Social Media
Community Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
Im Social Media Marketing dreht sich vieles um Kennzahlen: Reichweite, Impressions, Likes, Shares und all die anderen Metriken, die wir täglich beobachten. Doch die wichtigste Größe gerät dabei oft in den Hintergrund: die eigene Community.
Natürlich lässt sich auch sie messen, etwa über die Zahl der Follower*innen. Aber eine Community ist weit mehr als eine Business-Kennzahl. Sie ist der eigentliche Grund, warum Marken und Unternehmen überhaupt auf Social Media aktiv sind: um echte Beziehungen aufzubauen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Raum für den gegenseitigen Austausch zu ermöglichen.
Alles News für dein Community-Management gibt es auch hier im AllSocial Newsletter!
Unsere besten Beiträge und Podcast-Folgen für dein Community Management
Da Community Management eine der Kernaufgaben im Social Media Management ist, haben wir dir hier unsere Highlights zu Community Management und Zielgruppen-Analyse aufgelistet. Denn bevor du dich aktiv ins Gespräch mit deiner Community stürzt, solltest du zunächst wissen, wen du überhaupt erreichen willst und aus welchen Zielgruppen sich die eigentliche Community ergeben soll.
Tricks für deinen Content – So findest du deine Zielgruppe

Die richtige Zielgruppe zu finden, ist ein grundlegender Baustein deiner Content Strategie. Schließlich willst du doch ganz genau wissen, wen du mit deinen Social Media Aktivitäten ansprechen und erreichen willst. Doch die Suche nach der passenden Zielgruppe ist nicht immer einfach. Daher findest du ein paar Tricks und Vorschläge, um die richtigen Zielgruppen zu identifizieren, in unserem Blogbeitrag “Wir haben doch nichts zu erzählen…” – 3 Tricks für neue Social Media Content Ideen
How-to Community Management

Community Management sollte keine Aufgabe sein, die man noch irgendwo im Social Media Redaktionsplan unterbringt. Was zu einem erfolgreichen Community Management alles dazugehört und wie auch du aktiv den Dialog mit deiner Community förderst, erzählt dir Socia Media Expertin Vivian Pein im Feed und Fudder Podcast Folge 76 – Quo vadis Community Management
Die Bedeutung von modernem Social Media Community Management

Community Management in den sozialen Netzwerken ist weit mehr, als Inhalte für bestimmte Zielgruppen zu veröffentlichen. Es ist ein Dialog, der dich nicht ins Gespräch bringt, sondern dir auch echte Mehrwerte bietet. Gerade in Zeiten, in denen die Reichweite von organischem Content sinkt, ist Community Management wichtiger denn. Warum, erklärt dir Community Expertin Tanja Laub in ihrem Gastbeitrag: Organische Reichweite im Sinkflug – was Community Management jetzt bedeutet
Herausforderungen im Community Management

Bei allen Vorteilen, hat Community-Management natürlich auch seine speziellen Herausforderungen. Damit aber aus diesen Herausforderungen keine Stolperfallen werden, zeigt dir Marken- und Community-Experte Steven Urry in seinem Gastbeitrag How to Community Management: Die 5 größten Fails, welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest!
50+: Die Social Media Zielgruppe der Zukunft?

Als Beispiel für eine bestimmte Zielgruppe sprechen wir in Folge 57 unseres Podcasts: 50+ Zielgruppe der Zukunft. Hier hörst du, wie du gezielt eine Zielgruppe ansprichst, passende Inhalte für sie erstellst und dazu beiträgst, dass deine Zielgruppen auch regelmäßig mit deinen Inhalten interagieren.
Social Media
Alle Social Media Verifizierungen im Überblick
Du suchst den großen Überblick über alle Social Media Verifizierungen von TikTok, Meta, Pinterest über LinkedIn? Dann bist du hier genau richtig. Was braucht man alles für einen blauen Haken? Hier findest du die Antwort, denn hier bekommst du alle Social Media Verifizierungen im Überblick.
Das blaue Häkchen ist in aller Munde. Viele Social Media Plattformen ändern derzeit ihre Konditionen an der Vergabepraxis für ihre Abzeichen zur Verifikation von Profilen. Zeit mal genauer nachzuschauen, was es damit auf sich hat und was sich auf den jeweiligen Plattformen überhaupt verändert.
Der Trend zeigt eine eindeutige Richtung auf. Nach der Einführung von “Twitter Blue” (heute „X Premium„) scheinen sich die Plattformbetreiber vermehrt Gedanken darüber zu machen, wie sich die Verifizierung auf ihren Netzwerken monetarisieren lässt.
Ursprünglich als Nachweis gedacht, um die Echtheit eines Accounts zu bestätigen oder zur Bestätigung, dass die Userinnen und User auf dem tatsächlichen Profil einer Persönlichkeit, Marke oder Organisation sind. Denn je bekannter, desto größer die Wahrscheinlichkeit von nachgeahmten und imitierten Profilen. Der blaue Haken hatte seine Vorteile. Doch wie sieht es aus, wenn dieser Haken nur noch gegen die Bezahlung einer Gebühr verfügbar ist? Werden die Plattformen immer noch darauf achten, ob sich hinter dem blauen Haken wirklich noch die echte Persönlichkeit, Marke oder Organisation befindet? Ein Blick auf die Veränderungen der Konditionen und die Pläne der Netzwerke gibt einen ersten Aufschluss.
