Künstliche Intelligenz

iOS 27: Apple entrümpelt Code und macht iPhones flotter


Die Zeichen stehen auf Frühjahrsputz in Cupertino: Apple entrümpelt angeblich den Code seines iPhone-Betriebssystems und will verkaufte und künftige Geräte damit im nächsten Herbst deutlich flotter und energiesparender machen. iOS 27 trage den Codenamen Rave, berichtet Bloomberg-Reporter Mark Gurman unter Berufung auf anonyme Quellen im Unternehmen, was übersetzt für Toben und Feiern steht. Und genau diese rasante Feierlaune strebe das Softwareteam von Craig Federighi an.

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Um dieses Ziel zu erreichen, kümmerten sich die Apple-Entwickler vor allem um die Hintergrundprozesse und die Kommunikation der Software mit den Hardware-Komponenten. Im bald 20 Jahre alten Betriebssystem schlummerten noch einige Relikte aus früheren Zeiten, heißt es. Diese Hintergrundprozesse seien durch stetige Hardware- und Akku-Verbesserungen nicht so schwer ins Gewicht gefallen, dass Apple sie bislang entfernt habe. Allerdings können sie auch für unerwünschte Wechselwirkungen sorgen und damit zu einem beschleunigten Akkuverbrauch führen.

Mit dem Entfernen von altem, überflüssigem Code werde das Betriebssystem auch für künftige Aufgaben optimiert. Dazu könnte ein faltbares iPhone zählen. Refactoring ist allerdings nicht neu bei Apple, sondern eine Daueraufgabe. So hat Apple auch schon diverse Komponenten seiner Software von den Programmiersprachen C, C++ oder Objective-C auf Swift umgestellt.

Die Umbauarbeiten in iOS 27 sollen jedoch weitreichender sein. Sie haben aber auch ihren Preis: Allerhand Apps von Drittanbietern müssen angepasst werden. Einige, die nicht aktiv weiterentwickelt werden, könnten ihren Dienst einstellen. Mit der Entschlackungskur für das Betriebssystem werde auch manche stillgelegte Entwicklerschnittstelle (API) entfernt. Vielfach zeigt Apple Entwicklern den Deprecated-Status jahrelang an, ohne dass etwas passiert. Dadurch bleiben Apps funktionsfähig, auch wenn Entwickler nichts ändern. Diese Rückwärtskompatibilität könnte nun massiv eingeschränkt werden.

Unklar bleibt, ob Apple den Umbau im Sommer auf der Entwicklerkonferenz WWDC auch öffentlich ankündigt. Seit den ersten Gerüchten, dass iOS 27 ein großes Aufräum-Update werden könnte, ziehen Beobachter einen Vergleich zu Mac OS X Snow Leopard. Die im Jahr 2009 veröffentlichte Hauptversion hatte erklärtermaßen Leistung, Effizienz und Stabilität im Fokus. Und obwohl es gerade jüngeren Apple-Nutzern aufgrund des Alters gar nichts mehr sagen dürfte, gilt es immer noch als beispielgebend.

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Deutlich prestigeträchtiger dürfte aus Sicht Apples der zweite Schwerpunkt von iOS 27 sein, von dem Gurman berichtet. So soll mit dem Update eine überarbeitete, Chatbot-artige Siri Einzug halten. Hier ist allerdings Voraussetzung, dass Apple seine gesteckten Ziele wirklich erreicht. Gurman säte zuletzt Zweifel, dass das der Fall ist. Und ein stabileres, effizienteres Betriebssystem würde Nutzer abholen, denen der Schwerpunkt KI nicht so wichtig ist, die aber von Apple erwarten, dass die Geräte stabiler und energiesparender funktionieren.


(mki)



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