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Core Ultra 300; Erste Intel Arc B390 Benchmarks
Intel Core Ultra 300 alias Panther Lake gibt es in 14 Varianten, davon bieten drei eine besonders große iGPU. Für diese Intel Arc B390 hat Intel einen gewaltigen Leistungssprung in Aussicht gestellt. Erste Benchmarks bestätigen das, auch wenn einige für Kunden wichtige Fragen noch ungeklärt bleiben.
Core Ultra 300 mit Intel Arc B390
Die iGPU in Intel Core Ultra 300 „Panther Lake“ basiert auf der 3. Generation Xe. Es gibt eine kleine iGPU mit vier Xe-Clustern, die Intel fertigt, und eine große iGPU mit 12 Xe-Clustern, die von TSMC kommt. Die große Version trägt den Namen Intel Arc B390 und kommt in drei Prozessoren zum Einsatz. Sie tragen ein zusätzliches „X“ im Namen. Alle Details zu Core Ultra 300 und der neuen Xe3-iGPU liefern die nachfolgenden Artikel. In diesem Artikel geht es um einen ersten Blick auf die Intel Arc B390.
- Intel Core Ultra 300: Panther Lake startet mit 14 Modellen und sehr hoher Leistung
- Intel Panther Lake im Detail: Das ist „Core Ultra 300“ mit Intel 18A, neuen Kernen und Xe3
Diese Leistung verspricht Intel
Zur finalen Vorstellung von Core Ultra 300 auf der CES Anfang dieser Woche hatte Intel den Mund in Bezug auf die Gaming-Leistung der neuen großen iGPU sehr voll genommen: Die Leistung einer GeForce RTX 4050 Laptop GPU 6 GB soll im Durchschnitt erreicht und AMDs Flaggschiff, der Ryzen AI 9 HX 370 (Test) (bald Ryzen AI 9 HX 470) um über 80 Prozent geschlagen werden.
Erste Benchmarks auf einem System von Intel
Im Nachgang der Präsentation hatten ausgewählte Medienvertreter in Las Vegas die Möglichkeit, erstmals selbst Hand an ein Notebook mit Core Ultra 300 und großer iGPU Arc B390 anzulegen. ComputerBase war darunter. Dabei ist anzumerken:
Bitte lesen Sie die Packungsbeilage
- Für die Benchmarks war eine Stunde Zeit, letztendlich wurden nach der Einrichtung und Konfiguration drei Spiele getestet – viel mehr folgt zum Fall des Embargos auf eigenem Testgerät.
- Zur Verfügung stand in Las Vegas das absolute Topmodell, der Core Ultra X9 388H, mit 65 Watt TDP.
- Die CPU saß in einem Lenovo IdeaPad 5 Pro.
- Um durch die Tischdecke nicht die Kühlung zu behindern, wurde das Notebook vor Ort aufgebockt. Es wurde also alles dafür getan, dass die Leistung so hoch ausfällt wie nur möglich.
Die zwei Vergleichskandidaten
Für diesen Ersteindruck wurden zwei Vergleichssysteme herangezogen, die AMDs noch aktuelles Consumer-APU-Flaggschiff Ryzen AI 9 HX 370 und eine GeForce RTX 4070 Laptop GPU enthalten. Beide Systeme liefen mit der aktuellsten Software (Windows 11, Treiber etc. pp.):
- Die Radeon 890M des Ryzen AI 9 HX 370 wurde im Asus Zenbook S16 (2024) getestet. Es gehört mit maximal etwas über 30 Watt TDP nicht zu den schnellsten seiner Art, schnellere Modelle legen noch ~15+ Prozent FPS oben drauf. Das muss nachfolgend beachtet werden.
- Die GeForce RTX 4070 Laptop GPU wurde im Razer Blade 14 (2023) getestet. Sie bietet in diesem Modell die maximal erlaubte TGP von 115 + 25 Watt.
