Connect with us

Künstliche Intelligenz

KI-Update: 122 Milliarden für OpenAI, Regulierung, KI in der Musik, KI-Drohnen


Weiterlesen nach der Anzeige

OpenAI hat seine bislang größte Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen wird nun mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Zu den Geldgebern zählen Amazon, Nvidia und SoftBank. Allein Amazon beteiligt sich mit 50 Milliarden, wovon rund 35 Milliarden laut Bloomberg an einen Börsengang oder das Erreichen einer allgemeinen künstlichen Intelligenz geknüpft sind.

OpenAI erzielt inzwischen rund zwei Milliarden Dollar Umsatz pro Monat, zählt über 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer und mehr als 50 Millionen zahlende Abonnenten. Profitabel ist das Unternehmen dennoch nicht: Rechenleistung, Infrastruktur und Entwicklung verschlingen enorme Summen. Zwei jüngste Schritte deuten darauf hin, dass OpenAI gegensteuert: die Einführung von Werbung und die Einstellung der Video-App Sora, deren Betrieb als besonders kostenintensiv galt.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Mistral AI, Europas führender KI-Anbieter, hat 830 Millionen Dollar an Krediten aufgenommen, um 13.800 Nvidia-Chips für ein Rechenzentrum nahe Paris zu kaufen. Die Inbetriebnahme ist für 2026 geplant. Bereits im Vormonat kündigte Mistral eine weitere Anlage in Schweden an, die 2027 ans Netz gehen soll. Bis Ende 2027 strebt das Unternehmen eine KI-Rechenkapazität von 200 Megawatt an.

Mistral gehört zu den wenigen europäischen Unternehmen, die Sprachmodelle auf dem Niveau der fortschrittlichsten Systeme entwickeln. Vor drei Wochen sorgte zudem AMI Labs, ein von KI-Pionier Yann LeCun gegründetes Pariser Start-up, für Aufsehen: Es sammelte rund 890 Millionen Euro ein, um sogenannte „Weltmodelle“ als Alternative zu klassischen Sprachmodellen zu entwickeln.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nebius Group, ein niederländisches KI-Infrastrukturunternehmen, errichtet in der finnischen Stadt Lappeenranta ein Rechenzentrum mit einem geschätzten Wert von über zehn Milliarden Dollar und einer Leistung von 310 Megawatt. Damit wäre es eines der größten KI-Rechenzentren Europas. Profitieren dürften vor allem US-Konzerne: Nebius hat Verträge mit Microsoft und Meta geschlossen, um für sie KI-Infrastruktur bereitzustellen.

Die Wahl fiel auf Finnland wegen niedriger Energiepreise, eines hohen Anteils erneuerbarer Energien und des kühlen Klimas, das die Kühlkosten senkt.

Nvidia investiert zwei Milliarden Dollar in Marvell Technology, einen Entwickler maßgeschneiderter Chips für KI-Anwendungen. Marvell arbeitet eng mit Amazon, Google und Microsoft zusammen. Nvidia will Marvells Expertise in Netzwerkinfrastruktur und kundenspezifischen Chips nutzen, um seine Dominanz im Markt für KI-Rechenzentren auszubauen.

Konkret sollen Marvell-Komponenten in Nvidias „NVLink Fusion“-Plattform integriert werden, um die Vernetzung tausender GPUs zu beschleunigen.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Kaliforniens demokratischer Gouverneur Gavin Newsom hat ein Dekret unterzeichnet, das strenge Sicherheitsvorkehrungen für KI-Unternehmen vorsieht. In dem Bundesstaat sitzen 33 der weltweit 50 führenden KI-Firmen. Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit Kalifornien pflegen, müssen künftig nachweisen, dass sie den Missbrauch ihrer Technologien verhindern, Bürgerrechte schützen und gegen illegale Inhalte wie Darstellungen von Kindesmissbrauch oder sexualisierende Deepfakes vorgehen. Die Behörden haben vier Monate Zeit, konkrete Maßnahmen vorzulegen.

