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Künstliche Intelligenz

Post zum Karfreitag: Zwischen Apple-Nostalgie und dezentralen KI-Systemen


Apple ist 50 – und gehört zu den wertvollsten Aktien-notierten Unternehmen der Welt. Ich erinnere mich allerdings noch gut an Zeiten, als der Konzern aus Cupertino kurz vor der Pleite stand. Unser Autor Christoph Dernbach hat zum runden Geburtstag die 15 größten Triumphe und 15 peinlichsten Fehltritte der Apple-Geschichte zusammengestellt. Die Liste ist ehrlich, manchmal schmerzhaft und absolut lesenswert. Denn Apple war eben nicht immer Apple.

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Passend zu Apples Geburtstag hat mein Kollege Johannes Schuster das neue Einsteiger-iPhone getestet. Zwar muss man beim iPhone 17e zwar mit klassischer Notch, 60 Hertz und nur einer Rückkamera leben – bekommt dafür aber einen starken Chip und endlich mehr Speicher als beim Vorgänger.

Wer weder auf Apples geschlossenes Ökosystem noch Googles Datenhunger setzen möchte, hat beim Smartphone-Betriebssystem Alternativen, die nicht zwingend aus den USA kommen müssen. Wir haben uns VollaOS angeschaut – ein deutsches Android-Betriebssystem für alle, die Google lieber meiden möchten. Das Besondere: Man muss hier nichts selbst installieren, das Smartphone kommt mit dem System vorinstalliert. Ob das im Alltag überzeugt, lesen Sie im Test.

Apropos Alternativen zum Mainstream: Es muss längst nicht immer das Neueste vom Neuen sein. Wir haben unsere Leserinnen und Leser gefragt, warum sie partout nicht von uralter Software und Hardware lassen wollen. Die Antworten haben mich ehrlich begeistert: ThinkPads aus IBM-Zeiten, Amigas, NeXTStations – manchmal ist alt einfach das Richtige, weil es schlicht funktioniert. Wer kein „Wegschmeiß-Gen“ hat, ist hier in bester Gesellschaft. Passend dazu habe ich mein altes Medion-Netbook heraus gekramt. Wenn ich jetzt noch das Netzteil wiederfinde, kann ich möglicherweise anlässlich des Apple-Geburtstags noch einmal OS X 10.5 darauf starten. Ja, das war tatsächlich möglich – quasi ein mobiler Mini-Hackintosh.


Comodore CBM 2001 Series

Comodore CBM 2001 Series

Haben Sie auch noch irgendwo im Keller alte Hardware-Schätzchen stehen, von denen Sie sich nicht trennen können?

(Bild: Andreas Wodrich / heise medien)

Von der Nostalgie zurück in die KI-Gegenwart: In unserem Hintergrundartikel über dezentrale KI-Systeme geht es um Agenten, die nach dem Vorbild von Vogelschwärmen und Termitenhügeln funktionieren. Thomas Brandstetter erklärt, wie viele autonome Agenten gemeinsam Aufgaben lösen, an denen einzelne große Modelle scheitern würden. Faszinierend, aber auch etwas unheimlich.

Unheimlich ist auch, wie gut KI inzwischen Bilder manipulieren kann. Mein Kollege Wilhelm Drehling zeigt in unserem Hintergrundartikel, wie Sie mit OSINT-Methoden KI-gefälschte Bilder Schritt für Schritt entlarven. Ein praktischer Leitfaden, den ich in Zeiten von Deepfakes und Desinformation wirklich jedem empfehlen kann – nicht nur Profis.

Und zum Schluss noch etwas für die Entwicklerinnen und Entwickler unter Ihnen – oder für alle, die es werden wollen: Java vereinfacht sich. Unser Ratgeber erklärt, wie Java 25 mit dem neuen Feature JEP 512 den Einstieg in die Programmierung spürbar erleichtert. Kein Boilerplate mehr, keine kryptischen Schlüsselwörter gleich zu Beginn – das hätte ich mir damals gewünscht.

