Künstliche Intelligenz
Google Echtzeit-Übersetzer: Mehr als Wort zu Wort Übersetzungen
Mitten im Meeting Englisch sprechen, während das Gegenüber die Worte in perfektem Spanisch hört – in Echtzeit. Was lange als Science-Fiction galt, rollt Google nun mit Meet und auf Pixel-Geräten aus. Hinter der Funktion steckt dieselbe KI, die auch Gemini antreibt – und ein komplexes Zusammenspiel spezialisierter Übersetzungsmodelle und generativer Sprach-Module.
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Wir haben mit Googles Director Product Management, Niklas Blum, über die zugrunde liegende Technik gesprochen: Wie funktioniert die End-to-End-Sprachübersetzung, die sogar die Originalstimme erhält? Wie arbietet das internationale Team? Und wo liegen die größten Hürden bei der Übersetzung von gesprochener Sprache?
Mit Google Meet kann jeder in einer anderen Sprache sprechen – in Echtzeit. Das klappt mittels KI, konkret ist es derselbe Übersetzer wie in Gemini. Wie funktioniert das? Was passiert in dem Modell?
Aktuell setzen wir spezialisierte Modelle für die Übersetzung und Gemini für die Sprachgenerierung ein. Diese Architektur setzt auf das AudioLM-Framework sowie Transformer-Blöcke und ist darauf ausgelegt, kontinuierliche Audioströme zu verarbeiten. Das ermöglicht es dem Modell, selbstständig zu entscheiden, wann die Übersetzung ausgegeben wird. Wir haben dazu kürzlich einen technischen Research-Blogpost veröffentlicht, der die Funktionsweise dieser End-to-End Speech-to-Speech Translation (S2ST) unter Beibehaltung der Originalstimme erläutert.

Niklas Blum, Director Product Management bei Google
(Bild: Youtube)
Wie kommt es, dass an dem Echtzeit-Übersetzer ein Team aus Deutschland arbeitet?
Unser Team und unsere Kunden sind global aufgestellt. Die Teams, die an diesem Feature arbeiten, verteilen sich auf Berlin, Stockholm, Zürich, New York und Mountain View. Das Google-Team in Stockholm ist dabei ein zentraler Hub für Googles Echtzeitkommunikation.
Wofür lässt sich der Echtzeit-Übersetzer bisher nutzen? Er ist in Google Meet verfügbar, aber wo kommt er noch zum Einsatz, was ist geplant?
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Die Technologie zur Echtzeit-Übersetzung ist auch auf Pixel-10-Geräten für Anrufe und in Google Translate verfügbar. Bei Google Meet konzentrieren wir uns speziell auf Anwendungsfälle für Echtzeit-Gespräche in Unternehmen, die in verschiedenen Märkten tätig sind und mit Sprachbarrieren zu tun haben. Wir glauben, dass diese Technologie, auch wenn sie noch am Anfang steht, sich rasant weiterentwickeln wird. Echtzeit-Übersetzungen haben das Potenzial, Menschen zu verbinden und Gespräche zu ermöglichen, die so vorher kaum realisierbar waren.
Der Übersetzer ist ein „Lookahead“
Gesprochene Sprache ist fehlerhafter als geschriebene Sprache. Wie geht das Modell damit um? Wird eins zu eins übersetzt, also auch jedes “ähm” und im Zweifelsfall ein abgebrochener Satz? Denn so sprechen wir manchmal ja. Oder zieht der Echtzeit-Übersetzer auch Schlüsse und bereinigt die Sprache quasi?
Unser Modell zur Echtzeit-Übersetzung nutzt Transformer-Blöcke und besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem Streaming-Encoder, der die Quell-Audiodaten basierend auf den vorangegangenen zehn Sekunden der Eingabe zusammenfasst, und einem Streaming-Decoder. Letzterer sagt das übersetzte Audio autoregressiv vorher und nutzt dabei den komprimierten Encoder-Status sowie Vorhersagen aus früheren Iterationen.
