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»Magie entsteht, wenn Marken etwas Neues schaffen« › PAGE online


Als Jurymitglied des GBA erklärt Carsta Maria Müller, Baby got Business, wie Social Media Marken prägt, warum Wirkung wichtiger ist als Reichweite – und weshalb es bei der Markenführung auch auf die Magie ankommt.

Zwei Porträtfotos nebeneinander: Eine kurzhaarige Person mit heller, blondierter Frisur und schwarzer Brille. Links sitzt sie entspannt auf einem Sofa, lächelt und blickt auf ein Smartphone in ihren Händen. Rechts lächelt sie direkt in die Kamera, sitzt auf einem blauen Sofa, trägt ein weißes T-Shirt und wirkt offen und freundlich.Bild: Ronja KrohzCarsta, auf der Website von Baby got Business findet sich gleich ganz oben ein eingängiger Claim: »No Risk, No Magic«. Was heißt das für dich – und sagt dieser Satz über zeitgemäßes Brand Management aus?

Carsta Maria: Wir können die Zukunft nicht vorhersagen. Natürlich können wir uns auf Analysen, Zahlen und Prognosen stützen und diese bis ins Detail auswerten, aber am Ende bleibt jede Entscheidung eine Entscheidung unter Unsicherheit. Und deswegen braucht es Mut, im Kleinen wie im Großen, denn wenn wir uns nichts trauen, kann auch nichts Magisches passieren. Das gilt auch für Marken: Magie entsteht nicht dadurch, dass sie etwas reproduzieren, das andere bereits erfolgreich gemacht haben, sondern dadurch, dass sie bereit sind, Neues auszuprobieren. Dieser Mut ist aus meiner Sicht die Voraussetzung dafür, dass Marken überhaupt Emotionen auslösen können. Diese Magie muss dabei nicht weltbewegend sein, aber sie kann ein Gefühl erzeugen. Und genau dieses Gefühl ist es, das Marken langfristig prägt.

Du beschäftigst dich seit 15 Jahren beruflich intensiv mit Social Media. Was zeichnet dort starke Marken aus? Sind es virale Hits oder Followerzahlen, auf die es ankommt?

Eine starke Marke braucht auf Social Media vor allem eine klare Persönlichkeit. Sie braucht ein erkennbares Image, ein Markenversprechen und eine Inszenierung, die Nutzerinnen und Nutzern das gibt, was sie auf Social Media suchen: den Kontakt mit Freunden und Familie. Deshalb funktionieren auch Creator so gut, weil sie Nahbarkeit erzeugen und Beziehungen simulieren. Im Kern geht es also um Nähe. Marken müssen es schaffen, in dem Mindset stattzufinden, das die Menschen in dem Moment auf Social Media suchen. Sie müssen sich so positionieren, dass eine emotionale Bindung entsteht. Sobald eine Emotion hervorgerufen wird, macht es was mit der Zielgruppe – dann wird es relevant und eine Verbindung kann entstehen.

Wenn du dir die Entwicklung von Social Media-Marketing in den letzten 15 Jahren anschaust – hättest du dir damals vorstellen können, dass das Thema heute eine so große Rolle spielt?

Vor zehn Jahren habe ich mir langsam Gedanken über einen neuen Berufszweig gemacht (lacht) und jetzt sitze ich immer noch hier. Man kann Social Media nicht vorhersehen, es verändert sich so schnell! Plattformen verändern ihre Regeln, politische Entscheidungen wirken sich plötzlich massiv auf den digitalen Raum aus, und ganze Netzwerke werden neu positioniert. Aber das ist ja das Spannende und das, was ich an den Jobs so sehr liebe! Ich habe mich auch schon öfter gefragt, ob irgendwann ein Zeitpunkt kommt, an dem es mir zu schnell oder zu viel wird. Der ist jedenfalls bislang noch lange nicht erreicht.

»Ob es Laufclubs sind, Events, Markenaktivierungen im echten Leben – das sind alles Beispiele dafür, wie Marken heute Nähe schaffen.«

Welche Social Media-Trends werden 2026 für Marken besonders relevant sein?

Ich glaube, das zentrale Thema ist Community. In den letzten Jahren haben wir sehr deutlich gesehen, wie wichtig Gemeinschaften geworden sind. Ob es Laufclubs sind, Events, Markenaktivierungen im echten Leben – das sind alles Beispiele dafür, wie Marken heute Nähe schaffen. Der Proof of Concept ist also da, jetzt sind wir an dem Punkt, an dem diese Ansätze skaliert werden müssen. Ich wünsche mir, dass wir in den kommenden Jahren viele Konzepte sehen werden, bei denen digitale Communities und reale Erlebnisse sinnvoll miteinander verknüpft werden. Es geht darum, dass wir die Menschen wieder zusammenzubringen, ihnen Erlebnisse bieten, die Spaß machen, und daraus eine Brand Experience schaffen, die trotzdem immer persönlich bleibt.

