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Ho ho ho! Tipps für deinen Social Media Adventskalender


Weihnachten kommt immer so plötzlich. Aber auf eine Tradition kann man sich immer verlassen. Sobald der Kalender pünktlich zur Adventszeit auf den ersten Dezember vorrückt, tauchen sie wieder auf: Lebkuchen in den Regalen, pünktlich zum Weihnachtsgeschäft. Nein, wir sprechen natürlich von Social Media-Adventskalendern.

Nur, meistens sind sie so vorhersehbar, wie die Gewissheit, dass bald wieder Weihnachten ist. Social Media Adventskalender müssen nicht langweilig sein – mit kreativen Content-Ideen und originellen Inhalten können sie die Adventszeit deiner Follower*innen zu einem amüsanten Erlebnis machen.

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Kreativ durch den Advent

Während der klassische Schokoladen-Adventskalender die meisten Menschen erfreut, löst der bloße Gedanke an einen „Social Media Adventskalender“ in den Redaktionssitzungen (die gefühlt traditionell erst kurz vor dem ersten Dezember stattfinden) wenig Vorfreude bei den Content-Verantwortlichen aus. Die Community scrollt ebenso weiter, sobald die altbekannten Adventskalender zur Vorweihnachtszeit in ihrem Feed aufploppen. 

Viele Social Media Adventskalender wirken deshalb eintönig, weil sie oft auf die gleichen Ideen und Formate zurückgreifen. Häufig werden einfache Gewinnspiele zum Loswerden über das Jahr angesammelter Merchandise-Produkte oder Rabattaktionen ohne viel Kreativität angeboten. Der Fokus liegt gefühlt mehr auf der Verkaufsförderung wie am Black Friday als auf der Interaktion mit der Community. 

Zudem fehlt es oft an einer durchdachten Strategie, die den Adventskalender mit den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe verbindet. Ein Mangel an originellen Inhalten oder einer klaren thematischen Linie kann dazu führen, dass der Adventskalender schnell an Reiz verliert. Um dies zu vermeiden, solltest du deinen Adventskalender mit abwechslungsreichen Content-Ideen und interaktiven Elementen gestalten, die echten Mehrwert bieten und das Engagement deiner Social Media Follower stärken.

Erstes Türchen: Sei du selbst, auch in der Weihnachtszeit!

Ein Social Media Adventskalender kann schnell an Wirkung verlieren, wenn die Inhalte plötzlich vollkommen anders sind als das, was die Community das ganze Jahr über gewohnt ist. Deine Follower schätzen nunmal, wie du mit ihnen kommunizierst und welche Inhalte dein Social Media Auftritt ihnen bietet. Sonst würden sie dir wohl kommen folgen.

Wenn der Adventskalender plötzlich von diesem Stil abweicht, führt das eher zu Verwirrung als zu mehr Engagement. Ja, man kennt es von so manchen Weihnachtsessen, wenn man wieder die Familie zufriedenstellen will und vielleicht das ein oder andere Ungemach wortwörtlich unter den Tisch fallen lässt. Aber zumindest auf deinen Social Media Kanäle ist es trotzdem sinnvoll, sich auch während der Weihnachtszeit treu zu bleiben und den Adventskalender so zu gestalten, dass er nahtlos in die bestehende Content-Strategie passt. 

Dies bedeutet nicht, dass man auf kreative und festliche Inhalte (weil, wer mag nicht Weihnachten?) verzichten muss. Die Inhalte sollten nur im Einklang (oder besser Weihnachtsklänge) mit der gewohnten Markenidentität stehen. Dadurch bleibt dein Adventskalender authentisch und stärkt auch in der kalten Jahreszeit die Verbindung zur Community, indem du ihr vertraute Inhalte mit einem weihnachtlichen Twist überreichst.

Zweites Türchen: Best Practices Inspirationen erleichtern die Bescherung

Wenn dir die Ideen für einen Social Media Adventskalender ausgehen, musst du das Rad (oder besser gesagt: den Kalender) nicht neu erfinden. Lass dich einfach von Best Practice Beispielen inspirieren. Viele erfolgreiche Adventskalender aus vergangenen Jahren bieten eine Fülle an kreativen Ansätzen und innovativen Formaten, die du auf deine eigene Marke, dein Unternehmen oder deinen Channel anpassen kannst.

Social Media Adventskalender: Beliebtes Mittel für die Bindung zu den Fans. Quelle: Adler Mannheim Instagram Kanal.

Ob es um Gewinnspiele zum Mitmachen (mehr zu Gewinnspielen auch weiter unten im Beitrag), ansprechende Video-Inhalte oder originelle Rabattaktionen geht – die Themen von Adventskalendern können vielfältig sein. Ein Blick auf die Strategien anderer kann dir helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und dir bei der Planung von deinem Content für den Advent helfen. So kannst du sicherstellen, dass dein Adventskalender nicht nur die Aufmerksamkeit deiner Follower auf sich zieht, sondern auch echtes Engagement und einen Mehrwert für deine Marketingziele bietet.

Drittes Türchen: Inspirieren, nicht Kopieren!