Die Transformer-Blöcke ermöglichen es dem Modell, selbstständig zu entscheiden, wann die Übersetzung ausgegeben wird. Basierend auf den Trainingsdaten ist das Modell in der Lage, über reine Wort-für-Wort-Übersetzungen hinauszugehen. Das ist besonders hilfreich bei Redewendungen oder dem Erkennen von Eigennamen. Begriffe wie die „Golden Gate Bridge” werden nicht übersetzt.
Was ist die größte Schwierigkeit bei der Übersetzung gesprochener Sprache? Wo hapert es vielleicht auch manchmal noch?
Bei der Übersetzung gesprochener Sprache stehen drei wesentliche Herausforderungen in Konkurrenz zueinander: Wir wollen eine möglichst hohe Übersetzungsqualität, eine minimale Verzögerung und gleichzeitig die originale Stimmcharakteristik beibehalten. Für Echtzeit-Gespräche wird aktuell eine Standardverzögerung von zwei Sekunden genutzt, was für die meisten Sprachen gut funktioniert. Ein längerer „Lookahead“ des Modells würde durch den zusätzlichen Kontext zwar die Übersetzungsqualität verbessern, beeinträchtigt aber das Echtzeit-Erlebnis. Eine optimale Übersetzungsqualität in möglichst kurzer Zeit zu erzielen, bleibt die zentrale Herausforderung und ein Bereich für weitere Verbesserungen.
Generell haben die Fortschritte bei der KI-Audioverarbeitung und der Modellqualität zuletzt große Sprünge gemacht. Das dürfte der Grund sein, weshalb branchenweit eine zunehmende Integration von Sprachübersetzung in verschiedene Produkte stattfindet.
Es gab eine Zeit, da haben Google und auch andere Anbieter ähnliche Übersetzungstools nicht veröffentlicht, weil Missbrauch drohte. Was hat sich geändert?
Wir integrieren diese Funktion nun in unsere Produkte, weil die Technologie einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht hat. Ich glaube, dass es bis vor Kurzem nicht möglich war, wirklich hochwertige dialogorientierte Dienste zu entwickeln, die den erforderlichen Qualitätsstandards entsprechen.
Wie steht es um die Gefahren vor Missbrauch, vor Deepfakes? Welche Schutzmaßnahmen gibt es?
Wir sind natürlich zum Einhalten der geltenden Datenschutzgesetze verpflichtet. Im Laufe der Jahre haben wir eng mit Datenschutzbehörden auf der ganzen Welt zusammengearbeitet und strenge Datenschutzmaßnahmen umgesetzt. So haben wir für Meet klare Richtlinien, wie unser Tool genutzt werden darf. Nutzer:innen ist es beispielsweise nicht gestattet, Meet zu verwenden, um sich als eine andere Person auszugeben.
Technisch gesehen funktioniert die Übersetzungsfunktion ähnlich wie die bestehende Audiokodierung, nur mit der zusätzlichen Funktion der Übersetzung. Jeder Ton, der an das Modell gesendet wird, erzeugt eine Ausgabe. Das Modell arbeitet mit einem 10-Sekunden-Kontextfenster und hat außerhalb dieses Fensters keine semantische Wahrnehmung des gesprochenen Inhalts.
(emw)
Künstliche Intelligenz
Patentstreit: Münchner Gericht untersagt Renault Verkauf von Clio und Mégane
Das Landgericht München I hat Renault den Verkauf seiner Bestseller-Modelle Clio und Mégane in Deutschland untersagt. Das Gericht gab am Mittwoch dem US-Technologiekonzern Broadcom in einem Patentstreit um Ethernet-Verbindungen recht (Aktenzeichen: 7 O 7655/25). Das berichtet der Fachdienst ip fray. Konkret gehe es um Broadcoms Patent EP1903733 (“Method and system for an extended range ethernet line code”).
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Das Gericht entschied, dass Renault dieses Patent in zwei Fahrzeugmodellen verletzt: beim Clio im Navigationssystem und beim Mégane in der Telematik-Steuereinheit (TCU). Wenn Broadcom sich für eine vorläufige Vollstreckung bis zur erwarteten Berufung entscheidet, muss Renault den Verkauf seiner Modelle Clio und Mégane in Deutschland einstellen. Dafür müsste Broadcom eine Sicherheitsleistung in Höhe von mehreren Millionen Euro bereitstellen.
