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EU begrüßt nahtloseren Datenumzug zwischen iPhone und Android


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple und Google wollen den Datenumzug zwischen ihren Plattformen iOS und Android vereinfachen, mehr Datenformate unterstützen und den Transfer kabellos ermöglichen. Die EU heißt diesen Schritt willkommen und sagt: Der Digital Markets Act zeigt Wirkung.

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Die EU-Kommission hat 9to5Mac eine Stellungnahme zukommen lassen. In dieser sagt ein Sprecher der Kommission zu Apples und Googles Kooperation in diesem Bereich, es sei ein „Beispiel dafür, wie das Gesetz über digitale Märkte (DMA) Nutzern und Entwicklern Vorteile bringt“.

Weiter sagt die EU, dass diese Lösung es Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, Daten beim Einrichten eines neuen Geräts einfach vom iPhone auf Android und umgekehrt zu übertragen. Dem Beitrag zufolge soll der Transfer „viele Arten von Daten“ unterstützen – darunter Kontakte, Kalenderereignisse, Nachrichten, Fotos, Dokumente, WLAN-Netzwerke, Passwörter und auch Daten aus Apps von Drittanbietern. Im Unterschied zu den bisherigen Lösungen soll der optimierte Weg auch drahtlos ablaufen.

Laut der EU folge der nahtlosere plattformübergreifende Datentransfer auf die Einführung der eSIM-Übertragung durch Apple und Google im vergangenen Oktober. Derzeit wird diese Lösung jedoch erst von wenigen Netzbetreibern unterstützt, allerdings auch von einigen außerhalb der EU.

Beide Lösungen seien das direkte Ergebnis der DMA, die von bestimmten Diensten – einschließlich iOS und Android – „eine effektive Datenportabilität verlangt“, heißt es in der Stellungnahme der EU weiter. Apple habe seine Arbeit an diesem Projekt in seinen DMA-Konformitätsberichten vom März 2024 und März 2025 zusammengefasst. Ferner seien die Lösungen durch umfangreiche technische Arbeit und Zusammenarbeit zwischen Apple und Google als auch durch intensive Gespräche mit der Kommission in den vergangenen zwei Jahren möglich, so der EU-Sprecher.

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Im Unterschied zu zahlreichen Funktionen, die Apple ausschließlich seinen Kundinnen und Kunden in der EU anbietet, wie etwa alternative Marktplätze, soll der nahtlose Datenumzug zwischen den Plattformen weltweit bereitgestellt werden. Für Apple dürfte die Lösung auch ein Gewinn sein, um neue Kunden von Googles Android herüberzulocken. Dies könnte selbstredend auch andersherum passieren, sodass Google bei Apple wildert. Für Konsumenten bedeutet die neue Lösung, nicht mehr zwingend in einer der beiden Plattformwelten gefangen zu sein.

Apple muss sein iOS und iPadOS künftig übrigens noch weiter öffnen, sodass etwa Kopfhörer und Smartwatches nahtloser mit den Betriebssystemen funktionieren. Diese Vorgaben sagen dem Konzern überhaupt nicht zu und er wollte das verhindern. Der iPhone-Bauer als auch Google sind überdies keine großen Fans des Digital Markets Acts: Apple möchte das Gesetz am liebsten abschaffen, Google wünscht sich einen Reset, da es in der aktuellen Form erheblichen Kollateralschaden anrichte.


(afl)



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Mini-PC Gmktec Nucbox M6 Ultra im Test: 32 GB DDR5 RAM & Ryzen 5 für nur 460 €


Die Gmktec Nucbox M6 Ultra bietet mit 32 GB DDR5 RAM und dem Ryzen-5-Prozessor ansprechende Hardware.