Bei allen Best Practices gilt nur: Inspirieren, nicht Kopieren! Bleib dir immer treu. Das heißt, selbst wenn du einen tollen Online Adventskalender entdeckst und dir dessen Aufmachen gefällt, übernimm die Inhalte des Adventskalenders nicht 1:1, sondern bleibt dir stets treu und mach dir Gedanken, wie dein Social Media Content auch in der Weihnachtszeit zum Auftritt der anderen 11 Monate passt. Denn wie eingangs besprochen: Es wäre sonst etwas verwunderlich für deine Community, wenn deine Accounts plötzlich eine völlig neue Richtung nehmen, nur damit irgendwie ein Adventskalender gepostet wurde. 

Ja, von anderen Adventskalendern Inspirationen zu holen, ist völlig in Ordnung, aber versuche dennoch den Stil und den Ton zu bewahren, den deine Community schätzt. Noch mehr Inspiration gesucht? Hör doch auch gerne mal für die eine oder andere Social Media Idee in unseren Podcast rein. 

Bitte auch nicht exakt 24 mal die gleichen Inhalte veröffentlichen, wie ein anderer Kanal. So schwer ist es nun auch wieder nicht, ein passendes Thema für deinen Adventskalender zu finden. Wo wir gerade dabei sind, dein Adventskalender sollte einheitlich gestaltet sein. Also ein durchgängiges Thema schafft Konsistenz und Neugier bei deinen Follower, was im nächsten Türchen so ansteht.

Ein Adventskalender, der Tag für Tag verschieden ist, kann etwas überstürzt und planlos wirken. Daher auch der Rat: Besser frühzeitig mit der Planung beginnen und lieber etwas mehr Zeit in den Adventskalender bereits ein paar Monate vorher mit den ersten Ideen beginnen.

Viertes Türchen: Adventskalender sind kein Muss!

Am schönsten sind doch die Feiertage rund um Weihnachten, wenn man sie unbeschwert genießen kann. Ähnlich genussvoll und in freudiger Erwartung auf die Festtage sollte doch eine Social Media Weihnachtskampagne deine Community durch die virtuelle Adventszeit führen. Deshalb sollte dein Adventskalender auch wirklich eine kleine Freude für deine Community sein. Nur einen Adventskalender für deine Social Media Kanäle zu machen, weil es alle anderen auch tun, sorgt nicht gerade für festliche Stimmung. Also lieber echte und kreative Ideen als irgendein Marketing-Stunt.

Das Titelbild der Feed und Fudder Podcast Folge Wins, Wins, Wins. Klick auf das Bild führt zur Folgenseite.
Adventszeit ist auch ein willkommener Anlass, Feel Good Stories zu erzählen. Inspiration dazu gibt’s auch in unserem Feed und Fudder Podcast Spezial.

Es ist wichtig, dass dein Adventskalender authentisch bleibt und echten Mehrwert für deine Community bietet. Wenn dir die passenden Ideen fehlen oder du nicht genügend Ressourcen hast, um qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen, ist es besser, auf einen Adventskalender zu verzichten. Gerade die Ressourcenfrage (wie Zeit und Budget) – und beim Stress der zu Jahresende im Social Media Management meist herrscht (schließlich wollen ja auch noch die Strategie für das kommende Jahr angepasst und der Redaktionskalender für die Zeit nach den Feiertagen gefüllt werden) – solltest du nicht außer Acht lassen.

Es muss nicht immer ein Adventskalender sein

Stattdessen kannst du dich auf andere kreative Möglichkeiten konzentrieren, wenn es dir ein wichtiges Anliegen ist, auch in der Advents- und Weihnachtszeit mit der Community zu kommunizieren und zu interagieren (und das solltest du eigentlich immer tun, nicht wahr?). Vielleicht gibt es andere Formate oder Aktionen, die besser zu deiner Marke oder zu deinem Unternehmen passen und die du mit weniger Aufwand realisieren kannst.

Denke stets daran, es ist keine Pflicht oder eine Art ungeschriebenes Social Media Gesetz, einen Adventskalender für deine Social Media Kanäle zu haben. Die Qualität und Relevanz der Inhalte auf den von dir bespielten Social Media Plattformen sollten immer im Vordergrund stehen. Gilt natürlich nicht nur für Social Media, auch in deinem sonstigen Content Marketing oder Online Marketing macht ein Adventskalender nur Sinn, wenn du wirklich ansprechende Ideen für deine Zielgruppe und Community hast.

Wenn du dich dennoch für einen Adventskalender entscheidest, stelle sicher, dass du ausreichend Zeit für die Planung und Erstellung der Inhalte berücksichtigst. Ein gut durchdachter Adventskalender kann tatsächlich eine Chance sein, das Engagement zu steigern und die Bindung zu deiner Community zu stärken. 

Doch ohne die richtigen Inhalte verliert er schnell an Wirkung und hat eher negative als positive Effekte. Setze daher auf Qualität statt Quantität und lass dich nicht von externem Druck leiten. Es muss auch nicht eine Tür für jeden Tag sein. Wenn du vier gute Ideen für die Adventssonntage hast, dann reicht diese Anzahl an Posts vollkommen aus. Ein Online Adventskalender soll allen Beteiligten Freude machen und nicht ein wiederkehrendes Problem im Redaktionsplan sein.

Fünftes Türchen: Her mit den Content Ideen für deinen Social Media Adventskalender

Immer noch keine Idee, was nun alles in deinen Adventskalender soll? Dann lass uns doch mal gemeinsam überlegen, was du alles für einen Adventskalender nutzen kannst?

