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Günstiger und flotter Mini-PC: Chuwi UBox CWI604 mit Ryzen 5 & USB4 im Test


Die Chuwi UBox CWI604 bietet neben solider Mittelklasse-Leistung einige Oberklasse-Features: USB4, zweimal 2,5-GBit/s-LAN – das ist für 310 Euro stark.

Die Chuwi UBox ist ein interessanter, günstiger Mini-PC mit guter Produktivleistung und einigen Highlights bei den Anschlüssen. Für einen vergleichsweise günstigen Preis von 310 Euro bekommt man neben einem Ryzen 5 6600H, 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) und einer 512 GB großen SSD sogar eine USB4-Schnittstelle und zweimal LAN. Das ist in dieser Preisklasse unüblich. Was das preiswerte System sonst noch auf dem Kerbholz hat, haben wir getestet.

Das Testgerät hat uns Hersteller Chuwi zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet die Chuwi UBox CWI604?

Die Chuwi UBox CWI604 setzt CPU-seitig auf einen AMD Ryzen 5 6600H. Dabei handelt es sich um einen sechskernigen Prozessor aus dem Jahr 2022. Dieser läuft mit einem Takt von 3,3 bis 4,5 GHz und kann bis zu 12 Threads parallel abarbeiten. Der Chip ist in der Zen-3+-Architektur in 6-nm-Verfahren gefertigt (Codename: Rembrandt). Die maximale Betriebstemperatur liegt bei 95 Grad, die thermische Verlustleistung (TDP) bei 45 W. Als integrierte Grafik kommt die kleinere Radeon 660M zum Einsatz, die statt 12 nur 6 Compute Units (CUs) nutzt und mit 1900 MHz taktet.

Die Chuwi UBox CWI604 kommt mit einem einzelnen, 16 GB großen SO-DIMM-Modul an DDR5-RAM mit 4800 MT/s. Ein weiterer Port ist frei, sodass man direkt nachrüsten kann. Allerdings wäre ein Dual-Channel-Betrieb durch zwei Module ab Werk der Systemleistung sicher zuträglich gewesen. Als SSD kommt ein 512 GB großes NVMe-Modell im Formfaktor M.2-2280 von Rayson zum Einsatz. Laut Crystaldiskmark schreibt sie mit 2703 MB/s und liest mit 3272 MB/s. Das sind ordentliche Werte, insbesondere für einen vergleichsweise günstigen PC. Daneben gibt es noch einen zweiten M.2-2280-Slot.

Bei der Anschlussauswahl überzeugt die UBox ebenfalls: So gibt es einen selbst unter Premium-Mini-PCs nicht immer anzutreffenden USB-C-4.0-Port. Ferner sind zwei LAN-Ports mit 2,5 GBit/s vorhanden. Ansonsten finden sich HDMI 2.0, Displayport 1.2 sowie vier USB-A-Buchsen (3x USB 3.2 Gen2, 1x USB 2.0).

Bei den drahtlosen Schnittstellen verwendet der Mini-PC Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2, was okay ist, aber nicht den aktuellen Standards entspricht. Als WLAN-Chipsatz arbeitet der Realtek 8852BE.

Performance: Wie schnell ist die Chuwi UBox CWI604?

Die Chuwi UBox CWI604 liefert im Performance-Test eine ordentliche Mittelklasse-Leistung. Der Ryzen 5 6600H liegt dabei auf dem Niveau der Ryzen-7-Chips der 5000er-Serie, wie dem Ryzen 7 5825U oder 5800U. So erreicht das System bei PCmark 10 im Schnitt etwa 5763 Punkte, mit Ausschlägen bei 5583 und 5891 Punkten. Bei 3Dmark Time Spy bekommt er 1316 Punkte, welche sich aus 1158 GPU- und 5928 CPU-Punkten zusammensetzen. Das sind ordentliche, aber nicht herausragende Werte – auch in der Mittelklasse nicht. Solide sind sie aber auf jeden Fall.

