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Künstliche Intelligenz

Linux auf dem Framework Laptop 12 im Test


Schaut man sich auf Linux- und Open-Source-Konferenzen um, dann sieht man allerorten Notebooks von Framework, vor allem den reisetauglichen Laptop 13, aber auch den wuchtigen Laptop 16. Kein Wunder, rennt der Hardwarehersteller aus den USA mit seinem offenen und nachhaltigen Konzept in der Open-Source-Community offene Türen ein.

Framework bietet zwar kein Gerät mit vorinstalliertem Linux an, aber stellt zu jedem Modell bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für mehrere Distributionen bereit. Manche Distributionen bezeichnet Framework als „offiziell unterstützt“, andere als „kompatibel Community unterstützt“. Der Unterschied: Mit den offiziell unterstützten Distributionen arbeitet Framework zusammen und leistet bei vermuteten Hardwarefehlern sofort Support, also akzeptiert Fehleranalysen, ohne dass man zunächst Windows installieren muss. Verwendet man eine nicht unterstützte Linux-Distributionen, bittet der Support zunächst, den Fehler mit einem unterstützten Betriebssystem zu reproduzieren.

Für den Laptop 12 unterstützt Framework die aktuellen Versionen Fedora Workstation 43 und Ubuntu Desktop 25.10 sowie – eher ungewöhnlich – Bazzite, eine auf Gaming spezialisierte Distribution auf Basis von Fedora Silverblue. Zudem gibt es unter dem Community-Label Anleitungen für Arch Linux, Linux Mint und NixOS 25.10. Wir haben den Framework Laptop 12 samt Stift mit Fedora Workstation und Bazzite mit dem KDE Plasma Desktop ausprobiert sowie mit Ubuntu Desktop 25.10 zusätzlich für einen ausführlichen Test auf den c’t-Prüfstand geschickt. Aber auch ohne Stift ist der Framework 12 als Linux-Laptop nützlich.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Linux auf dem Framework Laptop 12 im Test“.
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Waldorf Protein: Kleiner, günstiger Synthesizer mit Wumms


Seit 1989 ist die deutsche Firma Waldorf mit Synthesizern am Markt, die sich in der Regel durch Wavetable-Synthese auszeichnen. Für gewöhnlich sind das größere Desktop-Geräte, Kostenpunkt gerne im vierstelligen Bereich. Nun orientiert Waldorf sich offenbar an den Wettbewerbern wie Korg, die mit den Volcas günstige und kleine Geräte im Angebot haben, oder an Roland, die mit der Aria-Reihe dieses Segment bedienen. Munkeleien gehen in die Richtung, dass die Geräteklasse Behringer-Klone in deren Preisregion angreifen soll. Die Taschengelddimension erreicht Waldorf preislich allerdings nicht.

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Beim Waldorf Protein handelt es sich um einen achtstimmig polyphonen, digitalen Wavetable-Synthesizer. Er emuliert die ASIC-Schaltung des Synthesizer-Klassikers aus dem Jahre 1989, dem Microwave I, die sich klanglich durch ihre 8-Bit-Wavetable-Oszillatoren mit markantem Aliasing und Quantisierung auszeichnen. Die zwei Oszillatoren je Stimme laufen dabei mit den 250 kHz der originalen ASIC-Schaltung.

Dazu ergänzen die Ingenieure die Effekte sowie Arpeggiator, Sequencer mit 32 Schritten und den Chord-Mode des modernen (und deutlich teureren) Waldorf Iridium. Die Effekte sind somit sehr hochwertig. Es sind etwa Chorus, Delay, Drive, EQ, Flanger, Phaser und Reverb möglich, wovon sich zwei zugleich nutzen lassen.

In der Preisklasse bislang ungesehen ist der vierfach multitimbrale Modus. Die acht Stimmen können in vier Layern gespielt werden – entweder auf vier einzelnen MIDI-Kanälen, im Round-Robin-Modus, zufällig oder natürlich gleichzeitig. Jeder Layer kann seinen eigenen MIDI-Kanal haben und seinen eigenen Preset nutzen, sodass etwa in einer DAW eigentlich ein komplettes Stück beispielsweise mit Plucks, Sphären und Bass auf einen Schlag gespielt werden kann.