Bonus/Geschenke für deine Community: Überrasche deine Follower mit exklusiven Inhalten oder Angeboten, die nur während der Adventszeit verfügbar sind. Dies könnte ein Rabattcode, ein kostenloser Download oder ein exklusiver Einblick in zukünftige Projekte sein. Solche Boni schaffen nicht nur zusätzliche Anreize für mehr Engagement.

Kooperationen: Zusammenarbeit mit Partnern können deinem Adventskalender einen zusätzlichen Mehrwert verleihen. Mit Hilfe solcher Aktionen kannst du auch mit einem Partner zusammenarbeiten, zum Beispiel hinter jeder Tür verstecken sich Promo Codes für einen befreundeten Online Shop. Kooperationen müssen aber nicht nur mit Produkten oder Dienstleistungen von einer Partnerseite oder einem Online Shop zusammenhängen. Auch auf inhaltlicher Seite kannst du gemeinsamen Content für die eigene Community und die Social Media Follower deines Kooperationspartners erstellen.

Gewinnspiele: Ein Gewinnspiel gilt wohl als der Klassiker schlechthin, wenn man sich im Social Web umschaut. Da es hier aber ein paar Punkte zu beachten gibt, haben wir dir im nächsten Türchen ein paar ausführliche Tipps für Gewinnspiele als Social Media Adventskalender zusammengestellt.

Gewinnspiel als Inhalte für den Adventskalender von Medion Deutschland auf Instagram.
Bewährte Inhalte von Marken zur Adventszeit: Gewinnspiele. Quelle: Medion Deutschland Instagram Channel.

Best of Content: Nutze den Adventskalender, um die Highlights des vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen. Dies kann in Form von Rückblicken auf erfolgreiche Kampagnen oder Inhalte sein. Hier lässt sich gut Content teilen, der dir besonders gut gefallen hat oder du bringst nochmal die Inhalte, die am meisten Zuspruch von deiner Community erhalten haben.

Für B2B Accounts kannst du auch Inhalte wiederveröffentlichen, die Entwicklung und Erfolge deines Unternehmens zeigen, oder ebenfalls erfolgreich realisierte Projekte mit Kunden sowie Geschäftspartnern. Organisationen aus dem sozialen Bereich könnten die Tage bis Weihnachten nutzen, um auf ihre Projekte aus dem vergangenen Jahr hinzuweisen. 

Challenge für dich oder deine Community: Starte eine weihnachtliche Challenge für deinen Adventskalender, die deine Follower dazu ermutigt, kreativ zu werden und aktiv teilzunehmen. Dies könnte eine Foto-Challenge auf Instagram, ein DIY-Projekt oder ein kreativer Wettbewerb sein. Oder du begibst dich selbst auf eine 24-tägige Challenge und lässt deine Community während der Adventszeit daran teilhaben. Auch Sale Aktionen lassen sich mit einer Challenge verbinden.

Vorsicht: Besteht das Ziel der Challenge nur darin, Interaktionen wie Likes, Kommentare oder Bewertungen unter deinen Posts abzustauben oder die Anmeldung für einen Newsletter zu steigern etc., dürften deine Follower auch bald die Lust verlieren, daran überhaupt teilzunehmen.

Vorschau aufs neue Jahr (kleine Teaser für neue Produkte, die bald erscheinen werden): Vorfreude ist die beste Freude.Nutze deinen Social Media Adventskalender als Gelegenheit, um deine Follower neugierig auf das kommende Jahr zu machen. Teile exklusive Teaser für neue Produkte oder Dienstleistungen, die bald auf den Markt kommen. Solche Vorschauen wecken Interesse und Vorfreude und geben deiner Community einen Grund, auch im neuen Jahr dir oder deinem Unternehmen gespannt auf den Social Media Plattformen zu folgen. 

Sechstes Türchen: Vorsicht bei Gewinnspielen

Gewinnspiele können in der Tat eine effektive Methode sein, um rasch das Engagement zu steigern und neue Follower zu erhalten. Aber Vorsicht! Mit einem Gewinnspiel kannst du auch unter Umständen die falschen Follower anziehen, die lediglich kurzfristig an den Gewinnen interessiert sind und langfristig kaum zur Interaktion oder zum Wachstum deiner Community beitragen. 

Trotzdem, wenn dein Gewinnspiel gut gemacht ist, kann es durchaus eine Bereicherung für deinen Social Media Adventskalender sein. Entscheide am besten, welchen Anteil Gewinnspiele am Adventskalender-Geschehen haben. Planst du einen Adventskalender, bei dem hinter jedem Türchen ein Gewinn auf die Glücklichen wartet oder soll nur an ausgewählten Tagen im Advent – wie dem Nikolaustag oder den Adventssonntagen – ein Gewinnspiel stattfinden.

Damit alles zusammengehörig bleibt, sollten das Gewinnspiel und die Gewinne auf jeden Fall zum Thema deines Adventskalender passen. Wie wäre es mit adventlichen Aufgaben, denen sich deine Nutzer*innen stellen müssen (nebenbei noch ein Weg User-Generated-Content zu fördern)? 

Und die Planung und Durchführung eines Adventskalender ist eh schon mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden. Denke daran, dass sich dieser Aufwand bei einem Gewinnspiel nochmal erhöhen kann. Weil besonders auf Instagram Gewinnspiele zu beliebten Content-Formaten zählen, haben wir dir hier Tipps, Tricks und Stolperfallen in unserem Instagram Gewinnspiel Guide zusammengefasst. 