Dazu schauen wir auf die einzelnen Plattformen, um herauszufinden, wie und wo ihr dort jeweils eure Accounts verifizieren könnt und du erhältst alle Social Media Verifizierungen im Überblick.
Verifizierung auf X (Twitter)
Seit der Veröffentlichung von X Premium ist schon einiges über die etwas andere Art der Verifizierung berichtet worden. Fakt ist: Die Verifizierung auf Twitter ist nicht mehr kostenlos. Ihr könnt für euer X-Konto nur noch eine Verifizierung erhalten, wenn ihr bereit seid, eine monatliche Gebühr zu zahlen. Neben der Verifizierung und dem blauen Häkchen bietet “X Premium” noch eine ganze Reihe an weiteren Funktionen. Welche das sind und wie die Verifizierung mit “X Premium” abläuft, erfahrt ihr unserem Artikel zur Verifizierung auf Twitter:
Status Quo von „X Premium“: Erhältlich in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Verifizierung auf den Meta Plattformen Facebook, Instagram und Whatsapp
Kaum war “X Premium” erschienen, zog Meta nach und kündigte “Meta Verified” an. Ein Abo-Dienst ähnlich zu “X Premium”, der neben der Verifizierung auf allen Meta Plattformen noch weitere Funktionen bieten soll. Mittlerweile ist der “Meta Verified” genannte Abo-Dienst weltweit verfügbar und kostet zwischen 14 und 140 Euro je Monat, abhängig von den gebuchten Leistungen.
Zu Meta Verified geht es hier entlang: Meta Verified
Alternativ gibt es auch immer noch die „alte“ kostenlose Version der Verifizierung, für die man allerdings gewisse Anforderungen erfüllen muss (bekannte Marke, VIP, Journalist, etc.).
Für den Nutzer sehen beide Verifizierungen gleich aus.
Kontoverifizierung auf TikTok
Immer noch kräftig am wachsen und seitdem von ungebrochener Beliebtheit: TikTok! Keine Frage, auf TikTok stehen euch viele Chancen offen, euch eine tolle Community aufzubauen. Damit eure Follower auch wissen, dass es sich tatsächlich um euch handelt, braucht ihr eine Verifizierung von eurem TikTok Konto.
Wie das geht, haben wir euch hier zusammengestellt:
Verifizierung auf LinkedIn
Auf LinkedIn konnte man sich bisher nicht selbst um eine Verifizierung bewerben. Es gab nur die Top Voices, die von LinkedIn selbst bestimmt wurden.
Bereits seit zwei Jahren forciert LinkedIn aber eine Methode, bei der Nutzer sich über ihren Arbeitgeber oder ihren Ausweis bzw. Reisepass verifizieren lassen können.
Das Schöne daran: Die Verifizierung ist kostenlos. Sie bringt aber auch keine weiteren Funktionen wie etwa bei Meta oder X. Auch wenn LinkedIn werblich von „mehr Interaktionen und Profilbesuchern“ auf der eigenen Webseite berichtet.
Mehr Infos findet ihr in der LinkedIn Hilfe.
LinkedIn Unternehmensseiten können ebenfalls eine Verifizierung anfordern. Auch diese ist kosenlos.
Verifizierung auf Pinterest
Pinterest betont selbst die Wichtigkeit von verifizierten Konten für seine Plattform. Aktuell ist die Verifizierung auf Pinterest jedoch ausgesetzt, da Pinterest momentan den gesamten Prozess überprüft. Als Pinterest Userinnen und User könnt ihr noch Webseiten, zu denen ihr Pins veröffentlicht, verifizieren lassen.
Mehr dazu gibt es in unserem Artikel zur Verifizierung auf Pinterest:
Auf vielen Plattformen ist ein vollständiges Profil Pflicht, damit ihr die Anforderungen für eine Verifizierung erfüllt. Also unbedingt eure Profilbeschreibung ausfüllen und nicht das Profilbild vergessen! Die passende Bildgröße und das richtige Format könnt ihr unserem praktischen Guide zu allen Bildgrößen und -formaten der gängigsten Social Media Plattformen entnehmen.
Social Media
Feed und Fudder 77 – Social Gretchenfrage: Sales oder Entertainment?
Sales oder Spaß? Warum überhaupt „oder“? Natürlich wollen Unternehmen Geld verdienen, und Social Media ist längst ein relevanter Absatzmarkt. Doch warum posten so viele Marken Inhalte, die ausschließlich auf Verkauf getrimmt sind oder anders ausgedrückt: Langweilig!
Dabei kann Social Media Content, der eine Marke stärkt und Umsatz bringt, alles andere als öde sein. Im Feed und Fudder Podcast sprechen wir darüber, ob Sales und Entertainment wirklich Gegensätze sind, und zeigen euch Beispiele, die beides souverän verbinden.