Verschiedene Medien berichten, dass Renault gegen das Urteil vorgehen wolle. Alternativ können sich die beiden Parteien auch außergerichtlich einigen. Das passiert bei Patenstreitigkeiten häufig, wobei dann oft auch rückwirkend Lizenzzahlungen geleistet werden. Deren Höhe behalten die Streitenden in der Regel für sich.
(jo)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Mini-Powerbank fürs Handy – günstig & kompakt bis 10.000 mAh
Handlich und günstig: Mini-Powerbanks halten Smartphones unterwegs am Laufen. Wir zeigen die besten Modelle ab 10 Euro.
Wer häufig außer Haus ist, sollte eine Powerbank mit sich tragen. Denn es kann immer mal passieren, dass der Stand des Akkus beim Smartphone oder Kopfhörer unerwartet schnell abnimmt – und das Gerät ausgeht. Wer das vermeiden will, greift zu einer mobilen Mini-Powerbank. Weder sollte diese viel kosten, noch besonders klobig sein. Schließlich möchte man den externen Handyakku einfach in die Tasche packen, ohne ihn aufgrund seines Gewichts oder der Maße ständig zu bemerken. Hier bieten sich insbesondere Modelle ab 10 Euro an, die bereits Kapazitäten zwischen 2500 und 10.000 Milliamperestunden (mAh) bieten.
Um aber keine falsche Erwartung zu schüren, sei direkt vorneweg genommen: Während Top-Modelle der Powerbanks ab 20.000 mAh (Bestenliste) mit Ladegeschwindigkeiten von 60 W bis über 200 W sogar Laptops laden können, müssen sich Anwender bei günstigen Modellen mit deutlich weniger zufriedengeben.
Die Ladegeschwindigkeit fällt erheblich geringer aus und Sonderfunktionen gibt es nicht. Je nach Modell kann man damit lediglich sehr gemächlich den Akkustand erhöhen oder sogar im schlimmsten Fall nur auf dem gleichen Stand halten. Für den Notfall reicht das allemal aus, sodass man das Smartphone noch für die Ticketkontrolle im Zug oder die Navigation nach Hause am Leben erhalten kann.
Welche ist die beste Mini-Powerbank?
Unsere Produktauswahl basiert auf besonders nachgefragten und damit relevanten Modellen im Preisvergleich und bei Amazon. Unser Testsieger ist die Iniu B61 mit 10.000 mAh für 18 Euro. Trotz guter Leistung und Ausstattung ist sie preiswert und kompakt.
Äußerst praktisch ist zudem die ultrakompakte Anker Nano 22,5W für 17 Euro (Code: ALZADAYS30DE), die aufgrund ihres durchdachten Konzepts mit integriertem USB-C-Stecker unser Technologiesieger wird.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist die Logilink PA0257 für aktuell nur 9 Euro – und das bei einer Akkugröße von 10.000 mAh.
Im Testfeld von fast 20 Modellen gibt es trotz ähnlichem Preisrahmen gewichtige Unterschiede bei Kapazität, Anschlüssen, Qualität und Mobilität. Ein Totalausfall ist auch mit dabei.
Was leistet eine Mini-Powerbank – und was nicht?
Eine Mini-Powerbank speichert elektrische Energie in Lithium-Zellen und gibt sie bei Bedarf an angeschlossene Geräte ab. Im Kern funktioniert sie wie ein mobiler Zwischenspeicher: Erst lädt man die Powerbank zu Hause oder im Büro auf, später versorgt sie unterwegs Smartphone, Kopfhörer oder Bluetooth-Lautsprecher mit frischem Strom.
Allerdings entspricht die auf der Verpackung angegebene Kapazität nie der tatsächlich nutzbaren Energie. Der Grund: Hersteller messen die Kapazität bei der internen Zellenspannung von 3,7 V. USB arbeitet jedoch mit 5 V, weshalb die Elektronik die Spannung umwandeln muss. Dabei gehen je nach Qualität der verbauten Komponenten 15 bis 30 Prozent als Wärme verloren. Aus nominell 10.000 mAh werden so in der Praxis oft nur 7.000 bis 8.500 mAh. Ein typisches Smartphone mit 4.000-mAh-Akku lässt sich damit rund 1,5- bis 2-mal vollständig aufladen – nicht drei- oder viermal, wie manche Käufer zunächst annehmen.