Siebtes Türchen: Nach dem Adventskalender ist vor dem Adventskalender

Damit du im nächsten Jahr nicht wieder überrascht wirst, wenn es wieder heißt: Her mit den Social Media Adventskalendern! Entwirf doch eigene Templates als Vorlagen. Dann sparst du dir Aufwand bei den Rahmenbedingungen und hast mehr Zeit für die inhaltliche Konzeption deines Adventskalender. Und wenn du mehrere Marketing-Kanäle mit einem Adventskalender bespielen willst, dann helfen dir diese Templates ebenso bei der Anpassung deines Adventskalender an andere Kanäle, wie E-Mail oder Messenger-Dienste wie WhatsApp.

Aber aufpassen: Vorlagen sind dazu da, dir den Aufwand in der Vorweihnachtszeit zu erleichtern. Jedes Jahr dasselbe Video oder Reel zu posten, wird wohl kaum zur besinnlichen Stimmung deiner Community und der Reichweite deiner Inhalte beitragen. Das gilt übrigens für jede Jahreszeit.

Und weil Weihnachten nichts ohne Musik wäre, haben wir dir hier im AllSocial Blog eine Checkliste mit Hinweise zur rechtssicheren Musiknutzung in Social Media Beiträgen erstellt. Damit dein Social Media Adventskalender nicht nur gut aussieht, sondern auch gut klingt und deine Follower genüsslich auf die Festtage einstimmt. 

Bereit für deinen Adventskalender?

Ok, alle 24 Türchen haben wir in diesem Artikel nun doch nicht geöffnet, aber nun liegt es an dir, für deinen Adventskalender 24 originelle Inhalte zu finden. Was sind deine Tipps für einen gelungenen Social Media Adventskalender? Hast du eine originelle Themenidee für einen Adventskalender? Schreibe uns doch gerne in die Kommentare unter dem Beitrag.



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Metas Traum vom Metaverse ist geplatzt


Während uns die geopolitischen Nachrichten derzeit stark beschäftigen, ist eine andere Entwicklung beinahe untergegangen. Dabei markiert sie einen tiefen Einschnitt für die Tech-Branche: Meta beendet das Metaverse in seiner bisherigen Form durch eine Reihe gezielter Entscheidungen innerhalb weniger Tage.

Ein kurzer Schritt zurück: Mit der Umbenennung von Facebook zu Meta machte Mark Zuckerberg im Jahr 2021 unmissverständlich klar, wohin die Reise gehen sollte. Das Metaverse wurde als Nachfolger des Internets positioniert. Webseiten sollten durch immersive 3D-Welten ersetzt werden, Menschen ihre Freizeit ebenso wie ihre Arbeit dort verbringen. Mit Meta Horizon für soziale Erlebnisse und Workrooms für den Arbeitsalltag wollte Meta gleich mehrere Lebensbereiche in diese neue Plattform überführen. Selbst Unternehmen wie Microsoft stellten damals passende Anwendungen in Aussicht.

Strategisch war das Metaverse für Meta eine Wette auf das nächste große Plattform-Paradigma, jenseits der in vielerlei Hinsicht gesättigten Social Networks.

Zentrales Element dieser Vision war ein VR-Headset: Bildschirme direkt vor den Augen, räumlicher Sound, gesteuert über Handgesten. Ein neues „Betriebssystem des Internets“.

Fehlender Product-Market-Fit

Ja, es gibt Nischen, in denen VR funktioniert. Im Gaming- und Sportbereich etwa, wo immersive Erlebnisse tatsächlich einen Mehrwert schaffen, den klassische Bildschirme nicht leisten können. Auch in spezialisierten industriellen oder kollaborativen Szenarien kann VR sinnvoll sein.

Für den Büro-Alltag jedoch nicht. Dort existieren mit geteilten Dokumenten, Messengern wie Slack und etablierten Videokonferenz-Tools längst Lösungen, die einfacher, günstiger und funktional ausreichend sind. Das Metaverse bot hier vor allem eines: zusätzliche Komplexität ohne klaren Nutzen.

Jetzt also der strategische Shift

Seit dem Jahreswechsel zieht Meta nun selbst die Konsequenzen. Nach Berichten von The Verge wurden innerhalb weniger Tage zwischen 1.000 und 1.500 Mitarbeitende im Bereich Reality Labs entlassen – jener Einheit, die für VR- und AR-Entwicklung zuständig war.

Gleichzeitig stellt Meta Horizon Workrooms Mitte Februar ein. Alle Nutzerdaten werden gelöscht. Kurz darauf endet auch der Verkauf von Meta-Quest-Headsets an Unternehmen. Damit verabschiedet sich Meta faktisch aus dem Metaverse-Arbeitskontext, einem der zentralen Anwendungsfälle der ursprünglichen Vision.

Auch mehrere VR-Spiele-Studios, die Meta in den letzten Jahren gekauft hat, wurden in den letzten Tagen geschlossen. Eine Weiterentwicklung in diesen Bereichen ist damit auch nicht mehr wahrscheinlich.

Diese Entscheidungen senden ein klares Signal: Meta glaubt nicht mehr an das Metaverse als eigenständige Plattform.

Wie es weitergeht

Für Meta scheint der Weg im Moment erst einmal klar. Statt auf VR will man sich in Kalifornien lieber auf AR- (Augmented Reality) und AI-Lösungen fokussieren. Auch in diesem Segment ist Meta mit eigenen Produkten seit wenigen Jahren aktiv.

