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Im Test vor 15 Jahren: Cooler Masters V6 GT hatte eine Fehlzündung


Im Test vor 15 Jahren: Cooler Masters V6 GT hatte eine Fehlzündung

Anschließend an den V8 und V10, folgte mit dem Cooler MasterV6 GT (Test) ein weiterer CPU-Kühler mit Motorsport-Anmutungen. Aufwändige Konstruktionen und hohe Preise sorgten für geringen Erfolg der ersten beiden Kühler, mit dem V6 GT wollte Cooler Master für 50 Euro und ohne Peltier-Element alles besser machen.

V6 mit sechs Heatpipes

Bei dem Cooler Master V6 GT handelte es sich um einen Tower-Kühler mit doppelter 120-mm-Belüftung. Der Kühler kam auf Abmessungen von 131 × 120 × 165 mm (L × B × H) und ein Gewicht von 940 Gramm, in beiden Fällen inklusive der Lüfter. Trotz der imposanten Abmessungen des V6 GT verbarg sich unter der Plastikverkleidung ein relativ schmaler Single-Tower-Kühler. Anders als der gigantische Cooler Master V10 verfügte der V6 GT nicht über ein Peltier-Element, es handelte sich also um einen klassischen Luftkühler.

Die Basis formte ein vernickelter Kupferblock, der über sechs 6-mm-Heatpipes in U-Aufbiegung die Abwärme von der CPU an die 55 Aluminiumlamellen abführte. Diese waren in einem Abstand von etwa 1,5 mm ausgeführt und daher tendenziell eher für schnelldrehende Lüfter ausgelegt. Der Drehzahlbereich der beiden mitgelieferten Lüfter betrug 300 bis 2.200 U/min, wobei die Regelung über PWM erfolgte. In Sachen Kompatibilität wurde neben den Intel Sockeln LGA 775, 1156 und 1366 auch AMDs AM2, AM2+ und AM3 unterstützt. Die Montage erfolgte immer über eine Rückplattenverschraubung. In der Praxis benötigte die Installation des Cooler Master V6 aufgrund der Abmessungen etwas Fingerspitzengefühl. Mit einer Höhe von 165 mm konnte es zudem in vielen schmaleren Gehäusen zu Problemen kommen.

Ein heißer V6

Auf einem Intel Core i7-920 machte der V6 GT im Test eine mittelmäßige Figur. Mit der Referenzbelüftung platzierte sich der Kühler je nach Anwendungsszenario zwischen der Mitte und dem Ende des Testfeldes. Hohe Drehzahlen lagen dem V6 GT dabei etwas besser als niedrige, die Leistung war aber selbst hier bestenfalls mittelmäßig. Ein deutlich günstigerer Scythe Ninja 3 machte mit dem V6 GT kurzen Prozess, vor allem in den niedrigen Drehzahlbereichen. Mit doppelter 120-mm-Belüftung und einer auf 3,4 GHz übertakteten CPU sah es ähnlich schlecht aus, wobei der V6 GT hier konsequent auf einem der letzten beiden Plätze landete. Ein Totalausfall war die semipassive Kühlleistung des V6 GT, bei der nur die Gehäuselüfter arbeiteten. Der enge Lamellenabstand machte den V6 GT für diesen Anwendungszweck quasi unbrauchbar.

Mit den mitgelieferten Lüftern konnte der V6 GT trotz der Doppelbelüftung nur mittelmäßige Resultate erzielen. Zum einen war der große Drehzahlbereich der Lüfter nur bedingt nützlich, da die Kühlleistung bei 300 U/min katastrophal war. Zum anderen lag der V6 GT selbst mit zwei Lüftern bei hohen Drehzahlen hinter starken Kühlern wie dem Prolimatech Armageddon oder Noctua NH-D14 mit nur einem Lüfter. Als Krönung wiesen die Lüfter Störgeräusche wie generelles Rotorschleifen, bei Drosselung ein deutliches Klackern sowie ein Brummen bei höheren Drehzahlen auf.

Fazit

Der Cooler Master V6 GT reihte sich perfekt in die Serie gefloppter V-Kühler ein. Viel Plastik und große Abmessungen, eine geringe Rohleistung und schlechte Lüfter waren keine guten Argumente für einen 50 Euro teuren Kühler. Empfehlenswert war der V6 GT damit kaum.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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