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Entertainment first! Die neue Realität im Social Media Management
Influencer Marketing: Wie Social Media Manager*innen die richtigen Partner finden
Transkript Feed und Fudder Podcast Folge 77 – Social Grechtenfrage: Sales oder Entertainment?
Du bist grad irgendwo, wo es still sein muss, schmöckerst lieber in Texten oder möchtest unsere Folge barrierefrei mit deinem Screenreader lesen? Kein Problem!
Hier gibt es das Transkript zu Folge 77 – Social Grechtenfrage: Sales oder Entertainment?
Transkript
Nicola
Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed & Futter mit Alex und mir, der Niki. Alex, jetzt wollte ich was mit holy holy anfangen, aber die Überleitung habe ich voll verkackt. Wir hatten ganz oft schon auf dem Blog auf allsocial.de das Thema: Wie entertaining ist Social? Ich bin heute etwas durcheinander. Wie entertaining ist Social? Leute, seht’s mir nach, ich bin heute ein bisschen verballert. Deine These war: 2026 wird es noch entertainiger und Sales ist nicht so krass wie Entertainment. Sales oder Entertainment, es ist verwirrend heute.
Alexander
Ich habe sogar zwei Thesen. Die erste These ist Entertainment First. Social Media wird immer weniger Social und mehr Media. Früher hat man Social Media genutzt, um sich mit Leuten zu vernetzen, die man kennt oder noch nicht kennt. Da gab es Funktionen wie Anstupsen auf Facebook oder Gruscheln auf StudiVZ. Sowas gibt es heute gar nicht mehr. Heute geht man auf Social Media, um Content Creators zu folgen. Social Media wird immer mehr zu Streaming. Video-Content ist das bevorzugte Format und wird am meisten ausgespielt. Man nutzt Social Media, um sich passiv zu unterhalten und zu konsumieren.
Die zweite These: Es gibt so viele Marken, denen dieser Entertainment Shift egal ist oder die ihn nicht verstanden haben. Sie veröffentlichen am laufenden Band Postings, die ausschließlich auf Sales getrimmt sind und nur das zeigen, was sie selbst gerne sehen wollen. Sie machen sich keine Gedanken darüber, dass man Inhalte veröffentlichen sollte, die die Zielgruppe sehen will, die Fragen beantworten, Probleme lösen oder einfach unterhalten. Das sind meine zwei Thesen.
Nicola
Das sind starke Thesen. Punkt eins: Ich bin bei dir. Unterhaltung war immer schon ein Thema, aber es gibt eine Verlagerung von Beziehungen hin zu mehr Entertainment. Die Bedürfnisse Unterhaltung, Zerstreuung und Beziehung waren immer da. Aber die Plattformen haben sich stark Richtung Videocontent verändert, weil man über Werbeplatzierung mehr Geld verdient. Videocontent muss hochwertiger produziert sein, braucht Storytelling, ein Bild reicht nicht mehr. Dadurch wird es entertainiger, wenn man erfolgreich sein will.
On top wollen die Plattformen mehr Content und fördern durch den Algorithmus viel Content. Wie willst du viel Content produzieren, wenn du nichts Serielles machst? Das eine bedingt das andere. Das Bedürfnis nach Entertainment war schon immer da, aber durch die Plattformlogik führt es automatisch dazu, dass man mehr ins Entertainige geht. Man braucht etwas Serielles. Man kann zwar 100 Jahre aus seinem Leben erzählen, aber irgendwann ist es auserzählt. Dann wird es geskripteter und die Lösung ist: mehr Entertainment. Storytelling sind erfundene Geschichten.
YouTube braucht Content und Watchtime. Die Oscars sollen künftig nur noch auf YouTube oder Streaming stattfinden, nicht mehr im TV. Das Nutzerverhalten der jungen Zielgruppe ist Social First oder Social Only. Große Inhalte finden nicht mehr im TV statt. Das hängt alles zusammen. Spannend ist dein zweiter Gedanke: Sales. Wenn jeder Post auf Sales getrimmt ist, kann das der organischen Reichweite schaden. Deine fünf Cent?
Alexander
Denke ich schon. Es kann sein, dass Sales-Posts lustig und gut sind. Meine Aussage war allgemein gemeint. Ich meine stinklangweilige Beiträge. Auch Beiträge, die Produkte vorstellen, können unterhaltsam sein. Eigentlich wollte ich sagen: Social Media Beiträge, die ausschließlich so formuliert sind, wie man es selbst gern hätte, sind meistens langweilig. Und langweilig ist das Letzte, was die Community sehen will. Der Entertainment-Gedanke ist zu stark geworden. Ihr könnt eure Produkte vorstellen, eure Dienstleistungen, eure Services, aber das kann man mit unterhaltsamem Storytelling machen.
Nicola
Ich bin voll bei dir. Die Akzeptanz für Sales ist in den letzten Jahren krass gestiegen. Früher waren die Leute sensibel, wenn man erwähnt hat, dass man etwas kaufen kann. Heute hat jeder zweite Post irgendeinen Rabattcode. Influencer-Marketing ist Homeshopping in der äußersten Form. Es gibt eine hohe Akzeptanz für Abverkauf.
