Wie sieht es in der Branche mit der Verwendung von KI aus? Wie beeinflusst KI die Kreativität? Und wie die Zufriedenheit? Für ihre neue Studie hat Figma 906 Designer:innen weltweit befragt, zeigt einen Berufsstand im Wandel – und, dass gerade in Europa Unzufriedenheit herrscht.
Einmal mehr hat Figma sich unter ihren User:innen umgehört, wie es ihnen und ihrer Praxis geht. Durchgeführt hat die Online-Erhebung das Marktforschungsinstitut NewtonX – und erneut ist KI das große Thema.
Es geht darum, wie KI die eigene kreative Arbeit beeinflusst, die Zusammenarbeit mit anderen, die Experimentierfreude und Kreativität und den Blick der Designenden auf die Zukunft.
Es geht um das Handwerk selbst, um die eigene Zufriedenheit mit der Arbeit, darum, wie die Kreativen das Wachstum der Unternehmen einschätzen und um den »Stand der Designbranche«
Befragt wurden 906 Digital Designer:innen aus Australien, Neuseeland, Südkorea, Singapur und Japan, aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, Brasilien, Mexiko, Argentinien, Kolumbien und Chile, aus den USA und Kanada und UAE, Saudi Arabien und der Turkey.
72 Prozent der Designenden nutzen generative KI und 98 Prozent von ihnen haben ihre Verwendung im letzten Jahr gesteigert. 89 Prozent sagen, dass generative KI ihnen hilft, schneller zu arbeiten, 80 Prozent, dass sie die Zusammenarbeit effektiver macht und 91 Prozent, dass sie die Qualität ihres Outputs steigert.
Weniger Verunsicherung mit KI
In den Befragungen war aber auch festzustellen, dass mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Tools auch die Ängste zunehmen.
Auch wenn mit 43 Prozent die gängigste Meinung ist, dass KI ein hilfreiches Werkzeug ist, das Designer nicht ersetzen wird, äußert ein Viertel der Befragten Sorgen, wie sich KI auf die Designberufe auswirken wird.
Gleichzeitig spiegeln die Daten wider, wie es von Figma heißt, dass manche Designende sich einem neuen Druck ausgesetzt sehen, KI in ihre Arbeitsabläufe einzubauen und diese umzustellen und zudem Angst haben, Fehler zu machen.
40 Prozent der Kreativen, deren KI-Nutzung stagniert, sagen, dass sich ihre Arbeit verschlechtert hat, während nur 18 Prozent derer, die ihre KI-Nutzung gesteigert haben, eine Verschlechterung der eigenen Arbeit feststellt.
Auch beim Unternehmenswachstum sind Kreative, deren Einsatz von KI sich erhöht hat, positiver. 41 Prozent gaben an, dass ihr Unternehmen wächst, während von denjenigen, deren KI-Nutzung unverändert geblieben oder zurückgegangen ist, nur 33 Prozent ein Wachstum sehen.
Figma sieht darin eine entscheidende Erkenntnis: nämlich, dass dieses Wachstum offenbar »nicht auf Kosten des handwerklichen Könnens oder der Autonomie geht« – und dass KI den Prozess der Sondierung zwar beschleunigen kann, während die kreativen Kernentscheidungen bei den Designer:innen bleiben.
Handwerk ist zentral
Auf die Frage, wie Kreative in Zeiten von KI, in denen jeder prompten kann, das Handwerk selbst definieren, antworteten 58 Prozent der Kreativen, es sei »Optische Veredelung/Aufwertung« und 47 Prozent es sei »durchdachte Problemlösung«.
Gleichzeitig aber ist festzustellen, dass Designende, die Handwerk mit Emotionen und visueller Qualität verbinden, zufriedener und auch erfolgreicher mit ihrer Arbeit als Kreative sind als diejenigen, die Handwerk als Problemlösung definieren.
