Connect with us

Digital Business & Startups

Gamba Zamba: Startup züchtet blaue Garnelen im Bergwerk


Gamba Zamba: Startup züchtet blaue Garnelen im Bergwerk

2019 haben David Gebhard (l.) und Florian Gösling (r.) damit begonnen, an einer wirtschaftlichen Technologie für eine Garnelenfarm in Deutschland zu forschen. Inzwischen sind die ersten Garnelen aus ihrer Farm in Niedersachsen im Handel.
Aquapurna / Collage: Dominik Schmitt

Es ist schon irgendwie eine kuriose Geschichte; zumindest auf den ersten Blick: Mitten auf dem niedersächsischen Land – auf dem Gelände eines ehemaligen Bergwerks – entsteht eine großangelegte Garnelenfarm. In schwarzen, kastenförmigen Hallen werden sie in Becken mit klarem Wasser herangezüchtet, bis sie groß genug sind, um gefangen (man sagt hier: geerntet), eingefroren und dann verkauft zu werden. Das alles passiert weit weg vom Meer – und könnte sich als echte Win-Win-Situation entpuppen.

Dahinter steckt das Deep Tech-Startup Aquapurna – beziehungsweise die beiden Gründer David Gebhard und Florian Gösling. Fünf Jahre lang haben sie die spezielle Anlage entwickelt. Dabei waren sie überraschenderweise nicht die ersten, die auf die Idee gekommen sind, Meeresfrüchte außerhalb des Meeres zu züchten.

Einige Garnelenarten passen ihre Farbe ihrer Umgebung an. Bei Aquapurna wachsen die Garnelen in klarem Wasser zwischen blauen Beckenwänden auf – so nehmen sie im Laufe Ihrer Aufzucht eine blaue Färbung an.

Einige Garnelenarten passen ihre Farbe ihrer Umgebung an. Bei Aquapurna wachsen die Garnelen in klarem Wasser zwischen blauen Beckenwänden auf – so nehmen sie im Laufe Ihrer Aufzucht eine blaue Färbung an.
Aquapurna

Bekanntschaft mit Garnelenfarmen habe Gösling bereits vor einigen Jahren in Indien gemacht, als er das Land während eines Sabbaticals besuchte. Er erinnere sich vor allem an den „bestialischen Gestank“, der ihm damals entgegengeschlagen sei. Und das dreckige Wasser, in dem die Garnelen aufwuchsen. Damals habe er auch gelernt, dass ein Großteil der Garnelen, die auch in Deutschland auf unseren Tellern landen, aus solchen Farmen stammen. Nicht gerade sehr appetitlich.

Beliebtes Seafood fraglicher Produktion

Gösling recherchierte und musste feststellen, dass Fänge aus dem Meer aus anderen Gründen keine gute Alternative darstellen: Grundschleppnetzfischerei und Garnelenzucht in Aquakulturen stellen große Umweltbelastungen dar. Darüber hinaus sind Meerestiere, auch Garnelen, oft mit schädlichen Umweltchemikalien wie PFAS belastet, was sowohl Umweltrisiken als auch Gesundheitsrisiken für den Menschen darstellt.

Lest auch

6 Deep-Tech-Startups aus Deutschland to watch – laut Earlybird VC

Und trotzdem gehören Garnelen zu den beliebtesten Meeresfrüchten weltweit – auch in Deutschland. Im Jahr 2024 machten Garnelen etwa 10,1 Prozent des Fischmarktes aus und gehören damit zu den Top-Favoriten nach Lachs, Alaska-Seelachs, Thunfisch und Hering.

Großer Markt, großes Potenzial

Damals erkannten die befreundeten Gründer David Gebhard und Florian Gösling das Potenzial. Der Markt sei „riesengroß“, der Status Quo „keine nachhaltige Weise, um Lebensmittel zu produzieren“, sagt Gebhard im Gespräch mit Gründerszene. „Wir haben uns gefragt: Geht das nicht auch anders?“ Also gründeten sie das Deep Tech-Startup Aquapurna mit seiner Marke Gamba Zamba.

Fünf Jahre später steht die erste Anlage, die das Team nun sukzessive ausbauen will. Sie ist auf Strom- und Wasserverbrauch optimiert, um die Kosten möglichst gering zu halten – auch für die Endkonsumenten. Ziel des Unternehmens ist es, die größte Garnelenzucht Europas aufzubauen. So wird das Geschäftsmodell skalierbar.