Statt den Nutzer in eine VKunstwelt einzuschließen, möchte man ihm nun lieber dabei helfen, mit KI-Assistenten im Blickfeld einer AR-Brille, seine täglichen Aufgaben zu bewältigen.

Ob sich daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell ergibt, ist offen. Denn auch AR-Brillen bieten Stand heute für viele Anwendungsfälle keinen klaren Mehrwert gegenüber dem Smartphone. Der Unterschied: Die Eintrittshürden sind niedriger, die Nutzung scheinbar näher an bestehenden Gewohnheiten. Und genau das scheint Meta aus den letzten Jahren gelernt zu haben.



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Instagram Feature-Update 2026


Was gibt’s 2026 Neues? In diesem Instagram Feature-Updates erfährst du alles über die neuesten Instagram Funktionen: Egal ob es um Reels, die Videoschnitt-App Edits oder Bildergrößen geht, hier wirdst du fündig.


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15.01.2026

Edits App mit Statistik-Funktionen und Links in Reels

Den „Neue Funktionen“-Auftakt im Instagram-Kosmos macht dieses Jahr die Edits-App, Metas eigenes Video-Schnitt-Programm und Konkurrenz zu CapCut.

Um sich von Letzterem abzugrenzen, integriert Meta bei Edits jetzt immer mehr Funktionen, die stark im Instagram-Kosmos verwurzelt sind. Inklusiver einer echten Neuheit:

Zum einen gibt es ab sofort die Möglichkeit, auf die Analytics-Kernfunktion auch in Edits zuzugreifen. Das bedeutet, ihr könnt in Edits sehen, welche eurer Reels gut performt haben. Wie die Interaktionsraten waren und auch wie sich euer Account entwickelt. Das soll zwei Nutzungsmotive abdecken: So könnt ihr einerseits anhand der Zahlen entscheiden, zu welchem Thema oder mit welchem Hook ihr besonders erfolgreich seid, um dann mehr in diese Richtung zu machen. Darüber hinaus könnt ihr diese Insights aber auch genau von dort aus (zum Beispiel als PDF) exportieren, um sie dann mit Werbepartnern zu teilen.

Zum anderen könnt ihr jetzt über Edits in Reels Links hinzufügen! Aber bevor ihr euch zu sehr freut: Die Links können nur entweder zu einem anderen (eigenen oder fremden) Reel verlinken oder aber zu einem Instagram-Account. Ein Link raus ins Web ist nicht möglich.

Trotzdem bieten die Links gerade eine Möglichkeit, einzelne Episoden oder Geschichten miteinander zu verbinden. Auch ein Reaction-Reel wird damit deutlich einfacher. Oder ihr könnt einfach einen Link zum eigenen Account oder Fremdaccount setzen. Bei Reels ist es so, dass das verlinkte Video in einer kleinen Vorschau innerhalb des Haupt-Reels angezeigt wird.

Screenshot – Profil-Link
Screenshot – Reel-Link

Beide Funktionen (Insights und Links) sind nach unseren Tests auch schon in Deutschland nutzbar.

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Instagram Feature-Update: Es gibt Neues über Instagram. Die Meta-Plattform launcht regelmäßig neue Funktionen und Verbesserungen. Damit du immer aktuell bist, sammeln wir in diesem Artikel eine Auswahl an interessanten Neuerungen. Schreib uns gerne direkt oder hier in die Kommentare, wenn du zu einzelnen Themen mehr erfahren willst!



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Feed und Fudder Podcast 74 – Empathie als Superskill


Stellenanzeigen für Social Media Jobs listen oft eine endlose Reihe an Anforderungen auf. Doch ein entscheidender Skill taucht erstaunlich selten auf. Nicht irgendeiner, sondern aus unserer Sicht einer der wichtigsten im gesamten Social Media Management: Empathie.

Ohne Empathie kein echtes Community Management. Das “Social” in Social Media verlangt Aufmerksamkeit, Fingerspitzengefühl und die Fähigkeit, Perspektiven zu wechseln. Empathie ist der Superskill, der Social‑Media‑Manager*innen befähigt, Beziehungen aufzubauen, Stimmungen zu lesen und Gespräche konstruktiv zu lenken.

Mit Empathie gelingt viel leichter auf Social Media, wie auch unsere Wins der Woche zeigen: Lecker Food Content garniert mit einem Schuss Empathie, und fertig ist der perfekte Social Media Account.

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Social Media Präsenz: Ist das noch Pflicht?

Wie können Corporate Ambassadors im Zeitalter von KI authentisch bleiben?


Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 74 – Empathie als Superskill

Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!

Hier gibt es das Transkript zu Folge 74 – Empathie als Superskill

Transkript

Nicola

Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder mit Alex und mir, der Nici. Wie empathisch bist du oder würdest du dich einschätzen auf einer Skala von 1 bis 10? Eins ist wenig, zehn ist viel. Wow. Ich weiß nicht, ob ich dich beglückwünschen oder bemitleiden soll, weil Empathie ist auch anstrengend.

Alexander

Ich denke, man muss zu einem gewissen Grad empathisch sein. Sagen wir 5,65 oder so. Deswegen reden wir heute darüber. Es ist ein wichtiger Soft Skill, um als Social-Media-Managerin oder Manager zu arbeiten.

Nicola

Was denkst du, wie viel Empathie braucht man, um gut in diesem Job zu sein?

Alexander

Sieben.

