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Juno Tab 4 WiFi: Neues Linux-Tablet mit Intel Core Ultra 5 und 13“-Touchscreen


Juno Tab 4 WiFi: Neues Linux-Tablet mit Intel Core Ultra 5 und 13“-Touchscreen

Bild: Juno Computers (hochskaliert)

Das Juno Tab 4 WiFi ist ein neues Linux-Tablet mit einem 13-Zoll großen IPS-Touchscreen, einem Intel Core Ultra 5 und 16 GB LPDDR5-Arbeitsspeicher. Inklusive eines Type-Cover mit ANSI-Layout liegt der Preis bei umgerechnet 1.100 Euro.

Juno Computers ist für Linux-basierte Laptops, Mini-PCs und Tablets bekannt. Jetzt hat das britisch-amerikanische Unternehmen mit dem Juno Tab 4 WiFi ein neues Tablet präsentiert, das wahlweise mit vorinstalliertem Debian, Ubuntu oder Kubuntu vorbestellt werden kann. Im Gegensatz zum Juno Tab 4 LTE bietet das Juno Tab 4 WiFi ein größeres Display und dank eines Core-Ultra-5-Prozessors mit Intel-Arc-Grafikeinheit auch mehr Leistung.

Die technischen Daten des Juno Tab 4 WiFi

Das Juno Tab 4 WiFi besitzt einen 13 Zoll großen IPS-Touchscreen, der eine Auflösung von 1.600 x 2.560 Pixeln (2K) bei einer Bildwiederholrate von 60 Hz hat. Der Intel Core Ultra 5-115U besitzt 8 Kerne, die sich in 2 Performance-Kerne, 4 Effizienz-Kerne und 2 Low-Power-E-Cores untergliedern. Als Grafikeinheit kommt eine Intel-Arc-Grafikeinheit der Xe-LPG-Reihe zum Einsatz, die 3 Xe-Kerne besitzt und einen dynamischen Grafiktakt von bis zu 1,8 GHz bietet.

Der fest verlötete 16 GB große LPDDR5-Arbeitsspeicher taktet mit 6.400 MHz, während die verbaute M.2-NVMe-SSD mit einer Kapazität von 1 TB laut Juno Computers eine Lesegeschwindigkeit von 3.500 MB/s sowie eine Schreibgeschwindigkeit von 2.500 MB/s erreicht. Zwei nicht näher bezeichnete „Silent“-Lüfter sorgen für die Kühlung in dem silbernen Tablet-Gehäuse, das 31,06 x 19,56 x 0,99 cm misst. Das Tablet wiegt 0,85 kg, während es zusammen mit dem Type-Cover 1,23 kg wiegt. Hierbei ist das Type-Cover aktuell nur mit US-amerikanischem ANSI-Layout erhältlich.

Für die drahtlose Konnektivität sorgt ein Realtek-RTL8852BE-Adapter, der unter anderem WLAN 6 und Bluetooth 5.2 unterstützt. Darüber hinaus verfügt das Juno Tab 4 WiFi über zwei eingebaute Stereo-Lautsprecher, ein internes Mikrofon sowie eine Webcam mit 5 Megapixeln. Im Hinblick auf die Anschlussmöglichkeiten stehen ein USB-A-3.0-Port sowie zwei USB-C-3.1-Ports zur Verfügung. Zudem ist ein 42,71 Wh großer Akku verbaut, der bei durchschnittlicher Nutzung eine Akkulaufzeit von bis zu 5,5 Stunden erreichen soll.

Das Juno Tab 4 WiFi.
Das Juno Tab 4 WiFi. (Bild: Juno Computers)

Linux standardmäßig vorinstalliert

Es stehen mehrere Linux-Distributionen zur Wahl, die auf dem Juno Tab 4 WiFi vorinstalliert sein können: Debian mit Phosh-, GNOME- oder Plasma-Mobile-Oberfläche, alternativ Kubuntu 26.04 LTS mit KDE Plasma oder Ubuntu 26.04 LTS mit dem GNOME-Desktop. Der Preis liegt bei 949 britischen Pfund. Allerdings soll der Versand erst 90 bis 100 Tage nach Ende des aktuellen Vorbestellerzeitraums erfolgen.



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Huawei MatePad Pro Max im Test


Das Huawei MatePad Pro Max ist mit 4,7 mm das dünnste 13-Zoll-Tablet auf dem Markt. Es schlägt das Apple iPad Pro, Samsung Galaxy Tab und Honor MagicPad. Und auch bei der Leistung legt das Tablet im Test trotzdem deutlich zu, insbesondere bei der GPU.

Das diesjährige 13-Zoll-Tablet-Flaggschiff von Huawei heißt nicht MatePad Pro 13.2″, sondern MatePad Pro Max. Es beerbt das MatePad Pro 13.2 (Test) aus dem letzten Jahr, ist mit 4,7 mm und 509 Gramm aber besonders dünn und leicht für ein Tablet dieser Größe. Zusammen mit dem bei Huawei inzwischen obligatorischen matten PaperMatte-Display, Stift und Tastatur-Cover kann das Tablet nicht nur als Notebook-Ersatz dienen, sondern auch zum Zeichnen und für andere kreative Ideen genutzt werden. Nachdem Huawei die Leistung mit dem letzten MatePad Pro 13.2 schon um 70 Prozent steigern konnte, legt das MatePad Pro Max ebenso noch einmal deutlich zu, wie die Benchmarks im Test belegen werden.

Der Lieferumfang des MatePad Pro Max für den Test
Der Lieferumfang des MatePad Pro Max für den Test

Speicher, Preis und Verfügbarkeit

Das MatePad Pro Max ist ab sofort in Grau und Blau verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung für das im Test genutzte Modell mit 12 GB RAM, 512 GB internem Speicher, PaperMatte-Display und Glide Keyboard beträgt 1.299 Euro. Das ist deutlich weniger als nach der Vorstellung des MatePad Pro Max zu erwarten war, da Huawei hier noch einen EU-Preis von 1.649 Euro für diese Variante aufrief. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Huawei MatePad Pro Max in Grau ohne Glide Keyboard liegt bei 1.099 Euro.

Beim Kauf des MatePad Pro Max zum Launch erhalten Käufer im Huawei Online Store oder im Huawei Flagshipstore in Berlin bis zum 31. Juli 2026 eine Verlängerung der Garantie um 12 Monate, sowie die Huawei FreeBuds Pro 4 und den M-Pencil Pro gratis dazu. Des Weiteren, gibt es einen Rabattcode über 100 Euro.

