Connect with us

Künstliche Intelligenz

Datenpanne bei der Datev: Wenn die Lohnabrechnung beim Falschen landet


Der Jahresauftakt verlief für viele Steuerberater und Personalabteilungen turbulenter als erhofft. Was am Donnerstag als vermeintlich einfache technische Störung im Rechenzentrum des Nürnberger IT-Dienstleisters Datev begann, weitete sich innerhalb von 48 Stunden zu einer handfesten Datenschutzpanne aus. Betroffen war mit dem System Lodas eines der Flaggschiffe des Softwarehauses, das „individuelle Lösungen für Ihre Lohnbuchhaltung“ verspricht.

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Software Lodas ist vor allem bei größeren Mandanten im Einsatz, bei denen während des laufenden Monats „Probeabrechnungen“ zur Qualitätskontrolle erstellt werden. Diese Vorab-Belege dienen dazu, Änderungen bei Abrechnungsparametern zu prüfen, bevor die finale Lohnabrechnung erfolgt. Normalerweise werden diese Ergebnisse innerhalb weniger Minuten automatisiert an den Rechner zurückübertragen, der den Auftrag ausgelöst hat. Doch genau dieser Rückfluss geriet am 8. Januar ins Stocken, wie Datev-Mitarbeiter auf einem Community-Portal mitteilten. Die Probeabrechnungen wurden im Rechenzentrum zwar erstellt, erreichten ihre Empfänger aber nicht.

Um den entstandenen Datenstau aufzulösen, implementierten Datev-Techniker laut den Einträgen im Laufe des Freitags einen „Workaround“. Ziel war es, die Zustellung der ausstehenden Probeabrechnungen an die Absender zu erzwingen. Doch die medizinische Metapher von der „geglückten Operation bei verstorbenem Patienten“ drängt sich hier förmlich auf: Der Reparaturversuch funktionierte zwar technisch, verursachte aber einen Zuordnungsfehler. Anstatt die Dokumente an die rechtmäßigen Auftraggeber zurückzusenden, lieferte das System die Probeabrechnungen wahllos an fremde Mandanten aus.

In einschlägigen Fachforen und sozialen Netzwerken verbreitete sich die Nachricht von den „Fremd-Abrechnungen“ wie ein Lauffeuer. Mitarbeiter von Kanzleien berichteten fassungslos, dass sie plötzlich die hochsensiblen Gehaltsdaten völlig fremder Unternehmen auf ihren Bildschirmen sähen und beklagten eine „Vollkatastrophe“. Da diese Dokumente Namen, Anschriften, Sozialversicherungsnummern und natürlich die Verdienstdaten von Beschäftigten enthalten, dürfte die Schwelle zum meldepflichtigen Vorfall nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) überschritten sein.

Die Datev konnte die technische Störung bis zum späten Freitagnachmittag nach eigenen Angaben beheben. Doch das juristische Nachspiel bleibt für die Kunden komplex. Die Softwarefirma positionierte sich in einer Stellungnahme gegenüber dem IT-Blogger Günter Born als reiner Auftragsverarbeiter. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Verantwortung für die Meldung des Vorfalls bei den Kanzleien oder Unternehmen liegt, die Lodas in Eigenregie nutzen.

Gemäß DSGVO muss eine solche Meldung binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden des Vorfalls an die zuständige Landesdatenschutzaufsicht erfolgen. Zusätzlich stehen die Kanzleien in der Pflicht, ihre Mandanten zu informieren. Die betroffenen Firmen wiederum müssen ihre Beschäftigten über den Datenabfluss in Kenntnis setzen.

Eine Tücke liegt in der Unwissenheit vieler Betroffener. Wer eine fremde Abrechnung erhalten hat, bemerkte den Fehler zwar sofort. Der Betrieb, dessen Daten fälschlicherweise abgewandert sind, weiß dagegen oft noch nichts von seinem Pech. Die Datev arbeitet derzeit laut Born daran, den Kreis der betroffenen Kunden zu identifizieren und diese gezielt zu informieren. Erst im Anschluss könnten die gesetzlich vorgeschriebenen Meldeketten überhaupt in Gang gesetzt werden.

Weiterlesen nach der Anzeige


(nen)



Source link

Künstliche Intelligenz

Elektroautos in Deutschland: VW dominiert, Tesla hinter Ford


Der deutsche Elektroauto-Markt war 2025 fest in der Hand der heimischen Konzerne. Bei den Neuzulassungen von E-Autos in Deutschland gehen die Plätze eins bis sechs an den Volkswagen-Konzern, BMW und Mercedes, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Tesla, vor einem Jahr noch Nummer drei, hat dagegen fast die Hälfte seines Absatzes verloren und stürzt auf Rang neun ab.