Die Filter kennen neben den üblichen Optionen etwa auch Dirt. Dieser „Schmutz“ raut die Sounds etwas an und macht die Textur interessanter. „Dirt“ kennt derzeit die Optionen Geigerzähler, Rauschen, Knacksen (Crackle), Klicken und Bursts.

Die Modulationsmatrix mit acht Slots erlaubt das programmatische Ansteuern von diversen Parametern mittels LFOs. Ein Drehregler mit dem Namen „Flavor“ sorgt für feines Verstimmen von Oszillatoren und Filtern und damit für organischeren Klang. Der Protein unterstützt Anschlagdynamik, Aftertouch und MPE.

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Die Anschlüsse umfassen USB-C für die Stromversorgung und Computeranschluss (USB MIDI). Um ungewollte Störgeräusche zu vermeiden, legt der Hersteller einen USB-Filter zur galvanischen Trennung mit in den Karton. Zudem sind zwei 3,5mm-Klinkenbuchsen für MIDI In und Out mit TRS-A-Belegung an Bord, für die Waldorf passende Klinke-zu-5-Pin-DIN-MIDI-Adapterstecker beilegt. Zwei 6,3mm-Klinkenbuchsen sind für das Stereo-Ausgangssignal vorgesehen, die eine davon (links) kann zudem alleine das Stereosignal über einen TRS-Stecker übertragen; dazu muss die rechte Ausgangsbuchse dann unbelegt bleiben. Ein Kopfhöreranschluss für 3,5mm Klinke ist ebenfalls vorhanden. Einen An-Aus-Schalter gibt es auch.

Die Wavetables sind mit den Original-Daten des Microwave I bestückt – eigene lassen sich nicht nachladen. Daraus haben Geräteentwickler und Künstler sowie Musiker 224 Presets entwickelt, die sich ab Werk nutzen lassen. Etwa Blush Response, der auch bei der Band Frontline Assembly mitspielt, hat rund 40 Presets beigesteuert. Die ursprünglichen 250 Preset-Slots hat das erste Firmwareupdate auf Version 1.0.1 bereits auf 360 Plätze aufgebohrt.

Im Waldorf Protein steckt unter dem Display ein Espressif ESP32-S3 R8 mit 8 MByte PSRAM, der von einem 8 MByte Flashspeicher flankiert wird. Der Digital-zu-Analog-Wandler (DAC) PCM5102 von Texas Instruments kann Stereo-PCM-Datenströme bis zu 32 Bit mit 384 kHz in ein analoges Signal wandeln. Das ist etwas überdimensioniert, denn die Oszillatoren schwingen zwar mit 250 kHz, jedoch rechnet der Protein intern mit 44,1 kHz, wie Waldorf-CEO Rolf Wöhrmann in einem Interview preisgegeben hat. Ein weiterer Prozessor ist nicht an Bord. Der ESP32-S3 hat zwei Xtensa 32-Bit-Prozessorkerne mit bis zu 240 MHz Takt und eine FPU mit einfacher Genauigkeit sowie weitere Peripherie etwa zum Ansteuern des DACs, der Ausgänge und Auswerten der Regler. Die Hardware ist damit eher klein dimensioniert.

Hier hat Waldorf jedoch geschafft, die Oszillator-Emulation, die Filter, die Envelopes, Mod-Matrix, Filter und so weiter unterzubringen. Für diejenigen, die sonst etwa mit Arduino-IDE auf ESP32-Mikroprozessoren arbeiten, vermutlich ein Augenöffner. Waldorf setzt dabei auf Espressifs SDK und RTOS. Zum Vergleich: in Waldorfs Quantum und Iridium rechnen Vierkernprozessoren mit ARM Cortex-A9. Dort setzt das Unternehmen direkt auf der Hardware auf und programmiert sie sogar Baremetal, ohne vorgefertigtes Betriebssystem.

Die Ressourcen des Protein sind klar begrenzt, sodass Waldorf zwar damit liebäugelt, häufig angefragte Funktionen zu ergänzen, jedoch die Beschränkungen der Hardware dem Grenzen setzt.

Technisch ist die Hardware ein wenig mit ESIs XSynth vergleichbar: Auch darin arbeitet ein kleiner ASIC in Form eines Custom DSPs namens RWA828. Der kann viele Samples parallel abspielen und nutzt sie als Oszillatoren, setzt also eine rudimentäre Variante von Wavetable-Synthese um. Auch in der Maschine ist die Hardware mit Sound- und Filterberechnung bereits am Anschlag.

