Apps & Mobile Entwicklung
Asus GeForce RTX 5090 Matrix im Test
ComputerBase hatte die Möglichkeit, die limitierte Asus GeForce RTX 5090 Matrix in einem BTF-System zu testen. Im Fokus standen Testreihen mit 600 im Vergleich zu den exklusiv möglichen 800 Watt. Der Umgang mit dem „kabellosen“ BTF-System inklusive GC-HPWR-Stromanschluss für Grafikkarten war dabei aber nicht minder interessant.
Asus ROG Matrix Platinum GeForce RTX 5090: superlativ
600 Watt, das ist das bis dato von Nvidia in Stein gemeißelte Maximum einer GeForce RTX 5090 gewesen. Kein Modell durfte sich offiziell mehr genehmigen, kein Modell zu diesem Zweck zweimal 12V-2×6 verbauen. Doch jetzt hat Nvidia eine Ausnahme gemach: Zum Jubiläum „30 Jahre Grafikkarten von Asus“ durfte Asus von 600 auf 800 Watt gehen und hat diese Möglichkeit für eine ganz besondere Grafikkarte genutzt. Ihr kompletter offizieller Name: Asus ROG Matrix Platinum GeForce RTX™ 5090 – ASUS Graphics Cards 30th Anniversary Edition. Im weiteren Verlauf dieses Tests wird eine kürzere Bezeichnung gewählt.
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix im Detail
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix bietet dabei nicht „nur“ exklusiv bis zu 800 Watt TDP, was den Übertaktungsspielraum um 10 Prozent erhöhen und die schnellste RTX 5090 möglich machen soll, sondern setzt auch an anderer Stelle auf Superlative.
Um die 800 Watt bereitstellen zu können, setzt die Grafikkarte (wie die entsprechende RTX 5090 Astral BTF) neben einmal 12V-2×6 per auf den GC-HPWR-Stromstecker und kann im Gegensatz zur Astral auch beide parallel nutzen.
Auch die massive RGB-Beleuchtung des extravaganten 4-Lüfter-Designs und ein neuer, für die horizontale Ausrichtung zuständiger Sensor (quasi eine digitale Wasserwaage) setzen die Matrix von anderen Modellen ab. Zu guter Letzt ist das Modell limitiert auf 1.000 Stück (wenn auch leider nicht durchgezählt) und kostet satte 3.999 Euro.
Ein normaler Grafikkarten-Test würde an dieser Stelle wenig Sinn ergeben, stattdessen will sich die Redaktion auf die Besonderheiten des Limited-Edition-Modells beschränken, mit dem Asus 30 Jahre Grafikkarten feiert. Entsprechend stehen der 800-Watt-Betrieb, das BTF-Format mit dem GC-HPWR-Stromstecker und was es dafür an Hardware benötigt im Fokus – denn schließlich gibt es nicht viele Komponenten, mit denen das Matrix-Modell bei voller Leistung betrieben werden kann.
Was also liefert die Asus GeForce RTX 5090 Matrix mehr als andere Custom-Designs von Nvidias Flaggschiff? ComputerBase geht dieser Frage im Vergleich mit der Asus GeForce RTX 5090 Astral OC sowie der GeForce RTX 5090 Founders Edition nach.
Ein Blick auf die Asus GeForce RTX 5090 Matrix
Eines hat die Asus Matrix mit den meisten anderen Custom-Designs gemeinsam: Die Grafikkarte ist sehr groß, aber nicht (mehr) ungewöhnlich groß. 37 cm in der Länge, 18 cm in der Breite und eine Tiefe von 3,9 Slots sind nichts Ungewöhnliches mehr – einzig die Breite sticht aufgrund der ungewöhnlichen Form hervor. Beim Gewicht geht die Matrix dagegen klar in Führung und bringt 3,2 kg auf die Waage.