Auf diese besondere Art haben die Gründer ihr Startup finanziert

Wie bei Deep Tech-Startups üblich, hat das Unternehmen bis hierhin aber vor allem Geld gekostet. Und wie bei vielen anderen Deep Tech-Startups auch, merkten die Gründer schnell, dass Venture Capital allein ihnen nicht das nötige Kapital zur Verfügung stellen würde, um nötige Investitonen mittelfristig zu decken.



Source link

Digital Business & Startups

Erst Exit für 49 Millionen, dann kaufte er sein Startup zurück – wie und warum?


Erst Exit für 49 Millionen, dann kaufte er sein Startup zurück – wie und warum?

Cumulocity, das Startup von Bernd Groß, gilt als Vorreiter für das „Internet der Dinge“.
Cumulocity/Collage: Gründerszene

Als Bernd Groß sein Startup Cumulocity 2017 für 49 Millionen Euro an die Software AG verkaufte, war das ein klassischer Gründertraum: Exit, internationale Reichweite, ein globaler Konzern im Rücken.

Acht Jahre nach dem Exit musste Groß jedoch feststellen: Er hatte sein eigenes Unternehmen zwar erfolgreich verkauft – aber da ging noch mehr. 2023 übernahm die Private-Equity-Firma Silverlake die Software AG – und Groß witterte eine Chance, wie er sagt. „Ich dachte mir: Wenn Silverlake die Software AG akquiriert, sind sie vielleicht offen für ein Management-Buyout.“

Turns out: Groß hatte recht. Anfang 2025 hatte er sein Startup wieder – und wurde vom CTO der Software AG wieder zum CEO von Cumulocity.

Wenn du dein Startup zurückkaufen willst, brauchst du eine neue Vision.

Cumulocity ist eine Plattform, die Maschinen, Geräte und Sensoren in der Industrie smart miteinander vernetzt. Stichwort: Internet of Things.

Über den Management-Buyout sagt Groß: „Es ist viel einfacher zu gründen und von null anzufangen, als ein existierendes Geschäft mit ganz vielen Kunden und Verträgen herauszukaufen.“

Ein Management-Buyout sei vor allem auch viel Überzeugungsarbeit. Wieso also der Aufwand? Wieso hat Groß nicht einfach neu gegründet? Und: Was war nötig, damit er sein Startup zurückkaufen konnte?

Darum hat der Gründer sein Startup zurückgekauft

Für Groß sei es vor allem die emotionale Bindung zu seinem Startup gewesen und das, was in 13 Jahren entstanden war. Selbst als Cumulocity bereits Teil der Software AG war, hätten Mitarbeitende immer noch Kappen und Pullover mit dem Logo von Cumulocity getragen – Startup-Spirit im Konzern.





Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

Zwischen Highspeed und Handarbeit: Warum Finance in Startups oft nicht mithält


In vielen Startups laufen Produkt, Sales und Marketing längst im Hochleistungsmodus. Doch ausgerechnet in der Finanzabteilung – dem Bereich, der Wachstum eigentlich absichern soll – geht es noch erstaunlich analog zu. Kopieren, Abgleichen, manuelle Buchungen: Während das Unternehmen skaliert, stehen zentrale Finance-Prozesse auf der Stelle.

Eine neue Befragung von Fachkräften aus Finance, Buchhaltung und Controlling zeigt das Ausmaß: Ein Viertel der Arbeitszeit fließt in manuelle Dateneingaben, weitere große Teile in Rechnungsbearbeitung und wiederkehrende Analysen. Gleichzeitig nutzen nur 3 % KI wirklich umfassend, während fast ein Drittel noch gar keine KI-Lösungen im Einsatz hat. Für schnell wachsende Startups ist das ein Warnsignal – denn ohne klare Strukturen steigt das Risiko, im Blindflug zu skalieren.

Wo Finance heute ausgebremst wird

Trotz klarer Ambitionen gelingt der Schritt in Richtung Automatisierung nur schleppend. 40 % der Befragten sehen Prozessautomatisierung als wichtigsten Treiber der Transformation, und 38 % priorisieren entsprechende Investitionen – doch im Alltag dominieren weiterhin manuelle Abläufe. Für 36 % zählt der Aufwand rund um papierbasierte Prozesse, Scans oder Dateneingaben zu den größten operativen Hürden. Das hält Finance-Teams im operativen Modus fest, obwohl die Erwartungen an eine strategischere Rolle steigen.

