Künstliche Intelligenz
Ultrahuman Ring Air im Test: Guter Smart Ring ohne Pflicht-Abo für rund 300 Euro
Der Ultrahuman Ring Air trackt Schlaf, Herzfrequenz und HRV ohne Abo-Zwang – kompakt, leicht und unauffälliger als eine Smartwatch.
Wer ungern eine Smartwatch trägt, aber trotzdem Gesundheitsdaten im Blick behalten will, findet in smarten Ringen eine kompakte und unauffällige Alternative – die in den vergangenen Jahren enorm besser geworden ist.
Einer der aufstrebenden Anbieter ist Ultrahuman. Die Idee zum indischen Unternehmen entstand in einem Muay-Thai-Trainingscamp in Thailand: Dort erkannte einer der späteren Gründer, dass nicht nur Diabetiker von Stoffwechseldaten profitieren, sondern eigentlich jeder, der Training und Ernährung optimieren will.
Das Flaggschiff ist der Ultrahuman Ring Air: ein smarter Ring, der kaum am Finger auffällt und Schlaf, Herzfrequenz, HRV, Hauttemperatur sowie Blutsauerstoff trackt – ganz ohne Abonnement. Wie gut das im Alltag funktioniert, zeigt unser Test.
Design & Tragekomfort
Der Ultrahuman Ring setzt auf Understatement: Unser Testmuster in Roségold kommt ohne Kerbungen, Muster oder Markierungen daher – schlicht, elegant, glatt. Am Finger fällt er kaum auf, denn der Ring ist angenehm leicht mit nur 2,4 g und stört im Alltag so gut wie gar nicht. Was uns allerdings fehlt, ist eine kleine Kerbe, die anzeigt, wo die Sensoren optimal sitzen sollten – das kennen wir von Oura.
Das matte Finish sieht schick aus, wirkt im direkten Vergleich aber etwas weniger hochwertig als bei der Konkurrenz. Zudem vermuten wir, dass der Ring schnell Kratzer einfangen dürfte – auch wenn unser Exemplar den Test bislang unbeschadet überstanden hat. Neben Roségold gibt es die Farben Gold, Schwarz, mattes Dunkelgrau und mattes Silber namens „Raw Titanium“ sowie eine glänzende Silbervariante in „Space Silver“.
Vor dem finalen Kauf sollte man unbedingt das Sizing-Kit nutzen, das vorab kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die Attrappe sollte mindestens 48 Stunden am Finger bleiben, denn Finger schwellen im Tagesverlauf an. Praktischerweise liefert Ultrahuman sogar ein Vorschaupaket aller verfügbaren Ringmaterialien mit. Verglichen mit anderen smarten Ringen der Konkurrenz fällt der Ultrahuman etwas zu groß aus – wir haben bewusst eine Nummer kleiner gewählt und statt Größe 10 zur 9 gegriffen. Das hat sich bewährt. Hier hilft das Sizing-Kit enorm.
Im Alltag sitzt der Ring bei uns am Mittelfinger. Der Zeigefinger liefert laut Hersteller zwar präzisere Messergebnisse, ist aber wenig alltagstauglich – Türklinken, Kaffeetassen, Tastaturen: Man eckt ständig an. Beim Sport wechseln wir den Ring aber gezielt auf den Zeigefinger, um bestmögliche Daten zu erhalten.
Einrichtung & App
Zur Nutzung des Rings ist die Ultrahuman-App erforderlich, erhältlich im Google Play Store und im Apple App Store. Zum Kalibrieren empfiehlt Ultrahuman, den Ring mindestens 14 Tage zu tragen – die App informiert dabei laufend darüber, wie weit der Eichvorgang fortgeschritten ist.
Der Startscreen liefert eine Übersicht der wichtigsten Vitalwerte: Morgens steht etwa der Schlafbericht ganz oben, darunter folgen weitere „Core Metrics“ mit Schlafdaten, Werten zur dynamischen Erholung, Bewegung und zusätzlichen Metriken. Die Synchronisierung morgens dauert allerdings recht lange. Über ein Plus-Zeichen rechts unten im Ring-Tab lassen sich ferner Workouts starten, Aktivitäten hinzufügen, Mahlzeiten tracken, den Puls messen oder Atemübungen durchführen.