Ein Modell mit 256 GB Speicher wird es in Deutschland nicht geben. Hierzulande wird nur das Modell mit 512 GB internem Speicher verkauft.

Mit Glide Keyboard zum Notebook-Ersatz
Mit Glide Keyboard zum Notebook-Ersatz
Das MatePad Pro Max mit Tastatur, Maus und Stift
Das MatePad Pro Max mit Tastatur, Maus und Stift

Full-Body-Alu-Gehäuse ist nur 4,7 mm dick

Das Huawei MatePad Pro Max ist 4,7 mm dünn, während es das MatePad Pro 13.2 aus dem letzten Jahr noch auf 5,5 mm bringt. Eine prozentual betrachtet große Veränderung, die man bei ohnehin schon geringen Maßen erst einmal einsparen muss, ohne dem Tablet Funktionen oder Akku zu rauben. Denn das MatePad Pro Max ist nicht nur dünner als der Vorgänger, sondern insbesondere auch als das Apple iPad Pro, das es auf 5,1 mm bringt, das Samsung Galaxy Tab S11 Ultra, das ebenfalls 5,1 mm misst, und das Honor MagicPad 4, das erst kürzlich die Krone mit 4,8 mm übernommen hatte. Das Huawei MatePad Pro Max ist demnach derzeit das weltweit dünnste Tablet auf dem Markt.

Das MatePad Pro Max ist 4,7 mm dünn
Das MatePad Pro Max ist 4,7 mm dünn
4,7 mm und 530 Gramm, das MatePad Pro Max
4,7 mm und 530 Gramm, das MatePad Pro Max
4,7 mm und 530 Gramm, das MatePad Pro Max
4,7 mm und 530 Gramm, das MatePad Pro Max

Die dünnsten Tablets im Vergleich:
  • Huawei MatePad Pro Max: 4,7 mm
  • Honor MagicPad 4: 4,8 mm
  • Apple iPad Pro: 5,1 mm
  • Samsung Galaxy Tab S11 Ultra: 5,1 mm
  • Samsung Galaxy Tab S11: 5,1 mm
  • Apple iPad Air: 6,1 mm
4,7 mm – Huawei setzt die neue Bestmarke bei 13-Zoll-Tablets

Das Design mit einer Dicke von unter 5 mm soll die „Cloud Falcon Architecture“ ermöglichen, mit der Huawei interne Komponenten des Tablets so verteilt, dass Gewicht und Steifigkeit optimal über den Rahmen verteilt werden. Dies soll zudem dazu führen, dass trotz der geringen Dicke eine hohe Steifigkeit erhalten bleibt. Fragil wirkt das MatePad Pro im Test nicht und lässt sich mit normalem Kraftaufwand auch nicht mutwillig verbiegen.

Im schmaleren Rand steckt jetzt auch die Kamera

Auch der Rand um das Display ist beim MatePad Pro Max dünner geworden und misst nun nur noch 3,55 mm. Bemerkenswert dabei ist, dass trotz der dünneren Ränder die 12-Megapixel-Frontkamera in diesen Rand eingearbeitet ist. Auf eine Notch oder ein Loch im Display verzichtet Huawei beim neuen Tablet im Gegensatz zum MatePad Pro 13.2 aus dem letzten Jahr, so dass das Display nahezu die gesamte Vorderseite füllt. Dass es überhaupt eine Frontkamera hat, sieht man erst auf den zweiten Blick.

Die winzige Kamera an der Vorderseite löst niedriger auf, sitzt dafür aber im Rahmen
Die winzige Kamera an der Vorderseite löst niedriger auf, sitzt dafür aber im Rahmen

Nano-Coating sorgt für Farbeffekte

Der Rand des Gehäuses ist in Hochglanz-Silber gehalten und – Huawei-typisch – rund, womit auch das neue MatePad Pro Max nicht auf eine klare Kante setzt, wie die meisten Tablets und Smartphones aktuell. Ob hier wie bei ersten Smartphones von Huawei eine Trendwende kommt und auch Tablets künftig kantiger werden, bleibt abzuwarten. Auch wenn das runde Design etwas altmodisch wirkt, sorgt es dafür, dass das Tablet sehr angenehm in der Hand liegt. Mit einem Gewicht ab 509 Gramm ist das MatePad Pro Max zwar verhältnismäßig leicht, aber trotzdem kein Gerät, das man einen ganzen Spielfilm lang in der Hand halten möchte. Das Testmodell mit PaperMatte-Display und großem Speicher bringt 533 Gramm auf die Waage. Im Vergleich zum MatePad Pro 13.2, das 580 Gramm wiegt, ist die Verbesserung aber auch hier enorm.

Das Coating auf der Rückseite des MatePad Pro Max sorgt je nach Lichteinfall für einen Farbeffekt

Im Test kam das blaue Modell zum Einsatz, dessen Rückseite einen leichten Schimmer je nach Lichteinfall erzeugt. Das Modell in Space Grey ist hingegen eloxiert. Laut Huawei kommt beim MatePad Pro Max zum ersten Mal bei einem Metallgehäuse ein mehrschichtiges Nano-Coating auf der Rückseite zum Einsatz, das den Lichteffekt erzeugt.

Großes, mattes OLED mit 3K-Auflösung

Mehr Auflösung im 3:2-Format

Das MatePad Pro Max bietet mit 13,2 Zoll erneut ein großes Display, das erneut auf ein flexibles OLED-Panel setzt. Erst dieses ermöglicht die geringe Dicke des Tablets. Die Auflösung des Displays beträgt 3.000 × 2.000 Pixel, was etwas über der Auflösung des Vorgängers mit 2.880 × 1.920 Pixeln liegt. Die Bildwiederholfrequenz liegt erneut bei bis zu 144 Hz wie beim MatePad Pro 13.2 aus dem letzten Jahr. Dabei kann der Nutzer in den Einstellungen erneut wählen, ob die Bildwiederholfrequenz immer auf 144 Hz festgelegt sein, dynamisch dem Inhalt angepasst werden oder fest 60 Hz betragen soll.

Auch im Freien lässt sich das matte Display hervorragend nutzen
Auch im Freien lässt sich das matte Display hervorragend nutzen

Das im praktischen 3:2-Format gehaltene Display mit mehr Bildfläche in der Höhe als bei 16:9 unterstützt auch HDR und ist ab Werk auf eine Farbechtheit von Delta-E < 1 abgestimmt. In den Einstellungen kann neben sRGB wieder der P3-Farbraum ausgewählt werden, um die Farbgenauigkeit zu erhöhen.

