Apps & Mobile Entwicklung
Bundesnetzagentur: Neustart des 5G-Verfahrens mit zwei Handlungsoptionen

Die Bundesnetzagentur muss die 5G-Frequenzvergabe neu aufrollen. Dieser Prozess startet heute mit einer Anhörung der betroffenen Parteien zum weiteren Vorgehen. Auf zwei Handlungsoptionen läuft es bei dem Neustart aktuell hinaus: Anpassungen ohne erneute Auktion oder die Durchführung einer erneuten Vergabe mit Neuzuteilung.
Die 5G-Auktionsregeln aus dem Jahr 2019 waren rechtswidrig, weshalb deren Vergabe neu aufgerollt werden muss. Das Kölner Verwaltungsgericht hatte im August 2024 geurteilt, dass das Bundesverkehrsministerium unter der Leitung von Andreas Scheuer (CSU) keinen Einfluss auf die Erarbeitung der Auktionsregeln hätte nehmen dürfen.
Anhörung bis zum 12. Januar 2026
Als Reaktion auf diese Entscheidung hatte die Bundesnetzagentur Mitte November erklärt, dass das 5G-Frequenzverfahren zügig neu aufgerollt werden müsse, um möglichst schnell Rechtsklarheit und Planungssicherheit für die betroffenen Unternehmen zu gewährleisten. Den Auftakt macht die Bundesnetzagentur mit einer Anhörung (PDF) zum weiteren Vorgehen. Interessierte Kreise sind aufgerufen, sich bis zum 12. Januar 2026 zu beteiligen und ihre Belange einzubringen, die dann für alle Bürger öffentlich gemacht werden sollen.
Zunächst gilt es im Hinblick auf die Neubescheidung den Sachverhalt in einem transparenten Konsultationsprozess zum Status quo zu ermitteln. Dieses Vorgehen soll dazu dienen, die Präsidentenkammer in die Lage zu versetzen, bei der Neubescheidung alle vorgetragenen Interessen und Belange im Lichte der Regulierungsziele in einem objektiven, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren abwägen zu können. Ziel der Präsidentenkammer ist es, auf diese Weise eine vorausschauende, investitionsfördernde, nichtdiskriminierende und ausgewogene Regulierungsentscheidung zum Wohle der Verbraucher zu treffen.
Bundesnetzagentur
Mit ihrem Katalog an die Netzbetreiber will die Bundesnetzagentur Fragen zur Frequenzallokation, zum Wettbewerb, zu den Frequenznutzungsbestimmungen und zum Versorgungsgrad der Frequenznutzung und zur Verfahrensgestaltung klären.
Auf zwei Handlungsoptionen läuft es hinaus
Das neue Verfahren wird auf zwei Handlungsoptionen hinauslaufen: Bei unwesentlichen Änderungen könnte es Ausgleichsmaßnahmen geben, ohne jedoch eine erneute Auktion durchzuführen. Oder bei wesentlichen Änderungen an den Frequenznutzungsbestimmungen könnte es zu einer erneuten Vergabe mit anschließender Neuzuteilung der Nutzungsrechte kommen.
- Handlungsoption 1: Sollte die ergebnisoffene Prüfung ergeben, dass die Änderungen im Rahmen einer Neubescheidung nicht wesentlich sind oder möglicherweise durch Ausgleichsmaßnahmen Abhilfe geschaffen werden kann, so könnte erwogen werden, die betroffenen Nutzungsrechte anzupassen, ohne eine erneute Auktion durchzuführen.
- Handlungsoption 2: Sollte die ergebnisoffene Prüfung zu dem Ergebnis führen, dass im Rahmen der Neubescheidung wesentliche Änderungen an den Frequenznutzungsbestimmungen erforderlich sein werden, könnte die Allokations- und Preisfindungsfunktion der vergangenen Auktion gestört und die Durchführung einer erneuten Vergabe mit anschließender Neuzuteilung der Nutzungsrechte notwendig sein.
Bis zu einer Anpassung oder Aufhebung und Neubescheidung der nachgelagerten Frequenzzuteilungsbescheide behalten diese in ihrer jetzigen Fassung ihre Gültigkeit.
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Doch nicht kostenpflichtig: Samsung macht Rückzieher
Gute Nachrichten für Samsung-Nutzer: Mehrere Funktionen, die ursprünglich nur für eine begrenzte Zeit kostenlos sein sollten, werden nun dauerhaft ohne Zusatzkosten angeboten. Doch welche Features betrifft das genau? Und weshalb ändert Samsung seine Strategie?
