Apps & Mobile Entwicklung
Gemini Omni und Gemini Flash 3.5: Googles neue Spitzenmodelle für Agenten und das Weltverständnis

Nachdem Anthropic und OpenAI zuletzt vorgelegt haben, hat Google auf der Entwicklerkonferenz I/O 2026 ebenfalls neue Spitzenmodelle präsentiert. Gemini 3.5 Flash ist das neue Alltagsmodell, das vor allem Agenten antreiben soll. Gemini Omni ist das neue Video-Modell, das Fähigkeiten von Veo und Nano Banana vereint.
Gemini 3.5 Flash: Effizienz und Geschwindigkeit im Fokus
Gemini 3.5 Flash ist der Auftakt für die nächste Generation, die besonders für agentische Aufgaben optimiert ist und besonders effizient laufen soll. In den von Google veröffentlichten Benchmarks kann sich Gemini 3.5 Flash deutlich von den Vorgängern wie Gemini 3.1 Pro absetzen. Es bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie Anthropics Claude Opus 4.7 und OpenAIs GPT-5.5.
Was Google im Vergleich zu den anderen Modellen in den Vordergrund rückt, ist die Geschwindigkeit und die Effizienz. So ist 3.5 Flash nicht mehr ganz so schnell wie 3.1 Flash, produziert aber noch wesentlich mehr Token pro Sekunde als andere Top-Modelle.
Grundlage für Googles neue Agenten-Armada
Damit ist es laut Google besonders für agentische Aufgaben geeignet, die lange Zeitspannen in Anspruch nehmen. Davon soll auch Googles Coding-Assistent Antigravity profitieren. Bislang spielt dieser im Vergleich zu Claude Code und Codex nur eine untergeordnete Rolle.
Agenten werden bei Google künftig ohnehin eine größere Rolle spielen. In der Suche können Nutzer künftig Subagents aktivieren, um bestimmte Suchanfragen dauerhaft laufen zu lassen. Mit Spark stellte man zudem die Beta-Version eines neuen persönlichen Agenten vor, der autonom im Hintergrund Alltagsaufgaben erledigen soll.
Verfügbarkeit von Gemini 3.5 Flash
Verfügbar ist Gemini 3.5 Flash ab heute über die Gemini-App und den KI-Modus in der Suche. Über Googles Coding-Assistenten Antigravity und die Google Cloud ist es ebenfalls abrufbar.
Gemini Omini als multimodales Weltmodell
Mit Gemini Omni hat Google zudem ein neues Multimodal-Modell vorgestellt, das verschiedene Input-Arten verarbeiten kann, um Inhalte zu generieren. So ist es etwa möglich, bei der Prompt-Eingabe Bilder, Texte, Videos und Audio-Passagen zu kombinieren. Zunächst es auf die Video-Ausgabe beschränkt.
Laut Google-DeepMind-Chef Demis Hassabis ist vor allem das Weltwissen der nennenswerte Fortschritt bei Omni. Es kombiniert die Fähigkeiten von dem Gemini-Modell mit Veo und Nano Banana. Damit soll es in der Lage sein, etwa physikalische Zusammenhänge und Aspekte wie Gravitation, kinetische Energie und Strömungsverhalten deutlich besser zu imitieren. So können Nutzer am Ende deutlich realistischere Inhalte erstellen.
Gemini Omni ist ebenfalls als erstes in einer Flash-Version verfügbar. Ab heute können es Nutzer mit den Abo-Paketen Google AI Plus, Pro und Ultra weltweit nutzen. Das geht sowohl über die Gemini-App als auch über Google Flow.
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„Rechenbasierte Nutzung“: Google berechnet Limits bei Gemini künftig neu

Bereits Ende April kamen Gerüchte auf, dass Google die Nutzungslimits für Gemini überarbeiten und dabei auch ein Punktesystem einführen könnte. Nun hat das Unternehmen Änderungen angekündigt, deren Grundlage künftig auf den tatsächlichen Verbrauch und nicht mehr auf eine generelle Anzahl von Anfragen basieren wird.