Aber es muss nutzerorientiert sein. Wenn die User den Content als akzeptabel und plattformgerecht sehen, ist Sales okay. Wenn sie merken, dass es nicht passt, zu plump ist oder nicht unterhält, kommt eine Abwehrhaltung. Es muss Aufmerksamkeit generieren, unterhaltsam sein und im Zweifel steckt eine ganze Brandlogik dahinter: Storytelling, Visualität und so weiter.
Alexander
Und genau das ist eigentlich das Kriterium, wie wir oft unsere Wins aussuchen. Bei den Wins schauen wir: Hat eine Marke verstanden, einen bestimmten Zeitpunkt zu nutzen? Zum Beispiel diese berühmt-berüchtigte Hebebühnenfirma, die den Louvre Einbruch genutzt hat, um ihre eigenen Hebebühnen zu zeigen, die bei diesem Einbruch im Einsatz waren. Sie haben die Vorzüge betont, wie stabil und flexibel ihre Hebebühnen sind. Oder war das Storytelling gut?
Du kannst deine Produkte vorstellen, das ist legitim. Du kannst deine Dienstleistung vorstellen, gar kein Problem. Aber mach es nicht langweilig. Auf Sales getrimmt heißt: ein langweiliges Posting, das nur über dich selbst spricht.
Bei der Hebebühnenfirma war es anders: Sie haben den richtigen Zeitpunkt gewählt, sie waren nicht zu schade, sich selbst ein bisschen auf die Schippe zu nehmen, und sie haben trotzdem die Vorzüge des Produkts eingebaut. So kann man es machen. Eine langweilige Firma hätte erst das Wasserzeichen der Hebebühne eingefügt, hätte 20 Freigabeschleifen gebraucht, der Zeitpunkt wäre verpasst worden und am Ende wären langweilige Zahlen gekommen wie „hochfahrbar auf 18 Meter“.
Nicola
Du musst den Nerv treffen, damit die Leute hängen bleiben. Damit sie merken: witzig, das teile ich. Manchmal ist der Kauf nicht das primäre Ziel, sondern ein Nebeneffekt. Das Primärmotiv ist Unterhaltung. Der Abverkauf passiert nebenbei.
Ich nehme mich da nicht aus. Ich will gar nichts kaufen und dann kommt ein guter Post und ich denke: interessant. Wenn es gut gemacht ist, passt es. Es kann auch eine Werbeanzeige sein, die in einem guten Umfeld stattfindet. Wenn ich harten Abverkauf will, muss ich in ein werbliches Umfeld gehen.
Ein gutes Beispiel, wie Social-Logik auf einem Home-Shopping-Kanal funktioniert, ist Whatnot. Das ist eigentlich eine TikTok-Logik: Feed, Swipen, Clips, Likes, Kommentare. Die Verkäufer machen Live-Shopping, du kannst direkt kaufen. Es wird nicht langweilig. DM hat das auch in der App, MediaMarkt auch. Whatnot bringt es aber auf die Spitze, weil das System gut funktioniert. Es ist gelernt, es ist socialig. Die Verkäufer animieren dich permanent: Welche Tasche soll ich verkaufen, worauf habt ihr Bock? Die Community wird extrem eingebunden.
Da gehst du hin, weil du etwas kaufen willst oder auch nicht. Vielleicht findest du es einfach unterhaltsam. Diese zwei Wege sind spannend: Social, wo du Unterhaltung suchst und dann kaufst, oder eine Sales-Plattform, die sehr socialig ist. Whatnot zeigt, wie Social-Logik in einem reinen Selling-Prozess funktioniert.
Alexander
Whatnot ist auch stark in der Zusammenarbeit mit Influencern und Creatorn. Da fühlt es sich organisch an. Organisch ist so ein Wort, da denke ich immer an einen OP-Tisch, wie bei Dr. Bibber.
Nicola
Oder Social Media Dr. Bibber.
Alexander
Genau. Die Socialigkeit ist in der App und in der Verkaufslogik. Gleichzeitig tragen Creator das auf Social Media weiter und es wirkt nicht plump oder abverkaufslastig, sondern natürlich. Ein spannendes Beispiel. Du hast aber auch ein Beispiel aus Hanau mitgebracht.
Nicola
Ein sehr lokales.
Alexander
Ja, die Card Buddies. Wir hatten es ja schon von Pokémon. Grüße an den Kabuto-King. Kabuto steht gerade bei 124 Dollar. Er hat sein Versprechen eingehalten: Eine Karte aus seiner Sammlung wurde bei eBay versteigert, 50.000 Dollar, und er spendet das an ein Kinderkrankenhaus.
Die Card Buddies in Hanau sind ein Offline-Store für Pokémon-Karten, machen Turniere, Tauschbörsen und arbeiten viel mit Whatnot. Das ist ein Beispiel dafür, wie man Whatnot als Streaming-Plattform nutzt. Es ist zwar Verkauf, aber von der Logik her ist Whatnot wie eine Streaming-Plattform, ein Shopping-Netflix. Das bindet Partner gut ein.
