Künstliche Intelligenz
KI-Update kompakt: Telekom-Rechenzentrum, Meta, Roboter, Super-Bowl-Werbung
Telekom-Rechenzentrum soll deutsche KI-Leistung um die Hälfte steigern
Weiterlesen nach der Anzeige
Die Telekom hat in München ihr größtes KI-Rechenzentrum eröffnet. Mit 10.000 Nvidia-Beschleunigern und zwölf Megawatt installierter Serverleistung ist es eines der stärksten in Deutschland, bleibt aber weit hinter US-Anlagen zurück, die bereits mehrere hundert Megawatt erreichen. Das Rechenzentrum kostete rund eine Milliarde Euro, finanziert ohne öffentliche Subventionen. Es wurde in ein altes unterirdisches Gebäude im Tucherpark hinter dem Englischen Garten gebaut und nutzt den nahen Eisbach zur Kühlung.
Das Projekt dient als Bewerbung für die European AI Gigafactories, große KI-Rechenzentren mit EU-Förderung. Zur Eröffnung kamen Vizekanzler Lars Klingbeil, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und weitere Politiker. Die Telekom hofft, dass die öffentliche Hand eine Grundlast bucht, etwa für Verwaltungsaufgaben. In Deutschland sind derzeit KI-Rechenzentren für mehr als 25 Milliarden Euro in Bau und Planung.

Medienwächter warnen vor KI-Zusammenfassungen
Die deutsche Medienaufsicht hat Verwaltungsverfahren gegen Google und Perplexity eingeleitet. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg und die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen wollen klären, ob algorithmisch generierte Antworten wie Googles AI Overviews die öffentliche Meinungsbildung manipulieren oder verengen. Im Kern steht die Sorge um mediale Vielfalt und die Frage, wer für KI-generierte Inhalte journalistisch und rechtlich verantwortlich ist.
Die rechtliche Basis bildet der Digital Services Act der EU. Er verpflichtet große Plattformen, systemische Risiken für Meinungsfreiheit und Medienpluralismus vorab zu prüfen und zu minimieren. Die Verfahren markieren den Beginn einer Debatte, ob Suchmaschinen neutrale Vermittler bleiben oder zu Super-Redaktionen werden, die strengerer Aufsicht unterliegen.
Meta knüpft Mitarbeiterleistung an KI-Nutzung
Weiterlesen nach der Anzeige
Meta führt ein neues Tool zur Leistungsbewertung ein, das die Nutzung von KI besonders belohnt. Das System namens Checkpoint wertet bis zu 200 Datenpunkte aus, etwa wie viele Codezeilen mit KI-Hilfe programmiert wurden oder wie viele Fehler im Code entstanden. Wer einen hohen Score erreicht, kann Gehaltsboni von bis zu 200 Prozent erhalten. Meta betont, Checkpoint sei kein Aktivitätstracker, sondern ein Instrument zur Ermittlung der Effizienz.
Mitarbeitende können nun neben den eigenen Llama-Modellen auch Gemini 3, GPT-5 und andere KI-Modelle nutzen. Meta spekuliert auf enorme Effizienzsteigerungen durch KI und hat bereits begonnen, sogenannte Low Performer zu entlassen. Auch in der KI-Abteilung und der Metaverse-Sparte gab es zuletzt massiven Personalabbau.
Meta meldet Fortschritte bei neuem KI-Modell nach turbulenten Monaten
Meta hat das Vortraining seines neuen KI-Modells mit dem Codenamen Avocado abgeschlossen. Laut einem internen Dokument übertrifft es bereits die besten frei verfügbaren Basismodelle und kann bei Wissen, visueller Wahrnehmung und mehrsprachiger Leistung mit führenden fertig trainierten Modellen mithalten. Zudem arbeitet Avocado zehnmal effizienter als Maverick und hundertmal effizienter als Behemoth.
Meta hatte im vergangenen Jahr erhebliche Probleme mit Llama 4. Die Veröffentlichung wurde mehrfach verschoben, das Unternehmen manipulierte Benchmarks und Entwickler zeigten sich enttäuscht von der Leistung. Meta baute daraufhin seine KI-Abteilung um. Laut Gerüchten will sich das Unternehmen mit Avocado vom bisherigen Open-Source-Ansatz der Llama-Modelle abwenden. Für 2026 plant Meta Investitionen zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar in seine KI-Infrastruktur, 73 Prozent mehr als 2025.