Wie verändert sich in diesem Zusammenhang die Rolle von Influencern oder Creators?

Im besten Fall sind sie ein fester Bestandteil des Marketing-Mix. Und zwar nicht in Form einzelner Kampagnen, bei denen kurzfristig Codes in Stories platziert werden, sondern als langfristige Partner. Creator sollten bei Events dabei sein, bei Produktlaunches mitdenken und im Idealfall sogar an der Entwicklung von Produkten beteiligt werden. Ich würde jedem Unternehmen empfehlen, sich einen kleinen Pool an langfristigen Markenbotschafterinnen und -botschaftern aufzubauen, mit denen man über mehrere Jahre zusammenarbeitet. Es gibt Marken, die ich heute untrennbar mit bestimmten Creators verbinde – und diese Art von Markentreue ist in unserer schnellen, digitalen Welt so wertvoll und langfristig deutlich wirksamer als kurzfristige Sales-Erfolge.

Du bist in diesem Jahr Teil der Jury des German Brand Award. Was bedeutet dir diese Rolle persönlich?

Ich liebe es, dass ich hier dabei sein darf! Für mich ist das eine große Wertschätzung, gerade weil mein beruflicher Hintergrund zu 100 Prozent im Bereich Social Media liegt. Wenn man meinen Lebenslauf betrachtet, habe ich nie etwas anderes gemacht. Dass diese Perspektive nun Teil der Juryarbeit ist, empfinde ich als tolle Wertschätzung für die Branche, weil es zeigt, welchen Stellenwert Social Media heute in der Markenführung einnimmt. Deswegen freue ich mich riesig darauf, die Branche auf dieser Ebene vertreten zu dürfen.

Welche Rolle spielt Social Media im Kontext des German Brand Award?

Social Media gehört mittlerweile zu 100 Prozent zur Markenführung. Und es ist ein so wichtiger Bestandteil, dass wir nicht mehr darüber sprechen, ob eine TV-Kampagne verlängert wird und Social auch irgendwie stattfindet, sondern dass Social Media genauso mitgeplant wird wie die anderen Kommunikationskanäle. Wenn eine Marke heute nicht auf Social Media stattfindet, muss es dafür schon sehr schwerwiegende Gründe geben!

»Eine Kampagne ist für mich nicht erfolgreich, nur weil sie viel Aufmerksamkeit erzeugt, sondern weil sie strategisch durchdacht ist, Wirkung zeigt und relevant ist.«

Worauf wirst du als Jurymitglied bei den Einreichungen besonders achten?

Mir ist eine klare Zielsetzung wichtig, eine definierte Erwartungshaltung und eine saubere Auswertung. Social Media liefert sehr harte Zahlen, aber genau deshalb kommt es darauf an, diese auch richtig zu interpretieren. Mich interessieren nicht die größten Reichweiten, sondern sinnvolle Kennzahlen, die zur Zielgruppe passen und auf die Marke einzahlen. Eine Kampagne ist für mich nicht erfolgreich, nur weil sie viel Aufmerksamkeit erzeugt, sondern weil sie strategisch durchdacht ist, Wirkung zeigt und relevant ist. Natürlich spielt dabei auch Kreativität eine Rolle, aber sie muss immer im Zusammenhang mit Wirkung und Zielerreichung stehen. Kampagnen müssen sinnvoll und sinnstiftend für die Marke sein. Und ich will selbstverständlich auch Magie sehen.

Der German Brand Award würdigt Unternehmen, die mit ihrem Brandmanagement neue Maßstäbe setzen. Ist das denn aus deiner Sicht heute einfacher oder schwieriger geworden?

Ich glaube, es ist heute einfach, neue Maßstäbe zu setzen, denn Marken müssen nicht mehr die ganze Welt erreichen, um relevant zu sein. Es reicht, in einer klar definierten Zielgruppe Maßstäbe zu setzen. Wir alle bewegen uns in Nischen, und genau dort entstehen oft die stärksten Markenmomente. Entscheidend ist, ob eine Marke es schafft, in ihrer Community echte Emotionen auszulösen. Mir ist deswegen wirklich wichtig, dass es in der Juryarbeit nicht auf die große Masse ankommt, sondern darauf, ob in einer bestimmten Zielgruppe wirklich etwas Magisches entstanden ist. Um innovative und zukunftsweisende Kampagnen zu schaffen, müssen Marken auch ihre Hausaufgaben machen und nicht nur aus einem Gefühl heraus irgendeine Botschaft in die Welt setzen. Es braucht eine echte Strategie, Budget, Zeit und Muße.