Wir hatten im Vorgespräch ein Beispiel, wo es uns zu viel wurde: Holy, die Energy-Drink-Marke. Das Produkt ist cool, aber sie arbeiten mittlerweile mit jedem Influencer und Creator zusammen. Whatnot konzentriert sich auf passende Partner, Holy ist überall. Das ist ein Massenmodell, verständlich, aber mir ist es zu wahllos. Überall taucht Holy auf, Rabattcodes überall. Zu viel des Guten.
Nicola
Das sind zwei unterschiedliche Ansätze. Card Buddies ist ein Local Store, sehr spezialisiert, eine nerdige Zielgruppe. Sie haben Offline-Events. Aber auf dem Account sind so viele Zuschauer, viel mehr als in Hanau leben. Das ist ein spannender Mix: ein kleiner Store, der unterhaltsam auf Instagram unterwegs ist, kombiniert mit Whatnot. Damit erweitern sie brutal ihre Reichweite und ihr Abverkaufsgebiet.
Es ist nicht fancy, aber sie haben verstanden, wie sie ihre Nerds erreichen. Sie sind sympathisch und unterhaltsam. Sehr lokal, sehr klein, aber konsequent und clever gemacht. Unterhaltsam, aber das primäre Ziel ist: Der Store soll funktionieren und Menschen sollen Karten kaufen.
Da ist genau der Punkt: Plattform verstanden, User verstanden und dann überlegt, welchen Content man machen muss, damit die Leute dranbleiben, wiederkommen, eine Beziehung aufbauen und irgendwann vielleicht etwas kaufen.
Alexander
Du hast gerade echt den Hot Take rausgehauen, mit diesen drei Punkten. Plattform verstehen, User verstehen, auf Entertainment, aber auch nicht gewollt oder auch gezwungen, sondern natürlich, empathisch, sympathisch, auf Storytelling zu machen. Und nicht auf Teufel komm raus Storytelling zu machen, sondern wirklich natürliches…
Nicola
Ja, was auch zu dir passt. Also ich meine auch bei den Cardbuddies, die machen das natürlich, es würde jetzt bei einer anderen Branche vielleicht gar nicht funktionieren. Es funktioniert, weil diese Menschen in dem Store so sind, wie sie sind und über diese Themen so reden, wie es in dieser Zielgruppe funktioniert. Und sich da nicht zu verstellen, sondern im Gegenteil zu gucken, wo sind meine Stärken. Und dann sagen, okay, das ist unique.
Also das kann niemand einfach so kopieren. Weil der Store kannst du nicht kopieren. Du kannst die Menschen nicht einfach kopieren. Und das ist ein Erfolgsrezept, was man sich wirklich genau anschauen kann. Und top Card Buddies finde ich wirklich spannend. Deswegen bin ich voll froh, dass du dir das Beispiel mitgebracht hast.
Dass die dann aber nicht nur an Reichweite auf Social denken, sondern weiterdenken, ja, wie ist denn der Abverkaufprozess? Also Punkt 1, kommt jemand in die Store? Ist das ein Abverkauf? Geht jemand auf Whatnot? Ist das der Abverkauf? Geht jemand in meinen Shop? Ist das der Abverkauf? Also das ist halt auch noch so entscheidend.
Es hilft jetzt nicht nur zu sagen, ja, wir haben einen super coolen Channel, sondern am Ende des Tages auch, okay, aber wie kommen die Personen jetzt, also wo soll die hin? Sollen die in die Store gehen? Sollen die auf Whatnot gehen? Oder sollen die in den Online-Shop gehen? Und ich glaube, das ist auch nochmal so die Next Level, damit es wirklich funktioniert, dass du das durchdacht hast.
Und bei Holy zum Beispiel, deswegen ist das ein, ja, ich verstehe den Ansatz, die sind ein Massenprodukt. Die müssen in den Massenmarkten, B2C-Markt. Und im Idealfall läufst du am Supermarkt am Corner vorbei, siehst das Logo, siehst das Produkt und greifst hin. Deswegen müssen die brutal nervig sein und wahnsinnig präsent. Und das ist, glaube ich, die Challenge bei Holy. Der Account, finde ich, ist auch gut gemacht und der Account ist auch sehr unterhaltsam. Grundsätzlich mit den Creatorn haben die auch eine krasse Reichweite. Aber, was du jetzt sagst, bis zu gewissen Punkt wird es halt belanglos.
Alexander
Mir ist es einfach zu wahllos Ich finde, WhatNot zum Beispiel bleibt eigentlich immer… WhatNot ist ja nicht nur Pokémon-Sammelkarten, da kannst du ja alles Mögliche versteigern, aber… Genau, aber dann bleibt es auch getrennt.
Nicola
Luxustaschen und Hausrat. Dann arbeiten die dann halt immer in diesen Sphären.
Alexander
Also hier ihre Pokémon-Influencern werden jetzt nicht auf einmal Luxustaschen auf WhatNot steigern.