Im CPU-Benchmark Cinebench 2024 kommt der Ryzen 5 im Multi-Core auf 547 Punkte und 85 Punkte im Single-Core. Beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 gibt es 1939 Punkte (Single-Core) und 7442 Punkte (Multi-Core). Der OpenGL-Grafiktest endet mit einem Score von 13.735 Punkten.

Kommen wir zu den Spieletests – die wir eigentlich bei diesem System für nicht nötig hielten, da die Hardware wohl zu schwach sein würde. Dennoch haben wir Anno 1800 in Full-HD gestartet und kamen beim Blick auf unsere Stadt auf Anhieb auf 24 bis 30 FPS ohne FSR-Upsampler (AMD Fidelity FX Super Resolution) in niedrigen Einstellungen. Schrauben wir die Grafikqualität auf Mittel und aktivieren FSR im Modus „Leistung“, sind es noch immer 29 FPS. Das sind keine rühmlichen Ergebnisse, aber für die schwächere Radeon 660M durchaus respektabel und okay spielbar. Counter Strike 2 versuchen wir daraufhin ebenfalls und können das Spiel in niedrigen Optionen mit bis zu 110 FPS gut spielen. In mittleren Qualitätseinstellungen sind es 45 bis 68 FPS ohne Ruckler. Somit läuft auch dieses Spiel. Bei Cities Skylines 2 allerdings ist Schluss, das Game läuft selbst auf sehr niedrigen Einstellungen nur mit 14 FPS. Witcher 3: Wild Hunt läuft mit stabilen, aber mageren 25 FPS. Ergebnis: Besser als erwartet. Eine Zockerkiste ist die UBox jedoch trotzdem nicht.

Lüfter: Wie laut ist die Chuwi UBox CWI604?

Im Idle schweigen die Lüfter der UBox meist. Im Alltag liegt die Lautstärke häufig zwischen 22 und 28 dB(A). Unter voller Auslastung mittels Aida64-Stresstest erreicht der Lüfter aber auch nach zwei Minuten bei 33 dB(A) Werte von 39 dB(A) – das aber nur kurzzeitig. Der CPU-Takt pendelt sich dann nach anfänglichen 4,1 GHz bei 3,9 GHz ein. Die Temperatur klettert auf 81 Grad, bis der Lüfter aufdreht und sie wieder unter 80 Grad fällt. Das System verbraucht dabei bis zu 68 W, ohne Last sind es 11 W, bei der Verwendung von Anwendungen im Alltag etwa 21 W.

Chuwi UBox CWI604: Wärmeverteilung

Software: Mit welchen Betriebssystemen arbeitet die Chuwi UBox CWI604?

Auf der Chuwi UBox CWI604 kommt Windows 11 Pro in der Version 24H2 zum Einsatz. Zusätzliche Bloatware über die typischen bei Windows vorinstallierten Anwendungen hinaus gibt es nicht. Unser üblicher vollständiger Virenscan mit Windows Defender findet nichts Auffälliges. Beim Versuch, Linux zu verwenden, fällt uns auf, dass wir gar nicht ans BIOS herankommen. Nicht nur scheitern die üblichen F-Tasten oder die Backspacetaste, auch über die erweiterten Wiederherstellungsoptionen von Windows ist nichts zu machen – der Eintrag fürs UEFI-BIOS fehlt schlicht. Immerhin können wir dort auf angeschlossene USB-Geräte zugreifen und diese zum Boot auswählen. So kommen wir in das auf Ubuntu basierende Tuxedo OS auch ohne Zugriff auf das BIOS. Dort sind WLAN, Bluetooth und Audio nutzbar, die Auflösung wird richtig erkannt. Auch der Standby-Modus funktioniert und der PC wacht zuverlässig daraus auf.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung der Chuwi UBox CWI604?

