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Künstliche Intelligenz

KI-Update kompakt: RSL 1.0, Space-Rechenzentrum, Energiequelle, Müllsortierung


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Der neue Web-Standard RSL 1.0 soll die Kontrolle über digitale Inhalte an deren Urheber zurückgeben. Das Protokoll „Really Simple Licensing“ ersetzt die veraltete robots.txt-Datei, die von modernen KI-Crawlern oft ignoriert wird. Webseitenbetreiber können künftig präzise festlegen, wer ihre Daten zu welchem Preis nutzen darf. Dies reagiert auf den Druck von Suchmaschinenbetreibern wie Google, die Sichtbarkeit im Netz zunehmend an die Erlaubnis zur Datennutzung koppeln. Die EU-Kommission prüft dieses Vorgehen bereits auf Wettbewerbsverstöße.


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Unterstützung erhält die Initiative von Medienhäusern und der Werbebranche, die durch KI-generierte Antworten sinkende Klickzahlen und Werbeeinnahmen fürchten. Cloudflare, ein Infrastrukturanbieter, flankiert den Standard technisch und blockiert unerwünschte Zugriffsversuche. Das Protokoll schafft damit eine rechtliche und technische Grundlage für den Handel mit Trainingsdaten, anstatt sich auf unverbindliche Bitten zu verlassen.

Google hat das Model Context Protocol (MCP) in seine Cloud-Infrastruktur integriert. Der von Anthropic entwickelte offene Standard fungiert als universelle Schnittstelle zwischen KI-Agenten und Datenquellen, vergleichbar mit einem USB-Anschluss für Software. Entwickler sparen sich dadurch das Schreiben individueller Verbindungen für jeden einzelnen Dienst. Google verwaltet die Endpunkte global, was den lokalen Betrieb eigener MCP-Server überflüssig macht.

Die Unterstützung durch Google festigt die Position von MCP als Industriestandard. Auch Microsoft und Amazon Web Services, ein Cloud-Anbieter, fördern das Protokoll über die Agentic AI Foundation. Die breite Akzeptanz ermöglicht es KI-Anwendungen wie ChatGPT oder GitHub Copilot, standardisiert auf externe Informationen zuzugreifen. Dies senkt die Hürden für den Einsatz komplexer KI-Agenten in Unternehmen erheblich.

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OpenAI hat mit GPT-5.2 ein neues Sprachmodell vorgestellt, das spezifisch auf Büroanwendungen zugeschnitten ist. Das System verarbeitet Tabellenkalkulationen, Programmiercode und komplexe Projektstrukturen präziser als seine Vorgänger. Eine reduzierte Rate an fehlerhaften Ausgaben, sogenannten Halluzinationen, soll die Verlässlichkeit im geschäftlichen Alltag erhöhen.

Das Unternehmen positioniert das Modell als Werkzeug für ökonomischen Nutzen. Es bewältigt längere Kontexte und steuert externe Software-Tools sicherer. OpenAI bietet den Zugang über seine bestehenden Abonnement-Strukturen an und zielt damit direkt auf die Integration in bestehende Unternehmensprozesse ab.

Der Unterhaltungskonzern Disney geht juristisch gegen Google vor, während er gleichzeitig eine Partnerschaft mit OpenAI vertieft. Disney-Chef Bob Iger fordert von Google in einer Unterlassungserklärung den sofortigen Stopp der Nutzung geschützter Charaktere in KI-Anwendungen und auf YouTube. Der Konzern verlangt technische Filter, um die Generierung von Disney-Inhalten durch Googles Algorithmen zu unterbinden. Parallel dazu klagt das Unternehmen gegen die Bildgeneratoren von Midjourney und Minimax.

Im Gegensatz dazu kooperiert Disney eng mit OpenAI. Das Unternehmen lizenziert über 200 Figuren für den Videogenerator Sora. Diese selektive Vorgehensweise verdeutlicht Disneys Strategie: Die Nutzung des geistigen Eigentums wird nicht prinzipiell verweigert, sondern an strikte Lizenzverträge und Bezahlung geknüpft. Wer nicht zahlt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

SpaceX, ein Raumfahrtunternehmen, und Google untersuchen die Verlagerung von Rechenkapazitäten in den Weltraum. Die fast ununterbrochene Sonneneinstrahlung im Orbit verspricht eine bis zu achtmal höhere Energieausbeute als auf der Erde. Zudem entfällt der Wasserverbrauch zur Kühlung, da Wärme über Strahlung in das Vakuum abgegeben wird. Google plant für 2027 einen Testlauf mit Satelliten, die mit eigenen KI-Chips bestückt sind.