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Ich wünsche Ihnen entspannte Feiertage,

Ihr
Volker Zota
(Chefredakteur heise medien)


(vza)



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Künstliche Intelligenz

Brandenburg prüft Stromzone mit Polen für günstigere Preise


Brandenburg lotet nach Angaben von Ministerpräsident Dietmar Woidke die Möglichkeit einer gemeinsamen Strompreiszone mit Regionen im Nachbarland Polen aus. „Schleswig-Holstein, Hamburg, Teile von Niedersachsen prüfen, ob eine engere Zusammenarbeit grenzüberschreitend in Europa, in dem Fall mit Dänemark, möglich ist“, sagte Woidke nach einem Treffen mit dem Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien, Paweł Jarosław Gancarz. „Wir sind dabei, auch dieses zu prüfen mit polnischen Regionen.“ Das sei aber ganz in den Anfängen.

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Der Regierungschef kann sich vorstellen, dass das Modell einen Effekt für die Verbraucher hat. „Das hätte dann natürlich auch Auswirkungen auf die Strompreise, nämlich auf niedrigere Strompreise auch in Brandenburg“, sagte er. Es sei nötig, im europäischen Rahmen die Energiesicherheit und die Nutzung erneuerbarer Energien mehr in den Fokus zu nehmen.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein schlägt eine gemeinsame Stromzone für Schleswig-Holstein und Hamburg mit Westdänemark vor. Das Modell bietet nach Ansicht der IHK günstige Voraussetzungen zur wirtschaftlichen Produktion und Vermarktung regional erzeugten Stroms, der stärker vor Ort genutzt würde. Eine stärkere regionale Nutzung der Energie fordert auch Woidke, damit Strom günstiger wird.

Nach Angaben der IHK könnten durch eine gemeinsame Energiezone die Kosten durch effizientere Energienutzung in ganz Deutschland gesenkt und Platz für weitere Öko-Energien geschaffen werden. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich offen dafür gezeigt.

Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag aber keine Änderung zur sogenannten Stromgebotszone geplant. Der Strompreis in Deutschland ist einheitlich, Erzeugung und Verbrauch unterscheiden sich aber. Wenn im Norden mehr Windstrom produziert als benötigt wird oder durch das Stromnetz in den Süden abtransportiert werden kann, müssen Windräder zeitweise abgeschaltet werden, was zu Kosten führt.

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Im vergangenen Jahr gab es erneut eine Forderung norddeutscher Bundesländer nach einer Neuregelung des Stromsystems für niedrigere Preise in ihren Regionen, was Widerstand in Bayern und Baden-Württemberg auslöste. Schon 2022 hatte es hierzu Diskussionen in Reaktion auf die Gaskrise gegeben. Auf EU-Ebene wird ebenfalls schon länger diskutiert, dass Deutschland in verschiedene Stromgebotszonen aufgeteilt werden müsste. Im Gespräch waren 2022 laut der Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) zwei bis vier Zonen.

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(nen)



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Sprühnebel statt Klimaanlage: Wasserzerstäuber für Terrasse und Garten


Hitzewelle auf Balkon und Terrasse? Günstige Sprühnebler-Systeme sorgen mit feinem Wassernebel für spürbare Abkühlung – ohne die Stromrechnung zu belasten.

Wenn die aktuelle Hitzewelle die Temperaturen weit über 30 Grad Celsius treibt, werden Balkon und Terrasse schnell zur Hitzefalle. Sonnenschirme und Markisen spenden zwar Schatten, senken die Umgebungstemperatur aber kaum. Ventilatoren treiben den Stromverbrauch in die Höhe, mobile Klimageräte sind für den Außeneinsatz ungeeignet.

Eine günstige und energiesparende Alternative sind Sprühnebler-Systeme. Feine Düsen zerstäuben Leitungswasser zu einem Nebel, der in der warmen Luft verdunstet und ihr dabei Wärme entzieht. Die sogenannte adiabate Kühlung senkt die gefühlte Temperatur um mehrere Grad – ohne Chemie und mit minimalem Wasserverbrauch von rund 13 Litern pro Stunde.

Der Ratgeber klärt, wie die Nebelkühlung technisch funktioniert, wie viel Wasser und Druck nötig sind und wo die Systeme sinnvoll eingesetzt werden. Im Praxistest treten günstige No-Name-Sets von eBay und Amazon ab 20 Euro gegen das Sprühnebel-Set von Gardena an. Ein Blick auf Kaufkriterien, Preise und die Nutzung als automatische Pflanzenbewässerung rundet den Beitrag ab.