Alphabet kündigt Rekordinvestitionen in KI-Cloud an
Alphabet hat Umsatz und Gewinne sowohl im vierten Quartal 2025 als auch im gesamten Jahr gesteigert. Der Jahresumsatz wuchs um 15 Prozent auf 402,84 Milliarden Dollar. Für 2026 kündigte CEO Sundar Pichai Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar an, praktisch eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Das meiste Geld soll in KI-Computing-Kapazitäten für Google DeepMind und die Cloud-Infrastruktur fließen.
Googles KI-App Gemini zählt mittlerweile mehr als 750 Millionen Nutzer, 100 Millionen mehr als im letzten Quartal. Pichai betonte wachsende Effizienz: Durch Modelloptimierungen und Nutzungsverbesserungen konnte Google die Gemini-Servicekosten pro Einheit bis 2025 um 78 Prozent senken.

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.
Amazon mit ungebremstem Wachstum und extremen KI-Investitionen
Amazon hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Konzern profitiert vom wachsenden Handelsgeschäft und der hohen Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten aufgrund Künstlicher Intelligenz. Deshalb erhöht Amazon seine Investitionen um mehr als 50 Prozent gegenüber 2025 auf rund 200 Milliarden Dollar.
CEO Andy Jassy sieht wegweisende Möglichkeiten in KI, Chips, Robotik und Satelliten im niedrigen Orbit. Der überwiegende Teil des Kapitals ist für Rechenzentren und andere Infrastrukturen vorgesehen. Jassy erwartet eine starke langfristige Rendite auf das investierte Kapital.
Warum auch große Sprachmodelle von einem Nickerchen profitieren
Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und der Universität Genf haben gezeigt, dass ein kurzes Nickerchen einen synaptischen Reset bewirkt, der dem Gehirn hilft, neue Eindrücke besser zu verarbeiten und zu speichern. Solche Mechanismen könnten auch die Performance von großen Sprachmodellen verbessern. Große Sprachmodelle sind normalerweise vergesslich: Sie können in einem laufenden Chat aus Beispielen lernen, aber nach Ende der Session sind diese Lernfortschritte wieder weg.
Künstlicher Schlaf soll kontinuierliches Lernen ermöglichen. Die Idee: Eine Offline-Phase, in der das Modell Informationen aus der Aktivitätsphase nochmal überarbeitet und neu verarbeitet. Eine Technik namens Sleep Replay Consolidation spielt dem neuronalen Netz in der Schlafphase den Input aus der Wachphase nochmal vor, aber mit einem anderen Trainingsmechanismus. Neuere Ansätze nutzen zwei neuronale Netze: Ein kleineres Modell lernt während des Tages die wesentlichen Dinge und erzeugt synthetische Daten, die dem großen Sprachmodell in der Schlafphase zur Feinabstimmung vorgespielt werden. Die Ergebnisse sind vielversprechend, das Ganze ist aber noch in einer starken Forschungsphase.
Anthropic und OpenAI veröffentlichen neue Modelle
Innerhalb weniger Stunden haben Anthropic und OpenAI neue Spitzenmodelle für Programmierer vorgestellt. Beide Unternehmen beanspruchen die Führung bei den wichtigsten Leistungstests. Anthropic veröffentlichte Claude Opus 4.6, das erstmals bis zu eine Million Token verarbeiten kann. Das entspricht etwa 750.000 Wörtern oder mehreren umfangreichen Büchern.
Laut Anthropic stellt das Modell einen deutlichen Sprung im Umgang mit dem sogenannten Context Rot dar, bei dem Ergebnisse ungenauer werden, je mehr Text ein Modell verarbeiten muss.
OpenAI konterte mit GPT-5.3-Codex, das 25 Prozent schneller als sein Vorgänger ist und weniger Rechenkapazität verbraucht. Im agentischen Coding-Benchmark Terminal-Bench 2.0 übertrifft es Opus 4.6 um zwölf Prozentpunkte.