Das Dekret dürfte US-Präsident Trump verärgern, der eine Regulierung auf Ebene der Bundesstaaten verhindern will. Erst im Dezember hatte Trump ein eigenes Dekret erlassen, das ein nationales Rahmenwerk für den Umgang mit KI formuliert und das Justizministerium anwies, eine Taskforce für KI-Rechtsstreitigkeiten einzurichten. Ob diese nun gegen Kaliforniens Pläne vorgeht, bleibt offen.

Musikproduzenten und Songwriter nutzen KI-Musikgeneratoren bereits intensiv, sprechen aber kaum öffentlich darüber. Der Chef des KI-Musikgenerators Suno verglich sein Tool mit dem Abnehmmedikament Ozempic: Jeder nutze es, niemand rede darüber. Produzent Young Guru, langjähriger Toningenieur von Jay-Z, schätzt, dass mehr als die Hälfte des sample-basierten Hip-Hops inzwischen auf KI-generierten Retro-Samples basiert statt auf lizenzierten Originalaufnahmen. Eine Umfrage des Audio-Unternehmens Sonarworks unter über 1.100 Produzenten bestätigt den Trend: Sieben von zehn experimentieren mit KI-Tools, jeder Fünfte nutzt sie regelmäßig.

Die Kehrseite trifft vor allem die zweite Reihe der Branche. Session-Musiker, die früher Demos einsangen, und Studio-Assistenten verlieren ihre Aufträge. Auch der Markt für Stock- und Produktionsmusik, etwa für kleinere TV-Produktionen, sei laut Rolling Stone praktisch erledigt. Die großen Plattenlabels verfügen demnach über keine funktionierende Software, um KI-Musik zuverlässig zu erkennen.

Forscher haben eine Aufklärungsdrohne entwickelt, die sich mit zwei winzigen Ultraschallsensoren orientiert, ähnlich einer Fledermaus. Eine per Deep Learning trainierte KI filtert die Echosignale aus dem Propellerlärm und berechnet in Echtzeit eine Flugbahn um Hindernisse herum. Die Technik braucht wenig Energie, erlaubt aber nur fünf Minuten Flugzeit.

In 140 Testflügen im Wald und im Labor erreichte die Drohne eine Erfolgsquote von mindestens 73 Prozent. Bei geringerer Geschwindigkeit stieg die Quote. Schwierigkeiten bereiteten dünne Metallstangen und kleine Äste, die Ultraschall nur schwach reflektieren. Die Forscher wollen die Erkennung verbessern und den Energiebedarf weiter senken, um die Drohne etwa bei Such- und Rettungsaktionen einsetzen zu können.

SES AI, ein Spinoff des MIT, gibt die physische Batterieherstellung auf und setzt stattdessen auf eine KI-Plattform zur Materialforschung. Der stockende Elektroautomarkt und die von der Trump-Regierung gestrichene E-Auto-Förderung zwangen CEO Qichao Hu zum Kurswechsel. Die Plattform soll neue Materialien für Batterien identifizieren und diese lizenzieren oder verkaufen. Laut SES AI hat die Software bereits sechs neue Elektrolytmaterialien gefunden.

Das Unternehmen hofft, sein über mehr als ein Jahrzehnt aufgebautes Batteriewissen in einen Vorteil für die KI-Plattform umzumünzen. Branchenexperten sind allerdings skeptisch, ob KI-gestützte Materialforschung allein eine ganze Branche wiederbeleben kann.

Der Softwarekonzern Oracle entlässt Berichten zufolge tausende Mitarbeiter, um hohe Investitionen in KI-Infrastruktur zu finanzieren. Im Januar kündigte Oracle Kredite über 50 Milliarden Dollar für neue Rechenzentren an. Seitdem verlor die Aktie rund ein Viertel ihres Wertes. Finanzanalysten schätzen, dass der Abbau von bis zu 30.000 Stellen etwa zehn Milliarden Dollar an freiem Kapital einbringen könnte.

