Entwicklung & Code
Kommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
Ein neues, kostenloses Git-Management-Tool vereinfacht die Arbeit mit der Versionierungssoftware Git. Viele Funktionen lassen sich zusammenfassen oder schnell und übersichtlich ausführen, auch in älteren Commits. Dabei verwaltet es mehrere lokale Repositories gleichzeitig.
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Anbieter RemObjects schreibt im Blog, dass das macOS-Tool GitBrowser die Alltagsaufgaben von Entwicklerinnen und Entwicklern beim Versionsmanagement beschleunigen soll. Das Fenster des Tools ist dreigeteilt: In der linken Sidebar findet sich eine Liste der Repos, die sich gruppieren und umbenennen lassen. Entwickler führen hier Aktionen über das Kontextmenü aus – auch in nicht aktiven Projekten.
Der Mittelteil zeigt die Versionen eines Repos, und zwar noch zu pushende in Fett, noch zu pullende kursiv und noch zu mergende blau. Auch die verschiedenen Autoren sind farblich unterschiedlich gekennzeichnet. Rechts im Fenster finden sich die betroffenen Dateien eines Commits und darunter eine Diff-Ansicht. Bei Doppelklick auf einen Commit öffnet sich ein Diff-Tool des Anwenders, derzeit Araxis Merge oder BBEdit. Weitere sollen laut Anbieter hinzukommen.
Ganz oben im Fenster steht der lokale Status, beim Klick darauf öffnet sich rechts die Bühne mit Checkboxen zum Hinzufügen oder Entfernen von Dateien. Darunter steht ein dreifach Diff: eine originale, lokale und auf der Stage liegende Variante.
Commiten und Pushen lässt sich mit einem Klick, und die Commit-Nachricht lässt sich auf Wunsch bereits beim Stagen von einer KI erzeugen. Möglich sind hier OpenAI, Claude, Gemini, Grok, Mistral oder eine lokale Verknüpfung mit LM Studio. Wer selbst die Nachricht schreibt, kann mit Pfeiltasten in älteren Ausgaben blättern.
Pullen lassen sich alle Repos auf einen Schlag oder alle einer Gruppe. Anwender ziehen Dateien, auch aus älteren Commits, per Drag-and-drop in andere Tools – ohne Checkout – GitBrowser extrahiert sie automatisch. Der Wechsel zwischen Zweigen erfolgt einfach über einen Popup-Button.
Der Anbieter betont im Blog, dass GitBrowser nicht für tiefergehende Funktionen gedacht sei, sondern alltägliche Verwaltungsvorgänge erleichtern soll. Anspruchsvolle Anwenderinnen und Anwender werden ganz ohne Kommandozeile also doch nicht auskommen.
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(who)
Entwicklung & Code
Neue Hauptversion Spring Shell 4.0 markiert Meilenstein
Das Spring-Team hat die neue Major-Version Spring Shell 4.0.0 veröffentlicht. Sie ist auf dem zentralen Maven-Repository Maven Central verfügbar, soll einen signifikanten Meilenstein für die Spring Shell bedeuten und ist mit den aktuellen Spring-Framework- und Spring-Boot-Versionen kompatibel. Updates gibt es unter anderem für die Architektur, Null Safety und das Erstellen von Befehlen.
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Modulare Architektur und JSpecify-Anbindung
Version 4.0 der Spring Shell basiert auf dem Spring Framework 7, das im November 2025 erschien. Das quelloffene Java-Framework brachte ein neues Konzept für Null Safety: Ebenso wie das Framework nutzt die Spring Shell nun das Open-Source-Projekt JSpecify für Null Safety, was Fehler durch den Umgang mit Null-Pointern verhindern soll.
Zudem bringt die neue Spring-Shell-Version ein überarbeitetes Befehlsmodell, um das Erstellen und Verwalten von Befehlen zu vereinfachen. Eine stärker modular aufgebaute Architektur soll der benutzerdefinierten Anpassung sowie Erweiterung der Shell zugutekommen. Die Dokumentation und Beispiele wurden ebenfalls aktualisiert, um insbesondere beim Einstieg in die Arbeit mit der Spring Shell zu helfen.
Migrationshinweise
Im Projekt-Wiki findet sich ein Migrationsguide. Dabei ist zu beachten, dass Anwendungen vor der Migration auf Spring Shell 4 zunächst auf die neueste 3.4.x-Version aktualisiert werden sollten.
Zu den Moduländerungen zählt, dass das spring-shell-core-Modul nicht länger auf Spring Boot und JLine angewiesen ist. Die Module spring-shell-standard und spring-shell-standard-commands wurden in das spring-shell-core-Modul integriert.
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In Spring Shell 3 als deprecated (veraltet) markierte APIs und Annotationen sind entfallen, darunter Legacy-Annotationen wie ShellComponent und ShellMethod.
Shell-Anwendungen mit Spring Shell entwickeln
Mit der Spring Shell können Entwicklerinnen und Entwickler eine Spring-basierte Shell-Anwendung erstellen. Wie das Spring-Team ausführt, kann eine solche Kommandozeilenanwendung hilfreich sein, um mit der REST-API eines Projekts zu interagieren oder mit lokalen Dateninhalten zu arbeiten. Weitere Informationen – inklusive Beispielanwendungen und Tutorials – bietet das GitHub-Repository.
(mai)
Entwicklung & Code
JavaScript Rising Stars 2025: KI-Plattform n8n springt auf Platz 1
Die aktuelle Studie JavaScript Rising Stars 2025 ist erschienen. Sie misst die beliebtesten JavaScript-Projekte anhand der innerhalb des letzten Jahres neu hinzugekommenen Sterne auf GitHub. Mit großem Abstand führt diesmal n8n als Gesamtsieger, gefolgt von shadcn/ui und react-bits. In der Kategorie Frontend-Frameworks gewinnt React, während bei der Backend- und Full-Stack-Entwicklung Motia einen Paradigmenwechsel ankündigt.
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(Bild: jaboy/123rf.com)