Die ersten Chargen waren umgehend ausverkauft, weshalb wir auf unser Exemplar länger warten mussten. Nach dem Auspacken, Aktualisieren der Firmware und dem ersten Ausprobieren zeigte sich schnell, dass Waldorf hier einen wirklich ordentlichen Synthesizer gebaut hat. Die Regler stellen standardmäßig die am häufigsten genutzten Parameter ein und haben meist eine Doppelbelegung, die mit der Shift-Taste erreichbar wird. Einmal kurz darauf tippen lässt Shift dauerhaft aktiviert, was beim gleichzeitigen Bespielen eines Keyboards nützlich ist.

Die Filter sind digital, klingen aber dennoch gut. Im Beispielstück hört man etwa die Resonanz zusammen mit Cutoff-Änderungen eine Art Vogelkonzert auf dem eigentlichen Sound veranstalten. Einsteiger kommen mit den Presets bereits sehr weit und können sich mit der Bedienung vertraut machen. Sie ist trotz der 21 Drehencoder jedoch schnell komplexer, wenn man ins Menü muss, um weitere Werte zu verändern. Es ufert jedoch nicht allzu sehr aus, sodass man sich nach kurzer Einarbeitung rasch daran gewöhnt. Das beiliegende Schnellstartmanual erklärt die wichtigsten Dinge in aller Kürze.

Natürlich kommen aber auch ambitioniertere Synthesizer-Fans in den Genuss von unzähligen Möglichkeiten zur Manipulation der Sounds. Der Protein wird auch für sie nicht so schnell langweilig.

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Kurze Sound-Demo des Waldorf Protein. Nur die Drums stammen aus der DAW.

Der Klang ist trotz ausgewiesener LoFi-Ausrichtung über jeden Zweifel erhaben. Dominante, durchdringende und markante Sounds sind alltäglich auf dem Protein. Es britzelt schön metallisch durch Aliasing und Quantisierungsartefakte. Er spielt auch mit leichten Dissonanzen, ganz besonders mit dem Flavor-Regler, die aber eben einen lebendigen und interessanten Klang hervorbringen und eigentlich wieder an analoge Klangsynthese erinnern. Der Sound lässt sich am Ende eigentlich nur als fett bezeichnen, reichhaltig. Der Protein liebt „schmutzige“ Klänge. Der Einstieg in die Waldorf-Synthesizer aus deutscher Schmiede gelingt damit auf jeden Fall geschmeidig, dazu noch im bezahlbaren Rahmen, und macht richtig Spaß.


Der Waldorf Protein soll den Auftakt für eine Geräteserie im niedrigeren Preisbereich bei Waldorf einläuten. Der Waldorf-CEO hat jedoch schon verraten, dass ein weiteres Gerät bereits kurz vor der Fertigstellung ist und etwa ein Drum-Computer auf der Nice-to-have-Liste steht. Die Geräte unterscheiden sich dann durch die Gehäusefarbe, kommen sonst jedoch im gleichen Formfaktor daher. Der Protein hat ein markantes Blau.

Bei den üblichen Versandhändlern und im Waldorf-Shop ist der Protein derzeit für 329 Euro erhältlich. Er soll künftig nach einer Einführungsphase regulär jedoch 379 Euro kosten. Die ersten Chargen waren sehr schnell ausverkauft. Auf eine Wartezeit bis zu zwei Monaten müssen Interessierte sich derzeit noch einstellen.


(dmk)



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Speicherchip-Entwickler FMC arbeitet weiter auf Halbleiter-Fab bei Magdeburg hin


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das 2016 in Dresden gegründete Unternehmen FMC entwickelt ferroelektrische Speicherchips. FMC konnte weitere 100 Millionen Euro Finanzierung einwerben und stellt zwei erfahrene Führungskräfte ein. Dr. Raj Jammy soll als Chief Technology Officer (CTO) die Entwicklung der FeRAM-Technik zu serienreifen Speicherchips namens DRAM+ und Cache+ vorantreiben.

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Norm Armour arbeitet als Chief Operating Officer (COO) unter anderem an den Plänen zum Bau einer FMC-Chipfabrik im Industriegebiet Sülzetal bei Magdeburg.