Legen die Auftraggebenden Wert auf handwerkliches Können, sind 67 Prozent der Kreativen zufriedener mit ihrer Arbeit und 60 Prozent sind es, wenn ihre Vorgesetzten ihre handwerklichen Fähigkeiten schätzen.
Auch fördert die Wertschätzung des Handwerks die positive Einschätzung des Wachstums der Unternehmen und Auftraggebenden und die positive Sicht auf die Situation des Berufs.
Kreative Freiheit und Zufriedenheit
Eigentlich ist es keine Überraschung, dass Designer:innen am glücklichsten sind, wenn sie kreative Freiheit haben. Für 20 Prozent ist es der wichtigste Aspekt für ihre Zufriedenheit.
Dabei geht es darum, neue Wege beschreiten zu können und mutige Ideen zu verfolgen. Und das gerade in Zeiten von KI, in denen der Output in der Regel zu generisch wirkt.
87 Prozent der Designer:innen sagen, dass kreative Freiheit ihnen hilft, ihre beste Arbeit zu leisten.
Gleichzeitig aber profitieren sie auch von klaren Zielen und Erwartungen, die an ihre Arbeit gestellt werden, wie es von 91 Prozent der Befragten heißt.
Und wie steht es um den Beruf selbst?
36 Prozent sagen, dass sich die Lage des Berufsstands verbessert hat, 35 Prozent, dass sie sich verschlechtert habe und 29 Prozent, dass sie gleich geblieben sei.
So ausgeglichen die Einschätzungen zwischen positiv, negativ und neutral sind, variiert die Stimmung nach Region und Wirtschaftslage.
Während die digitale Wirtschaft im Nahen Osten boomt und die Designer:innen dort sind am optimistischsten sind, stellen gerade die Kreativen in Nordamerika (63 Prozent) und Europa (59 Prozent) fest, dass sich der Arbeitsmarkt sich verschlechtert hat. Was vermutlich auch auf die anhaltenden Entlassungen zurückzuführen ist.
Gleichzeitig sind Designende in Regionen mit wachsenden Technologiebranchen mit ihrer Arbeit am zufriedensten: Im Nahen Osten zu 63 Prozent, im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika zu 56 Prozent, während es in Nordamerika und Europa jeweils nur 38 Prozent sind.
Gleichzeitig geben Kreative in Nordamerika zu 42 Prozent an, dass sich ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz nicht verändert hat, während Europa mit 26 Prozent den stärksten Rückgang der Zufriedenheit hat.
Figma schlussfolgert, dass der Beruf des Designers sich im Wandel, aber nicht im Niedergang befindet. Und dass Designende gerade lernen müssen, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden und dabei gleichzeitig Optimismus und Unsicherheit herrschen und dieser Kontext zunehmend das Selbstvertrauen prägt.
Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?
KI ist zentral, heißt es von Figma und dass Designende, die neue Tools nutzen, von der »Geschwindigkeit, Klarheit und kreativer Bandbreite« profitieren und nicht nur ihre Arbeitsabläufe, sondern auch ihre Erwartungen daran, was Design kann, neu gestalten.
Die meisten sind überzeugt, dass KI das Design nicht ersetzt, sondern dass Anpassungsfähigkeit entscheidend ist und KI ein Katalysator sein kann.
Handwerkliches Können ist eine Kernkompetenz. In Zeiten, in denen Tools sich rasant weiterentwickeln, besinnen sich die Kreativen umso stärker auf ihr Handwerk, auf Qualität, Ideenfindung und die emotionale Resonanz, das Menschliche in ihrer Arbeit.
Kreative Freiheit ist unerlässlich für die eigene Zufriedenheit, aber auch mehr Klarheit in einem Arbeitsprozess, an dem durch KI immer mehr Personen beteiligt sein können.
Gibt es also Grund, auch in Europa zuversichtlicher zu sein?
Neues zum Thema, wie und wo sich Agenturen vermarkten, legt eine GWA-Umfrage offen. Spannend ist, dass ganze 92 % der Befragten für 2026 gleich viele oder mehr Mitarbeitende im Team Kommunikation + Marketing einplanen wollen!
