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Günstige Mittelklasse-SSDs im Test: WD_Black SN7100 (TLC) gegen WD Blue SN5100 (QLC)
Die Redaktion testet die beliebte WD_Black SN7100 SSD von Sandisk, die sich mit der neuen QLC-Konkurrenz aus eigenem Hause messen muss. So viel sei schon verraten: Das Duell SN5100 mit QLC und SN7100 mit TLC wird insgesamt auf Augenhöhe geführt. Aber es gibt entscheidende Unterschiede.
Die WD_Black SN7100 im Überblick
Als Nachfolger der WD_Black SN770 (Test) brachte Western Digital die WD_Black SN7100 heraus, die doppelt so effizient arbeiten soll. Inzwischen gehört die Marke WD_Black zu Sandisk, Western Digital hat sich von der SSD-Tochter wieder getrennt.
Die SN7100 ist eine PCIe-4.0-SSD im gängigen Format M.2 2280. Sie nutzt den Polaris-Controller in der Revision A101-000172-A1, also einen Chip aus der gleichen Serie (Polaris 3) wie die jüngere WD_Blue SN5100 (Test). Der wesentliche Unterschied liegt im eingesetzten Speicher: Bei der SN7100 kommt BiCS8-Flash in TLC-Version mit 3 Bit pro Zelle zum Einsatz, die SN5100 nutzt BiCS8 QLC mit 4 Bit pro Zelle.
Fast derselbe Controller und die gleiche Generation NAND mit 218 Layern ermöglicht also praktisch das direkte Duell zwischen TLC und QLC. Und so viel sei schon verraten: Der neue QLC-Speicher ist bärenstark und kann sich in den meisten Tests locker mit dem TLC-Pendant messen.
Den wirklich direkten Vergleich gibt es an dieser Stelle auf den ersten Blick nicht, denn von der SN7100 stand nur das 1-TB-Modell zur Verfügung, während die SN5100 mit 2 TB durch den Parcours ging. Bekanntlich kann eine größere Menge an Speicherchips insbesondere beim Schreiben durch mehr parallele Zugriffe ein Vorteil sein. Allerdings besitzt die QLC-Variante von BiCS8 eine doppelt so hohe Speicherkapazität von 2 Tbit (256 GB) pro Die. Daher ist die Anzahl der Chips wieder identisch: Bei der SN7100 mit 1 TB sind es 8 × 128 GB (1 Tbit) und bei der SN5100 mit 2 TB sind es 8 × 256 GB. Und so treten beide dann doch an der gleichen Startlinie an.
Garantie und TBW im Vergleich
Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der WD_Black SN7100 mit 1 TB liegt diese bei 600 TB. Das ist der Standardwert für SSDs mit TLC-Speicher. Die WD_Blue SN5100 mit 1 TB ist trotz QLC auch mit 600 TB spezifiziert, bei höheren Kapazitäten ist das aber anders.
Preise und Eckdaten im Überblick
Die WD_Black SN7100 ist aktuell zu Preisen ab 53 Euro (500 GB), ab 78 Euro (1 TB), ab 130 Euro (2 TB) und ab 250 Euro (4 TB) zu haben.
PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die ab jetzt für SSD-Tests verwendete Hard- und Software aufgelistet.
- Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
- AMD Ryzen 9 7900
- Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
- DDR5-5200, 38-38-38-84
- AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
- GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
- GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
- SoftPerfect RAMdisk 4.4
- Asus BIOS 1222
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.
Ein Benchmark musste raus
Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.
Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.
Testergebnisse und Benchmarks
Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.
Schreibleistung (SLC-Modus)
Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.
Die Messungen belegen, dass zunächst die komplette freie Speicherkapazität im SLC-Modus mit 1 Bit pro Zelle beschrieben wird. Das bedeutet, dass der somit entstehende „SLC-Cache“ ein Drittel der nominalen Speicherkapazität fasst – rund 330 GB sind dies bei leerer SSD und 115 GB bei 50 Prozent Füllstand. Damit geht man den gleichen Weg wie beim Vorgänger SN770 (hier die kleine Version SN770M). Nach dem SLC-Modus bricht die Schreibrate wie üblich massiv ein. Hier sind noch etwa 650 MB/s möglich, was für eine SSD mit TLC-Speicher kein berauschender Wert ist. Allerdings war der Vorgänger selbst in der 2-TB-Version noch deutlich langsamer. Die SN5100 mit QLC bringt es auf etwa 400 MB/s, ist der SN7100 in diesem Punkt also unterlegen.
- Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
- Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
- Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
- Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
- Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.