Mit der Nucbox M6 Ultra liefert Gmktec eine weitere Iteration der mittlerweile vierzehnteiligen Nucbox-Serie. In der Testversion unseres M6 Ultra stecken ein AMD Ryzen 5 7640HS, 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 1 TB SSD-Speicher. Eine abgespeckte Konfiguration mit 16 GB RAM und 512 GB SSD ist auch im Angebot. Für viele ist sicherlich auch die Barebone-Variante ohne RAM und SSD spannend. Wir haben uns den Mini-PC für 460 Euro angesehen und berichten, was die Nucbox M6 Ultra noch so alles zu bieten hat.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Die Nucbox M6 Ultra kommt mit einem AMD Ryzen 5 7640HS, dem sechs Kerne bei 12 Threads zur Verfügung stehen. Die CPU hat einen Grundtakt von 4,3 GHz und einen Turbo-Takt von 5,0 GHz. Sie gehört zur Zen-4-Architektur (Phoenix) und ist im 4-Nm-Verfahren gefertigt. Die thermische Verlustleistung (TDP) liegt bei 45 W, die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad. Als Grafikeinheit kommt die AMD Radeon 760M mit acht Kernen bei einem Takt von 2600 MHz zum Einsatz.

In unserem Testgerät stecken 32 GB DDR5-RAM in Form von zwei 16 GB großen SODIMM-Modulen, allerdings bieten diese eine (für DDR5-Verhältnisse) etwas enttäuschende Übertragungsrate von 4800 MT/s. Unterstützt werden bis zu 128 GB an RAM. Die NVMe-SSD mit PCIe 4.0 verfügt über 1 TB und hat laut Crystaldiskmark eine maximale Lesegeschwindigkeit von 3554 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 2581 MB/s. Hier kann man dank zweitem M.2-Slot auf bis zu 8 TB aufrüsten.

Bei den Anschlüssen fällt direkt der USB-4.0-Port mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 40 GB/s positiv auf. Er unterstützt neben Displayport auch Power-Delivery-Input bis 100 W und ist ungewöhnlicherweise vorne am Mini-PC angebracht. Damit kann man den Mini-PC auch per USB-C mit Strom versorgen. Zusätzlich bietet die Nucbox zwei USB-3.2-Anschlüsse vorne sowie einen weiteren USB-3.2-Anschluss und einen USB-2.0-Anschluss hinten.

Zum USB-4.0-Port gesellen sich noch HDMI 2.0 und Displayport 1.4 hinzu und ermöglichen somit, drei Monitore gleichzeitig anzuschließen. Ebenfalls erfreulich sind die zwei Ethernet-Ports mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 2,5 Gbit/s. Für die traditionelle Stromversorgung dient ein DC-19-V-Anschluss mit Rundhohlstecker.

An Drahtlos-Schnittstellen bietet die Nucbox M6 Ultra indes Wi-Fi 6E (2,4 Gbit/s) und Bluetooth 5.2. Letzteres ist zwar nicht der neueste Stand der Technik, geht aber noch in Ordnung. Wi-Fi 6E ist hingegen erfreulich, häufig verwenden günstige Mini-PCs noch den veralteten Wi-Fi-5-Standard. Abgerundet wird die Auswahl an Anschlüssen durch einen 3,5-mm-Aux-Port.

Dem PC liegen ein HDMI-Kabel, ein 19-V-Netzteil mit Rundhohlstecker sowie eine Adapterplatte zur Montierung an Monitoren bei.

Performance: Wie schnell ist die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Um die Performance des Mini-PCs mit Ryzen 5 7640HS zu untersuchen, haben wir ihn mehreren Benchmarks unterzogen. Mit diesen soll die generelle Leistung in verschiedenen Alltagsszenarien wie bei der Büroarbeit oder beim Zocken geprüft werden. Spannend ist insbesondere der Vergleich zum Minisforum UM760 Slim (Testbericht), der den gleichen Prozessor einsetzt.