Die Chuwi UBox CWI604 ist vollständig aus schwarzen und weißen Kunststoff gefertigt, die Verarbeitung ist in Ordnung, teils sind Kanten aber etwas unsauber. Gerade auf der Unterseite wirkt das Material beim Lüftergitter etwas dünn und lässt sich leicht eindrücken. Die obere Hälfte ist lose im Gehäuse eingehakt und löst sich bereits beim Hochnehmen des Mini-PCs. So fällt dieser direkt wieder zu Boden und man hat nur den Deckel in der Hand. Das ist ungeschickt und hätte besser gelöst werden können. Auf diese Weise gelangt man aber schraubenlos ans Gehäuseinnere, nur eine schwarze Metallplatte muss gelöst werden. Dazu gibt es zwei kleine Haken, die die Platte fixieren. Drückt man diese zurück, kann man an einer Lasche ziehen und die Platte entfernen. An ihrer Unterseite befinden sich Wärmeleitpads für die SSDs, wobei das für den freien M.2-Slot noch mit einer Schutzfolie überzogen ist.

Preis: Was kostet die Chuwi UBox CWI604?

Die Chuwi UBox CWI604 bekommt man aktuell am günstigsten bei Aliexpress für 310 Euro.

Fazit

Die Chuwi UBox CWI604 ist ein solider Mittelklasse-Mini-PC, der in den Benchmarks wie erwartet abschneidet. Bei Spielen hat uns die eigentlich schwächere Radeon 660M dennoch überrascht und so liefen Anno 1800 und Counter Strike 2 ordentlich in niedrigen bis mittleren Full-HD-Optionen. Bei den Anschlüssen schnuppert Chuwi Oberklasse-Luft, spendiert zwei LAN-Ports sowie USB4 und bietet im Gehäuse einen zusätzlichen M.2-Port für eine weitere SSD. Die Verarbeitung ist in Ordnung, wirkt teilweise aber etwas rudimentär. Der abnehmbare Deckel ist eine gute Idee, löst sich aber beim Hochnehmen viel zu schnell. Weiterhin schade ist, dass man nicht ans BIOS des Systems kommt – über Windows erweiterte Wiederherstellungsoptionen kann man aber dennoch von USB-Sticks booten. Nichtsdestotrotz bleibt ein versperrtes BIOS ein Unding. Der Preis ist höher als bei anderen, vergleichbar starken Systemen, für die gehobene Anschlussausstattung und das Gesamtsystem aber durchaus fair und günstig. USB4 für knapp 300 Euro – das ist richtig gut. Im Test gibt es insgesamt dreieinhalb Sterne abzüglich der Kritik am BIOS und der Verarbeitung.

Wer bei einem chinesischen Händler kauft, bezahlt in vielen Fällen weniger. Allerdings besteht im Gewährleistungs- oder Garantiefall die Gefahr eines schlechteren Service. Außerdem ist das Einfordern von Verbraucherrechten (Rückgabe, Gewährleistung) mit Hürden versehen oder nicht möglich. Wir verlinken hier Händler, mit denen wir im Allgemeinen gute Erfahrungen gemacht haben.



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D-Ticket-App endlich mit Apple-Wallet-Support – wenn man weiß wo


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Frohe Kunde zum neuen Jahr: Ohne die Nutzerschaft in den Release Notes ihrer App zu informieren, hat der Verkehrssoftwarespezialist HanseCom eine Unterstützung für die Apple Wallet auf dem iPhone in seine D-Ticket-App implementiert. Der Wunsch, diese einzubauen, besteht bereits seit gut drei Jahren. Technische Gründe, warum es so lange nicht klappte, konnte die Firma nicht mitteilen. „Bald bequem in Apple Wallet aufbewahren“ hatte der Entwickler schon im Frühjahr 2023 angekündigt.