Die enterJS 2026 wird am 16. und 17. Juni in Mannheim stattfinden. Das Programm wird sich rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr drehen. Vergünstigte Blind-Bird-Tickets sind bis zum Programmstart erhältlich.
n8n fährt herausragenden Sieg ein
In der Vorjahresstudie noch auf Platz 5, macht n8n einen deutlichen Satz auf Platz 1 und fährt mit 112.400 neuen GitHub-Sternen den bisher deutlichsten Sieg ein: Wie die Studienmacher betonen, hat bisher kein anderes Projekt innerhalb eines Jahres eine so hohe Anzahl von Sternen erhalten – und in diesem Jahr handelt es sich bereits um die 10. Ausgabe der JavaScript Rising Stars.

Top 10 der JavaScript Rising Stars 2025: n8n ist der Gesamtsieger.
(Bild: JavaScript Rising Stars)
n8n dient der Automatisierung von Geschäftsprozessen mithilfe von KI-Agenten, bietet eine Drag-and-Drop-Oberfläche und ermöglicht die Anbindung an KI-Modelle unterschiedlicher Hersteller. Es entspringt dem im Jahr 2019 gegründeten Berliner Start-up n8n GmbH. Im Oktober 2025 wurde bekannt, dass das Unternehmen dank Nvidia als Investor eine Bewertung von 2,5 Milliarden US-Dollar erreicht hat.
Den zweiten Platz in der Gesamtwertung heimst shadcn/ui ein, der Gewinner der beiden vorherigen Ausgaben: 2025 erhielt dieses Set von UI-Komponenten, die in React geschrieben sind, 26.300 neue GitHub-Sterne. Der dritte Platz steht ebenfalls im Zeichen von React: react-bits, eine Sammlung animierter Komponenten für Hintergrundeffekte, Textanimationen und mehr erreichte 26.200 neue Sterne. react-bits ist ein shadcn/ui-Projekt und lässt sich aus dessen Registry beziehen.
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Auf den vierten und fünften Plätzen finden sich Excalidraw, ein virtuelles Whiteboard für das Skizzieren von Diagrammen in handgezeichneter Optik, und die Postgres-Entwicklungsplattform Supabase als quelloffene Alternative zu Googles proprietärem Firebase.
Die beliebtesten Front- und Backend-Frameworks
React ist mit 11.000 neuen GitHub-Sternen wieder das beliebteste Frontend-Framework und stößt damit htmx vom Thron, das in der letzten Ausgabe den ersten Platz ergattert hatte. Dieses liegt nun abschlagen auf Platz 4, hinter Ripple und Svelte. Vue.js komplettiert die Top 5.