Nicola

Sieben. Bei Einstellungskriterien steht das selten drin. Da heißt es oft: Du musst Videos schneiden können. Aber wenn ich null Empathie habe und mich nicht in Menschen reinversetzen kann, kann ich vielleicht trotzdem gute Videos schneiden, wer weiß. Aber Menschen verstehen ist ein anderes Level.

Alexander

Du sagst etwas Gutes: In Menschen reinversetzen. Wenn man im Social-Media-Bereich arbeiten will, muss man sich im Klaren sein, dass man mit Menschen arbeitet. Nicht nur mit Kolleginnen und Kollegen, sondern mit Menschen im Internet. Da ist die ganze Bandbreite an Emotionen dabei, leider oft negativ. Manche lassen ihren Frust ab. Du hast es mit Menschen zu tun, die dich nicht kennen, aber dich anschreiben, als würden sie dich kennen. Damit musst du umgehen können. Das muss man lernen.

Nicola

Das Social in Social Media. Vielleicht will man im Media-Bereich arbeiten, aber da gibt es diesen Social-Part, der dazugehört. Einerseits Menschen verstehen, andererseits arbeiten wir mit Triggern, Humor, Zwischentönen, Kommunikation. Kommunikation ist immer interessant, je nachdem, ob Empathie dabei ist oder nicht. Wie willst du Trigger setzen, wenn du die Leute nicht verstehst? Wie willst du Emotionen erzeugen, wenn du keinen Zugang dazu hast? Man kann das mechanisch lernen, aber es ist einfacher, wenn man es wirklich versteht.

Alexander

Man braucht eine Grundempathie, die muss man mitbringen. Die kann man nicht lernen. Stell dir vor, wir würden uns nicht verstehen, der Podcast wäre schräg. Wir haben uns an der Uni sofort verstanden. Das kannst du nicht lernen. Aber den Umgang mit Konsequenzen, zum Beispiel mit Hate oder Pöbeln, das kann man lernen.

Nicola

Das gilt fürs Leben, nicht nur für Social. Eine Grundempathie, Interesse an Menschen, Bereitschaft, sich für Menschen zu interessieren. Und dann die Frage: Wie gehe ich mit Emotionen um? Warum reagieren Menschen auf gewisse Trigger? Wärt ihr Social-Media-Menschen überdurchschnittlich empathisch im Vergleich zu eurer Umwelt? Das wäre mal eine spannende Umfrage.

Alexander

Ich glaube, man kann mit vielen Persönlichkeitsmerkmalen im Social Media arbeiten. Wichtig ist eine offene Haltung. Stell dir vor, du bist auf einer Party und willst mit jemandem ins Gespräch kommen, aber die Person sagt nichts. So jemand sollte vielleicht nicht im Social Media arbeiten. Man muss keine Rampensau sein, aber man muss sich selbst sein und wissen, was einen auszeichnet. Gerade in der KI-Ära ist die menschliche Note wichtiger denn je.

Nicola

Thema sich klein machen oder keine Rampensau sein: Viele Social-Media-Menschen können sich gut in andere Rollen reinversetzen. Sie denken für ihre Zielgruppe mit. Viele sind Ghostwriter, arbeiten im Schatten, nicht im Rampenlicht. Viele lesen eher mit, beobachten, erkennen Trends, erkennen Stimmungen. Das ist für Unternehmen enorm wertvoll. Social-Media-Menschen sind die Schnittstelle zwischen Marke und Community, zwischen Redaktion und Audience. Sie haben das Ohr an den Leuten und erkennen früh, wenn die Stimmung kippt oder wenn ein Thema hochkommt. Gerade in der politischen Kommunikation sieht man, wie stark Social Media geworden ist. Politikerinnen und Politiker nehmen die Stimmung dort inzwischen sehr bewusst wahr. Diese Schnittstelle ist wertvoll, auch wenn sie im Schatten liegt.

Alexander

Du sagst etwas sehr Gutes: Man braucht ein Gespür. Es ist wichtig zu erkennen, was gerade gut läuft auf Social Media. Du kennst das sicher, wenn ein Unternehmen ein aktuelles Meme postet und es wirkt total schräg, weil sie nicht verstanden haben, was der emotionale Kontext ist oder warum das Meme gerade im Umlauf ist. Sie machen es nur, weil sie es auch machen wollen. Auch dafür brauchst du Empathie, nicht nur im direkten Umgang mit der Community, sondern auch für Trends.

Nicola

Empathie hilft, die Perspektiven der Zielgruppe oder Community einzunehmen. Dafür musst du die Rolle wechseln können. Wir haben verschiedene Brillen auf, verschiedene Hüte. Und wir wechseln die ständig, oft ganz unauffällig. Das kann man trainieren, es gibt Brainstorming-Methoden dafür. Aber eigentlich gehört das total zu unserem Berufsbild: schnell Rollen wechseln.

Es gibt Themen im Redaktionsplan, aber damit sie funktionieren, braucht es diesen Filter: Wie formuliere ich das? Wie muss die Grafik sein, damit die Community abgeholt wird und nicht nur informiert?

Aus meiner Erfahrung ist es super wichtig, dass man Postings oft selbst schreibt. Gerade als Junior sollte man viele Postings selbst schreiben. Dieses Teasing, dieses Zuspitzen, das kann man lernen. Ein gutes Teasing zeigt, dass ich verstanden habe, wie die Audience funktioniert.