Weiter unten finden sich Vitalwerte sowie sogenannte „Power Plugs“ – kleine Zusatzfeatures mit Sonderfunktionen, etwa eine Anzeige für das ideale Koffeinfenster für Kaffeetrinker oder das zirkadiane Fenster. Dafür gibt es sogar eine Art von App-Store. Einige Power Plugs sind kostenlos, weitere gibt es nur gegen Aufpreis als Abonnement. Die Afib-Erkennung soll etwa helfen, Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen – kostet bei Ultrahuman allerdings 6 Euro im Monat oder 50 Euro im Jahr.
Insgesamt ist die Navigation etwas unübersichtlich – der Starttab packt zu viele Informationen auf einmal. Sämtliche Daten finden sich ausschließlich dort, während die übrigen Tabs hauptsächlich auf andere Ultrahuman-Produkte hinweisen. Ein separater Bereich für Schlaf oder Sport wäre deutlich praktischer gewesen – bei Oura etwa ist das übersichtlicher gelöst. Immerhin: Der Wochenbericht von Ultrahuman ist gut gelungen.
Teilweise finden sich in der App noch englischsprachige Bereiche oder missverständliche Übersetzungen. Zudem übertreibt es der Ring mit Benachrichtigungen auf dem Smartphone – die ebenfalls teils auf Englisch erscheinen.
Eine Offline-Nutzung ist nicht vorgesehen. Die Datenschutzbedingungen und die allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt es nur auf Englisch. Ein Vermerk gibt nur vage an, dass Daten auf internationalen Servern landen. Es gibt zwar einen EU-Vertreter für den Datenschutz bei Ultrahuman – allerdings sollte man damit rechnen, dass Daten trotzdem außerhalb der EU verarbeitet werden.
Aktivität & Tracking
Gemessen werden unter anderem Herzfrequenz, Stresswerte und Schritte – wobei die Schrittzählung eher ungenau und so als grobe Annäherung zu verstehen ist. Aktivitäten erkennt der Ring automatisch und fragt anschließend nach, was genau durchgeführt wurde – das funktioniert halbwegs verlässlich, je nach Batteriemodus – dazu später mehr. Für gezieltes Training lässt sich über die Plus-Taste ein Workout-Modus mit einer Vielzahl an Trainingsprofilen starten.
Der Ring trackt zudem den Wert für VO2max. Dieser beschreibt, wie viel Sauerstoff der Körper bei maximaler Anstrengung verwerten kann – vereinfacht gesagt: Je höher der Wert, desto fitter und ausdauernder ist man.
Beim Training haben wir den Ring am Zeigefinger getragen, um möglichst genaue Werte zu erzielen. Anfangs zeigte er teils erhöhte Pulswerte – vermutlich, weil Finger und Haut darunter noch nicht aufgewärmt waren. Beim Joggen waren die Messergebnisse dann verlässlich und wichen nur rund drei bis fünf Schläge von einer Sportuhr ab. Beim Intervalltraining lieferte der Ring zwar meistens plausible Werte, gelegentlich kam es jedoch gelegentlich zu einem drastischen Abfall der Herzfrequenz – den es laut Sportuhr und Brustgurt schlicht nicht gab.
Für gleichmäßiges Cardio-Training lässt sich der Ring also gut nutzen, für HIIT-Einheiten eher weniger. Und zum Krafttraining eignen sich smarte Ringe wegen des Verletzungsrisikos ohnehin nicht – ein Ring und eine Hantel sind keine gute Kombination.
Ultrahuman Ring Air – App
Schlafanalyse & Gesundheit
Für die meisten Käufer dürfte die Schlafanalyse das interessanteste Feature sein – und hier spielt ein Ring seinen großen Vorteil aus: Verglichen mit einer Uhr stört er nachts deutlich weniger. Der Ultrahuman Ring unterteilt den Schlaf in verschiedene Phasen: Wach, REM, Tiefschlaf und leichter Schlaf. Er zeigt sowohl die Zeit im Bett als auch die reine Schlafzeit an. Dazu bewertet er, wie effizient der Schlaf war, ob der Zeitpunkt des Zubettgehens optimal lag und wie erholsam die Nacht insgesamt war.
Wichtig zu wissen: All diese Werte sind lediglich algorithmische Annäherungen – wie bei allen Uhren und Ringen. Als Datengrundlage dient primär die Herzfrequenz, ein EEG wie im Schlaflabor wäre weitaus genauer. Die Ergebnisse sollte man daher als grobe Tendenz verstehen, nicht als medizinische Diagnose. Insgesamt wirkten die Werte der Schlafanalyse plausibel – sowohl bei den Wachphasen als auch bei den einzelnen Schlafphasen – und wichen kaum von Konkurrenzprodukten wie dem Oura Ring ab.
