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Elon Musk konsolidiert Firmen: SpaceX übernimmt den Grok-Entwickler xAI
Erst hat Elon Musks KI-Firma xAI die Plattform X übernommen. Nun übernimmt sein Raumfahrtunternehmen SpaceX das KI-Startup. Forcieren will er damit die Entwicklungsgeschwindigkeit und spricht erneut von Rechenzentren im All.
Die aktuellen Fortschritte in der KI-Entwicklung wären auf große Rechenzentren angewiesen, die enorme Mengen an Energie und Kühlung benötigen, schreibt Musk in einem Blog-Beitrag. Auf Dauer ließe sich der Bedarf für KI-Systeme nicht decken, ohne die Bevölkerung und Umwelt zu belasten. Auf lange Sicht wäre daher eine Weltall-basierte KI („spaced-base AI“) der einzige Weg, um zu skalieren.
Um die Ziele zu erreichen, wären aber auch mehr Raketenstarts erforderlich, die mehr Nutzlast ins All bringen. Was Musk beschreibt, ist also eher eine vage bis langfristige Vision.
SpaceX könnte Finanzierung von xAI sichern
Wie CNBC berichtet, könnten aber auch eher kurzfristige Motive hinter der internen Übernahme stehen. Vor allem bei xAI geht es um Geld, wie alle KI-Firmen benötigt das Unternehmen enorme Mittel, um Infrastrukturprojekte wie das Colossus-Rechenzentrum in Tennessee sowie den Betrieb des Grok-Modells zu finanzieren. Die Zusammenlegung mit SpaceX könnte den Geldfluss sichern.
Erst im Januar hatte xAI eine Finanzrunde abgeschlossen, die dem Unternehmen 20 Milliarden US-Dollar einbrachte. Die Marktbewertung beläuft sich damit auf rund 230 Milliarden US-Dollar, während SpaceX im Rahmen des Deals mit 1 Billion US-Dollar bewertet wird, berichtet Reuters. Bisherige xAI-Investoren sollen demnach Anteile an dem Raumfahrtunternehmen erhalten.
SpaceX machte keine offiziellen Angaben zum Kaufpreis.
Der KI-Markt ist nervös
OpenAI lag im Oktober 2025 bei 500 Milliarden US-Dollar, für die nächste Runde soll der KI-Primus eine Bewertung von 750 Milliarden US-Dollar anvisieren. Anthropic liegt laut dem CNBC-Bericht bei 350 Milliarden US-Dollar.
Noch fließen die Geldsummen in die KI-Firmen, der Markt ist aber nervös. Als das Wall Street Journal am Wochenende berichtete, dass Nvidia-Chef Jensen Huang intern an OpenAIs Geschäftsmodell zweifelt, folgte eine Reihe auffällig deutlicher Dementi.
xAI kämpft zudem noch mit dem Ruf von Grok. Dass Nutzer auf X über den Jahreswechsel hinweg mit einer neuen Bildfunktion massenhaft sexualisierte Deepfakes von Frauen und sogar Kindern erstellten, sorgte für massive Kritik und offizielle Ermittlungsverfahren.