordPress ins Hintertreffen, seit fünf Jahren konnten sich keine neuen User mehr dafür registrieren. Noch im März haben die Verantwortlichen auf die Nachfrage eines Nutzers versichert, dass man aber nicht vorhabe, den Dienst für die noch aktiven User einzustellen. Trotzdem wurde damals aber bereits eine Exportfunktion angekündigt, die ist seit dieser Woche verfügbar.
Die Typepad zugrunde liegende Technik Movable Type wurde von der Firma Six Apart entwickelt und hat in den frühen 2000er-Jahren die Blogging-Szene dominiert. Dann haben die Verantwortlichen aber Wagniskapital angenommen und eine schnelle Erweiterung ihrer Firma vorangetrieben. Schließlich änderte Six Apart die Lizenzierung der vormals freien Software, woraufhin ein Großteil der begeisterten Nutzerschaft zum Konkurrenten WordPress gewechselt ist. Noch später hat Six Apart Movable Type unter der GPL wieder als Open Source veröffentlicht, aber schon damals war darüber spekuliert worden, dass das wohl zu spät war. Zwei Versionen war auch wieder Schluss mit Open Source. Movable Type gibt es weiterhin, aber für Typepad endet die Geschichte nun 18 Jahre später.
(mho)
Künstliche Intelligenz
heise security Webinar: So verändert KI die IT-Sicherheit
Die aktuell bei vielen Unternehmen anstehende Einführung KI-gestützter Tools und Workflows verändert die Art & Weise, wie wir Security denken, analysieren und letztlich umsetzen müssen. Denn unter anderem der damit einhergehende Verlust an Determinismus hat weitreichende Konsequenzen, die bislang viel zu wenig bedacht und berücksichtigt werden. Dieses Webinar bereitet Security-Verantwortliche darauf vor, welche Neuerungen diese Veränderungen mit sich bringen und wie sie darauf reagieren können.
Nach einer kurzen Analyse der Bedrohungslage geht es darum, wie die Einführung von KI „die Mechanik“ der IT und damit auch der IT-Security verändert und was das bedeutet. Das bleibt nicht abstrakt, sondern führt letztlich zu ganz konkreten Fragen wie: Was muss ich als Security-Verantwortlicher auf dem Schirm haben, wenn die Personalabteilung eingehende Bewerbungen mit der Unterstützung von KIs zusammenfasst und vorsortiert? Nach dem „What could possibly go wrong“ kommt der praxisrelevante Teil, der erklärt: Wie kann ich solche Prozesse in der Praxis sinnvoll begleiten und dabei die Ansprüche des Unternehmens an IT-Sicherheit praktisch umsetzen?
Zu 100% unabhängig und werbefrei
Dieses rund zweistündige Webinar am 29. Oktober 2025 richtet sich vor allem an IT-Security-Verantwortliche, Security-bewusste System- und Lösungs-Architekten sowie Betreuer von KI-Projekten in Unternehmen. Es wurde von der heise-security-Redaktion zusammen mit den Referenten konzipiert und ist damit – wie alle heise-security-Events – unabhängig und keine Werbeveranstaltung. Die Teilnahme kostet regulär 149 Euro; aktuell gilt aber noch der Frühbucher-Tarif mit 129 €. Mitglieder von heise security PRO können natürlich kostenlos teilnehmen. Alle weiteren Informationen zum Webinar und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es auf der Webseite zu:
(ju)
Künstliche Intelligenz
FTC an Google: Gmail benachteiligt angeblich Wahlkampf-Mails der Republikaner
Der Chef der US-Verbraucherschutzbehörde FTC hat Google in einem offenen Brief an den Alphabet-Chef Sundar Pichai vorgeworfen, dass Gmail die E-Mails von Republikanern öfter in den Spam-Ordner verschiebt als solche von Demokraten. Das würde gegen Vorgaben der Federal Trade Commission verstoßen und könnte Ermittlungen zur Folge haben, warnt Andrew Ferguson. Google hat dem bereits widersprochen, laut dem Politmagazin Axios erklärte eine Sprecherin, dass die Spamfilter eine Reihe von Signalen auswerten würden. So würde eine E-Mail beispielsweise als Spam eingeordnet, wenn viele sie als solche markieren oder ein Absender besonders viele Nachrichten verschickt, die als Spam gekennzeichnet würden. Das geschehe unabhängig von der politischen Ausrichtung.