Schon den morgigen LinkedIn-Post geplant oder die nächste Fachpublikation verfasst? Viele Agenturen nutzen diese Kanäle für ihre Vermarktung, was eine neue GWA-Umfrage herausgearbeitet hat. Aber auch das Analoge steht im Fokus guter Agenturvermarktung – und zwar in Form von Events.
LinkedIn, Fachpublikationen & Events
Der Grund liegt auf der Hand: Auf LinkedIn und mittels Fachpublikationen lassen sich sehr gezielt die richtigen Zielgruppen erreichen, also die, die es wirklich interessiert. Da ist LinkedIn zwischen den zahlreichen Social-Media-Portalen mittlerweile das Netzwerk der Wahl, wenn es ums (Agentur)Business und deren Lead-Generierung geht.
Und ebenso mit tiefergreifenden Fachpublikationen können Agenturen sich positionieren und ihre Expertisen streuen.
Ein anderer, aber analoger Kanal ist das Event. Auch hier finden Kommunikation und Vermarktung statt. Agenturen vermitteln mit wohldurchdachten Veranstaltungen nicht nur Expertise, sie treten ebenso in den direkten, persönlichen Kontakt mit Businesspartner:innen, der Kundschaft, möglichen Auftraggeber:innen.
Ein weiterer Kanal ist das E-Mail-Marketing.
Was ist knapp? Welche Hürden gibt es?
All diese Kanäle zu bedienen, dürfte denjenigen, die Marketing und Kommunikation als Beruf gewählt haben, zwar Freude bereiten, aber es braucht auch sehr viel Zeit und Budget. Beides ist im Agenturalltag nicht nur knapp bemessen, es mangelt daran. Die GWA-Umfrageergebnisse verdeutlichen das.
Dabei ist natürlich das Verfassen, Anlegen und Planen eines LinkedIn-Posts weit weniger zeitaufwendig und kostenintensiv als die Planung und Durchführung eines ganzen Events. Zeit und Budget müssen sich hier die Waage halten.
Eine der größten Hürde ist laut Ergebnissen eine geringe Öffnungs- und/oder Antwortrate, gefolgt von veralteten Daten, bei denen der Aufwand der Pflege sehr hoch sei. Unvollständige oder fehlende Kontaktdaten zählen ebenso dazu.
92 % planen gleich viele oder mehr Leute im Team
Aber: So oder so ergaben die Ergebnisse zusätzlich, dass 92 % der Befragten für 2026 gleich viele oder mehr Mitarbeitende im Team Kommunikation + Marketing einplanen. Eine ganze Menge.
Weitere Key Facts der Umfrage sind, dass Künstliche Intelligenz am meisten Einfluss auf die Vermarktung hat – und zwar perspektivisch gesehen bis hin zum Jahr 2027. Genannte Stichworte: AI: GEO, AI/Generative KI. Das betrifft auch die Arbeitsweisen, vor allem im Bereich der Content-Produktion durch und mit KI.
Der Erfolg der Vermarktung wird außerdem vor allem anhand von konkreten Geschäftsanfragen bemessen sowie der KPIs (Engagement, Conversion). Und die Eigenkommunikation ist größtenteils unter dem C-Level aufgehängt.
Die Zielgruppe der Befragung waren Mitglieder des GWA-Forums Agenturvermarktung, der Befragungszeitraum lief vom 1. bis zum 31. Oktober 2025.
Keine politische Werbung mehr über Metas Kanäle? Die schwedische LGBTQ+ Organisation RFSL wollte das nicht hinnehmen und tat sich mit der Stockholmer Agentur Stendahls zusammen. Die Kreativen dort begannen zu tüfteln und entwickelten schließlich eine unsichtbare Schrift.
»Meta kann unsere Anzeigen verstecken, aber nicht uns«.
