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WTF: Schlüssel weg – Kryptologen kommen nicht an ihre Wahlergebnisse


Es ist einer der denkbar schlechtesten Fälle für Kryptologen, wenn das eigene Verschlüsselungssystem sich nicht mehr knacken lässt. Genau das passierte jetzt der International Association of Cryptologic Research (IACR). Ein Monat voller elektronischer Wahlvorgänge liegt hinter ihnen – und jetzt auch wieder vor ihnen. Denn die Wahlergebnisse sind nicht mehr zu entschlüsseln. Insgesamt sieben wichtige Positionen wollte die IACR mit diesen Wahlen besetzen.

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An die verschlüsselten Ergebnisse ist nur mithilfe dreier Schlüssel zu kommen. Jeder davon liegt bei einem menschlichen Verwahrer. Verlegt auch nur einer seinen Schlüssel, besteht keine Chance mehr, die Stimmen auszuzählen. Oder auch ein „fatales technisches Problem“ wie die Gruppe es nannte, als sie am Freitag ihre Mitglieder über genau diesen jetzt eingetretenen Fall informierte.

Das bei der Wahl genutzte Wahlsystem Helios ist quasi der natürliche Feind eines jeden Schussels. Eine vorher festgelegte Anzahl an Personen – im Falle der IACR drei – muss hier jeweils einen öffentlichen sowie jeweils einen privaten Schlüssel generieren. Um an die Daten zu kommen, müssen alle Personen ihren privaten Schlüssel angeben. Hat auch nur einer den Schlüssel verlegt, ist das Entschlüsseln nicht möglich. So auch im Falle der IACR, die so sicherstellen wollte, dass keine zwei Verwahrer sich zusammentun können, um das Ergebnis einer Wahl oder den Inhalt einzelner Stimmen selbst auszuzählen. Bei einer Gruppe von Kryptologie-Profis schien es wohl als das deutlich größere Risiko, als dass man sich aus dem eigenen System aussperrt.

Das Malheur ist auch noch auf der Wahlseite der IACR nachzuvollziehen, wo angezeigt wird, wer von den Verwahrern bereits seinen Privatschlüssel hinterlegt hat. Der Schlüssel des Verwahrers Moti Yung steht nach wie vor aus. Der Grund dafür ist laut IACR menschliches Versagen: Yung habe seinen Schlüssel verloren.

Somit muss die IACR in den sauren Apfel beißen, um an die Ergebnisse zu kommen: Sie muss die Wahlen wiederholen. Das hat die IACR am Freitag angekündigt und auch gleich neue Wahlen gestartet, welche elektronisch durchgeführt werden. Die Organisation bedauert den Fehler und die dadurch verursachten Störungen zutiefst, betont sie. „Diese Situation hätte nicht eintreten dürfen und wir nehmen sie sehr ernst“, beteuern das Wahlkomitee und der Vorstand.

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Aus dem Vorfall zieht die IACR Konsequenzen und schwächt ihr Sicherheitssystem etwas ab: Ab jetzt soll es schon mit zwei von drei privaten Schlüsseln möglich sein, an die Ergebnisse zu kommen. Auch soll es eine klar vorgegebene Prozedur für den Umgang mit Privatschlüsseln geben, an die sich alle Verwahrer halten müssen.

Yung zog ebenfalls Konsequenzen aus dem Vorfall: Der bei Google beschäftigte Forscher erklärte seinen Rücktritt als Verwahrer eines IACR-Wahlstimmen-Schlüssels. Seine Position bei der IACR soll umgehend neu besetzt werden.

Die IACR hat weltweit tausende Mitglieder, von Studenten bis zu renommierten Wissenschaftlern. Ihr Ziel ist es, die Forschung im Bereich Kryptologie voranzutreiben – die Gruppe lieferte bereits namhafte Veröffentlichungen auf dem Gebiet.

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(nen)



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eHealth: iOS‑App zeigt Störungen in der Telematikinfrastruktur


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Wenn das E‑Rezept nicht abrufbar ist oder die elektronische Patientenakte (ePA) zeitweise nicht funktioniert, betrifft das nicht nur Arztpraxen und Apotheken, sondern auch Versicherte. Für sie bleibt häufig unklar, ob gerade eine größere Störung der Telematikinfrastruktur (TI) vorliegt oder ob das Problem lokal begrenzt ist. Eine kürzlich veröffentlichte iOS‑App soll mehr Transparenz schaffen.