Leseleistung
Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Im Leseduell liegt die SN7100 wiederum leicht hinter der SN5100. Der Rückstand von nur 3 Prozent vergrößert sich aber bei höherem Füllstand auf immerhin 10 Prozent.
Kopierleistung
Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Im Kopiertest ist die SN5100 trotz QLC bärenstark und hält auch die SN7100 auf Distanz. Das gilt aber nur, wenn genügend freier Speicher zur Verfügung steht. Bei 80 Prozent Füllstand verliert die SN5100 massiv an Leistung. Da 1 TB Speicherplatz bei diesem Test nicht genügt, kann hier kein Vergleich mit der SN7100 gezogen werden.
Gaming-Leistung
Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.
Praktisch ein Unentschieden gibt es im 3DMark Storage. Spieler fahren mit beiden Modellen also potenziell gleich gut. Die SK Hynix Platinum P51 (Test) mit 1 TB ist aber dank schneller PCIe-5.0-Technik gut 20 Prozent schneller.
Office-Leistung
Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.
Die SN7100 erreicht im PCMark eine hohe Punktzahl, die sogar fast genügt, um die PCIe-5.0-SSD Crucial P510 (Test) einzuholen. Bei Durchsatz und Latenz ist die SN5100 aber einen Tick besser und erreicht einen kleinen Vorsprung.
Theoretische Leistung
Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.
Bei rund 7.300 MB/s erreichen die PCIe-4.0-Controller von Sandisk ihr Limit. Den ersten richtig großen Vorteil verschafft sich die SN7100 beim wahlfreien Lesen (RND4K Q1T1): Mit über 105 MB/s werden sogar die PCIe-5.0-Flaggschiffe WD_Black SN8100 (Test) und Corsair MP700 Pro XT (Test) eingeholt. Das ist dem Speicher zu verdanken, denn alle drei nutzen Sandisk BiCS8 TLC.
Von einer Schreibschwäche ist weder bei SN7100 noch bei SN5100 etwas zu sehen. Das liegt aber allein daran, dass hier der SLC-Modus voll greift. Beide sind sich zum wiederholten Male nahezu ebenbürtig, auch wenn die SN7100 beim maximalen Durchsatz punkten kann.
Leistungsaufnahme
Mit maximal 4,3 Watt erweist sich die WD_Black SN7100 als sehr sparsam und liefert die bisher niedrigsten Werte der von der Redaktion auf diese Weise getesteten Modelle. Die WD Blue SN5100 liegt nur knapp darüber.
Leistungsaufnahme seq. Lesen (CrystalDiskMark 8)
Tipp: Die Schaltflächen unter dem Diagramm helfen, den Überblick zu behalten. Weitere Modelle stehen dort zur Auswahl.
Temperaturen
Offenbar trügen die Sensordaten bei der SN7100, denn obwohl die SSD demnach selbst ohne jegliche Kühlung keine 60°C erreichen soll, ist eine Drosselung der Schreibrate zu beobachten, was angesichts der niedrigen Leistungsaufnahme überrascht. Wird der Kühler vom Mainboard eingesetzt, ist die Schreibrate aber stabiler, sodass die Temperaturen als Ursache auszumachen sind.
Bei der SN5100 kommt es auch „nackt“ zu keiner Drosselung, obwohl der Sensor hier sogar bis zu 72°C meldet.
Leistungsrating
Das zwischenzeitlich wieder eingeführte Leistungsrating berücksichtigt alle vorherigen Leistungstests. Bei den SSDs mit 1 TB können aber die Messungen im Kopiertest bei 80 Prozent Füllstand wegen zu wenig freiem Speicherplatz nicht durchgeführt werden. Daher wird an dieser Stelle dieser Test temporär aus dem Rating entfernt, um überhaupt eine Vergleichsbasis bieten zu können. Die Rangliste ist daher allerdings mit vorherigen Tests nicht 1:1 vergleichbar.
Ohne den besagten Kopiertest ergibt sich erneut ein Duell auf Augenhöhe zwischen WD_Black SN7100 und WD Blue SN5100. Beide zählen zu den schnellsten PCIe-4.0-SSDs im Testfeld und können im Durchschnitt auch das inzwischen etwas angestaubte Flaggschiff WD_Black SN850X hinter sich lassen.
Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.