Laut OpenAI half das Modell bei seiner eigenen Entstehung mit: Das Team nutzte frühe Versionen, um Fehler im Training zu finden. Gleichzeitig stuft OpenAI das Modell erstmals mit einem hohen Cybersicherheitsrisiko ein, auch wenn es bisher keinen sicheren Beweis für konkrete Gefahren gebe. Anthropics Opus 4.6 ist bei indirekten Prompt Injections sogar leicht anfälliger als sein Vorgänger. Beide Modelle stehen zunächst nur zahlenden Nutzern zur Verfügung.
Anthropic stichelt mit Super-Bowl-Werbung gegen OpenAI
Anthropic will beim Super Bowl damit werben, dass die hauseigene KI Claude keine Werbung einblendet. In den Werbeclips sind jeweils zwei Personen zu sehen, die eine KI-Konversation darstellen. Die Antworten klingen erst hilfreich, dann kommt plötzlich Werbung. Der eingeblendete Text erklärt: Werbung kommt in KI, aber nicht bei Claude. Jeder, der sich auskennt, versteht, dass es um OpenAI geht, das seit Wochen daran arbeitet, in ChatGPT Werbung anzuzeigen.
OpenAI-Chef Sam Altman reagierte angefasst auf dem Kurznachrichtendienst X. Er behauptet, er habe darüber gelacht, aber Anthropic sei unfair. OpenAI habe nicht vor, Werbung direkt in ChatGPT-Antworten zu schalten, sondern anders. Altman argumentiert, nur so könne man KI-Werkzeuge auch Menschen anbieten, die kein Abo bezahlen können. Anthropic biete nur ein teures Werkzeug für reiche Leute an, während OpenAI das für die große Masse anbieten wolle.
KI soll Produktionskosten für Filme und Serien senken
Amazon hat im August eine Abteilung gegründet, die spezialisierte KI-Werkzeuge für die Film- und Serienproduktion entwickelt. Ausgewählte Industriepartner werden die Software ab März im Rahmen eines geschlossenen Betaprogramms ausprobieren. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Mai veröffentlicht. Das bei den Amazon MGM Studios angesiedelte AI Studio steht unter der Leitung von Albert Cheng. Das Team ist klein und besteht primär aus Produktentwicklern und Wissenschaftlern.
Die KI-Werkzeuge sollen die Effizienz steigern, nicht menschliche Kreativität ersetzen. Als Beispiel verweist Amazon auf das Bibelepos House of David. In der zweiten Staffel kombinierte Regisseur Jon Erwin reale Aufnahmen mit KI-generierten Inhalten. Dieses hybride Verfahren ermöglichte längere Kampfszenen bei geringerem Budget.

(igr)
Künstliche Intelligenz
Top 10: Die beste Mini-Powerbank fürs Handy – günstig & kompakt bis 10.000 mAh
Handlich und günstig: Mini-Powerbanks halten Smartphones unterwegs am Laufen. Wir zeigen die besten Modelle ab 10 Euro.
Wer häufig außer Haus ist, sollte eine Powerbank mit sich tragen. Denn es kann immer mal passieren, dass der Stand des Akkus beim Smartphone oder Kopfhörer unerwartet schnell abnimmt – und das Gerät ausgeht. Wer das vermeiden will, greift zu einer mobilen Mini-Powerbank. Weder sollte diese viel kosten, noch besonders klobig sein. Schließlich möchte man den externen Handyakku einfach in die Tasche packen, ohne ihn aufgrund seines Gewichts oder der Maße ständig zu bemerken. Hier bieten sich insbesondere Modelle ab 10 Euro an, die bereits Kapazitäten zwischen 2500 und 10.000 Milliamperestunden (mAh) bieten.
Um aber keine falsche Erwartung zu schüren, sei direkt vorneweg genommen: Während Top-Modelle der Powerbanks ab 20.000 mAh (Bestenliste) mit Ladegeschwindigkeiten von 60 W bis über 200 W sogar Laptops laden können, müssen sich Anwender bei günstigen Modellen mit deutlich weniger zufriedengeben.
Die Ladegeschwindigkeit fällt erheblich geringer aus und Sonderfunktionen gibt es nicht. Je nach Modell kann man damit lediglich sehr gemächlich den Akkustand erhöhen oder sogar im schlimmsten Fall nur auf dem gleichen Stand halten. Für den Notfall reicht das allemal aus, sodass man das Smartphone noch für die Ticketkontrolle im Zug oder die Navigation nach Hause am Leben erhalten kann.
Welche ist die beste Mini-Powerbank?