Oracle nennt den betroffenen Mitarbeitern keine konkreten Gründe und verweist lediglich auf aktuelle Geschäftsanforderungen. Im Mai beschäftigte das Unternehmen noch rund 162.000 Menschen. Berichten zufolge plant auch Meta ähnliche Schritte, um seine eigenen KI-Investitionen auszugleichen.

Die Ostsee ist zunehmend Schauplatz hybrider Bedrohungen: manipulierte GPS-Signale, Drohnenspionage und beschädigte Unterseekabel. Die Täter zu identifizieren scheitert bisher oft an starren, lückenhaften Überwachungssystemen. Das Fraunhofer-Center hat deshalb „Kirmes“ entwickelt, ein mobiles KI-System aus flexibel einsetzbaren Sensoren, die schnell an verschiedenen Küstenabschnitten aufgebaut werden können.

Die KI wertet Schiffs- und Flugbewegungen sowie Funkverkehr aus, kombiniert sie zu einem Lagebild und erkennt auffällige Muster, etwa abgeschaltete Ortungssysteme oder gefälschte Positionsdaten. Das System wird derzeit auf der Kieler Förde erprobt.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO


(mali)



Source link

Künstliche Intelligenz

3D-Drucker Elegoo Centauri Carbon 2 im Test: farbig, günstig, gut


Der Vorgänger ist unser Preis-Leistungs-Sieger, das neue Modell soll alles besser machen und farbig drucken. Ganz so einfach ist es aber offensichtlich nicht.

Vor gut einem Jahr hat Elegoo uns mit dem Centauri Carbon positiv überrascht. Ein kompakter, durchdachter 3D-Drucker in einem hochwertigen Gehäuse mit hervorragenden Druckeigenschaften zu einem günstigen Preis? Kein Wunder, dass er seitdem in unserer Top 10: Der beste 3D-Drucker mit Filament auf dem Siegertreppchen steht und den Preis-Leistungs-Sieg für sich beansprucht.

Ein kleiner Wermutstropfen: Der Hersteller hat ursprünglich ein Materialwechselsystem für den Mehrfarbdruck angekündigt, aber nie auf den Markt gebracht. Käufer des ersten Modells haben als Entschädigung einen Gutschein für den Kauf des frisch vorgestellten Centauri Carbon 2 erhalten, der das Wechselsystem namens Canvas gleich mitbringt. Aber der Reihe nach.

Design

Der Centauri Carbon 2 ist eindeutig als Nachfolger des Carbon 1 zu erkennen. Gehäuse-Design und der grundlegende Aufbau kommen uns sehr bekannt vor. Allerdings ist der Carbon 2 deutlich höher, was Käufer, die das Gerät ins Regal stellen wollen, berücksichtigen müssen. Grund dafür ist die Position des Materialwechselsystems namens Canvas oben auf dem eigentlichen Drucker sowie die Führung der PTFE-Schläuche, die das Filament zum Druckkopf bringen. Ähnlich wie beim Snapmaker U1 sitzen auch beim mehrfarbigen Elegoo-Drucker die Spulen seitlich am Gehäuse, statt in einem zusätzlichen Gerät wie dem AMS bei Bambu untergebracht zu sein.

Die große Haube aus durchsichtigem Kunststoff misst 25 cm in der Höhe. Immerhin: Dank dieser Haube erreicht der Bauraum auch höhere Temperaturen, wie sie für das Drucken von ASA oder ABS nötig sind – und sie ist im Lieferumfang enthalten. Snapmaker will solch eine Haube erst gegen Ende des Jahres für ein paar hundert Euro als Zubehör für seinen U1 anbieten.

Der Drucker ist ein Core-XY-Aufbau: Das Druckbett fährt auf der z-Achse, der Druckkopf bewegt sich innerhalb des Bauraums auf der x- und auf der y-Achse. Der Bauraum misst die üblichen 25,6 × 25,6 × 25,6 cm.