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Nun ist der Wallet-Support aber da – wie lange er schon umgesetzt ist, ließ sich zunächst nicht prüfen. Es ist allerdings denkbar, dass es bereits im Herbst geschah, da die Funktion leicht übersehen werden kann. So taucht der Apple-Wallet-Support nur an zwei Stellen für Nutzer direkt sichtbar auf: Wenn man ein frisches Deutschlandticket löst (dann erfolgt eine direkte Information) sowie in den E-Mail-Rechnungen, wo sich ein Link zum Anlegen der Karte befindet (auch für Google Wallet). Da letztere nicht bei allen Nutzern auf dem Handy, sondern auf Mac oder PC landen, ist dieser leicht zu übersehen beziehungsweise nur mit Mühen aufs Handy übertragbar.

Laut D-Ticket-App-FAQ gibt es aber noch einen anderen Weg: Man muss sich tief ins Einstellungsmenü in den Bereich „Meine Verträge“ begeben und dort dann suchen (siehe Screenshot). Wo man hingegen nicht fündig wird, ist beim Ticket selbst – dort taucht nur der QR-Code auf, jedoch kein Link zum Hinterlegen in der Wallet. Diese Bedienentscheidung dürfte dazu geführt haben, dass viele User das neue Feature noch nicht mitbekommen haben.

Leider unterstützt die D-Ticket-App bei der Wallet-Nutzung nicht alle Verkehrsbetriebe – wobei für den Kunden letztlich egal ist, welchen man wählt, denn das Ticket gilt ja deutschlandweit. „Du kannst die Wallet-Funktion derzeit nutzen, wenn du bei einem der folgenden Verkehrsunternehmen registriert bist: Bahnen der Stadt Mohnheim (BSM), Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG), Hagener Straßenbahn (HST), moBiel, Mecklenburg-Vorpommersche-Verkehrsgesellschaft (MVVG), Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw), NEW mobil Mönchengladbach, Ruhrbahn Mülheim, Ruhrbahn Essen, Stadtbus Dormagen (SDG), Städtische Nahverkehrsgesellschaft (SNG) Suhl/Zella-Mehlis, Stadtwerke Neuss, Stadtwerke Solingen, Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB), VGV Velbert, Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim (VLP), Verkehrsverbund Vogtland (VVV), Verkehrsunternehmen Wartburgmobil (VUW), Wuppertaler Stadtwerke (WSW), ZVON Oberlausitz-Niederschlesien“, heißt es. Verwirrenderweise klappte es beim Kurztest in der Mac & i-Redaktion aber auch mit der OVG Oberhavel Verkehrsgesellschaft mbH.



Nett: Das Wallet-Ticket aktualisiert sich nach der Hinterlegung brav autonom. „Wenn du das Ticket einmal in die Wallet geladen hast, aktualisiert es sich automatisch, solange dein Abonnement aktiv ist.“ Die D-Ticket-App ist nützlich, wenn man schnell ein Deutschlandticket benötigt: Sie erlaubt die Verwendung von Kreditkarten und Paypal-Zugängen und verkauft das aktuelle Ticket auch im aktuellen Monat – man wird also nicht zum Vorverkauf gezwungen.

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(bsc)



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Samsung Galaxy Tab A11 im Test: Günstiges Mini-Tablet mit 8,7 Zoll


Samsung bringt mit dem Galaxy Tab A11 nach langer Pause eine Neuauflage seines kleinsten und günstigsten Tablets auf den Markt. Doch was ist neu?

Nach knapp zwei Jahren bringt Samsung mit dem Galaxy Tab A11 eine Neuauflage seines kompakten Einsteiger-Tablets. Es tritt die Nachfolge des Galaxy Tab A9 an – eine „10“ im Namen überspringt Samsung dieses Mal einfach.

Mit seinem 8,7-Zoll-Display richtet sich das Gerät an Nutzerinnen und Nutzer, die ihr Tablet häufig unterwegs dabeihaben möchten und deshalb eine handliche Alternative suchen. Auch als Zweitgerät für zu Hause bietet sich das Tab A11 an – etwa, um abends das Smartphone beiseitezulegen und stattdessen über das Tablet Artikel zu lesen oder YouTube-Videos zu schauen.