Fazit
Die WD_Black SN7100 macht ihrem Ruf als Preis-Leistungs-Tipp alle Ehre. In vielen Benchmarks kann sie mit den Flaggschiffen der PCIe-4.0-Generation mithalten und zählt im Mittel aller Tests sogar zu den schnellsten. Die vom Hersteller versprochene hohe Effizienz wird eindrucksvoll unterstrichen, denn die SN7100 benötigt unter Last keine 4,5 Watt. Damit ist sie gerade für den Einsatz im Notebook interessant. Trotz der geringen Leistungsaufnahme kann es aber zu einer Drosselung bei konstant hoher Schreiblast kommen – das überrascht.
Ein weiterer Kritikpunkt sind die vergleichsweise niedrigen etwa 650 MB/s im TLC-Modus, andere TLC-SSDs gehen hier mit (weit) über 1 GB/s zu Werk. Allerdings steht stets ein Drittel des freien Speicherplatzes im schnellen SLC-Modus zur Verfügung, sodass dieser Nachteil nur selten zu spüren sein sollte.
Das Duell mit der jüngeren und ebenso empfehlenswerten WD Blue SN5100 (Test) kann die SN7100 aber nicht für sich entscheiden. Beide sind bei der Leistung im Mittel praktisch ebenbürtig, was erneut verdeutlicht, wie leistungsstark der neue QLC-NAND von Sandisk ist.
Auch preislich sind beide momentan auf Augenhöhe, sodass letztlich die Qual der Wahl bleibt. Da die SN7100 mit TLC-Speicher potenziell haltbarer ist und noch eine etwas höhere Dauerschreibrate besitzt, besitzt sie einen hauchdünnen Vorsprung. Doch auch die SN5100 ist für Normalanwender zu empfehlen und hat trotz marginal höherem Stromverbrauch im Parcours kein thermisches Drosseln gezeigt.
- Leistung der PCIe-4.0-Spitze
- Sehr niedrige Leistungsaufnahme
- TLC-NAND …
- leichtes Drosseln ohne Kühler
- … nur 650 MB/s im TLC-Modus
Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.
CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music* und Deezer.
ComputerBase hat die WD_Black SN7100 leihweise von Sandisk zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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Apple muss Federn lassen: So (un)beliebt ist iOS 26 wirklich

Nach vielen Beschwerden zum letzten großen iPhone-Update nennt Apple nun offizielle Zahlen zur Verbreitung von iOS 26. Die neuen Daten zeigen, wie viele Nutzer in den letzten Monaten ihr iPhone und iPad auf den neuesten Stand gebracht haben.
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Wie gut ist High On Life 2?: Der Fun-Shooter ist zum Lachen, seine Technik lachhaft

Ein Spiel mit sprechenden Waffen, das sich hemmungslos über alles witzig macht und keine Grenzen kennt, das funktioniert auch in Runde 2. High On Life 2 entpuppt sich in Tests als würdige Fortsetzung, die nichts ernst nimmt. Seine Technik leider ebenso wenig.
Tests bescheinigen dem Spiel, Stärken gegenüber dem ersten Teil auszubauen und Schwächen zumindest ein wenig anzugehen. Weniger linear sei das Spiel, schreibt GameReactor, der Humor funktioniere besser. Nach wie vor ist er allerdings der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Konzepts: Wer Humor im Stil von Rick and Morty nicht lustig findet, hat in High On Life 2 weniger zu lachen, das spiegeln die Testberichte wider. Auch nach dem Abgang von Studiogründer Justin Roiland, der für die Serie verantwortlich gewesen ist, behält das Spiel diesen Stil bei – wenn auch, wie PC Gamer notiert, nunmehr ohne ihn ins Unausstehliche ausschweifen zu lassen.
Voller Ideen & Spaß…
Dementsprechend gehen auch die Meinungen zur neuen Geschichte auseinander, sie funktioniert nicht immer. Deutlich wird aber in jedem einzelnen Test, dass sprechende Waffen als Begleiter nach wie vor eine tolle Idee sind. Warum nicht zwei davon gleichzeitig halten, die sich gerade haben scheiden lassen? Das findet nicht nur der Game Informer klasse.
High On Life 2 quillt vor Ideen nur so über, hält an jeder Ecke etwas zu entdecken bereit und kann an jeder Ecke regelmäßig mit handfesten Überraschungen aufwarten. Mehrere Tester erwähnen beispielhaft, dass das Spiel seine Shooter-Mechaniken für eine gute Stunde beiseite legt und sein Spielprinzip radikal verändert.
…aber auch voller Bugs
Das ist nicht die allerschlechteste Idee, denn zu den größten inhaltlichen Kritikpunkten zählt erneut das Shooter-Gameplay. Dieses ist unübersichtlich, von mäßigem Feedback geprägt und recht einfach gestrickt. Daran ändert auch die Einführung eines Skateboards zur Bewegung nichts, das die Kämpfe wie vor Jahren in Sunset Overdrive schneller werden lässt. „Robustes Mittelfeld“ sei das Gameplay, urteilt etwa 4Players. Insgesamt reicht das aber im Schnitt, um durch die 10 bis 15 Stunden Spielzeit zu tragen.
