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Blogging auf Threads? Lange Texte im Test
Das Zeichenlimit für Threads Posts liegt eigentlich bei 500. Trotzdem können Creator womöglich bald ganze Geschichten, Artikel oder Werbetexte posten. Das ähnelt anderen Plattformen.
Schon bald könnte Threads für Blogger, Journalist:innen und beispielsweise Newsletter-Autor:innen relevanter denn je werden. Denn die Meta-Tochter testet derzeit die Integration von langen Texten, die deutlich über die Posting-Grenzen hinausgehen. Einerseits könnte das neue Nutzungskontexte für eine Vielzahl von Usern bedeuten und die Verweildauer auf der Plattform erhöhen. Das würde das enorme Wachstum der App auf dem Weg zu Metas „next major social app“ unterstützen. Andererseits könnte die Integration die Plattformdynamik disruptieren. Allerdings ist Threads nicht die erste Plattform, die auf kurze Posts setzt und doch Texte in Artikellänge als Option erlaubt. Und sie wäre nicht die erste, die damit die Monetarisierung fördert.
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Lange Texte als Posting-Option: Mehr Creator locken und vielleicht auch Geld verdienen
Einige Threads User haben aktuell die Option, lange Texte als Beiträge auf der Plattform zu posten. Davon berichtet der App Researcher Radu Oncescu, der das Feature auf iOS entdeckt hat; wir selbst können noch nicht darauf zugreifen. Ein Icon mit einem Text führt im Post Composer zum „Text attachment“. Dort können die User längere Texte einfügen, während Threads im Pop-up ermutigt:
Say more. Attach longer text and get creative with styling tools to share deeper thoughts, news snippets, book excerpts and more.
Im Texteditor können die Nutzer:innen dann wie bei Word und Co. Elemente fetten, kursiv schreiben und dergleichen mehr.
Unklar ist, wie lang die Texte sein dürfen. Allerdings geht die Länge weit über die 500 Zeichen hinaus, die für einen Standard-Post als Limit gelten. Threads könnte, sofern das Feature umfassend ausgerollt wird, auf mehr Nutzungsszenarien setzen. So könnten beispielsweise Newsletter-Autor:innen Auszüge oder kurze Ausgaben ihrer Texte einfügen. News-Medien könnten kleine Artikel integrieren, Creator sogar dedizierte Threads-Artikel und Marketer womöglich sogar Werbetexte. Überhaupt ist es vorstellbar, dass ein Langtextbereich auf der schnell wachsenden Plattform für Werbezwecke eingesetzt werden könnte, sodass Meta auch finanziell profitiert. Während Threads aktuell die Werbeintegration stark fördert, zeigen andere große Social-Media-Plattformen bereits, welches Potential die langen Texte entfalten können.
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Threads mit langen Texten erinnert an X und LinkedIn
Auf X, der Plattform, für die Threads in erster Linie als Konkurrenz aufgebaut wurde, dürfen User standardmäßig nur auf 280 Zeichen im Post setzen. Doch in Beiträgen, den 2023 eingeführten X Articles, können sie bis zu 25.000 Zeichen im Text einfügen. Das geht allerdings nur, wenn User X Premium+ oder Verified Organizations abonniert haben. So setzt X mit diesem Zusatz-Feature bereits auf Umsatzsteigerung. Die X Articles dienen auch dem X Team selbst beispielsweise dazu, eigene umfassende Updates für die Nutzer:innen abzubilden.
— X (@X) August 22, 2025
Autor:innen können neben Textelementen Videos und Fotos zur visuellen Untermalung ihrer Inhalte integrieren. Gerade für Newsletter-Autor:innen, Publisher und Content Marketer könnte diese Funktion langfristig von Vorteil sein. Das gilt ebenso für die Artikel oder eben Newsletter auf LinkedIn. Die Business-Plattform lebt vom Netzwerken, über Nachrichten und aktuelle Posts. Doch auch Artikel und Newsletter gehören längst zum Repertoire der Plattform mit über einer Milliarde Mitgliedern. Davon profitieren zahlreiche User, weil sie ihr Know-how weitergeben, ihr Unternehmen im Recruiting-Kontext via Storytelling hervorheben können oder einfach stetig Updates teilen, wie etwa KI-Experte Jens Polomski mit seinem KI Tools Newsletter. LinkedIn bietet inzwischen auch gesponserte Artikel an und ermöglicht das werbliche Boosten von Newslettern. So profitiert die Plattform finanziell, bietet Advertisern neue Inventarbereiche und fördert die Verweildauer auf der Plattform. Immerhin können in Newslettern und Artikeln längst auch Videos und andere zeitgemäße Elemente integriert werden – Videos sogar als Titel-Visuals.