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Nach der Veröffentlichung von „TI-Monitoring.de“ – unter anderem auf GitHub – steht jetzt auch eine native App für iPhone, iPad und Macs zur Verfügung, die den aktuellen Status zentraler TI‑Dienste übersichtlich darstellt. Die Anwendung basiert auf öffentlich zugänglichen Statusdaten der Gematik und bereitet diese in einer mobil nutzbaren Form auf. Die Daten werden automatisch alle 5 Minuten aktualisiert.

Die iOS‑App entstand laut Angaben des Entwicklers, Lukas Schmidt-Russnak, unter anderem aus dem Wunsch heraus, ergänzend zu der Open-Source-Web-Anwendung (ti-monitoring.de) eine native Anwendung mit SwiftUI zu entwickeln und die bestehende Funktionalität auf die Apple‑Plattform zu übertragen.

Auf der Startseite der App, die heise online vorab getestet hat, werden sämtliche relevanten TI‑Komponenten nach Produkttyp gruppiert angezeigt, jeweils mit ihrem aktuellen Verfügbarkeitsstatus. Dazu zählen unter anderem Verzeichnisdienste, VPN-Zugangsdienste, der E-Mail-Dienst KIM, ePA‑Aktensysteme oder Dienste rund um das E‑Rezept. Einzelne Gruppen können aufgeklappt werden, um Details zu den jeweiligen Komponenten einzusehen. Die Darstellung ist dabei bewusst reduziert gehalten und auch ohne tiefere technische Vorkenntnisse nachvollziehbar.

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Ergänzend bietet die App eine Übersicht auf Ebene konkreter TI‑Anwendungen. Dort wird zusammengefasst, wie sich der aktuelle Zustand der Infrastruktur auf bekannte Anwendungen wie E‑Rezept, ePA oder KIM auswirkt. Bei gemeldeten Störungen lassen sich zusätzliche Informationen abrufen, etwa ob es sich um einen Teil‑ oder Totalausfall handelt, ob Wartungsarbeiten laufen und welche Funktionen konkret betroffen sind.

Für Nutzerinnen und Nutzer mit höherem Informationsbedarf, etwa in medizinischen Einrichtungen oder IT‑Abteilungen, lassen sich Benachrichtigungen individuell konfigurieren. So können Statusänderungen gezielt für ausgewählte Komponenten oder Anbieter gemeldet werden, ohne dass alle Meldungen pauschal ausgelöst werden. Wie bei vergleichbaren Monitoring‑Diensten gilt, dass die Daten ohne Gewähr bereitgestellt werden und aufgrund komplexer Abhängigkeiten innerhalb der TI nicht jede Einschränkung eindeutig abgebildet werden kann.

Die Basisversion der App ist kostenlos. Eine erweiterte Pro‑Version mit zusätzlichen Detailansichten und konfigurierbaren Benachrichtigungen ist als Einmalkauf für 4,99 Euro erhältlich.


(mack)



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Auf Meta Quest grassiert die Piraterie


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Das größte VR-Ökosystem steht derzeit an mehreren Fronten unter Druck. Die Verkaufszahlen der Meta Quest sind rückläufig und Nutzer geben deutlich weniger Geld für Spiele aus als noch vor einigen Jahren. Auch das Publikum hat sich gewandelt: Meta Quest wird heute besonders intensiv von Kindern und Jugendlichen genutzt, die kostenlose Multiplayer-Erlebnisse bevorzugen. Studios, die klassische Singleplayer-Spiele entwickeln, haben mit einbrechenden Umsätzen zu kämpfen und sind vielfach von Entlassungen oder Schließungen betroffen.

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Die aktuelle Situation ist nach Ansicht einiger Entwickler nicht allein auf Marktdynamiken zurückzuführen. Sie sehen in der schrankenlosen Piraterie einen Mitgrund für die Krise der VR-Branche und werfen Meta Passivität gegenüber einem Problem vor, das eine ohnehin angeschlagene Industrie weiter aushöhlt.

In den Medien wurde bislang kaum über Piraterie auf Meta Quest berichtet, was angesichts der Größe und Professionalität der Szene überrascht. Eine zentrale Rolle spielt die mit Abstand meistgenutzte Plattform „Rookie Sideloader“. Das PC-Programm listet tausende VR-Spiele, die sich per Mausklick auf Meta Quest herunterladen lassen. Selbst Updates von Spielen sind mit der Anwendung möglich. „Es gibt unter VR-Entwicklern den Scherz, dass die Nutzererfahrung und Zuverlässigkeit besser sind als die des Quest Stores“, sagt ein VR-Entwickler, der anonym bleiben möchte.