Wie kühlen Sprühnebler Balkon oder Terrasse?

Das Prinzip der Wasserzerstäuber ist einfach: Wasser wird mit hohem Druck durch feine Düsen gepresst, dabei entsteht ein sehr feiner Wassernebel. Idealerweise sind die Tropfen so klein, dass sie den Boden gar nicht erst erreichen, sondern bereits vorher von der Sonne in Dampf umgewandelt werden. Diese Verdunstung entzieht der Umgebung Energie in Form von Wärme.

Die abgekühlte Luft sinkt nach unten und vermischt sich mit der wärmeren Luft am Boden – so sinken die Temperaturen im Aufenthaltsbereich. Massive Schwankungen sind zwar nicht zu erwarten, ein paar Grad Unterschied sind aber drin. Dazu kommt der angenehm kühlende Effekt des feinen Nebels auf der Haut.

Der Sprühnebler soll Wasser so fein verteilen, dass es schnell verdunstet und der Umgebung Energie in Form von Wärme entzieht.

Die Feinheit der Wassertropfen hängt neben den Düsen vom Wasserdruck ab. Je höher der Druck, desto feiner lässt sich das Wasser verteilen. Im normalen Haushalt liegt der Druck im einstelligen Bereich, in München schwankt er zwischen 3 bar und 7 bar, wobei es eher Richtung 3 bar geht. Kommerzielle Systeme für die Gastronomie oder Indoor-Befeuchtung nutzen separate Pumpen, um den Druck auf 40 bar oder mehr zu erhöhen.

Neben dem Druck ist die Umgebungstemperatur wichtig. Je heißer es ist, desto besser verdampft der Nebel und desto besser fühlt es sich an. Im Praxistest schnitten die Systeme deutlich besser ab, sobald die Temperaturen über 30 Grad kletterten.

Die Sprünebler eignen sich gut fürs Bewässern der Pflanzen.

Wie viel Wasser benötigen die Sprühnebler?

Dank der schmalen Düsen liegt der Verbrauch der Systeme deutlich unter dem, was ein Rasensprenger hinaushaut. Gardena gibt bei seinem Sprühnebler einen Durchfluss von 13 l/h an. Unsere anderen ausprobierten Kits dürften sich in einer ähnlichen Kategorie befinden.

Zum Vergleich: Ein klassischer Rasensprenger genehmigt sich zwischen 600 und 800 l/h, abhängig vom Wasserdruck. Das macht die Sprühnebler nicht nur zu einer guten Alternative für die Kühlung der Terrasse, sondern lohnt sich auch bei der punktuellen Bewässerung von Gartenpflanzen – wobei es hier alternativ auch Bewässerungsschläuche mit Löchern oder dedizierte Micro-Drip-Systeme gibt. Mehr dazu zeigen wir im Ratgeber Automatische Bewässerung für Wohnzimmer, Balkon & Terrasse.

Das Regelventil für den Gartenschlauch ermöglicht einen individuellen Wasserdruck.

Günstige Sprühnebel-Kits von eBay und Amazon im Test

Der erste Nebler im Test ist ein knapp 31 Euro teures Angebot von eBay. Dort gibt es diese Systeme unter den verschiedensten Namen zwischen 20 Euro und 60 Euro. Der Aufbau ist aber allen ungefähr gleich: Mehrere Nebeldüsen sind an einem Standard-PU-Schlauch angeschlossen, an dessen Ende ein Schraubanschluss für den Wasserhahn sitzt. Die genutzten 6 × 4 mm PU-Schläuche sind günstig zu bekommen, damit kann man die Reichweite einfach verlängern.

Die günstigen Nebler in Aktion.

Der Aufbau ist sehr einfach: Mit den mitgelieferten Kabelbindern werden die Düsen an Balken oder eine Leine gehängt, anschließend wird der Anschluss am Wasserhahn festgezogen. Wasser aufdrehen und die Nebler legen los. In der Praxis gibt es ein paar Probleme: Die Dichtung am Wasserhahn war bei unserem Testkit unterirdisch schlecht, dort spritzte mehr Wasser heraus als aus den Düsen. Mit zwei oder drei zusätzlichen Dichtungsringen kann man das einfach beheben.

