Online Marketing & SEO
Marketing für medizinische Produkte: Gute Besserung der Performance: So entfalten Healthcare-Kampagnen ihre volle Wirkung
Die Wahl des richtigen Gesundheitsprodukts ist gerade in der kalten Jahreszeit ein heißes Thema. Mit den passenden Maßnahmen erzielen Kampagnen bessere Ergebnisse
Healthcare-Produkte zu bewerben zählt zu den anspruchsvollsten Disziplinen im Marketing. Eine Kampagne soll emotional ansprechen, ohne ins Unseriöse abzugleiten, informieren, ohne zu überfordern. Mit gezielten Maßnahmen, die Vertrauen und Produktrelevanz stärken, lässt sich der Erfolg spürbar steigern, wie zwei Beispiele von Medicom und InfectoPharm zeigen.
Es beginnt selten dramatisch: mit einem Hustenreiz oder einem Grummeln im Magen. Schon in solchen Momenten entscheidet sich, welcher Healthcare-Marke Menschen vertrauen. Denn wer über seine Gesundheit nachdenkt, denkt über das Wertvollste nach, was er besitzt – und will es schützen: mit Produkten, die diesem höchsten Anspruch gerecht werden.
Vertrauen durch Haptik
Ein besonders wirkungsvoller Hebel für Vertrauen ist die Haptik. Marken, die mit anfassbaren Werbemitteln arbeiten, werden als persönlicher und kompetenter wahrgenommen als solche, die ausschließlich im digitalen Raum agieren. Haptische Werbemittel wie Werbebriefe prägen durch ihre Qualität und Materialität direkt das Markenbild. „Grundsätzlich gilt: Ein schweres Papier – ab 100 Gramm – erzeugt höhere Aufmerksamkeit und vermittelt mehr Kompetenz als ein leichtes – zum Beispiel 60 Gramm“, erklärt Andreas Mann, Marketingprofessor an der Universität Kassel.
Christoph Bohlender ergänzt: „Haptik schafft eine Nähe, die digitale Kommunikation kaum leisten kann. Der Bildschirm ist unser ständiger Begleiter und zugleich unsere größte Barriere. Er verbindet uns digital, trennt uns aber emotional. Wenn Menschen plötzlich wieder etwas Echtes berühren – Papier, Material, Struktur –, entsteht sofort ein Gefühl von Authentizität.“
Medicom: Sanfte Töne, starke Wirkung
Wie stark dieser Effekt sein kann, bewies Medicom. Der Direktversender von Nahrungsergänzungsmitteln setzte in der aktuellen CMC Print-Mailing-Studie auf ein haptisches Mailing in ruhigen Farben, klar strukturiertem Design und persönlicher Ansprache – ohne Werbelärm, dafür mit Foto und Unterschrift der Geschäftsführerin. Ein authentischer Ankerpunkt in einer Zeit, in der KI-generierte Gesichter und Stockfotos allgegenwärtig sind. Ein QR-Code verband das physische Erlebnis nahtlos mit dem digitalen Kaufprozess.
Mit diesem Print-Mailing erzielte Medicom bei der aktuellen CMC Print-Mailing-Studie Top-Resultate
Das Ergebnis: eine Conversion Rate von 9,43 Prozent, ein durchschnittlicher Warenkorbwert von 86,32 Euro und ein Return on Ad Spend von 1.624 Prozent. „Wir sehen ein klar belegbares Interesse bei Onlinekunden, wenn sie Print-Mailings erhalten. Selbst nach längerer Laufzeit wird noch bestellt“, resümiert Hamdi Hackl von der verantwortlichen Agentur DPNY Communications.
Visualisierung statt Formelflut
Neben haptischen Erlebnissen sind zwei weitere Faktoren entscheidend für den Erfolg von Healthcare-Kampagnen: die Visualisierung komplexer Zusammenhänge und die Ausrichtung der Kommunikation auf die konkreten Bedürfnisse der Endkunden.
InfectoPharm: Wenn der Husten schlafen geht
Wie sich dieser Ansatz umsetzen lässt, illustriert eine Kampagne, die Bohlenders Team für den Hustenstiller Quimbo von InfectoPharm entwickelte. In Apothekenschaufenstern wurden die Verpackungen des Hustenmittels so arrangiert, dass ihr Schatten die Silhouette eines schlafenden Menschen ergab.