Die Einstellungen im Test
Folgende Einstellungen wurden verwendet. Auf der Intel Arc B390 kam durchweg XeSS zum Einsatz, DLSS (RTX 4070 Laptop) und FSR (Radeon 890M) wurden entsprechend angepasst. Denn XeSS nutzt seit Version 1.3 andere Preset-Stufen: Quality entspricht Balanced. Bei Shadow of the Tomb Raider kam wiederum auch auf der Radeon XeSS Quality und auf der GeForce DLSS Quality zum Einsatz, weil das Spiel kein FSR bietet und XeSS dort noch in Version 1.1 vorliegt.
Die nachfolgenden Screenshots zeigen die Einstellungen auf dem Testsystem von Intel mit Intel Arc B390:
Benchmark-Ergebnisse in Full HD
Die drei getesteten Spiele sprechen eine deutliche Sprache: Die Intel Arc B390 setzt sich mit – für das iGPU-Umfeld – enormem Vorsprung vor der Radeon 890M im Ryzen AI 9 HX 370 ab. Im Zenbook S16 wird sie zwar nicht am Limit betrieben, aber selbst wenn wohlwollend 20 Prozent FPS addiert werden (siehe: AMD Ryzen AI 9 HX 370 im Test: Neue Strix-Point-Gaming-Benchmarks mit höherer TDP), bleibt der Vorsprung riesig.
Erste Einschätzung
Drei Benchmarks, kein mit Blick auf die TDP absolut ebenbürtiger Gegner von AMD und eine viel zu teure GeForce RTX als dGPU-Kontrahent – das ist nichts, worauf man ein Fazit aufbaut. Eine erste Einschätzung ist aber trotzdem möglich, denn die Ergebnisse sprechen eine sehr deutliche Sprache. Sie lautet:
Intel hat viel versprochen, aber die Arc B390 scheint auch wirklich sehr schnell zu sein. Das Leistungsniveau, das von iGPUs in Notebooks mit Ausnahme der großen Radeon 8060S in Strix Halo (Ryzen AI 300 Max) zu erwarten war, wird deutlich angehoben.
Wie das Duell mit AMD auf gleichem TDP-Niveau, mit mehr Spielen im Durchschnitt und klarer Kenntnis über Windows-Einstellungen sowie bei niedrigerer TDP der Intel-CPU ausgeht, werden weitere Tests zeigen. Denn wenn am Ende nur die „Halo SKU“ bei 65 Watt so abliefert, haben Kunden wenig davon. Die kleine iGPU mit nur einem Drittel der Einheiten wird definitiv viel langsamer sein. Stay tuned!
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Lidl verkauft ab Donnerstag (15.01.) Performance-Bohrschrauber
Möchtet Ihr Euch mit neuem Werkzeug ausstatten, ist Lidl eine gute Anlaufstelle. Hier bekommt Ihr Parkisde-Geräte zum günstigen Preis, die sich vor allem für Heimwerker wirklich lohnen können. Jetzt bietet der Discounter einen Akku-Bohrschrauber samt Akkus im Schnäppchen-Deal.
Lidl bietet eine Vielzahl von Werkzeugen an. Vom Akkuschrauber bis hin zur kompletten Werkbank bekommt Ihr hier alles, was das Heimwerker-Herz höher schlagen lässt – und das zu einem wirklich fairen Preis. Mit der Performance-Serie sichert Ihr Euch leistungsfähigere Modelle, wie etwa den Akku-Bohrschrauber „PBSPA 12 E4“. Diesen bekommt Ihr ab Donnerstag, dem 15.01., in den Lidl-Filialen für 49,99 Euro. Allerdings könnt Ihr Euch das Werkzeug samt Akkus und Ladegerät schon jetzt im Online-Shop bestellen.
Parkside Performance Akku-Bohrschrauber unter 50 Euro – Lohnt sich das?
Der Discounter-Schrauber nutzt einen bürstenlosen Motor und ein 2-Gang-Getriebe, um einen möglichst effizienten Arbeitsablauf zu garantieren. Insgesamt 20 Drehmomentstufen lassen sich zudem einrichten. Das Schnellspannbohrfutter lässt sich dank Quick Release ebenfalls schnell entnehmen. Angetrieben wird der Parkside Performance PBSPA 12 E4 durch einen 12‑V-Lithium-Ionen-Akku. Davon befinden sich gleich zwei im Lieferumfang (samt passendem Ladegerät). Zusätzlich packt der Hersteller noch drei Boxen mit 25 Bits, sowie sieben Holz- und Metallbohrer ins Paket. Das Performance-Werkzeug verspricht zudem eine 20 Prozent längere Laufzeit und ein 25 Prozent höheres maximales Drehmoment im Vergleich zu „normalen“ Parkside-Modellen.
