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Bundesregierung legt Gesetzentwurf für „klimafreundlicheres Tanken“ vor


Das Bundeskabinett muss EU-Vorgaben umsetzen und hat dafür einen Gesetzentwurf zur Senkung von Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen auf den Weg gebracht. „Diese Gesetzes-Novelle macht das Tanken Schritt für Schritt klimafreundlicher“, meint Umweltminister Carsten Schneider (SPD). Konkret geht es um die sogenannte Treibhausgasminderungsquote.

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Im Verkehrssektor werden Klimaziele seit Jahren verfehlt. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz sind Kraftstoffanbieter verpflichtet, die CO₂-Emissionen ihrer Kraftstoffe um einen gewissen Prozentsatz, die THG-Quote, zu mindern. Das erreichen sie, indem sie zum Beispiel nachhaltige Biokraftstoffe beimischen, „grünen Wasserstoff“ in Raffinerien einsetzen oder Strom für Elektrofahrzeuge bereitstellen.

Ein Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur soll vorangebracht werden „Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch“, so Schneider. „Aber auch für die große Bestandsflotte wollen wir Fortschritte erreichen.“ Erstmals gebe es eine Verpflichtung für Mineralölunternehmen, „grünen“ Wasserstoff einzusetzen, der mithilfe von Wind- und Solarstrom erzeugt wird. Das solle eine gesicherte Nachfrage schaffen, die den Ausbau der neuen Wasserstoff-Infrastruktur voranbringen werde.

„Herkömmliche Biokraftstoffe aus Futter- und Lebensmitteln bleiben gedeckelt, um negative Folgen für die Welternährung oder die Regenwälder zu vermeiden“, argumentiert Schneider. Dafür werde der Einsatz fortschrittlicher Biokraftstoffe aus Reststoffen attraktiver. Diese werden etwa aus Stroh, Gülle oder Biomasse aus Algen hergestellt. Die Quote für diese Biokraftstoffe soll schrittweise steigen.

Um Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen zu geben, soll generell die nationale THG-Quote bis zum Jahr 2040 fortgeschrieben und schrittweise auf 59 Prozent steigen. In diesem Jahr liegt sie bei 10,6 Prozent. Ein bestimmter Reststoff soll ab 2027 nicht mehr auf die THG-Quote angerechnet werden, nämlich der aus der Palmölproduktion. Die Herstellung von Palmöl gehe in vielen Teilen der Welt mit großen Umweltschäden einher, so das Ministerium.

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Weiter eingesetzt werden könnten Biokraftstoffe aus Futter- und Lebensmitteln. Die Quote soll aber gedeckelt bleiben, um zu vermeiden, dass sich Konkurrenzen „zwischen Teller und Tank“ mit Blick auf die Welternährung weiter verschärfen. Auch Strom für Elektroautos kann auf die THG-Quote angerechnet werden, wenn er nachweislich im Verkehr eingesetzt wird.

Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, sagte, der Gesetzesvorschlag fordere schon im nächsten Jahr deutlich ehrgeizigere Treibhausgasminderungsziele als bisher. „Um die Verbraucher nicht zu sehr zu belasten, ist eine Reform der Energiebesteuerung noch wichtiger geworden. Mit dieser sollten die erneuerbaren Kraftstoffe deutlich geringer besteuert werden als bisher.“

Nikolas von Wysiecki, Klima- und Verkehrsexperte im NABU-Bundesverband, kritisierte, die Bundesregierung verpasse mit der Neuregelung der THG-Quote eine wichtige Chance für den Klimaschutz und die Elektromobilität. So sollten Autofahrer durch eine verpflichtende Quote für E-Fuels an der Tankstelle zur Kasse gebeten, nachdem die Industrie es nicht geschafft habe, selbst Produktionskapazitäten aufzubauen. Die Deutsche Umwelthilfe kritisierte, dass der Ausstieg aus „Soja-Diesel“ entfallen solle und Palmöl-Reststoffe erst ab 2027 ausgeschlossen werden sollten.

Für den Verband der Automobilindustrie sagte Geschäftsführer Andreas Rade, um die Ziele zu erreichen, müssten jetzt die richtigen Investitionsanreize für erneuerbare Kraftstoffe gesetzt werden. Zugleich müsse die Quote bereits für das Jahr 2030 weiter erhöht werden, um frühzeitig die richtigen Investitionsanreize zu setzen.

