Künstliche Intelligenz
„Call of Duty – Black Ops 7“ im Test: Ein Spiel spaltet die Fans
Surreale Koop-Kampagne, Online-Zwang und K.I.-Art – „Call of Duty: Black Ops 7“ spaltet die Fans. Da geht fast unter, dass der neueste Ableger der erfolgreichen Reihe enorm umfangreich ist. Die Entwicklerstudios Treyarch und Raven wollen mit den drei Spielmodi Story, Mehrspieler und Zombies so ziemlich alles abdecken, was die Egoshooter-Reihe in den letzten Jahren berühmt gemacht hat. Nicht immer mit Erfolg.
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Surreales Science-Fiction-Geballer
Die rund sechsstündige Story entführt die Fans in das Jahr 2035. Elitesoldat David Mason, bekannt aus „Black Ops 2“, nimmt es diesmal mit einer zwielichtigen Firma namens „Die Gilde“ auf, die unsere Welt mit einer Biowaffe bedroht. Doch Mason und sein Team ahnen nicht, worauf sie sich einlassen. Was nach einem normalen Auftrag aussieht, entpuppt sich als ein surrealer Drogentraum, bei dem Fiktion und Wirklichkeit miteinander verschwimmen.

Wild und surreal: Der Egoshooter „Black Ops 7“ überrascht mit einer ungewöhnlichen Story und umfangreichen Mehrspielermodi.
(Bild: Screenshot heise medien)
Zombies, riesige Killer-Pflanzen und Geister-Soldaten – altgediente „CoD“-Veteranen müssen bei diesem Science-Fiction-Shooter erstmal die Luft anhalten. Obwohl spielerisch vieles beim Alten bleibt, versetzen die unterschiedlichen Szenarien der Story die Fans in einen Albtraum, der vom klassischen Military-Shooter über Horror-Sequenzen im Stil von „F.E.A.R.“ oder „Control“ viel Abwechslung zu bieten hat. Nur halt nicht das übliche „CoD“-Einerlei.
Knallige Inszenierung
Die Story ist als Koop-Kampagne ähnlich wie „Gears of War“ konzipiert, doch in unseren Spielstunden waren Taktik oder eine Teamstrategie nicht nötig. Einfach direkt durch die Mitte und die nicht sehr clever agierenden Gegner waren keine Herausforderung. Nur wenn sich in den Bosskämpfen ein riesiger Soldat vor unseren Augen erhob, uns im Stil japanischer Urzeitmonster mit Faustschlägen attackierte oder tödliches Gas ausströmte, war ein Hauch Teamarbeit nötig.
Der Rest ist geradliniges Geballer. Kein Schleichen, nur ein paar Hüpfeinlagen – gerade im Hinblick auf „Black Ops 6“ von 2024 war die Reihe schon mal abwechslungsreicher. Die Waffen tragen jetzt andere Namen, sind aber genauso effektiv wie ihre Vorgänger. Wer mal ein „CoD“ gespielt hat, fühlt sich wie zu Hause. Schnell über den Boden rutschen, Feind anvisieren und abdrücken. Neu sind lediglich die Wall-Jumps und ein Wingsuit, mit dem größere Strecken überwunden werden.
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Visuell abwechslungsreich: Die Story entführt die Spieler vom Dschungel bis in surreale Science-Fiction-Welten.
(Bild: Screenshot heise medien)
Dafür knallt es im Spiel ordentlich und die Entwicklerstudios Treyarch und Raven beweisen, dass kaum ein Konkurrent in Sachen Inszenierung knackiger Actionszenen mit ihnen mithalten kann. Die Story von „Black Ops 7“ ist ein kurzweiliger, schräg-surrealer Action-Film, bei dem die Spieler mit Zombies feindliche Festungen stürmen, aber nicht allzu viel über Sinn und Zweck des Ganzen nachdenken sollten. Bekannte Hollywood-Darsteller wie Milo Ventimiglia („This is Us“), Kiernan Shipka („Sabrina“) oder Michael Rooker („Guardians of the Galaxy“) halten dafür ihre Köpfe hin.
Trotzdem sollte nicht vergessen werden, dass „Black Ops“ schon immer mit Halluzinationen und surrealen Elementen spielte. Wo im großen Bruder „Modern Warfare“ eher der geradlinige Krieg mit Elitesoldaten abgefeiert wurde, sind in „Black Ops“ die Soldaten Kanonenfutter, die von Politikern manipuliert und sogar unter Drogen gesetzt werden. Treyarch und Raven treiben dieses Narrativ mit der neuen Kampagne nur konsequent auf die Spitze.