Technisch hat sich allerdings wenig getan: Samsung setzt erneut auf denselben Chipsatz, auch die übrigen Eckdaten lassen kaum echte Neuerungen erkennen. Die Verbesserungen liegen im Detail und fallen insgesamt überschaubar aus. Wie sich das neue, kleine und günstige Tablet im Alltag schlägt, zeigt dieser Testbericht.

Design

Gegenüber dem Vorgänger hat sich beim Galaxy Tab A11 äußerlich kaum etwas getan. Samsung setzt weiterhin auf das bewährte, kantige Metallgehäuse, das einen hochwertigen Eindruck vermittelt und sauber verarbeitet ist. Auch die einzeln eingefasste Kamera auf der Rückseite bleibt Teil des Designs.

Die Abmessungen sind unverändert: Mit 211 × 8 × 124,7 mm und einem Gewicht von 335 g liegt das Tablet gut in der Hand. Es eignet sich sowohl zum Lesen im Hochformat als auch für Videos im Querformat und lässt sich selbst über längere Zeit einhändig halten. Der Schutz gegen Wasser oder Staub ist nach IP52 nur minimal gegeben, ein paar Tropfen Wasser sollten dem kleinen Tablet also zumindest nicht schaden.

Display

Die Auflösung liegt auch beim Galaxy Tab A11 mit 1340 × 800 Pixeln weiterhin nur auf HD-Niveau. Bei einem kleinen Display mit 8,7 Zoll fällt dieser Nachteil für den Preis aber nicht ganz so drastisch ins Gewicht. Mit rund 179 PPI wirken Inhalte im Alltag überwiegend scharf, auch wenn Bildpunkte mit dem Auge beim genauen Hinsehen zu erkennen sind. Full HD wäre gerade für Videos oder kleinere Schriften wünschenswert gewesen.

Das IPS-Panel im 15:9-Format nutzt die Front dank einer Screen-to-Body-Ratio von knapp 82 Prozent gut aus und verleiht dem kleinen Tablet ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. Die wichtigste Neuerung betrifft die Bildwiederholrate: Statt 60 Hz bietet das Galaxy Tab A11 nun 90 Hz. Das sorgt für deutlich flüssigeres Scrollen, geschmeidigere Animationen und ein insgesamt reaktionsfreudigeres Bediengefühl – gerade im Alltag ein klarer Mehrwert, auch ohne höhere Auflösung.

Abseits davon bleibt die Bildqualität auf solidem Mittelmaß. Die Farbdarstellung ist kräftig, aber weitgehend natürlich, die Blickwinkelstabilität überzeugt. LCD-typische Schwächen wie leichte Schattenbildung oder eine ungleichmäßige Ausleuchtung sind vorhanden, stören aber nicht übermäßig.

Mit rund 530 Nits ist das Display ausreichend hell für den Außeneinsatz, solange man direkte Sonneneinstrahlung meidet – ein leichter Zugewinn gegenüber dem Galaxy Tab A9. Widevine L1 ist ebenfalls vorhanden, sodass Streaming-Dienste theoretisch Full-HD liefern könnten, praktisch bleibt jedoch die HD-Auflösung des Panels der limitierende Faktor.

Kamera

Etwas überarbeitet ist die Kameraausstattung. Neu ist der Sensor mit 5 Megapixeln als Frontkamera für Selfies und Videochats. Hinten bleibt es bei der 8‑Megapixel‑Linse. Viel erwarten sollte man nicht von so einem günstigen Tablet. Für gelegentliche Schnappschüsse, einen Videocall oder das Ablichten von Dokumenten reicht es aber aus.

Ausstattung

Bei der übrigen Hardware hat sich tatsächlich kaum etwas getan, die Ausstattung ist weitgehend identisch geblieben. Samsung setzt im Galaxy Tab A11 erneut auf den preiswerten Helio G99 von Mediatek. Die Leistung liegt damit spürbar unterhalb der Plus-Modelle, reicht aber für Alltagsaufgaben wie Streaming, Surfen oder einfaches Multitasking meistens aus.