Problem Nummer zwei ist die Ausrichtung der Düsen. Idealerweise sollten sie in 200 bis 250 cm Höhe nach oben spritzen, um eine möglichst hohe Verdunstung zu gewährleisten. Da man sie aber nach dem Festzurren mit den Kabelbindern nicht mehr ausrichten kann, muss man hier von Beginn an sauber arbeiten. Wer keine geeigneten Stellen zum Festzurren hat, muss hier sehr sorgfältig arbeiten. Klebehalterungen lösen sich sonst bei hohen Temperaturen oder Feuchtigkeit.

Das dritte und größte Problem sind die billigen Düsen selbst: Nach wenigen Tagen Betrieb waren die ersten davon verstopft. Auch wenn der Austausch einfach ist, wegen der Kabelbinder hat man mehr Aufwand.

Gut zu sehen: Die Düse ist bereits leicht verstopft, es bilden sich große Tropfen.

Testfazit: Die Nebler sind eine schnelle und günstige Lösung, wenn man ein wenig basteln möchte. Die Kabelbinder der günstigen Sets sind als Aufhängesystem so lange komfortabel, bis man die Düse austauschen muss.

Der Wassernebel ist aber nicht so fein, dass man darunter mit einem elektronischen Gerät arbeiten möchte, fühlt sich aber gerade bei heißem Wetter sehr gut an. Wer die Düsen in einigen Metern Abstand anbringt, bleibt bei Windstille trocken – die Temperatur im Inneren der Wassernebelwand sinkt trotzdem spürbar ab.

Ein hervorragender alternativer Einsatzort ist die direkte Berieselung von Balkon- oder Gemüsepflanzen in Töpfen oder dem Hochbeet. Das System lässt sich dank der Standardkomponenten einfach ausbauen.

Gardena Sprühnebler im Test

Versuchsobjekt Nummer zwei ist das city gardening Outdoor Sprühnebel Automatic Set von Gardena. Für knapp 63 Euro bekommt man sieben Düsen, einen 10 m langen Schlauch, zehn Aufhängeschlaufen für Stoff oder Holz sowie eine manuelle Bewässerungssteuerung. Alternativ gibt es ein Set ohne Bewässerungssteuerung, das dann deutlich günstiger ist.

Wer bereits einen Gardena-tauglichen Anschluss hat, der steckt das Neblersystem einfach ein und kann loslegen. Alle anderen brauchen einen entsprechenden Hahnverbinder. Eine Düse ist vorinstalliert, die anderen kann man anschließen, indem man den Schlauch durchschneidet, auf die Düsen steckt und den Sicherungsring festzieht.

Das Gardena System in Aktion.

Neben der feinen Wasserverteilung haben uns zwei Dinge gut gefallen: Das Aufhängesystem für den Schlauch ist eine simple Schlaufe mit einer Klemme. Damit lässt sich der Wassernebler einfach an Schirmen oder oben an einem Trampolin anbringen. Zudem kann man die Position der Düsen nach dem Aufhängen ändern und perfekt ausrichten.

Die Düsen liefern einen sehr feinen Nebel, der aber wahrscheinlich aufgrund des Leitungsdrucks immer noch als Wasser am Boden ankommt. Teilweise bilden sich zudem größere Tropfen – auch das dürfte am zu geringen Leitungsdruck liegen.

Testfazit: Gardena liefert mit seinem Sprühnebel-Set eine einfach zu nutzende Komplettlösung, deren Aufhängesystem und Sprühnebler erfreulich durchdacht sind. Im Test verstopften die Düsen nicht, der Wassernebel ist aber auch nicht fein genug, um darunter mit einem Laptop zu arbeiten. Wer nicht lange basteln will und ohnehin schon einen Gardena-kompatiblen Wasseranschluss hat, kann bedenkenlos zugreifen. Gut gefallen hat uns im Test, dass sich das System einfach umbauen lässt.

Preis und Verfügbarkeit: Wie viel kosten Sprühnebler?

Viele der No-Name-Angebote auf eBay und Amazon sind nur für kurze Zeit oder in kleinen Stückzahlen verfügbar, weshalb sich die Produkte nicht in unserem Preisvergleich finden lassen. Immerhin hat sich seit der letzten Version dieses Beitrags die Verfügbarkeit der Produkte bei Amazon und eBay deutlich verbessert.