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix ist nicht nur schwer, sondern aucht hervorragend verarbeitet und fühlt sich durchweg sehr hochwertig an. In diesem Punkt ist Nvidias Founders Edition der Asus Astral noch überlegen, die Matrix schließt aber auf. Die Optik ist derweil ungewöhnlich, das Design erinnert stark an ältere Matrix-Modelle. In Verbindung mit der RGB-Beleuchtung kann das im richtigen Gehäuse aber absolut etwas hermachen. Kann, muss nicht.
Der Kühler ist ähnlich, aber doch anders als bei der Astral
Die Matrix basiert auf dem Astral-Modell, hat aber einige Verbesserungen erhalten: So ist der Kühlkörper gegenüber der Astral in den Abmessungen geringfügig angewachsen und hat die Form geringfügig angepasst. Allen voran hat Asus aber die vier Axial-Lüfter gegen völlig andere Modelle ausgewechselt. Zum Glück, denn der hintere Astral-Lüfter ist für seine störende Geräuschcharakteristik verschrien.
Die Lüfter sind mit einem Durchmesser von 10 cm gleichgroß geblieben, auch die Positionen (drei auf der Vorder-, einer auf der Rückseite) sind identisch. Das Lüfterdesign ist dagegen gänzlich anders. Die Lüfter auf der Vorderseite haben deutlich mehr und enger platzierte Lüfterblätter. Das Pendant auf der Rückseite hat dagegen weniger Lüfterblätter mit einem größeren Abstand. Komplett unaufmerksam ist der hintere Lüfter allerdings auch auf der ROG Matrix Platinum nicht.
Zwei BIOS-Versionen
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix hat zwei verschiedene BIOS-Versionen, die sich aber nur bezüglich der Lüftersteuerung unterscheiden: Die werksseitige Performance-Option und das alternative „Quiet“. Der Schalter ist allerdings so ungünstig platziert, dass es mit bloßen Händen gar nicht möglich ist, ihn umzulegen. Dafür benötigt es eine kleine Hilfe wie zum Beispiel einen Schraubendreher. Darüber hinaus gibt es die vollen 800 Watt nur im Performance-BIOS, Quiet ist auf 600 Watt beschränkt – egal wie die Grafikkarte angeschlossen wurde.
Der durchschnittliche Boost-Takt ist mit 2.730 MHz angegeben, 150 MHz mehr als bei der Astral und 323 MHz mehr als bei der Founders Edition. Der 32 GB große GDDR7-Speicher arbeitet dagegen mit den gewohnten 14.000 MHz. Die maximale Leistungsaufnahme liegt bei 600 Watt, wenn nur der 12V-2×6-Stecker an der Vorderseite bestückt ist. Wird dagegen zugleich der GC-HPWR-Stromstecker auf BTF-Mainboards benutzt, können 800 Watt aufgenommen werden.
Power Detector+ für die 12V-2×6-Anschlüsse
Die Asus Astral hat das Feature eingeführt, die Matrix hat dieses ebenso: Die Rede ist von „Power Detector+“, einer Hardware-Softwarefunktion, die die einzelnen Pins des 12V-2×6-Stromanschlusses überwacht. Und zwar diejenigen an der Grafikkarte selbst und auch die vom zweiten Anschluss am BTF-Mainboard.
Für die Überwachung muss die Asus-eigene GPU-Tweak-III-Software (Download) installiert und auf den Reiter „Thermal Map“ geschaltet werden. Dort lassen sich die Temperaturen der GPU, des Speichers und die Lüfterdrehzahlen auslesen.
Darüber hinaus ist auf der rechten Seite der Status des Stromanschlusses zu erkennen: Ein grünes Häkchen und 6 grüne Punkte bedeuten, dass sich die Stromstärke auf den sechs verschiedenen Pins innerhalb der Toleranz befindet. Wer mit der Maus über das Symbol fährt, kann sich auch die genauen Ströme anzeigen lassen. Weichen diese zu sehr ab, wird der entsprechende Pin rot eingefärbt und auf Wunsch kann eine Warnmeldung angezeigt werden. GPU Tweak III muss entsprechend immer installiert sein und mindestens im Hintergrund laufen.