Nicola
Ja, absolut. Brauchen die auch gar nicht. Du willst ja in diesen Stream rein, weil du ja deine Trading Cards da findest. Oder du gehst in den Stream rein, weil du halt Hausauflösungen toll findest und Schnäppchen jagen willst. Also da ist ganz klar der Trigger sehr gezielt gesetzt. Und ich glaube, die Schwierigkeit bei Holy ist einfach, dass die so in den Massenmarkt müssen. Diese Brand muss so sichtbar sein, wenn ich in den Corner, in den Supermarkt gehe, dass ich diesen Aufsteller sehe und dann sage ich, ah ja, Holy, der vertraue ich der Marke. Und das ist eine ganz andere Herausforderung.
Und dadurch wird die Marke aber, verliert die natürlich ein bisschen an Charakter. Die Frage, wie weit treibst du das? Das ist die Frage, können wir nur wissen, wie erfolgreich Holy ist. Und vielleicht in ein, zwei Jahren. Also vielleicht ist die Brand dann durch, kann auch sein. Dass die dann halt einfach durch ist, das Produkt ist abverkauft, alles in Happy und Gutes. Aber für den nachhaltigen Brandaufbau ist es natürlich heftig, wenn es so unfassbar breit wie eine Gießkanne auf alles ausgerollt wird. Das ist das, was dich dann ja nervt.
Alexander
Ich glaube, vielleicht nach dem ganzen Gespräch revidiere ich es ein bisschen. Ich glaube, was mich so vielleicht gar nicht nervt, ist gar nicht so die Masse, sondern die Art und Weise. Durch diese Masse, wenn ich sage mal so, great und influencer, hast du auch unterschiedliche Qualitätsstufen. Meine ich nicht böse, ist einfach so. Und wenn halt so Whatnot, wenn du die halt gezielt aussuchst, mit wem du zusammenarbeitest, die können das dann schon besser einbauen. Wie bei den Card Buddies: Die bauen das ja ganz sympathisch ein, ganz organisch, es stört dich nicht.
Wenn du aber praktisch jeden, der einen YouTube und Instagram-Kanal hat, zu deinen Markenbotschaftern machst, dann gibt es halt welche, die können es halt richtig gut. Und die man sagen halt auch irgendwie passend. Und dann gibt es halt welche, die können es einfach nicht. Und dann ist es einfach total schräg, wie dann das Produkt eingebunden wird. Ich meine, ich habe es dir doch geschickt. Ich habe mal beim Bilder aufräumen, etwas gefunden. Ich würde mal sagen, es ist einer, wenn wir von Social-Media-Klassikern reden, vielleicht auch Fail-Klassiker, es ist wohl der größte oder der bekannteste Social-Media-Produktplacement-Fail.
Und zwar, es geht um Bifi. Es gab mal eine Influencerin aus Heidelberg, die einfach Bifi in der Badewanne gegessen hat und auch ihre ganze Badewanne drumherum, ihr ganzes Badezimmer war von oben bis unten voll mit Bifi.
Nicola
Ja, stimmt. Schrecklich. Allein der Geruch, allein das Bild riecht für mich.
Alexander
Alles passt halt so überhaupt nicht zusammen, weil ich glaube, wenn ich baden gehe, dann denke ich an Entspannung, ich denke an Wohlfühlen. Genau, überleg dir mal, du machst dir schön so einen Schaumbad ein und
Nicola
da ist Bifi, aber das riecht nach Wurst.
Alexander
Du hast dann so Duftkerzen vielleicht und alle mich dann schön richtig, bis du dich dann wohlfühlst, gehst dann ins Badewasser, heimelig gemütlich und dann machst du so ein Bifi auf und dann kommt dieser Geruch.
Nicola
Und es stinkt einfach. Aber gut, dass du es nochmal rausgekramt hast. Dieses Bild riecht für mich. Also es riecht nach Vanille, Seife und nach Wurst.
Alexander
Wenn Bilder riechen können, das ist für mich einer der absoluten Social Media Klassiker. Aber hat das mit Food zu tun.
Nicola
Ja und hat auch eine gewisse Berühmtheit erlangt. Aber irgendwie drehen wir uns, also beziehungsweise eigentlich ist es genau das, was du am Anfang gesagt hast. Sales per se ist ja nicht verkehrt, gerade im Social ist Sales durchaus ein wichtiger Bestandteil.
Inzwischen, und es ist sehr akzeptiert, aber es muss halt plattformgerecht sein und es muss unterhaltsam sein und es muss passen und dann habe ich auch kein Problem damit, dann hat der User kein Problem damit und ich glaube, das ist das, was dich bei Holy stört, dass eben genau, was du gesagt hast, es so blump oft eingebaut wird, dass es dann halt eben eine plumpe, schlecht gemachte Werbung ist.
Alexander
Genau, es ist eingebunden wie halt da die Bifi in der Badewanne.