Wer selbst nach Angeboten sucht, sollte sich etwas Zeit nehmen und die Preise vergleichen. Wichtig: Beim Kauf auf Plattformen wie Amazon, eBay oder Aliexpress unbedingt auf die Lieferzeit achten! Aktuell sind viele Produkte nicht sofort verfügbar und kommen im schlimmsten Fall erst Ende des Sommers an.

Schläuche, Kabelbinder und Ersatzdüsen sind in den meisten Sets ebenfalls bereits enthalten, wir empfehlen aber den Kauf eines zusätzlichen 2- oder 4-Wege-Verteilers für den komfortablen Wechsel zwischen Vernebler und Gartenschlauch.

Wassernebel für automatische Pflanzenbewässerung nutzen

Dank des geringen Wasserverbrauchs eignen sich die Nebler wunderbar für eine gezielte Bewässerung von Balkon- oder Topfpflanzen. Dafür kann man die günstigen Sprühnebler verwenden, weil die Tropfengröße aber egal ist. Dazu ist es einfach, die Wassernebler in Blumenkästen passend auszurichten und die Pflanzen gezielt zu bewässern.

Einmal eingestellt, kümmern sich diese Computer um die Bewässerung. Für den Test haben wir die beim Gardena-Set mitgelieferte analoge Wasseruhr mit den Düsen aus dem eBay-Set verbunden.

Die Idee: Das System sollte alle paar Stunden die Blumenkästen jeweils fünf Minuten bewässern, auch wenn man abwesend ist. Im Grunde hat das super funktioniert. Einmal programmiert springt das System zuverlässig an, öffnet die Ventile und lässt die Düsen das Wasser verteilen. Damit kann man Pflanzentröge zuverlässig mit Wasser versorgen. Wer ein smartes System hat, der kann hier sogar noch einen Schritt weitergehen und die Beregnungszeiten abhängig von der Temperatur automatisch steuern. Mehr dazu in unserem Artikel Dumm vs. smart: Wer braucht welche Bewässerungsanlage?

Wir würden aber davon abraten, die Computer zur automatischen Kühlung zu verwenden. Wie oben erwähnt, sind die Tropfen nicht so fein, dass sie komplett verdunsten, bevor sie den Boden berühren. Sprich, wer mit dem Laptop oder einem Buch unter dem Nebel sitzt, der bekommt mehr Feuchtigkeit ab, als ihm lieb ist. Hier empfehlen wir, die Wassernebler manuell einzuschalten und vorher den Bereich von Produkten freizuräumen, die kein Wasser vertragen. Natürlich spricht nichts dagegen, einen smarten Bewässerungscomputer zu nutzen, den man per Smartphone-App oder Alexa-Zuruf aktiviert.

Fazit

Mit einem vergleichsweise geringen Geldeinsatz von 20 bis 30 Euro kann man im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse ein vernünftiges Sprühnebler-System aufbauen. Das hält zwar nicht mit den Lösungen in der Gastronomie mit, sorgt aber für ein deutlich angenehmeres Klima und erfrischt allein schon durch den feinen Wassernebel. Egal, ob Gardena oder die günstige No-Name-Alternative, beide liefern einen brauchbaren Nebel, abhängig vom Leitungsdruck.

Der akzeptable Wasserverbrauch macht die Wassernebler nicht nur für die Kühlung der Sonnenbadenden interessant. Die Systeme sind so flexibel, dass man damit vergleichsweise einfach eine gezielte Bewässerung von Pflanzen in Töpfen oder Blumenkästen realisieren kann.

Gekoppelt mit einer (smarten) automatischen Bewässerung lassen sich die eigenen Blumen und Kräuter damit deutlich effektiver gießen, als wenn man einmal am Tag mit der Kanne darüber geht.