Was teils für Abwertungen und sehr durchwachsene Urteile von Spielern sorgt, sind Bugs. Technisch hat das Spiel alles Negative, von mäßiger Performance über Probleme mit Dialogen bis hin zu echten Blockern, die ein Weiterspielen unmöglich machen. Erste Patches abzuwarten erscheint auf Basis der Berichte dringend ratsam.
Fazit: Super lustig
4Players bezeichnet High On Life 2 als „spielgewordenen Peniswitz“. Und daraus resultiert am Ende, neben der Freude an endloser Kreativität, sein Unterhaltungswert. In der Bilanz unterscheidet es sich nicht von seinem Vorgänger: Verrückte Ideen, Humor unter der Gürtellinie und Entscheidungsfreiheit produzieren ein tolles Abenteuer. Wer klasse-Gameplay sucht, sucht aber besser weiter.
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Patenturteil: Acer und Asus stellen Notebook-Verkauf vorerst ein

Seit über einem Jahrzehnt geht Nokia in Deutschland gegen Hersteller von Smartphones und Notebooks gerichtlich vor. Der Vorwurf: Patentverletzungen. Vor dem Landgericht München erhielt Nokia wiederholt Recht. So auch Ende Januar in einer Klage gegen Acer und Asus. Auswirkungen sind jetzt sichtbar: Die DE-Webseiten sind „off“.
Acer und Asus haben Patente verletzt
Wie Juve Patent bereits Ende Januar berichtete, folgte das Gericht dem Antrag, Acer und Asus den Vertrieb von Notebooks, die gegen drei Patente von Nokia mit Bezug zum Videostreaming verstoßen haben sollen (EP 2 375 749, EP 2 774 375, EP 2 661 892), zu untersagen; wenn auch vorerst nur teilweise.
Alle drei Patente stehen im Zusammenhang mit dem Codec H.265. Während die Verfahren zu EP 2 375 749 und EP 2 774 375 noch zu keinem Ergebnis gekommen sind, gab das Gericht dem Eilantrag von Nokia in Bezug auf EP 2 661 892 vorerst statt.
Acer und Asus stellen Vertrieb ein
Beide Hersteller dürfen mutmaßlich betroffene Produkte deshalb vorerst nicht mehr in Deutschland vertreiben – nicht über den eigenen Online-Shop, aber auch nicht über Zwischenhändler. Es wurde davon ausgegangen, dass Nokia diesen Anspruch geltend machen wird.
Beide Hersteller haben Ende der vergangenen Woche in der Tat ihren Direktvertrieb eingestellt, wobei der Stecker zum Wochenende sehr rigoros gezogen wurde: Sowohl die Homepage von Acer als auch die von Asus sind in Deutschland aktuell gar nicht mehr zugänglich, lediglich eine Fehlermeldung wird angezeigt. Wer aktuell z.B. ein neues BIOS für sein Mainboard von Asus sucht, muss manuell eine andere Länderpräsenz aufrufen oder einen VPN nutzen.
Externe Händler wie MediaMarkt oder Notebooksbilliger dürfen bestehende Ware aber noch verkaufen. Hisense, von Nokia im Frühjahr 2025 in derselben Klage beschuldigt, hatte im Januar wiederum eine Lizenz erworben. Die eigenen Smart-TV können daher auch in Deutschland weiter verkauft werden. Acer und Asus haben das bisher abgelehnt.
Auch dieses Mal wieder der Knackpunkt: FRAND
Wenn es um die Höhe der Lizenzgebühren geht, ist dabei immer wieder entscheidend, ob die betroffenen Patente unter die sogenannte FRAND-Regelung fallen. FRAND steht für „Fair, Reasonable and Non-Discriminatory“ und damit für spezielle Lizenzbedingungen für Patente, bei denen die Patentinhaber von den Nutzern eines Standards in einer sanften Weise Gebühren erhalten, die die Akzeptanz des Standards nicht unnötig gefährdet. Neben der eigentlichen Patentverletzung ist mit Blick auf FRAND daher auch immer wieder die Höhe der Lizenzgebühr Gegenstand der Verhandlungen vor Gericht. Das Landgericht München hat sich in diesem Zusammenhang als eine von klagenden Firmen gerne aufgesuchte Adresse in Deutschland etabliert.
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