Preislich können Makita, Bosch und Co. hier definitiv einpacken. Der Akku-Bohrschrauber kostet Euch ab dem 15.01. nur noch 49,99 Euro, was einer Ersparnis von 20 Euro gegenüber dem regulären Preis entspricht. Da das Angebot in den Filialen allerdings nur bis zum 17.01. gilt, solltet Ihr Euch besser beeilen – oder Ihr schaut im Online-Shop vorbei. Denn hier bekommt Ihr den Parkside Performance PBSPA 12 E4 schon jetzt zu diesem Preis geboten. Vor allem für Kleinarbeiten im Haus oder leichte Montagearbeiten ist das Lidl-Modell gut geeignet. Größere Arbeiten, könnten jedoch etwas herausfordernder werden.
Was haltet Ihr von dem Angebot? Lohnt sich der Lidl-Deal oder lasst Ihr lieber die Finger davon? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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Die unterschätzte Gefahr im Kinderzimmer
Ich bin gerade auf der CES 2026 in Las Vegas. Und mir ist aufgefallen, dass Kinder ein heißes Thema geworden sind, wenn es um KI-Roboter und Gefährten geht. Und einige von ihnen wollen sogar dabei helfen, unsere Jüngsten und Freiwilligsten auszubilden. Deswegen finde ich die Idee schlecht.
Sind wir mal ehrlich: Das Internet ist überall, und durch den KI-Boom wird der digitale Wildwesten erst einmal noch wilder, bevor wir (hoffentlich) die Kurve kriegen. Für unsere Kinder bedeutet das: Abwarten ist keine Option. Wer heute nicht lernt, wie man die Algorithmen bändigt, verliert morgen den Anschluss. Digitale Souveränität ist das neue Schwimmenlernen.
Aber ich glaube nicht, dass ein KI-Begleiter, wie man ihn auf der CES sieht, der richtige Ansatz ist. Und das kommt von jemandem, der als Kind gerne einen liebenswerten, großäugigen digitalen Begleiter gehabt hätte.
Das Spielzeug unserer Kinder verändert sich
Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber selbst ich habe eine drastische Veränderung bei Kinderspielzeug festgestellt. Als ich noch jünger war, besaß ich eine kleine Furby-Kopie. Ein flauschiger rosa Ball, der sich leicht bewegte, wenn man ihn berührte, und entzückende gurrende Geräusche von sich gab. Und das war auch schon alles. Wenn man mit ihm spielen wollte, musste man sich schon etwas einfallen lassen.
Heutzutage gibt es immer mehr Kinderspielzeug, das wenig Raum zum Spielen lässt. Das ist ein ernstes Problem, denn heute interagiert ein Kind nicht mehr mit dem Spielzeug, sondern das Spielzeug interagiert mit ihm. Und wenn es um KI-Begleiter geht, ist das ein Problem. Denn die KI füttert Euer Kind aktiv mit Informationen. Informationen, über die Ihr in vielen Fällen keine Kontrolle habt. Damit entfällt auch der Anreiz für Euer Kind, sich selbst etwas einfallen zu lassen.

Selbst mit den besten Absichten wird ein KI-Begleiter die Art und Weise, wie ein Kind die Welt sieht und mit ihr interagiert, beeinflussen. Sei es durch vordefinierte Variablen in ihrer Programmierung oder durch gezielte Interaktionen, die auf Kinder und/oder Eltern zugeschnitten sind. Ganz zu schweigen von dem dystopisch anmutenden Potenzial für subtile Indoktrination durch private Gruppen, Unternehmen oder Staaten.
Reibungslose KI oder echte Erfahrung: Was brauchen Kinder wirklich?