Welche Ausstattung gibt es in welcher Preisklasse?
Der Preis bestimmt maßgeblich, welche Features eine Mini-Powerbank mitbringt: Unter 10 Euro dominieren einfache Modelle mit Basis-Ausstattung. Die meisten setzen noch auf Micro-USB zum Laden der Powerbank selbst, während sie Energie über USB-A abgeben. Die Ladegeschwindigkeit liegt typischerweise bei 5 bis 10 W – genug, um den Akkustand langsam zu erhöhen oder zumindest zu halten. Eine LED-Anzeige mit vier Punkten signalisiert den ungefähren Ladestand, ein Display fehlt überwiegend.
Zwischen 10 und 20 Euro steigt die Qualität spürbar. Hier haben sich USB-C-Anschlüsse zum Laden und Entladen etabliert, manche Modelle bieten sogar bidirektionales USB-C – ein einziger Port übernimmt beide Aufgaben. Die Ladegeschwindigkeit klettert auf 15 bis 22,5 W, was ein Smartphone deutlich schneller auffüllt. Einige Powerbanks in diesem Segment integrieren bereits ein kleines Display mit Prozentanzeige oder fest verbaute Kabel, die das Mitschleppen separater Strippen überflüssig machen.
Ab 20 Euro kommen Extras wie Power Delivery (PD) oder Quick Charge hinzu. Diese Schnellladeprotokolle handeln automatisch die optimale Spannung mit dem Endgerät aus und erreichen Ladegeschwindigkeiten von 25 W und mehr. Die Verarbeitung fällt hochwertiger aus, das Gehäuse besteht oft aus Aluminium statt Kunststoff, und die Elektronik arbeitet effizienter – mehr von der gespeicherten Energie kommt tatsächlich im Smartphone an.
Grundsätzlich gilt: Mini-Powerbanks eignen sich ideal als Notfallreserve für den Alltag. Wer regelmäßig mehrere Geräte laden oder auch Tablets und Laptops versorgen möchte, greift besser zu größeren Modellen ab 20.000 mAh (Bestenliste) mit entsprechend höherer Ausgangsleistung. Manche bieten überdies kleine, im Notfall sinnvolle Extras, wie eine integrierte LED-Taschenlampe.
Welche Kaufkriterien sind entscheidend?
Für die meisten Nutzer dürften Merkmale wie Größe, Gewicht und Robustheit entscheidend sein. Die hier gezeigten Modelle sind allesamt „Mini-Powerbanks“, das bedeutet, sie sind besonders gut für die Mitnahme geeignet. Sie liegen zwischen knapp 100 g und 230 g und sind besonders flach oder leicht. Die Geräte eignen sich, um Smartphones (Bestenliste), Bluetooth-Lautsprecher (Bestenliste) oder Kopfhörer (Bestenliste) mobil nachzuladen. Da sie kompakt und leicht sind, stören sie beim Transport kaum. Fürs Handgepäck im Flugzeug sind alle Modelle geeignet, da die maximale Kapazität von 99 Wh (rund 25.000 bis 27.000 mAh je nach Spannung; üblich sind 3,7 V) keiner der externen Handyakkus erreicht.
Neben der Verarbeitung, dem Gewicht und der Ausstattung stehen in dieser Bestenliste vorrangig Kapazität und Ladegeschwindigkeit im Fokus. Beides messen wir mithilfe des Messgeräts F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat, und stecken dieses zwischen Powerbank und Verbraucher. Es gibt Werte, wie Watt (Leistung), Volt (Spannung) und Ampere (Strom) an, trackt aber auch die nutzbare Kapazität. Ebenfalls misst es die benötigte Ladezeit.