Als Samsung vor rund zwei Jahren die Galaxy‑S24‑Reihe präsentierte, standen die neuen KI‑Werkzeuge klar im Mittelpunkt. Erstmals waren smarte Funktionen tief ins System integriert und konnten Notizen automatisch zusammenfassen, Fotos optimieren oder Gespräche in Echtzeit übersetzen, zunächst ohne Gebühren.
Samsung bestätigt: „Basisfunktionen bleiben kostenlos“
In den Nutzungsbedingungen der generativen Bildbearbeitung und anderer Galaxy‑AI‑Features war ursprünglich vermerkt, dass nach einer kostenlosen Einführungsphase möglicherweise ein kostenpflichtiges Abo nötig wird. Später wurde dieser Zeitraum bis Ende 2025 verlängert, ohne konkrete Angaben zu späteren Preisen.
Nun sorgt Samsung für Klarheit: Hinweise auf mögliche Kosten wurden entfernt. Stattdessen heißt es jetzt, dass die „Galaxy‑AI‑Basisfunktionen“ dauerhaft gratis bleiben. Voraussetzung ist lediglich ein aktiver Samsung‑Account. Viele Funktionen benötigen zudem eine Internetverbindung, da die Verarbeitung nicht lokal, sondern auf Servern von Samsung und Google erfolgt.
Damit erhalten Nutzer eines Galaxy S24, S25 sowie zahlreicher günstiger A‑Modelle langfristig kostenlosen Zugriff auf alle betroffenen Features. Dazu zählen unter anderem der Anruf‑Assistent, Schreib‑Assistent, Foto‑Assistent, der Dolmetscher, der Notizen‑Assistent, Health Assist sowie der Sprachdienst Bixby.
Warum die Kehrtwende?
Als das Galaxy S24 im Jahr 2024 erschien, gehörte Samsung zu den ersten Herstellern, die KI‑Funktionen fest ins Betriebssystem integrierten. Mittlerweile hat sich der Markt jedoch stark verändert: Apple bietet ähnliche Möglichkeiten auf dem iPhone, und auch Marken wie Honor setzen auf beeindruckende KI‑Bildbearbeitung und smarte Tools.
Was einst ein echtes Alleinstellungsmerkmal war, gilt heute als Standard. Nutzer erwarten schlicht, dass ihr Smartphone störende Objekte aus Fotos entfernen kann oder einen intelligenten Sprachassistenten mitbringt – ohne zusätzliche Kosten.
Ganz ohne Einschränkungen ist Samsungs Versprechen jedoch nicht. Das Unternehmen spricht explizit von „Basisfunktionen“. In einer Fußnote weist Samsung darauf hin, dass zukünftige Softwareversionen zusätzliche oder erweiterte KI‑Dienste enthalten könnten, die nicht mehr kostenlos angeboten werden. Für solche Neuerungen wäre Samsung gut beraten, mögliche Kosten frühzeitig und transparent zu kommunizieren.
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Xbox App für Windows on Arm: 85 % der Game-Pass-Titel laufen mit Prism

Die Xbox App gibt es ab sofort auch unter Windows on Arm, aber was kann man damit schon spielen? Microsoft sagt: 85 Prozent der aktuellen Game-Pass-Titel laufen auch auf Arm-Systemen, also auf Notebooks mit Snapdragon X und in Zukunft dann auch Snapdragon X2 (und Nvidia N1(X)?).
Die 85 Prozent sind eine Momentaufnahme, denn der Game-Pass-Katalog wird monatlich angepasst, doch Microsoft verspricht mit Partnern weiter an diesem Thema zu arbeiten.
Prism mit AVX(2)-Support
Um Windows-Spiele, die für x86-PCs entwickelt wurden, unter Windows 11 on Arm lauffähig zu machen, setzt Microsoft seit Sommer 2024 auf eine überarbeitete Emulation namens „Prism“, die alle Arten von Anwendungen (klassisch, UWP, 32 Bit, 64 Bit) beherrscht.
Spiele bleiben dabei grundsätzlich die größte Baustelle, doch durch das Hinzufügen von AVX- und AVX2-Support habe es in diesem Punkt zuletzt weitere Fortschritte gegeben. Auch Epic Anti-Cheat (EAC) wird unterstützt. Für die Nutzung von Windows-Spielen (x86) unter Linux (x86) stellt diese Anti-Tamper-Software hingegen immer noch eine Hürde für die Übersetzungsebene Proton dar.
