Datenschutz & Sicherheit
Jetzt patchen! Angreifer attackieren HPE OneView und PowerPoint
Derzeit attackieren unbekannte Angreifer macOS-Systeme über eine siebzehn Jahre Sicherheitslücke in PowerPoint mit Schadcode. HPEs IT-Verwaltungssystem OneView ist derzeit ebenfalls mit Schadcode-Attacken konfrontiert. Admins sollten ihre Systeme dementsprechend umgehend über Sicherheitspatches absichern. In beiden Fällen ist unklar, in welchem Umfang und wie genau die Attacken ablaufen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Vor den Angriffen warnt die US-Behörde Cyber & Infrastrutcture Security Agency (CISA) in einem aktuellen Beitrag. In beiden Fällen gelangt nach einer erfolgreichen Attacke Schadcode auf Computer. Das führt in der Regel dazu, dass Angreifer die volle Kontrolle über Systeme erlangen.
Hintergründe
Die Office-Lücke aus dem Jahr 2009 betrifft der Beschreibung der Schwachstelle (CVE-2009-0556 „hoch“) PowerPoint 2000 SP3, 2002 SP3 sowie 2003 SP3 und PowerPoint in Microsoft Office 2004 für macOS. Um Angriffe einzuleiten, müssen Angreifer Opfern ein präpariertes PowerPoint-Dokument unterschieben. Öffnen Opfer die Datei, kommt es zu Speicherfehlern und im Anschluss zur Ausführung von Schadcode. Der alleinige Empfang so einer Datei, etwa via E-Mail, soll keine Attacken einleiten können. Opfer müssen also mitspielen.
In einem alten Beitrag von Microsoft findet man Informationen zur Lücke, aber der Beitrag mit Informationen zum Sicherheitsupdate ist mittlerweile nicht mehr online. Wer noch eine der veralteten und verwundbaren Versionen nutzt, sollte aus Sicherheitsgründen ein Upgrade durchführen oder auf eine Alternative umsteigen.
Die „kritische“ Lücke mit Höchstwertung (CVE-2025-37164, CVSS Score 10 von 10) in HPE OneView ist seit Dezember vergangenen Jahres bekannt. Seitdem ist auch ein Hotfix verfügbar, der die Schwachstelle schließt. Weitere Informationen dazu hat der Softwareanbieter in einer Warnmeldung zusammengetragen.
(des)