Keine feste Zahl von Anfragen als Grundlage
Laut einem Support-Dokument will Google künftig auf eine „rechenbasierte Nutzung“ setzen und sich damit von der bisherigen festen Anzahl an Anfragen pro Tag verabschieden. In die neue Berechnung sollen unter anderem die Komplexität einer Anfrage, die verwendeten Funktionen oder Anwendungen sowie die Länge der jeweiligen Konversation einfließen. Gleichzeitig weist Google in diesem darauf hin, dass Nutzer mit kostenpflichtigem Abonnement höhere Limits erhalten sollen als Anwender des kostenlosen Tarifs.
Bislang orientierten sich die Nutzungslimits ausschließlich an der Anzahl der täglichen Anfragen, unabhängig davon, wie aufwendig diese tatsächlich waren. Laut Google soll die Berechnung des jeweiligen Verbrauchs künftig alle fünf Stunden erfolgen, die eigentliche Begrenzung werde jedoch über ein wöchentliches Limit geregelt. Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, dass bestimmte Funktionen wie die Bild-, Video- oder Musikerstellung, Deep Research sowie Erweitertes Denken und Deep Think das jeweilige Limit deutlich schneller ausschöpfen können.
Google nennt nur Verhältnisse, keine genauen Zahlen
Konkrete Angaben, an denen sich Nutzer orientieren oder ihren Verbrauch nachvollziehen könnten, nennt Google in seiner Veröffentlichung allerdings nicht. Stattdessen erklärt das Unternehmen lediglich, dass Nutzer eines AI-Plus-Abonnements ein doppelt so hohes Nutzungslimit wie Anwender ohne kostenpflichtigen Tarif erhalten sollen. Beim Pro-Abonnement falle das Limit bereits viermal höher als im Standardtarif aus, der Ultra-Tarif wiederum soll ein bis zu 20-fach höheres Limit ermöglichen. Der Grund, dass Google bisher auf konkrete Zahlen verzichtet, könnte darin zu finden sein, dass sich Anpassungen auf diese Weise leichter vornehmen lassen, da dafür lediglich die Ausrichtung des kostenlosen Tarifs geändert werden müsste.
KI-Anbieter spüren immer höheren Kostendruck
Google ist allerdings nicht der erste Anbieter, der sich von einer Begrenzung über die reine Anzahl von Anfragen verabschiedet. Bereits Ende April hatte GitHub angekündigt, die Abrechnung seines KI-Tools Copilot ab dem 1. Juni dieses Jahres von einem klassischen Abo-Modell auf ein ebenfalls nutzungsbasiertes System umzustellen. Auch dort sollen die Kosten künftig stärker an die tatsächliche Nutzung angepasst werden.
Die immer weiter steigende Akzeptanz künstlicher Intelligenz entwickelt sich für viele Unternehmen zunehmend zum Problem. Einerseits lassen sich dadurch mehr Nutzer erreichen und zusätzliche Einnahmen generieren, andererseits wird gleichzeitig immer deutlicher sichtbar, wie stark defizitär viele Anbieter derzeit arbeiten, um neue Abonnenten zu gewinnen. Neben begrenzten Rechenkapazitäten spielen dabei auch die in zahlreichen Regionen deutlich gestiegenen Energiekosten eine wichtige Rolle.
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Mehr KI für die Google-Suche: Suchagenten der Nutzer laufen dauerhaft im Hintergrund
Google läutet für die Suchmaschine die nächste Generation des KI-Zeitalters ein. Im Mittelpunkt für alle Nutzer: Das Suchfeld wird dynamisch, indem es etwa die Größe automatisch anpasst, damit Nutzer direkt ausführliche Fragen für den KI-Modus stellen können. Und es kommen Suchagenten.
Die neue intelligente Suchbox wird ab heute überall verfügbar sein, wo es bereits den KI-Modus gibt. Laut Google handelt es sich um das größte Update seit 25 Jahren. Mehr Platz für Anfragen ist ein Aspekt. Zusätzlich gibt es nun KI-generierte Vorschläge, die wesentlich präziser als die bisherige Autovervollständigung sein sollen, um Nutzer bei den Anfragen zu helfen.
Zusätzlich ist es möglich, mehrere multimodale Anfragen zu stellen. So lassen sich Texte, Bilder, Daten, Videos und Chrome-Tabs als Eingabe nutzen. Bei den Suchergebnissen setzt Google ebenfalls an. Wenn der AI Overview eine Antwort generiert, lassen sich ab jetzt Folgefragen stellen. Damit gelangt man direkt in den KI-Modus.
