Künstliche Intelligenz
Cirqa Smart Ring: Garmin plant offenbar Einstieg in den Smartring-Markt
Garmin scheint sich im Bereich der bildschirmlosen Fitnesstracker breiter aufstellen zu wollen: Neben dem Fitnesstracker Cirqa bereitet das Unternehmen den Einstieg ins Segment der Smart-Ringe à la Oura vor.
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2024 wollte Garmin keine Smart-Ringe
Darauf zumindest deuten Dokumente einer indonesischen Zertifizierungsdatenbank hin, die ein bislang unveröffentlichtes Garmin-Produkt mit der Bezeichnung „Cirqa Smart Ring“ aufführt. Konkrete Spezifikationen nennt der Eintrag nicht. Darüber berichtet Andre Larson von Garmin News, der die Dokumente entdeckt hat.
Pläne für ein solches Produkt hatte Garmi noch im Jahr 2024 dementiert. Fitnessarmbänder lieferten mehr Leistung, sie böten mehr Platz für zusätzliche LEDs, mehr Sensoren und eine längere Akkulaufzeit, so das Unternehmen damals. Zwar böten Ringe mehr Komfort, jedoch seien sie mit Einschränkungen verbunden, etwa bei der ganztägigen Datenerfassung.
Zudem deutet der Datenbankeintrag an, dass Garmin den Namen Cirqa für weitere bildschirmlose Tracker hin zu einer Produktfamilie erweitern könnte. Mit einem eigenen Ring würde Garmin überdies in den Wettbewerb mit Herstellern wie Oura, Samsung oder Ultrahuman gehen. Oura zeigte zuletzt mit seiner fünften Ring-Generation, wie weit die Miniaturisierung vorangeschritten ist. Der neue Ring ist um 40 Prozent kleiner als der Oura Ring 4, aber auch teurer.
Kein Datum
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Zwar gibt es weder eine Bestätigung seitens Garmin zum Ring noch Hinweise darauf, wann mit der Vorstellung zu rechnen ist. Der Eintrag in der Datenbank ist immerhin ein Indiz dafür, dass eine Markteinführung nicht mehr sonderlich weit entfernt sein dürfte.
Hinsichtlich der Funktionen könnte Garmins Smart-Ring sich am Cirqa-Armband orientieren und damit Gesundheitsdaten mit Garmin Connect synchronisieren. Nutzerinnen und Nutzer könnten ihren Schlaf, ihre Herzfrequenzvariabilität (HRV) und ihre tägliche Belastung erfassen, ohne eine meist recht klobige Garmin-Sportuhr tragen und ohne das Ökosystem verlassen zu müssen.
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(afl)
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(ilk)
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Portasplit-Sicherheitslücke: Midea verteilt Updates an Klimageräte
Midea aktualisiert in den nächsten Wochen automatisch alle PortaSplit-Klimageräte. Der Hersteller reagiert damit auf einen Hinweis von heise security und einem anonymen Whistleblower. Der hatte eine Android-App entwickelt, um ein Sicherheitsproblem zu demonstrieren. Mit ihr ließen sich beliebige Geräte per Bluetooth Low Energy (BLE) fernsteuern – auch gegen den Willen ihrer Besitzer.
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Wie wir berichteten, war zunächst unklar, ob das Verhalten als Sicherheitslücke gilt – in der Risikobewertung des chinesischen Herstellers kamen unbefugte Zugriffe per BLE offenbar nicht vor. Doch auf unsere Nachfrage versicherte Midea Anfang September, ein Update zu entwickeln und dieses baldmöglichst an seine Kunden verteilen zu wollen.
Der Rollout beginnt
Das ist nun passiert. Wie uns die Pressestelle des Konzerns schrieb, ist das Update für alle Geräterevisionen freigegeben und die Verteilung hat „Over the air“ (OTA) begonnen. Im Laufe der nächsten Zeit (genauere Angaben hat Midea nicht gemacht) erhalten alle PortaSplits das Update automatisch.
Die Aktualisierung enthält eine Anpassung des Authentifizierungsmoduls, um den unautorisierten BLE-Zugriff über eine API ohne Authentifizierung zu unterbinden. Das könnte auch die Steuerung der PortaSplit über Heimautomatisierungsplattformen wie Home Assistant beeinflussen.
Das Update trägt die Versionsnummer V.012634_0000_4000_8000_5006_1012. Sie unterscheidet sich nur in den sechs Ziffern nach „V.“ von der Vorgängerversion V.012236_0000_4000_8000_5006_1012. Für einen Vergleich sollte man also wie andernorts üblich lediglich ans Ende der Versionsnummer schauen. Die aktuelle Version der PortaSplit erfährt ihr Eigentümer beim Blick in die App: Zunächst das Gerät in der App ansteuern, dann auf das Burger-Menü oben rechts tippen, zuletzt unten im Menü „Firmware aktualisieren“ aufrufen.