Im Oktober 2025 trat eine neue EU-Verordnung in Kraft, die die Transparenz im Bereich der politischen Werbung erhöhen soll. Meta reagierte darauf mit einem Verbot aller politischen und sozialen Anzeigen in der gesamten EU. Darunter fallen auch Botschaften zu Gleichberechtigung, Klima, Inklusion und Menschenrechten. Selbst Aussagen wie »Wir müssen uns gegen Hassverbrechen wehren« werden nun blockiert.
Fiberhaft überlegten die Kreativen von Stendahls, die inzwischen Teil von iO sind, zusammen mit RFSL, wie sie deren Botschaften trotzdem verbreiten könnten und kamen auf eine smarte, typografische Idee: Eine Schrift zu entwickeln, die (mit genug Augenabstand) für menschliche Augen problemlos zu entziffern ist, für den Meta Algorithmus aber nur Kauderwelsch darstellt. Zunächst überlegte Stendahls, die Botschaften in Bildern zu verstecken oder über das Netzwerk QX Privatpersonen aufzufordern, sie organisch zu verbreiten. Letzten Endes aber wollte RFSL dort sichtbar sein, wo es eigentlich nicht erlaubt ist – in bezahlten Anzeigen.
Schließlich kam das Team auf die Idee, optische Täuschungen einzusetzen. Nach diversen Tests stellten die Schweden fest, dass die KI einiges nicht sehen konnte was sie selbst sahen. Der Gedanke zur unsichtbaren Schrift war geboren.
»Wir müssen uns gegen Hassverbrechen wehren«.
»HBTQI ist nicht gefährlich, Zensur schon«.
Durch die Kalibrierung von Farbe, Form und Kontrast wurden die Buchstaben immer wieder feinjustiert, ein internes Testtool analysierte, was in den Systemen hängen blieb und was durchkam. So entstand der Human Writes Font, den RFSL in Kampagnen nutzt. »Meta kann unsere Anzeigen verstecken, aber nicht uns« ist da zu lesen oder auch »Wir müssen uns gegen Hassverbrechen wehren«.
»This is a way to speak up with creativity instead of a megaphone. We know Meta isn’t listening, but people are. And that’s where change begins.«
Sofia Frejd, Art director, Stendahls
Damit nicht genug, entwickelte Stendahls ein Tool, mit dem jeder Botschaften erstellen kann. Kostenlos und laut Sendahls völlig legal, lassen sich auf humanwritesfont.comsechszeilige Botschaften in sechs Farben erstellen und als PNG speichern. Die einzige Bitte, die die Kreativen haben: »Verwendet#humanwritesfont in der Bildunterschrift, so dass wir den Botschaften folgen ud sie teilen können.«
Eine tolle Initiative von Stendahls, die hoffentlich nur für vernünftige Botschaften genutzt wird. Und ein befriedigendes Gefühl, als Mensch der KI doch noch ein Stück überlegen zu sein.
Auf humanwritesfont.com kann jeder solche Botschaften erstellen und als Bild speichern. Beim Veröffentlichen in der Bildunterschrift gerne #humanwritesfont verwenden.
Bettina Bexte zeichnet für Spiegel online, für den Stern oder die Süddeutsche Zeitung. Jetzt ist ihre erste Graphic Novel erschienen, die Lebensgeschichten von fünf Migrant:innen erzählt, die sich in unserer Gesellschaft ehrenamtlich engagieren.
Die Idee auch mal eine Graphic Novel zu zeichnen, kam der Bremer Cartoonistin Bettina Bexte während Covid.
Erst erzählte sie zeichnend von zwei Nachbarinnen, herrlichen schrägen Schwestern, für die sie in der Pandemie einkaufen ging. Dann folgte eine gezeichnete Geschichte über ihre Tante – und jetzt erschien ihre erste Graphic Novel.
Und das ist ein großes Glück.
Denn »In allem ein Stück zu Hause« erzählt mit »suchendem Strich«, wie Bettina Bexte selbst ihren Stil beschreibt, aus dem wahren Leben von fünf Migrant:innen und ging dabei dokumentarisch vor.
