Künstliche Intelligenz
Bundesregierung will Drohnenabschuss durch Bundeswehr freigeben
Die Bundeswehr soll Drohnen künftig auch außerhalb eigener Liegenschaften bekämpfen dürfen. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch in Berlin eine lang erwartete Änderung des Luftsicherheitsgesetzes auf den Weg gebracht. Damit soll, wenn auch der Bundestag dem Vorhaben zustimmt, der Weg für den Einsatz der Bundeswehr zur Abwehr potenziell gefährlicher Drohnen im Inland freigemacht werden.
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Damit reagiert die Regierung auf die Sicherheitslage. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) begründet die nun vorgeschlagenen Änderungen mit „vermehrten Drohnensichtungen“ in den vergangenen Monaten. „Nicht jede Drohnensichtung ist eine Bedrohung – aber aus jeder Drohnensichtung kann eine Bedrohung erwachsen“, sagte Dobrindt am Mittag in Berlin.
Bislang war die Drohnenabwehr in der Regel die Aufgabe der jeweiligen Landespolizeibehörde oder in Ausnahmefällen der Bundespolizei. Die Bundeswehr hätte nur bei einer akuten Gefahr für die eigenen Liegenschaften und Soldaten eingreifen dürfen. Angesichts der potenziellen Bedrohnungslage erwies sich diese Regelung immer wieder als ungeeignet – schon aufgrund langer Reaktionszeiten.
Mit dem geänderten Luftsicherheitsgesetz soll auch die Koordination zwischen den Polizeibehörden von Bund und Ländern sowie der Bundeswehr vereinfacht werden. Drohnen, die eine Bedrohung seien und anders nicht abgewehrt werden könnten, sollten abgeschossen werden können, betonte Dobrindt.
Praktische Probleme nicht per Gesetz lösbar
Allerdings ändert das nun vom Kabinett auf den Weg gebrachte Gesetz nichts daran, dass auch die Bundeswehr nicht überall gleichzeitig sein kann. Auch die Verfügbarkeit der jeweils angemessenen „Wirkmittel“ ist beschränkt: Gegen einen kleinen, elektrisch betriebenen Quadrocopter helfen etwa abwärmegeleitete Flugabwehrraketen nicht; gegen eine militärische Drohne wiederum sind viele der Abwehrsysteme für Kleinstdrohnen wie einfachere Jammer weitgehend ungeeignet. Ein Abschuss darf zudem selbst bei einer angenommenen möglichen Bedrohung immer nur nach einer Abwägung der Folgen stattfinden.
Umstritten ist, ob die von der Bundesregierung vorgeschlagene Änderung an der Gesetzeslage ausreichend ist. Da die Bundeswehr im Innern nur in engst begrenzten Ausnahmefällen eingesetzt werden darf, gibt es von der Opposition neben inhaltlicher Kritik auch die Warnung, dass die geplante Änderung verfassungswidrig sein könnte. Eine solche Befugnisausweitung der Bundeswehr wäre nur mit einer Verfassungsänderung zulässig, die wiederum eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag erfordern würde. Über eine solche verfügt die schwarz-rote Bundesregierung bei weitem nicht.
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(vbr)
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GeoPandas: Wie man mit Python Geodaten analysiert
Im Alltag begegnen uns geografische Datenpunkte als Koordinaten in Breiten- und Längengraden. Das genügt, um Punkte auf Karten einzutragen. Eine Vielzahl von Werkzeugen hilft beim Programmieren mit Python bei dieser Arbeit. Die Bibliothek Folium verortet zusammen mit der JavaScript-Bibliothek Leaflet geografische Punkte auf Landkarten. Dies genügt aber nicht, wenn man Längen oder Flächen berechnen möchte. Während die Längengrade bei einem Globus Großkreise und damit immer so lang wie der maximale Erdumfang sind, schrumpfen die Breitenkreise vom Äquator hin zu den Polen auf einen Punkt zusammen. Innerhalb Deutschlands variieren die Breitenkreise zwischen Faktor 0,7 in München und Faktor 0,6 in Flensburg. Das macht die Messung von Entfernungen kompliziert.
Dieser Artikel erläutert das Rechnen mit geografischen Koordinaten an einem Beispiel, das den Flächenverbrauch und die Leistung von Kohlekraftwerken in Brandenburg veranschaulicht. Dabei werden Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt. Die Kraftwerke punkten mit einer scheinbar hohen Leistungsdichte: 500 Megawatt, konzentriert auf ein Gebäude. Python-gesteuerte Abfragen an OpenStreetMap veranschaulichen den Flächenverbrauch beim Abbau von Braunkohle und relativieren diesen Vorteil.