Aufbau

Im Inneren des stabilen Kartons befindet sich der gut in Schaumstoff eingepackte Drucker. Beim Öffnen springen einem zunächst die gedruckten Anleitungen in die Augen, die in englischer Sprache beim Aufbau und bei den ersten Schritten helfen. Zum Herausheben des Druckers aus dem Karton bietet sich eine zweite Person zur Hilfe an, im Notfall geht es aber auch allein.

Der eigentliche Drucker ist vormontiert. Das Gehäuse ist aus Blech gefertigt, die Fronttür besteht aus echtem Glas. Eine Scheibe oben wie beim Vorgänger gibt es hier nicht mehr, stattdessen den besagten Kunststoffdeckel. Der Drucker ist gut gegen Kratzer und Beschädigungen geschützt. Nach dem Auspacken aus der Plastikfolie entfernt man diverse Klebestreifen, die die Tür geschlossen halten, die Kabel schützen und so weiter. Die Klebestreifen lassen sich grundsätzlich gut entfernen, hinterlassen vereinzelt leichte Klebespuren, die sich gut entfernen lassen. Sämtliche Anbauteile hat der Hersteller gut und sinnvoll im Inneren des Bauraums untergebracht. Diese entnimmt man zunächst nach oben. Dann kann man den Kunststoffdeckel durch die Tür nach vorn aus dem Drucker ziehen.

Weiter geht es mit dem Entfernen der Transportsicherungen. Es wird verständlich erklärt, wo die Schrauben sitzen; das nötige Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten. Danach montieren wir die ersten Anbauteile, allen voran den Filamentauswurf und das Display. Sollte man den Stecker jemals wieder entfernen wollen, muss man aufpassen, dass die Plastiknasen nicht abbrechen – also am besten das Display daran lassen.

Etwas fummeliger ist die Montage des Materialwechselsystems. Man muss für jeden Filamentrollenhalter eine Adapterplatte am Gehäuse anschrauben, auf die die Spulenhalter gesteckt werden. Dann muss man den eigentlichen Materialwechsler und alle Teile zusammensetzen.

Im Vergleich zu anderen Druckern benötigen wir hier deutlich länger bei der Montage, doch ob es nun ein oder zwei Stunden sind, ist auf die Dauer nicht relevant. Insgesamt sind die Spulenhaltesysteme nicht unser Favorit. Zum einen passen hier nicht alle Spulen, weswegen sich in unserem Vorrat inzwischen eine große Menge an gedruckten Adaptern gesammelt hat, damit auch Spulen von anderen Herstellern aufgesteckt werden können. Zum anderen berichten andere Tester von abgebrochenen Spulenhaltern – uns ist das nicht passiert, aber wir können nachvollziehen, wie schnell das passiert.

Inbetriebnahme

Nach dem Aufbau des Druckers erfolgt die Inbetriebnahme. Wie bei aktuellen 3D-Druckern üblich, läuft der Prozess komfortabel über das Menü ab. Schaltet man den Centauri Carbon 2 zum ersten Mal ein, öffnet sich ein Assistent, der durch die weiteren Schritte führt. Zunächst verbindet man den Drucker mit dem WLAN, wählt die Sprache und bestätigt, dass man die Transportsicherungen gelöst hat. Der Assistent spricht Deutsch – und das sehr ordentlich. Schritt für Schritt geht es an das automatische Leveln des Druckbetts, die Kalibrierung und den Selbsttest.

Ist das abgeschlossen, laden wir vier Filamentspulen in das Gerät. Spulen von Elegoo kann man direkt aufstecken, für Spulen von anderen Herstellern wie Sunlu oder Geeetech mussten wir uns Adapter drucken. Wer Elegoo-Spulen kauft (und aktuelle ausgeliefert bekommt), kann den NFC-Aufkleber der Spule vor dem Laden des Filaments einlesen. Dafür hat das Materialwechselsystem eine Scanner-Fläche. Spulen anderer Hersteller mit NFC-Chip – wir hatten Snapmaker und Bambu zur Auswahl – erkennt das System nicht. Man kann aber trotzdem jedes Filament verwenden, muss Kunststoffart, Hersteller und Farbe dann von Hand auswählen.