Alles beim Alten: Spielerisch setzt „Black Ops 7“ auf gewohnt geradlinige Action
(Bild: Screenshot heise medien)
Ungewöhnlich: Nach der letzten Mission ist noch lange nicht Schluss. Das Team darf im Spielgebiet Avalon weiter gegen die Gilde kämpfen. Spielerisch ähnelt das einem typischen Ubisoft-Shooter im Stil von „Far Cry“. Überall auf der Karte gibt es Missionen, bei denen sich die Spieler kleine Gefechte mit den Feinden liefern oder Aufgaben erfüllen müssen. Anschließend werden die Spieler wie in einem Extraction-Shooter von einem Hubschrauber abgeholt. Natürlich nicht, ohne sich zuvor gegen eine Horde von Feinden zu verteidigen. Insgesamt ist das jedoch austauschbar und abwechslungsarm.
Bewährte Mehrspieler-Modi
Aber das ist nur der Einstieg. Vollmundig preist Activision das Spiel als das größte „CoD“ aller Zeiten an. Zahlreiche Mehrspieler-Spielmodi, verteilt auf 18 Maps, bieten viel Spielspaß, auch wenn einige Karten aus vorherigen Spielen recycelt werden. Die Fans ballern sich durch eine Großstadt, durch Waldgebiete, über eine Luxusyacht oder durch eine Schneelandschaft. Das alles ist wie gewohnt schnell und kurzweilig, Tempo ist alles. Wer hier mal kurz Luft holt, ist schnell Geschichte. Das Treffer-Feedback ist wie gewohnt hervorragend, der Sound wuchtig.
Neben klassischen Modi wie Deathmatch können die Spieler auch Bomben entschärfen, in „Herrschaft“ um die Kontrolle der Gebiete kämpfen oder im neuen „Skirmish“-Modus auf großen Spielfeldern 20×20-Gefechte austragen. Ohne ein eingespieltes Team ist das aber nur ein großer Spaß für reaktionsschnelle „CoD“-Profis. Neueinsteiger oder Spieler, die mehr auf Taktik setzen, werden frustriert die Maus zur Seite legen.
Mit sogenannten Wildcards helfen den Spielern auch ein paar Sonderfähigkeiten, mit denen sie ihre Feinde schneller ausspähen können oder mehr Ausrüstung tragen dürfen. Wie immer verdienen die Fans mit jedem Gefecht Erfahrungspunkte und steigern den Kampfwert ihrer Waffe. Fast jede neue Stufe bietet neue Ausrüstungsgegenstände, wie Visiere, Magazine oder Schäfte für die Waffen. Wichtig: Die Upgrades gelten für alle Spielmodi. Wer im Mehrspieler-Modus, in der Story-Kampagne oder im Zombie-Modus Waffen und Ausrüstung freischaltet, profitiert überall davon.
Mehr Brains
Eine Alternative zu den hektischen Mehrspieler-Modi ist der kooperative „Zombie“-Modus. Der ist eine Art Spiel im Spiel mit eigener Story, die ein paar Abenteurer im Kampf gegen Dämonen aus einer anderen Dimension verfolgt. Die erste Karte „Ashes of the Damned“ knüpft nahtlos an das Ende des Zombie-Modus aus „Black Ops 6“ an, als die unfreiwilligen Helden im sogenannten Dunkeläther landen, in dem es von Zombies und Monster-Bären nur so wimmelt.
Um gegen den Endboss anzutreten, müssen bis zu vier Spieler eine Reihe von Aufgaben erfüllen, die unter den Fans als „Easter Egg“ bekannt sind. Diese haben es in sich: ein paar Gegenstände für ein Serum besorgen, einen Roboter wiederbeleben und ein paar Rätsel lösen, die auf sechs Gebieten verteilt sind und mit einem aufrüstbaren Truck angefahren werden. Wie üblich rüsten die Spieler ihre Waffen auf, setzen bestimmte Fähigkeiten wie Stromschläge ein und schlucken Kaugummis für Buffs.