Unsere Produktauswahl basiert auf besonders nachgefragten und damit relevanten Modellen im Preisvergleich und bei Amazon. Unser Testsieger ist die Iniu B61 mit 10.000 mAh für 18 Euro. Trotz guter Leistung und Ausstattung ist sie preiswert und kompakt.
Äußerst praktisch ist zudem die ultrakompakte Anker Nano 22,5W für 17 Euro (Code: ALZADAYS30DE), die aufgrund ihres durchdachten Konzepts mit integriertem USB-C-Stecker unser Technologiesieger wird.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist die Logilink PA0257 für aktuell nur 9 Euro – und das bei einer Akkugröße von 10.000 mAh.
Im Testfeld von fast 20 Modellen gibt es trotz ähnlichem Preisrahmen gewichtige Unterschiede bei Kapazität, Anschlüssen, Qualität und Mobilität. Ein Totalausfall ist auch mit dabei.
Was leistet eine Mini-Powerbank – und was nicht?
Eine Mini-Powerbank speichert elektrische Energie in Lithium-Zellen und gibt sie bei Bedarf an angeschlossene Geräte ab. Im Kern funktioniert sie wie ein mobiler Zwischenspeicher: Erst lädt man die Powerbank zu Hause oder im Büro auf, später versorgt sie unterwegs Smartphone, Kopfhörer oder Bluetooth-Lautsprecher mit frischem Strom.
Allerdings entspricht die auf der Verpackung angegebene Kapazität nie der tatsächlich nutzbaren Energie. Der Grund: Hersteller messen die Kapazität bei der internen Zellenspannung von 3,7 V. USB arbeitet jedoch mit 5 V, weshalb die Elektronik die Spannung umwandeln muss. Dabei gehen je nach Qualität der verbauten Komponenten 15 bis 30 Prozent als Wärme verloren. Aus nominell 10.000 mAh werden so in der Praxis oft nur 7.000 bis 8.500 mAh. Ein typisches Smartphone mit 4.000-mAh-Akku lässt sich damit rund 1,5- bis 2-mal vollständig aufladen – nicht drei- oder viermal, wie manche Käufer zunächst annehmen.
Welche Ausstattung gibt es in welcher Preisklasse?
Der Preis bestimmt maßgeblich, welche Features eine Mini-Powerbank mitbringt: Unter 10 Euro dominieren einfache Modelle mit Basis-Ausstattung. Die meisten setzen noch auf Micro-USB zum Laden der Powerbank selbst, während sie Energie über USB-A abgeben. Die Ladegeschwindigkeit liegt typischerweise bei 5 bis 10 W – genug, um den Akkustand langsam zu erhöhen oder zumindest zu halten. Eine LED-Anzeige mit vier Punkten signalisiert den ungefähren Ladestand, ein Display fehlt überwiegend.
Zwischen 10 und 20 Euro steigt die Qualität spürbar. Hier haben sich USB-C-Anschlüsse zum Laden und Entladen etabliert, manche Modelle bieten sogar bidirektionales USB-C – ein einziger Port übernimmt beide Aufgaben. Die Ladegeschwindigkeit klettert auf 15 bis 22,5 W, was ein Smartphone deutlich schneller auffüllt. Einige Powerbanks in diesem Segment integrieren bereits ein kleines Display mit Prozentanzeige oder fest verbaute Kabel, die das Mitschleppen separater Strippen überflüssig machen.
Ab 20 Euro kommen Extras wie Power Delivery (PD) oder Quick Charge hinzu. Diese Schnellladeprotokolle handeln automatisch die optimale Spannung mit dem Endgerät aus und erreichen Ladegeschwindigkeiten von 25 W und mehr. Die Verarbeitung fällt hochwertiger aus, das Gehäuse besteht oft aus Aluminium statt Kunststoff, und die Elektronik arbeitet effizienter – mehr von der gespeicherten Energie kommt tatsächlich im Smartphone an.
Grundsätzlich gilt: Mini-Powerbanks eignen sich ideal als Notfallreserve für den Alltag. Wer regelmäßig mehrere Geräte laden oder auch Tablets und Laptops versorgen möchte, greift besser zu größeren Modellen ab 20.000 mAh (Bestenliste) mit entsprechend höherer Ausgangsleistung. Manche bieten überdies kleine, im Notfall sinnvolle Extras, wie eine integrierte LED-Taschenlampe.