Kein neuer Vorwurf
Der Vorwurf gegen Google ist nicht neu, das Nationalkomitee der US-Republikaner (RNC) fühlt sich schon seit Jahren von dem mit Abstand am weitesten verbreiteten E-Mail-Provider in den USA benachteiligt. Neu ist jetzt, dass der Vorwurf auch von US-Behörden geteilt wird. 2022 nach den jüngsten Zwischenwahlen zum US-Kongress hatte das RNC Klage wegen der behaupteten Benachteiligung eingereicht, die war vom zuständigen Bundesbezirksgericht aber abgewiesen worden. Das RNC habe nicht hinreichend dargelegt, dass Google böswillig gehandelt habe, hieß es damals zur Begründung.
Obwohl Google damals eine Auseinandersetzung vor Gericht erspart geblieben war, gab es deutliche Worte vom Richter. Dass die Spamfilter von Gmail ungleiche Auswirkungen auf die E-Mails politischer Parteien hätten, sei besorgniserregend, erklärte er. Google sei sich dieser Voreingenommenheit bewusst und sei bislang nicht in der Lage, sie zu korrigieren. Eine Abschaltung sei für Nutzer und Nutzerinnen aber schädlich. Auch wenn sie im Großen und Ganzen unvollkommen seien, seien sie moralisch nicht zu beanstanden. Der jetzt vom Chef der FTC erhobene Vorwurf folgt nun wenige Tage auf einen Bericht der konservativen New York Post, in dem es hieß, dass Spendenaufrufe der Republikaner noch immer öfter im Spam landen und damit schwerer zu finden sein würden.
Google hatte vor den Zwischenwahlen 2022 ein Programm zur Kennzeichnung politischer E-Mails ins Leben gerufen, die diese vor der Aussortierung in den Spam schützen sollten. Genehmigt wurde das von der US-Wahlkommission (Federal Election Commission). In dessen Rahmen konnten sich politische Parteien dafür registrieren, deren Nachrichten wurden dann nur noch auf Phishing und Malware geprüft. Das RNC hatte sich damals aber nicht an dem Programm beteiligt, eben weil Google Parteilichkeit bei der Filterung vorgeworfen wurde. The Verge hat damals berichtet, dass die RNC-Mails on einem einschüchternden und drohenden Ton gehalten und häufig mehr als zehnmal pro Tag verschickt wurden.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Freitag: Wikipedia-Untersuchung auf Manipulation, Copilot für Samsungs Smart-TVs
Ein Untersuchungsausschuss in den USA verlangt innerhalb von zwei Wochen von der Wikipedia-Stiftung Informationen über mutmaßliche Manipulationen von Inhalten. Denn nach Ansicht der Republikaner wurden Informationen auf der Wikipedia-Plattform für Propaganda manipuliert, die auf ein westliches Publikum abzielen. Derweil soll Microsofts KI Nutzern von Samsungs Smart-TVs auf Zuruf mehr Informationen zum gezeigten TV-Content liefern können. Zudem soll sie auch Handlungen zusammenfassen und das Lernen fremder Sprachen unterstützen können. Microsofts Copilot landet zunächst auf Samsung-Geräten von 2025. Fernseher wie diese könnten in Zukunft über ein Quanteninternet vernetzt werden, das Informationen sicher übertragen und Quantencomputer verbinden soll. Teile davon könnten mit herkömmlicher Netzwerktechnik vereinbar sein, wie eine Studie zeigt. Denn ein reines Quantennetzwerk ist aufgrund der Empfindlichkeit der Quantenobjekte aufwendig aufzubauen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia gerät in den USA unter Beschuss durch die Republikanische Partei. Im Ausschuss für Aufsicht und Regierungsreform, dem wichtigsten Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten, haben die Republikaner eine Untersuchung eingeleitet über angebliche organisierte Bemühungen, Wikipedia-Einträge mit Vorurteilen zu versehen, und über die Reaktion der Wikimedia Foundation darauf. Das ist Teil einer Untersuchung über „die Bemühungen ausländischer Operationen und Einzelpersonen an akademischen Einrichtungen, die mit Geldern der US-Steuerzahler subventioniert werden, die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen„, heißt es einem Schreiben an die Betreiber von Wikipedia: Republikaner leiten Untersuchung ein.