Gerade in Startups entsteht dadurch ein strukturelles Risiko: Fragmentierte Systeme, uneinheitliche Datenmodelle und fehlende Automatisierung bremsen Finance-Prozesse aus, sobald das Unternehmen skaliert. Wenn Daten verspätet vorliegen oder Analysen auf unsicherer Basis entstehen, fehlt die Grundlage für schnelle und belastbare Entscheidungen – und Wachstum kann ins Stocken geraten.

Warum KI im Finance eigentlich perfekt wäre

Die Ironie: Kaum ein Bereich eignet sich so gut für KI wie Finance. Strukturiert, regelbasiert, datengetrieben. Also eigentlich ideale Bedingungen. KI könnte Belege automatisch klassifizieren, Unregelmäßigkeiten erkennen, Forecasts laufend aktualisieren oder Cashflow-Entscheidungen stützen.
Doch der Engpass liegt selten in der Technologie selbst. Ohne konsistente Datenbasis, integrierte Systeme und klare Prozesse bleibt KI Stückwerk. Was fehlt, ist die Infrastruktur, die Automatisierung und KI erst möglich macht.

Finance als Nervenzentrum – nicht als Bremsklotz

Finance sieht heute mehr vom Unternehmen als fast jede andere Abteilung: Umsatz, Kosten, Liquidität, Investitionen – alles läuft hier zusammen. Wenn repetitive Aufgaben automatisiert werden, steigt sofort die strategische Schlagkraft:

  • Entscheidungen werden schneller
  • Risiken werden früher sichtbar
  • Diskussionen basieren stärker auf Daten

Viele CFOs sehen sich deshalb längst nicht mehr als Verwalter, sondern als Gestalter. Doch dafür braucht es eine Organisation, die diesen Wandel zulässt.

Was Gründerinnen jetzt tun sollten

Gerade junge Unternehmen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie können früh die Weichen stellen. Statt historisch gewachsener Systemlandschaften gibt es Flexibilität, und die sollte genutzt werden. Konkret bedeutet das:

  • Rollen klar definieren: Wer verantwortet welche Prozesse?
  • Prozesse vereinheitlichen, weniger Sonderfälle, mehr Standard.
  • Moderne Tool-Landschaften aufbauen: Systeme, die Daten nicht nur sammeln, sondern nutzbar machen. Früh auf Automatisierung setzen, bevor die Komplexität zu groß wird.

Der Weg aus der KI-Pilotphase ist kein reines Technikprojekt, sondern ein organisatorisches. Unternehmen, die das verstehen, verwandeln Finance vom operativen Pflichtprogramm in einen echten Hebel für Wachstum.

Der Weg nach vorn

Finance steht an einem Wendepunkt. Dort, wo heute noch Tabellen manuell gepflegt werden, könnten morgen Echtzeitdaten und automatisierte Workflows den Takt bestimmen. Die Technologie existiert längst. Die Frage ist, ob Unternehmen ihre Strukturen so ausrichten, dass sie davon profitieren.

Für Gründerinnen gilt: Je früher Finance professionell aufgestellt wird, desto schneller und resilienter lässt sich ein Startup skalieren. KI entfaltet ihre Wirkung genau dort, wo Daten sauber integriert, Prozesse klar definiert und Zuständigkeiten eindeutig geregelt sind.

Startups, die diese Grundlage jetzt schaffen, treffen bessere Entscheidungen, behalten die Kontrolle über ihr Wachstum und vermeiden, dass ihr Erfolg an Excel-Grenzen scheitert.

Methodik der Studie

Die Daten der Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 11. bis 23. September 2025 insgesamt 264 Personen befragt, die im Bereich Finance, Controlling und Finanzbuchhaltung arbeiten.
Hier gibt es weitere Infos zu den Studienergebnissen.

Über den Autor
Nikolai Skatchkov ist Mitgründer und CEO von Circula, einem SaaS-Fintech aus Berlin. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der Digitalisierung von Finanzprozessen. Mit Circula hat er eine Plattform entwickelt, die Spesenabrechnung, digitale Benefits und Firmenkarten vereint. Über 2.800 Unternehmen, darunter DATEV, Deutsche Fußball Liga, Securitas und AboutYou, setzen bereits auf diese Lösungen.