Mehr Brains: Die erste Karte des beliebten Zombie-Modus ist komplexer als die ganze Story-Kampagne
(Bild: Screenshot heise medien)
Die Entwickler machen keine Kompromisse und werfen die Spieler direkt ins Getümmel. Wo in „Black Ops 6“ noch langsam ins Spielkonzept eingeführt wurde, geht es hier gleich direkt zur Sache. Ein komplexes, wie kniffliges Abenteuer, das Runde für Runde immer schwerer wird. Das kann Neueinsteiger in diesen Spielmodus schnell überfordern, ist aber ein Traum für „Zombie“-Profis. In den nächsten Monaten werden weitere Karten erscheinen, um die Story weiterzuerzählen. Dazu gibt es noch den unabhängigen Top-Down-Ballermodus „Dead Ops Arcade 4“, bei dem die Spieler in kleinen Arenen ums Überleben kämpfen.
Ein Spiel, viele Fragen
Viele Fans stellen sich inzwischen aber die Frage, wie es insgesamt mit „Call of Duty“ weitergeht. Kurz nach Release stieß die Koop-Kampagne auf wenig Gegenliebe, weil sie von der üblichen Military-Shooter-Action abwich. Dazu noch der Always-Online-Zwang für Solo-Spieler. Zudem gibt es Hinweise, dass die Entwicklerstudios K.I.-Artwork in ihr Spiel eingebaut hatten – ein Vorwurf, der schon auf ähnliche Weise bei „Arc Raiders“ nicht gut ankam. Außerdem sind da noch die bekannten Mikrotransaktionen, mit denen sich Spieler Skins oder bald den Battlepass kaufen können.
Die Quittung: ein User-Score auf Metacritic von aktuell 1.7, der niedrigste der gesamten Call-of-Duty-Geschichte. Auch die üblichen Verkaufs-Erfolgsmeldungen seitens des Publishers Activision lassen auf sich warten. Unser Eindruck: „Call of Duty“ ist eine Marke am Scheideweg. Die Entwickler wagten viel und setzten auf neue Ideen, haben aber die Fanbase falsch eingeschätzt. Möglicherweise sorgt auch die jährliche Veröffentlichungsweise für eine Übersättigung bei den Spielern. In den nächsten Monaten müssen Publisher und Entwicklerstudios zeigen, dass mit dem Platzhirsch „Call of Duty“ auch in Zukunft noch zu rechnen ist.
Fazit
„Call of Duty: Black Ops 7“ ist ein vollgepacktes Egoshooter-Paket, das es nicht jedem recht macht. Die ungewöhnliche Story-Kampagne spaltet die Fans, und die Mehrspielermodi setzen auf Masse, ohne dem Genre wirklich neue Ideen hinzuzufügen. Was bleibt, ist temporeiche Action für reaktionsschnelle Fans. Der Höhepunkt des Spiels ist überraschenderweise der Zombie-Modus, der in Sachen Komplexität und Größe schon mit der ersten Karte Maßstäbe innerhalb der Reihe setzt. Das reicht im Gesamtpaket als kurzweilige Unterhaltung für die nächsten Wochen, muss sich aber vor der Konkurrenz von „Battlefield“ & Co. fürchten.
„Call of Duty: Black Ops 7“ ist für Windows, Playstation 5 und Xbox Series erschienen. Es ist im Xbox-Game Pass enthalten. USK ab 18. Es kostet ca. 80 €. Für unseren Test haben wir die Windows-Version gespielt.
(nie)
Künstliche Intelligenz
Qualcomm wird primärer Halbleiterlieferant für VWs E-Autos
Volkswagen und Qualcomm vertiefen ihre Partnerschaft. Qualcomm soll eine relevante Rolle bei der „Einführung fortschrittlicher Infotainment- und Konnektivitätsfunktionen“ auf Basis der Snapdragon Digital Chassis-Technologie spielen. Der US-Halbleiterhersteller soll ab 2027 „leistungsstarke System-on-a-Chip (SoCs) für Infotainment-Funktionen“ ausliefern und „damit ein wichtiger Technologieanbieter zum Start der zonalen SDV-Architektur des Volkswagen-Konzerns“ werden. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde von beiden Unternehmen auf der CES 2026 unterzeichnet.