Bisher gibt es noch keine Speicherchips mit ferroelektrischen Zellen von FMC. Die nichtflüchtige und sowohl sparsame als auch schnelle FMC-Speichertechnik auf Basis von Hafniumoxid lässt sich bisher nur als Funktionsblock in andere Chips integrieren, also als eingebetteter Speicher (Embedded Memory). Dabei kooperiert FMC mit Globalfoundries.

FMC sieht aber auch einen Markt für FeRAM-Chips und hatte im Sommer 2025 Pläne für eine eigene Chipfabrik (Fab) im High-Tech Park Sachsen-Anhalt verkündet. Diese stehen aber unter dem Vorbehalt der Finanzierung. FMC bewirbt sich um Fördermittel, hat aber auch zahlreiche Investitionspartner wie Bosch, Merck M.Ventures und das belgische Forschungsinstitut Imec.

Die Teilfläche Sülzetal des High-Tech Park Sachsen-Anhalt grenzt unmittelbar an das vier Quadratkilometer (400 Hektar) große Gelände „Eulenberg“, das Intel für den mittlerweile abgesagten Bau von eigenen Chipfabriken gekauft hatte. Die Stadt Magdeburg erwägt einen Rückkauf dieser Fläche, berichtete der MDR im Dezember 2025.

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Die ferroelektrische Speichertechnik von FMC wurde unter anderem an der TU Dresden entwickelt. Wesentliche Ideen gehen auf das Nanoelectronic Materials Laboratory (Namlab) zurück, an dem die 2009 gescheiterte DRAM-Firma Qimonda beteiligt war.

Genaue technische Eckdaten der geplanten Speicherchiptypen verrät FMC bisher nicht öffentlich, etwa die genaue Größe der einzelnen Speicherzellen oder die Kapazität und Taktfrequenz respektive Datentransferrate der kommenden Bauelemente. Früher hatte FMC die eigene Speicherzelle auch als FeFET bezeichnet, also als ferroelektrischen Feldeffekttransistor.


FeRAM-Zelle mit Hafniumoxid von Intel

FeRAM-Zelle mit Hafniumoxid von Intel

FeRAM-Zelle mit Hafniumoxid, die Intel auf dem IEDM 2021 zeigte.

(Bild: Intel)

Ferroelektrische Speicherchips gibt es schon seit Jahrzehnten. Bisher konnten sich in den größten Absatzmärkten keine Alternativen zu DRAM und NAND-Flash etablieren. Einzelne DRAM-Chips fassen mittlerweile bis zu 32 Gigabit (4 GByte), NAND-Flash-Chips mit mehreren Hundert Lagen bis zu 2 Terabit (256 GByte). HBM4-Speicherstapel mit Tausenden Datenleitungen sollen Transferraten von mehr als 2 TByte/s erreichen.

2023 hatte das US-Unternehmen Micron auf der Fachkonferenz IEEE IEDM 2023 ein ferroelektrisches „NVDRAM“ mit 32 Gigabit beschrieben. Intel wiederum hatte auf dem IEDM 2021 eine FeRAM-Zelle präsentiert.

Mehrere Firmen arbeiten außerdem an unterschiedlichen ReRAM-Verfahren, darunter Weebit Nano. Die Firma Everspin liefert weiterhin MRAM, allerdings weiterhin mit maximal 32 Megabit vor allem für spezielle Anwendungen wie etwa Weltraum-Elektronik. 2002 hatten NEC und Toshiba noch erwartet, MRAM ab 2005 mit 256 Megabit liefern zu können.


(ciw)



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Freitag: Intel wieder in den roten Zahlen, Verkauf von TikTok USA wohl genehmigt