Welche Kaufkriterien sind entscheidend?
Für die meisten Nutzer dürften Merkmale wie Größe, Gewicht und Robustheit entscheidend sein. Die hier gezeigten Modelle sind allesamt „Mini-Powerbanks“, das bedeutet, sie sind besonders gut für die Mitnahme geeignet. Sie liegen zwischen knapp 100 g und 230 g und sind besonders flach oder leicht. Die Geräte eignen sich, um Smartphones (Bestenliste), Bluetooth-Lautsprecher (Bestenliste) oder Kopfhörer (Bestenliste) mobil nachzuladen. Da sie kompakt und leicht sind, stören sie beim Transport kaum. Fürs Handgepäck im Flugzeug sind alle Modelle geeignet, da die maximale Kapazität von 99 Wh (rund 25.000 bis 27.000 mAh je nach Spannung; üblich sind 3,7 V) keiner der externen Handyakkus erreicht.
Neben der Verarbeitung, dem Gewicht und der Ausstattung stehen in dieser Bestenliste vorrangig Kapazität und Ladegeschwindigkeit im Fokus. Beides messen wir mithilfe des Messgeräts F-nirsi FNB58, das uns Banggood zur Verfügung gestellt hat, und stecken dieses zwischen Powerbank und Verbraucher. Es gibt Werte, wie Watt (Leistung), Volt (Spannung) und Ampere (Strom) an, trackt aber auch die nutzbare Kapazität. Ebenfalls misst es die benötigte Ladezeit.
Anschlüsse
Um die Powerbank mit den eigenen Geräten nutzen zu können, muss diese über die richtigen Anschlüsse verfügen. Im Testfeld taucht ein vermeintlich längst überwunden geglaubter Standard erneut auf: Micro-USB. In unserer Produktauswahl der im Preisvergleich beliebtesten Modelle unter 10 Euro setzen mehr als fünf Powerbanks mitunter oder ausschließlich auf Micro-USB zum Laden, einer bietet auch den Lightning-Anschluss von Apple. Zum Aufladen von Smartphone & Co. kommt USB-A, selten USB-C zum Einsatz. Stehen nicht die richtigen Anschlüsse zur Verfügung, helfen Adapter (Ratgeber).
Kapazität und Leistung
Neben den Anschlüssen entscheiden hauptsächlich Kapazität und Ausgangsleistung über die Eignung einer Powerbank. Die Kapazität, meist in Milliamperestunden (mAh) angegeben, gibt Auskunft darüber, wie viel Energie der Akku-Pack maximal speichern kann. Die Ladung nimmt im Laufe der Zeit ab, auch wenn man die Powerbank nicht verwendet. Wird die Batterie längere Zeit eingelagert, empfiehlt es sich, sie vorher auf einen Akkustand von 50 bis 70 Prozent zu bringen, um die Lebensdauer der Zellen zu maximieren – ganz volle und ganz leere Lithium-Akkus verschleißen schneller.
Die Kapazität der hier getesteten Exemplare liegt nominell zwischen 2400 mAh (Jetting 2600) und 10.000 mAh (beispielsweise Intenso Powerbank P10000), wobei der Wert in der Praxis oft geringer ausfällt und auch mit jedem Ladezyklus abnimmt. Nach 300 bis 600 Ladezyklen ist die Kraft dieser Akkus häufig stark reduziert. Damit sind die Powerbanks aber auch bei regelmäßiger Nutzung für mehrere Jahre treue Begleiter.
Die Ein- und Ausgangsleistung entscheidet darüber, wie schnell sich der Akku-Pack aufladen lässt und wie zügig er umgekehrt ein angeschlossenes Gadget wieder flottmacht. Sie wird üblicherweise in Ampere oder Milliampere angegeben, jeweils bei einer Spannung von 5 V, dem Standard für USB-Ports.
Welche gute und leichte Powerbank gibt es?
Wer eine besonders leichte Powerbank sucht, achtet auf Modelle unter 150 g. In dieser Gewichtsklasse punktet die Anker Nano 22,5W mit nur rund 100 g – sie wiegt damit weniger als die meisten Smartphones und verschwindet problemlos in der Hosentasche. Der integrierte USB-C-Stecker macht ein separates Kabel überflüssig, was außer Haus zusätzlich Gepäck spart. Mit 5.000 mAh reicht die Kapazität für etwa eine vollständige Smartphone-Ladung.