Die technischen Hürden bleiben hoch. Kosmische Strahlung verursacht Rechenfehler in den Speichermodulen, was das Training von Modellen gefährdet. Zudem erfordert die Datenübertragung komplexe Lasernetzwerke zwischen eng fliegenden Satellitenschwärmen. Die Wirtschaftlichkeit des Konzepts hängt von drastisch sinkenden Transportkosten ab, wie sie das Starship-System von SpaceX verspricht. Experten rechnen erst in zwei Jahrzehnten mit einem kostendeckenden Betrieb.


KI-Update

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Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

Deepseek, ein chinesischer KI-Entwickler, trainiert seine Modelle offenbar auf geschmuggelten Hochleistungschips von Nvidia. Berichten zufolge gelangen die Prozessoren der Blackwell-Serie zunächst legal in südostasiatische Rechenzentren. Dort werden sie in Server verbaut, anschließend demontiert und als Einzelteile nach China verbracht. In chinesischen Anlagen erfolgt der Wiederaufbau der Systeme.

Dieser Vorgang untergräbt die Darstellung, China könne seine KI-Industrie zeitnah auf heimische Halbleiter umstellen. Die Abhängigkeit von US-Technologie besteht fort. Nvidia gab an, keine Kenntnis von den Zwischenstationen zu haben, prüft jedoch die Berichte.

Nvidia arbeitet an einer Methode zur geografischen Ortung seiner Blackwell-Chips. Das System nutzt die Verzögerungszeiten in der Datenübertragung zu anderen Servern, um den Standort der Hardware grob zu bestimmen. Diese Technik soll in bestehende Verwaltungssoftware integriert werden.

Der Schritt dient der Einhaltung strengerer US-Exportbestimmungen. Der Gesetzgeber fordert Mechanismen, die den Einsatz von Hochleistungschips in sanktionierten Regionen verhindern. Mit dem Tracking-System könnte Nvidia ferngesteuert überprüfen, ob Prozessoren widerrechtlich in Länder wie China gelangt sind.

Das US-Verteidigungsministerium hat mit GenAI.mil eine zentrale Schnittstelle für generative künstliche Intelligenz in Betrieb genommen. Rund drei Millionen Angestellte und Vertragspartner erhalten darüber Zugang zu KI-Modellen. Den Anfang macht eine für Behörden zertifizierte Version von Google Gemini.

Die Plattform setzt aber auf eine Multi-Vendor-Strategie, Modelle von OpenAI, Anthropic und xAI sollen folgen.

KI-Systeme erleichtern das Auffinden geothermischer Energiequellen, die an der Oberfläche nicht sichtbar sind. Das Startup Sanskar kombiniert regionale geologische Daten mit Satellitenbildern und Simulationen, um sogenannte „blinde Systeme“ tief im Untergrund zu identifizieren. Diese Methode reduziert das finanzielle Risiko teurer Fehlbohrungen erheblich.

Ein Pilotprojekt in der Wüste von Nevada bestätigte den Ansatz. Die Software prognostizierte ein Hitzereservoir in einem Gebiet ohne äußere Anzeichen. Bohrungen stießen in 820 Metern Tiefe tatsächlich auf 121 Grad heißes Gestein. Sanskar plant nun den Bau eines Kraftwerks, um diese emissionsfreie Energiequelle nutzbar zu machen.

Recyclinganlagen setzen verstärkt auf Automatisierung, um die Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus zu senken. Das Entsorgungsunternehmen Korn nutzt eine Anlage, die Röntgenstrahlung mit Bilderkennung kombiniert. Die Software identifiziert Batterien und Akkus im laufenden Betrieb, woraufhin Druckluftdüsen die Gefahrenquellen vom Förderband schießen.