JavaScript Rising Stars 2025: Die Top 5 Frontend-Frameworks.
(Bild: JavaScript Rising Stars)
Unter den Backend- und Full-Stack-Frameworks tritt ein Newcomer als Sieger hervor: Motia. Mit 13.800 neuen Sternen auf Platz 1 in dieser Kategorie, steht Motia laut den Studienmachern für einen Paradigmenwechsel. Wo im Backend-Engineering traditionell separate Frameworks erforderlich waren – etwa für APIs, Queues, Workflows und KI-Agenten –, soll Motia nun das Backend in einem einzigen Framework vereinheitlichen. Die weiteren Ränge der beliebtesten Backend- und Full-Stack-Frameworks nehmen Payload, Next.js, Astro und Hono ein.

JavaScript Rising Stars 2025: Die Top 5 Backend- und Full-Stack-Frameworks.
(Bild: JavaScript Rising Stars)
Datengrundlage: Ausgewählte JS-Projekte
Die in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal durchgeführte Studie JavaScript Rising Stars misst die Anzahl der Sterne, die JavaScript-Projekte auf GitHub im Verlauf eines Jahres erhalten haben. Dabei fließen allerdings lediglich die Projekte in die Bewertung ein, die in der kuratierten Liste Best of JS zu finden sind. Dort sind derzeit 2145 Projekte gelistet. Interessierte können ein neues Projekt vorschlagen.
(mai)
Entwicklung & Code
Von der KI-Verordnung bis zum Data Act: Europas neue Datenordnung
In seiner Keynote auf der data2day 2025 gibt Niklas Mühleis einen vollständigen Überblick über die Flut neuer Digitalgesetze der Europäischen Union – und verdeutlicht, welche konkrete Datenstrategie die EU damit verfolgt.
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Von der Regulierung Künstlicher Intelligenz (AI Act) über den Data Governance Act bis hin zum brandaktuellen Data Act ordnet Mühleis die verschiedenen Gesetze nicht nur ein, sondern gibt auch einen leicht verständlichen Überblick über die wichtigsten Neuerungen.
Der Vortrag präsentiert Antworten auf eine Reihe von Fragen, etwa warum der Data Act als Meilenstein für die europäische Datenökonomie gilt und wie diese Regulierungen die tägliche Arbeit mit Daten verändern werden. Anhand praxisnaher Beispiele und klarer Empfehlungen von Niklas Mühleis erhalten Zuhörende die Gelegenheit, sich fit zu machen für die neue Daten-Ära.
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data2day 2025: Europas neue Datenordnung und was sie bedeutet – von der KI-Verordnung bis zum Data Act (Niklas Mühleis)

Niklas Mühleis ist Rechtsanwalt und Partner bei der Kanzlei Heidrich Rechtsanwälte aus Hannover, die auf IT-Recht, Datenschutz und KI-Recht spezialisiert ist. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, technische und rechtliche Entwicklungen zu begleiten und fungiert dabei nicht selten als Dolmetscher zwischen den Sprachen der Technik und der Juristen. Er berät Mandanten vom kleinen Tech-Startup über den mittelständischen IT-Dienstleister bis hin zum Versicherungskonzern. Zudem veröffentlicht er seit Jahren Fachartikel in der c’t, iX und weiteren Zeitschriften, ist Herausgeber eines Buches zum KI-Recht, hält bundesweit Vorträge, engagiert sich bei der Förderung von Start-ups und hat Lehraufträge für Datenschutz an der Hochschule Hannover sowie am Niedersächsischen Studieninstitut.
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