Die Bedienoberfläche des in Entwicklung befindlichen „Rookie Sideloader“ 3.0.

(Bild: Github)

Die Aussage ist überspitzt, verweist jedoch auf einen wahren Kern. Rookie Sideloader erfordert einen PC und eine Kabelverbindung sowie das Hinzufügen einer Ausnahme für Windows Defender. Aber ist das Programm einmal eingerichtet, ist es ausgesprochen nutzerfreundlich. Und am „Rookie Sideloader“ wird weiterhin aktiv gearbeitet: Derzeit befindet sich Version 3.0 in Entwicklung, die laut Github-Beschreibung eine „vollständige Überarbeitung der Bedienoberfläche, deutliche Leistungsverbesserungen und erweiterte Funktionen bringen soll“.

Die dahinterstehende Gruppe nennt sich „VRPirates“ und betreibt ein gut strukturiertes, detailliertes Wiki, das Einsteiger Schritt für Schritt an Installation und Nutzung des Programms heranführt. Neben einer FAQ enthält es Listen von Spielen, die im Multiplayer funktionieren, sowie von Titeln, die bislang nicht „gecrackt“ werden konnten.

Die Anhänger der Plattform tauschen sich auf dem offiziellen Discord-Server der Gruppe aus, der Tausende aktive Nutzer versammelt. Eine weitere zentrale Anlaufstelle ist das Reddit-Subforum r/QuestPiracy mit mehr als 100.000 Mitgliedern. Eine beachtliche Zahl angesichts der vergleichsweise kleinen Größe des VR-Markts.

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In welcher Größenordnung illegal kopiert wird, lässt sich nicht exakt beziffern. Es gibt jedoch Anhaltspunkte. Bis vor etwa einem Jahr zeigte „Rookie Sideloader“ die exakten Downloadzahlen einzelner Titel an und ermöglichte Entwicklern damit einen direkten Vergleich mit den eigenen Absätzen. Inzwischen haben die Betreiber auf ein relatives Beliebtheitsranking umgestellt, das diese Daten nicht mehr offenlegt.

„Selbst auf Basis dieser relativen Werte zeichnet sich ein klarer Trend ab“, sagt ein VR-Entwickler. „Premiumspiele verschwinden oft bereits nach einer Woche aus den Verkaufscharts, halten sich jedoch monatelang in den Top 10 des Rookie Sideloader“. Ein prominentes Beispiel ist das 2025 erschienene Singleplayer-Abenteuer „Ghost Town“, das zu den besten VR-Spielen des Jahres zählt. Es fiel frühzeitig aus den Top 50 der meistverkauften Quest-Titel und war bei Raubkopierern gleichzeitig sehr populär. Weit vorn in der Beliebtheit rangiert auch das VR-Spiel „Pistol Whip“, dessen Studio Cloudhead Games in dieser Woche Entlassungen von 70 Prozent der Belegschaft ankündigte.


Bild aus einer bunten VR-Spielwelt, in der auch eine Pistole zu sehen ist.

Bild aus einer bunten VR-Spielwelt, in der auch eine Pistole zu sehen ist.

Das Studio hinter dem VR-Kultspiel „Pistol Whip“ musste in der aktuell schwierigen Marktsituation einen Großteil der Mitarbeiter entlassen.

(Bild: Cloudhead Games)

Eine weitere Datenquelle lieferte Meta versehentlich selbst. Im vergangenen November tauchte in Metas Analysewerkzeugen für Entwickler für kurze Zeit ein neues Dashboard auf, das Daten zu App-Sideloads enthielt und Rückschlüsse auf die Zahl illegaler Downloads zuließ. Auch wenn Meta das Dashboard rasch wieder entfernte, konnten einige Entwickler ihre eigenen Daten sichten und mit Verkaufszahlen abgleichen. Dabei ergaben sich je nach Titel Raubkopierraten zwischen 1:1 und 1:4. Die branchenweit bekannte VR-Spieleschmiede Vertical Robot bestätigte dies auf Nachfrage. Ein Vertreter sagte, dass den Zahlen zufolge auf jede verkaufte Kopie der Titel „Red Matter“ und „Red Matter 2“ etwa vier illegale Downloads entfallen würden.