Was das Tool dagegen nicht kann, ist den Rechner bei einem Problem herunterzufahren oder die 3D-Anwendung zu beenden. Nicht optimal, aber die reine Überwachungsfunktion ist bereits eine große Hilfe.
Hängt die Grafikkarte schief? Level Sense hilft.
Moderne Grafikkarten sind sehr schwer und sehr groß. Da ist es normal, dass sie wortwörtlich schief im Gehäuse hängen. Bis zu einem gewissen Grad ist dies auch kein Problem, PCBs sind zum Beispiel biegbar, ohne dass die Funktion negativ beeinträchtigt wird. Irgendwann ist es aber natürlich zu viel des „Guten“, weswegen einige Gehäuse und Grafikkarten mit einem „GPU-Ständer“ ausgestattet sind, der das Verbiegen verhindern soll. Aus optischen, aber auch aus Gründen der Haltbarkeit.
Asus geht bei der GeForce RTX 5090 Matrix einen Schritt weiter und hat einen Sensor verbaut, der den Neigewinkel messen kann. Dazu muss ebenso GPU Tweak III installiert sein und der Menüpunkt „Level Sense“ aufgerufen werden. In diesem wird angezeigt, ob der Neigewinkel einen gewissen Grenzwert überschreitet. 0,30 Grad ist der Standardwert, der aber nach oben und unten konfiguriert werden kann. Wird die Grenze überschritten, gibt die Software eine Fehlermeldung aus.
Das BTF-System und der GC-HPWR-Stromanschluss für 800 Watt
Die Asus GeForce RTX 5090 Matrix kann in einem normalen System mit einem einzelnen 12V-2×6-Stromstecker betrieben werden. In dem Fall kann die Grafikkarte keine 800 Watt aufnehmen, bei 600 Watt ist Feierabend – auch im Performance-BIOS. Wer die maximalen 800 Watt haben möchte, muss dagegen das restliche System darauf anpassen.
Die Matrix braucht Asus BTF
Für diesen Fall ist ein BTF-Mainboard notwendig, das fast alle Anschlüsse nicht wie gewohnt auf der Vorder-, sondern auf der Rückseite trägt und (wichtig) den bisher nur von Asus genutzten GC-HWPR-Steckplatz bietet. Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen, wie sie auch MSI und Gigabyte bieten (z.B. für AM5), können nicht verwendet werden. Bei MSI heißen diese – nicht passenden – Mainboards „Project Zero“, bei Gigabyte „Aorus Stealth“
Bei dem im Test eingesetzten Asus Crosshair X870E Hero BTF werden zum Beispiel nur noch der CPU-Lüfter an der Vorderseite angeschlossen, alle anderen Stecker sind auf der Rückseite montiert. Außer natürlich der zweite 12V-2×6-Stromstecker der Grafikkarte.
Ein passendes Gehäuse muss es sein
Auch ein BTF-Mainboard ist nicht ausreichend, denn für die rückseitigen Anschlüsse benötigt es entsprechend angepasste Gehäuse. Neue Gehäuse sehen dies mittlerweile oft vor, ältere Designs aber nicht. Dann muss auch das Gehäuse ausgetauscht werden. Für den Test setzt die Redaktion auf das Cougar CFV235, es gibt aber auch viele andere kompatible Gehäuse.
Die Wahl des Mainboards ist sehr eingeschränkt
Warum es trotzdem ein BTF-Mainboard von Asus sein muss, liegt am zweiten Grafikkarten-Stromanschluss: Dazu setzt die GeForce RTX 5090 Matrix auf einen Anschluss direkt hinter dem PCIe-Slot, der in einen weiteren Slot auf dem Mainboard gedrückt wird. „GC-HPWR“ nennt Asus diesen Anschluss, der aktuell nur auf drei ATX-Mainboards von Asus für AM5 und einer ATX-Platine von Asus für LGA 1851 verbaut wird. Eines von diesen ist für den 800-Watt-Modus der Matrix notwendig. In Zukunft sollen aber auch andere Hersteller GC-HPWR nutzen, Sapphire hat den Anschluss bereits unter der Bezeichnung „Phantomlink“ angekündigt.