Entwickelt wurde das System gemeinsam mit WeSort AI, einem Softwareanbieter. Es filtert Objekte wie E-Zigaretten und elektrische Zahnbürsten aus bis zu 25 Tonnen Müll pro Stunde. Da rund 80 Prozent der Brände in Sortieranlagen durch beschädigte Akkus entstehen, schützt die Technik nicht nur Anlagenwerte, sondern erhöht auch die Reinheit der recycelten Rohstoffe.

Das Time Magazine aus den USA hat die „KI-Architekten“ zur „Person des Jahres“ ernannt und mit einem von zwei Titelbildern deutlich gemacht, wer damit gemeint ist. In Anlehnung an das fast 100 Jahre alte, weltberühmte Foto „Lunch atop a Skyscraper“ zeigt es Meta-Chef Mark Zuckerberg, AMD-Chefin Lisa Su, Elon Musk, Nvidia-Chef Jensen Huang, OpenAI-Chef Sam Altman und andere Verantwortliche aus der KI-Industrie auf einem Stahlträger über New York. Das zweite Cover zeigt die zwei riesigen Buchstaben AI aus Computerteilen und umhüllt von einem Baugerüst. 2025 sei das Jahr gewesen, „in dem das volle Potenzial von KI deutlich geworden ist und klar wurde, dass es kein Zurück und keinen Ausstieg gibt“, begründet die Redaktion die Entscheidung.


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(igr)



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Künstliche Intelligenz

KI-Update kompakt: DSA-Verfahren gegen X, Grokipedia, Anthropic, Justiz


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Grokipedia, die KI-generierte Enzyklopädie von xAI, liefert Inhalte an andere Chatbots. Laut Guardian finden sich in der von Elon Musk initiierten Alternative zu Wikipedia problematische Einträge: Pornografie habe direkt zur Aidskrise beigetragen, Transgender-Personen würden abfällig bezeichnet, Rechtfertigungen für Sklaverei tauchten auf. Teile dieser Inhalte erscheinen nun auch bei ChatGPT und Claude.

Beide Chatbots sollen die Quelle verschleiert haben. Obwohl die Informationen eindeutig aus Grokipedia stammten, tauchte diese nicht in den Quellenangaben auf. Die Tests waren klein, doch sie verdeutlichen, wie leicht externe Quellen einen Chatbot beeinflussen können.


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Künstliche Intelligenz kann bereits Zero-Day-Exploits entwickeln, wie Sicherheitsforscher Sean Heelan in einer neuen Studie dokumentiert. Für die anspruchsvollste Aufgabe benötigte ChatGPT gut drei Stunden und kostete etwa 50 Dollar. Diese Summe ließe sich leicht vervielfachen, ohne das Budget einer mittelgroßen Cybercrime-Bande zu sprengen.

Das verändert die Bedrohungslage grundlegend. Mit überschaubarem Investment könnte erstmals ein Arsenal funktionierender Exploits für nahezu alle internetfähigen Geräte entstehen. „Für dieses Szenario müssen wir Security neu denken“, sagt heise-Security-Experte Jürgen Schmidt. Die Herausforderung liege darin, bekannte Sicherheitsmethoden so zu verbreiten, dass Lücken zur Ausnahme werden.

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Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat empfiehlt den Bundesländern den flächendeckenden Einsatz von Monocams. Diese KI-gestützten Systeme an Brücken oder Straßenrändern erkennen automatisch, ob jemand am Steuer ein Smartphone in der Hand hält. Rheinland-Pfalz hat die Technik nach einer Testphase zum Jahresbeginn in den Regelbetrieb überführt.

Die Forderung steht im Zentrum der Debatte beim 64. Verkehrsgerichtstag Ende Januar in Goslar. DVR-Präsident Manfred Wirsch sieht in der technischen Aufrüstung ein wirksames Mittel gegen uneinsichtige Fahrer. Die Diskussion dreht sich um das Ziel von null Verkehrstoten in einer zunehmend digitalen Welt.