„Ich kann nachvollziehen, dass es immer eine Nachfrage nach so etwas geben wird“, sagt der CEO eines anderen VR-Studios in einer Stellungnahme. „Aber als jemand, der auf Verkäufe angewiesen ist, um Mitarbeitende zu bezahlen, ist es schmerzhaft zu sehen, wie einfach Rookie Sideloader es einem sehr großen Publikum macht.“

Selbst unter der Annahme, dass ein Teil verhinderter Raubkopien nie zu einem Kauf geführt hätte, bleibt Piraterie für Entwickler mit einem messbaren Schaden verbunden. Ein Schaden, der sich durch wirksamere Schutzmaßnahmen seitens Meta reduzieren ließe. Dass die bestehenden Mechanismen derzeit deutlich unter dem Standard klassischer Spielkonsolen und anderer geschlossener App-Ökosysteme liegen, darin sind sich Entwickler einig.

Meta verwies auf Nachfrage auf zwei Schutzmaßnahmen: eine Systemprüfung („Attestation API“), die die Integrität von Gerät und Software sicherstellen soll, sowie eine Kaufprüfung („Entitlement Check“), mit der festgestellt wird, ob ein Nutzer eine App tatsächlich erworben hat.


Ein Junge in orangem Pulli spielt Quest 3.

Ein Junge in orangem Pulli spielt Quest 3.

Piraterie dürfte vor allem bei jungen Nutzern verbreitet sein. Das ist nach Ansicht einiger Entwickler jedoch kein Grund, nichts dagegen zu unternehmen.

(Bild: Meta)

Während Letztere laut einem VR-Entwickler von Raubkopierern automatisch umgangen werden kann, greife die Systemprüfung nur bei Titeln, die zum Spielen zwingend eine Online-Komponente benötigen. Reine Singleplayer-Spiele würden damit nicht effektiv geschützt und seien entsprechend überproportional von Piraterie betroffen. Doch selbst bei Multiplayer-Titeln gelte dieser Mechanismus eher als Anti-Cheat-Maßnahme denn als wirksamer Schutz vor Piraterie. Im Reddit-Subforum r/QuestPiracy finden sich keinerlei Berichte über anhaltende Konsequenzen mit abschreckender Wirkung.

Mit Blick auf die Zukunft bleibt Meta vage und erklärt, man arbeite weiterhin an Schutzmaßnahmen und werde über entsprechende Lösungen informieren, sobald sie verfügbar seien. Ob und wann diese erscheinen, bleibt weiterhin offen. Klar ist, dass Entwickler seit Langem auf eine Reaktion des Unternehmens warten, die über Lippenbekenntnisse hinausgeht.

Ein häufig geäußerter Vorwurf seitens Entwickler lautet, dass Meta Nutzeraktivität und Bindungsrate derzeit über alle anderen Erfolgsfaktoren stellt und ein konsequentes Vorgehen gegen Piraterie daher als kontraproduktiv betrachtet. Zudem wird befürchtet, dass Meta der Kategorie der Singleplayer-Spiele ohnehin keine hohe Priorität mehr einräumt. Die aktuell aktivste Nutzergruppe bevorzugt Multiplayer-Titel mit Free-to-Play-Geschäftsmodell, die weniger oder kaum raubkopiert werden. Ein weiterer möglicher Grund für Metas Zögern liegt darin, dass die auf Android basierende Meta Quest als vergleichsweise offene Plattform positioniert wurde, die Sideloading zulässt. Restriktivere Schutzmaßnahmen stünden mit dieser Politik potenziell im Konflikt.

An Ideen zur Verbesserung der Situation mangelt es Entwicklern nicht. Sie reichen von konkreten Vorschlägen für wirksamere Schutzmaßnahmen über Analysewerkzeuge, mit denen sich Piraterie besser nachverfolgen und Raubkopierer konvertieren lassen, bis zu einer restriktiveren Plattformpolitik, die Sideloading stärker einschränkt. Zudem sprechen sich einzelne Entwickler für deutlich schärfere Maßnahmen aus. „Meta sollte konsequent gegen Rookie Sideloader vorgehen und es der Plattform nicht so leicht machen. Eine Abmahnung („Cease-and-Desist“) könnte die Webseite, den GitHub-Auftritt und das Reddit-Subforum unterbinden. Ich bin schockiert, dass ein solcher Schritt bislang ausgeblieben ist“, sagt ein VR-Entwickler.

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„Rookie Sideloader“ beschwichtigte betroffene VR-Entwickler zunächst damit, Spiele auf Anfrage von der Plattform zu entfernen. Von dieser Möglichkeit machten bislang knapp zwei Dutzend Entwickler und Studios Gebrauch. Inzwischen berichten jedoch mehrere Entwickler, dass dieses Angebot für neue Anfragen nicht mehr gewährt wird.