Und was kann GC-HPWR? Offiziell kann dieser theoretisch maximal 1.000 Watt liefern, auf der Asus Matrix kommt jedoch nur eine kleinere Ausbaustufe zum Einsatz. Wie viel Energie über den vorderen Stecker und den hinteren Anschluss fließt, hat ComputerBase nachgemessen. Mehr dazu auf der nächsten Seite. Wer den GC-HPWR-Anschluss nicht nutzt, sollte diesen gar nicht erst montieren. Der Anschluss ist nämlich abnehmbar und wird von Asus ab Werk nicht montiert geliefert.
Alternativ kann die Matrix auch ausschließlich über den GC-HPWR-Anschluss im 600-Watt-Modus betrieben werden, der 12V-2×6-Stecker auf der Vorderseite muss nicht bestückt werden. Die 12V-2×6-Problematik wird dabei nicht umgangen, denn auch der GC-HPWR-Anschluss wird rückseitig auf dem Mainboard per 12V-2×6-Stecker betrieben.
Das Netzteil braucht zweimal 12V-2×6
Einen weiteren Rattenschwanz gibt es noch: Wird der GC-HPWR-Anschluss genutzt, benötigt dieser natürlich auch die Energie von irgendwoher. Dieser wird schlicht durch einen 12V-2×6-Stromstecker auf der Rückseite des Mainboards geliefert, sodass zwei dieser Stecker notwendig sind. Und wer nicht mit Adaptern herumhantieren möchte – wovon die Redaktion bei einer 4.000-Euro-Grafikkarte strikt abrät, benötigt ein Netzteil mit eben zwei 12V-2×6-Anschlüssen.
Mittlerweile gibt es mehrere Modelle mit zwei solcher Anschlüsse, wobei das Netzteil mindestens über 1.200 Watt, besser noch etwas mehr verfügen sollte. Modelle für 1.200 Watt gibt es ab 130 Euro, Modelle mit 1.500 Watt ab 215 Euro. Im Test wurde auf das Asus ROG Thor Titanium III mit 1.600 Watt zurückgegriffen, das über zwei native 12V-2×6-Anschlüsse verfügt und mit gleich 640 Euro zu Buche schlägt.
Apps & Mobile Entwicklung
Netto verkauft Makita-Werkzeug: Bundle mit Gutschein sichern!
Heimwerker, die Wert auf Qualität legen, kommen um Bosch oder Makita nicht herum. Letztere bekommt Ihr sogar bei Discountern immer wieder zu richtig spannenden Preisen geboten. Das gilt nun auch für einen Akku-Bohrhammer und Schlagbohrer, die Ihr im Bundle bei Netto abstauben könnt.
Neben den beiden Makita-Werkzeugen findet Ihr auch direkt zwei Akkus, ein Ladegerät und den passenden Tragekoffer im Lieferumfang. Dank einer aktuellen Aktion von Netto spart Ihr zudem 50 Euro auf den ohnehin schon reduzierten Preis. Wie Ihr den Rabatt erhaltet und ob sich das Angebot dadurch lohnt, erfahrt Ihr bei nextpit.
Makita-Set bei Netto: Das erwartet Euch im Discounter-Kracher?
Das Bundle (DLX2414ST) besteht aus dem Makita Akku-Bohrhammer DHP487 und der Schlagbohrmaschine DTD157. Wie für Makita üblich, könnt Ihr von einer hohen Verarbeitungsqualität und starken Leistung ausgehen. Diese drückt sich beim Schlagbohrer unter anderem durch das mechanische 2-Gang-Getriebe, die zahlreichen Moduseinstellungen, eine maximale Drehzahl von 1.700 U/min und das robuste Aluminium-Getriebegehäuse aus. Der Bohrhammer hingegen setzt ebenfalls auf einen leistungsstarken bürstenlosen Motor, nutzt jedoch „nur“ drei Arbeitsmodi und nutzt unter anderem die XPT-Extreme-Schutztechnologie, um die Staub- und Wasserbeständigkeit zu erhöhen. Beide Geräte verwenden zudem die beiliegenden 5.0-Ah-Li-Ion-Akkus.