Matte Oberfläche erneut verbessert

Bei Huawei Standard, bei der Konkurrenz die Ausnahme und ein teures Extra: das matte Display. Reflexionen werden vom PaperMatte-Display des Huawei-Tablets erneut hervorragend verhindert und Lichtquellen breit gestreut, so dass sie auf dem Display nicht zu störenden Spiegelungen führen. Mit dem PaperMatte-Display positioniert Huawei die eigenen Tablets nicht nur als kostengünstige Alternative zu Apples iPad Pro mit Nanotexturglas, sondern bietet vor allem auch ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche, da die matten Displays inzwischen nicht nur bei teuren Tablets, sondern auch im Einstiegsbereich zu finden sind – zu dem das MatePad Pro Max allerdings nicht gehört.

Huawei MatePad Pro Max
Huawei MatePad Pro Max

Auch wenn das MatePad Pro Max kein günstiges Tablet ist, ist es weiterhin deutlich günstiger als das Apple iPad Pro mit Nanotexturglas. Da Apple die Beschichtung nur beim iPad Pro ab 1 TB anbietet, liegt der Einstiegspreis bei Apple hierfür derzeit bei 2.309 Euro (UVP).

Interessant ist aber, dass Huawei beim MatePad Pro Max die Oberflächenbeschichtung erneut verbessert hat. Durch die Streuung des Lichts sehen matte Displays immer etwas milchig aus. Beim MatePad Pro Max hat Huawei diesen Effekt aber erneut reduzieren können, was für ein sichtbar klareres Bild sorgt als noch bei älteren PaperMatte-Displays. Das zeigt auch, dass die Entwicklung des matten Displays trotz seines bereits hervorragenden Effekts nicht stehengeblieben ist und Huawei hier weiterhin Optimierungen vornimmt. Die Bedienung über die matte Oberfläche fällt sowohl mit dem Finger als auch dem Stift erneut sehr angenehm und leicht.

Zeichnung in GoPaint auf dem Huawei MatePad Pro Max
Zeichnung in GoPaint auf dem Huawei MatePad Pro Max

Das OLED leuchtet heller

Huawei wirbt mit einer im Vergleich zum MatePad Pro 13.2 aus 2025 deutlich höheren Spitzenhelligkeit. Statt 1.000 cd/m² soll das neue Tablet bis zu 1.600 cd/m² erreichen.

Im Test lassen sich in SDR bis zu 989 cd/m² erzielen, wenn ein vollflächig weißes Bild mit automatischer Helligkeitsanpassung – die im Test übrigens tadellos reagiert – dargestellt wird. Das MatePad Pro 13.2 (2025) erreicht hier 800 cd/m². Auch bei der HDR-Darstellung ist das neue MatePad Pro Max messbar heller. Bis zu 1.456 cd/m² lassen sich im Test erzielen. Die beworbenen 1.600 cd/m² bei kleinerer Fläche und kurzzeitiger Wiedergabe sind somit realistisch. Bei vollflächig weißer Darstellung lassen sich mit HDR wie in SDR noch 990 cd/m² erreichen.

Die Farbtemperatur von 6.635 Kelvin fällt erneut sehr gut und nicht zu kühl und blaustichig aus und ist nah am Zielwert von 6.500 Kelvin. Dank OLED-Display ist der Schwarzwert mit 0,0 cd/m² ebenso wie der Kontrast perfekt – auf dem Display leuchtet nichts, was nicht auch leuchten soll. Die minimale Helligkeit bei der Darstellung von Weiß ist mit 1,85 cd/m² wie bei den letzten Tablets sehr gut.

Das OLED-Display des MatePad Pro Max lässt sich somit wie folgt zusammenfassen: Groß, hell, kontrastreich, farbenfroh und hochauflösend. Bei der Darstellungsqualität lässt das Tablet also keine Wünsche offen, hier beweist Huawei erneut, dass man in diesem Bereich spielend führende Technik liefern und diese sogar immer weiter verbessern kann.

MatePad Pro Max mit Glide Keyboard
MatePad Pro Max mit Glide Keyboard

CPU und GPU: Kirin T93 Pro und Maleoon 935

Im MatePad Pro Max steckt ein Kirin T93 Pro mit Maleoon 935 als GPU. Im letztjährigen MatePad Pro 13.2 steckt hingegen ein Kirin T92 mit 8 Kernen und Maleoon 920. Huawei selbst schreibt dem neuen Chip eine um 20 Prozent verbesserte Leistung zu.

Der Kirin T93 Pro entspricht weitgehend dem Kirin 9030 Pro, nur ohne Baseband, den Huawei unter anderem schon im Foldable Mate X7 (Test) einsetzt.

9 Kerne mit 14 Threads

Der Kirin T93 Pro setzt auf insgesamt 9 Kerne mit 14 Threads, ein Kern und zwei Threads mehr als beim Kirin T92, der im MatePad Pro 13.2 von 2025 genutzt wird. Unverändert sind die Kerne in drei Clustern angeordnet, nun aber in 1+4+4 statt 1+3+4. Das erste Cluster, die E-Cores, besteht aus vier Kernen und vier Threads. Sie takten mit bis zu 1,72 GHz. Das mittlere Cluster bietet bei 4 Kernen 8 Threads bei einem Takt bis 2,27 GHz. Der schnellste Kern, zugleich das dritte Cluster, bietet bis zu 2,75 GHz und zwei Threads. Diese Taktfrequenzen entsprechen exakt den Taktraten, die Huawei dem Chip auch im Mate X7 zuweist.

Die Leistung der CPU und GPU ist im Alltag völlig ausreichend, aber kein High-End
Die Leistung der CPU und GPU ist im Alltag völlig ausreichend, aber kein High-End

Benchmarks des Kirin T93 Pro

Im 3DMark fällt der Leistungszuwachs des MatePad Pro Max gegenüber dem MatePad Pro 13.2 je nach Testszene sehr unterschiedlich aus und liegt zwischen mageren 7 und bemerkenswerten 74 Prozent. Die höchsten Gewinne kann das neue Tablet dabei in den Tests für sich verbuchen, in denen die Ergebnisse eher niedrig ausfallen. Und mit Solar Bay wird zudem der Raytracing-Benchmark unterstützt, den der Vorgänger gar nicht beherrscht.