WELCOME TO STARTUPLAND


SAVE THE DATE: Bereits am 18. März findet unsere dritte STARTUPLAND statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über Startupland

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Shutterstock



Source link

Weiterlesen

Digital Business & Startups

Padel, Drinks & Co: Eine Woche im Kapstadt-Highlife der Startup-Szene


Padel, Drinks & Co: Eine Woche im Kapstadt-Highlife der Startup-Szene

Cephas zwischen Dinner, Deals und Drinks – eine Woche in Kapstadts Founder-Szene.
Cephas Ndubueze

Cephas Ndubueze ist Gründer der Newsletter- und Event-Plattform FOMO, die sich in Berlin eine feste Community aus Gründern, Investoren und Unternehmern aufgebaut hat. Für Gründerszene schreibt er aus Kapstadt über das Leben, Arbeiten und Netzwerken zwischen Ozean, Open Tabs und Open Minds.

Guten Morgen aus Shape Town!

Es ist Mitte Januar. 7 Uhr Ortszeit. Die Sonne steht schon hoch. Ich nehme mir Zeit. Lese ein paar Seiten in meiner neuen Biografie. Dann ein kurzer Check-in mit dem Tag: Was steht an? Was wartet?

Ich trete auf die Terrasse. Unten joggen Menschen die Küste entlang. Ich erinnere mich an den Spitznamen von Kapstadt: Shape Town – eine Stadt, die sich über Körper, Natur und Bewegung definiert. Und denke mir: Okay. Time for action.

Morgens erstmal ein Käffchen.

Morgens erstmal ein Käffchen.
Cephas Ndubueze

Laufschuhe an. Eine Runde entlang der Küste. Ich verlasse meine kleine Villa in Camps Bay – einem der schönsten Strandviertel der Stadt – und laufe Richtung Sea Point. Links das Meer. Rechts der Blick auf den Table Mountain. Eine Kulisse, die selbst Laufen angenehm macht.

Eiswasser muss sein

Nach 30 Minuten: heiß, verschwitzt, ziemlich durch. Saunders Beach, eine kleine Bucht am Ende der Promenade, bekannt für eiskaltes Wasser. Kein Zögern. Rein ins Wasser. Cold Plunge ist hier kein Trend, sondern Routine.

Zurück nach Camps Bay. Uber. Zehn Minuten. 2,50 Euro. 8:15 Uhr. Sport erledigt. Recovery erledigt. Notwendig – vor allem nach dem Sonntagabend im Caprice, einem der berüchtigtsten Rooftop-Clubs der Stadt, irgendwo zwischen Mykonos und Soho House.

Menschen lieben es, ihre Geschichten zu erzählen. Gib ihnen Raum dafür. Du wirst noch genug Zeit haben, selbst zu erzählen.

Ich bin noch keine Woche hier – und an manchen Abenden schon zwei-, manchmal sogar dreifach verabredet. Warum? Weil gerade extrem viele Berliner und Münchner in der Stadt sind. Freunde. Bekannte. Bekannte von Bekannten. Alle raus aus ihrem gewohnten Umfeld. Und genau das macht etwas mit Menschen. Sie haben Zeit. Keine Alltagstermine.

Founder-Dinner in Camps Bay

Am Montagabend lade ich spontan zu einem Founder Dinner bei mir ein. Wirklich spontan. Und trotzdem stehen am Ende knapp 15 Founder auf meiner Terrasse. 90 Prozent deutsch. 90 Prozent Berlin.

Mit dieser Aussicht lässt es sich Netzwerken.

Mit dieser Aussicht lässt es sich Netzwerken.
Cephas Ndubueze

Das Essen ist simpel. Wir kaufen online ein. Ein bisschen Salat. Ein bisschen Gemüse. Hähnchen auf den Grill. Die Marinade machen wir selbst. Am Ende stehen zwei Bleche Ofengemüse auf dem Tisch: Kartoffeln, Zucchini – hier Marrows genannt –, Blumenkohl, Aubergine, Paprika. Dazu drei große Salate.

Mein Learning fürs Dinnergeben: Essen darf simpel sein. Menschen kommen nicht wegen des Essens. Sie kommen wegen der Menschen. Bereitet das Essen gemeinsam vor. Das verbindet und macht den Abend informell. Schafft zwei, drei Orte, an denen sich Gäste umsetzen oder in Bewegung geraten. So entstehen neue Gespräche – ganz von selbst.

Wenn Netzwerken beiläufig wird

Das eigentliche Programm läuft leise im Hintergrund. Alle 15 Minuten stellen sich vier Personen kurz vor. Wer sie sind. Warum sie hier sind. Ihre Cape-Town-Empfehlung. Wobei sie helfen können. Und wonach sie gerade suchen.