Lohnt sich der Netto-Deal?
Regulär kostet bereits der DHP487 samt Akku rund 230 Euro – und das zum aktuell günstigsten Preis. Wählt Ihr hier noch den Schlagbohrer, kommen noch einmal knapp 180 Euro dazu. Im Netto-Bundle sind beide Geräte samt Tragekoffer, zwei Akkus und Ladegerät jetzt für 401,99 Euro enthalten. Versandkosten spart Ihr Euch ebenfalls. Mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche auf der Aktionsseite, bekommt Ihr darüber hinaus noch einen 50-Euro-Gutschein geschenkt, wodurch der Deal-Preis auf 351,99 Euro sinkt. Erst vor wenigen Wochen konntet Ihr Euch das Set für effektiv rund 370 Euro schnappen. Jetzt gibt’s allerdings einen Direktabzug, der zu einem neuen Bestpreis führt.

Möchtet Ihr qualitativ hochwertige Werkzeuge, müsst Ihr solche Kosten in Kauf nehmen. Auch Konkurrenzprodukte, etwa von Bosch, liegen in diesem Preissegment. Dafür erhaltet Ihr zwei einsatzbereite Geräte, die jedes Heimwerker-Herz höher schlagen lassen dürften. Habt Ihr zudem keine Verwendung für den Gutschein, könnt Ihr diesen sicherlich weiterverkaufen oder verschenken.
Was haltet Ihr von dem Deal? Ist das Werkzeug-Set interessant oder greift Ihr doch lieber zur günstigen Parkside-Variante von Lidl? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!
Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!
Apps & Mobile Entwicklung
Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind
Dass der Glasfaserausbau kostet, ist bekannt. Vor allem der Ausbau auf dem Land gilt als Kostentreiber. Eine Analyse des Provider-Verbands Breko zeigt aber, dass die Unterschiede zwischen Stadt und Land nicht allzu gravierend sind. Ein entscheidender Faktor ist vielmehr, wie viel Wohnungen sich in einem Gebäude befinden.
Die Auswertung, die ComputerBase exklusiv vorliegt, zeigt die Durchschnittskosten für ländliche, halbstädtische und städtische Regionen. Es handelt sich um die durchschnittlichen Nettopreise je Gebäude, wenn der Ausbau eigenwirtschaftlich erfolgt.
Glasfaser für ein Einfamilienhaus auf dem Land kostet 3.000 Euro
Um Glasfaserkabel auf dem Land bis zu einem Haus zu verlegen (Homes Passed), entstehen durchschnittliche Kosten in Höhe von 1.600 Euro. Hier besteht vor allem der Unterschied zu den halbstädtischen (1.300 Euro) und städtischen Regionen (1.250 Euro), das Verlegen auf Strecke kostet in solchen Gebieten weniger.
Etwas günstiger ist es auf dem Land, ein Gebäude direkt anzubinden (Homes Connected). Die durchschnittlichen Kosten pro Gebäude liegen bei 1.400 Euro, in städtischen und halbstädtischen Regionen sind es jeweils 1.500 Euro pro Gebäude.
Die Durchschnittskosten für die Glasfaseranbindung eines Gebäudes liegen auf dem Land also bei 3.000 Euro, in halbstädtischen Regionen bei 2.800 Euro und in der Stadt bei 2.750 Euro. Was in dieser Rechnung aber noch ausgeklammert ist, sind die Kosten, die beim Verkabeln von Mehrfamilienhäusern anfallen. Einzelne Wohneinheiten benötigen jeweils auch eine Anbindung innerhalb des Gebäudes. Dieser Ausbaupart wird als Netzebene 4 bezeichnet.
Mehrfamilienhäuser machen den Unterschied
Bei Einfamilienhäusern entfällt in der Regel die Netzebene 4. Bei Mehrfamilienhäusern liegen die durchschnittlichen Kosten bei 580 Euro pro Gebäude und steigen auf durchschnittlich 800 Euro, wenn sich mehr als zehn Wohneinheiten im Gebäude befinden. Den Unterschied zwischen Stadt und Land zu berechnen, ist also komplexer.