Von einem Apple iPad Pro 13 mit M5-Prozessor ist die Leistung des MatePad Pro Max in Benchmarks jedoch meilenweit entfernt. Apple setzt im Flaggschiff auch auf das Flaggschiff-SoC aus eigenem Hause, was enorme Leistung bringt – die man im Tablet aber unter Umständen gar nicht benötigt, weshalb auch ein günstigeres iPad oder Tablet allgemein je nach Anwendungsfall die bessere Wahl sein kann.

Beim MatePad Pro Max ist zudem erfreulich, dass die höhere Leistung, die erzielt wird, erneut auch im Dauereinsatz konstant bleibt. Beim iPad Pro reduziert sich diese je nach Test auf 60 bis 70 Prozent der Maximalleistung.

Der Geekbench zeigt, dass auch die CPU-Leistung zugelegt hat. Im Single-Core-Test liegt das neue SoC mit 9 statt 8 Kernen und 14 statt 12 Threads um 8 Prozent, im Multi-Core-Test um 11 Prozent vorn.

Im GPU-Benchmark von Geekbench kann die Maleoon 935 dabei erneut um über 60 Prozent zulegen.

Während die Browser-Benchmarks JetStream und Speedometer um 20 bis 30 Prozent zulegen, verzeichnet der PCMark Work einen überraschenden Leistungseinbruch. Hier liegt das neue MatePad Pro Max 11 Prozent hinter dem MatePad Pro 13.2 2025. Das Ergebnis ist reproduzierbar.

Spezifikationen des MatePad Pro Max im Vergleich

Akkulaufzeit des MatePad Pro Max

Großer Akku lädt auch andere Geräte

Der Akku, der eine Kapazität von 9.760 mAh bietet, kann mit bis zu 66 Watt über USB-C geladen werden. Das vollständige Aufladen dauert im Test knapp 70 Minuten. Über Reverse Charging können per Kabel verbundene Geräte vom Tablet mit 40 Watt geladen werden. 66 Watt sorgen zwar immer noch für ein schnelles Laden, sind weniger als beim letzten MatePad Pro 13.2, bei dem der Akku mit 100 Watt geladen werden konnte.

Der Akku fällt aufgrund der geringeren Dicke und des leichteren Gewichts mit den genannten 9.760 mAh zudem etwas kleiner aus als im MatePad Pro 13.2 2025. Denn in diesem beträgt seine Kapazität 10.100 mAh. Formal soll das neue Tablet mit 13,6 Stunden bei der lokalen Videowiedergabe trotzdem etwas länger durchhalten als der Vorgänger, für den 13,0 Stunden genannt werden.

Über USB-C wird mit bis zu 66 Watt geladen und 40 entladen
Über USB-C wird mit bis zu 66 Watt geladen und 40 entladen

Längere Laufzeit mit kleinerem Akku

ComputerBase testet die Akkulaufzeit wie immer in zwei Szenarien, bei der YouTube-Wiedergabe über WLAN und im Akkutest des PCMark, wobei das Display immer auf 200 cd/m² kalibriert ist. Ein Reduzieren der Auflösung ist deaktiviert, die Bildwiederholfrequenz beträgt 144 Hz.

Mit mehr als 15 Stunden bei der YouTube-Wiedergabe und knapp 8,5 Stunden im PCMark kann das MatePad Pro Max tatsächlich eine längere Akkulaufzeit vorweisen als das MatePad Pro 13.2 (2025), das auf 12,5 und 6,5 Stunden kommt, obwohl es einen etwas größeren Akku besitzt als das neue Tablet. Die Befürchtung, dass das schnellere SoC mit mehr Leistung abermals für eine kürzere Akkulaufzeit sorgt, bewahrheitet sich somit nicht. Hier geht die Entwicklung also wieder in die richtige Richtung.

50-Megapixel-Hauptkamera, Selfies ohne Notch

Änderungen gibt es auch am Kamerasystem – sowohl an der Rück- als auch der Vorderseite. Das runde Kameramodul an der Rückseite des MatePad Pro Max erinnert in seiner Form an das Huawei Mate 80 Pro und beherbergt eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln. Das Kameramodul ragt aus dem Tablet heraus, ohne Cover kippelt das Tablet deshalb auf dem Tisch liegend, mit liegt es flach auf diesem auf. Eine zweite Kamera an der Rückseite wie beim MatePad Pro 13.2 2025 verbaut Huawei jedoch nicht. Das 50-MP-Modell mit Blende f/1.8 ist identisch mit dem Hauptsensor des letztjährigen Tablets. Ein einzelner LED-Blitz kann für etwas Licht in dunklen Umgebungen sorgen. Bei Videoaufnahmen unterstützt die Hauptkamera Aufnahmen mit 4K-Auflösung und 60 FPS – 30 FPS mehr als beim Vorgänger. Die mit der Kamera gemachten Bilder sind gut, insbesondere bei guten Lichtverhältnissen bieten sie kräftige, natürliche Farben und eine gute Schärfe.

Die neue Hauptkamera an der Rückseite
Die neue Hauptkamera an der Rückseite

Die 12-Megapixel-Frontkamera ist in den dünnen Rand um das Display eingearbeitet. Auf eine Notch oder ein Loch im Display verzichtet Huawei wie bereits erwähnt. Aber deshalb scheinen Abstriche nötig, denn der Vorgänger, bei dem die Kamera in einer Notch sitzt, bietet eine ToF-Kamera mit 16 Megapixeln. Verbesserungen gibt es dafür bei der Videoleistung. Statt 1080p/30 ist auch über die Frontkamera nun 4K/60 möglich. Die Frontkamera hat vor allem bei normalen und schwachen Lichtverhältnissen Probleme mit Rauschen, was auffällt, wenn das Tablet versucht, die dunkle Umgebung aufzuhellen. Auch bei Videokonferenzen sollte deshalb für ausreichend Licht gesorgt werden.

Die winzige Kamera an der Vorderseite löst niedriger auf, sitzt dafür aber im Rahmen
Die winzige Kamera an der Vorderseite löst niedriger auf, sitzt dafür aber im Rahmen

Fingerabdrucksensor und hervorragende Verarbeitung

Am Rahmen des Tablets finden sich die für Tablets üblichen Tasten. Die Ein-/Aus-Taste beherbergt einen Fingerabdrucksensor, über den sich das Tablet alternativ zur PIN oder der Gesichtserkennung entsperren lässt. Über eine Lautstärkewippe lässt sich der Ton anpassen. Die Tasten sind wie üblich an der rechten oberen Ecke im Hochkantmodus platziert.