Alexander

Du sagst etwas Wichtiges: Nicht zu viel mit KI schreiben. Schreiben ist mehr als Worte aneinanderreihen. Schreiben ist Selbstreflexion, Gedanken ordnen, Dinge in den Kontext setzen. Das geht verloren, wenn KI alles übernimmt. Deswegen so viel wie möglich selbst schreiben. Dann kannst du auch diesen Rollenwechsel vornehmen.

Und ganz wichtig: Antworten bei Shitstorms oder kritischen Kommentaren immer menschlich verfassen. Wenn da eine KI-Antwort steht, merken die Leute das sofort und fühlen sich nicht ernst genommen.

Was auch hilft, ist eine Kommunikationsrichtlinie. Man legt fest: Der Kommentar war unhöflich, aber die Person hat ein Anliegen, also antworten wir. Bei anderen, die unter der Gürtellinie sind, weisen wir auf die Netiquette hin oder löschen. Das gibt Sicherheit. Man sollte das regelmäßig besprechen und aktualisieren.

Und man muss nicht empathisch sein, wenn dich jemand beleidigt. Da kann man löschen oder verwarnen. Empathie hat Grenzen. Social Media Management kann belastend sein, je nach Community. Da muss man Grenzen setzen, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen.

Nicola

Grenzen setzen ist wichtig. Wenn man empathisch ist, ist man auch anfällig. Manchmal denke ich, ich wäre gern weniger empathisch, dann würde es mich nicht so treffen. Wenn ich kühler wäre, würde ich nicht so viel darüber nachdenken. Es ist Fluch und Segen. Einerseits ist Mitgefühl ein super Skill, andererseits macht es angreifbar.

Man muss die Balance finden: Wie viel lasse ich zu, wie viel belastet mich? Ich brauche manchmal Instagram- oder LinkedIn-Pausen. Wenn man kränklich ist oder nicht fit, sollte man sagen: Ich gehe da jetzt nicht rein. Der Content ist derselbe, aber manchmal ist er belastend.

Das ist ein Tipp an alle: Wenn ihr merkt, dass es euch belastet, hört da rein. Ist es nur die berufliche Situation oder braucht ihr ein Wochenende ohne Social? Wir sind ja auch privat dort unterwegs.

Mir ging es im beruflichen Werdegang so, dass ich irgendwann gesagt habe: Ich möchte mehr strategisch arbeiten und weniger direkt an den Accounts, weil es anstrengend ist.

Alexander

Mir geht es so auf LinkedIn. Es gibt Tage, da habe ich keine Lust auf diese banalen Inhalte. Dann mache ich lieber etwas anderes, zum Beispiel eigene Blog-Inhalte. Oder ich mache eine Social-Media-Pause.

Instagram finde ich weniger schlimm, weil ich da erwarte, dass alles fake ist. Da weiß ich, dass jeder in Dubai lebt und am Strand sitzt. Das stört mich nicht. Aber diese Nicht-First-World-Problems auf LinkedIn, aus denen Business-Learnings gemacht werden, da habe ich manchmal keinen Bock.

Und Community-Management kann sehr belastend sein. Der Ratschlag „Nimm es nicht persönlich“ ist einer der blödesten. Durch Empathie nimmt man es doch persönlich. Es ist schwer, es nicht persönlich zu nehmen. Besser ist, offen darüber zu reden.

Ich habe Community-Management immer bei kleinen, inhabergeführten Unternehmen gemacht. Da war der Draht gut. Ich kann nicht sagen, wie es bei großen Agenturen ist. Aber ich habe immer vorher darüber gesprochen: Was kann passieren, wie gehen wir damit um, wie tauschen wir uns aus? Das hat geholfen.

Ich habe mal eine Fitnessstudio-Kette betreut, mitten in Corona. Wir haben viel abbekommen. Es war eine kleine Kette, fünf Studios. Alle, die kommentiert haben, kannten wir persönlich. Sie wussten, wer hinter dem Account steckt. Und trotzdem waren sie beleidigend, obwohl sie uns am Tresen gesehen haben. Da fragt man sich: Wir haben uns doch gut verstanden, warum beleidigst du uns jetzt?

Nicola

Wenn du die Leute persönlich kennst, macht es total Sinn, das auf die echte Offline-Ebene zu heben.

Alexander

Und da versucht man zu differenzieren: Wer ist wirklich unhöflich? Als Corona vorbei war, hat der Chef manche Leute auch direkt angesprochen. „Hey, das geht so nicht.“ Und plötzlich waren sie ganz anders: „Oh, das wollte ich nicht.“ Wir haben immer geschaut: Schreibt jemand aus Frust oder beleidigt jemand wirklich? Manche waren frustriert, weil sie nicht ins Fitnessstudio konnten. Andere brauchten das Training als Reha oder weil es ihnen gesundheitlich gut tat. Mir geht es beim Empathie-Skill darum: Nicht runterschlucken, sondern offen reden.

Nicola

Empathie ist ja nicht nur Community-Management, sondern auch Content und interne Kommunikation.

Alexander

Ich habe mich immer regelmäßig mit meinem Auftraggeber ausgetauscht. Der Ratschlag „Nimm es nicht persönlich“ ist nicht gut. Wichtiger ist, offen zu reden mit den Leuten, mit denen man den Kanal betreut.

Nicola

Social-Media-Manager wirken nach außen und nach innen. Einerseits mit der Community, andererseits intern mit Stakeholdern. Wir übersetzen. Wir müssen alle Welten verstehen. In der Zeit, die du beschrieben hast, gab es viel Frust und Unsicherheit. Die Stimmung war harsch. Aber es gibt Grenzen, die man nicht akzeptieren muss.