Wir installieren Handy-App und Slicer-Software. Beim Slicer handelt es sich um einen von Elegoo angepassten Orcaslicer. Eigentlich ist es der Orcaslicer, nur mit anderem Logo. Schade, uns wäre eine Integration der Elegoo-Erweiterungen in die Original-Software lieber, denn so würde es häufiger Software-Updates geben – zumindest die aktuelle Version 1.3.2.9 ist schon zwei Monate alt, während der Orcaslicer selbst kürzlich sein letztes Update erhalten hat.

Wir drucken zunächst ein im internen Speicher des Centauri abgelegtes Modell, dann testen wir intensiv und über Wochen den Mehrfarbdruck sowie diverse STL-Dateien mit unterschiedlicher Gemeinheit und unterschiedlichen Materialien.

Filament & Materialien

Schon der Blick ins Datenblatt zeigt, dass der Carbon 2 ein Alleskönner ist – zumindest, was die Auswahl der unterstützten Filamente und Kunststoffe angeht. Eine Druckdüsentemperatur von bis zu 350 Grad und eine Druckbetttemperatur von bis zu 110 Grad: Da geht quasi alles, was man an Kunststoffen auf Rollen kaufen kann. Dazu kommt das komplett geschlossene Gehäuse samt Abluftfunktion.

Im Gegensatz zum Carbon 1 muss man den Deckel beim Druck von PLA & Co. nicht offen lassen; wird es im Bauraum zu warm, führt ein Lüfter die warme Luft ab – sehr komfortabel. Dass dieser Lüfter mal sehr laut sein kann, merkt man nur gelegentlich; etwa wenn ein ABS-Druck fertig ist und der Elegoo zum Abschluss für eine Minute den Lüfter voll aufdreht.

Wir haben vor allem PLA gedruckt, testweise auch ABS und TPU. In allen Fällen hat der Centauri Carbon 2 ein gutes Bild abgeliefert. Bei ABS hatten wir Haftungsprobleme, was nicht unüblich ist. Kleber auf dem Druckbett allein hat zur Unterstützung nicht gereicht. Es handelt sich hierbei um einen sehr schnellen Drucker, dessen Bewegungen für Schwingungen sorgen: Erst mit zusätzlichem Brim (einem Rand um das zu druckende Objekt) wollte unser Benchy aus ABS bei voller Geschwindigkeit haften.

Etwas nervig: Wenn das Filament im PTFE-Schlauch zwischen dem Canvas genannten Materialwechsler und dem Druckkopf bricht, hat man eigentlich keine Chance mehr, den Druck erfolgreich zu Ende zu führen. Man kann den PTFE-Schlauch nicht einfach nach oben abziehen und es gibt keine Option in der Software des Druckers, das gerade eingelegte Filament zu extrudieren. Man muss den Filament-Hub, der die vier PTFE-Schläuche der Filamente zum Extruder des Druckers verbindet, abschrauben, um die Filament-Reste entnehmen zu können. Die Schrauben sitzen aber hinten, sodass man nicht drankommt, wenn der Druckkopf in seiner Ausgangsposition geparkt wird.

Das Druckbett ist eine Federstahlplatte mit PEI-Beschichtung, auf der einen Seite ist die Beschichtung strukturiert, auf der anderen Seite glatt. Das ist der Stand der Technik.

Druckbild & Geschwindigkeit

Die ersten Ausdrucke aus dem Speicher des Geräts gelingen auf Anhieb und sehen hervorragend aus. Auch die von uns manuell gesliceten Testmodelle überzeugen letztlich. Figuren wie die Spider-Man-Büste sehen ausgezeichnet aus, und auch die Präzision stimmt. Bei unserem Print-in-Place-Test, bei dem wir drei Schiebepuzzle mit größer werdendem Spalt zwischen den beweglichen Teilen drucken, bekommen wir mit wenig Nacharbeit selbst die feinste Version freigängig.