Anschlüsse
Um die Powerbank mit den eigenen Geräten nutzen zu können, muss diese über die richtigen Anschlüsse verfügen. Im Testfeld taucht ein vermeintlich längst überwunden geglaubter Standard erneut auf: Micro-USB. In unserer Produktauswahl der im Preisvergleich beliebtesten Modelle unter 10 Euro setzen mehr als fünf Powerbanks mitunter oder ausschließlich auf Micro-USB zum Laden, einer bietet auch den Lightning-Anschluss von Apple. Zum Aufladen von Smartphone & Co. kommt USB-A, selten USB-C zum Einsatz. Stehen nicht die richtigen Anschlüsse zur Verfügung, helfen Adapter (Ratgeber).
Kapazität und Leistung
Neben den Anschlüssen entscheiden hauptsächlich Kapazität und Ausgangsleistung über die Eignung einer Powerbank. Die Kapazität, meist in Milliamperestunden (mAh) angegeben, gibt Auskunft darüber, wie viel Energie der Akku-Pack maximal speichern kann. Die Ladung nimmt im Laufe der Zeit ab, auch wenn man die Powerbank nicht verwendet. Wird die Batterie längere Zeit eingelagert, empfiehlt es sich, sie vorher auf einen Akkustand von 50 bis 70 Prozent zu bringen, um die Lebensdauer der Zellen zu maximieren – ganz volle und ganz leere Lithium-Akkus verschleißen schneller.
Die Kapazität der hier getesteten Exemplare liegt nominell zwischen 2400 mAh (Jetting 2600) und 10.000 mAh (beispielsweise Intenso Powerbank P10000), wobei der Wert in der Praxis oft geringer ausfällt und auch mit jedem Ladezyklus abnimmt. Nach 300 bis 600 Ladezyklen ist die Kraft dieser Akkus häufig stark reduziert. Damit sind die Powerbanks aber auch bei regelmäßiger Nutzung für mehrere Jahre treue Begleiter.
Die Ein- und Ausgangsleistung entscheidet darüber, wie schnell sich der Akku-Pack aufladen lässt und wie zügig er umgekehrt ein angeschlossenes Gadget wieder flottmacht. Sie wird üblicherweise in Ampere oder Milliampere angegeben, jeweils bei einer Spannung von 5 V, dem Standard für USB-Ports.
Welche gute und leichte Powerbank gibt es?
Wer eine besonders leichte Powerbank sucht, achtet auf Modelle unter 150 g. In dieser Gewichtsklasse punktet die Anker Nano 22,5W mit nur rund 100 g – sie wiegt damit weniger als die meisten Smartphones und verschwindet problemlos in der Hosentasche. Der integrierte USB-C-Stecker macht ein separates Kabel überflüssig, was außer Haus zusätzlich Gepäck spart. Mit 5.000 mAh reicht die Kapazität für etwa eine vollständige Smartphone-Ladung.
Etwas mehr Kapazität bei noch akzeptablem Gewicht bietet die Iniu B61: Sie bringt rund 180 g auf die Waage, speichert aber 10.000 mAh und lädt ein typisches Handy damit fast zweimal komplett auf. Generell gilt: Je höher die Kapazität, desto schwerer fällt die Powerbank aus – hier muss jeder den passenden Kompromiss zwischen Gewicht und Laufzeit finden. Für den täglichen Einsatz mit einem einzelnen Smartphone genügen 5.000 mAh in den meisten Fällen, wer auch Kopfhörer oder eine Smartwatch versorgen möchte, greift besser zu 10.000 mAh.
Alternativen
Totalausfall: Slub Powerbank 10000mAh
Ein Totalausfall war ein No-Name-Produkt, das wir bei Amazon gefunden haben – die Slub Powerbank 10000mAh. Nach dem Auspacken aus dem Karton und Betätigen des Ein-/Aus-Knopfes haben wir uns bereits gewundert, warum das Display nicht aufleuchtet. Auch ein Anschluss ans Stromnetz oder einen Verbraucher schaffte keine Abhilfe.