Bei PCmark erzielt die Nucbox einen Wert von 6780 Punkten und liegt damit minimal unter dem UM760 Slim. Dabei handelt es sich um das Ergebnis der bisherigen Versionen 1.x. Seit Kurzem installieren neue Updates des Benchmarks hingegen aufsteigend ab der Versionsnummer ab 2.x. Entwickler UL Solutions weist im Changelog des Updates darauf hin, dass die Ergebnisse beider Versionen untereinander nicht vergleichbar sind. Mit der neuesten Workstation-Version erreichen wir entsprechend eine abweichende Punktzahl von 6929 Punkten. Bis auf Weiteres geben wir daher in unseren neuen Mini-PC-Tests beide Ergebnisse an, um die Vergleichbarkeit aufrechtzuerhalten.

Bei Cinebench R24 bekommt die Multi-Core-Performance 697 Punkte (UM760 Slim: 739), während die Single-Core-Leistung 103 Punkte erreicht (UM760 Slim: 104). Beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 erzielt die CPU einen Single-Core-Wert von 2562 (UM760 Slim: 2608 Punkte) und einen Multi-Core-Wert von 10.850 Punkten (UM760 Slim: 10.795 Punkte). Der Open-CL-Score liegt hingegen bei 23.374 Punkten (Minisforum: 23.368).

3DMark Time Spy prüft die CPU- und GPU-Performance mit Blick auf die Gamingtauglichkeit. Hier bekommt die Nucbox M6 Ultra einen Gesamtwert von 2586 zugeschrieben, während die GPU einzeln betrachtet 2317 (Minisforum: 2300) und die CPU 7597 Punkte ergattert (Minisforum: 8006). Ein wirkliches Gaming-Biest ist die Nucbox M6 Ultra damit nicht. Bei modernen AAA-Spielen dürfte die Maschine schnell an die Grenzen des Ertragbaren kommen.

Lüfter: Wie laut ist die Gmktec Nucbox M6 Ultra und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?

Der Lüfter in der Gmktec Nucbox M6 Ultra beglückt die Ohren mit bis zu 44,8 dB(A) unter Volllast und ist damit mehr als deutlich hörbar. Das verwundert auch nicht, denn die CPU erreicht Temperaturhöchstwerte von 91,4 Grad (um die 39 Grad im Idle), die der Lüfter natürlich im Hochbetrieb versucht zu senken. Selbst in einem Meter Entfernung zum Gerät erreicht die Lautstärke so noch bis zu 25 dB(A).

Bei der Stromaufnahme beobachten wir etwa 11 W im Idle und bis zu 65 W, wenn er auf Hochtouren arbeitet. Im BIOS kann der Stromverbrauch der CPU ein Stück weit angepasst werden. Hier stehen Silent-, Balance- und Performance-Mode zur Auswahl.

Mit welchen Betriebssystemen arbeitet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Auf dem Mini-PC ist Windows 11 Pro in der Version 24H2 aufgespielt. Die Einrichtung unmittelbar nach dem Auspacken des Geräts funktioniert einwandfrei und ohne Internetzugang. Der anschließende vollständige Systemscan via Windows Defender zeigt keine Auffälligkeiten. An vorinstallierten Apps findet sich lediglich die Standard-Windows-Bloatware wieder. Mit aktivem Internetzugang stehen erwartungsgemäß einige Windows-Updates an, die ebenfalls reibungslos heruntergeladen und installiert werden.

Unter Ubuntu, welches wir über einen Stick booten, erkennt das System sofort das WLAN-Netzwerk und verbindet sich problemlos. Bluetooth können wir allerdings nicht aktivieren. Das ist verwunderlich und ein deutlicher Malus gegenüber anderen Modellen, die wir getestet haben.

Bauform: Wie ist die Verarbeitung der Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Das 128, 8 x 47,8 x 127 mm große Gehäuse besteht vollständig aus Plastik ist robust und sauber verarbeitet. Allerdings ist der Logo-Aufdruck oben etwas schief angebracht. Auf die Waage bringt die Nucbox etwa 528 g. An den Seiten sowie hinten und unter dem Gehäuse befinden sich Lüftungsgitter. Um an das Innere des Mini-PCs zu gelangen, muss man den Deckel des Gehäuses abziehen. Anschließend gilt es, die vier Schrauben zu lösen, die den Lüfter festhalten. Den Lüfter samt Verdeck herauszunehmen, erfordert etwas Kraft und Vorsicht, da er natürlich per Kabel verbunden ist.