In der Praxis stolpern wir vereinzelt über nicht ganz perfekte Abstimmungen in der Software. Manche Farben „bluten“ in andere Farben aus, da offensichtlich nicht genug gespült wird. Wer solche Probleme entdeckt, kann sie einfach über Einstellungen in der Slicer-Software lösen – vorausgesetzt, man ist bereit, sich in die Thematik einzuarbeiten.

Insgesamt sind wir mit den Druckergebnissen sehr zufrieden. Dass beim mehrfarbigen Druck teilweise sehr viel Filament für den Spülvorgang aufgewendet wird, ist bei den Materialwechselsystemen prinzipbedingt.

Mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von bis zu 500 mm/s läuft der Centauri Carbon auf dem gleichen Niveau wie andere aktuelle Drucker mit Core-XY-Aufbau. Etwas merkwürdig fanden wir, dass die KI-Erkennung der Kamera bei Fehlern zunächst nicht eingeschritten hat. Tief in den Einstellungen fanden wir den Grund dafür: Die Spaghetti-Erkennung ist standardmäßig abgeschaltet.

Preis

Der Elegoo Centauri Carbon 2 kostet derzeit mindestens 419 Euro.

Fazit

Der Elegoo Centauri Carbon 2 überzeugt in der Praxis. Im Vergleich zu anderen Druckern wie dem Bambu P1S gefällt uns die außen liegende Montage der Filamentrollen aber nicht sonderlich, außerdem ist das Einlesen der Filament-NFC-Tags ein zusätzlicher Schritt.

Schlussendlich bekommt man hier aber ein leistungsfähiges Gerät mit guter Ausstattung zum mehr als fairen Preis. Vor allem, wenn man mit den hohen Temperaturen von Hot-End und Druckbett etwas anzufangen weiß, ist man hier gut aufgehoben – oder wenn man keinen Bambu-Lab-Drucker möchte, aber einen geschlossenen Core-XY in Standard-Größe mit Materialwechselsystem. In dieser Kategorie gehört der Elegoo zu den günstigsten Geräten – und überzeugt in der Praxis.

Absolute Anfänger, die gerne auch mal etwas farbig drucken wollen, fühlen sich bei einem Bambu-Drucker vermutlich wohler. Der ist zwar ein Stück teurer, aber dafür besser abgestimmt und damit einfacher in der Bedienung.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Neue Diskussion um Preis des Deutschlandtickets durch EVG-Chef


Entlastung für die Bürger mit Rabatten bei der Bahn? Das kann sich in der aktuellen Debatte über hohe Spritpreise zumindest der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn gut vorstellen. „Anstatt sich von den Öl-Konzernen an der Nase herumführen zu lassen, muss die Politik neben einer Übergewinnsteuer das Staatsunternehmen Deutsche Bahn nutzen“, sagte Martin Burkert der „Bild am Sonntag“. „Ein befristeter Rabatt von 30 Prozent auf das Deutschlandticket und Preissenkungen im Fernverkehr von bis zu 50 Prozent wären eine schnelle und wirksame Entlastung.“

Weiterlesen nach der Anzeige

Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro im Monat, mit einem Rabatt von 30 Prozent würden die etwa 14 Millionen Ticketinhaber also monatlich fast 20 Euro sparen. Das Deutschlandticket wird von Bund und Ländern sowie mit den Einnahmen aus dem Verkauf finanziert. Sollten sich Bund und Länder entscheiden, einen Rabatt zu gewähren, dürfte erneut eine Debatte über die Finanzierung des Tickets entstehen. Zuletzt waren weder der Bund noch die Länder bereit, mehr Geld für das Ticket bereitzustellen – dadurch ist der Preis des Tickets seit seiner Einführung im Mai 2023 schrittweise um 14 Euro gestiegen. Bund und Länder geben pro Jahr jeweils 1,5 Milliarden Euro für das Deutschlandticket.