- Für korrekte Flächen-, Entfernungs- und Geometrieberechnungen sind projektionstreue Koordinatenreferenzsysteme und deren Transformationen essenziell.
- Ein Praxisbeispiel zeigt das Aggregieren und Clustern von Daten für die Auswertung von Geoinformationen.
- Python und GeoPandas helfen, sich mit den Konzepten von Geodaten vertraut zu machen, und können so den Umstieg auf GIS-Programme erleichtern.
Die Skripte im Artikel generieren statische Karten, erweitern Punkte zu Polygonen, berechnen Abstände und Flächeninhalte und verbinden Tabellen anhand ihrer Koordinateneinträge. Ein Allzweckwerkzeug hierfür ist die Bibliothek GeoPandas.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „GeoPandas: Wie man mit Python Geodaten analysiert“.
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Obsidian-Rollenspiel: „Avowed“ kommt auf die Playstation
„Avowed“ kommt auf die Playstation: Am 17. Februar bringen Microsoft und Entwickler Obsidian das Rollenspiel auf die Playstation 5, wie sie in einem Video ankündigten. „Avowed“ war bislang eine der letzten Xbox-Eigenproduktionen der jüngeren Vergangenheit, die noch nicht auf der Sony-Konsole verfügbar sind.
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Zusammen mit dem Playstation-5-Port bekommt „Avowed“ zum Stichtag einige neue Features, die auch in die PC- und Xbox-Version integriert werden. Dazu zählen ein „New Game+“-Spielmodus sowie mehrere neue spielbare Rassen, darunter Zwerge. Auch ein Fotomodus wird eingeführt.
Playstation-Port ein Jahr nach Release
„Avowed“ erschien vor knapp einem Jahr zu ordentlichen Kritiken. Es ist das erste Spiel in Obisidians „Pillars of Eternity“-Universum, das nicht aus der klassischen Top-Down-Perspektive gespielt wird. Gelungen sind unter anderem das Kampfsystem und mit Abstrichen das Open-World-Design, die Präsentation der Story und die Dialoge wurden dagegen häufig kritisiert. 76 Prozent der Steam-Spieler empfehlen den Titel.
Anfang 2024 begann Microsoft damit, viele seiner Eigenproduktionen auf der Playstation zu veröffentlichen – zuvor war das jahrelang ein Tabu. Das ist Teil eines Strategiewechsels: Microsoft sieht seine Xbox-Sparte weniger als Treiber für Konsolenverkäufe und will stattdessen mehr Spiele verkaufen.
Zuerst kamen „Sea of Thieves“, „Hi-Fi Rush“, „Pentiment“ und „Grounded“ auf die Playstation, später folgte unter anderem das Open-World-Rennspiel „Forza Horizon 5“. Das Remaster von „Gears of War“ wurde direkt zum Release auf der Sony-Konsole veröffentlicht. Jüngst folgte der „Microsoft Flight Simulator 2024“. Nach dem Release von „Avowed“ auf der Playstation fehlt vor allem noch ein großes Spiel aus den vergangenen Jahren auf der Sony-Konsole: Das Bethesda-Rollenspiel „Starfield“ wurde noch nicht portiert.
(dahe)
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Mein Scrum ist kaputt #143: Das große Icebreaker-Schrottwichteln
Der Einstieg in eine Retrospektive oder auch in einen Workshop gelingt einfacher, wenn man die Aufmerksamkeit aller Teilnehmenden mit einem geeigneten Icebreaker gewinnt. Ideen und Anregungen dafür lassen sich in Online-Archiven, irgendwelchen Online-Blogs und -Artikeln finden, oder man fragt vielleicht ChatGPT, Gemini und andere KI-Assistenten.
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Doch was taugen Icebreaker aus solchen Quellen? Dieser Frage gehen Sebastian Bauer, Ina Einemann und Dominik Ehrenberg in ihrem agilen Podcast nach und begutachten eine Reihe von Vorschlägen.
Hinweis: Die ersten beiden Icebreaker beinhalten für manche Leute möglicherweise unangenehme Geräusche. Wer diese vermeiden möchte, sollte direkt zum Kapitel „Kühlschrankbeichte“ (ca. bei Minute 17) springen.
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