Was ich jetzt sage, mag sich wie eine Selbstverständlichkeit anhören, aber Kinder müssen während ihrer gesamten Entwicklung mit echten Menschen in Kontakt kommen, um zu wachsen. In Deutschland sind die Gefahr der sozialen Isolation und das Fehlen von Außenperspektiven einer der Gründe, warum Hausunterricht verboten ist. Wenn man dann noch einen KI-Begleiter hinzunimmt, hat man den perfekten Sturm für eine fehlangepasste, sozial isolierte und benachteiligte Kindheit geschaffen.
KI-Begleiter sind so konzipiert, dass sie reibungslos funktionieren. Reale soziale Interaktion ist oft das Gegenteil. Menschen streiten sich, und Kinder müssen lernen, in Konflikten Kompromisse einzugehen. Ein KI-Begleiter, der darauf ausgelegt ist, jegliche Reibung zu beseitigen, lässt echte soziale Interaktion dadurch schnell als die schlechtere Alternative erscheinen.
Auch wenn Euer Kind mit seinem KI-Begleiter sehr glücklich ist, schadet er ihm langfristig. Hier auf der CES war ich schockiert, wie viel allgemeines Lob diese KI-Lösungen für Kinder zu erhalten scheinen. Wie ich eingangs sagte, hätte ich als Kind auch gerne einen niedlichen KI-Begleiter gehabt, daher verstehe ich den Reiz. Aber als Erwachsener, der zur Selbstreflexion fähig ist, stelle ich fest, dass ich mit einem KI-Begleiter an meiner Seite sicherlich eine glücklichere Kindheit gehabt hätte, aber jetzt wäre ich schlechter dran.
Alternative Lösungsansätze: Medienkompetenz statt blinder Technikgläubigkeit
Auch wenn das scheinbar ständige Lob und die Verbreitung dieser Technologien besorgniserregend sein mögen, sind wir nicht dem Untergang geweiht. Und es könnte tatsächlich einige Vorteile haben, wenn wir unsere Kinder früh an KI heranführen. Auf der CES 2026 habe ich mir einen KI-Lesebegleiter für Kleinkinder angeschaut.
Dieser Lesebegleiter kann Texte scannen und sie in eine ansprechende Erzählung umwandeln. Er erkennt auch, worauf Euer Kind auf einer Seite oder in einem Bild zeigt, und reagiert entsprechend darauf. Diese Art von KI-Begleiter kann ein Kind tatsächlich dazu ermutigen, sich mit dem Lesen zu befassen, ohne die tatsächliche menschliche Interaktion zu ersetzen. Er ist so konzipiert, dass er auf die angeborene Neugier des Kindes reagiert, was wiederum zu weiteren Erkundungen anregt.

Es gibt auch andere solche Begleiter, die sich auf die frühe Einführung mehrerer Sprachen konzentrieren. Ihr könnt mit Eurem Kind so interagieren, wie es ein zweisprachiges Elternteil tun würde. Und diese Technologien können, wenn sie richtig eingesetzt werden, wirklich nützlich sein.
Ich sehe jedoch keine rosige Zukunft, in der unsere Kinder mit LLM-fähigen Begleitern spielen und nicht mit anderen Kindern. Bevor Ihr also auf den Hype-Zug aufspringt und versucht, das Neueste und Beste für Euer Kind zu bekommen. Fragt Euch, ob Ihr etwas im Leben Eures Kindes ersetzen oder hinzufügen wollt. Und wenn Ihr etwas so Wesentliches wie Freundschaften mit anderen Kindern ersetzt, solltet Ihr vielleicht einen Schritt zurücktreten.
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Infolge der Trump-Krisen: BND soll deutlich mehr Überwachungsbefugnisse erhalten
Mehr Daten abfangen, mehr Hacker-Kapazitäten: Um unabhängiger von amerikanischen Nachrichtendiensten zu werden, soll der Bundesnachrichtendienst (BND) deutlich mehr Befugnisse erhalten. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, der NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung vorliegen.