Sie beschreibt, wie sie ihre Protagonist:innen trifft, wie sie aus ihrem Leben erzählen, wie und wo sie groß geworden, welche Erfahrungen sie geprägt haben – und davon, wie es dazu gekommen ist, sich in unserer Gesellschaft zu engagieren.
Packende Lebenswege
Da ist Dilar, die 1992 als Drillingskind in Leverkusen geboren wurde, die alles mit Kokosnuss mag und über das Boxerinnendrama »Million Dollar Baby« selbst zum Boxen fand– und heute nicht nur Frauen- und Inklusionsbeauftragte des Hamburger Sportbundes ist, sondern ein Box-Projekt für Frauen mit Parkinson leitet.
Nah dran und mit liebevollem Blick erzählt Bettina Bexte davon und so lebendig und authentisch, dass es nicht nur mitreißend, sondern auch ermutigend ist. Genauso wie die Geschichte von Miša, der in den 1960er Jahren als Gastarbeiter aus Jugoslawien kam. Der ein Kollege von Bettina Bextes Vater war, der für den Stern fotografierte und sich bis zu seinem Tod 2024 um Obdachlose kümmerte.
Halime, die 1966 in der Türkei geboren wurde, hingegen hat so viel erlebt, dass man sich fragt, woher sie eigentlich die Zeit für all ihr Engagement nimmt, das nach einer schweren OP begann. In der Reha wurde ihr klar, dass sie ihr Leben nicht nur als Hausfrau und Mutter verbringen will – und ein unglaublicher Weg begann.
Staunend folgt man ihren Erzählungen, die von dem Gymnasium, das sie frühzeitig verlassen musste, zu ihrer frühen Ehe führen und weiter zu ihrem Platz im Vorstand des Bremer Rats für Integration und im Rundfunkrat von Radio Bremen. Und dazu ihrem Engagement in zahlreichen Projekten für Integration und einen interreligiösen Dialog, für die sie immer wieder ausgezeichnet wurde.
Und genauso staunend folgt man den Bildern von Bettina Bexte, die mit viel Bleistift arbeitet, manches monochrome koloriert und dann wieder mit wohl abgestimmten Farben arbeitet.
Für ein Miteinander
Weitere Geschichten erzählen von dem jungen Azad, der mit 15 Jahren über das Mittelmeer aus Syrien flüchten musste und von Florence aus Ruanda, die ihren kleinen Sohn in ihrer Heimat zurücklassen musste, als sie nach Deutschland kam. Heute lebt er bei ihr nahe Hamburg und sie kümmert sich um alleinerziehende Mütter.
Immer wieder hat Bettina Bexter ihr Gezeichnetes mit den Protagonist:innen abgeglichen und gemeinsam haben sie sich herangetastet. Denn die eigenen Bilder, die bei den Erzählungen in ihrem Kopf entstanden sind, hatten nicht immer was mit dem wirklichen Geschehen zu tun.
In einem Interview erzählte sie, dass sie zum Beispiel Miša als Kind automatisch mit Schuhen zeichnete. Dabei hatten die fünf Geschwister nur ein einziges Paar, das sie abwechselnd trugen.
»Bilder machen Menschen noch einmal anders erfahrbar«, sagt Bettina Bexter und in ihrem Debüt gilt das ganz besonders auch für das Leben in zwei Kulturen – und einem Miteinander, von dem es gar nicht genug geben kann.
Und das gerade auch in einer Gesellschaft, die immer mehr nach rechts rückt und einer Politik, die immer öfter die Unterschiede anstatt der Gemeinsamkeiten betont – und in einem Jahr, in dem gleich mehrere Landtagswahlen stattfinden.
Bettina Bexte: In allem ein Stück zu Hause, avant-verlag, 176 Seiten, farbig, Flexcover, 25 Euro, ISBN: 978-3-96445-163-7