Meta könnte mit Langtexten auf Threads in ähnlichem Maße agieren. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Zunächst müssen die ersten Tests zeigen, ob das Feature überhaupt angenommen wird. Sollte es bald für alle verfügbar sein, haben die Threads Creator jedoch eine neue Fläche für Storytelling an der Hand, die mit Reels, Visuals und anderen Kernelementen ihres Content-Repertoires kombiniert werden kann.
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How-to – CMS: In 5 Schritten zum passenden Content Management System
Wer ein neues Content Management System sucht, hat die Qual der Wahl. Angesichts der Flut an Tools und Features tun sich viele Unternehmen mit einer Entscheidung schwer. Einen guten Überblick über den Markt hat Felix van de Sand. In seinem How-to-Beitrag erklärt der COBE-CEO, wie man in nur fünf Schritten ein CMS findet, das zu den eigenen Herausforderungen passt.
Ein Content Management System (CMS) ist mehr als nur ein technisches Werkzeug. Es ist das Rückgrat digitaler User Experience. Ob Start-up oder Konzern, E-Commerce oder Content-Plattform: Die Wahl des CMS beeinflusst, wie schnell Inhalte online gehen, wie gut sie gefunden werden, wie sicher sie sind – und wie zufrieden Teams damit umgehen oder Kund:innen mit den darüberliegenden Anwendungen interagieren.
1.
Verstehen, was ein CMS heute sein kann
In vielen Fällen ist das CMS längst mehr als nur eine Maske, in die ein Blogpost reinkopiert oder Bilder hochgeladen werden. Es ist der zentrale Hub für alle Inhalte, die digital ausgespielt werden – auf Websites, in Apps, auf Smart Devices oder in sozialen Kanälen. Die Bandbreite reicht von der Pflege einfacher Seiten bis hin zu komplexen Multichannel-Setups mit personalisierten Inhalten, Sprachversionen und dynamischen Commerce-Funktionalitäten.
2.
Anforderungen definieren – und an morgen denken
Welche Architektur für welches Unternehmen die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie komplex die Inhalte sind, wie viele Touchpoints bespielt werden und wie groß das interne Tech-Know-how ist. Diese Anforderungen müssen durchdacht und festgehalten werden. Was wird auf jeden Fall gebraucht? Was zuerst – und was vielleicht erst später?
Geht es jedoch um Multichannel-Publishing, komplexe Commerce-Anbindungen oder hohe Performanceanforderungen, stoßen manche Systeme an ihre Grenzen. Dann lohnt sich ein Blick auf Headless CMS wie Payload oder Sanity, die Inhalte über Schnittstellen ausliefern – egal, ob an eine Website, eine App oder ein digitales Terminal. Auch regulatorische Anforderungen (etwa in Healthcare oder Finance) oder besondere Bedürfnisse (z. B. bei Barrierefreiheit, Mehrsprachigkeit oder API-Management) sollten früh berücksichtigt werden.
3.
Technische und redaktionelle Perspektive zusammenbringen
Ein häufiger Fehler bei der CMS-Auswahl: Die Entscheidung wird rein technisch getroffen – und scheitert dann am Alltag der Redakteur:innen. Oder umgekehrt: Die Lösung ist redaktionell bequem, aber technisch unflexibel. Deshalb müssen beide Seiten am Tisch sitzen. Entwickler:innen wollen sauberen Code, modulare Architektur und stabile APIs. Content Teams brauchen klare Workflows, ein verständliches Interface und smarte Vorschläge für SEO, Barrierefreiheit oder Layout.