Power-Taste mit Fingerabdrucksensor
Power-Taste mit Fingerabdrucksensor

Die Tasten sind ebenso perfekt ins Gehäuse eingearbeitet wie die Lautsprecheraussparungen an der Ober- und Unterseite ins Gehäuse gefräst wurden. An der Verarbeitung des gesamten Tablets gibt es erneut nichts zu kritisieren, sie ist in jeder Hinsicht hervorragend.

An der Seite sitzt die Wippe für die Lautstärke
An der Seite sitzt die Wippe für die Lautstärke

In Sachen WLAN, GPS und NearLink unterscheidet sich das MatePad Pro Max nicht vom Vorgänger und bietet Wi-Fi 6 (802.11 ax) mit Dualband (2,4 und 5 GHz) sowie A-GPS, GLONASS, BeiDou und Galileo zur Positionsbestimmung. Möchte man das Tablet allerdings unterwegs zur Navigation nutzen, benötigt man dafür einen Hotspot, denn eine Mobilfunkanbindung besitzt das Tablet selbst nicht. Bluetooth erfährt jedoch mit Version 6.0 eine Aktualisierung. Für kabellose Kopfhörer unterstützt das Tablet neben SBC und AAC weiterhin auch LDAC und L2HC.

Für die Kommunikation zum M-Pencil Pro und dem Glide Keyboard nutzt Huawei das eigene NearLink-Funkprotokoll. Werden die Geräte magnetisch mit dem Tablet verbunden, werden sie automatisch erkannt und zur Verbindung angeboten. Sie werden auch direkt über das Tablet aufgeladen und besitzen keinen eigenen Ladeanschluss.

Einen Steckplatz für Speicherkarten zur Speichererweiterung bietet das Tablet nicht, was bei der Wahl der Speicherkonfiguration je nach geplanter Nutzung berücksichtigt werden muss.

Die Hauptkamera des MatePad Pro Max
Die Hauptkamera des MatePad Pro Max

6 Lautsprecher und 4 Mikrofone

Für den Klang sind auch im neuen dünnen und leichteren Tablet erneut sechs Lautsprecher verbaut. Für die Audioerfassung beispielsweise für Videotelefonie sind vier Mikrofone untergebracht. Klanglich bieten sowohl die Lautsprecher als auch die Mikrofone eine für ein dünnes Tablet überzeugende Leistung. Videos lassen sich so auch ohne den Rückgriff auf Kopfhörer problemlos über das Tablet gucken.

M-Pencil Pro, Maus und Glide Keyboard

Für den kreativen und produktiven Einsatz bietet Huawei für das MatePad Pro Max den M-Pencil Pro, eine Maus und das Glide Keyboard an.

Der M-Pencil Pro zum Schreiben und Zeichnen auf dem Tablet bietet Funktionen wie das Zusammendrücken des Stifts zum Aufrufen von Kontextmenüs, damit auf wichtige Funktionen schneller zugegriffen werden kann. Zudem verfügt er am Ende über eine physische Taste, die gedrückt werden kann. Das Drehen des Stiftes während des Zeichnens hat zudem Einfluss auf die auf dem Tablet registrierte Form der Spitze, wie bei einem normalen Stift. Neben dem reinen Schreiben und Zeichnen bietet er somit auch erweiterte Funktionen wie das Kopieren von Texten und Bildern auf dem Tablet.

Zeichnungen in der Huawei GoPaint-App
Zeichnungen in der Huawei GoPaint-App
Zeichnungen in der Huawei GoPaint-App
Zeichnungen in der Huawei GoPaint-App
Auch mit Keyboard kann man das Tablet zum Zeichnen flach hinlegen
Auch mit Keyboard kann man das Tablet zum Zeichnen flach hinlegen

Da auf den M-Pencil (Pro) in den letzten Tests bereits mehrfach ausführlich eingegangen wurde, wird an dieser Stelle auf die entsprechenden Abschnitte zum M-Pencil Pro im Test des MatePad 12X 2025 sowie zum Zeichnen und Schreiben, etwa mit GoPaint, in den Test des MatePad Pro 12.2 und des MatePad 11.5″S verwiesen.

Nutzt man das MatePad Pro Max in Verbindung mit dem optionalen Glide Keyboard, kann der M-Pencil Pro in diesem verstaut und auch gleichzeitig aufgeladen werden.

Mit dem Glide Keyboard mit Touchpad geht Huawei einen anderen Weg als beim MatePad Pro 13.2, für das ein Smart Keyboard angeboten wird, das sich in zwei Teile – Ständer und Tastatur – teilen lässt. Das Glide Keyboard für das MatePad Pro Max ist hingegen schon vom MatePad Pro 12.2 (Test) bekannt und besteht aus einem Stück. Wie erwähnt lässt sich in diesem auch der M-Pencil verstauen und laden, so dass er nicht an der Kante des Tablets andocken muss, wo er leichter verloren gehen kann.

Der M-Pencil Pro wird im Cover geladen und transportiert
Der M-Pencil Pro wird im Cover geladen und transportiert
Aussparung im Glide Keyboard für den M-Pencil
Aussparung im Glide Keyboard für den M-Pencil
Der M-Pencil Pro wird im Cover geladen und transportiert
Der M-Pencil Pro wird im Cover geladen und transportiert

Das Glide Keyboard bietet zwei Winkel, in denen das Tablet aufgestellt werden kann. Hierfür hält es an den beiden Positionen magnetisch auf der Basis. Möchte man den M-Pencil Pro nutzen, um auf dem Tablet zu zeichnen oder schreiben, während es mit dem Glide Keyboard verbunden ist, kann man das Tablet auch über die Tastatur legen, wobei das Touchpad frei bleibt. Dieses lässt sich sperren, um ungewollte Eingaben zu verhindern. Der Vorteil bei dieser flachen Position, bei der man das Tablet nicht vom Keyboard löst, besteht auch darin, dass das Tablet dann auf dem Tisch nicht kippelt, während man zeichnet oder schreibt.

Auch mit Keyboard kann man das Tablet zum Zeichnen flach hinlegen
Auch mit Keyboard kann man das Tablet zum Zeichnen flach hinlegen

An den Mechanismus des Glide Keyboard mit doppeltem Knick im hinteren Bereich muss man sich wie schon beim MatePad Pro 12.2 beim Auf- und Zuklappen aber erst gewöhnen. Am einfachsten öffnet und schließt man die Kombination wie ein Notebook, das auf dem Tisch liegt, denn dann rastet die Magnetverbindung des Displays mit der Basis beim Öffnen passend ein und auch beim Schließen ist die zweifache Knickstelle kein Problem.