Samsung hat die Integration von Microsofts Copilot in die eigenen Smart-TVs und -Monitore angekündigt. Mit der Künstlichen Intelligenz (KI) im Fernsehgerät soll den Anwendern ein KI-Chatbot zur Seite gestellt werden, der per Sprachbefehl Informationen zum gezeigten Programm liefern kann, etwa zu Athleten einer Sportübertragung. Die Microsoft-KI kann auf Zuruf oder über die Fernbedienung aufgerufen werden und ermöglicht KI-Unterstützung per Konversation. Copilot soll personalisierte Empfehlungen geben können sowie relevante Informationen und eine „interaktive Lernerfahrung“. Die Microsoft-KI soll für die aktuelle Serie von Fernsehgeräten und Monitoren dieses Jahres kommen: Samsung integriert die Microsoft-KI Copilot in neue Smart-TV und -Monitore.
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Ein US-Forschungsteam hat in einem Experiment Quanteninformationen über klassische Internetprotokolle, Router und Glasfaserkabel übertragen. Damit demonstrierte das Team, dass zukünftiges Quanteninternet möglicherweise in Teilen auf bestehender Netzwerktechnik basieren könnte. Ein Quanteninternet verspricht abhörsichere Datenübertragung und die Vernetzung von Quantencomputern. Doch der Aufbau eines Quantennetzwerks ist mit vielen technischen Hürden verbunden, denn Quantenobjekte sind extrem empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Allerdings können auch herkömmliche Glasfaserkabel Quanteninformation übertragen. Die Forscher haben nun klassische und quantenbasierte Daten zu einem hybriden Datenpaket kombiniert für ihr Quanteninternet: Klassische Netzwerktechnik überträgt Quanteninformation.
Plug-in-Hybride, die einige Kilometer elektrisch fahren können, bevor der Verbrennungsmotor anspringt, galten einstmals für einige als das Beste aus zwei Welten. Inzwischen aber sind Elektroautos so gut, dass es keine oder nur noch wenige Sachargumente gegen den rein elektrischen Antrieb gibt. Eigentlich sind Plug-in-Hybride am Ende. Dass überhaupt noch Plug-in-Hybride (abgekürzt PHEV) angeboten werden, hat zwei Ursachen: Zum einen möchte die Autoindustrie diese Fahrzeuge inklusive der Verbrennungsmotoren darin gewinnbringend verkaufen, bevor sie endgültig durchs Elektroauto abgelöst werden. Zum anderen setzen sowohl Deutschland als auch die Europäische Union staatliche Fehlanreize, die sich teilweise widersprechen und zu einem unwürdigen Chaos führen: Das Ende der Plug-in-Hybride naht.
Softwarelizenzen sind üblicherweise mit einem Online-Benutzerkonto verknüpft, so auch Microsoft Office-Lizenzen. Diese sind grundsätzlich an einen Microsoft-Account gebunden. Es gibt zwei gängige Lizenzmodelle. Bei dauerhaften Office-Lizenzen kauft man das Produkt einmal und kann es anschließend ohne monatliche Kosten unbegrenzt nutzen. Die Lizenz ist jedoch an einen bestimmten PC gebunden. Abo-Modelle sind nutzer- statt gerätebezogen und können auf mehreren Geräten gleichzeitig verwendet werden. Dafür fallen aber laufend Gebühren an. Bei der Software-Beschaffung sollten Interessenten sorgfältig zwischen Abo- und Einmal-Lizenz-Modell abwägen. Beide haben Vor- und Nachteile, die je nach Nutzungsverhalten relevant sind. Welche das sind und was man bei Lizenzproblemen tun kann, besprechen wir im c’t-Podcast Vorsicht, Kunde: Account gelöscht, Office-Lizenzen futsch.
Auch noch wichtig:
(fds)
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