„Die Idee kam aus dem Alltag“, sagt Bohlender. „Wenn ein Familienmitglied nachts wach liegt und hustet, schläft die ganze Familie schlecht – ein echtes Problem für alle Beteiligten. Kommunikation, die dieses reale Szenario aufgreift, wirkt lösungsorientiert.“
Bei der Betrachterin stellt sich ein echter Aha-Moment ein – die Schattenkonturen zeigen eine schlafende Person
Die Inszenierung erzeugte einen Aha-Effekt: „Passanten blieben stehen, sahen genauer hin und erkannten nach und nach, dass allein das Produkt die Botschaft trägt. Das Versprechen wird visuell erlebbar. Das Motiv bleibt dadurch nachhaltiger im Kopf“, so Bohlender.
Social Media und KI verantwortungsvoll nutzen
Während klassische Erfolgsfaktoren weiterhin ihre Wirkung entfalten, gewinnt im Healthcare-Marketing zunehmend ein weiterer Bereich an Bedeutung: die digitale Kommunikation – von Social Media bis KI. Besonders auffällig ist dabei die wachsende Relevanz sogenannter Medfluencer. Nach Schätzungen von Branchenexperten gibt es im deutschsprachigen Raum mittlerweile zwischen 400 und 1.000 aktive Profile, meist Ärzte, medizinisches Fachpersonal oder Betroffene. Sie übersetzen Fachwissen in Alltagssprache und machen komplexe Themen nahbar und verständlich.
Ein Beispiel ist David Reckers, Hausarzt in Weiterbildung. Als @der.hausarzt erreicht er über 300.000 Follower auf TikTok und Instagram und arbeitet unter anderem mit Sanofi zusammen. Solche Kooperationen ermöglichen Pharmaunternehmen, insbesondere jüngere Zielgruppen authentisch anzusprechen. Gleichzeitig sollten Unternehmen nur mit Influencern zusammenarbeiten, die Inhalte kompetent und präzise vermitteln, um juristische Risiken zu vermeiden und der generell geringen Glaubwürdigkeit sozialer Netzwerke entgegenzuwirken.
Der algorithmische, oft generische Output beim Content hat nicht die Verlässlichkeit und Qualität wie echte Markenkenntnis.
Darüber hinaus verschiebt sich der Fokus im Healthcare-Marketing zunehmend in Richtung Künstlicher Intelligenz. Laut einer esanum-Studie setzen bereits 66 Prozent der befragten Fachleute aus der Pharmaindustrie KI ein, vor allem zur Content-Erstellung.
„Der algorithmische, oft generische Output beim Content hat allerdings nicht die Verlässlichkeit und Qualität wie echte Markenkenntnis. Es ist wichtig, durch einen individuellen Tonfall, Empathie und Verständnis lebensnahes und emotionales Storytelling zu schaffen“, betont Bohlender. „KI bietet hier und dort Inspiration und ist vor allem eine Hilfe, wenn es um die Erstellung von visuellem Content geht, doch die emotionale Tiefe kommt nach wie vor vom menschlichen Feingefühl, gerade wenn es um ein Thema wie Gesundheit geht.“
Online Marketing & SEO
Neue Markenkampagne: Warum die Deutsche Telekom die Netzkennung kapert
Screenshot aus dem neuen Werbespot
„Im besten Netz“ – diese drei Worte werden bald auf Millionen Smartphones erscheinen. Eine Netzkennung, die sonst als rein technisches Detail gilt und bislang mit „Telekom.de“ ausgewiesen wird, soll zum sichtbarsten Symbol einer neuen Markenoffensive der Deutschen Telekom werden.
Der Eingriff in die Gestaltung der Interface-Welt des Smartphones ist der wohl ungewöhnlichste Bestandteil der neuen Telekom-Kampagne. Mit jedem
Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!
HORIZONT Digital
- Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
- E-Paper der Zeitung und Magazine
- Online-Printarchiv
HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team
Online Marketing & SEO
Apple Campos als ChatGPT-Konkurrenz: Siri wird zum AI Chatbot
Apple möchte Siri mit einer umfangreichen Chatbot-Version ersetzen. Schon in einem nahenden Update könnte diese kommen – auch dank der Power von Googles Gemini im Rücken.