Die EU-Kommission hat ein drittes Verfahren gegen Elon Musks Plattform X eingeleitet. Im Fokus steht das Zusammenspiel zwischen dem sozialen Netzwerk und dem KI-Modell Grok. Dieses hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, weil es strafbare Inhalte generierte: Nacktbilder Minderjähriger, Gewaltfantasien und mutmaßlich geschlechtsspezifische Gewaltdarstellungen.

Die Kommission will prüfen, ob X seinen rechtlichen Pflichten nachgekommen ist. Zusätzlich verlangt sie Auskunft über die Empfehlungsalgorithmen der Plattform. Für die Untersuchung arbeitet Brüssel eng mit der irischen Aufsichtsbehörde zusammen, da die europäische X-Tochter in Dublin sitzt. Neben dem Digital Services Act könnten auch nationales Strafrecht und Datenschutzregeln greifen.

Anthropic kämpft mit einem ungewöhnlichen Recruiting-Problem: Das Unternehmen musste seinen Programmiertest bereits dreimal überarbeiten, weil jede neue Claude-Version die vorherige Testversion unbrauchbar machte. Mit Claude 3.7 Sonnet hätte über die Hälfte der Kandidaten besser abgeschnitten, wenn sie die Aufgabe komplett an die KI delegiert hätten. Claude Opus 4.5 erreichte schließlich dieselbe Punktzahl wie die besten menschlichen Bewerber.

Ein KI-Verbot kam für Teamleiter Tristan Hume nicht infrage, weil Ingenieure im Arbeitsalltag ebenfalls KI-Assistenten nutzen. Stattdessen orientierte er sich an Programmier-Puzzlespielen mit stark eingeschränkten Umgebungen. Der neue Test nutzt ungewöhnliche Einschränkungen, die in Claudes Trainingsdaten kaum vorkommen. Der Nachteil: Der Test hat weniger mit den realen Aufgaben zu tun. Doch Realismus, sagte Hume, könnte ein Luxus sein, den sich Anthropic nicht mehr leisten könne.


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Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

OpenAI plant mehrere Neuerungen für sein Code-Modell Codex im kommenden Monat. CEO Sam Altman warnt dabei ungewöhnlich offen: Das Modell werde erstmals die Stufe „Hoch“ im unternehmenseigenen Cybersecurity-Risikoframework erreichen. Auf dieser Stufe kann ein Modell laut OpenAI bestehende Hürden für Cyberangriffe beseitigen, etwa durch automatisierte Attacken auf gut geschützte Ziele oder das automatische Finden von Sicherheitslücken.

Zunächst will OpenAI mit Produktbeschränkungen verhindern, dass Menschen die Modelle für Cyberkriminalität nutzen. Langfristig sollen die Modelle auch beim Beheben von Lücken helfen. Altman begründet die Veröffentlichung trotz der Risiken damit, dass es bald viele leistungsfähige Modelle geben werde. Deshalb sei es wichtig, aktuelle KI schnell einzusetzen, um Software sicherer zu machen.

Der Einsatz generativer KI in Unternehmen erweist sich als zweischneidig. Laut einer Umfrage des HR- und Finanzsoftwareanbieters Workday sparen zwar 85 Prozent der Befragten eine bis sieben Stunden pro Woche mit KI. Doch bis zu 40 Prozent dieser Zeitersparnis geht für Nacharbeit an fehlerhaften Ergebnissen wieder verloren.

Nur 14 Prozent der Befragten kommen mit KI zu einem durchweg positiven Nettoergebnis und besserer Qualität. Auch messbarer Wert durch KI-Einführung bleibt für die Mehrheit aus: Laut der Beratungsgesellschaft PwC haben bisher nur rund 12 Prozent der Unternehmen Kosteneinsparungen und Wertzuwachs erzielt.

Meta will den Zugang von Teenagern zu seinen KI-Charakteren vorübergehend in allen Apps weltweit sperren, bis ein neues Kinderschutzmodell steht. Künftig sollen Eltern die Möglichkeit erhalten, Einzelgespräche ihrer Kinder mit KI-Charakteren zu unterbinden und mehr Einblick in deren KI-Interaktionen zu bekommen.