Auf einem redaktionseigenen Gerät konnten wir das Sicherheitsupdate nicht nachvollziehen, unsere PortaSplit ist noch nicht in den Genuss eines OTA-Updates gekommen. Ob die Aktualisierung den Sicherheitsfehler zuverlässig behebt, konnten wir daher nicht eigenhändig überprüfen. Das ist nicht ungewöhnlich, denn Midea führt einen schrittweisen, sogenannten „staggered rollout“ durch. Um zu vermeiden, dass durch unentdeckte Fehler in der Gerätefirmware weitere Probleme auftauchen, werden nicht alle Geräte gleichzeitig, sondern wellenweise aktualisiert.
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Der chinesische Konzern hat auf der IFA kürzlich einen Nachfolger für das beliebte, noch immer schwer erhältliche Gerät vorgestellt. Die Neuausgabe arbeitet mit Propan und soll neue Funktionen für Smarthomes mitbringen. Auch der berüchtigte P1-Filterfehler soll der Vergangenheit angehören.
(cku)
Künstliche Intelligenz
Turbulenzvorhersage-Tool soll Piloten Turbulenzen in Echtzeit umfliegen lassen
Forscher des National Center for Atmospheric Research (NCAR) der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) haben ein Tool mit der Bezeichnung Graphical Turbulence Guidance Nowcast (GTGN) entwickelt, das US-Inlandsflüge komfortabler und sicherer machen könnte. Das Tool fasst Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen zu Turbulenzen zusammen und kann so Piloten in der Luftfahrt Hinweise auf mögliche Luftunruhen auf der Flugroute nahezu in Echtzeit geben. Die Piloten haben dann die Möglichkeit, die Route umzuplanen und die Turbulenzen zu umfliegen.
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Turbulenzen sind nicht nur unangenehm für Passagiere eines Flugzeugs, sondern können auch die Sicherheit des Flugzeugs gefährden. Rund 75 Prozent aller wetterbedingten Unfälle und Zwischenfälle im Flugbetrieb pro Jahr gehen auf das Konto von Turbulenzen, hat das US-amerikanische National Transportation Safety Board festgestellt. Die dadurch entstehenden Schäden an Personen, Kabine und Flugzeuge sowie Flugverspätungen auf Ausfallzeiten für Inspektionen und Wartung summieren sich allein für US-Fluggesellschaften auf 150 bis 500 Millionen US-Dollar jährlich.
Turbulenzvorhersage
Herkömmliche Systeme auf Basis von Wettervorhersagemodellen können Turbulenzen nicht ausreichend präzise vorhersagen. Das GTGN analysiert dagegen während eines Fluges alle 15 Minuten, ob Turbulenzen auf der Route vorliegen. Dazu zieht das System unterschiedliche Datenquellen zu Turbulenzen heran. In der ersten Version des GTGN-Algorithmus wurden bodengestützte Doppler-Radardaten und Turbulenzberichte aus der Luft verwendet. Hinzu kamen Kurzfristprognosen des Graphical Turbulence Guidance (GTG), der Turbulenzvorhersagen über dem US-Festland für maximal 18 Stunden ausgibt.
In der aktuellen GTGN-Version werden zusätzliche Datenquellen aus boden- und luftgestützten Beobachtungen einbezogen. Darunter befinden sich Informationen aus Pilotenberichten, automatisierte Turbulenzmessungen vor Ort, Blitzdaten, Beobachtungen von Wetterstationen und Ergebnisse des Turbulenzerkennungsalgorithmus des NSF NCAR. Dieser Algorithmus schätzt Turbulenzen anhand von Radardaten ein.
Die Beobachtungen werden mit den kurzfristigen GTG-Turbulenzvorhersagen zusammengeführt. Sie basieren auf den Ergebnissen des Schnellaktualisierungsmodells (High-Resolution Rapid Refresh – HRRR) der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), der nationalen US-Wetter- und Ozeanografiebehörde.
Das GTGN wirft aus alledem ein dreidimensionales Gitter aus, in dem Turbulenzquellen verortet sind und erkannt werden können. Das Spektrum reicht dabei von bodennahen Turbulenzen, Turbulenzen in klarer Luft, Bergwellenturbulenzen und Turbulenzen in und in der Nähe von Wolken.
Die vertikale Auflösung umfasst 51 verschiedene Höhen über dem Boden zwischen 30 m bis 15.000 m. Horizontal wird ein Bereich von etwa 3 km erfasst.
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Das GTGN ist bereits seit Ende Juli 2026 in Betrieb und wurde von der US-Bundesluftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) evaluiert und für die Nutzung im US-Luftraum für Inlandsflüge freigegeben. Piloten sollen mit dem System bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Die Forscher des NSF NCAR arbeiten nun daran, das System auch für Turbulenzerkennungen außerhalb der USA zu erweitern.
(olb)
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