Künstliche Intelligenz
Gebrauchte Elektroautos: Wertverlust ist höher als bei Verbrennern
Im vergangenen Jahr machten Elektroautos nur 3,6 Prozent der Besitzumschreibungen in Deutschland aus, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervorgeht. Damit ist ihr Marktanteil im Vergleich zu 2024 zwar um rund ein Drittel gestiegen, bleibt aber weiter niedrig. Zum Vergleich: Unter Neuwagen machten reine Elektroautos (BEV) vergangenes Jahr fast ein Fünftel aus. Dabei ist der wichtigste Vorteil von Gebrauchtwagen, dass sie deutlich billiger sind als Neuwagen, bei ihnen besonders ausgeprägt und könnte bald noch weiter steigen. Denn E-Autos verlieren bislang schneller an Wert als Modelle mit Verbrenner.
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Höherer Wertverlust
Das zeigen Zahlen des Marktbeobachters Deutsche Automobil Treuhand (DAT) zum sogenannten Restwert. Der Restwert eines typischen drei Jahre alten Gebrauchtwagens liegt im Schnitt bei 49 Prozent. Wer beim Händler ein drei Jahre altes E-Auto kauft, zahlt im Schnitt also nicht einmal die Hälfte des einstigen Listenpreises. Das ist viel weniger als bei Gebrauchtwagen mit Dieselmotor oder Benziner, die zuletzt Restwerte von 61,1 beziehungsweise 62,7 Prozent hatten.
Obwohl gebrauchte Elektroautos selten sind, reicht die Nachfrage also derzeit nicht aus, um ein ähnliches Restwertniveau wie bei Verbrennern zu erzeugen. Gebrauchte Stromer könnten durch die neue Elektroautoförderung des Bundes noch billiger werden. Zwar gibt es für sie keine eigene Förderung, wie bereits von verschiedenen Seiten kritisiert wurde. Einen Effekt wird sie aber wohl dennoch haben. Wenn Neuwagen deutlich billiger werden, verschiebt das erfahrungsgemäß auch das Preisgefüge bei den Gebrauchten, argumentiert ein DAT-Sprecher.
Günstige Aussichten für Interessenten
Werden Neuwagen billiger, schrumpft der Preisunterschied und damit der Anreiz, zum Gebrauchten zu greifen. Das drückt wiederum auf die Gebrauchtpreise, bis der Preisunterschied wieder groß genug ist, dass sich genügend Käufer finden. Für künftige Käufer sind das günstige Aussichten, für Privatverkäufer, Händler und Leasinggesellschaften, deren Autos an Wert verlieren, eher schlechte. Inzwischen gibt es rund zwei Millionen reine Elektroautos auf deutschen Straßen. Das sind etwa vier Prozent des Pkw-Bestands.
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(mfz)
Künstliche Intelligenz
Dells Cloudspeicherlösungen ECS und ObjectScale über mehrere Lücken angreifbar
Dells Cloudspeicherlösungen Elastic Cloud Storage (ECS) und ObjectScale sind insgesamt über neun Softwareschwachstellen angreifbar. Sind Attacken erfolgreich, können sich Angreifer unter anderem höhere Nutzerrechte verschaffen.
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Verschiedene Attacken möglich
In einer Warnmeldung finden sich weiterführende Details zu den Sicherheitslücken. Davon betreffen vier Stück Komponenten von Drittanbietern wie jacksone-core (CVE-2025-52999 „hoch“). Die verbleibenden Lücken (etwa CVE-2026-22273 „hoch“ und CVE-2026-22271 „hoch“) betreffen die Anwendungen direkt. In diesen beiden Fällen müssen Angreifer aber bereits authentifiziert sein, um Attacken einleiten zu können. Ist das gegeben, können Informationen leaken oder Angreifer bekommen höhere Nutzerrechte.
Die Entwickler geben an, die Schwachstellen in der Version 4.2.0.0 geschlossen zu haben. Bislang gibt es keine Berichte zu laufenden Attacken.
Erst kürzlich hat der Computerhersteller sein NAS-Betriebssystem PowerScale OneFS repariert.