Nicola
Genau, Bifi in der Badewanne. Und wenn es gut gemacht ist, unterhaltsam, plattformgerecht und die User anspricht, dann stört es niemanden. Dann hast du den perfekten Fit. Und ich glaube, das ist am Ende des Tages unsere Frage vom Anfang: Sales oder Entertainment? Ich würde sagen, das kann man gar nicht trennen. Solange es unterhaltsam ist und den Usern Spaß macht, kann man absolut abverkaufen und Sales machen. Es nervt nur, wenn es plump, einfach und langweilig ist. Das braucht kein Mensch.
Alexander
Ich habe auch noch einen Win mitgebracht, und da wurden alle Win-Checkmarks erfüllt. Ich fand ihn super sympathisch, weil sie Storytelling gemacht haben, und zwar doppelt. Sie haben erzählt, wie es dazu kam, und sie haben daraus auch eine zweite Story gemacht. Ich kannte die Marke vorher nicht, jetzt kenne ich sie. Es geht um Vöslauer Mineralwasser aus Österreich.
Ich bin ein großer Fan davon, wenn Marken Momentum nutzen. Der Sidekick von Conan O’Brien, Jordan Schlansky, hat in seinem Podcast erzählt, dass er totaler Fan von Vöslauer ist. Das hat Millionen Hörer erreicht und lief auch auf YouTube. Die betreuende Agentur hat gedacht: Lass uns in die USA fliegen und ihm Danke sagen. Also haben sie in der Nähe des Podcaststudios ein großes Straßenbanner aufgehängt. Darauf stand: „Everyone else look away, this is between Jordan and us“ – daneben eine Vöslauer-Flasche.
Ich finde das super sympathisch. Sie haben das Momentum genutzt, die Geschichte erzählt, wie es dazu kam, und die Marketingverantwortlichen erzählen das voller Stolz auf Social Media. Das finde ich mega sympathisch. Wenn man etwas Cooles gemacht hat, ist es legitim, sich zu zeigen und zu sagen: Das ist unsere Kampagne. Deswegen ist das mein Win der Woche.
Nicola
Absolut. Und ich als großer Wassertrink-Fan: Es schmeckt auch wirklich gut. Die müssen nichts versprechen, was sie nicht halten. Es ist ein gutes Wasser. Und ich bin nicht gesponsert. Falls jemand Wasser sponsern will, meldet euch. Ich habe kein Problem damit, für Wasserwerbung zu machen, das gut schmeckt. Es hätte wahrscheinlich nie Berühmtheit in den USA erlangt, aber sie haben das Momentum perfekt genutzt.
Ja, da sind wir schon am Ende. Alex, du kannst mir alles Mögliche abverkaufen, solange es unterhaltsam ist. Ich wünsche dir eine gute Woche. Sei unterhaltsam. Langweile mich nicht. In dem Sinne: gute Woche. Ciao.
Alexander
Mach’s gut.
Social Media
KI für Social Media Agenturen: Effizientes Werkzeug oder Risiko für echte Markenkommunikation?
Ein Meinungsbeitrag aus der Praxis von Anna Deimann
Künstliche Intelligenz hat sich in den vergangenen Jahren rasant im Social Media Marketing etabliert. Was zunächst nach Zukunftsmusik klang, gehört heute für viele Teams zum Alltag. Texte, Bilder & Auswertungen lassen sich automatisieren oder zumindest vorbereiten. Die Frage ist längst nicht mehr, ob KI eingesetzt wird, sondern wie bewusst und verantwortungsvoll.
Gerade im Social Media Marketing, wo Nähe, Persönlichkeit und Vertrauen eine zentrale Rolle spielen, lohnt sich ein genauer Blick darauf, was KI heute leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.
Wo KI im Social Media Marketing heute steht
KI im Social Media Marketing eröffnet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die vor allem auf Effizienz, Skalierbarkeit und bessere Planbarkeit abzielen. Viele Aufgaben, die früher viel Zeit oder manuelle Abstimmung erfordert haben, lassen sich heute deutlich schneller vorbereiten und umsetzen.
Ein großer Vorteil liegt in der Content-Planung und -Vorbereitung. KI-Tools können Themen vorschlagen, Redaktionspläne strukturieren und Inhalte auf unterschiedliche Plattformen anpassen. Texte lassen sich variieren, kürzen oder verlängern, an verschiedene Zielgruppen anpassen oder in unterschiedliche Tonalitäten überführen. Dadurch wird es möglich, konsistent zu posten, ohne jeden Beitrag komplett neu zu denken.
Auch in der Content-Produktion selbst sind die Möglichkeiten breit. KI unterstützt bei der Texterstellung, bei der Generierung von Bildideen, bei der automatischen Erstellung von Untertiteln oder bei der Anpassung von Videoformaten für Reels, Shorts oder Stories. Bestehende Inhalte können effizient recycelt und für mehrere Kanäle aufbereitet werden, etwa aus einem langen Video mehrere kurze Clips oder aus einem Beitrag mehrere Varianten.
