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KDE Plasma 6.6: Eigene Themes und mehr Barrierefreiheit
Mit KDE Plasma 6.6 können Nutzer nun eigene Themes speichern und gelangen leichter ins WLAN. Anpassungen der Lautstärke sind einfach für jedes offene Fenster möglich. Graufilter und Texterkennung erleichtern die Zugänglichkeit. Bildschirmaufnahmen bieten mehr Privatsphäre und ein eigenes Setup Tool kommt.
Eigene Themes speichern
KDE Plasma ist bekannt für seine umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten. Neben dem Aussehen von Fenstern, Buttons und Farben lässt sich auch das generelle Erscheinungsbild des Desktops über Themes anpassen. Doch bislang ließ sich der Zustand nicht einfach sichern, sondern jede Einstellung musste einzeln abgelegt werden. Mit Plasma 6.6 zieht die Möglichkeit ein, eigene globale Themes zu speichern und damit alle Einstellungen auf einmal zu sichern.
Anpassung der Farbintensität bei Themes
Neben der Speicherung von Themes haben die Entwickler hinter KDE auch eine bestehende Individualisierungsmöglichkeit ausgebaut. Farbeinstellungen des Desktops erlauben nun die Anpassung der Farbintensität. So lassen sich filigrane Kanten innerhalb von Fenstern kontrastreich darstellen.
WLAN-Schnelleinrichtung dank QR-Code
Wer mit seinem KDE-System unterwegs ist und sich schnell mal eben mit einem WLAN verbinden möchte, hat mit Plasma 6.6 eine Sorge weniger. Durch das Update ist der Desktop in der Lage, durch QR-Code bereitgestellte Verbindungsinformationen einzulesen und sich mit dem WLAN zu verbinden – Kamera vorausgesetzt.
Lautstärke einzelner Fenster direkt anpassen
Mit Plasma 6.6 zieht eine praktische Funktion zur Lautstärkeregelung einzelner Fenster ein. Durch das Manövrieren des Mauscursors über ein Fenster in der Taskleiste, wird eine kleine Vorschau geöffnet. Darin lässt sich über einen Regler der Pegel einstellen und so einzelne Fenster schnell anpassen.
Graufilter für mehr Barrierefreiheit
KDE Plasma verfügt bereits über mehrere Optionen, die Farbdarstellung für mehr Barrierefreiheit anzupassen. Mit dem Update 6.6 zieht ein neuer Graufilter ein, welcher den gesamten Desktop in Graustufen anzeigen kann.
Der Zoom folgt der Maus
Eine weitere Option der Barrierefreiheit betrifft den Modus Zoom & Lupe. Eine neue Option erlaubt es nun, den Cursor dauerhaft in der Mitte zu halten, während der gesamte Desktop über den Bildschirm wandert.
Spectacle wird mächtiger
Texterkennung in Screenshots
Das KDE-eigene Screenshot-Tool Spectacle wurde um die Funktion erweitert, Texte in Bildern zu erkennen. Dadurch soll eine bessere Zugänglichkeit gegeben sein, da so auch Bilder vorgelesen werden können. Auch lassen sich Texte schnell extrahieren, um diese weiter zu bearbeiten.
Ausschluss von (Video-) Aufnahmen
Spectacle wurde auch um eine Funktion für die Privatsphäre bereichert. So lassen sich nun Fenster auf dem Desktop explizit ausnehmen, damit sie nicht von dem Tool erfasst werden, während sie weiterhin normal dem Nutzer zur Verfügung stehen.
Neue virtuelle Tastatur
Mit Plasma 6.6 gibt es eine neue virtuelle Tastatur. Plasma Keyboard basiert auf dem Qt Virtual Keyboard und nutzt das input-method-v1 Protokoll für Wayland.
KDE Plasma mit eigenem Setup Tool
Mit Plasma Setup bietet KDE nun ein eigenes Einrichtungsprogramm. Dieses ermöglicht nach einer Neuinstallation wichtige Einstellungen während des ersten Starts einzurichten. Dazu gehören das Anlegen des Nutzers, die Auswahl der Sprache, die Wahl der Tastaturbelegung, Einstellungen der Zeitzone und auch die Netzwerkkonfiguration.
KDE Plasma 6.6 wird je nach eigener Distribution zeitnah als Update zur Verfügung stehen. Arch-basierte Systeme wie CachyOS oder Fedora bieten das Update bereits an.