Das Touchpad im Glide Keyboard stellt einen Mauszeiger bereit und die linke und rechte Maustaste sind als echter Tastendruck umgesetzt, bei dem sich das Touchpad leicht herunterdrückt. Alternativ bietet Huawei auch eine passende Funkmaus an, die sich mit ihrer kleinen Größe und ihrem leichten Gewicht gut für unterwegs eignet, wenn man schnellere Bewegungen mit höherer Präzision als über das Touchpad benötigt.

Das MatePad Pro Max mit Tastatur, Maus und Stift
Das MatePad Pro Max mit Tastatur, Maus und Stift

„Notebook“ mit weniger als 1 kg

Das Glide Keyboard für das MatePad Pro Max wiegt 439 Gramm. Zusammen mit den gemessenen 533 Gramm des Tablets und dem M-Pencil Pro kommt die Kombination auf 989 Gramm – weniger als die meisten 13-Zoll-Notebooks. Als mobiler Notebook-Ersatz kann sich das Gewicht somit durchaus sehen lassen und auch die Größe des Displays und der Tastatur machen es dafür bestens geeignet.

Das 13 Zoll große MatePad Pro Max kommt auf 533 Gramm
Das 13 Zoll große MatePad Pro Max kommt auf 533 Gramm
Tablet + Tastatur + Stift = 989 Gramm
Tablet + Tastatur + Stift = 989 Gramm

Das Glide Keyboard verbindet sich über Pogo-Pins am Cover mit der Rückseite des Pro Max, stellt also eine physische Verbindung mit dem Tablet her und besitzt einen eigenen Akku, der so geladen wird. Dennoch wird eine kabellose Verbindung über NearLink für die Übertragung hergestellt. Löst man das Cover und Tablet voneinander, wird auch die NearLink-Verbindung automatisch getrennt, so dass man wieder eine Bildschirmtastatur auf dem Tablet zur Verfügung hat, selbst wenn das Keyboard noch in Reichweite wäre – ein Punkt, der früher anders gehandhabt wurde und den ComputerBase zuvor in Tests bemängelt hatte.

Aufgestellt mit Glide Cover lässt sich der Winkel anpassen
Aufgestellt mit Glide Cover lässt sich der Winkel anpassen
Aufgestellt mit Glide Cover lässt sich der Winkel anpassen
Aufgestellt mit Glide Cover lässt sich der Winkel anpassen
Die Hülle umschließt auch die Rückseite mit der Kamera
Die Hülle umschließt auch die Rückseite mit der Kamera

Erneut positiv fallen die hervorragende Verarbeitung und die angenehme Haptik des Glide Keyboards auf. Wer das MatePad Pro Max unterwegs auch produktiv als Notebook-Ersatz nutzen möchte, für den ist das Glide Keyboard somit erneut eine sehr gute Wahl und eine echte Bereicherung, auch da es ein Touchpad und eine Full-Size-Tastatur bietet, auf der sich schnell tippen lässt. Einziger, kleiner Kritikpunkt: Das Glide Keyboard bietet keine Hintergrundbeleuchtung der Tasten.

Android-basiertes HarmonyOS

Als Betriebssystem kommt HarmonyOS 4.3 auf Basis von Android zum Einsatz, das jedoch wie bei allen Geräten von Huawei zuletzt auf einen vorinstallierten Google Play Store verzichten muss. Über microG und den Aurora Store lassen sich aber innerhalb weniger Minuten alle Google-Apps auf dem MatePad installieren. Eine Anleitung von ComputerBase erklärt die hierfür notwendigen Schritte.

Huawei MatePad Pro Max
Huawei MatePad Pro Max

Befolgt man die Anleitung, lassen sich innerhalb von 2 Minuten auch auf dem MatePad Pro Max Google-Apps und Google-Dienste wie YouTube, Gmail, Chrome, Google Fotos, Google Kalender, Google Home und Google Maps problemlos nutzen, wenn man dies denn möchte. Mit dem Aurora Store erhält man erneut quasi den Google Play Store und Links auf Apps und Spiele, die in den Google Play Store führen, werden über den Aurora Store geöffnet. Die Downloads der Apps erfolgen weiterhin direkt aus dem Google Play Store, sodass das Risiko, sich Malware einzufangen, nicht größer ist als bei Googles eigenem Store – die Versionen und Dateien, die man über den Aurora Store bezieht, sind exakt identisch.

In einer zusätzlichen Anleitung erläutert ComputerBase auch, wie man auf dem MatePad Netflix mit Widevine-Level L1, Disney+, Spotify, Prime Video, Discord, Banking-Apps und Co. richtig nutzen kann.

Mit HarmonyOS Next, das auf Android vollständig verzichtet und in China bereits der Standard auf neuen Huawei-Geräten ist, hat HarmonyOS 4.3 nichts zu tun.

Mit dem Stift erhält man erweiterte Bedienfunktionen
Mit dem Stift erhält man erweiterte Bedienfunktionen
Auch auf dem MatePad Pro Max: der SuperHub
Auch auf dem MatePad Pro Max: der SuperHub

Huawei erweitert Android mit HarmonyOS 4.3 aber auch um ein paar Funktionen, die beispielsweise das Zusammenspiel mehrerer Huawei-Geräte mit demselben Huawei-Account verbessern. So lassen sich Dateien schnell zwischen Huawei-Geräten über den SuperHub austauschen, in den man Texte, Bilder, Dateien und Videos ziehen kann, um sie auf einem anderen Gerät zu nutzen. Zudem lassen sich mit Live Multitasking drei Fenster bzw. Apps frei schwebend und nebeneinander anordnen und in ihrer Größe anpassen, um Multitasking auf dem Tablet insbesondere beim Einsatz der Maus und Tastatur zu nutzen.

Fazit

Das MatePad Pro Max ist Huaweis neues Flaggschiff-Tablet, das gleich in mehreren Bereichen teils deutliche Verbesserungen gegenüber dem MatePad Pro 13.2 (2025) vorweisen kann.

Huawei MatePad Pro Max
Huawei MatePad Pro Max

An erster Stelle ist dabei die geringe Dicke von nur 4,7 mm und das geringe Gewicht von nur 509 Gramm zu nennen. Huawei hat in beiden Bereichen innerhalb eines Jahres enorme Verbesserungen erzielt, ohne dass dafür andere Bereiche starke Einschränkungen hinnehmen mussten. Verarbeitung und Haptik sind erneut hervorragend. Das runde Design des Gehäuses ist dem einen oder anderen inzwischen vielleicht zu altmodisch, sorgt jedoch für ein angenehmes Handling.