KI für Performance-Analyse und -Auswertung
Im Bereich Analyse und Optimierung spielt KI ebenfalls eine zentrale Rolle. Sie kann große Mengen an Performance-Daten auswerten, Trends erkennen und Zusammenhänge sichtbar machen. Daraus lassen sich Empfehlungen ableiten, etwa zu Posting-Zeiten, Content-Formaten oder Themen, die besonders gut funktionieren. Entscheidungen werden dadurch stärker datenbasiert und weniger vom reinen Bauchgefühl abhängig.
Weitere Einsatzfelder finden sich im Community-Management und in der Interaktion. KI kann Kommentare vorsortieren, wiederkehrende Fragen erkennen oder Antwortvorschläge vorbereiten. Auch das Monitoring von Marken, Themen oder Stimmungen in sozialen Netzwerken lässt sich automatisiert unterstützen.
Unsere Learnings aus der Agenturpraxis
Als Social-Media-Agentur betreuen wir parallel sehr unterschiedliche Accounts. Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Zielgruppen, unterschiedliche Erwartungen an Tonalität und Auftreten. Genau in diesem Alltag zeigt sich schnell, wofür KI wirklich taugt. Nicht als Alleskönner, sondern als Werkzeug, das Arbeit erleichtert, wenn man es richtig einsetzt.
Sehr früh haben wir gemerkt, wie stark KI bei vorbereitenden Aufgaben helfen kann. Bei der Themenfindung für Redaktionspläne, beim Sammeln von Content-Ideen oder beim schnellen Durchspielen verschiedener Ansätze für einen Post. Auch erste Textskizzen oder grobe Caption-Varianten lassen sich effizient erstellen. Das spart Zeit, vor allem in Phasen, in denen viele Inhalte parallel geplant werden müssen.
Mit zunehmender Nutzung wurde unser Umgang mit KI deutlich strukturierter. Heute setzen wir sie gezielt dort ein, wo sie uns Geschwindigkeit und Überblick verschafft. Etwa um Ideen zu sortieren, Inhalte für verschiedene Plattformen vorzubereiten oder Performance-Daten schneller einzuordnen. Gerade bei mehreren Kunden gleichzeitig hilft uns das, sauber und konsistent zu arbeiten, ohne den Überblick zu verlieren.
So ist KI für uns zu einem festen Bestandteil der täglichen Social-Media-Arbeit geworden, der vor allem eines bringt: mehr Klarheit, mehr Tempo und bessere Planbarkeit im Alltag.
Die Grenzen der KI in der Agenturpraxis
Trotz aller Fortschritte merken wir im Alltag sehr schnell, wo KI an ihre Grenzen stößt. Besonders dann, wenn es um echte Nähe und Fingerspitzengefühl geht. KI kann Texte formulieren und Reaktionen nachahmen, sie hat aber kein Gespür für Situationen, Stimmungen oder Zwischentöne. Genau diese Feinheiten entscheiden im Social Media Marketing oft darüber, ob ein Beitrag glaubwürdig wirkt oder nicht.
Ein weiterer Punkt, der in der Praxis relevant ist, betrifft die Verlässlichkeit von Inhalten. KI liefert in der Regel schnelle und schlüssig klingende Antworten. Das ist hilfreich, erfordert aber Aufmerksamkeit. Zahlen, Fakten oder konkrete Aussagen müssen geprüft werden, bevor sie veröffentlicht werden. Die Verantwortung für Inhalte bleibt immer beim Absender, unabhängig davon, wie sie entstanden sind.
Auch bei Sprache und Kontext zeigt sich, dass menschliche Einschätzung unverzichtbar ist. Ironie, Branchenjargon oder kulturelle Besonderheiten werden von KI nicht immer korrekt eingeordnet. Ein Text kann formal gut geschrieben sein und trotzdem nicht zur Marke, zur Zielgruppe oder zur aktuellen Situation passen. Genau hier ist Erfahrung gefragt.
Fazit
In unserer täglichen Arbeit sehen wir sehr deutlich: KI kann Social Media Arbeit einfacher machen. Sie spart Zeit, hilft beim Strukturieren und nimmt viele repetitive Aufgaben ab. Gerade wenn viele Kanäle, Formate und Kunden parallel betreut werden, ist das ein echter Vorteil, den wir nicht mehr missen möchten.
Gleichzeitig merken wir aber auch jeden Tag, wo Schluss ist. Eine KI weiß nicht, wie sich ein Kunde wirklich positionieren möchte, welche Themen sensibel sind oder wann ein Post zwar „gut klingt“, sich aber trotzdem falsch anfühlt. Diese Entscheidungen entstehen im Gespräch, aus Erfahrung und aus dem Verständnis für die Menschen hinter der Marke.
Für uns ist KI deshalb kein Ersatz, sondern ein Werkzeug. Sie hilft im Hintergrund, aber die Richtung geben immer noch Menschen vor. Am Ende entscheidet nicht der Algorithmus, ob ein Beitrag Vertrauen aufbaut, sondern ob er ehrlich, passend und durchdacht ist. Genau das lässt sich nicht automatisieren und genau darin liegt weiterhin der Kern guter Social-Media-Arbeit.
Hinweis: Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag. Es besteht keine bezahlte Kooperation.
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