Die Tickets im Fernverkehr der Bahn kosten je nach Buchungszeitpunkt und Verbindung sehr unterschiedlich, die genaue Ersparnis wäre bei einem Rabatt von 50 Prozent ebenfalls stark verschieden. Günstigere Tickets dürften aber die Nachfrage nach Bahnfahrten deutlich ankurbeln. Offen wäre, wie ein solcher Fernverkehrs-Rabatt finanziert werden könnte. Die Bahn selbst dürfte abwinken: Der Konzern verzeichnete 2025 einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro – rund 0,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Die Fernverkehrssparte verzeichnete zwar einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 45 Millionen Euro, blieb damit aber hinter den Erwartungen zurück. Bahnchefin Evelyn Palla stellte für den Fernverkehr ein Sanierungsprogramm in Aussicht.

Weiterlesen nach der Anzeige


(nie)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Anthropic wirft OpenClaw aus seinen Claude-Abos


Anthropic schiebt OpenClaw den Riegel vor – zumindest bei Kunden seiner Abomodelle für die KI-Modellfamilie Claude. Der Zugang für Tools von Drittanbietern ist ab jetzt gesperrt, teilt der KI-Hersteller mit.

Weiterlesen nach der Anzeige

OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger, der das Tool ursprünglich als Bastelprojekt startete und mittlerweile bei OpenAI angestellt ist, versuchte noch höchstpersönlich, die Verantwortlichen bei Anthropic umzustimmen. „Ihnen Vernunft beizubringen“, wie er es beschreibt. Doch der gemeinsame Versuch mit OpenClaw-Kollege Dave Morin blieb erfolglos.

Eine Chance, dass der OpenClaw-Spaß für Claude-Abonnenten weitergeht, gibt es aber noch: Sie können sich zu ihrem regulären Abo noch Zusatzpakete buchen, die dann auch für Drittanbieter-Tools wie OpenClaw nutzbar sind, teilt Anthropic mit. Wer Claude über die API nutzt, ist nicht betroffen und kann OpenClaw auch weiter mit diesem Claude-Zugang betreiben.

OpenClaw mit einem Claude-Abo zu nutzen, war eigentlich von Anfang an nicht vorgesehen. Bei der Konfiguration von OpenClaw gab es allerdings einen Weg, seine Tokens aus dem Claude-Abo dennoch für den KI-Assistenten zu nutzen. Dass die Abos nicht für Drittanbieter-Tools ausgelegt seien, betonte auch Claude-Code-Chef Boris Cherny nochmal und sprach von einer stark angestiegenen Claude-Nachfrage. Kapazitäten müssten mit Bedacht gesteuert werden, dabei hätten API-Kunden Priorität.

Der massive Token-Verbauch war schon im Heise-Videomagazin c’t 3003 zu beobachten. Im Januar war OpenClaw hier im ausführlichen Test – betrieben mit einer Claude-API. Nach einem Tag OpenClaw-Nutzung mit dem KI-Modell Claude Opus waren bereits 109,55 US-Dollar an KI-Tokens verbraten – sie sind die kleinste sprachliche Einheit, die KI-Modelle benötigen, um Text zu verarbeiten und die gängige Möglichkeit, monetarische Kosten für KI-Nutzung zu messen.

Zum Vergleich: Für einen Software-Entwickler in einem Team, das professionell Claude Code nutzt, fallen durchschnittlich 6 Dollar pro Tag an, rechnet Anthropic vor. Dabei ist vorausgesetzt, dass 90 Prozent der Teammitglieder mit ihren Tageskosten jeweils unter 12 Dollar bleiben.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die jetzige Änderung dürfte vor allem private Nutzer treffen, die ihren Eigenbedarf mit einem Claude-Abo decken. Wenn jetzt die Last dieser privaten OpenClaw-Enthusiasten von Anthropics Servern fällt, dürften vor allem Claude-API-Kunden, die meist im professionellen Bereich unterwegs sind, davon profitieren. In anderen Regionen scheidet der Einsatz von Tools wie OpenClaw gleich ganz aus: So sprachen chinesische Behörden zuletzt Verbote für KI-Agenten auf Bürocomputern aus, da sie Sicherheitsrisiken durch autonomen Datenzugriff fürchten.

Lesen Sie auch


(nen)



Source link

Weiterlesen

Beliebt