Gelegentliche Denkpausen sind dennoch spürbar. Mit rund 8800 Punkten im PCMark ordnet sich das Tablet im unteren Mittelfeld ein. Auch die Grafikleistung bleibt mit 1300 Punkten bei 3DMark Wild Life überschaubar und genügt lediglich für einfache Casual Games, bei Titeln mit anspruchsvoller Grafik stößt der SoC jedoch schnell an seine Grenzen.

Samsung bietet das Tab A11 wahlweise mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher oder mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher an. Von der Variante mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher raten wir trotz des günstigen Preises jedoch ab. Empfehlenswert ist die Version mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Ein microSD-Slot zur Speichererweiterung und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse sind vorhanden, auf einen Fingerabdrucksensor verzichtet Samsung.

Bei den Schnittstellen wirkt das Tablet wenig zeitgemäß: USB-C arbeitet nur nach dem 2.0-Standard, drahtlos stehen Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.3 bereit. Das ist für ein günstiges Tablet üblich, im Jahr 2025 aber nicht mehr zeitgemäß. Das gilt auch für die Variante mit Mobilfunk, die es nur mit 4G (LTE) gibt. Dank GNSS mit GPS, Glonass, Beidou und QZSS eignet sich das Galaxy Tab A11 auch zur Navigation – sowohl per Hotspot beim reinen WLAN-Modell als auch direkt bei der Mobilfunk-Variante.

Der Klang fällt für ein kleines Tablet ordentlich aus. Zwei Stereo-Lautsprecher mit jeweils 1 Watt unterstützen Dolby Atmos und reichen für Spiele, Videos oder kurze Clips problemlos aus.

Software

Der wohl größte Vorteil des Galaxy Tab A11 gegenüber dem Vorgänger A9 soll der deutlich verlängerte Update-Support sein. Selbst das kleine und günstige Tablet soll bis zu sieben Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgt werden – das ist in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich. Ob sich Samsung am Ende daran hält, ist unsicher.

Zum Testzeitpunkt Ende Dezember lief das Gerät bereits mit One UI 8 und Android 16, ausgeliefert wird es in der Regel noch mit Android 15 und One UI 7. Der Sicherheitspatch war allerdings nicht mehr aktuell und stammte aus Oktober. Angesichts der Geräteklasse ist von quartalsweisen Updates auszugehen, was bei günstigen Samsung-Tablets üblich ist.

An der Oberfläche selbst gibt es keine Überraschungen. One UI bietet den gewohnten Samsung-Funktionsumfang mit zahlreichen eigenen Apps als Alternativen zu Googles Diensten – inklusive etwas Bloatware. Navigiert wird standardmäßig per On-Screen-Tasten, optional lässt sich aber auch die Gestensteuerung aktivieren.

Akku

Auch beim Akku bleibt alles beim Alten: Das Galaxy Tab A11 ist mit 5100 mAh ausgestattet – eine Kapazität, die mittlerweile viele Smartphones ebenfalls erreichen. Dennoch überzeugt das Tablet, wie schon der Vorgänger, mit einer guten Laufzeit. Das liegt zum einen am kleinen Display, das deutlich weniger Energie benötigt als größere Bildschirme, zum anderen am genügsamen Helio‑G99‑SoC ohne hohe Leistungsreserven.

Beim PCMark Battery Test erreichte das Tablet einen simulierten Wert von rund 12,5 Stunden und landet damit im oberen Drittel des Testfelds. Im Alltag lässt sich das Tab A11 damit problemlos einen ganzen Tag intensiv nutzen. Liegt es meist auf dem Couchtisch und wird nur sporadisch verwendet, muss man es nur alle drei bis vier Tage nachladen. Geduld ist beim Laden allerdings gefragt: Samsung erlaubt maximal 15 Watt, wodurch ein vollständiger Ladevorgang fast zwei Stunden in Anspruch nimmt.