Moderne Systeme wie Payload oder ContentStack versuchen hier Brücken zu bauen – mit einem starken Developer-Setup und einem gleichzeitig nutzerfreundlichen Admin-Panel. Doch auch etablierte Systeme wie Shopify oder WordPress lassen sich mit der richtigen Konfiguration zielführend nutzen – sofern man ihre Grenzen kennt.
Wichtig ist, Schulung und Einführung von Anfang an mit einzuplanen. Selbst das intuitivste Interface erfordert Einarbeitung – und wer das vergisst, riskiert ineffiziente Workarounds oder ungenutzte Potenziale. Auch dabei sollten alle, die später mit dem CMS arbeiten werden, bedacht und an ihre jeweiligen Vorkenntnisse angepasst geschult werden.
4.
Sicherheit und Skalierbarkeit nicht unterschätzen
Ein CMS muss wachsen können – mit dem Team, dem Traffic und dem Markt. Das bedeutet nicht, dass gleich eine Enterprise-Lösung mit 100 Features gebraucht wird. Aber es heißt: Wer drei Schritte voraus denkt, ist im Vorteil. Wie gut lässt sich das System später erweitern? Welche Daten werden wie gespeichert? Gibt es ein Rollen- und Rechtemanagement? Wie werden Backups, Updates und Audits gehandhabt? Und wie wird mit sensiblen Informationen umgegangen?
Bezüglich möglicher Sicherheitsrisiken ist besonders bei Plugins Vorsicht geboten: Was bei WordPress schnell installiert ist, kann sich später als Sicherheitsrisiko entpuppen. Achten Sie auf regelmäßige Updates, klare Zuständigkeiten und eine transparente Security-Strategie – inklusive 2-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung und Zugriffskontrollen. Zudem: Migrationen sind aufwendiger, als viele glauben. Wenn Sie also absehen können, dass ein System mittelfristig nicht mehr ausreicht, lohnt sich frühzeitig der Wechsel – nicht erst, wenn es brennt.
5.
Auf Nutzerfreundlichkeit achten – User Needs first!
Ein gutes CMS ist kein starres Backend, sondern ein lebendiges System. Es hilft nicht nur beim Publizieren – es unterstützt aktiv bei der Content-Strategie. Viele moderne Systeme bieten inzwischen KI-gestützte Funktionen: automatische Übersetzungen, Alt-Text-Vorschläge für Bilder, Headlines mit SEO-Optimierung, Performance-Auswertungen nach Region oder Zielgruppe. Für kleine Teams mit begrenzten Ressourcen kann das ein echter Hebel sein.
Auch Barrierefreiheit spielt eine wachsende Rolle – nicht nur aus rechtlicher Sicht. Wer Inhalte sauber strukturiert, alternative Zugänge schafft und HTML zugänglich schreibt, verbessert die Usability für alle. Ein gutes CMS unterstützt dabei mit integrierten Hilfen, automatischen Checks oder Plugins.
Ein CMS, das kein responsives Design unterstützt oder hier komplizierte Workarounds verlangt, ist heute schlicht nicht mehr zeitgemäß.
Und zuletzt: Mobile first. Mehr als die Hälfte der Nutzer:innen greift mobil auf Inhalte zu. Ein CMS, das kein responsives Design unterstützt oder hier komplizierte Workarounds verlangt, ist heute schlicht nicht mehr zeitgemäß.
CMS muss Mittel zum Zweck bleiben
Die beste Plattform nützt wenig, wenn das Team sie nicht versteht. Und das ästhetischste Interface hilft nicht, wenn es nicht zur Systemlandschaft passt. Deshalb: Die Auswahl eines CMS sollte nicht nur als Softwareeinkauf gesehen werden. Der Schlüssel ist, in Verständnis, Schulung und einen kollaborativen Prozess Zeit zu investieren.
Ein CMS ist kein Selbstzweck. Es ist ein strategisches Werkzeug. Wer es richtig wählt, legt das Fundament für skalierbare Inhalte, effiziente Prozesse und bessere digitale Erlebnisse. Die Anforderungen heute lassen sich oft schnell erfüllen. Wer die CMS-Auswahl aber durchdacht und sorgfältig angeht, wird es viel leichter – und kostengünstiger – haben, auch die Anforderungen von morgen zu erfüllen.
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