Die x86-zu-Arm-Emulation weiter zu verbessern, ist nicht nur im Interesse von Microsoft, sondern auch im Interesse von Qualcomm, die in Kürze mit Snapdragon X2 (Elite) die zweite Generation Arm-Notebook-SoCs auf den Markt bringen werden:
- Qualcomm-Prozessor: Das macht den Snapdragon X2 Elite schnell und sparsam
- Snapdragon X2 Plus: Qualcomm erweitert Aufgebot um 10- und 6-Kern-Chip
Windows 11 on Arm vor der nächsten Welle
Aber auch Nvidia soll weiter zusammen mit MediaTek an einem Arm-CPU-Blackwell-GPU-SoC arbeiten, der als N1X oder N1 auf den Markt kommen und dabei viele Eigenschaften des Nvidia GB10 Superchip aus DGX Spark (Test) übernehmen soll. Auch dieses SoC wird Windows 11 on Arm oder eine zu Arm kompatible Linux-Distribution nutzen, was entweder nativ entwickelte Arm64-Apps, oder aber eine entsprechend potente Emulation von x86-Apps notwendig machen wird.
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Neue Thriller-Serie legt Traumstart hin
Manchmal reicht ein Blick, um zu merken: Das hier wird größer als gedacht. Eine neue Serie startet leise, zieht aber sofort an – mit Tempo, Atmosphäre und Figuren, die Euch schneller packen, als Ihr „Nächste Folge“ sagen könnt.
Ihr habt Euch gerade erst gemütlich eingerichtet, da zieht Euch eine neue Serie schon mitten hinein. „Ponies“ ist so ein Fall. Kaum gestartet, legt der Thriller einen Start hin, von dem andere nur träumen. Top-Platzierungen, Lob von allen Seiten – und das Gefühl, dass hier etwas Besonderes passiert.
„Ponies“: Kalter Krieg, heiß erzählt
Moskau, 1977. Kalter Krieg, starre Fronten, graue Fassaden. Mitten darin Bea und Twila, zwei scheinbar unscheinbare Sekretärinnen an der US-Botschaft. Doch als ihre Ehemänner unter mysteriösen Umständen sterben, kippt das ruhige Leben schlagartig. Die beiden Frauen werden von der CIA rekrutiert – und finden sich schneller im Zentrum einer Verschwörung wieder, als ihnen lieb ist. Ponies spielt geschickt mit Erwartungen: Was klein beginnt, wächst Szene für Szene zu einem dichten Spionage-Thriller heran.
Ein Duo mit Sogwirkung
Dass die Serie so zündet, liegt vor allem an ihrem Cast. Emilia Clarke, vielen noch als Drachenkönigin aus Game of Thrones im Kopf, zeigt hier eine ganz andere Facette. An ihrer Seite überzeugt Haley Lu Richardson als bodenständiger Gegenpol. Zusammen entwickeln sie eine Chemie, die trägt – glaubwürdig, bissig und überraschend warm. Ihr merkt schnell: Diese Freundschaft ist das emotionale Rückgrat der Serie.
Kritiker begeistert, Publikum dabei
Der Traumstart lässt sich auch messen. Auf Rotten Tomatoes kommt Ponies auf starke 96 Prozent Zustimmung bei Kritikerinnen und Kritikern, das Publikum zieht mit 79 Prozent nach. Dazu katapultiert sich die Serie direkt in die Top 5 der Charts bei WOW. Gelobt werden vor allem Tempo, Inszenierung und der mutige Mix aus Ernst und trockenem Humor. Kleine Logiklücken? Geschenkt, sagen viele der Zuschauerkommentare: der Sog überwiegt.
Warum Ihr dranbleiben solltet
Ponies ist kein lauter Krawall-Thriller. Die Serie arbeitet mit Spannung statt mit Dauerknall, mit Atmosphäre statt Effekthascherei. Sie erzählt Spionage aus einer Perspektive, die man so selten sieht, und nutzt ihr historisches Setting clever aus. Wenn Ihr Lust auf eine Serie habt, die Euch fordert, unterhält und immer wieder überrascht, dann ist dieser unerwartete Hit genau Euer Ding. Und ja: Der Wunsch nach einer zweiten Staffel kommt nicht von ungefähr.
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