Eine zentrale Metrik ist der Herzfrequenz-Abfall im Schlaf sowie die Herzfrequenzvariabilität (HRV). Letztere beschreibt die winzigen Schwankungen im Abstand zwischen zwei Herzschlägen. Klingt paradox, ist aber so: Je unregelmäßiger das Herz in Ruhe schlägt, desto besser. Eine hohe HRV spricht für gute Erholung und Fitness, eine niedrige kann auf Stress, Überlastung oder eine aufkommende Erkrankung hindeuten. Im Test fiel etwa auf, dass unsere HRV zu niedrig war. Unser Herzschlag sank zudem erst spät in der Nacht ab – ein mögliches Indiz für Stress oder zu hohen Koffeinkonsum.
Basierend auf diesen Daten ermittelt der Ring ein sogenanntes Cardio-Alter. Hier war auffällig, dass wir anfangs unter unserem tatsächlichen Alter lagen, dann aber drastisch absackten – vermutlich bedingt durch schlechteren Schlaf und nachlassende HRV. Allerdings lässt die App einen hier etwas allein und erklärt nicht detailliert, was die Werte bedeuten und was man konkret dagegen tun kann. Auch die Hauttemperatur misst der Ring, um etwa auf sich anbahnende Infekte hinzuweisen – im Test blieben die Werte durchweg unauffällig.
Überdies zeigt die App den generellen Stressfaktor sowie die dynamische Erholung anhand von Ruhepuls, HRV und Pulsverlauf über den Tag verteilt. Kombiniert mit den erfassten Aktivitäten gibt der Ring eine Einschätzung, wie erholt man ist. Anhand der Schlafdaten zeigt er zudem eine Tendenz an, wie schnell man derzeit altert – insbesondere das Gehirn. Im Test bescheinigte uns der Ring auch hier wenig Schmeichelhaftes: Wir altern zu schnell. Die persönliche Erkenntnis daraus: weniger Kaffee trinken und am Schlaf arbeiten.
Akku & Laden
Der Ring bietet drei Akku-Modi: einen Turbomodus zur permanenten Überwachung, einen intelligenten Chill-Modus, bei dem nicht ständig gemessen wird, sowie einen sparsamen Batteriemodus, der nur wesentliche Bewegungen erfasst.
Weniger überzeugend schlägt sich der Ultrahuman Ring Air bei der Akkulaufzeit. Trotz eines für einen smarten Ring recht üppigen Akkus von 24 mAh (Größe 9) hielt er im sparsamen Chill-Modus lediglich knapp sechs Tage durch. Im intensiven Turbomodus mit permanenten Messungen waren es rund vier Tage. Dabei trugen wir den Ring rund um die Uhr – außer unter der Dusche und im Fitnessstudio.
Zum Laden liegt ein Ladegerät bei, ein USB-C-Netzteil muss man allerdings selbst mitbringen. Vollständig geladen ist der Ring in knapp zwei Stunden. Ein Ladecase mit integriertem Akku für unterwegs – wie man es etwa von Earbuds kennt – sucht man vergeblich.
Preis
Die UVP für den Ultrahuman Ring Air liegt bei 379 Euro, mittlerweile hat sich der Straßenpreis aber auf rund 319 Euro eingependelt – je nach Farbe und Größe variiert er allerdings. Am günstigsten ist derzeit das Modell in Raw Titanium ab 290 Euro, für die Roségold-Variante werden aktuell 367 Euro fällig. Wer bei der Farbwahl flexibel ist, kann also sparen.
Fazit
Der Ultrahuman Ring Air ist besonders leicht, äußerst angenehm zu tragen und kommt ohne Pflichtabonnement aus. Er bietet sich vorrangig dafür an, den Schlaf zu analysieren und fortlaufende Aktivitäten sowie den Herzschlag zu überwachen. Die Schlafanalyse hinterlässt einen guten Eindruck, und auch für gleichmäßiges Cardio-Training eignet sich der Ring – wenngleich er nur etwa so genau misst wie ein günstiger Fitness-Tracker. Für HIIT oder Krafttraining ist er dagegen kaum geeignet, wie die meisten smarten Ringe.
Einige Sonder-Features sind aber gebührenpflichtig. Die App könnte übersichtlicher sein, zumal die meisten Tabs eher als Werbung für weitere Ultrahuman-Produkte dienen. Auch inhaltlich gibt es Luft nach oben: So attestierte uns der Ring wiederholt schlechte Cardio-Werte im Schlaf und über den Tag verteilt – ohne jedoch konkrete Maßnahmen oder genauere Erklärungen zu liefern. Das verunsichert eher, als dass es hilft.