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Mehr zur CES 2026
ID.Every1 erstes Fahrzeug mit neuer Architektur
Zonale SDV-Architektur steht dabei für „Software-Defined Vehicle“, also stark vernetzte Fahrzeuge. Diese will Volkswagen in Kooperation mit dem US-Startup Rivian im Joint Venture „RV Tech“ entwickeln. Die Technologie basiert dabei auf Rivians Elektronik-Architektur. Volkswagen hatte die Partnerschaft mit Rivian im Juni 2024 angekündigt und mitgeteilt, dass die Technologie ab 2027 nach und nach in allen kommenden Elektroautos auf Basis der Scalable Systems Platform (SSP) einziehen soll. Ziel sei es, „technologisch führende Produkte in unterschiedlichen Segmenten, Preisklassen und internationalen Märkten anzubieten“, erklärt VW.
Der erste Volkswagen mit der neuen SDV-Architektur wird das Serienmodell des ID.Every1, das voraussichtlich ab 2027 auf den Markt kommen wird und ID.1 oder ID.Up heißen könnte. Bei der Namensgebung orientiert sich VW bei seinen kommenden E-Auto-Modellen, angefangen mit dem ID.Polo, offenbar wieder an seinen vertrauten Modellnamen, statt sie wie bisher von ID.3 bis ID.7 durchzunummerieren.
Fahrzeuge auf Basis der SDV-Architektur sollen laut VW unter anderem „moderne Infotainment-Lösungen sowie hochautomatisierte Fahrfunktionen erhalten, die sich per Over-the-Air-Update aktualisieren und erweitern lassen“. Auf diesem Wege können Fahrzeuge stets auf dem neuesten Stand gehalten werden – zudem spricht der Konzern von einem sich kontinuierlich verbesserten Fahrerlebnis. Zur Steuerung sämtlicher Fahrzeugfunktionen sollen „leistungsstarke, modulare Zentralrechner“ zum Einsatz kommen.
KI-Funktionen und automatisiertes Fahren
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Weiter spricht VW davon, dass künftige Fahrzeuge mit der Snapdragon Cockpit Plattform auch über KI-gestützte Funktionen verfügen würden. Diese sollen „Bedürfnisse der Insassen vorausschauend erkennen und in Echtzeit aktive Unterstützung leisten“. Als Beispiele nennt der Konzern etwa personalisierte Klima- und Sitzkomfort-Einstellungen, optimierte Routenplanung und eine intuitive Sprach- und Gestensteuerung.
Gleichzeitig beabsichtigt die Automated Driving Alliance (ADA), eine Initiative von Cariad und Bosch, die Snapdragon Ride Elite Plattform einzusetzen. Mit dieser wolle man die Entwicklung des automatisierten Fahrens vorantreiben. Ziel von ADA sei ein KI-basiertes Gesamtsystem für hochautomatisiertes Fahren, das marken- und modellübergreifend skalierbar und vollständig kompatibel mit der SDV-Architektur ist, so Volkswagen. Damit spielt VWs Softwaremarke Cariad auch eine gewisse Rolle bei der Entwicklung der künftigen SDV.
Die angestrebte Lieferkooperation wird aktiv von Audi und der Marke VW Pkw vorangetrieben. Das Ziel sei jedoch eine „konzernweite Wirkung“. Im Zuge der Absichtserklärung beabsichtigen die Konzernmarken zudem, Qualcomms Snapdragon 5G Modem-RF und V2X-Technologie in ihre kommenden SDV-basierten Fahrzeuge für Konnektivität und Echtzeit-Kommunikation zu integrieren.
Android Automotive als Softwarebasis
Die Softwarebasis für das Infotainmentsystem, auf das sowohl VW/Cariad als auch Rivian setzen, ist Googles Android Automotive (AAOS – Android Automotive OS). Dabei setzen beide nicht auf das komplette Google-Paket, sondern auf das quelloffene Android (AOSP) ohne Google-Dienste, aber mit eigenen App-Stores und Services.
Qualcomm und Google haben im Zuge der CES 2026 auch das Thema Android Automotive inklusive Updates adressiert. Der Ankündigung zufolge wird Android Automotive an den Release-Zyklus von Android angeglichen und die Entwicklung der Infotainment-Plattform durch weitere Schritte beschleunigt. Unter anderem bringt Google Project Treble in AAOS, das seit 2017 und Android 8.0 Oreo Teil des Betriebssystems ist und Updates vereinfachen soll.
Automobilhersteller würden „von erheblich vereinfachten Android-Updates, einer optimierten Integration, geringeren Entwicklungskosten und einer schnelleren Markteinführung“ profitieren, argumentiert Qualcomm. Zudem versprechen Qualcomm und Google für einen Zeitraum von zehn Jahren wichtige Software-Updates. Ob das für ein Autoleben genügt?