Die Ankündigung kommt kurz vor einem Verfahren gegen Meta in New Mexico. Dort wird das Unternehmen beschuldigt, Kinder nicht ausreichend vor sexueller Ausbeutung in seinen Apps zu schützen. Meta wies vergangene Woche ähnliche Vorwürfe zurück: Psychische Probleme von Jugendlichen ließen sich nicht direkt auf Social-Media-Nutzung zurückführen.

Im c’t-Datenschutz-Podcast „Auslegungssache“ spricht Richterin Kristin Benedikt auch über KI am Gericht. Einen „Robo-Richter“ lehnt sie strikt ab. Entscheidungen müssten von Menschen vorbereitet und getroffen werden. Sinnvoll sei KI aber bei unterstützenden Aufgaben, etwa bei Dolmetscherdiensten in Asylverfahren.

Das Problem: Geeignete Dolmetscher für seltene Sprachen oder etwa russische Gebärdensprache sind schwer zu finden. Komplexe juristische Sachverhalte gehen bei der Übersetzung oft verloren. Wenn KI hier unterstützen könne, sei das ein gutes Szenario, sagte Benedikt, die am bayerischen Verwaltungsgericht auch als Datenschutzbeauftragte tätig ist.

Rund zwölf Prozent der japanischen Manga-Künstler, Illustratoren und anderen Kreativen haben im vergangenen Jahr Einkommensverluste durch generative KI erlitten. Das ergab eine Umfrage der Freelance League of Japan mit knapp 25.000 Teilnehmern. Etwa drei Prozent verloren mehr als die Hälfte ihres Einkommens.

Betroffene berichten von kürzeren Fristen und niedrigeren Honoraren, weil Auftraggeber KI-Einsatz voraussetzen. Fast 90 Prozent sehen generative KI als Bedrohung für ihren Lebensunterhalt. Die Liga fordert von der japanischen Regierung Transparenzpflichten für Trainingsdaten, Kennzeichnungspflichten für KI-Werke und neue Systeme zur Gewinnbeteiligung.

Die Karibikinsel Anguilla hat die Millionenmarke bei registrierten .ai-Domains überschritten. Die Wachstumsrate liegt bei einem Prozent pro Woche. Premierministerin Cora Richardson Hodge gab die Zahl vergangene Woche bekannt.

Die Regierung des britischen Überseegebiets mit seinen 16.000 Einwohnern investiert die Einnahmen in Straßensanierung, Flughafenausbau und kostenfreie Gesundheitsversicherung für Kleinkinder. Im Dezember kündigte sie den Aufbau eines Staatsfonds an, um die Einnahmen für künftige Generationen zu sichern.


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(igr)



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Ex-Astronauten kritisieren Nasa für Hitzeschild der Orion-Kapsel bei Artemis-2


Ende 1972 war mit Apollo 17 der bisher letzte bemannte Flug zum Mond gestartet. Anfang Februar 2026 könnte es wieder so weit sein. Denn dann öffnen sich die ersten Startfenster für die Artemis-2-Mission.

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In deren Rahmen sollen vier Astronauten in der Orion-Kapsel der NASA den Mond umrunden und anschließend zurückkehren. Eine Mondlandung ist erst mit Artemis 3 geplant. Dennoch ist die anstehende Mission nicht ganz risikofrei, wenn es nach Experten geht. Das Problem ist demnach der Hitzeschild der Kapsel, wie CNN berichtet.

Der Hitzeschild wurde 2022 bei der noch unbemannten Mondmission Artemis 1 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre in Mitleidenschaft gezogen. Nach Abschluss entsprechender Untersuchungen des Vorfalls ist die NASA aber der Überzeugung, dass sie die Sicherheit der Besatzung gewährleisten könne – auch wenn ein Restrisiko bleibe.

Dazu soll es Änderungen bei der Rückkehr zur Erde geben. Hier hatte die NASA 2022 erstmals auf eine neue Wiedereintrittstechnik gesetzt, bei der die Kapsel über die Erdatmosphäre „springt“ – ähnlich wie ein flacher Stein über die Wasseroberfläche. Eine neue Wiedereintrittsbahn soll die Belastung für den Hitzeschild künftig merklich reduzieren.