Kleine Schwächen gibt es auch beim Design: Der Ring wirkt nicht ganz so hochwertig wie die Konkurrenz. Eine Markierung zur optimalen Sensorausrichtung vermissen wir ebenfalls. Ein Ladecase fehlt im Lieferumfang. Wer vorwiegend den Schlaf überwachen und die generelle Aktivität samt Herzfrequenz im Blick behalten will, findet hier dennoch eine gute und bezahlbare Lösung ohne Abo-Zwang.
Künstliche Intelligenz
SAP will mit Sparmaßnahmen KI-Ausbau finanzieren
Der Software-Konzern SAP will an bestimmten Stellen weiter Kosten sparen, um Mittel für den Ausbau seiner KI-Technologien freizumachen. Dabei hat SAP vor allem Ausgaben für Neueinstellungen und Dienstreisen im Blick. Einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigte ein SAP-Sprecher am Donnerstag.
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„SAP überprüft fortlaufend seine Investitionen, um Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten langfristigen Mehrwert für Kunden schaffen“, hieß es in einem Statement des Konzerns. „Daher investieren wir verstärkt in KI-bezogene Kompetenzen, Talente und Technologien. Gleichzeitig gehen wir bei Neueinstellungen, externen Ausgaben und internen Reisen bewusster und gezielter vor.“ Kundennahe Aktivitäten sowie wichtige KI-Initiativen würden weiterhin vollständig unterstützt.
Dienstreisen nur mit KI-Bezug?
Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf eine E-Mail des Managements an die Beschäftigten berichtet, dass sich künftige Neueinstellungen ausschließlich auf ausgewählte Profile konzentrieren würden, mit Fokus vor allem auf zentrale KI-Rollen. Dienstreisen für interne Veranstaltungen ohne Bezug zur KI-Entwicklung würden ausgesetzt. Zudem prüfe Europas größter Software-Konzern Einsparpotenziale bei Lieferanten.
SAP-Chef Christian Klein hat sein Unternehmen schon länger auf KI-Kurs eingeschworen. Bei der Hausmesse Sapphire stellte SAP etwa seine Vision des autonomen Unternehmens vor, bei dem KI-gestützte Assistenzen Hand in Hand mit dem gewöhnlichen Personal arbeiten. Bislang scheint SAPs KI-Strategie bei der Kundschaft aber nur bedingt zu zünden. Laut einer durchgesickerten internen Umfrage vertrauen auch nur noch 54 Prozent der SAP-Angestellten dem Unternehmensvorstand. Seit Jahresbeginn hat die SAP-Aktie rund 30 Prozent an Wert verloren.
(axk)
Künstliche Intelligenz
Kompressor-Kühlbox Mobicool MCF32 im Test: Kühlt stationär und mobil bis -10 °C
Die Mobicool MCF32 Kompressor-Kühlbox bietet 31 l Volumen, kühlt bis -10 °C und läuft an 12/24 V sowie 230 V. Wir zeigen, wie sie sich im Alltag schlägt.
Mobicool zählt seit Jahren zu den bekannten Namen bei mobilen Kühllösungen. Mit der MCF32 schickt der Hersteller eine handliche Kompressor-Kühlbox ins Rennen, die sich besonders an Camper, Wohnmobilisten, Bootsfahrer und Vielfahrer richtet.
Das Fassungsvermögen von 31 l reicht für Getränke und Lebensmittel für einen Wochenendausflug, gleichzeitig bleibt die Box kompakt genug für den Kofferraum. Dank der flexiblen Stromversorgung per 12 V, 24 V und 230 V ist die MCF32 sowohl im Fahrzeug als auch zu Hause einsatzbereit. Im Test zeigt sich, ob der mobile Kühlschrank ab 160 Euro hält, was Mobicool verspricht – und wo die Grenzen liegen.
Design & Verarbeitung
Optisch gibt sich die MCF32 klassisch: blau-weißes Kunststoffgehäuse, ein stabiler Klappgriff und ein klappbarer Deckel. Das Material wirkt nicht besonders hochwertig, ist aber sauber verarbeitet und robust genug für den mobilen Einsatz. Positiv fällt der abnehmbare Deckel auf, der die Reinigung erleichtert. Ein Wasserablauf im Innenraum fehlt allerdings – Schmelzwasser oder Reinigungsflüssigkeit muss man mit einem Tuch aufnehmen.