(afl)
Künstliche Intelligenz
Elektro-Kleinsttransporter Fiat Tris: Lokal emissionsfrei bienenfleißig
Die Ape (zu Deutsch „Biene“) ist in Italien längst automobiles Kulturgut, bei meist jungen Enthusiasten weltweit inzwischen sogar Kult. 2025 hat Piaggio die Produktion des seit 1947 auf Vespa-Basis gebauten Dreirads in Pontedera endgültig beenden müssen und bietet stattdessen den elektrischen Porter NPE auf Suzuki-Basis an. Angeblich waren die Zulassungsvorschriften der EU zu streng geworden für das minimalistische Fahrzeug, es soll jedoch in Indien weitergebaut werden. Italien hat wohl die höchste Dichte enger Altstadtgassen in Europa. Doch auch anderswo auf der Welt gibt es offenbar genügend Nachfrage für solche stadttauglichen Kleinsttransporter.
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Der Fiat Tris, dahinter sein technischer Verwandter, der Citroën Ami, alias Fiat Topolino, alias Opel Rocks auf der Brüsseler Motor Show 2026
(Bild: Stellantis)
Mit Technik aus dem Fiat Topolino
Gewissermaßen im Anschluss legt Fiat Professional nun mit dem Fiat Tris ein frappierend ähnlich dimensioniertes Dreirad mit Elektroantrieb neu auf, um es in Afrika und „anderen Schwellenregionen“ zu vermarkten. Entworfen vom Fiat Style Centre und produziert in Marokko, wird er von dort auch nach Europa exportiert. Das Elektrodreirad mit Pritsche und Kabine setzt auf die im Konzern bereits vorhandene Technik der Stellantis-Kleinkraftwagenmodelle Fiat Topolino, Opel Rocks und Citroën Ami. Fiat zeigt das Minimalmobil auf der Brüssel Motor Show vom 9. bis 18. Januar 2026.
Mit Kabine, Pritsche oder als Koffer
Fiat bietet den Tris in den drei Versionen Kabine, mit Pritsche und als Koffer an. Die Abmessungen sind, ähnlich wie bei der Ape, mit 3,17 m Länge und dank des einzelnen Vorderrads konkurrenzlosen Wendekreises von 3,05 m auf engste urbane Verhältnisse ausgelegt. Er kann eine Europalette transportieren und bietet eine Nutzlast von 540 kg, passgenau für die Last-Mile-Logistik. Der Antrieb mit dem 6-kW-Motor und einer Spitzenleistung von 9 kW sowie einer statt 5,5 wie im Fiat Topolino 6,9 kWh fassenden Lithiumbatterie soll unter den Bedingungen des WMTC 90 km Reichweite ermöglichen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt die für Leichtkraftwagen einigermaßen unglücklich festgesetzten 45 km/h. An der Steckdose soll eine Ladung von leer auf 80 Prozent in 3,5, von null auf 100 Prozent in 4,4 Stunden möglich sein. Laden an der Wallbox ist nicht möglich.

Fiat / Piaggio
)
Niederschwelliger Einstieg in die Mobilität
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Der Fiat Tris überführt so das geistige Erbe der Ape in die Zukunft nachhaltiger Mobilität. In Afrika, wo es auch gebaut wird, verspricht das Mikromobil einen niederschwelligen Einstieg in die Mobilität. In Europa könnte eine Kombination aus dem ansteigenden Last-Mile-Transportbedarf und strengen urbanen Emissionsvorschriften sowohl bei Lärm als auch beim Abgas dem elektrifizierten Dreirad zu einem 1947 sicher unvorhergesehen langen Leben verhelfen. Der Tris wird 2026 in den relevanten europäischen Märkten eingeführt, beginnend in Italien, schreibt Stellantis heute.
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(fpi)
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Mini-PC Acemagic M1 für 599 € im Test: Intel i9 mit starker Leistung ist leise
Acemagic liefert einen weiteren Mini-PC mit dem Namen „M1“, dieses Mal mit dem älteren Spitzen-SoC Intel i9-13900HK.
