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„Erstmäääh zu Penny“: Penny macht Filialstürmung durch Schafherde zur genialen Eigen-PR
Sowas passiert nicht alle Tage: Am Montag wurde eine Penny-Filiale im unterfränkischen Burgsinn geradezu überrannt – von 50 Schafen. Der Discounter und seine Social-Media-Agentur Charles & Charlotte reagierten prompt und verwandelten den Vorfall in wahres Marketinggold.
Penny fackelte nicht lange und nutzte die landesweite Aufmerksamkeit für eine Aktion, die den Vorfall humorvoll weiterdrehte: Hans Neubert, Consulting Director bei Charles & Charlotte, organisierte spontan einen kleinen Videodreh mit ein paar Schafen aus seinem Heimatdorf, die genüsslich Obst und Gemüse aus Penny-Papiertüten mampfen. Überschrieben ist der Social-Media-Clip mit „Was danach geschah“ und der Caption „Unboxing vom määähga Wocheneinkauf“. Sowohl bei Instagram als auch bei TikTok tauschte der Discounter zudem sein Profilbild gegen das eines breit grinsenden Schafes aus und wandelte seinen bekannten Claim in der jeweiligen Bio in „Erstmäääh zu Penny“ um. Und auch ein lustiger Meme-Post mit Bildern der dicht gedrängten Schafe im Supermarkt und Sprüchen wie „Deutsche 5 Minuten vor Ladenschluss“ sorgten für viel Lob aus der Community. Die schnelle und clevere Reaktion zahlte sich aus: Auf seinem LinkedIn-Profil schreibt Neubert, dass die Posts zu der vorwitzigen Schafen plattformübergreifend innerhalb von 24 Stunden auf den Penny-Accounts mehr als 3 Millionen organische Views generiert haben. Zusätzlich zu den Online-Maßnahmen verkündete Penny, ein Jahr lang eine Patenschaft für die 50 Ausreißer-Schafe übernehmen zu wollen und sie im Rahmen dessen mit Futter zu versorgen.
Huldigung für den gelungenen Eigen-PR-Stunt gab es aus der Marketingbranche jede Menge, unter anderem von Douglas-Marketingchef Rik Strubel. Dieser postete bei LinkedIn ein KI-generiertes Video, in dem eine Schafherde sich bei dem Kosmetikhändler einen Rundum-Wohlfühltag mit Shopping und Beauty-Behandlung gönnt. An den Charme der Originalgeschichte und der echten Tiere kommt dieser Clip allerdings nicht mal ansatzweise ran.