Weiterlesen nach der Anzeige

Klare Nummer eins ist Volkswagen. Auf die Kernmarke VW-Pkw entfallen 102.339 erstmals zugelassene Elektroautos. Das sind 65 Prozent mehr als vor einem Jahr. Platz zwei geht an BMW mit 51.878. Die Münchner legen um 23 Prozent zu und werden daher beinahe von Skoda überholt, die ihre Elektro-Neuzulassungen auf 50.823 verdoppelt. Allerdings trat BMW mit insgesamt sieben Modellen an, von denen der iX1 mit 18.957 Neuzulassungen das erfolgreichste war. Skoda hatte 2025 zwei Elektroautos im Programm, die sich mit jeweils etwas mehr als 25.000 etwa gleich gut verkauften.

Auch der vierte Platz geht mit Audi an den Volkswagen-Konzern. Die Marke legt um 86 Prozent auf 40.530 E-Autos zu. Mercedes auf Platz fünf erreichte ein Wachstum von zwei Prozent auf 34.719. Dicht dahinter landete Seat beziehungsweise Cupra mit 32.920 Fahrzeugen und einem Plus von 80 Prozent.

Erst auf Rang sieben findet sich mit Hyundai eine Marke, die nicht zu einem der deutschen Konzerne gehört. Die Koreaner kommen auf 25.246 Autos, das ist ein Zuwachs von 49 Prozent. Ford, das seine Zahlen auf 20.723 fast vervierfacht hat, springt auf Rang acht vor Tesla. Der aktuell schwer gebeutelte Hersteller ist um 48 Prozent auf 19.390 Autos abgestürzt.

Weiterlesen nach der Anzeige

Weitere Verlierer des vergangenen Jahres sind die inzwischen zu chinesischen Konzernen gehörenden Marken MG Roewe und Volvo, die jeweils rund ein Drittel verlieren und aus den Top-10 fallen. Die weltweit starke chinesische Marke BYD kann ihre Zulassungszahlen in Deutschland zwar vervierfachen, allerdings auf niedrigem Niveau. 11.167 Stromer reichen für Rang 15.

Auch bei den meistverkauften Modellen dominiert der Volkswagen-Konzern. Den Spitzenplatz der Elektro-Neuzulassungen nimmt der ID.7 mit 34.563 ein, gefolgt von ID.3 sowie ID.4 und ID.5, die das KBA gemeinsam zählt. Teslas Model Y, einst die Nummer eins und im vergangenen Jahr überarbeitet, liegt nur noch auf Rang zwölf.


(mfz)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Skandal um sexualisierte Deepfakes: Grok verweigert Bildgenerierung weitgehend


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Grok auf X generiert aktuell keine Bilder mehr für Nutzer und Nutzerinnen, die nicht für den Kurznachrichtendienst bezahlen, und kann damit auch nicht mehr genutzt werden, um Personen digital „zu entkleiden“. Das geht aus Antworten des KI-Chatbots hervor, die dieser seit Freitagmorgen auf Bitten um eine Bildbearbeitung hin generiert. Darin heißt es, „die Bildgenerierung und -bearbeitung ist aktuell auf die zahlende Kundschaft begrenzt“. Dazu gibt es einen Link zum Premium-Abo für X, das 9,44 Euro pro Monat kostet. Eine darüber hinausgehende Stellungnahme oder Information zu dem Schritt gibt es nicht. Auch X-Chef Elon Musk hat sich nicht dazu geäußert.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Schritt von X dürfte eine Reaktion auf die Empörung über den Umgang mit Grok sein, die in den vergangenen Tagen massiv zugenommen hat. Nutzer haben den KI-Account seit Tagen benutzt, um teilweise pro Stunde tausende Fotos primär von Frauen digital „zu entkleiden“. Das heißt, die KI hat für sie Versionen von Aufnahmen bekleideter Personen erstellt, auf denen sie scheinbar einen Bikini oder Unterwäsche tragen. Auch Minderjährige waren davon betroffen. Für die Betroffenen, die in den meisten Fällen kein Einverständnis gegeben haben, kann das äußerst schlimme Folgen haben. In einigen Staaten ist solche Technik verboten. Auf X ist das aber in aller Öffentlichkeit passiert.