Dem treuen Leser unserer Artikel wird auffallen, dass wir den Acemagic M1 bereits getestet haben. Allerdings hat sich die Mini-PC-Union, genauer Acemagic, dazu entschieden, auch eine Version des Mini-PCs mit Intel-CPU anzubieten. So werkelt jetzt der Intel Core i9-13900HK mit 14 Kernen und 20 Threads in dem kompakten Gehäuse. Zudem gibt es satte 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und eine SDD mit 1 TB Kapazität zum Preis von 599 Euro. Die beiden Varianten des M1 kämpfen allerdings in verschiedenen Preisklassen. So stellt sich nur die Frage, wie gut sich der ältere i9 heutzutage noch schlägt. Antworten gibt unser Testbericht.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet der Acemagic M1?
Der Acemagic hat mit dem Intel Core i9-13900HK einen leistungsfähigen Prozessor mit 14 Threads und 20 Kernen. Dabei kommt die bigLITTLE-Architektur zum Einsatz, wobei der Chip über 6 Leistungskerne (P-Cores) mit Hyperthreading und 8 Effizienzkerne (E-Cores) ohne Hyperthreading verfügt. Die Leistungskerne takten mit bis zu 5,4 GHz, bei den Effizienzkernen sind es maximal 4,1 GHz.
Die CPU ist bereits seit 2023 erhältlich, als Speerspitze der erstmaligen Auflage von Raptor Lake-H. Die CPU ist im 10-Nm-Verfahren, auch bekannt als Intel 7, gefertigt und damit nicht so effizient, wie neueste Chips im 5-Nm-Verfahren. Das SoC wird mit einer TDP von 45 Watt angegeben, wobei diese auf maximal 115 Watt vom Systemkonfigurator angehoben werden kann.
Als Grafikeinheit kommt die alte, hauseigene Iris Xe zum Einsatz und nicht eine moderne und leistungsfähigere Arc-iGPU. Der Grafikchip verfügt über 96 Kerne (Compute Units) mit einem maximalen Takt von 1,5 GHz.
Der CPU stehen zudem 32 GB RAM in Form von zwei DDR4-Modulen zur Seite. Leider wird hier auf namhafte Hersteller verzichtet. Die Module liefern eine Übertragungsrate von 3200 MT/s (Megatransfers/s). Damit stellen sie zwar die maximal unterstützte Datenrate für die CPU in puncto DDR4 bereit, der Prozessor unterstützt allerdings auch den neueren DDR5-Standard. Hier hat man also grundsätzlich Leistung ungenutzt gelassen, vor allem iGPUs profitieren von schnellem RAM. Mit üblichen DDR5-SO-DIMM-Modulen wären schon 5200 MT/s möglich gewesen. Immerhin kann der RAM laut Hersteller auf bis zu 64 GB aufgerüstet werden.
Beim Speicher gibt es 1 TB in Form einer M.2-NVMe-SSD – leider wieder No-Name-Hardware. Im Crystaldiskmark erzielt die SSD Geschwindigkeiten von 3481 MB/s (Megabyte/s) im Lesen und 3391 MB/s im Schreiben. Zudem bietet der Mini-PC noch einen weiteren M.2-Port, allerdings nur mit SATA-Geschwindigkeit (B-Key). Beide M.2-Anschlüsse sind für den Formfaktor 2280 ausgelegt und unterstützen offiziell eine Kapazität bis insgesamt 4 TB.
Der M1 stellt nur einen USB-C-Anschluss im USB4-Standard mit 40 Gb/s (Gigabit/s) auf der Vorderseite bereit. Dieser unterstützt zwar die Bildübertragung via Displayport (4K bei 120 Hz), lässt sich aber nicht für die Stromversorgung des Mini-PCs nutzen – diese erfolgt wie so oft nur per DC-Buchse. Zum Anschließen von Monitoren stehen zudem HDMI in der Version 2.0 (4K bei 60 Hz) und Displayport 1.4 (4K bei 120 Hz) bereit. Der RJ45-Ethernet-Anschluss auf der Rückseite überträgt Daten mit bis zu 2,5 Gb/s und wird von dem Chipsatz RTL8125 Gaming von Realtek verwaltet.
Drahtlos funkt der Mini-PC über den Mediatek MT7922 mit Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.2 – ziemlich aktuell, wobei Wi-Fi 7 ideal wäre.
Performance: Wie schnell ist der Acemagic M1?
Der Intel i9-13900HK war einer der stärksten mobilen Prozessoren seiner Zeit. Seit dem Release vor fast drei Jahren hat sich in der Technikwelt allerdings etwas getan, und gerade AMD hat die Effizienz ihrer Chips noch einmal deutlich steigern können. Es ist nicht verwunderlich, dass der i9 in PCMark 10 durchschnittlich 7520 Punkte einfährt. Das ist ein sehr starkes Ergebnis, das nur knapp hinter den Ryzen AI 9 370 HX im Geekom A9 Max (Testbericht) zurückfällt (7684 Punkte).