Bei genauerem Blick auf das Gehäuse fiel eine deutliche Wölbung der Powerbank auf, zudem löste sich die Plastikabdeckung über dem Display und der Platine mit wenig Mühe. Angesichts des erheblichen Sicherheitsrisikos, das von aufgeblähten Lithium-Akkus ausgeht, haben wir aus Sicherheitsgründen von weiteren Tests abgesehen und Amazon umgehend über den Umstand hingewiesen. Kurz nach unserer Meldung hat Amazon das Produkt aus dem Umlauf genommen, es lässt sich nun nicht mehr bestellen.
Dass dieses Produkt qualitativ so mangelhaft ist, ist schade, denn das Konzept mit integrierten Kabeln und einem Display mit Prozentangabe des Akkustands hat uns angesprochen. Für 10 Euro und mit 10.000 mAh sowie 22,5 W an Ladegeschwindigkeit hätte die Slub Powerbank ein sehr stimmiges Gesamtpaket sein können. Gerade die transparente Gehäusehälfte, die den Blick aufs Innere ermöglicht, sieht sehr schick aus. So aber haben wir durch unseren Produkttest ein möglicherweise gefährliches Produkt gefunden, das unter anderen Namen auch noch weiter im Netz verkauft wird, etwa bei Aliexpress. Hier heißt es ganz klar: Finger weg!
Fazit
Auch für unter 10 Euro gibt es bereits brauchbare portable Powerbanks. Die Geräte in diesem Preisbereich beschränken sich auf die Grundfunktionen, erfüllen diese aber zufriedenstellend. Auffällig ist, dass teuer nicht besser sein muss. Bereits für 5 Euro bekommt man von Hama eine ordentliche Powerbank mit 5.000 mAh. Unser Testsieger Iniu B61 liefert zum Preis von 18 Euro eine Kapazität von 10.000 mAh und bleibt dennoch kompakt und mobil.
Vorsicht ist geboten, da einige günstigere No-Name-Modelle hingegen statt USB-C nur Micro-USB verwenden, um wenige Cent zu sparen. Besonders auffällig ist im Allgemeinen aber die teils geringe Ladegeschwindigkeit – viele Smartphones dürften so nur den Akkustand halten, aber nicht jedoch effektiv nachladen. Unsere Tests zeigen außerdem, wie wichtig es ist, den Herstellern nicht aufs Wort zu glauben und bei der Kapazität genau hinzusehen. 10.000 mAh klingen im ersten Moment wahnsinnig toll, wenn davon aber nur die Hälfte nutzbar ist, kann man sich den Aufpreis auch gleich sparen und zur 5800-mAh-Powerbank greifen. Ist der Preis aber bei unter 10 Euro, kann man eine schlechtere Effizienz leichter verschmerzen.
Weiteres Ladezubehör zeigen unsere Bestenlisten:
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Nach verdächtigen Mails: Fairphone-Shop wohl nicht gehackt
Im Webforum von Fairphone und auf Mastodon berichten Nutzer seit vorgestern von verdächtigen E-Mails, die sie im Zusammenhang mit vorherigen Käufen im Fairphone-Shop empfangen haben. Konkret soll es sich bei den Mails um erneut versandte Auftragsbestätigungen zum Einkauf handeln. Anders als vorherige offizielle Mails von Fairphone ist der Absender jedoch nicht „noreply @ mail.fairphone.com“ sondern „noreply @ test.email.bloomreach.com“. Zudem verweisen die in der Mail eingefügten Links laut den Betroffenen auf zweifelhafte Webseiten, während der übrige Mailinhalt korrekte Daten enthält, etwa die Auftragsnummer und Rechnungsdaten.
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Im Support-Forum sorgen sich die Käufer deshalb, dass der Shop entweder von einem Datenleck oder gar von einem Hack betroffen worden sein könnte. Die Befürchtung räumt Fairphone nun in Teilen aus. Das Unternehmen meldete sich an selber Stelle zu Wort und teilte mit, dass Bloomreach das offizielle von Fairphone genutzte E-Mail-CMS sei. Der fehlerhafte Mailversand sei nach jetzigem Stand dort nicht aufgrund eines Datenlecks, sondern wegen einer internen Fehlfunktion hervorgerufen worden. Fairphone will den Fall weiter untersuchen und die Nutzer auf dem Laufenden halten.
(spo)
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