Preis

Die UVP für das Modell mit 4/64 GB liegt bei 179 Euro. Bereits kurz nach dem Marktstart sind die Preise jedoch deutlich gefallen: Die Variante mit kleinem Speicher ist ab etwa 119 Euro auf Ebay erhältlich. Mit LTE gibt es sie ab rund 165 Euro auf Ebay (Code POWEREBAY10E). Das Galaxy Tab A11 mit 8/128 GB kostet derzeit rund 173 Euro, die LTE‑Version liegt bei knapp 200 Euro.

Fazit

Nach über zwei Jahren bringt Samsung wieder ein kompaktes und günstiges Tablet im 8,7-Zoll-Format auf den Markt. Es drängt sich allerdings der Eindruck auf, dass sich der Hersteller dabei nur wenig Mühe gegeben hat: Technisch ist vieles nahezu identisch mit dem rund zwei Jahre alten Vorgänger.

Zu den wenigen echten Verbesserungen zählt das Display, das nun mit bis zu 90 Hz arbeitet und damit spürbar flüssiger wirkt. Auch die Frontkamera wurde minimal aufgewertet. Das Panel ist zudem etwas heller, bietet aber weiterhin nur HD-Auflösung. Die Leistung reicht für Alltagsaufgaben wie Surfen, Streaming und einfache Apps aus, für mehr als Casual Games fehlt es dem Galaxy Tab A11 jedoch an Power.

Sollte Samsungs Update-Versprechen tatsächlich eingehalten werden, wäre das ein echtes Highlight: Bis zu sieben Jahre Support sind für ein Budget-Tablet äußerst ungewöhnlich. Der Preis bleibt niedrig, auch der Aufschlag gegenüber dem Vorgänger fällt moderat aus. Wer ein älteres Lenovo- oder Amazon-Tablet ersetzen möchte, findet hier eine solide Alternative. Besitzer eines Galaxy Tab A9 hingegen haben kaum Gründe für ein Upgrade.



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Die besten VR-Spiele im Januar 2026: „Orcs Must Die VR“ und „Dread Meridian“


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2026 startet mit einer überschaubaren Anzahl an VR-Spielen. Große Produktionen sucht man vorerst vergebens. Dennoch bringt auch der Januar wieder ein paar interessante Titel aus der zweiten und dritten Reihe auf Meta Quest 3, PS VR2 und SteamVR, die sowohl durch ungewöhnliche Szenarien als auch durch spezielle Spielmechaniken auffallen.

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Am 22. Januar bringt Teravision Games mit „Orcs Must Die: By The Blade“ die bekannte Serie erstmals in die Virtual Reality. Die Mischung aus Nahkampf-Action und strategischer Fallenplatzierung erscheint exklusiv für Meta Quest und enthält eine zwölf Missionen umfassende Kampagne, aufgeteilt in drei Kapitel. Spieler bewegen sich frei durch die Levels, blocken und kontern Angriffe und platzieren Fallen.

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Orcs Must Die: By The Blade | VR Announcement Trailer

Das Spiel bietet 15 Waffen, 15 Fallen und zahlreiche Herausforderungen. Ein Koop-Modus für zwei Personen ist ebenfalls enthalten. Laut Design Director César Solís Galindo wurde die Spielmechanik so angepasst, dass Orks nicht einfach geradeaus zur Zielzone laufen, sondern gezielt Jagd auf Spieler machen, was die Dynamik im Vergleich zur klassischen Tower-Defense-Vorlage deutlich verändern soll.

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„Dread Meridian“ von Kukrgame und Level Infinite erscheint im Januar für PC-VR und Meta Quest. In der Rolle der Forscherin Daniella reisen Spieler in einer von Lovecrafts „Berge des Wahnsinns“ inspirierten Geschichte auf die abgelegene Arktisinsel Oglanbyen, um ihre vermisste Zwillingsschwester zu finden. Dabei soll ein düsteres Survival-Horror-Adventure mit genretypischen Rätseln, Ressourcenverwaltung, anpassbaren Nah- und Fernkampfwaffen und begrenzter Munition entstehen.