Dem Hitzeschild-Experten und ehemaligen NASA-Astronauten Charlie Camarda scheint das Risiko derweil dennoch zu hoch zu sein. Er habe Monate damit verbracht, die US-Weltraumbehörde von seinen Warnungen zu überzeugen, schreibt CNN.

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Weitere Experten sind ebenfalls überzeugt, dass es trotz der Änderungen zu Schäden an dem Hitzeschild kommen werde. Nicht alle sehen das aber als Gefahr für die Astronauten im Inneren der Kapsel. So gebe es eine zusätzliche Materialschicht, die die extremen Temperaturen von bis zu 2.800 Grad Celsius beim Wiedereintritt kurzzeitig aushalten könne.

Bei der Orion-Kapsel kommt zwar grundsätzlich die gleiche Schutzschicht zum Einsatz wie bei den Apollo-Missionen der 1960er- und 70er-Jahre. Allerdings wurden Material (Avcoat) und Design etwas verändert, um die Effizienz bei Fertigung und Einbau zu erhöhen. Die einstige Wabenstruktur ist einer Blockstruktur gewichen.

Letztlich scheint allen Befürchtungen zum Trotz das Vertrauen der NASA-Ingenieure in den bestehenden Hitzeschild groß genug, um die Mission trotz eines gewissen Restrisikos zu starten. Und auch Kritiker Camarda sieht eine sichere Rückkehr als wahrscheinlich an. Aber: Ein sicherer Flug könne die NASA auf Dauer in falscher Sicherheit wiegen.

Dieser Beitrag ist zuerst auf t3n.de erschienen.


(jle)



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Bürgerinitiative: 1.294.188 Unterschriften für „Stop Destroying Videogames“


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die EU-Kommission muss sich mit der Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ beschäftigen. Die Initiative will das Abschalten von Videospielen stoppen, wie es etwa bei Online-Spielen durch das Herunterfahren von Servern vorkommt. Genau 1.294.188 verifizierte Unterschriften konnten die Organisatoren nun bei der EU einreichen. Mindestens eine Million Unterschriften sind nötig, bevor sich die EU-Kommission mit einer Initiative auseinandersetzen muss.

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Insgesamt konnte die Bürgerinitiative rund 1,45 Millionen Stimmen sammeln. Bevor diese bei der EU-Kommission eingereicht werden können, müssen sie aber verifiziert werden. Dafür sind die Mitgliedsstaaten der einzelnen EU-Länder verantwortlich, in denen die Unterschriften gesammelt wurden. Sie prüfen etwa, ob die Unterzeichner Staatsbürger sind, das nötige Mindestalter erreicht haben und ob alle angegebenen Informationen korrekt und vollständig sind.

Der Großteil der ursprünglich für „Stop Destroying Videogames“ abgegebenen Stimmen hat die Prüfung überlebt. Damit ist es amtlich: Die EU-Kommission hat bis zum 27. Juli 2026 Zeit, eine Antwort auf das Anliegen der Bürgerinitiative zu erarbeiten. Bis dahin wollen sich die EU-Kommissare zuerst mit den Organisatoren treffen, bevor das Europäische Parlament eine öffentliche Anhörung organisiert, heißt es auf der Webseite der Europäischen Union.

Ziel von „Stop Destroying Videogames“ ist es, Spielefirmen davon abzuhalten, ihre Titel komplett abzuschalten. Die EU soll Firmen nach Ansicht der Organisatoren dazu verpflichten, Videospiele in einem funktionalen Zustand zu bewahren. Die Initiative, die Teil des Projekts „Stop Killing Games“ ist, hat der YouTuber Ross Scott angestoßen, nachdem der französische Publisher Ubisoft 2024 sein MMO-Rennspiel „The Crew“ unspielbar gemacht hatte. Bei Online-Spielen ist das ein gängiges Vorgehen. Die Organisatoren fordern, dass solche Spiele zumindest offline spielbar bleiben müssen.

In einem Reddit-Post gehen die Organisatoren näher auf die Verteilung der verifizierten Stimmen ein: Der größte Anteil kam mit rund 233.000 Unterschriften aus Deutschland, gefolgt von Frankreich mit 145.000 und Polen mit 143.000 Unterschriften.


(dahe)



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