Etwas mehr Kapazität bei noch akzeptablem Gewicht bietet die Iniu B61: Sie bringt rund 180 g auf die Waage, speichert aber 10.000 mAh und lädt ein typisches Handy damit fast zweimal komplett auf. Generell gilt: Je höher die Kapazität, desto schwerer fällt die Powerbank aus – hier muss jeder den passenden Kompromiss zwischen Gewicht und Laufzeit finden. Für den täglichen Einsatz mit einem einzelnen Smartphone genügen 5.000 mAh in den meisten Fällen, wer auch Kopfhörer oder eine Smartwatch versorgen möchte, greift besser zu 10.000 mAh.
Alternativen
Totalausfall: Slub Powerbank 10000mAh
Ein Totalausfall war ein No-Name-Produkt, das wir bei Amazon gefunden haben – die Slub Powerbank 10000mAh. Nach dem Auspacken aus dem Karton und Betätigen des Ein-/Aus-Knopfes haben wir uns bereits gewundert, warum das Display nicht aufleuchtet. Auch ein Anschluss ans Stromnetz oder einen Verbraucher schaffte keine Abhilfe.
Bei genauerem Blick auf das Gehäuse fiel eine deutliche Wölbung der Powerbank auf, zudem löste sich die Plastikabdeckung über dem Display und der Platine mit wenig Mühe. Angesichts des erheblichen Sicherheitsrisikos, das von aufgeblähten Lithium-Akkus ausgeht, haben wir aus Sicherheitsgründen von weiteren Tests abgesehen und Amazon umgehend über den Umstand hingewiesen. Kurz nach unserer Meldung hat Amazon das Produkt aus dem Umlauf genommen, es lässt sich nun nicht mehr bestellen.
Dass dieses Produkt qualitativ so mangelhaft ist, ist schade, denn das Konzept mit integrierten Kabeln und einem Display mit Prozentangabe des Akkustands hat uns angesprochen. Für 10 Euro und mit 10.000 mAh sowie 22,5 W an Ladegeschwindigkeit hätte die Slub Powerbank ein sehr stimmiges Gesamtpaket sein können. Gerade die transparente Gehäusehälfte, die den Blick aufs Innere ermöglicht, sieht sehr schick aus. So aber haben wir durch unseren Produkttest ein möglicherweise gefährliches Produkt gefunden, das unter anderen Namen auch noch weiter im Netz verkauft wird, etwa bei Aliexpress. Hier heißt es ganz klar: Finger weg!
Fazit
Auch für unter 10 Euro gibt es bereits brauchbare portable Powerbanks. Die Geräte in diesem Preisbereich beschränken sich auf die Grundfunktionen, erfüllen diese aber zufriedenstellend. Auffällig ist, dass teuer nicht besser sein muss. Bereits für 5 Euro bekommt man von Hama eine ordentliche Powerbank mit 5.000 mAh. Unser Testsieger Iniu B61 liefert zum Preis von 18 Euro eine Kapazität von 10.000 mAh und bleibt dennoch kompakt und mobil.
Vorsicht ist geboten, da einige günstigere No-Name-Modelle hingegen statt USB-C nur Micro-USB verwenden, um wenige Cent zu sparen. Besonders auffällig ist im Allgemeinen aber die teils geringe Ladegeschwindigkeit – viele Smartphones dürften so nur den Akkustand halten, aber nicht jedoch effektiv nachladen. Unsere Tests zeigen außerdem, wie wichtig es ist, den Herstellern nicht aufs Wort zu glauben und bei der Kapazität genau hinzusehen. 10.000 mAh klingen im ersten Moment wahnsinnig toll, wenn davon aber nur die Hälfte nutzbar ist, kann man sich den Aufpreis auch gleich sparen und zur 5800-mAh-Powerbank greifen. Ist der Preis aber bei unter 10 Euro, kann man eine schlechtere Effizienz leichter verschmerzen.