Massiv ausweiten will die Bundesregierung die strategische Aufklärung, also die Überwachung von Datenströmen an Internetknotenpunkten wie den DE-CIX. Dort kann der BND 30 Prozent der Datenströme kontrollieren. Mit Suchbegriffen – den sogenannten Selektoren – sollen Informationen über bestimmte Personen oder Ereignisse wie mutmaßliche Terroranschläge erfasst werden. Dafür speist der BND etwa IP-Adressen oder Telefonnummern in die eigenen Überwachungssysteme ein, um den weltweiten Datenverkehr zu filtern.
Strategische Aufklärung: BND soll Datenströme am DE-CIX deutlich umfassender überwachen
Wie die Tagesschau berichtet, soll der BND künftig erfasste Daten bis zu einem halben Jahr speichern und auswerten dürfen. Dabei ist der Geheimdienst nicht mehr auf Metadaten wie etwa IP-Adressen beschränkt, sondern kann auch auf Kommunikationsinhalte zugreifen.
Was zudem aufgeweicht werden soll, ist der Schutz von aus Deutschland stammenden Daten. Bis dato musste der Geheimdienst Filter wie IP-Adressen nutzen, um sicherzustellen, dass man nur Daten aus dem Ausland erfasst. Künftig sollen aber auch Daten überwacht werden können, die von Deutschland ausgehen.
Neu sein soll auch ein zweistufiges Verfahren, mit dem der BND bereits gespeicherte Inhalte und Chats durchsuchen darf. Entsprechende Suchbegriffe darf der BND bislang nur in zukünftig erfasster Kommunikation als Filter nutzen.
Speichern von Inhalten sei keine Vorratsdatenspeicherung
Eine Vorratsdatenspeicherung ist das laut Juristen des Kanzleramts nicht. Man würde mit den Regeln nicht alle Internet-Provider verpflichten, sämtliche Daten für eine bestimmte Zeit zu speichern. Stattdessen sammele der BND nur bestimmten Datenverkehr an ausgewählten Stellen.
Mit den neuen Regeln würde man sich auf das Niveau der europäischen Partner begeben. Der niederländische Militärnachrichtendienst speichere entsprechende Daten für bis zu zwei Jahre, in Frankreich liegt die Grenze für Inhalte bei vier Jahren, Geheimdienste in Großbritannien und Italien könnten diese „solange wie notwendig“ aufbewahren.
Der BND will mehr hacken
Neben ausgeweiteten Überwachungskapazitäten soll der BND auch mehr Befugnisse für Hacker-Angriffe erhalten. Wenn ausländische Provider sowie die Betreiber von Online-Diensten und Plattformen nicht freiwillig kooperieren wollen, soll der BND die Möglichkeit erhalten, in die jeweiligen Systeme eindringen zu dürfen. Das gilt auch, wenn die entsprechende Infrastruktur in Deutschland steht.
Solche Vorgaben gelten auch für Branchengrößen wie Google, Meta oder X, heißt es im Bericht der Tagesschau. Angriffe auf IT-Server in Deutschland sollen dem BND demnach auch gestattet sein, um feindliche Hacker-Angriffe abwehren zu können.
Einschränken will man auch den Schutz besonderer Vertraulichkeitsbeziehungen. Der soll etwa nicht mehr für Journalisten gelten, wenn diese für die Staatsmedien autoritärer Staaten arbeiten.
Bundesregierung sieht sich in Zugzwang
Der Gesetzentwurf ist eine Reaktion auf die Trump-Administration. Mit Drohungen wie einem Nato-Austritt steht die Frage im Raum, inwieweit die amerikanischen Geheimdienste auch in Zukunft noch Informationen an deutsche Behörden liefern. Mit den ausgeweiteten Befugnissen soll der BND nach Ansicht des Kanzleramts selbst in der Lage sein, die Daten zu beschaffen, die in Deutschland und Europa nötig sind.
Viele der Vorhaben sind aber umstritten, insbesondere infolge der NSA-Enthüllungen wurden die Befugnisse des BND mehrfach angepasst. Nötig waren Gesetzesänderungen auch nach Urteilen des Bundesverfassungsgerichts. Die Kernfrage ist grundsätzlich, wie sich die Privatsphäre der Einzelnen angesichts der Massenüberwachung schützen lässt.
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