Die noch kompakten Abmessungen und die niedrige Bauhöhe eignen sich besonders für beengte Räume, etwa im umgebauten Transporter oder im vollgepackten Kofferraum. Im Inneren bietet die Box Platz für bis zu 52 Getränkedosen oder sechs 1,5-l-Flaschen. Auch 1-l-Flaschen lassen sich aufrecht lagern. Eine praktische LED-Innenbeleuchtung sorgt dafür, dass man den Inhalt auch im Dunkeln zuverlässig findet. Die stabilen Tragegriffe erleichtern den Transport – Rollen oder einen Teleskopgriff wie bei größeren Modellen gibt es hier aber nicht.
Bilderstrecke – Mobicool MCF32
Bedienung & Ausstattung
Die Bedienung erfolgt über ein simples Bedienfeld an der Front. Neben einer digitalen Temperaturanzeige gibt es die Tasten „On/Off“, „Set“ sowie „Up“ und „Down“. Damit stellt man die gewünschte Zieltemperatur präzise ein – der Bereich reicht laut Hersteller von +20 °C bis -10 °C. Das Display zeigt die aktuelle Temperatur klar ablesbar an, eine App-Steuerung oder WLAN-Anbindung sucht man vergeblich. Für den Preisbereich ist das aber verschmerzbar.
Ein großes Plus ist die flexible Stromversorgung: Die MCF32 arbeitet an 12 V und 24 V per Zigarettenanzünder (12-/24-V-Steckdose) sowie an 100 bis 240 V Wechselstrom über die Steckdose. Damit eignet sie sich für PKW, LKW, Wohnmobil, Boot und den Heimgebrauch gleichermaßen. Die passenden Kabel liegen bei. Der vollhermetische, kompakte Kompressor mit integrierter Steuerelektronik arbeitet effizient und zuverlässig. Zubehör wie einen Akku oder Solar-Anschluss bietet Mobicool bei diesem Modell nicht – wer autark kühlen möchte, muss auf eine externe Powerstation zurückgreifen.
Kühlleistung
Im Praxistest zeigt die Mobicool MCF32 eine solide, aber keine rekordverdächtige Leistung. Von einer Raumtemperatur von 22 °C auf eine Innentemperatur von 5 °C benötigt die leere Box exakt 30 Minuten. Nach 47 Minuten erreicht sie -5 °C, und die niedrigste Temperatur von -10 °C ist nach einer Stunde und 26 Minuten erreicht. Damit liegt sie im Mittelfeld, manche Konkurrenten sind hier nicht nur schneller, sondern schaffen zudem -18 °C oder sogar -20 °C.
Wer echtes Gefriergut wie Speiseeis oder tiefgefrorenes Fleisch lagern möchte, sollte diese Limitationen beachten. Für gekühlte Getränke, Wurst, Käse, Obst und Gemüse reicht die Leistung der Mobicool MCF32 dagegen locker aus.
Positiv fällt die Temperaturstabilität auf: Ist die Zieltemperatur einmal erreicht, hält die MCF32 diese über Stunden zuverlässig, sowohl an der Steckdose als auch am 12-V-Anschluss im Auto. Der Kompressor schaltet dann nur noch periodisch nach und läuft nicht dauerhaft.
Auch bei sommerlichen Außentemperaturen bleibt die Kühlleistung konstant, größere Schwankungen im Innenraum konnten wir nicht feststellen. Legt man warme Getränke oder Lebensmittel nach, benötigt die Box entsprechend etwas Zeit, um wieder auf die Zieltemperatur zu kommen – ein typisches Verhalten bei Kompressorboxen dieser Größenklasse.
Beim Stromverbrauch zeigt sich die MCF32 sparsam. Im Kühlbetrieb bei 5 °C liegt die Leistungsaufnahme im Durchschnitt bei rund 40 Watt, im Gefrierbetrieb bei -10 °C sind es etwa 45 Watt – jeweils gemessen bei sommerlicher Raumtemperatur.
Da der Kompressor nach Erreichen der Zieltemperatur nur noch nachregelt, liegt der tatsächliche Verbrauch über den Tag deutlich niedriger. Damit eignet sich die Box auch gut für den Betrieb an einer Powerstation oder einem Solar-Setup unterwegs. Ein integrierter Batteriewächter schützt zudem die Fahrzeugbatterie vor Tiefentladung und schaltet die Kühlbox bei geringer Ladung automatisch ab.