MatePad Pro Max mit Glide Keyboard
MatePad Pro Max mit Glide Keyboard
Auch an der Oberseite kann der M-Pencil magnetisch andocken und laden
Auch an der Oberseite kann der M-Pencil magnetisch andocken und laden
Rückseite mit Glide Keyboard Cover
Rückseite mit Glide Keyboard Cover

An zweiter Stelle rangiert dann das deutlich verbesserte flexible OLED-Display. Das Panel im 3:2-Format löst nicht nur höher auf und bietet weiterhin hervorragende Farben und Kontraste, sondern verfügt insbesondere über eine signifikant höhere Spitzenhelligkeit bei einer darüber hinaus gesteigerten Klarheit der Darstellung über die matte Oberfläche, mit der Huawei erneut auf ganzer Linie überzeugt. Wer ein großes Tablet zum Zeichnen sucht, wird hier mit dem MatePad Pro Max hervorragend bedient.

Runder Rahmen mit Lautstärketaste
Runder Rahmen mit Lautstärketaste
Power-Taste im runden Gehäuserahmen
Power-Taste im runden Gehäuserahmen

Diese zwei gewichtigen Punkte werden von zwei weiteren Verbesserungen eingerahmt: einerseits durch die höhere Leistung des Kirin T93 Pro, vor allem in Bezug auf die GPU, und andererseits durch die längere Akkulaufzeit, die im Vergleich zum MatePad Pro 13.2 (2025) beachtlich zugelegt hat, obwohl der Akku sogar etwas kleiner ausfällt. Bei der Leistung des Prozessors und der Grafikeinheit muss zwar die Steigerung im Vergleich zum Vorgänger und die Konstanz auch unter Dauerlast gelobt werden, gleichzeitig muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass andere High-End-Tablets mit einem Preis, wie ihn Huawei für das MatePad Pro Max aufruft, eine weit höhere Spitzenleistung bieten. Ob man diese im Alltag überhaupt benötigt und abruft, steht dann zwar wieder auf einem anderen Blatt, aber sie stünde zumindest zur Verfügung. Langsam fühlt sich das MatePad Pro Max im Alltag aber dennoch zu keiner Zeit an. Die Bedienung sowie Animationen sind flüssig und alle Apps und Funktionen reagieren schnell.

Tastatur des Glide Keyboards (hier US-Layout)
Tastatur des Glide Keyboards (hier US-Layout)

Mit M-Pencil Pro und Tastatur lässt sich das MatePad Pro Max erneut auch zum Schreiben, Zeichnen oder als Notebook-Ersatz nutzen. Auch in dieser Disziplin überzeugt das große Tablet und kann insbesondere bei webbasierten Anwendungen einigen 13-Zoll-Notebooks beim Gewicht Konkurrenz machen.

Zeichnungen in der Huawei GoPaint-App
Zeichnungen in der Huawei GoPaint-App

Zu beachten ist, dass auch das MatePad Pro Max wegen der weiterhin geltenden US-Sanktionen gegen Huawei ohne Google-Apps ausgeliefert wird. Google-Apps lassen sich dennoch mit wenigen Handgriffen problemlos auf dem Tablet installieren und nutzen. Und einige Leser sehen es inzwischen sogar als Vorteil, dass gerade keine Google-Dienste vorinstalliert sind, wie die Kommentare unter vergangenen Tests zeigen.

Dennoch hat Huawei hier weiterhin das Problem, dass die allgemeine Wahrnehmung eine andere, negative ist. Hinzu kommt, dass Huawei nicht auf die schnellste Hardware mit US-Technologie zurückgreifen kann, wenn es um Prozessor und Grafik geht. Wer mindestens 1.100 Euro für ein Tablet ausgibt, möchte in den meisten Fällen weder Einschränkungen bei der Spitzenleistung noch beim Ökosystem hinnehmen. Trotz der zweifellos gebotenen Qualität des MatePad Pro Max, mit der sich Huawei vor keiner Konkurrenz verstecken muss, wirkt das Tablet deshalb zu teuer. Huawei muss auch über den Preis in den Markt kommen. Gemessen an der Ausstattung und den technischen Daten funktioniert das im direkten Vergleich der Preise auch, aber ein iPad Air 13″ (mit weniger Speicher) ist im freien Handel dann doch schon für unter 1.000 Euro zu haben. Ein Apple iPad Pro mit M5-Prozessor und 13-Zoll-Display, wenn auch ohne matte Beschichtung, kostet dann mit 1.450 Euro hingegen schon deutlich mehr als die 1.100 Euro des MatePad Max Pro. Dennoch erscheint der Preis, trotz des eigentlich für Huawei positiven Vergleichs mit der Konkurrenz, absolut betrachtet zu hoch – dies gilt allerdings ebenso für ein iPad Pro.

  • sehr dünn und leicht
  • hervorragendes OLED-Display
  • reflexionsarme PaperMatte-Beschichtung
  • gute Akkulaufzeit
  • 144 Hz Bildwiederholrate
  • praktisches 3:2 Seitenverhältnis
  • 512 GB Speicher
  • hervorragende Verarbeitung
  • guter Fingerabdrucksensor
  • gute Stereo-Lautsprecher
  • Full-Size-Keyboard mit Touchpad
  • M-Pencil Pro
  • Mittelklasse-SoC zum High-End-Preis
  • ab Werk keine Google-Apps
  • unnötige Bloatware

ComputerBase hat das MatePad Pro Max mit M-Pencil Pro und Glide Keyboard sowie Maus leihweise von Huawei zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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Apps & Mobile Entwicklung

1,4-Nanometer-Prozess: Samsung plant Nutzung von High-NA-EUV für 2029


1,4-Nanometer-Prozess: Samsung plant Nutzung von High-NA-EUV für 2029

Bild: ASML

Der bereits mehrfach verschobene 1,4-nm-Prozess von Samsung könnte 2029 unter Nutzung von High-NA-EUV starten, schreiben koreanische Medien. Nachdem Samsung die Ausbeute bei 3 nm und 2 nm stabilisiert hat, soll nun der Zukunftsfahrplan wieder stärker in den Fokus rücken. High-NA könnte ein Vorteil sein – aber nicht pauschal.