Preis: Was kostet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?

Der Preis der Nucbox M6 Ultra liegt bei 460 Euro für die Ausstattung mit 32 GB SODIMM-DDR5 RAM und 1 TB SSD. Die 16/512-GB-Variante schlägt mit 380 Euro zu Buche. Für das Barebone-Modell ohne RAM und SSD zahlt man aktuell nur noch 239 Euro (Code M6ultra00)

Fazit

Die Gmktec Nucbox M6 Ultra wartet mit einer guten Verarbeitung sowie ein paar ansprechenden Features auf, darunter USB 4 und zwei LAN-Ports mit 2,5 Gbit/s. Letztere ermöglichen es, die Nucbox ohne Adapter auch für Firewall-Lösungen zu verwenden. Hinzu kommt eine grundsolide Leistung des Ryzen 5, die den Mini-PC für die Arbeit im Büro tauglich macht.

Wer ihn für anspruchsvollere Aufgaben verwenden möchte, sollte jedoch die hohe Lautstärke von bis zu 42 dB(A) sowie die schlechte Kühlung des Mini-PCs bedenken, die die CPU auf bis zu 91,4 °C unter Volllast hochtreibt. Schlussendlich bekommt man für den Preis aber einen grundsoliden Mini-PC, der für den Preis einige nützliche Funktionen bereithält.



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Debatten um Stablecoins auf dem Weltwirtschaftsforum


Stablecoins und Krypto-Tokens für fast alle anderen Arten von Vermögenswerten waren eines der heißen Themen beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos diese Woche. In mehreren Runden lieferten sich die Repräsentanten von Zentral- und Geschäftsbanken Scharmützel über die Zukunft des Finanzsektors mit Vertretern von Kryptowährungen.

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Brian Armstrong, Gründer und CEO der Handelsplattform Coinbase, beschrieb in einem Vortrag die Zukunft des Finanzsektors aus Sicht der US-Kryptobranche so, dass es möglicherweise in einigen Jahren nur noch zehn herkömmliche nationale Währungen geben werde. Der Rest der Welt werde zu US-basierten Stablecoins und Bitcoin umgezogen sein, so Armstrongs Provokation.

Stablecoins sind Digitalgeld, das an den Kurs herkömmlicher Währungen (oder andere Vermögenswerte) gekoppelt ist. Üblicherweise werden Stablecoins durch Reserven in diesen Währungen oder durch passende Staatsanleihen abgesichert. Im vergangenen Jahr erreichten sie eine Gesamtkapitalsumme von knapp 300 Milliarden Euro. Das Gros machen die an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins USDT (vom Unternehmen Tether) und USDC (von Circle) aus.

Donald Trumps Genius Act vom Sommer 2025 hat Stablecoins und der US-Kryptobranche insgesamt einen Boom beschert, den auch Europas Zentralbanken sehr genau beobachten. Frankreichs Zentralbank hat das Thema auch auf die Agenda der französischen G7-Präsidentschaft 2026 setzen lassen. Man wolle in diesem Kontext unter anderem über mögliche Harmonisierungen bei der Regulierung sprechen, sagte François Villeroy de Galhau, Gouverneur der französischen Zentralbank.

Zum Aufwind, in dem sich die US-Kryptobranche dank der ihr freundlich gesonnenen US-Administration sieht, hat sie selbst beigetragen. Laut Brad Garlinghouse, CEO des Krypto-Finanztech-Unternehmens Ripple, habe man sich zur Wahl dieser Administration zusammengetan. Geht es nach dem Willen der Branche, muss die US-Administration aber weitere regulatorische Schritte tun. Europas MiCA-Verordnung gehe schon weiter, so Armstrong.

