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Investor ghostet dich? So bekommst du Antworten – ohne zu nerven

Du kennst das Gefühl. Du hast dir Mühe gegeben, eine gute Nachricht an einen Business Angel zu schreiben (kurz, präzise, freundlich). Du klickst auf „Senden“ und wartest. Einen Tag, zwei Tage, eine Woche. Nichts. Kein „Nein danke“, kein „Spannend, erzähl mehr“, einfach nur Schweigen.
Das fühlt sich an wie Ablehnung, ist aber in den meisten Fällen schlicht Alltag. Business Angels sind oft Unternehmer und Unternehmerinnen mit vollen Terminkalendern. Sie sehen deine Nachricht, finden sie vielleicht interessant, aber reagieren nicht sofort. Und dann gerät sie in Vergessenheit.
Das ist kein Urteil über dein Startup, sondern schlicht Prioritätensetzung. Die Frage ist also nicht, ob du nervst, sondern ob du sichtbar bleibst.
Warum Follow-ups entscheidend sind
Die meisten Fundraising-Meetings (gilt auch für Vertriebsgespräche, Partnerschaften, usw.) entstehen nicht nach der ersten Nachricht, sondern nach der zweiten oder dritten. Vielbeschäftigte Angels brauchen oft mehrere Berührungspunkte, bevor sie aktiv werden. Manche warten auf Signale, dass du wirklich dranbleibst. Andere haben einfach keine Zeit, sofort zu antworten.
Wenn du also nach der ersten Nachricht keine Reaktion bekommst, ist das kein Grund, das Thema abzuschließen – sondern der Moment, an dem echtes Fundraising beginnt und du dich den Investoren gegenüber beweisen kannst. Ein Follow-up ist kein Druckmittel, sondern ein Service. Du erinnerst an etwas, das für den Angel interessant sein könnte, aber untergegangen ist.
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Viele Founder trauen sich nicht, Follow-ups zu schreiben, weil sie Angst haben, aufdringlich zu wirken. Doch professionelles Dranbleiben hat nichts mit Aufdringlichkeit zu tun. Es zeigt Organisation, Respekt und echtes Interesse – aber nur, wenn du es höflich, wertvoll und mit Respekt machst.