(des)
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macOS: Password Utility entsperrt FileVault und macht sudo Biometrie-fähig
Nutzer von macOS kennen das Problem: Nicht alle Authentifizierungsdialoge im System nutzen die bequeme Nutzererkennung per Fingerabdruck – obwohl diese sicherer ist als die oft störende Eingabe des Passworts. Die Biometrie-Funktion Touch ID ist etwa bei sudo-Kommandos deaktiviert, gleiches gilt für den ersten Login / die FileVault-Entschlüsselung beim System- oder Neustart, dem Zugriff auf den Schlüsselbund, das Hinterlegen von Konfigurationsprofilen oder das Anlegen neuer Nutzer. Die Entwickler des auf Mac-Admin-Werkzeuge spezialisierten Softwareanbieter Twocanoes haben mit Password Utility nun ein neues Werkzeug vorgestellt, das Fähigkeiten mitbringt, die den Umgang mit macOS-Authentifizierungsprozessen erleichtert.
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Arbeit ohne lokales Passwort
Die App ermöglicht es, komplett ohne lokales Passwort zu arbeiten, indem sie das Systempasswort speichert und nach biometrischer Bestätigung via Touch ID in entsprechende Dialoge einfügt, die das normalerweise nicht erlauben. Die App kann außerdem Touch ID „refreshen“, also dafür sorgen, dass die regulären Authentifizierungsmethoden, die die Biometrie standardmäßig nutzen, nicht unter den Time-Out von 48 Stunden fallen. Weiterhin ermöglicht die App, ohne SSH-Aktivierung FileVault-Macs zu entschlüsseln und aus der Ferne (wieder) steuerbar zu machen.
Die Aktivierung von Password Utility erfolgt über einen Shortcut. Danach taucht der Touch-ID-Dialog auf, mit dem sich das Passwort dann einfügen lässt. Weitere Funktionen sind eine Anzeige des Secure-Token-Status samt Volume-Ownership sowie die Möglichkeit, auch den Login ohne Passwort zu erlauben: Dabei werden FIDO2-Sticks samt PIN-Eingabe unterstützt.
Software ist nicht quelloffen
Password Utility lässt sich leicht per MDM auf lokale Macs verteilen. Ein großer Vorbehalt bleibt allerdings: Wer die App nutzt, muss sich darauf verlassen, dass Twocanoes korrekt gearbeitet hat und die App nicht selbst neue Sicherheitslücken reißt. Da sie nicht quelloffen ist, lässt sich das von außen nicht kontrollieren, ein unabhängiger Audit ist bislang nicht erfolgt.
Die App kostet pro Maschine und Jahr 10 US-Dollar plus Umsatzsteuer. Es bleibt zu hoffen, dass sich Apple von Password Utility inspirieren lässt – die Funktionen wären in macOS selbst deutlich besser aufgehoben. Nutzer sollten beispielsweise entscheiden dürfen, ob Biometrie zur Standardentsperrmethode wird oder nicht. Momentan erfolgt stets der Fallback zum Passwort. Unter iOS ist dies im Rahmen der Diebstahlschutzfunktion bereits anders.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Worauf Sie beim Wechsel zu Glasfaser achten sollten
Der Glasfaser gehört die Zukunft. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die Provider das neue Netz flächendeckend ausbauen und möglichst viele Gebäude anschließen. Nutzer profitieren dann von stabilen Verbindungen, hohen Geschwindigkeiten und großen Leistungsreserven für die Zukunft. Aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive spricht zudem der geringe Energieverbrauch der Infrastruktur für die Glasfaser.
Doch vielen Verbrauchern bereitet der Umstieg erst einmal Probleme. Da ist zum einen die Frage, ob – und wann – man überhaupt wechseln sollte. Hinzu kommt vielfach Ärger mit Glasfaseranbietern: Unter ihren Vertrieblern gibt es viele schwarze Schafe, die mit Psychotricks und falschen Behauptungen Verträge an Land ziehen. Unterschreibt man, kann es Jahre dauern, bis der versprochene Anschluss aktiviert wird. Und selbst wenn der Anbieter nicht liefert, werden manche Kunden den Vertrag nicht wieder los. „Die Zahl der Rückfragen und Beschwerden, die uns zum Thema Glasfaser erreichen, steigt stetig“, berichtet Jana von Bibra, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen, gegenüber c’t.
Wir schildern deshalb im Folgenden, in welchen Schritten der Abschluss eines Glasfaservertrages typischerweise abläuft, welche Probleme auftauchen können und welche Rechte Ihnen dann zustehen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Worauf Sie beim Wechsel zu Glasfaser achten sollten“.
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