Grundlage für die neuen Optionen ist das aktuelle Spitzenmodell Gemini Flash 3.5, das Google ebenfalls auf der I/O 2026 vorgestellt hat.
Suchagenten laufen dauerhaft im Hintergrund
Bereits bei Android hat Google das Agenten-Zeitalter eingeläutet. Dasselbe gilt nun auch für die Suchmaschine. Mit den Suchagenten ist es möglich, mehrere KI-Agenten für bestimmte Aufgaben zu erstellen.
Spezielle Agenten gibt es etwa für Informationen. Diese durchsuchen das Web mit Quellen wie Blogs, News-Seiten sowie Social Media und verwenden Echtzeitdaten aus Bereichen wie Finanzen, Shopping und Sport. Passiert etwas Relevantes, erhält der Nutzer eine Benachrichtigung. Ein Beispiel für solche Agenten-Anfragen ist etwa die Suche nach einem bestimmten Produkt, dessen Veröffentlichung bevorsteht. Diese Informationsagenten sollen ab dem Sommer für Abonnenten der Stufe AI Pro (21,99 Euro monatlich) und AI Ultra (99,99 Euro monatlich) verfügbar sein.
Eine weitere Klasse sind die Booking-Agents. Diese sind für Aufgaben wie Reisebuchungen gedacht. Werden die passenden Kriterien wie Ziel, Zeitraum und Preisklasse eingegeben, sucht der Agent nach passenden Angeboten und liefert diese direkt mit einem Buchungslink. Diese sind ab Sommer für alle Nutzer verfügbar, zunächst aber nur in den USA.
Bei bestimmten Aufgaben wie Handwerksdienstleistungen ist der Agent in der Lage, autonom im Namen des Nutzers den jeweiligen Betrieb zu kontaktieren. Diese als „Agentic Calling“ bezeichneten KI-Assistenten sollen ab Sommer ebenfalls für Nutzer in den USA kostenlos verfügbar sein.
Insbesondere das Shopping hat Google mit den neuen Agenten im Auge. Dafür präsentierte der Konzern mit Universal Cart eine Art intelligenter Warenkorb, der in die Google-Suche integriert wird. Der Start soll ebenfalls im Sommer zunächst in den USA erfolgen.
Persönlichere Google-KI-Suche durch Gmail- und Kalender-Anbindung
Mehr Personalisierung plant man zudem beim KI-Modus. Der lässt sich künftig eher an die persönlichen Anforderungen ausrichten, indem dieser sich mit Google-Apps wie Gmail und dem Kalender verbinden lässt. Die Funktion soll ebenfalls ab sofort weltweit verfügbar sein.
Ebenfalls Teil der Suche werden soll Antigravity. Der Agent hat das Ziel, je nach Anfrage eine personalisierte Ergebnisseite zu generieren. Losgehen soll es damit ebenfalls im Sommer.
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Test of Time: Civilization VII ist mit riesigem Update generalüberholt
Das bisher größte Update für Civilization VII krempelt das Spiel in allen Belangen um, wobei Firaxis insbesondere entlang der Kritik und Rückmeldungen der Spielerschaft entwickelt habe. Test of Time ist damit 15 Jahre nach dem Release des Spiels beinahe eine Art „Re-Release“. Parallel gibt es Rabatte für das Grundspiel und DLCs.
Eine Zivilisation für eine Partie Civilization VII
Im Mittelpunkt des größten Updates seit Erscheinen des Globalstrategiespiels im Februar 2025 stehen grundlegende Änderungen an der Struktur einer Partie. Nur noch optional ist ab sofort das umstrittene Zeitalter-System, das seit Release zu den größten Streitpunkten gehörte. Bislang wechselten Spieler beim Übergang der drei bisherigen Zeitalter zwingend ihre gesamte Zivilisation, was bei einigen auch viele Updates später nicht auf Anklang stieß.
Mit Test of Time kehrt jetzt die Möglichkeit zurück, von Beginn an und bis zum Ende einer Runde Civilization mit einem Reich zu spielen – mit all den Anpassungen, die nötig waren, um den grundlegend anderen Spielablauf einerseits prinzipiell zu ermöglichen und andererseits möglichst spaßig in die bestehenden Strukturen einzubetten, die wiederum vielerorts aufgebrochen wurden. Im Video stellt Firaxis das große Update vor.