Jetzt einreichen: Registration Deadline bis zum 27. Februar 2026

Welche Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz?

Für Analyse, Recherche und Vorbereitung ist KI inzwischen unverzichtbar. Ich würde heute keine Backend-Arbeit mehr ohne KI machen. Wenn es aber um Kreativität geht, stößt KI an klare Grenzen. Sie kann sich nur an dem orientieren, was es bereits gibt. Echte Innovation entsteht nur im menschlichen Kopf. Deshalb wünsche ich mir, dass Marken sich Zeit, Raum und Mut lassen, Neues auszuprobieren, auch wenn natürlich immer das Risiko besteht, zu scheitern.

Was ist dein Rat an Marken, die ihre Arbeit beim German Brand Award einreichen möchten – und warum lohnt sich das?

Ich kann Marken nur ermutigen, diesen Schritt zu gehen. Allein die Aufbereitung der Einreichung ist ein wertvoller Prozess, weil man gezwungen ist, die eigene Arbeit zu reflektieren. Man lernt sehr viel über sich selbst, das Team und die eigene Strategie. Und es ist so ein tolles Gefühl, das letztendlich einzureichen und ein Teil davon zu sein und die Arbeit nochmal auszeichnen zu lassen. Wir sind ja alle nicht mehr in der Schule, wo wir am Ende des Schuljahres ein Zeugnis bekommen. Und mit so einer Einreichung kann man sich dieses Lob abholen! Außerdem ist es doch eine besondere Form der Anerkennung, von einer Fachjury Feedback zu bekommen. Dieses Feedback geht weit über Zahlen hinaus. Ein Award ist nicht nur Auszeichnung, sondern auch Teil einer Community und ein starkes Zeichen für gute Markenarbeit. Ich würde mir wünschen, dass alle eine Eins plus mit Sternchen bekommen!

Über Carsta:

Carsta Maria Müller ist Managing Director bei Baby got Business und als Branchen-Expertin und Medienwissenschaftlerin seit mehr als 15 Jahren beruflich in der Social Media-Welt zu Hause. Zuletzt war sie bei Meta als Strategic Partner Managerin für Creator, Media & Sport Companies und davor als Director Social Media bei ProSiebenSat.1. Seit zehn Jahren begleitet sie Unternehmen bei ihrem digitalen Wandel, begeistert Menschen für Content, kreatives Storytelling, KPIs & Social Media Strategien.

Logos PAGE und German Brand Award 2026, grafische Darstellung

 



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BMW Alpina mit neuem Markendesign – Design Tagebuch


Mit der Übertragung der Alpina Markenrechte zum 1. Januar 2026 beginnt die Einführung von BMW ALPINA als eigenständige exklusive Marke im Verbund der BMW Group. Während der Name die Zugehörigkeit zur BMW-Gruppe unterstreicht, betont das Markendesign samt neu geschaffenem Typologo die Eigenständigkeit.

ALPINA wurde 1965 von Burkard Bovensiepen in Buchloe (Bayern) gegründet. Das Unternehmen ist ein registrierter Automobilhersteller, der Fahrzeuge auf Basis von BMW-Modellen entwickelt und fertigt. Im Jahr 2022 erwarb die BMW Group die Markenrechte an ALPINA. Ab Ende 2025 wird die Marke Alpina, nach jahrzehntelanger Kooperation mit BMW, vollständig in den BMW-Konzern integriert. Der Standort Buchloe bleibt weiterhin für die Fahrzeugentwicklung sowie den Service- und Ersatzteilbereich zuständig.

Das neu geschaffene Markendesign soll das historisches Erbe der Marke BMW Alpina in die Zukunft führen, wie es in einer von der BMW-Gruppe veröffentlichten Pressemeldung heißt.

Auszug der Pressemeldung

Die BMW Group ist sich angesichts der langen Geschichte der Marke ihrer großen Verantwortung bewusst und entschlossen, mit BMW ALPINA ein neues Kapitel zu schreiben und den anspruchsvollen Erwartungen gerecht zu werden. Einen ersten Hinweis darauf gibt die neu entwickelte Wortmarke. Sie präsentiert sich klar, ruhig und selbstbewusst. Zentral am Heck platziert unterstreicht sie die Eigenständigkeit der neuen exklusiven Marke und ihre Souveränität innerhalb der BMW Group. Gezielt orientiert sie sich an der asymmetrischen Form des Markenschriftzugs aus den 1970er Jahren. Mit ihrer feinen und modernen Gestaltung verbindet sie Historie und Zukunft.