Bereits im vergangenen Jahr wurde klar, dass Samsung erst einmal die Probleme in den aktuellen Fertigungsprozessen lösen muss, um überhaupt vorangehen zu können. Das Unternehmen schrieb sich zwar bereits 2022 auf die Fahne, als erstes 3 nm mit Gate all Around (GAA) zu fertigen, doch die Ausbeute war extrem schlecht und quasi kein Produkt nutzte es, sodass es de facto erst im letzten Jahr wirklich losging. Durch die ganzen Probleme bei SF3 war Samsung aber besser aufgestellt für SF2, dem 2-nm-Prozess, von dem diverse Ausbaustufen ab diesem Jahr folgen werden.

Roadmap vom Samsung Foundry Forum 2024
Roadmap vom Samsung Foundry Forum 2024 (Bild: Samsung)

Die nächste große Neuheit heißt aber SF1.4. Ursprünglich mal für 2027 geplant und so auf Roadmaps vertreten, sind diese natürlich längst nicht mehr realistisch. Es heißt bereits seit letztem Sommer und auch heute, dass das Jahr 2029 angepeilt wird. Dies wiederum passt auch zur großen Konkurrenz im Markt. Bei TSMC wird A14 im ähnlichem Zeitraum starten, bei Intel 14A ist gemäß Foundry-Roadmap bereits Ende 2027/Anfang 2028 geplant. Bis diese dann aber in echten Produkten sichtbar werden, dürfte noch ein knappes Jahr vergehen.

Intel-Foundry-Roadmap (Stand April 2025)
Intel-Foundry-Roadmap (Stand April 2025) (Bild: Intel)

Was Intel und Samsung nun aber gemeinsam haben sollen, ist die angebliche Nutzung von High-NA-EUV. Bei Intel gab es diesbezüglich zuletzt aber bereits einige Zweifel, es könnte im ersten 14A-Prozess eventuell doch noch ohne ablaufen, erst in der zweiten Runde zum Einsatz kommen. Das wiederum würde dann ein Parallelflug zu Samsung bedeuten.

Samsung plant dabei wie Intel, einige kritische Layer mit High-NA-EUV zu belichten, bevor die regulären EUV- und DUV-Systeme übernehmen. Bei kritischen Layern verspricht High-NA-EUV das meiste Potenzial, Dinge direkt in einem Durchgang zu erledigen, statt viele Schritte mit einem Low-NA-EUV-System. Die ersten Systeme kämpfen wie üblich mit Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit – das war bei EUV zum Start aber noch viel ausgeprägter. Diese soll sich bis 2029 deutlich verbessern. Nach bisherigem Stand dürfte Samsung aktuell drei High-NA-Systeme besitzen und damit die Fertigung testen. TSMC wird nach bisherigem Stand High-NA-EUV nicht vor 2030/2031 nutzen.

ASMLs aktuelle Roadmap
ASMLs aktuelle Roadmap (Bild: ASML)



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Apps & Mobile Entwicklung

Shelly KI-Assistenten: Das Smart Home macht jetzt Vorschläge


Shelly KI-Assistenten: Das Smart Home macht jetzt Vorschläge

Bild: Shelly

Shelly erweitert seine Smart-Control-App um zwei KI-Assistenten. SoFi und MitRa sollen Smart-Home-Geräte nicht nur per Chat steuerbar machen, sondern auch Automationen, Energieauswertungen und Hilfestellungen stärker miteinander verbinden und sogar vorschlagen.

Zwei KI-Assistenten in der Testphase

Die Grundidee ist schnell erklärt: Statt Automationen manuell zusammenzuklicken oder Gerätestatus einzeln zu prüfen, sollen Nutzer künftig in natürlicher Sprache mit ihrem Smart Home interagieren können.

SoFi ist dabei vor allem für die direkte Bedienung vorgesehen. Der Assistent soll Geräte per Textbefehl steuern, den aktuellen Status anzeigen, Systeme verwalten und einfache Automatisierungen auf Basis der Eingaben erstellen. Wer also wissen möchte, ob bestimmte Verbraucher noch aktiv sind oder eine einfache Szene anlegen will, soll dies über den Chat erledigen können.

MitRa ist stärker auf komplexere Automationen und Auswertungen ausgelegt. Der zweite Assistent soll Smart-Home-Szenarien erzeugen und verwalten, den Stromverbrauch sowie die Systemleistung überwachen und auch weniger eindeutige Spracheingaben interpretieren können. Laut Shelly unterstützt MitRa zudem 20 Sprachen.

Shelly KI-Assistent
Shelly KI-Assistent (Bild: Shelly)

Vom Schalter zur Beratung

Interessant ist an der Ankündigung weniger der reine KI-Chat als vielmehr die Richtung, in die Shelly die eigene App weiterentwickeln will. Aus einer Steuerzentrale für Relais, Sensoren, Steckdosen und Co. soll schrittweise ein beratendes System werden. Die Assistenten sollen auf Basis von Gerätenutzung, Nutzerverhalten und Umgebungsdaten Vorschläge machen, etwa für Automatisierungen, Energiesparmaßnahmen, Gerätekonfigurationen oder Fehlerbehebungen.

Damit verschiebt sich der Schwerpunkt im Smart Home ein Stück weit: Nicht mehr nur der Nutzer baut eine Regel, sondern das System schlägt mögliche Regeln vor. Gerade bei größeren Installationen kann das hilfreich sein, weil Automationen schnell unübersichtlich werden.

Premiumkunden bekommen mehr Funktionen

Die KI-Assistenten sollen grundsätzlich allen Nutzern der Shelly Smart-Control-App zur Verfügung stehen. Für zahlende Premiumkunden nennt Shelly jedoch zusätzliche Funktionen. Dazu gehören unter anderem:

  • Bis zu fünfmal mehr tägliche KI-Interaktionen
  • Detaillierte Ereignisprotokolle mit erweiterten Einblicken
  • Automatische Erinnerungen, zum Beispiel bei vergessenen Lichtern
  • KI-gestützte Fehlererkennung mit bis zu zehn Analysemodellen
  • Erweiterte Individualisierung durch zusätzliche Widgets
  • Monatliche Energieberichte per App und E-Mail

Shelly betont außerdem einen vorsichtigen Umgang mit den KI-Funktionen. Empfehlungen der Assistenten sollen vom Nutzer geprüft und aktiv bestätigt werden (Opt-in-Prinzip). Persönliche Daten sollen nach Unternehmensangaben nicht gespeichert oder verwertet werden. Die Verarbeitung soll mit anonymisierten Informationen erfolgen und DSGVO-konform gestaltet sein. Zudem arbeitet Shelly bereits an einem dritten KI-Assistenten, zu dem später weitere Informationen folgen sollen.



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