Die Kryptowährungsvertreter aus den USA fordern für sich, dass die US-Administration das bestehende Verbot einer Verzinsung der Stablecoins aufhebt. Im Zug einer stärkeren Tokenisierung von Vermögenswerten, beispielsweise auch von Immobilien, Staatsanleihen oder Fonds, werde sich das natürlich entwickeln, prophezeite Bill Winters, Group CEO der Bank Standard Chartered.

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Laut der Krypto-Banker wollen etablierte Investmentunternehmen wie Blackrock oder Apollo künftig Fondsanteile in Form von Tokens anbieten. Auch der belgische Finanzdienstleister Euroclear treibt entsprechende Projekte voran. Tokens für Immobilien und Fonds böten Firmen neue Liquiditätsquellen und Kleinanlegern einen einfacheren Zugang zu Finanzmarktprodukten, erklärte Valérie Urbain, CEO von Euroclear, in Davos.

Auch Dan Katz vom Internationalen Währungsfonds nannte Inklusion und besseren Finanzmarktzugang unbestreitbare Vorteile von Stablecoins und Tokenization. In vielen Ländern Afrikas seien US-Dollar-basierte Stablecoins äußerst beliebt, berichtete Vera Songwe, Gründerin der Afrika-fokussierten Liquidity and Sustainability Facility.

Kunden aus Ländern mit hoher Inflation flöhen in US-basierte Stablecoins und hätten damit einfachen Zugang zum internationalen Finanzsystem. Unternehmer müssten bei internationalen Geschäftsabschlüssen ohnehin den Umweg über den Dollar machen, sagte Songwe. Vor allem könnten so aber auch die bislang hohen Transaktionskosten des klassischen Überweisungsverkehrs drastisch reduziert werden. Mit aktuell rund 7 Milliarden überstiegen diese laut Songwe die gesamte Entwicklungshilfe, die auf den Kontinent fließt.

Erste Ansätze, afrikanische Stablecoins zu schaffen, gibt es ebenso wie Versuche einzelner afrikanischer Länder, Stablecoins komplett verbieten zu lassen. Denn mit der „Dollarisierung“ ihrer Wirtschaft verlieren Regierungen in den entsprechenden Ländern mächtige Instrumente, mit denen sie die ökonomische Entwicklung des eigenen Landes kontrollieren und gestalten können, warnten viele der klassischen Bankfachleute in Davos. Songwe bedauerte ausdrücklich, dass Europas Finanzwirtschaft keine Alternativen zu den dollarbasierten Coins bietet. Europa sei zu langsam, sagte sie.

Ein gutes Beispiel für das gemütliche Tempo der Europäer ist der digitale Euro. Seit 2021 läuft das Projekt dafür offiziell. Es war ursprünglich gestartet, um dem Facebook-Projekt Diem (vormals Libra) etwas entgegenzusetzen. Diem wurde allerdings schon 2022 eingestellt, vom digitalen Euro wird es 2026 lediglich eine Wholesale-Variante für die Transaktion zwischen Banken geben, erklärte Villeroy de Galhau.

Andere Regionen sind wesentlich schneller. Beispielsweise gibt es seit 2020 in Brasilien das Sofortzahlungsmittel PIX von der Zentralbank des Landes. China will Zinszahlungen auf den digitalen Yuan einführen und Indien, das die digitale Rupie eingeführt hat, schlägt aktuell den BRICS-Staaten vor, ihre Digitalwährungen leichter austauschbar zu machen.


(syt)



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USA: Die Architektur der Abschiebung und Palantirs Rolle im neuen ICE-System


Aufnahmen vermummter Einsatzkräfte der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement), die auf der Suche nach vermeintlich illegalen Ausländern Razzien in Stadtvierteln durchführen, Personen aus Fahrzeugen zerren und Wohnungen durchsuchen, sind in den USA derzeit nichts Ungewöhnliches mehr. Präsident Donald Trump hatte für seine zweite Amtszeit ein hartes Durchgreifen in der Migrationspolitik angekündigt.