BMW Alpina Logo – vorher und nachher, Bildquelle: BMW, Bildmontage: dt
BMW Alpina Logo – vorher und nachher, Bildquelle: BMW, Bildmontage: dt

Puristisches Typologo statt chrome-glänzendes Autoemblem – das neue Logo von BMW Alpina beschreibt im Visuellen einen vollständigen Neuanfang. Die betont breit laufenden Versalien zeichnen sich durch einen großen Strichstärkenkontrast aus – Stilmerkmale, die Exklusivität kommunizieren sollen. Die beiden im oberen Bereich abgeflachten A verleihen der Wortmarke eine technische Note.

Statt alpina-automobiles.com dient nun die Domain bmwalpina.com als zentrale digitale Präsenz der Marke BMW Alpina. Der Webauftritt wurde bereits angepasst, befindet sich derzeit allerdings in einem Interim-Status.

Anfang 2025 wurde für Alpina unter der Registriernummer 3020251009437 ein kreisrundes Signet Markenschutz beim Deutschen Patentamt angemeldet. Ob dieses Signet auch im Rahmen des künftigen Markenauftritts von Alpina zum Einsatz kommen wird, ist derzeit noch offen.

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Pentagram rebranded Yale Engineering › PAGE online


Yale Engineering der gleichnamigen Elite-Universität steht für innovative Forschung, für neueste Technologien – und das jetzt mit einer neuen Identity von Pentagram, die ganz auf einen Schrägstrich setzt – und auf Bewegung.

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Lego goes digital! › PAGE online


Lego möchte neue Wege des Spielens erkunden und das mit dem digitalen Lego Smart Brick, der reagiert, blinkt und Sound abspielt. Kein Wunder, dass der Spielzeughersteller so erfolgreich ist!

Lego goes digital! › PAGE online

Lego Steine führen jetzt ein Eigenleben, sie können leuchten, Geräusche abspielen und auf die Aktivitäten der Spielenden reagieren.

Diese Innovation stellte Lego gerade auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vor und bezeichnete das Smart-Play System, das integrierte Sensoren, Beschleunigungsmesser, Lichtsensoren und Miniatur-Lautsprecher umfasst, als wichtigste Innovation des Spielzeugherstellers seit 50 Jahren.

Lego ist im Trend. Ganz auf analoges Spielen ausgerichtet, auf Aktivitäten jenseits vom Smartphone, das man dann glatt für ein paar Stündchen vergisst, holte es zuletzt Erwachsene zum Basteln ab. Und das nicht mit ihren Kindern auf dem Fußboden kniend, sondern konzentriert am Tisch riesige Blumenbouquets zusammensteckend, keine Rosenarrangements oder glühende Kirschzweige.

Kein Wunder, dass sich Lego von Erfolg zu Erfolg hangelt und seinen Umsatz mit einem Zuwachs von zwölft Prozent auf mehr als 4.5 Miiliarden gesteigert hat.

Und das dänische Unternehmen ruht sich nicht darauf aus, sondern geht jetzt einen Schritt Richtung digitaler Technologie.

Neues Spielen

Eine Neuheit, die so bedeutend ist wie zuletzt die Einführung der beweglichen Spielfiguren 1978, in denen mancher einst den Untergang des so reduzierten Stecksystems sah, in dem Fantasie und Geschicklichkeit an erster Stelle stehen.

Jetzt testet Lego neue Möglichkeiten des Spielens und bringt Lichteffekte und Sounds hinein. Angepasst ist das an Kinder, die heute allesamt Digital Natives sind, heißt es aus dem Konzern.

Der entscheidende Unterschied aber ist, dass auf die Integration von Bildschirmen verzichtet wurde.

Die Features sind eher abstrakt, als die Kinder zu bannen, wie man es so häufig sieht, wenn Eltern ihnen ein Smartphone in die Hand drücken.

Smart Brick als Smart Step

Dass die ersten digitalen Steine in Sets zu »Stars Wars« angeboten werden, kann man auch als Move lesen, die etwas älteren Kinder, die Lego irgendwann aussortieren, zu begeistern. Mit Sets, die mit den analogen Steinen kombinierbar sind – und die voraussichtlich ab dem 1. März 2026 erhältlich sein werden.

Dann werden Lichtschwerter summen, der Imperial March ertönen und Motoren brummen.

Die Steine kommunizieren über Bluetooth und Magnetfelder und die an einer leuchtend gelben Ladestation kabellos aufgeladen werden.

Ein Smart Brick als smarter Step, der die Steine in Echtzeit reagieren lässt, das Spiel um interaktive Möglichkeiten erweitert – und der Start eines Smarten systems ist, das sukzessive mit neuen Updates, neuer Technologie und neuen Produkten erweitert wird.

Alle Bilder: Lego

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