Weiteres Ladezubehör zeigen unsere Bestenlisten:
Künstliche Intelligenz
Nach verdächtigen Mails: Fairphone-Shop wohl nicht gehackt
Im Webforum von Fairphone und auf Mastodon berichten Nutzer seit vorgestern von verdächtigen E-Mails, die sie im Zusammenhang mit vorherigen Käufen im Fairphone-Shop empfangen haben. Konkret soll es sich bei den Mails um erneut versandte Auftragsbestätigungen zum Einkauf handeln. Anders als vorherige offizielle Mails von Fairphone ist der Absender jedoch nicht „noreply @ mail.fairphone.com“ sondern „noreply @ test.email.bloomreach.com“. Zudem verweisen die in der Mail eingefügten Links laut den Betroffenen auf zweifelhafte Webseiten, während der übrige Mailinhalt korrekte Daten enthält, etwa die Auftragsnummer und Rechnungsdaten.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im Support-Forum sorgen sich die Käufer deshalb, dass der Shop entweder von einem Datenleck oder gar von einem Hack betroffen worden sein könnte. Die Befürchtung räumt Fairphone nun in Teilen aus. Das Unternehmen meldete sich an selber Stelle zu Wort und teilte mit, dass Bloomreach das offizielle von Fairphone genutzte E-Mail-CMS sei. Der fehlerhafte Mailversand sei nach jetzigem Stand dort nicht aufgrund eines Datenlecks, sondern wegen einer internen Fehlfunktion hervorgerufen worden. Fairphone will den Fall weiter untersuchen und die Nutzer auf dem Laufenden halten.
(spo)
Künstliche Intelligenz
Tech-Aktien und Bitcoin ziehen nach starken Verlusten wieder an
An den US-Börsen haben Aktien von Technologieunternehmen nach Tagen mit großen Verlusten am Freitag wieder an Wert gewonnen. Am deutlichsten legte an der US-Börse Nasdaq Nvidia zu, das den Handelstag mit einem Plus von 7,8 Prozent abschloss. Mit rund 185 US-Dollar pro Anteil ist die Aktie nun nur noch knapp ein Prozent von ihrem Kurs am Anfang der Woche entfernt.
Weiterlesen nach der Anzeige
Wie die Financial Times meldet, zogen auch andere Tech-Aktien wieder an, darunter Intel und Broadcom, wenn auch nicht so deutlich wie Nvidia. Dessen Chef Jensen Huang hatte am Freitag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC gesagt, er halte den Ausbau von KI-Rechenzentren für „nachhaltig“. Der Kursrutsch in dieser Woche war unter anderem wegen nachlassendem Vertrauen von Anlegern in den KI-Boom ausgelöst worden, aber nicht nur. Wie Bloomberg noch am Donnerstag schrieb, führten anhaltend schlechte Nachrichten aus Wirtschaft und Politik zur Flucht aus Tech-Werten und anderen bisher für sicher gehaltenen Anlagen.
Auch Bitcoin erholt sich
Dazu zählte auch der Bitcoin, der in dieser Woche kurzzeitig sogar auf rund 60.000 US-Dollar fiel. Am Montag war er noch knapp 79.000 US-Dollar wert, aktuell sind es knapp 70.000 US-Dollar. Die Kryptowährung hat sich von den Verlusten also noch nicht ganz erholt und ist weit von ihrem Höchststand von über 125.000 US-Dollar Anfang Oktober 2025 entfernt. Auch andere Coins sind von den Verlusten betroffen, deren Trends folgen in der Regel der Entwicklung des Bitcoin.
Sorgen vor einem Platzen der KI-Blase bleiben jedoch bestehen. Der Financial Times sagte Fabiana Fedeli vom Vermögensverwalter M&G: „Der Markt überdenkt seinen Umgang mit KI“. Andere Analysten wiesen darauf hin, dass manche Anleger ihr Portfolio getreu dem alten Motto „buy the dip“ umgestellt haben könnten, also bei fallenden Kursen zugeschlagen hätten.
Im Zentrum des KI-Hypes steht nach wie vor Nvidia, das die meisten KI-Beschleuniger in Form von GPUs liefert. Laut einem früheren Bericht der Financial Times sollen die Gesamtinvestition von großen Tech-Unternehmen, den sogenannten Hyperscalern, in diesem Jahr bei rund 660 Milliarden US-Dollar liegen.
(nie)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 1 MonatSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeiter billig Tanken und Heizen: Koalition will CO₂-Preis für 2027 nicht erhöhen