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Dread Meridian | Pre-Order Trailer | Meta Quest Platform

Neben der Einzelspielerkampagne ist ein Koop-PvE-Modus für vier Personen geplant. Im asynchronen Multiplayer werden die Rollen auf Überlebende und Monster verteilt, die in rundenbasierten Matches aufeinandertreffen. Das Studio kündigte bereits an, diesen Modus basierend auf Community-Feedback weiterentwickeln zu wollen.

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Wer es ruhiger angehen möchte, findet mit „Puzzles of the World“ ab dem 8. Januar auf Meta Quest eine entspannte Alternative. Darin setzen Spieler Miniaturmodelle weltbekannter Orte wie die Yasaka-Pagode in Kyoto oder die Kanäle von Venedig zusammen. Während der schrittweisen Vervollständigung der 3D-Puzzles liefert das Spiel historische Informationen über die Bauwerke.

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Puzzles of the World | Announcement Trailer | Meta Quest 3 + 3S

Ein in die VR-Umgebung integriertes Booklet liefert Zusatzwissen, während Spieler mit einem virtuell nachgebildeten CD-Player zwischen verschiedenen Klanglandschaften wechseln können. Das Spiel startet im Early Access und soll künftig um weitere Inhalte ergänzt werden.

Die Fahrzeuge in „Raceclub“ orientieren sich an Formel-V12- und Elektro-Rennwagen. VR-Rennfahrer rasen allein oder im Multiplayer in Zeitrennen, Einzelrennen oder freier Fahrt über verschiedene Strecken. Die Entwickler versprechen eine kompetitive Komponente mit Online-Ranglisten. Originallizenzen gibt es allerdings nicht.

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Race Club Teaser Preorder on Meta Quest

Für Fans realistischer Flugsimulationen erscheint im Januar der „F/A-18 Pilot Simulator“ für Meta Quest von Tas Systems, das zuvor schon den Flugsimulator „Flight Unlimited“ auf der Quest veröffentlicht hat. Neben Start und Landung auf Flugzeugträgern simuliert der Titel auch Luftkämpfe und Bodenangriffe im Cockpit eines F/A-18 Super Hornet. Durch eine transparente Cockpit-Darstellung sollen sämtliche Systeme direkt in der VR-Umgebung bedient werden können.


Die Tower-Defense-Reihe bekommt mit „Orcs Must Die: By The Blade“ am 22. Januar 2026 einen VR-Ableger. (Bild:

Teravision Games

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Titel Genre Plattform Datum
Puzzles of the World Puzzle Meta Quest 08.01.2026
Hunter Simulator VR: Wild Hunting Jagdsimulator Playstation VR2 09.01.2026
Void Jump VR Plattformer PC-VR 14.01.2026
Catana: Red Flowers Plattformer Meta Quest 15.01.2026
Ghost Cam Horror PC-VR 19.01.2026
Salmon Man Plattformer Meta Quest 22.01.2026
Orcs Must Die: By The Blade Action Meta Quest 22.01.2026
Escape – Backrooms Horror VR Horror Playstation VR2 23.01.2026
Synephoria Kreativ-App PC-VR 29.01.2026
Pirates VR: Jolly Roger Adventure Meta Quest 29.01.2026
Mole a Hole Maulwurf-Simulator Meta Quest Januar
Raceclub Rennsimulation Meta Quest Januar
Dread Meridian Horror-Adventure Meta Quest Januar
Blaster Bots Action Meta Quest Januar
Fixer Undercover Adventure Meta Quest Januar
F/A-18 Pilot Simulator Flugsimulator Meta Quest Januar
Million Dollar Decision Shooter Meta Quest Januar
Skyleap Plattformer Playstation VR2 Januar
Slime Lab Sandbox PC-VR, Meta Quest Januar
Bent on Destruction Simulation/Geschicklichkeit PC-VR Januar
Frenzy Blood (Early Access) Horror PC-VR Januar
The Lists VR Mittelalter-Simulation PC-VR Januar


(joe)



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