Die Lautstärke des Kompressors empfinden wir als gut erträglich. Im Wohnzimmer oder Büro stört das Betriebsgeräusch nicht wesentlich, direkt neben dem Bett würden wir die Box aber nicht platzieren.
Preis
Die Mobicool MCF32 ist aktuell bei diversen Shops reduziert und schon ab 159 Euro erhältlich – der Normalpreis liegt zwischen 200 und 260 Euro. So liegt sie jetzt im unteren Preissegment und bietet mit Blick auf den großen Innenraum ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Die sonst üblichen 200 Euro sind zwar angemessen, aber eben kein Schnäppchen.
Fazit
Die Mobicool MCF32 ist eine solide Kompressor-Kühlbox für alle, die eine kompakte und auch bezahlbare Kühllösung suchen. Mit einem Volumen von 31 l bietet sie ausreichend Platz für Wochenendausflüge, Campingtrips oder lange Abende mit Freunden. Verarbeitung, Bedienung und Lautstärke gehen in Ordnung, die flexible Stromversorgung an 12/24 V und 230 V macht sie zum echten Allrounder.
Die Kühlleistung ist in der Praxis locker ausreichend, auch wenn die Box mit -10 °C nicht ganz an Gefriertruhen heranreicht und beim Herunterkühlen etwas länger benötigt als manche Konkurrenten.
Wer Wert auf App-Steuerung, Akkubetrieb oder tiefe Minusgrade legt, sollte zu einem anderen Modell greifen. Für alle anderen bietet die MCF32 ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Künstliche Intelligenz
Cloud wird zur Achillesferse der deutschen Wirtschaft
Cloud Computing ist in deutschen Unternehmen praktisch flächendeckend angekommen – und damit auch Risiken bei der Ausfallsicherheit. Fast jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) geht laut dem Cloud-Report 2026 des Digitalverbands Bitkom davon aus, dass ein länger anhaltender Cloud-Ausfall den Geschäftsbetrieb letztlich zum Erliegen bringen würde. 9 Prozent müssten ihre Arbeit nach eigener Einschätzung sofort einstellen.
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Im Durchschnitt könnten Cloud-Nutzer noch rund drei Tage ohne die Dienste arbeiten. „Eine funktionsfähige Cloud ist für Unternehmen so wichtig wie stabile Stromversorgung und Zugang zum Internet. Büro-Software, Kommunikation, Datenbanken oder auch KI-Lösungen sind bei einer Cloud-Störung nicht verfügbar, dabei sind sie unverzichtbar für den Geschäftsbetrieb vieler Unternehmen“, sagt Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst.
Er verweist zugleich auf die Vorteile: „Gleichzeitig ist die Nutzung von Cloud-Diensten häufig sicherer und stabiler, als auf eigene Server zu setzen. Wichtig ist deshalb, die Cloud in ein Sicherheitskonzept für das Unternehmen zu integrieren.“
Die Zahlen aus dem Bitkom-Cloudreport untermauern die Bedeutung von Cloud-Computing für deutsche Firmen deutlich: 86 Prozent nutzen demnach bereits Cloud-Dienste. Unternehmen verlagern zunehmend Anwendungen dorthin und setzen verstärkt auf KI-Dienste.
Unternehmen rüsten sich gegen Ausfälle
Die zunehmend zentrale Bedeutung der Cloud spiegelt sich auch in den Vorsorgemaßnahmen wider. 28 Prozent der Cloud-Nutzer berichten von gravierenden Cloud-Ausfällen innerhalb der vergangenen zwölf Monate. 82 Prozent verfügen inzwischen über Notfall- und Wiederanlaufpläne. Drei Viertel sichern wichtige Daten zusätzlich außerhalb der Cloud. Zwei Drittel (69 Prozent) überwachen ihre Cloud-Dienste selbst, ebenfalls zwei Drittel (66 Prozent) können bei Bedarf auf lokale Systeme ausweichen.
Dagegen setzen bislang nur 8 Prozent zur Absicherung auf einen zweiten Cloud-Anbieter. Generell arbeiten zwar 38 Prozent der Unternehmen mit Multi-Cloud-Lösungen und 34 Prozent mit Hybrid-Cloud-Ansätzen – doch das primäre Motiv ist dabei selten die Ausfallsicherheit.
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Grundlage des Cloud Report 2026 ist eine repräsentative telefonische Befragung von 603 Unternehmen in Deutschland mit mindestens 20 Beschäftigten, die Bitkom Research zwischen Kalenderwoche 14 und 20 des Jahres 2026 durchgeführt hat.
(fo)
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