Das zeigen zwei Beispiele anhand der Durchschnittskosten:
- Ein Einfamilienhaus auf dem Land kostet im Durchschnitt 3.000 Euro. Für das Verlegen der Glasfaserleitung zum Haus sind durchschnittlich 1.600 Euro fällig, für die direkte Anbindung nochmals 1.400 Euro.
- Die Glasfaseranbindung für ein Haus mit sechs Wohneinheiten in der Stadt kostet hingegen 3.330 Euro. 2.750 Euro für den Glasfaseranschluss, dann nochmals 580 Euro für die Inhouse-Verkabelung (N4). Pro Wohneinheit liegt der Preis damit aber bei 555 Euro.
Netzbetreiber profitieren generell also, wenn sich mehrere Wohneinheiten in einem Haus befinden.
Wie viele Anschlüsse je nach Region noch offen sind
Interessant ist nun, wie viele Haushalte in den einzelnen Siedlungsgebieten überhaupt noch angebunden werden müssen. Zahlen liefert der Glasfaserbericht des Bundesdigitalministeriums vom Mai 2025. Die Datengrundlage ist der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur mit dem Stand vom Juni 2024, den die Beratungsfirma WIK Consult ausgewertet hat. Die Einteilung in den einzelnen Regionen erfolgt ebenfalls anhand der Bevölkerungsdichte, die Vorgaben entsprechen der Breko-Analyse.
Die Glasfaserquote mit FTTB/H-Anschlüssen ist generell vergleichbar, je nach Besiedlungsdichte liegt diese bei einem Drittel oder etwas mehr. Das heißt im Umkehrschluss: Fast zwei Drittel der Haushalte haben noch keinen direkten Glasfaserzugang. Weil sich die meisten Haushalte in städtischen Regionen befinden, besteht dort mit 15,1 Millionen Haushalten ohne FTTB/H-Zugang noch der größte Handlungsbedarf. In halbstädtischen Regionen sind 8,9 Millionen Haushalte ohne FTTB/H-Zugang, auf dem Land sind es 2,9 Millionen Haushalte.
Wie viele Haushalte sich durchschnittlich in einem einzelnen Gebäude befinden, wird im Bericht des Bundesdigitalministeriums nicht erwähnt. Weil Mehrfamilienhäuser in städtischen Regionen dominieren, zeigt sich aber ein Thema für die nächsten Jahre. Die Inhouse-Verkabelung auf Netzebene 4 wird relevanter. Gerade in Bestandsgebäuden kann der Innenausbau äußerst aufwendig sein.
Glasfaserbranche fordert mehr Planungssicherheit
Generell gilt die Lage am Glasfasermarkt als angespannt. Im Dezember 2025 berichtete das Handelsblatt etwa, dass die Deutsche Glasfaser aufgrund gestiegener Finanzierungskosten die Ausbauziele reduziert habe. Das Unternehmen plant zudem Entlassungen.
Angesichts der Umstände fordert der Breko von der Politik klare Vorgaben für den weiteren Glasfaserausbau. „Die Telekommunikationsbranche braucht Investitions- und Planungssicherheit sowie einen fairen Wettbewerb, um weiter viele Milliarden zu investieren“, sagt Breko-Hauptstadtbüroleiter Sven Knapp.
Die Kosten für den Glasfaserausbau sind in den letzten Jahren stark gestiegen, das Preisniveau der Tarife habe sich hingegen denen von DSL-Anschlüssen angeglichen. Als erschwerend für die Refinanzierung bewertet Knapp zudem das Urteil des Bundesgerichtshofs, das die Mindestvertragslaufzeit reguliert. Diese startet ab dem Vertragsabschluss und nicht, wie es bis dato Praxis ist, mit der Anschlussschaltung.