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Um die Deportationsziele zu erreichen, setzt seine Regierung auf Technik verschiedener Anbieter und richtete sich in einer Werbekampagne mit einer direkten Botschaft an „illegale Ausländer“: „Wir werden euch jagen“. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Unternehmen Palantir, das laut einem Exklusivvertrag zur Systemmodernisierung aus dem Januar 2026 „in mehr als einem Jahrzehnt der Unterstützung fundierte institutionelle Kenntnisse über die Abläufe der ICE erworben“ habe. Der Journalist Michael Steinberger, der für seine Biografie über Palantir-Chef Alex Karp tiefe Einblicke in die internen Strukturen und das politische Umfeld des Unternehmens erhielt, bewertet Palantirs Rolle während Trumps erster Amtszeit zwar als weniger bedeutend, als es die damaligen Proteste und die Berichterstattung nahelegten. Entscheidend sei jedoch die Erkenntnis, dass Palantirs Technologie in den Händen eines autoritären Regimes zu einem äußerst mächtigen Werkzeug werden könne. „Und nun sind wir hier“, so Steinberger in einem Interview vom 22. Januar 2026.

Herzstück für Ermittlungs-, Fahndungs- und Einsatzmaßnahmen von ICE ist das Fallmanagement-System ICM (Investigative Case Management), das seit 2014 auf Palantirs Gotham-Plattform basiert und als zentrales Informationssystem für die Verwaltung und Analyse von Ermittlungsfällen dient.

Im April 2025 vergab ICE an Palantir einen rund 30-Millionen-Dollar-Vertrag zur Entwicklung des „Immigration Lifecycle Operating System“ (ImmigrationOS), einer deportationsfokussierten Erweiterung von ICM für die Enforcement and Removal Operations (ERO). Laut Ausschreibung soll das System Identifizierung, Priorisierung, Festnahme und Abschiebung irregulär aufhältiger Personen effizienter gestalten und den gesamten Abschiebeprozess von der Erfassung bis zur Logistik abbilden.

ICE setzt allerdings nicht nur auf Palantir, sondern baut sein Immigrations-Überwachungs-System durch die Integration weiterer Daten, Dienste und Produkte von anderen Unternehmen weiter aus. Im ICM laufen Daten aus der öffentlichen Verwaltung, Behörden und von Zulieferfirmen zusammen. Standortdaten bezieht ICE zum Beispiel von kommerziellen Data Brokern, die Milliarden täglicher Location‑Pings aus unterschiedlichen Quellen, etwa aus Mobilfunk-, App- oder Webdaten aggregieren und verkaufen. Die American Civil Liberties Union (ACLU) konnte über eine Informationsfreiheitsanfrage eine interne ICE-Rechtsanalyse bekommen, aus der hervorgeht, dass für „kommerziell verfügbaren“ Daten keine Warrant‑Pflicht‑Regeln gelten würden, da sie aus „öffentlichen“ oder App‑genehmigten Quellen stammen und nicht als „private“ Telekom‑Daten klassifiziert werden; ICE könne sie somit frei erwerben und abfragen, ohne sich einen Gerichtsbeschluss besorgen zu müssen.

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Für das massenhafte Sammeln und Zusammenführen von Überwachungs- und Standortdaten setzt ICE unter anderem Produkte des US-Anbieters Penlink ein. Über das Tool „Webloc“ werden Bewegungs- und Standortdaten ausgewertet, einzelnen Geräten oder Identitäten zugeordnet und in zeitlichen Verläufen sowie Kartenansichten dargestellt, um Bewegungsmuster und wiederkehrende Aufenthaltsorte zu erkennen.