Piran Asci, Gründer von KoRo, erzählt von seinem neuen Startup Mochi – einer App, mit der man Produkte im Supermarkt scannt und erkennt, was gesund ist. Johannes Schmid erzählt von seinem Exit und davon, dass er sich gerade ein Haus in Sea Point gekauft hat, einem Viertel, das sich zur europäischen Gründer-Enklave entwickelt.

Thematisch ist bei den Gesprächen alles dabei. Business-Opportunities in Kapstadt. Neue Restaurant-Tipps. Wochenend-Festivalpläne. Spontane Dates fürs nächste Padel-Spiel.

Wo dieses Business-Deals wirklich gemacht werden.

Wo dieses Business-Deals wirklich gemacht werden.
Cephas Ndubueze

Dienstag zwischen Drinks und Deals

Dienstagabend ist Blondie-Tag. Das Blondie in Gardens – ein grell-bunter, lauter Szene-Laden zwischen Bar, Club und Wohnzimmer – ist der Ort, an dem man dienstags „nur kurz auf ein paar Drinks“ vorbeischaut. Ein Founder-Freund lädt ein. Alle Drinks gehen auf seine Rechnung. Läuft.

Dann geht es ins Asoka, eine Bar, die vor allem für ihren Olivenbaum berühmt ist. Mitten drin wächst er aus dem Boden, umgeben von Sofas. Selbst das Dach wurde um ihn herum gebaut. Hier tummeln sich Investoren, Models und Expats. Wir laufen einem weiteren Bekannten über den Weg. Früher Angel Investor. Jetzt offenbar Full-Time-Angel. Er fragt, ob wir mitkommen wollen zu einer Hausparty in Camps Bay. Dienstag. 23 Uhr. Why not?

Postkarten-View.

Postkarten-View.
Cephas Ndubueze

15 Minuten später öffnet Carsten Göetze, ehemaliger Joint-Venture-Partner von L’Osteria, die Tür zu seiner massiven Villa – vermutlich für die Cape-Town-Season gemietet, mit Infinity-Pool und Blick über den Atlantik.

Steakhouse, Startups und neue Allianzen

Die nächste Einladung folgt direkt: ein Dinner von Beyond Boys, einer Männer-Founder-Community aus Düsseldorf, die hier gerade halb überwintert. Location: ein Steakhouse im Obergeschoss eines Supermarkts – typisch Kapstadt: es wirkt improvisiert, aber teuer.

Ich treffe alte Bekannte, setze mich aber bewusst an einen Tisch, an dem ich noch niemanden kenne. Rechts neben mir: Sebastian Labud. Gründer. Investor. Er erzählt mir, dass er der erste Deutsche war, der eine Million auf eBay gemacht hat. Nach dem Verkauf seines Startups an Runners Point – und später an Foot Locker – inkubiert er heute Startups mit starken Founder-Teams und baut ein Portfolio von über zehn Unternehmen auf.

Wir reden, lachen, tauschen Nummern aus. Als ich gehe, habe ich schon die nächste Einladung in der Tasche: seine Hollywood-Mansion-Party.

Warum Kapstadt gerade anders ist

Natürlich ist nicht jeder Tag so. Aber erstaunlich viele. Kapstadt ist gerade ein Ort, an dem sich Netzwerke schneller verdichten als anderswo. Menschen sind offen. Sie stellen einander vor. Ein Ort, an dem Netzwerken plötzlich leicht wirkt.

Meine drei Tipps fürs Netzwerken:

  1. Lachen. Und positive Energie in den Raum bringen. Menschen verbringen ihre Zeit lieber mit Leuten, die sie leichter machen. Nicht schwerer.
  2. Wir sind zuerst Menschen, dann Gründer, Angestellte oder Investoren. Unabhängig davon, wie erfolgreich wir sind.
  3. Fragen. Fragen. Fragen. Menschen lieben es, ihre Geschichten zu erzählen. Gib ihnen Raum dafür. Stell gute Fragen. Hör zu. Du wirst noch genug Zeit haben, selbst zu erzählen.

Die Founder Conference beginnt bald.

Die nächste Verdichtung – die Counder Conference

Kommende Woche geht es direkt weiter: Counder Conference. Ich bin dort – mit der Hoffnung, Dinge zu hören, die sonst nicht gesagt werden. Rund 500 Investoren und Entscheider diskutieren über AI, Kapital, Märkte und Infrastruktur.

Es ist kein öffentliches Event, sondern ein kuratierter, invite-only Raum. Und ich werde euch kommende Woche davon berichten. It’s okay to have FOMO. See you next week.





Source link

Weiterlesen

Beliebt