Apps & Mobile Entwicklung

Dies ist aktuell die angesagteste Netflix-Serie


Vergesst für einen Moment die Monster aus dem Upside Down! Aktuell schleicht sich eine britische Miniserie auf einen Spitzenplatz der Netflix-Charts und verweist dabei selbst Giganten wie Stranger Things auf die Plätze. Das beweist: Spannung geht auch ohne CGI-Effekte.

Es ist mal wieder so weit: Der Netflix-Algorithmus hat gesprochen und die Karten neu gemischt. Doch dass sich das Anfang Januar gestartete „Suche mich nicht“ derzeit sogar vor Dauerbrennern wie Stranger Things behauptet, überrascht auf den ersten Blick. Bei der Harlan-Coben-Verfilmung geht es nicht um nervöse Jump-Scares oder vordergründige Action. Die Produktion ist das Gegenteil von „Fast Food Entertainment“ – und genau das macht sie auch für Euch so interessant und sicherte ihr bei Netflix zwischenzeitlich sogar den Spitzenplatz bei den Serien.

Ein Slow Burner für aufmerksame Augen

„Suche mich nicht“ ist eine dieser Serien, die das Publikum spalten: Die unter Euch, die beim Schauen nebenbei auf dem Smartphone scrollen, steigen vermutlich schnell wieder aus. Wer aber dranbleibt, wird belohnt. Die Story rund um den verzweifelten Familienvater Simon (James Nesbitt), der seine verschwundene Tochter Paige (Ellie de Lange) um jeden Preis finden will, und dabei auch unorthodoxe Methoden wählt, nimmt sich bewusst Zeit.

Was in den ersten Episoden fast schon behäbig wirkt, ist pures Kalkül. Die Serie etabliert ihre Figuren mit einer Sorgfalt, die mir im aktuellen Streaming-Einerlei oft fehlt. Da gibt es Charaktere, die zunächst skurril, fast deplatziert wirken – bis es „Klick“ macht. Diese Charaktere, beispielsweise die Privatdetektivin Elena Ravenscroft, sind dabei herrlich überzeichnet und verleihen der Story eine ganz eigene Note.

Bei „Suche mich nicht“ wird Spannung zumeist nicht durch laute Action erzeugt, sondern durch Atmosphäre und Wendungen, die sich leise entfalten. Ihr glaubt, den Plot durchschaut zu haben? Dann seid Ihr den Autoren wahrscheinlich gerade auf den Leim gegangen.

Bin ich gelegentlich auch mal in ein Plot-Hole getreten? Oh ja! Hier und da wirkte es auf mich ein wenig sehr konstruiert und die Handlungsweise des Vaters überraschte mich, vorsichtig gesagt. Aber gleichzeitig finde ich auch, dass es der Geschichte nicht wirklich einen Abbruch tat.

Es ist ein klassischer Thriller über Verlust, Schuld und die dunklen Geheimnisse in der Vorstadt – aber so dicht erzählt, dass sich die acht Folgen (zwischen ca. 40 und 60 Minuten jeweils) zum perfekten Wochenend-Bingen aufdrängen.

Externen Inhalt erlauben

Ich bin damit einverstanden, dass externer Inhalt geladen wird. Personenbezogene Daten werden womöglich an Drittplattformen übermittelt. Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung.

Teil des „Coben-Verse“: Nachschub ist garantiert

Kommt Euch die Machart von „Suche mich nicht“ bekannt vor? Das ist kein Zufall! Die Serie ist der neueste Volltreffer in der mittlerweile umfangreichen Zusammenarbeit zwischen Netflix und dem Bestseller-Autor Harlan Coben.

Coben hat sich längst als der verlässlichste Thriller-Lieferant des Streaming-Giganten etabliert. Produktionen wie „Ich schweige für dich“ (The Stranger), „Wer einmal lügt“ (Fool Me Once) oder „In ewiger Schuld“ folgen einer ähnlichen DNA: Normale Menschen werden aus ihrem Alltag gerissen, familiäre Abgründe tun sich auf, und die Frage steht im Raum: Wie gut kennen wir unsere Nächsten wirklich?

Wer „Suche mich nicht“ beendet hat und unter Entzugserscheinungen leidet, kann also beruhigt sein. Die Netflix-Bibliothek ist voll mit Coben-Verfilmungen, die genau denselben Nerv treffen. Für den Moment ist „Suche mich nicht“ aber der wohl solideste Thriller-Tipp – und eine willkommene, geerdete Abwechslung, bis wir wieder nach Hawkins zurückkehren dürfen.



Source link

Beliebt

Die mobile Version verlassen