Was genau die weitgehende Deaktivierung der Funktion nun bedeutet, ist unklar. Denn sie wurde nicht komplett entfernt, zahlende User können solche Inhalte weiterhin bestellen. Die sind aber für X identifizierbar und können mit Konsequenzen belegt werden. Kurz vor der Abschaltung hat das US-Magazin Wired aber darauf aufmerksam gemacht, dass eine Lücke auf der Website von Grok noch deutlich verstörendere Inhalte zugänglich macht, die Nutzer dort erstellen lassen. In einsehbaren Inhalten von dort finden sich fotorealistische KI-generierte Videoclips mit sexualisierten Deepfakes, auf denen noch Blut hinzukommt. Auch Clips, die scheinbar prominente Frauen zeigen, gehören demnach dazu. Sogar kurze Filme, die scheinbar Minderjährige zeigen, gibt es.

Erst am Donnerstag hat CNN zudem berichtet, dass Elon Musk intern lange gegen Begrenzungen für Grok gewettert hat, die verhindern sollten, dass der Chatbot problematische Inhalte erstellt. Der Milliardär sei mit einer „übermäßigen Zensur“ unzufrieden gewesen, berichtet der US-Nachrichtensender unter Berufung auf mehrere Quellen. In einem Meeting habe er sich besonders unzufrieden gezeigt und die Einschränkungen kritisiert. Ungefähr zu dieser Zeit hätten drei hochrangige Angestellte des für Grok verantwortlichen KI-Unternehmens xAI gekündigt. Musk hatte auf X immer wieder dafür geworben, dass Grok im „Spicy Mode“ auch freizügigeren Anfragen nachkommen soll.


Update

09.01.2026,

10:06

Uhr

Wenn man Grok nicht öffentlich um die Generierung eines Bildes bittet, kommt die KI dem weiterhin nach. Das geht beispielsweise über einen Button in X oder über die eigene Website. Beides funktioniert auch ohne Abschluss eines kostenpflichtigen Abos.


(mho)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

FIFA Fußball-WM 2026: Ausgewählte TikToker dürfen Teile von Spielen streamen


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Social-Media-Plattform TikTok als offiziellen Partner für die Fußball-WM 2026 auserkoren. Ausgewählte TikTok-Influencer sollen dadurch bevorzugten Zugang zu Spielen der Weltmeisterschaft bekommen, um ihr Publikum zu unterhalten.

Weiterlesen nach der Anzeige

Dazu gehören laut FIFA-Mitteilung Zugang zu Pressekonferenzen und die Möglichkeit, Teile der Fußballpartien live zu streamen. Auch bei Mannschaftstrainings sollen die von TikTok ausgewählten Influencer zuschauen und aufzeichnen dürfen. Die dafür zugelassenen Influencer will TikTok aus der ganzen Welt im Rahmen eines Creator-Programms auswählen.

„Das ist eine innovative und kreative Zusammenarbeit, die noch mehr Fans auf der ganzen Welt auf bislang beispiellose Weise mit der FIFA-Weltmeisterschaft verbinden wird, indem sie ihnen Einblicke hinter die Kulissen gewährt und sie näher als je zuvor an das Geschehen heranbringt“, kommentiert FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström die Partnerschaft mit dem aus China stammenden Social-Media-Dienst.

„Während der Fußball wächst, sich weiterentwickelt und immer mehr Menschen vereint, sollte sich auch die Art und Weise, wie er geteilt und vermarktet wird, weiterentwickeln.“ Die FIFA hat bereits für die Fußball-WM der Frauen 2023 mit TikTok zusammengearbeitet.

Im Dezember haben sich TikTok-Mutter Bytedance und die US-Regierung auf eine Lösung im Streit um die US-Zukunft des Social-Media-Diensts geeinigt: Die US-Tochter von TikTok verkauft den Großteil ihrer Anteile an Investoren – darunter Oracle, Silver Lake und die Firma MGX aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dadurch entgeht TikTok einer Sperre in den USA, mit der sowohl die Biden- als auch die Trump-Regierung gedroht hatten.

Weiterlesen nach der Anzeige

Bereits die vorherige Biden-Administration hatte eine Gefährdung der nationalen Sicherheit durch die App befürchtet, wenn China Zugriff auf die Nutzerdaten und -profile von TikTok bekommt. In den USA zählt die App über 170 Millionen Nutzer.

Die Fußball-WM 2026 findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA statt. Die Übertragungsrechte in Deutschland hat sich MagentaTV gesichert, wo alle 104 Spiele live zu sehen sein werden. Bei ARD und ZDF werden 60 Spiele live zu sehen sein, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft und das Finale.


(dahe)



Source link

Weiterlesen

Beliebt