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GEO, SEO, DEO? Google rollt Core Update für Discover aus


Google erklärt, dass der Roll-out zunächst für englischsprachige Ergebnisse in den USA erfolgt. Doch in den kommenden Monaten wird das Core Update ebenfalls in weiteren Ländern, dann auch in Deutschland, ausgerollt. Im Google Search Status Dashboard können User wie gewohnt den Verlauf verfolgen. Der aktuelle Roll-out soll rund zwei Wochen andauern. In diesen Zwei Wochen werden Seitenbetreiber:innen in den USA deutliche Schwankungen im Discover Traffic erleben – genauso wie bei Core Update Ranking-Schwankungen in der Suche auftreten. Google gibt an, dass im Rahmen dieser Algorithmusanpassung vor allem drei Kernpunkte behandelt werden:

  1. Clickbait-Artikel sollen stark minimiert werden. Das gilt auch für „sensational“ Content, also Inhalte, die bewusst einen Fokus auf übertriebene Sensationstitel setzen.
  2. Lokale Nachrichten sollen den Nutzer:innen vermehrt ausgespielt werden. Sie sollen vor allem mehr Inhalte von Neuigkeiten aus ihren Ländern sehen.
  3. User sollen mehr Beiträge mit tiefgreifenden, aktuellen und von jahrelanger Expertise geprägten Inhalten finden. Dabei sollen Seiten mit ausgewiesener Expertise und einem Renommee in Fachbereichen mehr in den Mittelpunkt gerückt werden.

Discover Engine Optimization (DEO) notwendig?

Das klingt grundsätzlich positiv für Publisher. Gelingt es Google, diese Vorgaben mit dem Core Update umfassend umzusetzen, könnten viele Seiten mit qualitativen und aktuellen Inhalten, aber auch Lokal-Publisher auf mehr Sichtbarkeit und Traffic hoffen, gerade im Wettbewerb mit den von Google oft bevorzugt angezeigten großen Medienhäusern. Wie gut Google das Content-Gleichgewicht in Discover jedoch optimieren kann, wird das neue Discover Core Update erst zeigen müssen. Passend dazu liefert Google auf dem Blog der Google Search Central ein Beispiel für Content, der im Laufe des Updates mehr Sichtbarkeit erlangen kann:

Since many sites demonstrate deep knowledge across a wide range of subjects, our systems are designed to identify expertise on a topic-by-topic basis. So whether a site has expertise in multiple areas or has a deep focus on a single topic, there’s equal opportunity to show up in Discover. For example, a local news site with a dedicated gardening section could have established expertise in gardening, even though it covers other topics. In contrast, a movie review site that wrote a single article about gardening would likely not.

Allerdings sehen sich die Publisher und Seitenbetreiber:innen zugleich mit einigen Problemen konfrontiert. So stellen sich erste User, etwa unter Googles Ankündigungs-Post auf LinkedIn, die Frage, ob sie sich neben der SEO und GEO jetzt auch mit der DEO beschäftigen müssten. Doch zur Anzeige in Discover können die Seitenbetreiber:innen selbst nur bedingt beitragen. Grundsätzlich gelten die Tipps und Hinweise für alle Core Updates im Rahmen auch dieser Algorithmusanpassung, so Google. Informationen und Hilfestellung im Kontext großer Updates wiederum liefert Google im Rahmen einer neuen Dokumentation mit mehr Details. Im ausführlichen Guide von OnlineMarketing.de kannst du nachlesen, was Webmaster grundsätzlich im Vorwege von Core Updates beachten können. Solange Creator und Medien jedoch Inhalte erstellen, die hilfreich, einzigartig und für Menschen gemacht sind, müssen sie sich nicht unbedingt zum Handeln bewegt sehen. Noch mehr Informationen finden Seitenbetreiber:innen und SEOs in der Google Search Central, die Basics zu Core Updates teilt.

KI-Zusammenfassungen als Traffic-Hemmnis

Des Weiteren dürften Publisher trotz Googles positiv dargestelltem Update Befürchtungen bezüglich des Traffics aus dem Bereich Discover haben. Denn dort hat Google seit Monaten ebenfalls KI-Zusammenfassungen für Beiträge integriert, die die Klickrate und den Traffic verringern könnten. Demnach könnten einige Publisher und andere Seiten durch das Core Update zwar langfristig mehr Impressions generieren, müssen sich aber womöglich so oder so auf weniger Traffic aus dem Bereich einstellen. Im Leistungsbericht für Discover können User diesen in der Google Search Console analysieren.

Welche Inhalte User letztendlich in ihrem eigenen Discover Feed sehen, hängt aber ebenfalls stark von persönlichen Einstellungen ab. Denn die Nutzer:innen können Präferenzen zu Quellen und Marken angeben. Neuerdings können erste User sogar mithilfe von AI Prompts ihren Discover Feed nach den eigenen Vorstellungen anpassen.





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