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(mfz)



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So funktioniert Käuferschutz bei Bezahldiensten


Weißes statt blaues Hemd, der neue Monitor kommt kaputt an, die angepriesene Edellampe ist billiger Ramsch oder es kommt überhaupt kein Paket: Nicht immer erhalten Sie im Onlinehandel das, was Sie bestellt haben. Mit noch mehr Pech sind Sie einem Fake Shop aufgesessen.

  • Viele Bezahldienste bieten Schlichtungen an, wenn es Probleme mit Onlinekäufen gibt und Händler auf stur schalten.
  • Jeder Dienst hat eigene Bedingungen und Verfahren, mit denen Sie sich vor dem Kauf vertraut machen müssen.
  • Wenn Sie die Regeln einhalten, stehen Ihre Chancen gut, Ihr Geld zurückzubekommen.

Kommt es bei Lieferungen zu Fehlern oder sind Sie von Betrug im Netz betroffen, hilft oft ein Käuferschutzverfahren. So etwas bieten diverse Marktplätze und Plattformen sowie Dienstleister an. Vor allem aber beinhalten bestimmte Bezahlverfahren einen Käuferschutz.

Wir erklären, wie Sie ein förmliches Verfahren anstoßen, wenn Sie im Onlinehandel mit Kredit- oder Debitkarten, PayPal, Klarna oder Wero bezahlt haben. Wir zeigen, wie Sie dabei am besten vorgehen, was Sie beachten müssen und wann ein formales Verfahren überhaupt ratsam ist. In einem weiteren Artikel sehen wir uns die erwähnten Plattformen wie Kleinanzeigen und Marktplätze wie eBay oder Amazon an (einschließlich Amazon Pay).


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „So funktioniert Käuferschutz bei Bezahldiensten“.
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„Masters of the Universe“: Erster Trailer gibt Vorschau auf den neuen He-Man


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Ein halbes Jahr vor der geplanten Veröffentlichung von „Masters of the Universe“ haben die Amazon MGM Studios den ersten langen Trailer zur zweiten Realverfilmung der Geschichte um He-Man veröffentlicht. Der Clip deutet die Vorgeschichte der Hauptfigur Prinz Adam an, der zur Sicherheit auf der Erde aufgewachsen ist. Dort sucht er lange nach seinem Schwert, das ihm Superkräfte gibt und die Rückkehr nach Eternia ermöglicht. Dort hat sein großer Gegner Skeletor das Kommando übernommen. Der Rest des Trailers besteht aus schnell geschnittenen Kampfszenen, rasenden Raumschiffen und Fantasygebäuden. Schließlich darf He-Man dann auch sein Schwert schwingen.

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„Masters of the Universe“ gehört zu den bekanntesten Marken der 1980er-Jahre. Ausgehend von Actionfiguren des US-Herstellers Mattel war vor allem die erste Zeichentrickserie enorm erfolgreich, es folgten zahlreiche Ableger, Comics und später auch Videospiele. 1987 verkörperte Dolph Lundgren He-Man in der ersten Realverfilmung „Masters of the Universe“, die aber aus Kostengründen größtenteils auf der Erde spielte. Der Film war auch deshalb ein kommerzieller Flop. Abgesehen von den Charakteren hat der neue „Masters of the Universe“ des Regisseurs Travis Knight jetzt inhaltlich keine Verbindungen zum Vorgänger.

An einer Neuauflage haben sich seit fast 20 Jahren verschiedene Studios versucht, 2009 hat Sony Pictures die Rechte an dem Material erhalten. Danach hat es immer wieder Berichte über Autoren und Regisseure gegeben, die daran gearbeitet haben sollen, Fortschritte gab es aber nicht. 2022 hat Netflix den bislang am weitesten fortgeschrittenen Versuch begonnen und in anderthalb Jahren 30 Millionen US-Dollar dafür ausgegeben, bevor das Projekt doch begraben wurde. Erst danach haben die Amazon MGM Studios übernommen, die aus der Fusion von Metro-Goldwyn-Mayer und den Amazon-Studios hervorgegangen sind. Die Hauptrolle spielt jetzt der Brite Nicholas Galitzine; neben ihm treten unter anderem Camila Mendes, Idris Elba und Jared Leto auf.


(mho)



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DLR-Satellit BIROS verglüht – das Aus für die Feuerwache im All


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In der Welt der Satellitentechnik gelten zehn Jahre als halbe Ewigkeit. Das gilt besonders für kompakte, kleine künstliche Erdtrabanten, die in der harschen Umgebung eines niedrigen Orbits operieren. Die Ära des Satelliten BIROS endete am 22. Januar 2026. Der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte „Feuerspäher“ trat nach dessen Angaben an diesem Tag in die dichteren Schichten der Erdatmosphäre ein und verglühte vollständig. Damit habe eine Mission ihren Abschluss gefunden, die technologisch Maßstäbe gesetzt und einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis thermischer Prozesse auf unserem Planeten geleistet habe. Der Satellit wurde Mitte 2016 in Indien gestartet, in einer Gemeinschaftsmission mit 19 anderen Trabanten.