Diese und weitere Änderungen haben die Entwickler in den vergangenen Monaten bereits in geschlossenen Tests mit der Community erprobt. Damit einher gehen umfassend überarbeitete Siegbedingungen in den verschiedenen Zeitaltern, die weniger geradlinig ausfallen und Spielern mehr Freiraum in der Planung und Verwaltung ihrer Zivilisation lassen sollen. Civilization VII soll ab sofort unterschiedliche Spielweisen zulassen und weniger das Gefühl vermitteln, Spieler entlang fest definierter Aufgabenketten durch eine Partie zu lenken. Dazu passt, dass über den finalen Sieg am Ende des dritten Zeitalters nicht mehr nur eben jenes entscheiden soll.
Kaum ein Stein bleibt auf dem anderen
Auch abseits des Zeitalter-Systems setzt Firaxis umfangreiche Gameplay-Anpassungen um. Mehrere neue Mechaniken und Optionen wurden laut Entwickler bereits mit engagierten Spielern evaluiert und werden mit dem Update integriert. Es gibt neue Karten, Politiksysteme, jede Menge Balancing-Anpassungen und mit Alexander dem Großen einen neuen Anführer.
Ebenso wurde die Benutzeroberfläche in vielen Bereichen neu aufgelegt. Ziel sei es ausdrücklich, auf das Feedback der vergangenen Monate zu reagieren und zentrale Kritikpunkte nicht nur kosmetisch, sondern strukturell anzugehen. Details liefern die seitenlangen Patchnotes.
Firaxis versucht den zweiten Release
Die Tragweite des Updates geht insofern weit über einen gewöhnlichen Inhalts-Patch hinaus und soll Civilization VII rund 15 Monate nach Release endlich auf einen grünen Zweig bringen. Das Rundenstrategiespiel war Anfang 2025 zwar mit grundsätzlich positiven Kritikerwertungen gestartet, konnte große Teile der Community langfristig jedoch nicht überzeugen. Viele Spieler empfanden den Titel als unfertig oder zu stark reglementiert.
Die Folgen zeigten sich auch bei den Spielerzahlen: Auf Steam wurden Civilization VI und teils sogar Sid Meier’s Civilization V weiterhin von mehr Spielern gespielt als der neue Serienteil. Firaxis reagierte im vergangenen Jahr bereits mit zahlreichen Updates, Balance-Anpassungen, kostenlosen Inhalten und Rabatten. Das „Test of Time“-Update konsolidiert diese Bemühungen jetzt als abschließende Kurskorrektur zentraler Design-Entscheidungen. Passend dazu äußerte sich auch Take-Two-CEO Strauss Zelnick zuletzt ungewöhnlich offen über den Zustand des Spiels: Der Publisher habe mit Civilization VII in Teilen „daneben gelegen“, erklärte Zelnick im Gespräch mit VGC.
Die letzte Chance für Civilization VII?
Entsprechend aufmerksam verfolgt die Community den Umbruch. Firaxis‘ Absichten und auch die konkreten Pläne wurden zwar vielfach positiv aufgenommen, Skepsis bleibt allerdings spürbar. Viele Spieler sehen das Update als mögliche zweite beziehungsweise letzte Chance für Civilization VII und sprechen zynisch vom tatsächlichen 1.0-Release, womit dem Zustand des Spiels über die vergangenen 15 Monate Qualität auf Early-Access-Niveau bescheinigt wird. Andere argumentieren, viele der Änderungen hätten bereits zum ursprünglichen Release Realität sein müssen; jetzt sei es zu spät. Spannend ist nun, ob Test of Time diesen Ansprüchen auch gerecht werden kann.
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Ja – und ich hatte auch schon Spaß mit dem Spiel.
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Ja, aber ich war nicht sonderlich angetan.
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Nein, aber vielleicht hole ich das mit dem Test-of-Time-Update bald mal nach.
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Nein, mittlerweile interessiert es mich auch nicht mehr.
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Nein, ich hatte von Anfang an kein Interesse an Civ VII.
Pünktlich zum Release des Updates und noch bis zum 2. Juni 2026 wird Civilization VII auf Steam mit 40 Prozent Rabatt angeboten und kostet damit rund 42 Euro. Auch alle bisherigen DLC-Pakete sind im Preis reduziert, in der Regel um gleich 50 Prozent.
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