Intel rutscht zurück in die roten Zahlen, allerdings weniger stark als befürchtet, da die PC-Prozessoren stark bleiben. An der Börse rasselt die Aktie trotzdem herunter. Denn die Chipfertigung liegt mit über 10 Milliarden US-Dollar weiter deutlich im Minus, und der Nettoverlust soll im laufenden Quartal wieder steigen. Derweil zeichnet sich das Ende des Zwists um TikTok in den USA ab, nachdem lange mit harten Bandagen gekämpft wurde. Offizielle Bestätigungen stehen zwar noch aus, aber die Behörden Chinas und der USA haben den Verkauf wohl abgesegnet. TikTok USA erhält neue Eigentümer, doch die neue Struktur des TikTok-Joint-Ventures ist bislang intransparent. Im texanischen Austin sind jetzt vollautonome Tesla-Taxis verfügbar. Trotz starker Konkurrenz will Elon Musk seinen Robotaxi-Dienst bis Ende 2026 in den USA breit ausbauen. Allerdings ist ihm die Konkurrenz weit vorausgeeilt, denn Waymo bietet Robotaxis nun auch in Miami an, der fünften Großstadt für die Google-Tochter – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Umsatz am oberen Ende der selbstgesteckten Erwartungen, aber weniger Nettoverlust als befürchtet: Intel liefert im Rahmen der eigenen Möglichkeiten einen passablen Jahresabschluss ab. Das Unternehmen hat im vierten Quartal 2025 zwar vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum umgesetzt, aber unter dem Strich stehen etwa 14 Prozent weniger Miese als erwartet. Über das komplette Jahr hat Intel fast genauso viel wie 2024 umgesetzt. Das Sorgenkind bleibt die eigene Chipfertigung, die zwar weniger Minus macht als 2024, über das komplette Jahr aber immer noch 10,3 Milliarden Dollar Verlust schreibt. Intels unangefochtenes Zugpferd bleiben die Core-Prozessoren für Notebooks und Desktop-PCs. Doch ein trüber Ausblick befördert die Intel-Aktie in den Keller: Weniger Minus als erwartet, aber schlechte Aussichten.

Wie erwartet ist der Verkauf der Mehrheitsanteile der US-Tochter von TikTok diese Woche offenbar umgesetzt worden. Eine Woche vor Weihnachten hatte TikTok den aufgezwungenen Vertrag unterzeichnet, aber die zuständigen Wettbewerbsbehörden sowohl in der Volksrepublik China als auch in den USA mussten den Verkauf noch genehmigen. Das soll jetzt erfolgt sein. Durch den Verkauf entgeht die chinesische Videoplattform einem Verbot in den USA. Ein 2024 verabschiedetes Gesetz hat den Zwangsverkauf der US-Tochter TikTok zum Ziel. Offiziell geht es dabei darum, die Daten von US-Bürgern dem Zugriff der chinesischen Regierung zu entziehen und auch den TikTok-Empfehlungsalgorithmus unter US-Kontrolle zu stellen. Wirtschaftlich geht es um den Reibach: Behördliche Genehmigungen für Verkauf von TikTok USA sollen fertig sein.

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Elon Musk hat auf dem derzeit abgehaltenen Weltwirtschaftsforum in Davos versprochen, dass Tesla in den USA bis Ende dieses Jahres ein breites Netz fahrerloser Robotaxis anbieten wird. „Tesla hat seinen Robotaxi-Service in einigen Städten eingeführt und wird bis Ende dieses Jahres in den USA sehr, sehr weit verbreitet sein“, sagte der Tesla-CEO. Teslas Robotaxis sind im Raum San Francisco und im texanischen Austin verfügbar, doch bislang nur mit Begleitperson. In der Hauptstadt von Texas hat Tesla aber jetzt den Betrieb vollautonom fahrender Taxis aufgenommen, nachdem das Unternehmen den dortigen Robotaxi-Dienst im Juni 2025 mit Einschränkungen begonnen hatte. Konkurrent Waymo ist deutlich weiter und fährt jetzt auch in Miami: Teslas Robotaxis fahren in Texas autonom, Musk verspricht weiten US-Ausbau 2026.

An kontrollierter Kernfusion zu einem Bruchteil der Kosten anderer Projekte arbeitet General Fusion seit über 20 Jahren. 2009 hieß es, das werde binnen zehn Jahren fertig. Ausgegangen ist sich das nicht. Immerhin erzeugt der Reaktor Lawson Machine 26 (LM26) seit Februar 2025 Plasma, im kommenden Jahrzehnt soll Fusionsenergie kommerziell nutzbar sein. Damit auf dem Weg dorthin das Geld nicht ausgeht, geht General Fusion nun an die New Yorker Börse NASDAQ. Das Management hofft auf gut 300 Millionen Dollar für die Firmenkasse. Allerdings ist es kein klassischer Börsengang. Vielmehr hat General Fusion das Interesse eines SPAC geweckt. Dieser Weg hat allerdings einen schlechten Ruf, nicht nur für die Kernfusion: Kanadisches Start-up General Fusion findet neue Investoren.