Siri war eine der ersten großen und viel genutzten KI-Assistenzen. Doch Apples eigener Assistant wurde nicht gebührend weiterentwickelt und geriet schon ins Hintertreffen, ehe mit ChatGPT, Gemini, Claude, der Meta AI und Microsofts Copilot zahlreiche AI Chatbots – neuerdings sogar mit agentischen Fähigkeiten – hunderte Millionen User für sich gewannen. Jetzt möchte der Tech-Konzern mit seinem riesigen Hardware-Einfluss auf die Digitalwelt aufholen. Deshalb schloss Apple einen immensen Deal mit Google ab, um Gemini als Basis-KI für Foundation Models, vor allem aber für Siri nutzen zu können. Und jetzt ist sogar von einem Siri Update die Rede, das die Assistenz ganz neu denkt.
Siri als AI Chatbot: Konkurrenz für ChatGPT, bedingt für Gemini
Mark Gurman, seines Zeichens Apple Insider und Experte für Entwicklungen beim Tech-Konzern, berichtet für Bloomberg von einer großen Neuausrichtung für Siri. Demnach soll die Apple-Assistenz künftig als eigenständiger AI Chatbot mit umfassenden konversationellen Fähigkeiten operieren. Intern wird dieser dem Bericht zufolge Campos genannt, was so viel wie „Gebiete, Flächen, Gefilde“ heißen kann. Sogar eine Standalone Campos App soll getestet worden sein. Allerdings ist der neue Siri AI Chatbot eher für die Integration auf Apple-Geräten und im Kontext der groß angelegten KI-Optimierung der Software gedacht. Pläne für ein eigenes AppleGPT gab es schon 2023, allerdings ohne öffentliches Ergebnis.
Dieser Bot soll als Konkurrenz für populäre Tools wie ChatGPT und Claude fungieren. Auch mit Googles Gemini würde dieser Assistant konkurrieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Google mit Gemini als Basis-KI zumindest einen Anteil am Aufbau des Chatbots haben dürfte, der auch finanziell entlohnt wird – der Deal zur Gemini-Nutzung bringt Google dem Vernehmen nach eine Milliarde US-Dollar pro Jahr ein.
Schon bei den iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 Updates, die im Herbst dieses Jahres erwartet werden, könnte die neue Chatbot-Option eingeführt werden. Ob als Siri oder Campos, ist noch unklar. Aber schon beim baldigen iOS 26.4 Update könnten AI-Optimierungen für die Apple Intelligence kommen, auf die User schon lange warten.
Apple hat den AI-Wettbewerb lange Zeit verschlafen. Doch mit der Unterstützung des leistungsfähigen Modells Gemini und der immensen Macht sowohl im Hardware-Bereich als auch im Bereich der Betriebssysteme könnte sich der Konzern dennoch wieder als zentraler Player für KI-Anwendungen positionieren. Es bleibt die Frage: Was wäre gewesen, hätte Apple frühzeitig Ernst gemacht und umfassende KI-Lösungen entwickelt?
Apple nutzt Gemini für Siri und Modelle
– ChatGPT in Gefahr?

Online Marketing & SEO
Instagram ersetzt Follows mit Friends
Auf Instagram sehen einige Creator einen Friends Count anstelle eines Follow Counts. Dabei werden Friends neu definiert und sogar als Content Label im Feed genutzt.
Wenn Instagram zur Veränderung ansetzt, dann horcht die Creator-Gemeinde auf. Gerade, wenn es um eine Kernmetrik geht. Die Meta-Tochter mit über drei Milliarden monatlich aktiven Usern hat sich den Status erarbeitet, der für Furore bei großen Veränderungen sorgt – wie zuletzt beim offiziell verkündeten Hashtag Limit oder vor einiger Zeit der Einführung von Views als übergeordnete Kernmetrik. Jetzt, kurz nach der Vorstellung von Instagrams Agenda für 2026, kommt die nächste große Veränderung auf Creator zu. Die Plattform experimentiert mit einem Friends Count im Profil. Dieser ersetzt dort die Follows-Angabe und setzt sich auch anders zusammen. Diese Entwicklung hat nicht zuletzt mit KI zu tun. Zugleich dürfen einige Creator neue Like Icons einsetzen – und das, während viele User von einem regelrechten Like Crash berichten.