Auf der Webseite der Betreiber heißt es, dass „Rookie Sideloader“ Kosten für Server und Bandbreite verursache, weshalb die Piraten auf Spenden angewiesen seien. Um mehr über die Motivation hinter dem Projekt zu erfahren, haben wir versucht, die Betreiber zu kontaktieren, was über Discord problemlos möglich ist. Eine Stellungnahme oder ein Gespräch, selbst unter Zusicherung von Anonymität, wurde jedoch abgelehnt.


(tobe)



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Peugeot 408: Facelift bringt veränderte Antriebe


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Seit 2022 leistet sich Peugeot den Luxus eines Nischenmodells. Der 408 ist eine Fließheck-Limousine, die mit beplankten Radläufen SUV-Elemente ins Design integriert. Der ganz große Durchbruch blieb bislang aus, und die kleine Modellpflege wird daran kaum etwas ändern. Denn mindestens ein Schritt bleibt aus.

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Die Optik wurde mit einem geänderten Kühlergrill nur leicht angepasst, wobei die beleuchteten Schriftzüge an Front und Heck noch die auffälligsten Veränderungen sind. Im Vergleich dazu sind die Veränderungen bei den Antrieben weitreichender. Der 1,2-Liter-Basisbenziner, ein 48-Volt-Mildhybrid, leistet nach wie vor 107 kW. Der Verbrauch im WLTP sinkt minimal auf fünf Liter. Nachgelegt hat Peugeot beim Plug-in-Hybrid: Zwar leisten der 1,6-Liter-Benziner mit 132 kW und der E-Motor mit 92 kW einzeln nicht mehr als bisher, die freigegebene Systemleistung steigt allerdings von 165 auf 177 kW. Auch die Reichweite steigt leicht von 77 auf 85 km.


Peugeot 408 Facelift

Peugeot 408 Facelift

Die Modellpflege hat den Peugeot 408 äußerlich kaum verändert.

(Bild: Peugeot)

Doch das Laden bleibt im Plug-in-Hybrid zäh. Serienmäßig ist nach wie vor ein einphasiger Lader mit 3,7 kW. Gegen Aufpreis sind wenigstens 7,4 kW zu haben, doch auch die nimmt der 408 PHEV nur auf einer Phase entgegen. An einer dreiphasigen 11-kW-Wallbox, die ihre Gesamtleistung aufteilt, ändert sich damit nichts. Einen Vorteil bringt der optionale Lader an einigen öffentlichen Ladestationen.

Im Elektroauto e-408 beschränken sich die Neuerungen auf eine nun endlich mögliche Vorkonditionierung der Batteriezellen. Sie hilft, die maximale Ladeleistung auch im Winter abrufen zu können, sofern die Anfahrt zur Ladestation lang genug ist. Im Sommer will Peugeot für den e-408 auch Plug & Charge sowie Vehicle-to-Load anbieten. Dann kann die Traktionsbatterie für den Betrieb externer Verbraucher angezapft werden. Die Batterie selbst und auch das Laden werden nicht verbessert. Es bleibt bei 58,2 kWh netto, 456 km WLTP-Reichweite und 120 kW DC-Ladeleistung. Von 20 auf 80 Prozent lädt der e-408 in 30 Minuten. Das sind im Schnitt knapp 70 kW DC-Nettoladeleistung. Insgesamt bleibt der e-408 mit diesen Werten auch intern weit zurück. In einigen Modellen bietet Peugeot inzwischen mehr als 90 kWh Energiegehalt und 160 kW DC-Laden an.

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Peugeot 408 Facelift Innenraum

Peugeot 408 Facelift Innenraum

Neu im Innenraum sind veränderte 3D-Grafiken im Kombinnstrument.

(Bild: Peugeot)

Vorab verrät Peugeot noch nicht, was der überarbeitete 408 kosten soll. Die bisherige Preisliste aus dem Dezember 2025 sah für das Basismodell 40.970 Euro vor, die Einstiegsversionen von Plug-in-Hybrid und Elektroauto lagen bei 47.600 und 46.300 Euro. Daran wird sich vermutlich nicht viel ändern, denn das Umfeld wird absehbar eher dichter besetzt, der Konkurrenzdruck nimmt also zu. Ein Mazda 6E (Test) beispielsweise kostet ähnlich viel wie der e-408, bietet aber einen höheren Energiegehalt in der Traktionsbatterie und in einer Version auch eine höhere Ladeleistung.

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(mfz)



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