Wer Kühlung für Innenräume sucht, dem empfehlen wir diese Artikel:

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Künstliche Intelligenz

UN-Bericht zu KI-Risiken: „Die Welt kann nicht regieren, was sie nicht versteht“


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Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz vollzieht sich in einer Geschwindigkeit, die sowohl die Forschung als auch Regierungen weltweit zu überholen droht. In diesem Umfeld hat das unabhängige internationale wissenschaftliche Expertengremium für KI der Vereinten Nationen seinen vorläufigen Bericht vorgelegt. Die Veröffentlichung bildet den ersten globalen unvoreingenommenen Versuch, die Chancen, Risiken und Auswirkungen der Technologie wissenschaftlich fundiert zu bilanzieren. Das zentrale Leitmotiv, das die UN dem Bericht in ihrer Ankündigung voranstellt, bringt die entdeckte Misere auf den Punkt: „Die Welt kann nicht regieren, was sie nicht versteht.“

Die Ergebnisse der Studie treffen die globale Politik an einem kritischen Zeitpunkt. Bislang tappen demnach Regierungen bei weitreichenden Entscheidungen über KI oft im Dunkeln und stützen sich auf widersprüchliche Quellen, die lokale Realitäten kaum berücksichtigen. Je mächtiger die Systeme würden, desto höher werde der Einsatz für die Menschheit.

Hier setzt die Arbeit des Panels an: Die Untersuchung umfasst sieben Kernbereiche, darunter wissenschaftliche Entwicklungspfade, wirtschaftliche Folgen sowie gesellschaftliche Anwendungen in Medizin und Bildung. Dazu beleuchten die Fachleute Fragen der nationalen Sicherheit, der Menschenrechte, des Kinderschutzes und der Zuverlässigkeit der Systeme.

Die Experten verweisen auf ein chronologisches Problem: Politische Entscheidungsträger benötigen wissenschaftliche Beweise, um KI effektiv zu steuern. Doch bis diese feststehen, könnte es bereits zu spät sein, um noch lenkend einzugreifen. Der Co-Vorsitzende des Gremiums, KI-Pionier Yoshua Bengio, gab zu bedenken, dass die Fähigkeiten der KI die Kapazitäten der Politik überholten. Besonders besorgniserregend seien Hinweise auf täuschendes Verhalten von Systemen. Die Wissenschaft könne derzeit nicht garantieren, dass künftige KI nicht katastrophale Schäden anrichtet – sei es autonom oder durch böswillige Akteure. Um effektiv zu handeln, müsse die Politik die Technik grundlegend verstehen.

Die zweite Vorsitzende, die Journalistin und Nobelpreisträgerin Maria Ressa, ist ebenfalls wenig optimistisch. KI besitze zwar transformatives Potenzial. Doch auf dem aktuellen Pfad werde die Menschheit die versprochenen Gewinne nicht realisieren. Die Risiken für Gesellschaften und die menschliche Spezies seien zu hoch. Die treibenden Kräfte hinter der KI seien zugleich nicht dafür bekannt, erlangte Vorteile gerecht zu verteilen.

Die Warnung vor globaler Ungleichheit stützte auch der UN-Tech-Sonderbeauftragte Amandeep Singh Gill. KI schließt ihm zufolge digitale Gräben nicht von alleine. Die positiven Effekte landeten primär dort, wo bereits starke Institutionen und Datenbestände vorhanden seien. Wo diese fehlten, drohe die Technik Arbeitsplätze zu vernichten und Gemeinschaften in die Abhängigkeit von Systemen zu treiben, die ohne Berücksichtigung ihrer Belange entwickelt worden seien.

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Mit der Übergabe des Berichts ist die wissenschaftliche Basis gelegt. Konsequenzen daraus muss die Politik ziehen. Der erste Härtetest steht an, wenn sich die Staatenvertreter nächste Woche zum Globalen Dialog über KI-Governance in Genf treffen, um die Empfehlungen in gemeinsames Handeln zu übersetzen.

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UN-Generalsekretär António Guterres ließ keinen Zweifel daran, dass die Kosten des Abwartens täglich stiegen. Er sieht die Staatengemeinschaft in der Pflicht: „Wir können nicht mehr sagen, wir hätten von nichts gewusst. Was wir damit tun, hängt jetzt von uns allen ab.“ Der Bericht sei ein unüberhörbarer Weckruf, damit die Zukunft der KI nicht allein von den Kräften des Marktes, sondern von einer geeinten Weltgemeinschaft gestaltet werde. 2027 soll ein umfassender Hauptreport folgen.


(kbe)



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