Ergänzend kommt mit „Tangles“ ein KI-basiertes Open-Source-Intelligence-Werkzeug zum Einsatz, das Daten aus dem Open Web, Deep Web, Dark Web und aus sozialen Netzwerken (Posts, Kommentare, Bilder, Metadaten und Beziehungsinformationen wie Follower- oder Freundesnetzwerke, Social Graphs) erfasst und mit zeitlichen und räumlichen Informationen (etwa aus Webloc) abgleicht. Auf diese Weise können Online-Aktivitäten mit realen Bewegungen verknüpft und Beziehungen zwischen Personen und Profilen sichtbar gemacht werden.

Die so gewonnenen Informationen fließen in das Fallmanagement-System ICM ein und dienen dort als Grundlage für räumliche und zeitliche Analysen bei der Einsatzplanung. Dazu zählen unter anderem die Definition von Geofences, das Filtern von Geräten anhand technischer Kennungen sowie die Rekonstruktion typischer Tagesabläufe (Arbeit/Arzt/Kirche/Supermarkt/Freizeit/Heim), um wahrscheinliche Aufenthaltsorte zu bestimmen.

Seit September 2025 nutzt ICE laut einem Bericht von 404 media eine von Palantir entwickelte App namens ELITE (Enhanced Leads Identification & Targeting for Enforcement). Das mobile Tool ermöglicht Einsatzkräften, auf interaktive Karten mit potenziellen Abschiebungszielen (Namen, Fotos, Alien Numbers, Adressen, Confidence Scores) zuzugreifen, nach Kriterien wie Kriminalität, Location oder Operations zu filtern und so unterwegs eine Auswahl und Priorisierung durchzuführen.

Vermehrt sind bei ICE-Einsätzen zudem Kräfte zu beobachten, die nicht nur die festzunehmenden Personen, sondern auch deren Umfeld und dort befindliche Personen filmen. In Minneapolis wurden Einsatzkräfte mit GoPros und Smart Glasses von Meta gesichtet. ICE arbeitet außerdem seit Jahren mit Clearview AI zusammen und schloss im September 2025 einen weiteren Vertrag, um Gesichtserkennungsdienste für Ermittlungen von Homeland Security Investigations (HSI) einzusetzen. HSI ist bei ICE für die Strafverfolgung (Verbrechensbekämpfung) zuständig, während ERO (Enforcement and Removal Operations) die eigentlichen Abschiebungen durchführt. Beide nutzen ICM.

Im Januar 2026 vergab ICE einen Exklusivvertrag an Palantir für den weiteren Betrieb und die Weiterentwicklung von ICM. Obwohl ICE im Rahmen der Marktforschung die Fähigkeit von 42 Anbietern überprüft habe, sei man zu dem Schluss gekommen, dass nur Palantir alle erforderlichen Funktionen mit minimalem Risiko für den laufenden Betrieb bereitstellen könne. Auch das Risiko, dass man mit Palantir auf ein proprietäres System setzt, nimmt man in Kauf. Denn „die Systeme von Palantir erfassen und verarbeiten bereits Daten aus mehreren internen und externen Quellen, sodass eine mögliche Umstellung auf ein neues System, um diese Anforderungen mit einem neuen Anbieter zu erfüllen, äußerst komplex und mit erhöhtem Risiko verbunden wäre“. Eine Vergabe an einen anderen Anbieter sei wegen „der Missionskritikalität und Dringlichkeit der Executive Orders“ des Präsidenten „inakzeptabel“ und würde zu einer „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ führen.

In Deutschland setzen einzelne Sicherheitsbehörden, wie zum Beispiel Polizeibehörden in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen, trotz Kritik auch auf Produkte von Palantir. Die Bundesregierung kauft auch bei Datenbrokern ein. Auf die Frage, ob auch die Produkte von Penlink oder ähnlicher Anbieter zur Aufbereitung von Handy-Standortdaten oder anderen personenbezogenen Daten eingesetzt werden, erklärt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken (Drucksache 21/3280), dass solche Fragen „aus Gründen des Staatswohls nicht für das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich – auch nicht in eingestufter Form – beantwortet werden können“. In Österreich gibt es eine ähnliche Anfrage an die Bundesregierung, dort steht die Antwort noch aus.

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(mack)



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