Man muss in sich hören: Wie komme ich damit klar? Und ich habe Themen und Kunden, für die ich nicht arbeiten möchte, weil ich das nicht vertreten kann. Egal wie viel Geld. Ich würde damit nicht klarkommen. Manche Dinge kann und möchte ich nicht kommunizieren, weil ich weiß, welche Konsequenzen das hat. Das hat mit Verantwortung und Empathie zu tun. Man muss für sich relativieren, ob etwas geht oder nicht.

Alexander

Was ich auch wichtig finde: interne Empathie. Nicht nur mit Followern, sondern auch mit Kolleginnen und Kollegen. Und im Bereich Corporate Influencer und Personal Brand lohnt es sich, Mitarbeitende zu Wort kommen zu lassen.

Da braucht man Empathie, um die richtigen Leute auszuwählen. Beim Fitnessstudio haben wir entschieden, dass Trainerinnen und Trainer Übungen zeigen. Da war wichtig: Wer hat wirklich Lust? Wer macht es nur, weil der Chef es will? Wer fühlt sich wohl vor der Kamera und wer nicht? Die User spüren das.

Nicola

Genau, die User spüren, wenn die Stimmung nicht passt. Und du hast mir das Stichwort gegeben: Lohnt sich etwas? Ich habe einen Win mitgebracht. Es geht darum, ob es sich lohnt, auf Kommentare zu antworten.

Felix Beilharz hat dazu einen LinkedIn-Post veröffentlicht. Buffer hat zwei Millionen Posts von 220.000 Creators und Brands auf fünf Plattformen untersucht. Wie wirkt es sich aus, wenn die Autoren auf Kommentare eingehen?

Es macht total viel aus. Je nach Plattform unterschiedlich, aber überall positiv:

Threads +42%,
LinkedIn +30%,
Instagram +21%,
Facebook +9%,
X im Plus.

Bei Threads und LinkedIn besonders stark. Also: Empathie lohnt sich. Auf Kommentare antworten lohnt sich.

Alexander

Wenn ihr mit Threads durchstarten wollt: Auf dem Blog haben wir Zahlen, Daten, Fakten und Anleitungen.

Nicola

Zwei Millionen Posts sind nicht wenig. Das kann man sich schon genauer anschauen. Und ich habe noch einen zweiten kleinen Win, wieder Food-Thema. Wir schauen uns ja gerne Food-Accounts an. Vielleicht wird es mir auch einfach mehr in die Timeline gespielt.

Alexander

Wir haben eine eigene Threads-Rubrik.

Nicola

Es gibt auf Instagram einen netten Herrn, der in Deutschland Essen testet. Ich glaube, er hat einfach random angefangen. Der Account heißt Emeka Travels. Er ist in allen möglichen Städten unterwegs, auf Weihnachtsmärkten, Kerben, Messen, überall. Und er isst richtig schöne Klassiker: Reibadatschi, Dampfnudel. Die Videos sind immer ähnlich, nicht besonders aufwendig, aber total authentisch.

Er ist so sympathisch. Ich glaube, er hat noch nie ein Video gemacht, in dem er sagt, dass etwas schlecht schmeckt. Er sagt immer: „Das schmeckt so lecker.“ Und es macht einfach so gute Laune. Die Kommentare darunter sind mega positiv. Leute schreiben: „Man könnte ihn permanent knuddeln“, „Selten jemanden gesehen, der so unvoreingenommen und positiv alles kostet“, „Ein Botschafter für die deutsche Küche, gebt ihm das Bundesverdienstkreuz.“

Das ist zum Thema Empathie: Unfassbar, wie erfolgreich positiver Food-Content sein kann. Die Menschen lieben es.

Er hat auch Badisch Dreierlei probiert und fand es total lecker. Ich war mir da nicht sicher. Auf dem Teller war Wurstsalat, Bratkartoffeln und noch etwas Drittes, das weiß ich nicht mehr.

Alexander

Ich finde es gut, dass du diese ganzen Accounts findest, die einfach nur positive Inhalte haben. Total empathisch und sympathisch.

Nicola

Bei uns im Nordbadischen isst man Wurstsalat mit Pommes auf einem Teller.

Alexander

Was? Wurstsalat mit Pommes?

Nicola

Ja. Da müssen wir völkerverständigend einwirken.

Alexander

Ich komme vom Bodensee, da isst man Schweizer Wurstsalat, also Wurstsalat mit Käse. Ich wohne in Mannheim, da isst man Pfälzer Dreierlei: Saumagen, Bratwurst und Leberknödel mit Sauerkraut.

Nicola

Wow, dann kannst du dich auch in der Notaufnahme einweisen. Saumagen ist ja auch so ein Pfälzer Ding. Also Emeka Travels kann ich empfehlen, wenn man positive Vibes möchte. Eine sehr positive Community. Wenn ihr einen schlechten Tag habt, macht ihn in die Favoriten, macht euch eine Feelgood-Liste mit positiven Accounts und holt euch gute Vibes.

Ja, Alex, mit sehr guten Food-Vibes würde ich die Folge beenden. Ich wünsche dir eine gute Woche, wir hören uns und bleib so empathisch, wie du bist.

Alexander

Und bleib du so sympathisch. Sympathisch, verstehst du?

Nicola

Ciao.



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