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FSR 4 über Umweg?: Valve arbeitet an „besserem Upscaling“ für Steam Machine

Valve hat die Steam Machine vorerst verschoben, statt „Early 2026“ erscheint die neue Linux-Spielkonsole hoffentlich „noch im 1. Halbjahr“. Steam Frame ist ebenso betroffen. Aber Valve hat noch etwas verkündet: Man arbeitet in der Zwischenzeit weiter an besserem Upscaling für die Steam Machine – also an FSR 4 auf RDNA 3?
„Verbesserte Hochskalierung“ – aber wie?
Die Aussage ist im selben Blog-Post gefallen, in dem Valve die Verzögerung beim Marktstart angekündigt hat.
Wie gut kann Steam Machine neue, anspruchsvollere Spiele auf Steam ausführen?
Während unserer Tests auf der Steam Machine liefen die meisten Spiele bei einer Bildauflösung von 4K und einer Bildwiederholrate von 60 Bildern pro Sekunde mit aktivierter FSR hervorragend. Allerdings gibt es einige Titel, die derzeit eine höhere Skalierung erfordern als andere, und es kann ratsam sein, mit einer niedrigeren Bildrate und aktivierter VRR zu spielen, um eine interne Auflösung von 1080 Pixeln beizubehalten.Wir arbeiten aber auch bereits an HDMI VRR, einer verbesserten Hochskalierung und verbessertem Raytracing des Treibers, um hochwertiges Gameplay gewährleisten zu können.
FSR 4 ist bisher eigentlich raus
Die Steam Machine setzt auf Hardware von AMD. Die CPU bietet sechs Zen-4-Kernen, als dedizierte Grafikkarte kommt ein RDNA-3-Modell mit 28 Compute Units zum Einsatz. Und RDNA 3 unterstützt kein FSR 4, sondern nur FSR 3. Das gilt auch in den Spielen, die schon auf das SKD für FSR Redstone (Test) setzen, auch wenn dort auf allen Radeon RX 6000 und neuer „FSR Upscaling“ ausgewählt werden kann: Auf RDNA 4 (RX 9000) gibt es dann FSR 4, auf RDNA 2 oder RDNA 3 hingegen nur FSR 3.
Mit Blick auf die deutlich schlechtere Bildqualität ist das für die Steam Machine, aber auch für Notebooks auf Basis von AMD Ryzen AI 400 (ebenfalls RDNA 3.5) oder das ROG Xbox Ally X (ebenfalls RDNA 3.5) ein Problem. Und dennoch hat sich AMD seit gut einem Jahr nicht mehr dazu geäußert, ob Überlegungen, FSR 4 für RDNA 3 oder gar RDNA 2 zu bringen, weiter verfolgt werden; nicht einmal, als das per Hack inoffiziell möglich wurde.
Auch ComputerBase hatte zuletzt wiederholt die Steam Machine als möglichen Anlass, ja zwingenden Anlass für AMD gesehen, den FSR-4-Support zumindest für RDNA 3 noch offiziell nachzureichen. Doch Informationen dazu gibt es nicht.
Plant Valve den Proton-Weg?
Möglich, dass hinter Valves den Arbeiten an einem „besserem Upscaling“ eine derartige Initiative von AMD steht, doch Hintergrund könnte auch sein, dass Valve mit dem Gedanken spielt, FSR 4 über Proton – das ohnehin zum Einsatz kommt, um DirectX-Windows-Spiele auf SteamOS lauffähig zu machen – umzusetzen. Die entsprechenden Vorarbeiten wurden bereits im November in VKD3D Version 3.0 gelegt.
Nur bleibt die Frage: Kann es sich Valve erlauben, den inoffiziellen Weg zu gehen, wenn die Plattform eine zusammen mit AMD entwickelte ist? Denn ein solches Vorgehen dürfte AMD massiv unter Druck setzen, FSR 4 doch noch für ältere RDNA-Generationen freizugeben; wovor AMD bis dato zurückgeschreckt hat.