In 3DMark Time Spy macht sich die schwache Grafik des i9 allerdings deutlich bemerkbar. Das Ergebnis liegt nur bei 1543 Punkten, davon 1347 Punkte für die Grafik und 8971 für den Prozessor. Der A9 Max erzielt hier etwa 3868 Punkte aus 3466 Grafik- und 11305 CPU-Punkten und ist folglich deutlich besser für Gaming und grafikintensive Aufgaben gewappnet.
Die CPU alleine zeigt auch in Cinebench R24 ihre Klasse und erreicht 122 Punkte im Single- und 807 Punkte im Multicore. Abschließend attestiert der Cross-Plattform-Benchmark Geekbench 6.5 der CPU 2813 Punkte im Single- und 9429 Punkte im Multicore. Der OpenGL-Grafikscore beläuft sich auf magere 13.609 Punkte.
Acemagic M1 (i9-13900HK) – Bilderstrecke
Trotz der vergleichsweise schwachen Grafik haben wir uns an die üblichen Spiele getraut: Anno 1800 und Cities Skylines 2. Wir spielen ersteres in Full HD mit aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Leistung“ und wählen das niedrige Einstellungspreset. So erhalten wir im fortgeschrittenen Endlosspiel beim Blick auf unsere 50.000-Einwohner-Stadt durchschnittlich 40 FPS. Anno hat aber eine wunderschöne Grafik, die so natürlich nicht mehr ersichtlich ist.
Deshalb wechseln wir zu hohen Einstellungen und FSR im Modus „Qualität“. So sind es im Schnitt nur noch 15 FPS, was das Spielerlebnis trotz schöner Grafik erneut trübt und wir als nahezu unspielbar betiteln müssen. Zum Vergleich: Der Geekom A9 Max erreicht selbst bei ultrahohen Einstellungen und deaktiviertem FSR noch 18 FPS.
Cities Skylines 2 ist noch einmal leistungshungriger, sodass selbst bei niedrigsten Einstellungen und aktiver dynamischer Auflösungsskalierung (Modus „Konstant“) nicht mehr als 11 FPS im Schnitt möglich sind. Die GPU-Auslastung liegt konstant bei 100 Prozent, die der CPU allerdings nur bei rund 15 Prozent – ein klares Bottleneck. Damit ist Cities Skylines 2 in Full HD mit dieser Hardware unspielbar.
Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Acemagic M1?
Leistungstechnisch konnte der i9 noch ganz gut mit den aktuellen Top-Prozessoren mithalten, doch geht das nur auf Kosten einer hohen Leistungsaufnahme? Wir sehen bereits im Idle einen Verbrauch von 20 Watt, was doch deutlich über den 10 bis 15 Watt der aktuellen Systeme liegt. Unter Volllast steigt der Verbrauch direkt auf 95 Watt an und verweilt dort für rund 90 Sekunden. Der Prozessortakt liegt in dieser Zeit bei 2,7 bis 2,8 GHz, über alle Kerne gemittelt. Anschließend sinkt der Verbrauch dauerhaft auf knappe 81 Watt – dabei liegt die durchschnittliche Taktrate nur mehr bei 2,4 GHz.
Der Geekom A9 Max verhält sich hier sehr ähnlich, bei langer Auslastung liegt der Verbrauch jedoch bei 70 Watt mit 2,9 GHz CPU-Takt – 1 zu 1 lässt sich das aber natürlich nicht vergleichen.
Lüfter: Wie laut ist der Acemagic M1?
Auch die Kühlung macht eine gute Figur, so ist der Lüfter im Idle nicht zu hören. Unter längerer Volllast schafft es die Kühlung, die CPU stets unter 85 Grad zu halten. Dabei messen wir mit dem Smartphone nur 30 dB(A) direkt am Gehäuse des Mini-PCs – ein sehr starkes Ergebnis. In einem Meter Entfernung sind es dann noch 19,5 dB(A) im Schnitt. Damit ist das System gerade in Anbetracht der hohen CPU-Leistung unter Last enorm leise. Die Temperaturen sind zudem im guten Bereich.
Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Acemagic M1 installiert?
Auf dem Acemagic M1 ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund. Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste.