Von der Politik sei hingegen bislang zu wenig gekommen, um die Bedingungen für ausbauende Unternehmen zu verbessern. Hoffnungen setzt man daher auf die Regeln für die Abschaltung der Kupfer-Infrastruktur. Die Bundesnetzagentur hatte diese Woche ein Konzept vorgelegt, das einen konkreten Ablaufplan vorsieht. Auf EU-Ebene wurde zudem ein Entwurf für den Digital Networks Act (DNA) vorgestellt, der vorsieht, die Abschaltung der Kupfernetze zwischen 2030 und 2035 zu vollziehen.
Apps & Mobile Entwicklung
Dieses Feature soll digitale und analoge Welt vereinen
Mit einer cleveren neuen Funktion will Spotify euch den Alltag erleichtern. Dabei geht es diesmal aber nicht um Musik. Stattdessen will man eifrigen Lesern unter die Arme greifen und so möglicherweise auch neue Nutzer finden.
Spotify ist bereits seit einiger Zeit nicht mehr ausschließlich für das Musikstreaming bekannt. So könnt ihr im Premium-Abo monatlich bis zu 15 Stunden lang in Hörbüchern stöbern. Nun arbeitet das Unternehmen an einem neuen Feature, das den fliegenden Wechsel zwischen einem traditionellen Buch und genau diesen Hörbüchern ermöglichen soll. Das ist zum Beispiel dann nützlich, wenn das analoge Buch einige Zeit vor der digitalen Audiovariante erscheint. Der Streamingdienst will euch den fliegenden Wechsel erlauben – und zwar auch in beide Richtungen.
Gefunden wurde die Entwicklung des neuen Features von Android Authority in einer aktuellen Android-App von Spotify. Die Macher bezeichnen die Funktion als „Page Match“, auf Deutsch „Seitenübereinstimmung“. Aktuell handelt es sich laut den Textblöcken in der App um eine Beta, also eine Testversion. Selbst ausprobieren könnt ihr das Feature jedoch bislang nicht.
Die gefundenen Texte und auch Bilder geben aber bereits einen tiefen Blick darauf, wie Page Match funktionieren soll. Die Idee ist denkbar einfach. Um den Sprung von einem regulären Buch oder auch einem eBook zum Hörbuch zu schaffen, müsst ihr lediglich mithilfe der Spotify-App ein Foto von der aktuell gelesenen Seite machen.
Wurde das Buch und die Seite mit der Worterkennung erkannt, landet ihr direkt im Hörbuch an der entsprechenden Stelle. Ihr könnt also direkt in Spotify weiter hören. Umgekehrt gehts aber auch. Die App zeigt euch an, auf welcher Seite im Buch ihr euch gerade befindet.
Ihr könnt also mithilfe des neuen Features ganz einfach zwischen mehreren Medien wechseln. Wenn ihr also unterwegs seid und keine Bücher mit euch herumtragen wollt, könnt ihr die Hörbuchfunktion von Spotify nutzen. Dank des Fotos der aktuellen Seite entfällt das nervige Suchen im Audioplayer. Wieder zuhause schaut ihr einfach in die App, auf welcher Seite ihr angekommen seid, um dann im traditionellen Buch weiterzulesen.
Die Funktion setzt voraus, dass ihr das entsprechende Hörbuch zunächst in der App freigeschaltet haben müsst. Erst dann erlaubt Spotify die Zuordnung.
Verfügbarkeit bislang unklar
Wie bereits erwähnt, könnt ihr das neue Feature aktuell noch nicht ausprobieren. Android Authority geht aber davon aus, dass Page Match dort verfügbar sein wird, wo Spotify auch Hörbücher anbietet. Das ist beispielsweise in vielen europäischen Ländern sowie in den USA, Kanada und Australien der Fall.
Mit diesem Symbol kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, nextpit weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank!
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
UX/UI & Webdesignvor 3 MonatenArndt Benedikt rebranded GreatVita › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 3 WochenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGoogle „Broadwing“: 400-MW-Gaskraftwerk speichert CO₂ tief unter der Erde
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Social Mediavor 1 MonatDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