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BIROS – der Name steht für Bispectral InfraRed Optical System – bildete dem DLR zufolge zusammen mit seinem fast baugleichen Zwilling TET-1 das Rückgrat der FireBIRD-Mission. Das Ziel war ambitioniert: Hochtemperaturereignisse auf der Erdoberfläche mit einer Präzision zu erfassen, die herkömmliche Wettersatelliten oft nicht leisten können. Herzstück des Systems war das hochsensible Infrarot-Kamerasystem HSRS. Es arbeitete mit zwei verschiedenen Spektralbändern im mittleren und thermalen Infrarotbereich, was dem Orbiter eine Art thermischen Röntgenblick verlieh.

Die Besonderheit dieser Technologie habe in ihrer enormen Dynamik gelegen, erläutert das DLR. Während gewöhnliche Sensoren bei extremen Hitzequellen oft „blind“ würden oder übersteuerten, habe BIROS seine Messbereiche automatisch anpassen können. Das System deckte eine Temperaturspanne von 300 bis 1300 Grad Celsius ab. In der Praxis bedeutete dies, dass der Satellit in ein und derselben Aufnahme sowohl ein kleines, nur zehn Quadratmeter großes Feuer im Unterholz als auch massive Lavaströme eines aktiven Vulkans detailgetreu abbilden konnte. Diese Fähigkeit, kleinste Hotspots neben gewaltigen Brandherden ohne Signalverluste zu dokumentieren, machte BIROS für das DLR zu einem weltweit „einzigartigen“ Werkzeug der Fernerkundung.

Dabei beschränkte sich der Einsatzbereich nicht auf die Waldbrandfrüherkennung. Die Forscher nutzten BIROS’ Daten, um eine Vielzahl menschlicher und natürlicher Hitzequellen zu analysieren. Dazu gehörten brennende Schiffe auf den Weltmeeren ebenso wie industrielle Gasfackeln, chemische Hitzeentwicklungen oder oft schwer zu lokalisierende, unterirdisch schwelende Kohleflözfeuer. Die „Feuerlupe“ fungierte so als eine Art globale Brandmeldezentrale. Sie lieferte Daten, die sowohl für den Katastrophenschutz als auch für die Klimaforschung von hohem Wert waren.

Hinter dem Erfolg von BIROS stand eine komplexe Allianz aus Forschungsinstituten und mittelständischer Industrie. Das Projekt wurde maßgeblich im Berliner DLR-Institut für Optische Sensorsysteme in Adlershof vorangetrieben. Dabei sei die räumliche Nähe zu spezialisierten Unternehmen wie der ebenfalls in Adlershof angesiedelten Firma Astro- und Feinwerktechnik ein entscheidender Standortvorteil gewesen, heißt es beim Forschungszentrum.

Das DLR hat in diesem Verbund die systemtechnische Vorlaufforschung übernommen. Die Industrie lieferte parallel etwa standardisierte Komponenten für den Satellitenbus. Diese enge Verzahnung zwischen Expertise der Uni Würzburg, verschiedenen weiteren DLR-Instituten in Braunschweig, Göttingen Oberpfaffenhofen und Weilheim, spezialisierten Raumfahrtfirmen sowie der Bodenstation des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) in Neustrelitz hat laut den Verantwortlichen gezeigt: Deutschland sei in der Lage, komplexe Raumfahrtmissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg eigenständig zu realisieren.

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Auch wenn die Hardware von BIROS nun nicht mehr existiert, bleibt sein technologisches Erbe bestehen. Die während der Mission gewonnenen Erkenntnisse sollen direkt in die Entwicklung der nächsten Generation von Kleinsatelliten einfließen. Künftige Missionen könnten die Erde in den Wellenlängenbereichen von vier und zehn Mikrometern dann noch detailreicher erfassen. Die Ära der spezialisierten Infrarot-Erdtrabanten dürfte durch den „Feuervogel“ so erst richtig an Fahrt gewinnen. Ferner werden die Datenarchive der Mission Wissenschaftlern noch über Jahre hinweg Aufschluss darüber geben, wie sich thermische Hotspots weltweit verändern. Dieses Know-how erscheint angesichts zunehmender Extremwetterereignisse wichtiger denn je.


(nie)



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