Auch Linux läuft auf dem System problemlos, so wie es der Hersteller bewirbt. Wir haben Ubuntu 24.04.1 LTS über unseren USB-Stick mit Ventoy gebootet. Dazu sind wir zuvor über das erweiterte Startmenü von Windows in das BIOS gegangen und haben dort die Boot-Reihenfolge angepasst und Secure Boot deaktiviert.
In Ubuntu angekommen, sehen wir, dass die Auflösung unseres Monitors korrekt erkannt ist. Zudem funktionieren Audio via AUX, WLAN, Bluetooth und Ethernet ohne weiteres Zutun. Sogar aus dem Stand-by wacht der Mini-PC zuverlässig auf – besser geht es nicht.
Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Acemagic M1?
Beim Gehäuse setzt der M1 vollständig auf Kunststoff. Das ist hier in einem dunkleren Grauton gefärbt, als bei der AMD-Version. Die Aufteilung der Anschlüsse und die generelle Form sind allerdings identisch. Wir können nur einen wirklichen Unterschied festmachen: Der USB-C-Port auf der Vorderseite hat eine leichte Einbuchtung.
Die Verarbeitung ist in Ordnung, wobei sich das Gerät nicht so hochwertig anfühlt, wie es mit einem Metallgehäuse der Fall wäre. Die hohe Empfindlichkeit der Beschichtung, wie es bei der AMD-Version der Fall ist, ist uns hier nicht so deutlich aufgefallen. Das Gehäuse misst 128,2 × 128,2 × 41 mm und ist damit üblich groß.
Zur Wartung oder Aufrüstung der Hardware lässt sich das Gehäuse mit etwas Vorsicht öffnen. Dazu entfernen wir die vier Gummifüße auf der Unterseite und lösen die darunterliegenden, aber tief eingesetzten Schrauben. An diese gelangt man im Zweifel nur mit einem langen, dünnen Bit, wie von einem elektrischen Präzisionsschraubendreher (Bestenliste). Anschließend müssen wir den Boden aufhebeln und zudem auf der Rückseite die Rahmen der Anschlüsse vom Gehäuse separieren. So können wir den Boden vom Rest des Mini-PCs trennen, wobei nur das Kabel der DC-Buchse mit dem Mainboard verbunden bleibt.
Um an RAM, SSD und die CMOS-Batterie zu gelangen, nehmen wir das gesamte Mainboard aus der übrigen Gehäusehälfte. Wir biegen den Rahmen seitlich, sodass die Platine an den Vorrichtungen vorbeipasst – dabei ist bei uns schon ein Teil am Gehäuse ausgebrochen. Beim Zusammenbau ist zudem darauf zu achten, dass die Antennenkabel nicht zwischen Gehäuse und Mainboard eingequetscht werden – hier gibt es extra eine Aussparung an der Platine. Der Mini-PC ist in unseren Augen also nicht sonderlich wartungsfreundlich, wenn man mehr als nur den Lüfter vom Staub befreien möchte.
Preis: Was kostet der Acemagic M1?
Der Acemagic ist in der getesteten Ausstattung mit 32 GB RAM und 1 TB Speicher aktuell zum Preis von 599 Euro auf Amazon erhältlich.
Fazit:
Der M1 mit Intel Core i9-13900HK bietet erstaunlich viel Prozessorleistung und kann in diesem Punkt sogar noch mit modernen Chips der Oberklasse mithalten. Auch der Stromverbrauch ist nicht viel höher. Das Defizit liegt hier vor allem bei der Grafikeinheit, die der CPU nicht gerecht wird. Dadurch ist das System etwa für Gaming sehr unausgewogen und die Grafik hält die restliche Hardware stets zurück. Neue Systeme, sowohl von AMD als auch von Intel, legen einen starken Fokus auf eine solide integrierte GPU, die dann gut und gerne doppelt so stark ist.
Nicht gerade hilfreich ist es in diesem Zusammenhang auch, dass nur DDR4-RAM zum Einsatz kommt. Ansonsten macht die Kühlung eine enorm gute und vor allem leise Figur. Wer also vor allem auf der Suche nach einem Mini-PC mit starker CPU ist, für den zählt der Acemagic M1 als echter Geheimtipp. Für die alltägliche Nutzung gibt es aber Alternativen, die ausgewogener und mit DDR5-RAM zukunftssicherer sind, wie etwa den Minisforum UM760 Slim (Testbericht).
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