Datenschutz gilt überall, auch am Gericht. Doch wie genau setzen Richterinnen und Richter die Regeln um, wenn sie selbst täglich mit sensiblen Informationen arbeiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Episode des c’t-Datenschutz-Podcasts. Richter genießen verfassungsrechtlich garantierte Unabhängigkeit. Deshalb gibt es für ihre Tätigkeit keine Datenschutzaufsicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass Richter tun können, was sie wollen, erläutert eine Verwaltungsrichterin. Sie müssen den Grundsatz der Datenminimierung beachten und dürfen nur Informationen erheben, die für ihre Entscheidung relevant sind. Zudem sprechen wir über den Einsatz von KI am Gericht, der nach ihrer Ansicht bei unterstützenden Aufgaben sinnvoll sein kann. Darum geht es in der Auslegungssache 151: Datenschutz vor Gericht.

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Auch noch wichtig:

  • Beim Autobahn-Wintertest 14 familientauglicher E-Autos zeigen sich Verbräuche weit jenseits der Normangaben. Ein breites Mittelfeld bietet passable Leistungen im Elektroauto-Wintertest des ADAC: Wie schnell geht München-Berlin bei Kälte?
  • Ein tragbarer KI-Sprachassistent, der komplett ohne Cloud oder WLAN funktioniert, hat ein Maker aus Hongkong gebaut. Als Basis dazu dient ein Raspberry Pi 5: Raspi 5 wird zum DIY-KI-Sprachassistenten ganz ohne Cloud und Internet.
  • Ubisoft will Kosten sparen und sich neu aufstellen. Spiele wie das Remake von „Prince of Persia“ werden eingestampft. Die Rede ist von einem „großen Reset“: Ubisoft will massiv sparen mit „radikalem Schritt“.
  • Ubisoft stellt sich neu auf und Investoren auf zwei schwierige Jahre ein. Die Reaktion an den Börsen fällt krachend aus: Nach Neuausrichtung kracht Ubisoft-Aktie in den Keller.
  • Viele Dänen haben eine große Wut auf die USA – und lassen die beim Einkaufen raus. Mit Hilfe von Apps vermeiden sie gezielt amerikanische Produkte. Es ist ein dänischer US-Boykott: Apps sortieren Waren im Supermarkt aus.
  • Ein kalifornisches Start-up führt fort, was Microsoft nicht konnte. Nex bringt Windows auf das Smartphone – inklusive Unterstützung für externe Monitore: NexPhone mit Android, Linux und Windows 11 als Rückkehr von Windows Phone.
  • Die Stromversorgung von Segelbooten kann durch eine Windturbine am Mast sichergestellt werden. Die Grain Blanc eignet sich aber auch für Gebäude: Vertikale Windturbine liefert Strom für Bordelektronik von Segelbooten.
  • Medienberichten zufolge ist ein Sicherheitspatch für diverse Fortinet-Produkte defekt. Admins können Instanzen aber trotzdem schützen. Sie sollten jetzt handeln: Angreifer umgehen offenbar Fortinet-Sicherheitspatch.
  • DocuSeal, ein Open-Source-Tool für elektronische Unterschriften, erhält eine KI-gestützte Formularerkennung und verbesserte Sicherheit in Docker-Umgebungen: DocuSeal 2.3.0 als Open-Source-Alternative zu DocuSign mit KI-Features.
  • Im Januar 2026 wurden wieder einige Führerschein-Dokumente ungültig. Wir klären, wer betroffen ist, was beachtet werden sollte und was das kostet in einem FAQ: Führerschein-Dokument läuft ab – was nun?
  • Mitten in der KI-Hausse schmieren die Aktien von Softwareherstellern ab. Die Anteilsscheine von Adobe, Oracle & Co. haben sich halbiert und Microsoft schwächelt, denn „AI eats Software“: Warum SaaS-Aktien an der Wall Street crashen.
  • Der erste eigene Router OpenWrt One des OpenWrt-Projekts läuft nun auch mit Debian. Das macht ihn zum Allzweck-Linux-System: Collabora portiert Debian auf OpenWrt One.
  • EU-Abgeordnete skizzieren einen Kurswechsel in der Digitalpolitik. Sie verlangen Unabhängigkeit von US-Infrastrukturen sowie mehr heimische KI und Open Source. Es ist ein digitaler Befreiungsschlag: EU-Parlament fordert Loslösung von US-Tech-Riesen.


(fds)



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