„Der Hochglanz-Feed ist tot“:
Instagrams Kurs für 2026

Instagrams Friends Count in der Übersicht: Was die Metrik bedeutet
Einige Instagram Creator sehen sie schon, die neue Metrik im Profil. Neben Followern und Beiträgen sehen sie einen Friends Count, wo normalerweise der Follow Count zu finden ist. Letzterer gibt an, wie vielen Accounts der User folgt. Der Friends Count aber zeigt an, wie vielen Freund:innen ein User folgt. Und das ist nicht das gleiche, wie Business Insider berichtet. Denn als Friends werden Accounts eingestuft, die einem User auch zurückfolgen; man fühlt sich beinahe an alte Follow-for-Follow-Zeiten erinnert. Daher dürfte der Friends Count meist eine niedrigere Zahl anzeigen als der Follow Count. So sehen manche Creator aber ebenso, welcher der gefolgten Accounts eigentlich zurückfolgt. Ein Mitglied von Metas Presse-Team bestätigte den Test, den wir noch nicht sehen können, und erklärte:
Friends are central to the Instagram experience, so we’re exploring ways to make these connections more visible and meaningful. We’re running a small test to highlight Friends throughout Instagram.
Tatsächlich ist dieses Experiment zuerst nur für einige wenige Creator zu sehen. Instagram möchte damit mehr Wert auf echte menschliche Verbindungen legen. Zum einen geht das mit der eigenen Entwicklungslogik für die Plattform einher. Der Austausch der Creator in der Community soll im Fokus stehen. Darauf zahlen diverse Features ein, zum Beispiel die 2025 eingeführte Friends Map à la Snapchat oder das Teilen öffentlicher Instagram Stories ohne Markierung. Zum anderen möchte die Plattform mit dem Fokus auf Friends eine klare Abgrenzung zu KI-Inhalten und KI-Kommunikation schaffen. Plattformchef Adam Mosseri warnte zuletzt schon:
Everything that made creators matter – the ability to be real, to connect, to have a voice that couldn’t be faked – is now suddenly accessible to anyone with the right tools.
Originalität soll besser gerankt werden und Mosseri ergänzt:
We need to surface credibility signals about who’s posting so people can decide who to trust.
Daher markiert Instagram im Rahmen des Tests sogar im Feed einige Inhalte mit dem Label Friends, das anstelle von Posts oder Following steht. Ob aber diese Anpassung umfassend ausgerollt wird und dann auch bald in Deutschland auftaucht, ist noch unklar.
Neue und einzigartige Likes: Top Creator fallen auf
Parallel zum Friends Count-Test können manche Creator auf Instagram einzigartige Herz-Icons als Like-Symbol einsetzen. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Test, sondern um ein Sonder-Feature für die 25 Sieger:innen von Instagrams Rings Awards. Mit den Rings Awards werden erstmals 25 Creator für ihren Mut und ihre Kreativität ausgezeichnet. In der Jury dafür saßen unter anderem Regisseur Spike Lee, Designer Marc Jacobs, YouTuber Marques Brownlee, Schauspielerin Yara Shahidi und Make-up-Artistin Pat McGrath. Die Sieger:innen erhalten jetzt je ein unikales Like-Herz. Das kann dann aussehen wie ein DJ-Pult, wie ein Gänseblümchen oder wie ein zerknülltes Papier. IM Jahr 2026 können diese Creator die besonderen Like Icons für ihre Likes einstellen.
Alle anderen Creator müssen sich indes mit dem klassischen roten Herzen begnügen. Dabei werden Likes derzeit mehr und mehr zur Vanity-Metrik. Viele Creator berichten von immer weniger Likes, was nicht zuletzt mit Instagrams Fokus auf DMs, Stories und insbesondere Reels zusammenhängt. Laut Daten von SensorTower, die CNBC vorliegen, stieg der Anteil der auf Instagram verbrachten Zeit in Bezug auf Reels in den USA von 37 Prozent im Mahr 2024 auf 46 Prozent im Jahr 2025. Relevanz auf Instagram entsteht in der menschlichen Interaktion, langfristig vor allem aber auch im Kurzvideokontext.
Like-Verlust auf Instagram:
„100 Likes sind die neuen 1.000“

-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenArndt Benedikt rebranded GreatVita › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 WochenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGoogle „Broadwing“: 400-MW-Gaskraftwerk speichert CO₂ tief unter der Erde
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Social Mediavor 1 MonatDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
